Der Senat von Berlin hat auf Vorlage von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, heute die #Fortführung der #Planungen für die #Verlängerung der U-Bahnlinie #U8 in das #Märkische Viertel beschlossen.
Für die vom Senat angekündigte #Verlängerung der #U8 ins #Märkische Viertel wurde in den letzten Monaten die #Grundlagenermittlung durchgeführt. Laut Aussagen von Staatssekretär Herz im Hauptausschuss vom 18.02.2026 läuft derzeit noch eine #Plausibilitätsprüfung. Zudem sei auf die Durchführung eines Verkehrsmittelvergleichs verzichtet worden. Gleichzeitig führt die Rote Nummer 1419 C vom 09. Juli 2019 (https://www.parlament- berlin.de/adosservice/18/Haupt/vorgang/h18-1419.C-v.pdf) aus, dass ein #Verkehrsmittelvergleich Bestandteil einer #Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist, um den Anforderungen von §7 der LHO Berlin und den dazugehörigen Ausführungsvorschriften gerecht zu werden. Da heißt es auf Seite 2: „Der Verkehrsmittelvergleich dient dazu, die Vor- und Nachteile des Einsatzes der verschiedenen in Berlin etablierten Verkehrsmittel im Untersuchungskorridor abzuwägen. Die Bewertung findet für vier Zielgruppen statt, die jeweils gleich gewichtet sind: Fahrgäste, Betriebsebene, Kommune, Allgemeinheit. Dabei werden unter anderem die Attraktivität des Angebots, die Betriebswirtschaftlichkeit, die Investitionssumme, stadtplanerische Aspekte, der Flächenbedarf und die Aspekte Sicherheit und Umwelt bewertet. Es finden bereits detaillierte Betrachtungen statt, die qualitativ in die Bewertung einfließen. Insofern handelt es sich beim Verkehrsmittelvergleich um eine erste Stufe der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Vor mehr als 100 Jahren fuhr eine Bahn zwischen #Schönow und #Lichterfelde West und weiter nach #Steglitz. Die sogenannte #Goerzbahn brachte die Mitarbeiter der Goerzwerke, in denen optische Geräte hergestellt wurden, auf dem schnellsten Weg in die Stadt. Die Gleise auf dem Dahlemer Weg liegen noch und sind einsatzbereit. So fuhr bereits ein #ICE-Testzug über die drei Kilometer lange Strecke, ab und zu werden die Gleise von der AG #Märkische Kleinbahn genutzt, die den Bahnhof in Schönow, direkt an der Goerzallee, betreibt.
Der #Weiterbau der #U-Bahnlinie 8 über den bisherigen Endbahnhof #Wittenau hinaus ins #Märkische Viertel wird zwar vom Senat betrieben, es fehlen aber noch wichtige #Grundlagen. Dabei hatten BVG und Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) den ersten #Spatenstich für das kommende Jahr angekündigt. Eine Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Antje Kapek nährt aber Zweifel, ob es dazu kommen kann.
Was ist der aktuelle Projektstand bzgl. der versprochenen #U-Bahn-Verlängerung der #U8 von #Wittenau ins #Märkische Viertel?
Welche Kosten sind bei der Generalplanungsleistung entstanden?
Inwiefern ist weiterhin damit zu rechnen, dass die aktuelle Leistungsphase 0 der Grundlagenermittlung bis Ende diesen Jahres abgeschlossen sein wird?
Inwiefern wird im Verkehrsmittelvergleich die Erschließung des gesamten Märkischen Viertels über die U-Bahn-Verlängerung hinaus in den Blick genommen?
Inwiefern werden in der Nutzen-Kosten-Untersuchung der Anschluss an die Heidekrautbahn auf der einen Seite und an die geplante Straßenbahntrasse zum Kurt-Schumacher-Platz und zur Jungfernheide berücksichtigt?
Wann ist der Beginn der weiteren Leistungsphasen geplant?
Wann ist der Spatenstich im Sinne des realen Baubeginns an der Verlängerung geplant?
Inwiefern zieht der Senat – wie bereits bei der Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz – einen rein symbolischen Spatenstich vor Abschluss des Planfeststellungsverfahrens in Erwägung?
Am 29. August 2024 hat die BVG die #Ausschreibung für die #Generalplanungsleistungen zur Verlängerung der #U8 ins #Märkische Viertel veröffentlicht. Bis zum 18. September 2024 können sich Planungsbüros bewerben. Mit welchen Kosten wird für die Generalplanungsleistung gerechnet?
Antwort zu 1:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die BVG kann im laufenden Vergabeverfahren keine Schätzkosten oder verfügbare Budgets veröffentlichen.“
In Berlin ist es vielerorts zu laut. „12,7 Prozent der Berliner #Wohnbevölkerung sind potenziell gesundheitsgefährdenden #Straßenverkehrs-Lärmpegeln ausgesetzt“, schreibt die #Senatsumweltverwaltung – das entspricht mehr als 490.000 Menschen. Gemäß der #Lärmwirkungsforschung, heißt es weiter, steige „ab einer #Dauerbelastung von 55 Dezibel nachts und 65 Dezibel tags das Risiko von Herzkreislauferkrankungen durch chronischen #Lärmstress“. Mit dem neuen #Lärmaktionsplan soll daran gearbeitet werden, solche gesundheitsrelevanten Lärmbelastungen in der Stadt zu reduzieren. Den Entwurf dazu hat die Senatsumweltverwaltung kürzlich veröffentlicht.
Aufgelassene Bahnstrecken, #Blindgleise und #Geisterschienen: Berlin ist durchzogen von einem Netz aufgegebener oder nie fertiggebauter #Schienenstränge. Eine der jüngsten Verbindungen, die das Schicksal ereilte, ist die ehemalige #Zehlendorfer Eisenbahn, besser bekannt als #Goerzbahn. 2018 rollte auf ihr der letzte reguläre Zug, dann kam – einzelne #Testfahrten ausgenommen – das Aus für die traditionsreiche Strecke. Seitdem dämmern die Gleise am Straßenrand vor sich hin. Zwischen den Gleisen wächst Gras, die Schienen beginnen Rost anzusetzen. Die wichtigsten Infos zu dem Lost Place.
Das #Märkische Viertel verkörperte zu seiner Fertigstellung im Jahr 1974 die erste große #Neubausiedlung des ehemaligen #West-Berlins. Heute zählt es rund 50.000 Einwohner*innen, jedoch noch immer keine direkte U-Bahn-Anbindung. Die nächstgelegene Linie #U8, beginnend an der Hermannstraße (Neukölln) endet nach 22 Stationen am Bahnhof #Wittenau. Von dort aus muss die Weitfahrt für die Bewohner*innen des Märkischen Viertels per #Bus über den #Wilhelmsruher Damm erfolgen.
Seit Jahrzehnten wird darüber diskutiert, ob die #U8 bis ins #Märkische Viertel oder noch weiter #verlängert werden soll. Mit der Entscheidung der Mobilitätssenatorin, die finanziellen Mittel bereitzustellen, kann die BVG nun die Prüfungen beginnen.