Die #Autobahnen in Berlin und Brandenburg drohen schneller zu #verfallen als die zahlreichen und nötigen #Sanierungen und #Neubauten geplant und genehmigt werden können. Er bete jeden Tag zum Himmel, dass der #Rudolf-Wissell-Brücke „nichts passiert“, sagte Dirk Brandenburger, der technische Geschäftsführer der #Autobahn GmbH des Bundes am Montag bei der #Wirtschaftskonferenz Berlin-Brandenburg im Haus der Berliner #IHK. Ein schwerer Schaden an dem Bauwerk in Westend wäre „der größte anzunehmende Unfall“ im #Stadtautobahnnetz, so der Ingenieur.
Hat der Senat die stark gestiegene Zahl an #Verkehrsunfällen rund um den gesperrten #Schlangenbader Tunnel zur Kenntnis genommen? Wenn ja, welche Schlussfolgerungen zieht er daraus und wie setzt er diese um?
Frage 2:
Welche Veränderungen zur Erhöhung der #Verkehrssicherheit wurden vom Senat in den letzten 6 Monaten vorgenommen? Welche sind konkret in den kommenden 6 Monaten geplant?
Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass die #Nahverkehrstangente („#NVT“; zusätzliches #Gleispaar am östlichen Berliner #Außenring „#BAR“) für ein klima- und sozialverträgliches #Verkehrsangebot in den östlichen Berliner Bezirken und darüber hinaus ins Umland erhebliche Bedeutung hat.
Bereits vor Jahrzehnten wurde aufgrund des Bedarfs einer östlichen Schienen-Tangente eine zweigleisige (östliche) Erweiterung der (beizubehaltenden) Fernbahngleise des Berliner Außenrings geplant, die Fläche wurde seitdem #freigehalten, und es wurden sogar schon #Vorleistungen erbracht.
Frage 1:
Aus welchen Gründen drängt es sich planerisch auf, die Nahverkehrstangente auf der #Ostseite der #Fernbahntrasse des Berliner Außenrings (BAR) einzuordnen?
In welchem #baulichen#Zustand befinden sich die Berliner Brücken derzeit? (Aufstellung unter Angabe der #Bauwerksnoten sowie nach Bezirken erbeten.)
Antwort zu 1 und 2:
In der Anlage sind die Brückenbauwerke in der #Unterhaltungslast der Senatsverwaltung in Reihenfolge der internen Bauwerksnummern mit aktuellen #Zustandsnoten aufgelistet. Anhand der Legende ergibt sich aus den ersten beiden Stellen der internen #Bauwerksnummer die bezirkliche Zuordnung.
Berlin. Es gehört zu den wichtigsten Bauvorhaben für die #Verkehrsinfrastruktur in Berlin: Der Umbau des #Autobahndreiecks#Funkturm im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Es soll eine neue „Geometrie“ erhalten, um den Verkehr künftig besser fließen zu lassen. Bis es so weit ist, sind jedoch einige Probleme zu umschiffen: Zur Umsetzung der Neuplanung müssen #Anschlussrampen und #Fahrbahnen und 25 #Brückenbauwerke zurückgebaut werden.
Komplett #zerlegen, #erneuern und wieder #zusammenbauen – so könnte man die anstehende #Sanierung der nördlichen #U6 in einem Satz zusammenfassen. Unter #Vollsperrung werden die Berliner Verkehrsbetriebe ab dem 7. November 2022 die gesamte Strecke zwischen den U-Bahnhöfen #Kurt-Schumacher-Platz und #Alt-Tegel praktisch neu bauen. Dazu gehören rund 2300 Meter #Dammstrecke, 6500 Meter Gleise, acht Weichen, acht #Brückenbauwerke und eine Vielzahl von Stromversorgungs-, Kommunikations- und #Zugsicherungsanlagen. Darüber hinaus wird auch die #U-Bahnbrücke über der #Seidelstraße abgerissen und neugebaut.
Frage 1: An welchem Tag im Herbst 2022 werden die #Sanierungsarbeiten auf der #U6 zwischen #Alt-Tegel und #Kurt-Schumacher-Platz begonnen? a. In welchen Straßen in Tegel werden die Anwohner mittels Flyer über die #Bauarbeiten informiert? b. Wie viele Tage vor dem Beginn der Baumaßnahme werden alle #Fahrgastinformationen erfolgen?
