Nach anderen Ländern denkt nun auch Brandenburg über die #Reaktivierung von Strecken nach, auch im Berliner Umland. Doch das Vorgehen stößt auf Kritik.
Über viele Jahre hinweg ist das #Schienennetz im Land Brandenburg #geschrumpft. Jetzt sind die Chancen, dass es in Zukunft wieder etwas wächst, gestiegen. Deutlich später als die Verkehrsressorts in anderen Bundesländern hat das Brandenburger #Infrastrukturministerium untersuchen lassen, welche stillgelegten #Bahntrassen und #Bahnhöfe für eine Reaktivierung infrage kommen könnten – und welche nicht. Nun liegen die Ergebnisse auf dem Tisch. Empfohlen wird, acht Strecken näher zu untersuchen – unter anderem nach #Altlandsberg, #Rüdersdorf und #Ketzin im Havelland. „So richtig zufrieden bin ich nicht“, sagte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) der Berliner Zeitung. Steffen Blunk von der Initiative #Wriezener Bahn erwartet nicht, dass sich schnell etwas ändert. Peter Cornelius vom #Fahrgastverband Pro Bahn Berlin-Brandenburg geht davon aus, dass „dringend nachgearbeitet werden muss“.
Der Hauptbahnhof in Rathenow (westliches #Havelland) war einst Kreuzungspunkt mehrerer Bahnlinien. Aktuell sieht es so aus, als könnte das seit 2003 ungenutzte Gleis zum Nordbahnhof reaktiviert werden.
Rathenow war einst Bahnknotenpunkt. In besten Zeiten ging es von dort in fünf Richtungen. Die Lehrter #Stammbahn zwischen #Lehrte (#Hannover) und Berlin war bald nach 1871 in Betrieb genommen worden. Ab 1901 gab es eine #Schmalspur-Verbindung über #Ferchesar und #Kotzen gen Nauen. Zudem war 1904 die Brandenburgische #Städtebahn eröffnet worden. Ein Rest davon besteht in der Verbindung der Hauptbahnhöfe in Rathenow und #Brandenburg an der Havel.
In Berlin und Brandenburg wird das S-Bahn- und #Regionalzugnetz ausgebaut. Doch offizielle Daten zeigen, dass Fahrgäste noch viel Geduld brauchen.
Die Planer des Großprojekts #i2030 haben sich eine Menge vorgenommen. Bis zu 180 Kilometer #Schienenstrecke und bis zu 99 #Bahnhöfe sollen neu entstehen, um- oder ausgebaut werden. Doch weil die Vorhaben so komplex sind und unter diversen Vorbehalten stehen, müssen sich Berliner und Brandenburger #Pendler oft noch viele Jahre gedulden, bis sie tatsächlich einen besseren Regionalzug- oder #S-Bahn-Verkehr bekommen. Es gibt wichtige Bauvorhaben, die erst Mitte der 2030er-Jahre fertig werden. Am Donnerstag berät der Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung des Brandenburger Landtags in Potsdam über den Stand der Vorbereitungen für die einzelnen #Verkehrsprojekte. Der Berliner Zeitung liegt der Bericht aus der Verwaltung des Infrastrukturministers Guido #Beermann (CDU) bereits vor.
Das Land Brandenburg will die Angebote im Öffentlichen #Personennahverkehr deutlich erweitern. Dazu kann auch die #Reaktivierung von stillgelegten #Bahnstrecken einen Beitrag leisten. Ein aktuelles Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) gibt Aufschluss darüber, welche Bahnstrecken und -halte Potential zur Reaktivierung haben könnten. Die Ergebnisse der Untersuchung fließen in den neuen Landesnahverkehrsplan 2023-27 ein.
Längere #Bahnsteige, weitere #Bahnhofseingänge, #barrierefreier Ausbau: Die Deutsche Bahn (DB) hat angekündigt, dass mehr als 50 S-Bahnstationen in dieser Stadt modernisiert werden sollen. So steht es in der #Rahmenvereinbarung, die sie mit dem Land Berlin Mitte Dezember geschlossen hat. Doch welche Stationen sollen von den Verbesserungen profitieren? Das hat der Linke-Verkehrspolitiker Kristian Ronneburg den Senat gefragt. Nun hat er vom scheidenden Staatssekretär Ingmar Streese (Grüne) eine Antwort bekommen – die ihn allerdings nicht ganz zufriedenstellt.
Welche Projekte umfasst die seitens des Landes Berlin mit der DB geschlossene #Rahmenvereinbarung zur #Modernisierung von Bahnhöfen (bitte Angabe von Bahnhöfen, Art der Maßnahmen, Zeithorizont, Kosten)?
Frage 1: Welche Straßen- und #Schienenwege, die einst #Brandenburg mit den (späteren) West-Berliner Bezirken verbanden und infolge von #Kriegsschäden und aufgrund des #Mauerbaus gekappt worden sind, sind bis heute nicht #wiederhergestellt? Antwort zu 1: Das #Stadt-Umland-Straßennetz konnte in den neunziger Jahren relativ schnell wieder verknüpft und teilweise ausgebaut werden. Dennoch genügt in dynamischen Entwicklungsräumen die Qualität der #Straßenverbindungen nicht immer den Anforderungen und steht zudem im Konflikt mit dem Ziel der Erhöhung der raumstrukturellen Stadtverträglichkeit des Verkehrs. Daten über die vor 1945 / 1961 vorhandenen Straßenverbindungen zwischen Berlin und dem Umland liegen dem Senat nicht vor. 2
Mehr als eine Milliarde Euro hatte die #Deutsche Bahn eingeplant, um in diesem Jahr #Bahnhöfe und #Strecken in Berlin und Brandenburg zu #sanieren oder auszubauen. Und das Bauen geht auch im Jahr 2022 weiter. Ob auf der Strecke der #Ringbahn, beim Projekt der #Dresdner Bahn oder zwischen Berlin und #Stralsund, an diversen Stellen stehen Arbeiten an. Für Fahrgäste heißt das allerdings auch: Immer wieder ist mit Sperrungen, Umleitungen oder #Schienenersatzverkehr zu rechnen. Ein Ausblick auf große Vorhaben: