Der #Berlin-Warschau-Express feiert Jubiläum: Seit einem Vierteljahrhundert verbinden die von Deutscher Bahn (DB) und #PKP Intercity betriebenen Züge die beiden Hauptstädte auf der Schiene. Seit dem Start haben rund zehn Millionen Fahrgäste diese grenzüberschreitenden Verbindungen genutzt. Ergänzt wird das Jubiläum durch die zweite Auflage des #Kulturzugs Berlin–Poznań–Warszawa sowie den geplanten Deutsch-Polnischen Freundschaftspass.
Was sind die Gründe für die #Verzögerung der ursprünglich 2026 geplanten #Fertigstellung der im Ausbau befindlichen Bahnstrecke #Angermünde – #Stettin? Welches sind die Gründe auf deutscher und auf polnischer Seite? Wann ist der neue Termin der #Inbetriebnahme? Seit wann ist der #Bahnverkehr zwischen Angermünde und Stettin eingestellt?
Antwort zu 1:
Die Durchführung der Baumaßnahme liegt in der Verantwortung der DB InfraGO bzw. des polnischen Infrastrukturbetreibers. Nach Kenntnis des Senats liegen die Gründe für die Verzögerung der Fertigstellung auf deutscher Seite insbesondere in zusätzlichen Anforderungen des Naturschutzes im #Planfeststellungsverfahren sowie einem Mangel an #Fachkräften, sowohl bei Planungs- und Ausführungsfirmen als auch bei der DB InfraGO selbst; auf der polnischen Seite führten scheinbar insbesondere #Finanzierungslücken zu Verzögerungen.
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach fordert vor dem Treffen der ostdeutschen Verkehrsminister eine #verlässliche#Finanzierung des Bundes für zentrale #Schienenprojekte in #Ostdeutschland. Der Bund muss bei langfristigen und komplexen Vorhaben Verantwortung übernehmen. Diese Verlässlichkeit darf nicht nur für den Süden und Westen sondern muss auch für den Osten gelten.
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach fordert, dass der Bund zentrale Schienenprojekte in Ostdeutschland mit derselben Verlässlichkeit wie in Westdeutschland priorisiert und finanziert. So zeigen Projekte, wie die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München und die Bereitschaft des Bundes dort langfristig Verantwortung zu übernehmen, dass Bund, Länder und Deutsche Bahn bei großen Vorhaben gemeinsam Verkehr denken und entwickeln können.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich anlässlich seines Treffens mit den ostdeutschen #Ministerpräsidenten für einen schnellen Ausbau der #Schienenverbindungen nach #Osteuropa ausgesprochen. Hierzu würden ihn auch die #polnische und die #tschechische Seite regelmäßig auffordern. Der Fahrgastverband PRO BAHN apelliert an den Bundeskanzler, dies nicht nur erneut am Kabinettstisch zu besprechen. Vielmehr soll er sich mit Nachdruck dafür einsetzen, endlich die Mittel bereitzustellen und den Investitonsstau abzubauen. „Wir begrüßen, dass der Ausbau der Strecken nach Osteuropa nun Chefsache eines deutschen Kanzlers ist. Politische Lippenbekenntnisse haben wir indessen in den letzten Jahren aber viele erlebt“, so Professor Lukas #Iffländer, Bundesvorsitzender vom #Fahrgastverband#PRO BAHN.
Deutsche Bahn nimmt #ETCS-gestützte Class-B Transition am #Grenzübergang#Frankfurt (Oder) – #Rzepin in Betrieb • Automatisierter Systemwechsel erleichtert grenzüberschreitenden Zugverkehr
Die Deutsche Bahn (DB) hat im Oktober 2025 die ETCS-gestützte Class-B Transition am Grenzübergang Frankfurt (Oder) – Rzepin an in Betrieb genommen. Der automatisierte #Systemwechsel der Zugbeeinflussungssysteme während der Fahrt über die Oderbrücke sorgt für eine schnellere und sichere #Grenzpassage für den Personen- und Güterverkehr. Zwischen Berlin und Warschau #verkürzt sich die #Fahrtzeit seit dem Fahrplanwechsel um fünf Minuten; für die Güterzüge kann die Zeitersparnis 15 Minuten betragen.
Neuer Direktzug von Leipzig über Breslau und Krakau nach Przemysl • Zweistundentakt für Reisende zwischen den Hauptstädten Berlin und Warschau • Ab Dezember 17 tägliche Verbindungen
Ab Dezember sind deutlich mehr Züge zwischen Deutschland und #Polen unterwegs. Die Deutsche Bahn (DB) und die polnische #PKP Intercity (PKP) stocken das #Fernverkehrsangebot zwischen den Nachbarländern um über 50 Prozent auf. Reisenden stehen künftig 17 statt aktuell elf direkte Verbindungen (jeweils Hin- und Rückfahrt) zur Verfügung. DB und PKP reagieren damit auf die deutlich gestiegene #Nachfrage nach Reisen zwischen den beiden Nachbarländern. Mit einem weiteren und damit siebten Zugpaar können Fahrgäste künftig im #Zweistundentakt zwischen den beiden Hauptstädten Berlin und #Warschau reisen.
DB investiert 200 Millionen in Ausbau des internationalen Fernverkehrs • Bis zu 32 #ICE#3neo-Züge werden für #Polen und #Frankreich ausgerüstet • Auftrag geht an Siemens Mobility
Die Deutsche Bahn (DB) stockt ihre Investitionen in den internationalen #Fernverkehr deutlich auf. Dafür wird der ICE 3neo sein internationales Einsatzgebiet ausweiten. Bis zu 32 Züge werden technisch so angepasst, dass sie auch in Polen und Frankreich fahren können. Erstmals kann der ICE damit von Berlin nach #Warschau fahren. Hierfür hat die DB jetzt den Hersteller #Siemens Mobility beauftragt. Bislang wird der ICE 3neo #innerdeutsch sowie auf den grenzüberschreitenden Verbindungen von Frankfurt/Main nach #Brüssel und #Amsterdam eingesetzt. Die länderspezifischen Anpassungen erfolgen während der Fertigung der Züge im Siemens-Werk Krefeld. Insgesamt rechnet die DB mit einem mehrjährigen Produktions- und #Zulassungsverfahren. Sobald die nationalen Zulassungen vorliegen, kann der ICE 3neo dann zwischen Deutschland und den Nachbarländern Frankreich und Polen sowie weiterhin in Belgien und in den Niederlanden für die Fahrgäste im Einsatz sein.
Nach seinem Winterschlaf kommt der #Kulturzug / #Pociąg do Kultury am 11. April 2025 wieder an den Wochenenden mit seinem deutsch-polnischen Kulturprogramm auf die Gleise. Von Berlin nach Wrocław (Breslau) beträgt die Fahrzeit etwa 4,5 Stunden und die Fahrkarte kostet pro Richtung 27 Euro.
Die #Bahnverbindung zwischen Berlin und der #polnischen Stadt #Stettin#verzögert sich um ein weiteres Jahr, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Demnach ist die #Inbetriebnahme des Streckenabschnitts zwischen Angermünde und der deutsch-polnischen Grenze nun erst für Ende 2027 geplant. Ein wesentlicher Grund für die Verschiebung sei der #Fachkräftemangel in der Bauindustrie. Zudem dauerten #Gutachten für den #Naturschutz länger als gedacht.
Die Länder Berlin und #Brandenburg, die #Woiwodschaft#Lubuskie und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (#VBB) sehen einen #Ausbau der Bahnstrecke Berlin – #Kostrzyn – #Gorzów Wielkopolski – Krzyż („#Ostbahn“/ Eisenbahnstrecke Nr. 203) als dringend erforderlich an. Aus diesem Grund haben alle vier Partner nun ein #Positionspapier zum zukunftsfesten Ausbau der Strecke unterzeichnet.
Aus Sicht der Länder Berlin und Brandenburg, der Woiwodschaft Lubuskie sowie des VBB ist der derzeitige #Infrastrukturzustand der bislang nicht elektrifizierten, auf deutscher Seite abschnittsweise noch eingleisigen Strecke Berlin – Kostrzyn – Gorzów Wielkopolski – Krzyż nicht ausreichend, um den künftigen Anforderungen für ein bedarfsgerechtes und zukunftsfähiges #Verkehrsangebot gerecht zu werden. Die Strecke soll daher im Zielzustand durchgehend #zweigleisig, #elektrifiziert, für 160km/h und für 740m lange Güterzüge ausgebaut sein.