Frage 1: Wann konkret werden die #Sanierungsarbeiten auf der #U6 zwischen #Alt-Tegel und #Kurt-Schumacher-Platz begonnen und abgeschlossen? a. Wann und wie werden die Fahrgäste über den #Zeitplan informiert? b. In welchem Takt und auf welcher Strecke wird der #Schienenersatzverkehr fahren? c. Welche weiteren Einschränkungen wird es für die Fahrgäste geben und wie werden sie kompensiert? Antwort zu 1: Die BVG teilt hierzu mit: „Es ist geplant im Herbst 2022 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2025 vorgesehen.
Frage 1: In welchem Zustand befinden sich die #Verkehrswege im #Nordosten Berlins grundsätzlich? Antwort zu 1: Das Bezirksamt Pankow antwortet hierzu: „Sämtliche öffentlich gewidmeten #Straßenflächen und Verkehrswege im Bezirk Pankow von Berlin befinden sich grundsätzlich in einem #verkehrssicheren Zustand, was nicht bedeutet, dass jede Verkehrsfläche zu jeder Zeit gefahrlos und frei von Mängeln ist. Der #Straßenzustand ist permanenten Veränderungen unterworfen, auf die der Verkehrssicherungspflichtige, also das Land Berlin, nur reagieren kann.“
Welche #Straßenbrücken im Eigentum Berlins und welche #ÖPNV-Brücken in #Baulast der #BVG sind aktuell als sanierungsbedürftig eingestuft?
Antwort zu 1:
Die aktuell 835 #Brückenbauwerke in der Zuständigkeit des Landes Berlin werden turnusmäßig untersucht und begutachtet. Hieraus ergeben sich fortlaufend verschiedene Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen, welche in Abhängigkeit zu den vorhandenen finanziellen und personellen Kapazitäten priorisiert bearbeitet werden. Unter Berücksichtigung der Maßgaben des Unterhaltungsmanagements sind hierbei insbesondere die folgenden Straßenbrücken als sanierungsbedürftig einzustufen.
BW 09 Brücke ü. d. Klärwerksableiter BW 11 Stendaler Brücke
Frage 2:
Bei welchen dieser Brücken ist mittelfristig (5-Jahreszeitraum) die Sanierung geplant, bei welchen dieser Brücken besteht der erforderliche Sanierungsumfang in Abriss und Neubau?
Antwort zu 2:
Bei folgenden Brücken ist eine Sanierung, ein Rückbau und der Ersatzneubau in Vorbereitung, in Planung oder bereits in Ausführung.
Name der Brücke
Status/Maßnahme
Kostenprognose
Mörschbrücke
in Ausführung / Sanierung
ca. 0,5 Mio. Euro
Schlossbrücke
in Vorbereitung / Ersatzneubau
keine Angabe
Mühlendammbrücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 46 Mio. Euro
Spittelmarktbrücke
in Vorbereitung / Ersatzneubau
ca. 10 Mio. Euro
Neue Gertraudenbrücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 15 Mio. Euro
Putlitzbrücke
in Planung / Sanierung
keine Angabe
Nordhafenbrücke
in Ausführung / Sanierung
ca. 1,0 Mio. Euro
Schönhauser Allee B.
in Planung / Ersatzneubau
ca. 34,5 Mio. Euro
Dunckerbrücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 5,7 Mio. Euro
Eldenaer Brücke
in Vorbereitung / Ersatzneubau
keine Angabe
Gehrenseebrücke
in Vorbereitung / Ersatzneubau
keine Angabe
Admiralbrücke
in Vorbereitung / Instandsetzung
keine Angabe
Charlottenbrücke
in Vorbereitung / Sanierung
keine Angabe
Schulenburgbrücke
in Vorbereitung / Ersatzneubau
ca. 30 Mio. Euro
Rohrdammbrücke
in Vorbereitung / Sanierung
keine Angabe
Moltkebrücke
in Ausführung / Ersatzneubau
ca. 10,4 Mio. Euro
Elsenbrücke
in Ausführung / Ersatzneubau
ca. 85 Mio. Euro
Köpenicker-Allee-Brücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 9,5 Mio. Euro
Pyramidenbrücke
in Ausführung / Ersatzneubau
ca. 5,4 Mio. Euro
Brücke am Bahndamm
In Planung / Ersatzneubau
ca. 3,2 Mio. Euro
Neue Fahlenbergbrücke
in Ausführung / Ersatzneubau
ca. 9,6 Mio. Euro
Lange Brücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 30 Mio. Euro
Salvador-Allende-Brücke
in Ausführung / Ersatzneubau
ca. 39 Mio. Euro
Brücke an der Wuhlheide
in Vorbereitung / Rückbau / ENB
keine Angabe
Sellheimbrücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 20 Mio. Euro
Bahnhofsstraßenbrücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 3,2 Mio. Euro
Östl. Bucher-Str.-Brücke
in Planung / Ersatzneubau
ca. 21 Mio. Euro
Hellersdorfer Brücken
in Planung / Ersatzneubau
ca. 1,5 Mio. Euro
Brücken am VK Marzahn
in Planung / Ersatzneubau
ca. 90 Mio. EUR
B. Allee d. Kosmonauten
in Vorbereitung / Ersatzneubau
keine Angabe
Südl. Blumb.-Damm-Br.
in Ausführung / Ersatzneubau
ca. 19 Mio. EUR
Wuhletalbrücke
in Ausführung / Ersatzneubau
ca. 15 Mio. EUR
Aufgrund des Planungsstandes kann bei einzelnen Brücken noch keine Kostenprognose beziffert werden. Bezüglich der erforderlichen finanziellen Mittel wird darauf hingewiesen, dass mehrere Projekte über GRW-Mittel, also aus Landes- und Bundesmittel zur
„Förderung des regionalen Wirtschaftsverkehrs“ kofinanziert werden.
Darüber hinaus werden Baumaßnahmen zur Sanierung und zum Neubau von Fußgängerbrücken, Tunnelbauwerken und sonstigen Ingenieurbauwerken sowie Neubaumaßnahmen, welche im Zusammenhang mit den Radschnellwegverbindungen stehen, geplant und ausgeführt.
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„U6, Brücke über die Seidelstraße Abriss und Neubau U6, diverse Brücken im Nordabschnitt, Sanierung
U1, Brücke über den Gleisdreieckpark Abriss und Neubau
U1, Hochbahnbrücken vor Oberbaumbrücke verstärkte Überwachung BW 03 Marzahner Brücke Abriss und Neubau
BW 06 Allee des Kosmonauten Abriss und Neubau“
Frage 3:
Wie hoch sind die für die Sanierung veranschlagten Kosten, jeweils für die Berliner Straßenbrücken und die Brückenbauwerke der BVG?
Antwort zu 3:
Die voraussichtlichen Kosten für die Straßenbrücken in der Zuständigkeit des Landes Berlin sind in der Tabelle zur Antwort zu 2 aufgeführt.
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„U6, diverse Brücken im Nordabschnitt inkl. Seidelstraße ca. 22,0 Mio. EUR U1, Brücke über den Gleisdreieckpark ca. 25,0 Mio. EUR
BW 03 Marzahner Brücke ca. 12,0 Mio. EUR
BW 06 Allee des Kosmonauten ca. 10,0 Mio. EUR“
Frage 4:
Ist die personelle Ausstattung für die Bewältigung dieser Brückenbauaufgaben beim Land Berlin und bei der BVG ausreichend bemessen? Wenn nein, welche zuätzlichen personellen Maßnahmen wären erforderlich nach Art (Fortbildung, Neueinstellung) und Umfang?
Antwort zu 4:
Im Zuge von Organisationsänderungen wurden in der für die Ingenieurbauwerke des Landes Berlin zuständigen Tiefbauverwaltung Voraussetzungen geschaffen, um die enormen Aufgaben zum Abbau des eingetretenen Instandhaltungsrückstaus im Brückenbau zielgerichtet angehen zu können. Aus den tabellarischen Auflistungen unter Antwort 2 und 3 kann abgeleitet werden, dass erste Erfolge beim Bearbeitungsstand eingetreten sind. Nunmehr bedarf es einer gezielten Erweiterung der personellen Ausstattung für die bekannten und noch zu erwartenden Aufgaben im Brückenbau.
Darüber hinaus konnten erste Erfolge in der Personalbindung von Personen aus dem dualen Studium – Bauingenieurwesen erzielt werden. Hier müssen in der Zukunft weitere Stellenpotenziale geschaffen werden, um dem demografischen Wandel des Personalbestandes entgegenzuwirken. Weiterhin besteht ein sehr hoher Druck bezüglich der Personalbindung und Personalgewinnung, da bei den verschiedenen anderen privaten und öffentlichen Arbeitgebern ein erheblicher Fachkräftemangel an Bauingenieuren/-innen herrscht.
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„Für die o.g. Brückensanierungsmaßnahmen im U-Bahnbereich sind entsprechende Personale vorhanden. Für die Umsetzung weiterer Streckensanierungsmaßnahmen ist eine Erhöhung der Ingenieurkapazität (Neueinstellung) erforderlich. Im Straßenbahnbereich wird eine zusätzliche Planstelle benötigt.“
Frage 5:
Wie hat sich der Brückenzustand seit Anfang 2018 entwickelt, wie viele zu sanierende Brücken sind hinzugekommen, wie viele Brückensanierungsprojekte sind aktuell in Arbeit, wie viele konnten in den letzten 4 Jahren abgeschlossen werden?
Antwort zu 5:
Der Bauwerkszustand der Straßenbrücken wird regelmäßig überwacht und durch laufende Instandsetzungsarbeiten geringeren Umfangs auf konstantem Niveau gehalten.
Hinzugekommen sind seit 2018 insbesondere die Elsenbrücke und die Mühlendammbrücke, welche infolge baustoffbedingter Schäden priorisiert werden mussten. Ebenfalls hinzugekommen ist die Mörschbrücke, welche infolge eines Brandanschlages nunmehr saniert wird.
Aktuell befinden sich entsprechend der tabellarischen Angaben zur Antwort zu 2 die angegebenen Projekte in Bauausführung.
In den letzten vier Jahren wurden folgende Sanierungsprojekte im Bereich Brückenbau abgeschlossen: Südliche Rhinstraßenbrücke, Roßstraßenbrücke, Potsdamer Brücke, Föhrer Brücke, Stubenrauchbrücke, Oberbaumbrücke, Schwanenwerderbrücke, Schlossbrücke, Bösebrücke, Schiffbauer Damm Brücke, Gerickesteg, Löffelbrücke, Lindenhofbrücke, Waldbacher Weg Brücke, Sonnenbrücke, Heerstraßenbrücke, Hallesches-Tor-Brücke, Jafféstraßenbrücke, Brücke an der Wuhlheide, Köpenicker-Allee- Brücke, Lange Brücke (Behelfsbrücke), Hermannbrücke sowie eine Vielzahl an Brückenbauwerken, welche zwischenzeitlich in die Zuständigkeit der Autobahn GmbH des Bundes übergegangen sind.
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„Der bauliche Zustand der Brücken im U-Bahnbereich wird regelmäßig mit Hilfe aller gesetzlichen Vorgaben kontrolliert. Aus diesen Bauwerksprüfungen wird der Sanierungs- bzw. Erneuerungsbedarf der kommenden Jahre ermittelt. Bei sanierungsfähigen Brücken werden Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensdauer durchgeführt. Bei anderen Brücken (U6, U1) ist aufgrund der Schadensbilder ein Neubau erforderlich.
Über die Jahre verlieren Ingenieurbauwerke kontinuierlich ihre Dauerhaftigkeit. Eine signifikante Verschlechterung in den letzten Jahren ist nicht festzustellen. Die jetzt zu erneuernden Brücken sind seit mehreren Jahren als „problematisch“ bekannt.
Der Brückenzustand im Straßenbahnbereich hat sich seit Anfang 2018 nicht wesentlich verändert. Im Zuge der der Untersuchungen „Ankündigungsverhalten Riss vor Bruch“ wurden 3 Brückenbauwerke (BW 01, BW 09, BW 11) als sanierungsbedürftig eingestuft. Aktuell sind 2 Brückensanierungsprojekte (BW 03, BW 06) in Arbeit.
Ein Brückensanierungsprojekt konnte in den letzten 4 Jahren abgeschlossen werden (BW 10, Mittlere Falkenberger Brücke).“
Berlin, den 02.12.2021 In Vertretung
Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz