Die Entscheidung des Landes Brandenburg, die durch den #RE6 „#Prignitz-Express“ befahrene Strecke #Hennigsdorf – #Neuruppin – #Pritzwalk – #Wittenberge komplett zu elektrifizieren, wird durch den Landesverband Berlin/Brandenburg des Fahrgastverbandes PRO BAHN ausdrücklich begrüßt.
Eine neue #Regionalbahnlinie an die #Ostsee ab 2030? Landkreise im nördlichen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern dringen auf einen #Streckenausbau. Jetzt gibt es Zoff um ein Gutachten im Auftrag der Länder.
Zwischen der #Prignitz und der mecklenburgischen #Seenplatte soll nach dem Willen mehrerer Landkreise der #Bahnverkehr ausgebaut werden – doch jetzt ist Streit über ein Gutachten entbrannt. Der Landrat des Kreises Ostprignitz-Neuruppin, Ralf #Reinhardt (SPD), befürchtet, dass die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern die Region eher vom Bahnverkehr abklemmen wollten.
Rosenwinkel, Blumenthal, Wutike, Bölzke und Brügge: Bahnhofsnamen wie aus einem Landroman. Manchmal erscheint eine kleine #Regionalbahn, um mit Tempo 40 oder 60 über die Gleise zu schaukeln. Die Linien #RB73 und #RB74, die nordwestlich von Berlin durch die fast menschenleere #Prignitz führen, wirken hoffnungslos wie aus der Zeit gefallen. Doch #Bahnexperten und Politiker sehen für sie eine Zukunft. „Die Strecken haben #Potenzial“, sagte Frank Schäfer von der #Intraplan Consult GmbH. Wie groß es ist, dürfte aber als strittig gelten. Das wurde jetzt im Landtag Brandenburg deutlich.
Das passt nicht zusammen: für die #Mobilitätswende werben – und #Regionalbahnlinien einstellen. Doch im Land Brandenburg geschieht genau dies, hier drohen #Stilllegungen. Die Landesregierung möchte den probeweisen Zugverkehr zwischen #Joachimsthal und #Templin nicht verlängern. Inzwischen wurden Befürchtungen laut, dass auf einer Verbindung in die #Prignitz ebenfalls im Dezember der #Regionalbahnverkehr enden könnte. Am Donnerstag berät der #Infrastrukturausschuss des Landtags über die Pläne.
Länder bestellen mehr Verkehr auf dem #Prignitz-Express
Zur #Landesgartenschau in #Wittstock/Dosse 2019 werden in der Prignitz viele tausend Besucherinnen und Besucher erwartet. Damit diese bequem und umweltfreundlich an- und abreisen können, haben die Länder Berlin und Brandenburg auf der Regionalexpress-Linie #RE6 mehr Verkehrsleistung bestellt. Zwischen dem 18. April und 6. Oktober fährt der Prignitz-Express auch am Wochenende im Abschnitt Neuruppin –Wittstock – Wittenberge jede Stunde. Und auch in den #Abendstunden wird das Angebot ab Wittstock ausgeweitet. Alle An- und Abfahrtszeiten sind in der Online-Fahrplanauskunft unter VBB.de sowie mobil in der VBB App Bus&Bahn abrufbar.
Während der Landesgartenschau verkehren die Züge der RE6 jeden Tag – auch am Wochenende – im Stundentakt zwischen Berlin Gesundbrunnen – Neuruppin – Wittstock und Wittenberge. Auf dem vielfrequentierten Abschnitt zwischen Wittstock und Berlin fahren die meisten Züge durchgehend mit zwei Zugteilen. Den Fahrgästen stehen damit je Fahrt 120 Sitzplätze mehr zur An- und Abreise zur Verfügung. Zusätzlich werden zum Regelfahrplan ab Wittstock/Dosse zwei spätere Fahrten angeboten. Diese starten jeweils gegen 22 Uhr in Richtung Wittenberge und Richtung Neuruppin.
Auch mit dem #Bus kommen Besucherinnen und Besucher bequem zur LAGA. Aus #Meyenburg, #Freyenstein und den Ferienorten #Flecken-Zechlin sowie #Sewekow ist die Landesgartenschau in Wittstock/Dosse während der Ausflugssaison gut erreichbar. Die Linie #745 pendelt ganzjährig Montag bis Freitag zwischen Wittstock/Dosse – Meyenburg und zusätzlich vom 18. April bis 6. Oktober 2019 auch Samstag, Sonntag, Feiertag. Zwischen Wittstock/Dosse – Sewekow – Zempow – Flecken Zechlin fährt die Linie #746 ganzjährig Montag bis Freitag und zusätzlich vom 18. April bis 6. Oktober 2019 auch Samstag, Sonntag, Feiertag. In Flecken Zechlin hat die Linie 746 Anschluss zur #Schlösserlinie #785 (Rheinsberg (Mark) – Flecken Zechlin – Mirow).
In #Cottbus wird der großangelegte #Umbau des Bahnhofs fortgesetzt. In Brandenburg an der Havel werden zwei neue #barrierefreie#Bushaltestellen errichtet und im uckermärkischen #Tantow wird ein neuer #Park and Ride Parkplatz gebaut. Die Liste der Vorhaben für Investitionen im Öffentlichen Personennahverkehr in diesem Jahr umfasst 80 Projekte.
Dafür stellt das Land 26 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt zur Verfügung. Weitere 10 Millionen Euro können aus dem Nachtragshaushalt eingesetzt werden, wenn der Landtag dem Entwurf zustimmt.
Verkehrsministerin Kathrin #Schneider: „Mit der ÖPNV-Förderung setzen wir die Ziele der Mobilitätsstrategie um. Die Projekte beziehen sich auf alle Bereiche des SPNV, von der Schieneninfrastruktur über die Bahnhöfe bis zu barrierefreien Bushaltestellen. Davon profitieren viele Orte besonders auch in den ländlichen Regionen. Mit dem Nachtragshaushalt sichern wir die Finanzierung der Vereinbarung i 2030 im Jahr 2018. Der kürzlich vorgelegte Eckwertebeschluss für den Haushalt der kommenden beiden Jahre stellt klar, dass die Finanzierung auch in den folgenden Jahren abgesichert ist. So tragen wir Entwicklung ins ganze Land und setzen gleichzeitig die Ziele Landesentwicklungsplans und der Strategie Stadtentwicklung und Wohnen um.“
Nora #Görke, Bürgermeisterin Stadt Kyritz: „Ich freue mich sehr über die geplanten Investitionen in die Bahninfrastruktur von Kyritz. Die Bevölkerungszahlen der Stadt haben sich – entgegen aller Demografieprognosen – in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Mit einem ebenerdigen Übergang vom Bahnhof Kyritz zum Stadtteil Kyritz-West und durch einen neuen, zusätzlichen Bahnhaltepunkt „Am Bürgerpark“ möchten wir die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs verbessern und so auch die Attraktivität von Kyritz als Wohn- und Arbeitsort weiter steigern. Am Bürgerpark sind wir als Stadt bereits in Vorleistung gegangen: Wir haben einen modernen Bushaltepunkt geschaffen inklusive 160 Pkw-Stellplätzen und Radabstellmöglichkeiten. Ziel ist, die Umsteigeverbindungen zwischen Bus und Bahn und die Erreichbarkeit der nördlich der Altstadt gelegenen Schulen, Ämter und Kultureinrichtungen sowie des Klinikums zu optimieren. Wir hoffen daher auf schnellstmögliche Umsetzung der Maßnahmen.
Dr. Ralf #Böhme, Vorstand Deutsche Eisenbahn Service AG: „Wir freuen uns sehr, dass das Land Brandenburg mit dieser Schwerpunktsetzung für die Prignitz ein eindeutiges politisches Signal für die Sicherung der öffentlichen Mobilität auf der Schiene auch im ländlichen Raum sendet. Damit sehen wir uns bestätigt in unserem jahrelangen Engagement in der Prignitz für den Erhalt des Schienenverkehrs und der Schieneninfrastruktur als wichtige verkehrsregional- und strukturpolitische Komponente für die Stabilisierung und Entwicklung der Nordwest-Region unseres Landes.“
Einen regionalen Schwerpunkt im Förderprogramm für Investitionen in den ÖPNV bildet in diesem und im kommenden Jahr die #Prignitz. Die #RegioInfra GmbH als Tochter der Deutschen Eisenbahn Service AG will 16 Sanierungsprojekte entlang ihrer Bahnstrecken umsetzen. Allein in Kyritz sind die Sanierung der Schieneninfrastruktur im Bahnhof des Bahnhofs und die Errichtung der neuen Station Kyritz-Nord geplant. Die beiden Projekte werden in Kooperation mit dem Landkreis und der Stadt umgesetzt. Außerdem will das Bahnunternehmen neben der Schieneninfrastruktur in den Bahnhöfen auch die Bahnhofssanierungen in #Falkenhagen, #Meyenburg, und #Blumenthal vornehmen. Geplant ist auch die Erneuerung von Bahnübergängen und von sicherungstechnischen Anlagen.
Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
Nr.
Vorhaben
Kreis
Antragsteller
geplanterRealisierungs-zeitraum
begonnene Vorhaben
1
#Cottbus, Umbau des Verkehrsknotens Hauptbahnhof Cottbus (Ostseite)
CB
Stadt Cottbus
2015 – 2018
2
Grundhafte Erneuerung der #Kalkgrabenbrücke im Zuge der K 6420
MOL
Schöneiche/Rüdersdorf Straßenbahn
2017 – 2018
3
Strausberg, Ausbau Bahnhofsumfeld am S- Bahnhof #Strausberg Stadt
#Wittstock (Dosse), Verbesserung der Betriebsqualität des SPNV im Bhf. Wittstock (Dosse) durch Schaffung gleichzeitiger Einfahrten und Aufbau eines Vorsignalwiederholers
http://www.lok-report.de/ Die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (kurz #EGP) hat vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (#VBB) den Zuschlag für den Weiterbetrieb der Brandenburger Linien #RB73 und #RB74 erhalten. „Für unsere Fahrgäste ist damit der Betrieb der Strecken um weitere ein bzw. zwei Jahre gesichert.“, freut sich Dr. Ralf Böhme, Leiter des Schienenpersonennahverkehrs. „In den Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) haben wir versucht, für unsere Fahrgäste das bestmögliche Verkehrsangebot zusammen zustellen. Dennoch kommt es auch nach dieser Vergabe zu einigen Veränderungen im Betrieb“. Auf der RB 73 zwischen #Neustadt/Dosse, #Kyritz und #Pritzwalk werden Montag bis Freitag weiterhin 16 Zugpaare pro Tag auf der Strecke Neustadt/Dosse – Kyritz fahren, von denen jeweils zwei Zugpaare zwischen Neustadt/Dosse – Pritzwalk verkehren. Am Wochenende wird zwischen Pritzwalk und Kyritz ein Zugpaar mehr als heute verkehren (drei statt zwei). Dagegen wird zum jetzigen Fahrplan am Wochenende Einschränkungen zwischen Neustadt (Dosse) und Kyritz geben: „Bisher verkehrten samstags und sonntags acht Zugpaare. Zukünftig werden es nur noch vier Zugpaare sein.“, so Böhme weiter. „Einschnitte gibt es leider auch auf der RB 74 zwischen Pritzwalk und #Meyenburg, wo Montag bis Freitag und am Wochenende grundsätzlich ein Zugpaar weniger verkehrt als bislang“. Der neue Verkehrsvertrag für die RB 73 und RB 74 läuft für weitere zwei Jahre. Die RB 70 (vormals VGP 70) zwischen Pritzwalk und Putlitz wird für ein weiteres Jahr betrieben. Hier gibt es keine Änderungen im Betriebsablauf. Mit der Durchführung der Verkehrsleistungen beauftragt die EGP ihr Schwesterunternehmen HANSeatische Eisenbahn GmbH, kurz HANS (Pressemeldung EGP, 15.12.14).
Brandenburgs Verkehrsminister Jörg #Vogelsänger und Finanzminister Christian #Görke haben heute in #Kyritz mit den beiden Landräten Hans Lange (#Prignitz) sowie Ralf Reinhardt (#Ostprignitz-Ruppin) die Vereinbarung zum „#Prignitzkonzept“ unterschrieben. Nach dem unter Federführung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (#VBB) ausgearbeiteten #ÖPNV-Konzept beteiligen sich das Land und beide Landkreise zukünftig an der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs, bei dem der Schienenverkehr zwischen #Neustadt (Dosse) und #Kyritz-Nord sowie zwischen #Pritzwalk und #Meyenburg das Rückgrat bildet. Vogelsänger: „In den vergangenen Monaten haben viele Akteure in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz engagiert für ihre Bahn gekämpft. Auch die ausführliche Debatte über die Medien hat dazu geführt, dass sich wieder mehr Menschen zur Bahn bekennen. Mit diesem Schwung sind alle Beteiligten 2013 auch in die Beratungen gegangen. Dennoch war mit Blick auf die äußerst begrenzten Möglichkeiten des Landes und der Kreise durchaus offen, ob ein Bahnangebot aufrechterhalten werden kann und wenn ja, in welcher Form. Das heute unterzeichnete ,Prignitzkonzept‘ ist der Beleg dafür, dass es, wenn alle an einem Strang ziehen, gelingen kann, Alternativen zu Streckenstilllegungen zu entwickeln. Es ist aber auch der Auftrag an die Region, noch mehr Personen- und Güterverkehr auf die Schiene zu bringen.“ Görke: „Dass für die wichtigen regionalen Schienenetzverbindungen im Norden Brandenburgs jetzt eine gemeinsame Lösung zwischen dem Land und den Landkreisen gefunden worden ist, freut mich sehr. Aufgrund des starken kommunalen Engagements werde ich das Infrastrukturministerium dabei unterstützen, den noch fehlenden finanziellen Betrag durch das Land bereitzustellen, um den öffentlichen Nahverkehr und insbesondere auch den Güterverkehr in der Region Prignitz – Ostprignitz-Ruppin auch für die kommenden Jahre abzusichern.“ Sowohl die RB 73 Neustadt (Dosse) – Pritzwalk als auch die RB 74 Pritzwalk – Meyenburg, die zurzeit von der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) betrieben werden, stehen aufgrund des hohen Zuschussbedarfs im Verhältnis zu den geringen Fahrgastzahlen seit Jahren auf dem Prüfstand. Die Ticketeinnahmen können nur einen geringen Teil der Gesamtkosten decken. In der Folge vereinbarten Land und Landkreise, eine gemeinsame Lösung zur Organisation des ÖPNV in diesem Raum („Prignitzkonzept“) zu suchen. Im laufenden Jahr stellt das Brandenburger Verkehrsministerium noch die Finanzierung für die RB 73 und 74 allein sicher. Für das kommende Jahr wird eine Bestellung der gleichen Leistung wie 2014 angestrebt, wobei das Land drei Viertel und die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin ein Viertel der Bestellkosten tragen. Auch nach 2015 teilen sich das Land und die beiden Landkreise die Kosten für die Bestellung von Bahnleistungen in der Region zwischen Neustadt (Dosse) und Kyritz- Nord wie auch zwischen Pritzwalk und Meyenburg. Die Kosten werden mit maximal 2,5 Millionen Euro jährlich gedeckelt. Dafür stellt das Brandenburger Verkehrsministerium pro Jahr 1,1 Millionen Euro aus Regionalisierungsmitteln bereit. Die verbleibenden rund 1,4 Millionen Euro teilen sich das Land (75 Prozent = 1,05 Millionen Euro) und die beiden Landkreise (25 Prozent = 350.000 Euro). Die Bahnbestellung ab 2016 wird für mehrere Jahre per Wettbewerbsverfahren vergeben. Der finanzielle Umfang der Leistungen kann 2,5 Millionen Euro unterschreiten – aber nicht überschreiten. Gegenwärtig wird noch geprüft, ob die Aufträge für fünf (bis 2021) oder für zehn Jahre (bis 2026) vergeben werden sollen. Weiterhin gibt die Vereinbarung die an den Bahnstrecken unbedingt notwendigen Investitionskosten mit 3,1 Millionen Euro an. Die Summe wurde durch Gutachter ermittelt. Darunter erwähnt ist auch der Bau einer Station in Kyritz-Nord, der künftig ein neuer Umsteigepunkt zwischen Bus und Bahn sein soll. Für diese Investitionen wird die Inanspruchnahme von Mitteln aus Förderprogrammen des Landes geprüft (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 06.02.14)
Pritzwalk. Es rumpelt, zieht und dröhnt nicht mehr. Der #Lokführer muss nach einer Frostnacht nicht mehr mühevoll das Eis von den Innenscheiben abkratzen, und auf Schal, Mütze und Handschuhe während der Fahrt kann er genau wie seine Fahrgäste verzichten. Bei der #Prignitzer Eisenbahn im Nordwesten Brandenburgs beginnt tatsächlich in diesen Tagen ein neues #Zeitalter. Statt der #Ferkeltaxen, wie die betagten und auf jeglichen Komfort verzichtenden #Triebwagen hießen, rollen nun moderne #Regio-Shuttles durch die Gegend zwischen #Meyenburg, #Pritzwalk, #Kyritz, #Neuruppin und #Neustadt (Dosse). Zum #Fahrplanwechsel am nächsten Wochenende soll die Umstellung abgeschlossen sein.