Bleibt es beim Plan, die #Elsenbrücke in zwei #Teilbauwerken mit sechs Fahrspuren, sowie beidseitigen Geh- und #Radwegen und straßenbahntauglich herzustellen? Wenn nicht, welche Änderungen sind vorgesehen?
Antwort zu 1:
Die derzeitigen Planungen zum Ersatzneubau der Elsenbrücke berücksichtigen zwei Teilbauwerke mit jeweils 3 Fahrstreifen und Geh- und Radwegbereiche sowie eine #straßenbahntaugliche#Brückenkonstruktion.
Der Rahmenvertrag mit dem Hersteller sieht eine maximale Bestellmenge von 117 Straßenbahnzweirichtungsfahrzeugen vor, wobei diese nach Fahrzeuglänge und Ausführung unterschiedlich ausgestaltet sein werden. Ursprünglich umfasste der Rahmenvertrag eine Bestellung von bis zu 82 #Zweirichtungsfahrzeugen der Kapazität M (30 m-lang) sowie 35 Zweirichtungsfahrzeugen der Kapazität XL (Typ „ Urbanliner“ , 50 m-lang) als Mindestbestellmenge. Der Rahmenvertrag sieht ein Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 450,8 Mio. EUR vor, wobei das maximale Budget für das Mindestabnahmevolumen 323,3 Mio. EUR beträgt.
Wer derzeit auf der #Müggelheimer Straße unterwegs ist, bekommt schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was die gesamte #Altstadt #Köpenick in den kommenden zweieinhalb Jahren erwartet. Es ist laut, es ist dreckig, #Bagger reißen den Asphalt auf, #Trümmer liegen herum. Das zweite Gleis, das während der langen Bauzeit den #Straßenbahnverkehr südlich der Altstadt aufrechterhalten soll, liegt an manchen Stellen schon im Gleisbett, an anderen fehlt es noch. Neben einem Meer aus rot-weißen Absperrbaken schiebt sich der #Autoverkehr langsam auf einer Spur vorwärts Richtung Lange Brücke.
Wie viele #Wohnungen wurden seit dem Jahr 2000 im Berliner Ortsteil #Rummelsburg im Bereich Ostkreuz/ Spree/ Rummelsburger Bucht/ Blockdammweg/ Eisenbahntrasse neu gebaut und wie viele Menschen leben in diesen Wohnungen?
Etwas mehr als ein Jahr ist es Fahrgästen nun möglich, mit der #Straßenbahnlinie#M10 über den Berliner #Hauptbahnhof hinaus in Richtung Westen bis zur #Turmstraße in #Moabit zu fahren. Die #Eröffnung der Verlängerung war Anfang September 2023 feierlich begangen worden. Doch schnell trübte die große #Unpünktlichkeit der Linie, die Pendlerinnen und Pendler an den letzten Abschnitten auf der Strecke besonders hart trifft, die Stimmung. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind dennoch zufrieden und ziehen eine positive Bilanz nach einem Jahr M10-Ausbau.
In den Medien wird berichtet, dass der Senat eine teilweise #Stilllegung der #Straßenbahnlinie#21 aufgrund des schlechten Gleiszustands in Teilen der #Boxhagener Straße in Friedrichshain und der #Marktstraße in Rummelsburg plant. Stimmt diese Information? Sind die #Gleisarbeiten der einzige Grund für die Stilllegung, oder gibt es weitere Gründe? Wenn ja, welche?
Presseberichten zufolge befindet sich der #Gleisabschnitt der #Tram zwischen der #Holteistraße und der #Karlshorster Straße in einem so #desolaten Zustand, dass die BVG davon ausgeht, die Strecke nicht über den Dezember 2025 hinaus in Betrieb halten zu können. Eine #Sanierung sei aber nicht geplant, weil dieser Gleisabschnitt nach dem #Neubau des Abschnittes über die #Sonntagstraße zum #Ostkreuz sowieso stillgelegt werden soll. Dieser Neubau verzögert sich aber immer weiter. Entsprechend habe sich Vertreterin der BVG beim Sprechtag des Berliner Fahrgastverbands IGEB geäußert. Die Folge wäre die Unterbrechung der Tramlinie 21, die von Friedrichshain weiter über Rummelsburg und Karlshorst nach Köpenick führt. Auch unterbrochen wäre dann die lange geplante Tramlinie 22, die nach bisherigen Aussagen des Senats ab Mitte 2026 in Betrieb gehen soll. Sollte es tatsächlich so kommen, wären die ohnehin in Teilen nur schlecht an den ÖPNV angeschlossenen Stadtteile im südlichen Lichtenberg in erheblichem Maße betroffen und deren Anwohnerinnen und Anwohner vom Nahverkehr quasi abgekoppelt.
Frage 1:
Treffen die in der Vorbemerkung erwähnten Presseberichte zu? Wenn ja, welche Gleisabschnitte sind konkret betroffen?
Wie stellt sich der schlechte Zustand des erwähnten Gleisabschnittes dar? Welche Folgen hat er aktuell schon? Warum konkret ist ein über 2025 Betrieb wahrscheinlich nicht möglich?
Antwort zu 2:
Die BVG teilt hierzu mit:
„ Aktuell muss der Verschleißentwicklung durch die Einrichtung von #Langsamfahrstellen auf Teilabschnitten entgegengewirkt werden. Dadurch kommt es derzeit zu #Fahrzeitverlusten, die sich negativ auf die Stabilität und #Pünktlichkeit der Linie 21 auswirken.“
Frage 3:
Frau Senatorin Bonde hat in der 42. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr angekündigt, dass der Senat zusammen mit der BVG an einem „ Plan B“ für den Fall einer Unterbrechung arbeite. Inwieweit wird dieser auch adäquat eine Verbindung zwischen dem Ostkreuz und Köpenick über Rummelsburg und Karlshorst beinhalten? Inwieweit wird der Senat hierbei auch eine, eigentlich durch die Einrichtung der Tramlinie 22 geplante, Taktverdichtung zwischen Rummelsburg und Karlshorst miteinbeziehen?
Frage 4:
Hat der Senat eine Sanierung des Abschnittes geprüft? Kommt ggf. eine Teilsanierung in Betracht, um eine Streckensperrung zu verhindern? Gibt es andere denkbare Maßnahmen, um eine Sperrung zu verhindern?
Antwort zu 3 und 4:
Die Fragen 3 und 4 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Die BVG teilt hierzu mit:
„ Der Streckenabschnitt kann vsl. bis Ende 2025 betrieben werden, dann muss eine Grundinstandsetzung erfolgen, die Details werden gerade geprüft. Die BVG erarbeitet derzeit entsprechende Konzepte. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.“
Das Vorhaben befindet sich im Anhörungsverfahren. Die Einwendungsfrist endete am 18. Oktober 2024. Die Erwiderungen auf die Einwendungen und Stellungnahmen werden derzeit durch die BVG erarbeitet.
Berlin, den 04.11.2024
In Vertretung Johannes Wieczorek Senatsverwaltung für