In einem faktisch insolventen Land Berlin und bei einer BVG mit einem Schuldenberg in dreistelliger Millionenhöhe ist es keine leichte Aufgabe für die Herren #Kutscher von der #U-Bahn und #Sember von der #Straßenbahn, im Auftrag ihres Betriebsdirektors Dr. #Predl zu versuchen, das Beste aus den knappen Mitteln zu machen. Mit ihnen standen kompetente Mitarbeiter zur Verfügung, die mit viel Geduld und umfangreichem #Detailwissen die Fragen der anwesenden #ÖPNV-Nutzer beantworteten.
Bis zur Fußball-WM 2006 soll sie rollen, die #Straßenbahn von Prenzlauer Berg bis zum #Lehrter Bahnhof. Gestern haben #Bauarbeiter begonnen, die Bäume auf der #Bernauer Straße zu fällen. Bis zum Monatsende werden rund 130 alte Bäume abgesägt. In zwei Jahren sollen, wenn die Straßenbahn fährt, neue Bäume entlang der Straße gepflanzt werden. Die Straßenbahn- Linie #20, die jetzt in einer großen Schleife an der #Eberswalder Straße endet, wird über die #Bernauer Straße und die #Invalidenstraße bis zum Lehrter Bahnhof verlängert. Rund 30 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.
Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen ihr Angebot zum #Fahrplanwechsel am 12. Dezember #grundlegend#umgestalten. Kern des Verkehrskonzeptes „BVG #2005 plus“, das Vorstandschef Andreas Graf von Arnim gestern vorstellte, sind 40 bis 50 neue so genannte #Metro-Bus- und -Tramlinien. Sie werden in Ergänzung zum #Schnellbahnnetz mindestens 20 Stunden am Tag wichtige, #gradlinige#Verkehrsachsen in kurzem #Zeitabstand bedienen. Die dann noch 120 #Ergänzungs-Buslinien zur Erschließung der #Quartiere werden dafür ausgedünnt und überwiegend nur noch im #20-Minuten-Abstand verkehren. Erhalten bleiben etwa fünf klassische #Tramlinien und rund zehn der gegenwärtig zwölf #Expressbusse.
Bloß nicht zu früh freuen! Aber der nachstehende, dem Haushartsausschuss vorgelegte Bericht von Verkehrsstaatssekretärin Maria Krautzberger vom 12. Januar 2004 erlaubt die Hoffnung, dass sich das Abgeordnetenhaus von Berlin tatsächlich einmal gegen Verkehrssenator Peter Strieder durchsetzen kann und schon bald die vom Senator Anfang 2003 gestoppten #Bauarbeiten an der zweiten #Straßenbahn-Trasse zum #Alexanderplatz fortgesetzt werden können.
Die hoch verschuldete BVG ist jetzt sogar bereit, einige ihrer modernsten #Straßenbahnen zu #verkaufen, die erst ein Jahr alt sind. Zudem will das Unternehmen ältere Fahrzeuge, die noch aus DDR-Zeiten stammen, nach #Wolgograd veräußern. Entscheidungen sind aber noch nicht gefallen.
Fahrplan-Ist-Abfahrtszeiten jeder Haltestelle können per SMS abgefragt werden
Mit ihren technischen Innovationen hat sich die BVG im Laufe ihrer 75jährigen Geschichte den Ruf als modernes und leistungsstarkes Verkehrsunternehmen erworben. Besonders auf dem Gebiet der Fahrgastinformation hat die BVG stets die Bedürfnisse ihrer Kunden im Auge.
Nach einer mehrmonatigen Testphase gibt es seit 19. Februar 2004 zwei weitere Fahrplaninformationsmöglichkeiten:
* Das bewährte Auskunftsystem „fahrinfo online“ ermöglicht jetzt den Kunden die Abfrage der tatsächlichen Abfahrtzeiten der Fahrzeuge nach Haltepunkten bzw. Standortnummern.
* NEU: Wenn Sie unterwegs sind und nicht die Standortnummer der Haltestelle kennen, so können Sie diese auch per fahrinfo WAP in Erfahrung bringen. Unter http://wap.bvg.de bieten wir Ihnen auch unter der Eingabe des Haltestellennamens die aktuellen Abfahrtszeiten (inkl. Standortnummer) an.
* Der „Knüller“ für den Kunden ist die Möglichkeit, sich Abfahrtzeiten in Echtzeit per Handy über SMS abzurufen – genannt: fahrinfo SMS.
Auf sein Handy werden dem Kunden die nächsten fünf Abfahrten des von ihm angefragten Haltepunktes übermittelt. Dabei handelt es sich um dynamische, d.h. gemäß der aktuellen Verkehrslage berechnete, Informationen. Ziel ist es dabei, den Kunden vor und während der Reise mit den BVG-Verkehrsmitteln alle relevanten Informationen in Echtzeit zur Verfügung zu stellen.
Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Der Kunde übermittelt der BVG die auf dem Haltestellenaushang angegebene Standortnummer per SMS an die Rufnummer 77377 und erhält binnen Sekunden per SMS die gewünschten Informationen.
Für den Kunden fallen lediglich die SMS-Gebühren an, die der Handy-Besitzer mit seinem Provider vereinbart hat. Der Empfang der Antwort-SMS ist kostenlos. Die Partner der BVG
* e-plus das auf allen Kommunikationsmedien, die für Fahrinfo SMS im Einsatz sind, erscheint, ist in Berlin als innovatives Unternehmen bekannt und hat als erster Netzanbieter das Telefonieren in der U-Bahn angeboten und ist Sponsor des neuen Fahrgastinformationsdienstes.
* IVU (Entwicklungspartner)
* Exozet (Entwickler der SMS-Logik)
* Brunet (Mediator zum Empfang und Versenden der SMS)
* Radio Energy 103,4 (Werbepartner).
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Der SMS-Videoclip (mpg, 5 MB) Nie mehr zu spät mit der BVG (mp3, 700 KB)
Zum #Fahrplanwechsel am 14. Dezember krempelt die BVG vor allem im Norden der Stadt ihr Liniennetz um. Die Operation läuft unter dem Titel „#Angebotsoptimierung“.
Kurzfristig hat sich die Bahn sogar noch zu einer Korrektur durchgerungen, die lange als unmöglich galt. Weil in Berlin am Bahnhof #Charlottenburg die Bauarbeiten länger dauern als geplant war, lässt die Bahn dort auch nach dem #Fahrplanwechsel die Züge der Regionalexpress-Linie #RE3 halten; Züge der Regionalbahn #RB10 aus #Nauen enden morgens nicht in #Charlottenburg, sondern fahren weiter bis #Ostbahnhof und nachmittags starten sie nicht erst in Charlottenburg, sondern ebenfalls bereits im Ostbahnhof. So können Fahrgäste der S-Bahn, bei der der Abschnitt von Charlottenburg bis #Zoo bis Mitte April gesperrt bleibt, weiter mit Regionalzügen ihre Fahrt fortsetzen, ohne in Busse umsteigen zu müssen.
Die zweite #Straßenbahn-Strecke zum #Alexanderplatz muss gebaut werden. Sie verkürzt für tausende Fahrgäste die Fahrzeit, bringt der BVG somit mehr Fahrgäste und mehr Einnahmen und senkt zugleich die Betriebskosten der BVG. Ein wahres Wunderwerk. Und dennoch hat Verkehrssenator Peter Strieder diesen Neubau für unbestimmte Zeit auf’s Abstellgleis geschoben.