Straßenbahn: BVG-Beschäftigte kritisieren Chaos bei der Straßenbahn In einem Brief an den Vorstand klagen die Vertrauensleute der Straßenbahn über gravierende Mängel und schlechte Bezahlung., aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article214766887/BVG-Beschaeftigte-kritisieren-chaotische-Zustaende.html

Berlin.  Die Berliner Verkehrsbetriebe (#BVG) rühmen sich, einer der besten Arbeitgeber in der Stadt zu sein. Auch jüngste Werbekampagnen vermitteln das Bild eines besonders leistungsfähigen und modernen Unternehmens. Doch hinter den #Fahrerhaustüren ist die Stimmung derzeit alles andere als gut. Vor allem bei den Beschäftigten bei der #Straßenbahn wächst der Unmut.

In einem offenen Brief an BVG-Chefin Sigrid #Nikutta beklagen 15 Vertrauensleute eine „prekäre personelle Situation im Fahrdienst“. Als Beispiel wird die Lage am 3. Juli genannt. Demnach hätten am Dienstag für 642 Dienste nur 590 Fahrerrinnen und Fahrer zur Verfügung gestanden. „Wir Arbeitnehmervertretungen sind höchst besorgt über die sich täglich weiter verschärfende Situation im Bereich Straßenbahn“, heißt es in dem Brief, der am Mittwoch in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde.

In den vergangenen Jahren hatte die BVG ihr Angebot besonders im Straßenbahnbereich stark ausgeweitet. Anders als etwa bei der U-Bahn gab es für die Tram zahlreiche neue Fahrzeuge. Zudem wuchs die Zahl der Fahrgäste auf den Strecken aus dem Berliner Osten in Richtung Innenstadt besonders stark. Auf Bestellung des Berliner Senats wurden daraufhin die Taktzeiten verkürzt, teilweise fahren die Bahnen im Abstand von nur drei Minuten.

Die Realität sieht anders aus

Allerdings oft nur auf dem Papier. Denn in der Realität sorgten defekte #Weichen, träge #Bordrechner und eine zunehmende Zahl von sogenannten #Langsamfahrstellen dafür, dass die Fahrpläne kaum einzuhalten sind. Die Vertrauensleute beklagen auch „chaotisch organisierte #Straßenbaumaßnahmen“ und „nicht funktionierende …

Straßenbahn: Ausgebremst Darum schleichen die Straßenbahnen derzeit nur so durch Berlin, aus Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ausgebremst-darum-schleichen-die-strassenbahnen-derzeit-nur-so-durch-berlin-30660394?dmcid=nl_20180622_30660394

Ex-BVG-Chef Rüdiger vorm Walde nannte sie scherzhaft „#Schotterschnecke“. Doch nicht nur ungünstige Ampelschaltungen und Falschparker halten die Berliner #Straßenbahn auf. Eine aktuelle Übersicht zeigt, dass auch viele #Langsamfahrstellen die Züge ausbremsen – auf Tempo 20 oder gar auf Tempo 10. Das bringt das #Fahrpersonal, das einen engen #Fahrplan beachten muss, in Nöte.

Berlin wächst, die Zahl der Fahrgäste auch. Um sie zu befördern, gibt der Senat immer mehr Straßenbahnfahrten in Auftrag. „Mehr Fahrzeuge und dichterer Verkehr bedeuten einen schnelleren #Verschleiß aller Anlagen“, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Damit die Bahnen trotzdem sicher fahren, muss teilweise ihr Tempo gedrosselt werden. Mit spürbaren Folgen, wie Fahrer berichten: Die #Verspätungsanfälligkeit steigt. Verspätungen nerven nicht nur die Fahrgäste, sie verkürzen auch die Pausenzeiten des Fahrpersonals.
Wenn das Gleis pumpt

In der vergangenen Woche gab es 36 Langsamfahrstellen im Netz, so Reetz. 27 Tempolimits wurden wegen aktueller Schäden angeordnet, fünf Beschränkungen gehen auf Vorgaben der Technischen Aufsichtsbehörde des Landes zurück. In vier Fällen war Lärmschutz der Anlass. Und dann sind da noch die Tempo-30-Bereiche, die alle Fahrzeuge betreffen, …