Bahnindustrie: S-Bahn Berlin zeigt Faszination aus Stahl und Eisen – hier wird gesägt und geschweißt, Tag der offenen Tore im Werk Schöneweide, aus DB

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Handwerker zeigen die #Sanierung der #S-Bahn-Flotte vor Ort · #S-Bahnchef #Buchner und #Personaldirektorin #Zeller stehen Rede und Antwort · Eintritt kostenlos

Die Berliner S-Bahn betreibt nicht nur die größte #S-Bahnflotte in Deutschland, mit aktuell 705 Zügen, sondern auch sechs #Werke, in denen die Fahrzeuge in Schuss gehalten werden. Das größte und wichtigste ist das Werk in #Schöneweide, denn hier findet die sogenannte schwere #Instandhaltung statt, die weit über die alltäglichen Reparaturen an den Fahrzeugen hinausgeht. Und das macht die Arbeit in diesem Werk so faszinierend, denn hier wird noch geschweißt und lackiert, gesägt und geschleift – das ist einmalig unter den S-Bahnen in Deutschland.

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S-Bahn Berlin: Nigelnagelneue Züge starten auf der S46 früher als geplant, aus DB

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60.000 Fahrgäste täglich profitieren ab Montag von mehr Platz, mehr Komfort und erstmals einer Klimaanlage • Neue Baureihe 483/484 zuverlässig unterwegs • Eigens errichtete XXL-Waschanlage mit 160 Meter Länge eingeweiht

Berlins „Neue“ ist seit anderthalb Jahren zuverlässig auf der #S47 (Spindlersfeld – Hermannstraße) und seit Jahresbeginn auf der #S45 (BER – Südkreuz) unterwegs. Nun wird mit der #S46 (Königs Wusterhausen – Westend) die nächste Linie komplett auf die #Baureihe #483/484 umgestellt.

Das Ganze geschieht #überpünktlich, also früher als geplant! Anstatt ab 1. Juli werden die brandneuen Fahrzeuge bereits ab Montag, den 27. Juni ab 3.55 Uhr die 41 Kilometer lange Strecke fahren. Rund 60.000 Kund:innen täglich profitieren dann davon, denn die neuen Züge bieten nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr #Komfort und eine #Klimaanlage.

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S-Bahn Berlin: Erste frisch sanierte Züge auf den Nord-Süd-Linien und der S7 unterwegs Modernere und zuverlässigere Fahrzeuge ⋅ Einsatz auf den Linien S1, S2, S25, S26 und S7, aus DB

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Umbau in eigener Werkstatt in Schöneweide ⋅ Herzstück der Flotte wird für die nächsten zehn Jahre fit gemacht

Frisch #lackiert, mit neuer #Innenausstattung und #erneuerter Technik – nun fahren die ersten komplett #sanierten S-Bahnzüge der #Baureihe #481 auch im Berliner #Nord-Süd-System. Damit profitieren ab jetzt auch Fahrgäste der Linien #S1, #S2, #S25, #S26 und #S7 von mehr #Komfort und #Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Bislang waren diese nur auf der #Stadtbahn und auf dem #Ring unterwegs.

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U-Bahn: Gemacht für die Zukunft: Stadler und die BVG geben ersten Einblick in die neue U-Bahn, aus BVG

Fürs #Probesitzen ist es noch zu früh. Die Wagen für die #Testfahrzeuge der #Baureihe #JK für die Berliner #U-Bahn befinden sich aber bereits im #Stadler-Werk in #Berlin-Pankow. Dort werden sie seit Februar ausgebaut. Mobilitätssenatorin Bettina #Jarasch machte sich bei einem Vor-Ort-Termin einen ersten Eindruck von der neuen U-Bahn.

Dicht an dicht stehen derzeit zwölf gelbe Wagen der neuen #U-Bahn-Baureihe für Berlin in der neuen Montagehalle von Stadler in Berlin-Pankow. Insgesamt acht aus mehreren Wagen bestehende Testfahrzeuge werden zum Auftakt gebaut – jeweils vier Züge für das Klein- und für das #Großprofil. Gestartet wurde mit dem #Kleinprofil (Linien U1 bis U4). Die Fahrzeuge tragen in der Logik der BVG die Typenbezeichnung JK – J für die Baureihe und K als Kennung für das Kleinprofil.

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U-Bahn + Fahrzeuge: Bei der U-Bahn wird jongliert Abstellung überalterter Wagen führt zu Rochaden zwischen den Linien, aus Neues Deutschland

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1157863.bvg-bei-der-u-bahn-wird-jongliert.html

Auf der Kreuzberger #Hochbahn ist der #Wagenpark so bunt zusammengewürfelt wie schon lange nicht mehr. Vom ältesten bis zum neuesten Modell, Züge mit vier, sechs oder acht Wagen – auf #U1 und #U3 fährt, was gerade verfügbar ist. Was das Herz von Nahverkehrsfreunden höher schlagen lässt, ist für die täglichen Nutzerinnen und Nutzer ein Ärgernis. Denn Züge mit vier Wagen bieten für den #Fahrgastandrang nicht genug #Kapazität – dort herrscht im #Berufsverkehr oft drangvolle Enge. Dass das Wintersemester an den Universitäten inzwischen begonnen hat und auch wieder Präsenzveranstaltungen stattfinden, verschärft das Problem noch. Denn die U3 bindet die Freie Universität in Dahlem an.

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U-Bahn: A wie Abschied Bei der Berliner U-Bahn endet bald ein langes Kapitel der Fahrzeuggeschichte., aus BVG

Bei der Berliner #U-Bahn endet bald ein langes Kapitel der #Fahrzeuggeschichte. Wenn die letzten Wagen wieder die vorgeschriebene #Laufleistung von 960.000 Kilometern erreicht haben, verabschiedet sich die #Baureihe #A3L71 nach rund 50 Jahren aus dem aktiven Dienst. Die „fleißigsten“ Wagen werden dann eine Gesamt-Laufleistung von stolzen rund 3,8 Millionen Kilometern absolviert haben. Bei einer #Sonderfahrt in einem geschmückten Zug konnten die Fans dieser Baureihe schon am heutigen Sonntag, 17. Oktober 2021, symbolisch #Abschied nehmen. Von den ursprünglich zwischen 1971 und 1973 hergestellten 138 Wagen sind aktuell noch zehn im #Fahrgasteinsatz. Sie sind die letzten Berliner U-Bahnen, deren Antrieb vom Hersteller noch mit einer sogenannten #Schaltwerk-Steuerung ausgestattet worden war. Mit ihren Geschwistermodellen aus den 60er-Jahren prägte dieser Fahrzeugtyp über Jahrzehnte das Bild auf den #Kleinprofillinien #U1 bis #U4. Mit dem Ende der Lieferung im Jahr 1973 verschwanden dort auch die letzten Vorkriegszüge aus dem Netz.

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Museum: MUSEUM AUF USEDOM Im S-Bahn-Takt über die Insel Nach Hamburg und Berlin war Peenemünde auf Usedom der dritte Ort mit einem elektrischen S-Bahn-System., aus Nordkurier

https://www.nordkurier.de/usedom/im-s-bahn-takt-ueber-die-insel-0845023609.html

Wehrmacht baute #Werkbahnnetz für den #Personenverkehr
Und was hat das alles mit einem #S-Bahn-Netz zu tun? Nach Kriegsbeginn baute die Wehrmacht ein Werkbahnnetz für den Personenverkehr auf, erwarb 15 elektrische #Triebwagen. Am 28. Februar 1943 fand die erste Probefahrt statt, und die #S-Bahn ging offiziell ab Juni in Betrieb. Die Einrichtung diente ausschließlich dem Transport von Angehörigen und Arbeitern der Versuchsanstalten. Denn die über 10 000 (!) Beschäftigten zur Arbeit zu bringen, bedeutete eine riesengroße Herausforderung.

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S-Bahn: 100 Tage neue S-Bahnzüge für Berlin und Brandenburg – eine erste Bilanz Neue Baureihe 483/484 zuverlässig unterwegs, aus DB

https://www.deutschebahn.com/pr-berlin-de/aktuell/presseinformationen/100-Tage-neue-S-Bahnzuege-fuer-Berlin-und-Brandenburg-eine-erste-Bilanz-6108602

Neue Baureihe 483/484 zuverlässig unterwegs α Auslieferung erster Serienfahrzeuge im Sommer

Hundert Tage alt sind Berlins neue S-Bahnzüge – blutjung also noch, aber bereits sehr zuverlässig unterwegs. Ihre Feuertaufe hat die neue #Baureihe #483/484 bestanden und sich auch während des Wintereinbruchs im Februar bewährt. Die Fahrzeuge haben Schnee, Eis und Wind erfolgreich getrotzt.

In der Silvesternacht war der erste Zug pünktlich um 0.01 Uhr in Betrieb gegangen. Seitdem sind die zehn #Vorserienzüge auf der Linie #S47 ( #Spindlersfeld#Hermannstraße ) unterwegs und haben hier die Wagen der #Altbaureihe #485 abgelöst.

Die #Fahrgäste sind zufrieden und auch das Feedback aus den Führerständen ist positiv: #Lokführer:innen loben den leistungsstarken #Antrieb, das sichere #Bremsvermögen und die ruhige #Laufkultur der Fahrzeuge.

S-Bahnchef Peter #Buchner: „Wir sind sehr zufrieden mit den neuen Zügen. Die intensive zweijährige Testphase zahlt sich nun aus, da die Fahrzeuge vor dem Einsatz im Fahrgastbetrieb bereits jeden Winkel des Berliner S-Bahn-Netzes abgefahren sind. Die enge Zusammenarbeit von #Hersteller und #Betreiber war schon bei der Konstruktion und der Inbetriebsetzung sehr wichtig, um ein Fahrzeug aufs Gleis zu setzen, das den spezifischen Berliner Gegebenheiten optimal entspricht. Dabei haben wir auch sehr von unseren langjährigen Erfahrungen aus dem S-Bahn-Betrieb profitiert. Ein großes Dankeschön an Siemens Mobility und Stadler für die vertrauensvolle Zusammenarbeit!“

100 Tage neue S-Bahn

Mit den neuen Zügen bietet die S-Bahn Berlin nicht nur mehr Komfort für die Fahrgäste, sondern schafft auch für unsere Kunden auch mehr Platz. Nach Auslieferung der bei #Siemens Mobility und #Stadler bestellten 21 Zwei-Wagen-Einheiten und 85 Vier-Wagen-Einheiten Ende 2023 werden insgesamt 106 neue #Viertelzüge im Einsatz sein.

Ab Sommer dieses Jahres werden die ersten Serienfahrzeuge ausgeliefert und reihen sich dann nach erfolgter Abnahme in die 483/484-Flotte ein.

Nicklas Meyer, Leitender Fahrzeugingenieur und technischer Projektleiter für Berlins neue S-Bahn bei Stadler Deutschland: „Als Hersteller begleiten wir den laufenden Probebetrieb im Fahrgasteinsatz weiterhin intensiv. So können wir sicherstellen, dass weitere Erkenntnisse direkt in die Produktion der Serienfahrzeuge einfließen. Nach den ersten hundert Tagen sind wir auch herstellerseitig mit der technischen Performance der Züge sehr zufrieden. Insbesondere die Frostperiode im Februar hat unser Konzept bestätigt. Wir sind überzeugt, dass sich die erstmalig mit einer Klimaanlage ausgestatteten S-Bahnen gleichermaßen im Hochsommer bewähren.“

Gerald Winzer, VP Regionalzug Projekte, Siemens Mobility: „Wir sind stolz, dass die neue S-Bahn für Berlin einen reibungslosen Probebetrieb absolviert. Die neuen S-Bahn-Züge sind mit hochmoderner und robuster Technik ausgestattet. Sie haben die ersten 100 Tage, auch bei winterlichen Verhältnissen und sehr tiefen Temperaturen, mit Bravour gemeistert und sind ein Vorzeigeprojekt für urbane Mobilität. Berlins ‘Neue‘ bietet ein verbessertes Fahrerlebnis und mehr Komfort für die Berlinerinnen und Berliner.“ 

U-Bahn: Hochkant im HK Sie sind komfortabel, durchgängig, barrierefrei, zuverlässig und bei den Fahrgästen …, aus BVG

Sie sind komfortabel, durchgängig, barrierefrei, zuverlässig und bei den Fahrgästen beliebt. Und jetzt bekommen die #U-Bahnen der #Baureihe #HK auch noch das gewisse Extra: #digitale Infomonitore im Innenraum. Bis Ende 2021 rüstet die BVG alle 96 Wagen des Typs mit jeweils zwei doppelseitigen 18-Zoll-Monitoren zur #Fahrgastinformation aus.

Los geht es mit Zug Nummer 1009. Seit dem heutigen Dienstag, den 23. März 2021, ist dieser als #Prototyp mit den neuen Monitoren im Einsatz. Die Monitore zeigen zunächst die Linie, die sogenannte „#Perlschnur“ mit acht Folgebahnhöfen inklusive Aufzüge und die Uhrzeit an. Später werden sie auch die jeweiligen Umsteigemöglichkeiten in Echtzeit anzeigen, wie es bereits in den Fahrzeugen der neueren Baureihe IK der Fall ist.

Beim HK, geliefert zwischen 2001 und 2007, handelt es sich um eine Baureihe für das Berliner #Kleinprofil (Linien #U1 bis #U4). Die neuen Monitore im Hochformat werden platzsparend im Bereich der Windfänge installiert. So haben Fahrgäste den doppelten Durchblick: Sowohl durch den Zug als auch durch den Fahrplan.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinie „Saubere Luft, Fördermaßnahme: #Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ mit 1,28 Millionen Euro (50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben) gefördert. Wesentlicher Bestandteil ist dabei neben der Hardware auch die erforderliche #Hintergrundsoftware, von der später auch weitere Anzeiger profitieren sollen.


Mit freundlichen Grüßen

BVG-Pressestelle

Tel. +49 30 256-27901

www.bvg.de/presse

pressestelle@bvg.de

S-Bahn: Winterchaos bei der S-Bahn – Baureihe 485, aus Senat

https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/S18-26578.pdf

www.berlin.de

Frage 1:
Ist den Verantwortlichen bei der Berliner #S-Bahn /DB bekannt, dass es in unseren Breitengraden im Winter
mitunter zu winterlichen Witterungsverhältnissen kommen kann? Wenn ja, wie wurde entsprechend
vorgesorgt, um den Betrieb aufrecht zu erhalten? Wenn nein, warum nicht?
Antwort zu 1:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Ja. Alle nötigen Maßnahmen zur Verminderung der #Störanfälligkeit von Fahrzeugen und
Anlagen bei Wintereinflüssen wurden vorgenommen. U.a. wurden an allen
Fahrzeugbaureihen technische Änderungen durchgeführt, welche die Störanfälligkeiten
bei Schnee vermindern, diese aber konstruktionsbedingt nicht komplett ausschließen
können. Darüber hinaus wurden Abtaukapazitäten bereitgestellt, um #Vereisungen und
damit einhergehende #Betriebseinschränkungen der Fahrzeuge begegnen zu können. Im
Rahmen des #Qualitätsprogramms S-Bahn wurden darüber hinaus in den vergangenen
Jahren z. B. alle betriebswichtigen Weichen im Netz der Berliner S-Bahn mit elektrischen
2
#Weichenheizungen nachgerüstet, welche ein Einfrieren der beweglichen Teile verhindern.
Weiterhin wurden an zahlreichen Weichen #Verschlussfachabdeckungen, welche das
Eindringen von Flugschnee in den Verschluss verhindern, nachgerüstet.
Aufgrund der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes wurden für den 07.02. und
08.02. entsprechend der vorbereiteten Wintermappen jeweils 478 Schneeräumkräfte und
275 Sicherungskräfte zur Sicherung der Räumkräfte gegen Gefahren aus dem
Eisenbahnbetrieb angefordert. Da die Sicherungskräfte durch die Dienstleister nicht zu
100 % gestellt werden konnten und Arbeiten im Gleisbereich ohne Sicherung nicht
zulässig und möglich sind, wurden zusätzlich jeweils ca. 50 zusätzliche interne
Mitarbeitende aus dem Bereich Instandhaltung eingesetzt.
Durch die starken Schneefälle ab dem 07.02. in Verbindung mit starkem Wind kam es
trotz vorhandener Weichenheizanlagen zu ersten Störungen, da aufgrund von
Schneeeintrag zwischen Backenschiene und abliegender Zunge oder Vereisung der
Gleitstühle trotz Weichenheizung (bei starkem Wind oder Schneeeintrag bildet sich u. U.
eine isolierende Eisschicht auf den Heizstäben -> „Iglu-Effekt“) ein Umstellen einzelner
Weichen nicht möglich war und diese durch Schneeräumkräfte gangbar gemacht werden
mussten. Auch die Fahrzeuge mussten insbesondere mit der Schwierigkeit des sog.
Flugschnees kämpfen, der aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit eine äußerst feine und
kristalline Struktur und damit großes Potential hatte, von böigem Wind verweht und am
Fahrzeug an verschiedensten Stellen festgefroren zu werden und Einrichtungen des
Fahrzeugs (Türen, Bremsen, Antriebe etc.) zu beeinträchtigen.
Grundsatz war, den Betrieb trotz Störungen soweit möglich aufrecht zu erhalten: Dies ist
auch weitestgehend gelungen, wenn die S-Bahn Berlin GmbH ihren Verkehr nicht nur im
Stadtgebiet aufrecht gehalten hat bzw. es vereinzelt zu Taktlücken in den Außenästen
gekommen ist bzw. sehr vereinzelt kurzfristig Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet
werden musste. Im Ergebnis konnte im Zeitraum 7. bis 15. Februar 2021 88 Prozent der
im Fahrplan vorgesehenen Zugkilometer durch die S-Bahn Berlin GmbH erbracht werden.
Durch das Ausbleiben von härteren Wintern in den vergangenen Jahren fehlte es bei den
externen Räumkräften an Routine im Umgang mit starken Schneefällen. Zudem waren die
starken Pulverschneefälle in Verbindung mit großen Windgeschwindigkeiten ein
Extremfall, was sich auch an anderer Stelle (Stand der Straßenräumung in Nebenstraßen)
zeigte. Die Erfahrungen bezüglich der Weichenheizungen und Einsatz von Räumkräften
werden ausgewertet und für die Weiterentwicklung der Anlagen und der
Wintervorbereitung genutzt, um künftig auch auf extreme Wetterlagen noch besser
vorbereitet zu sein.“
Frage 2:
Was wurde bei der Reaktivierung der damals bereits stillgelegten #Baureihe #485 im Jahr 2011 für die
Sanierungskosten i.H.v. 800.000 € pro Zug konkret unternommen, um die Fahrzeuge in einen dauerhaft
betriebsbereiten Zustand zu versetzen?
Frage 4:
Was wurde seit 2011 unternommen, um die Baureihe 485 in einem betriebsbereiten Zustand zu halten?
3
Antwort zu 2 und 4:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Die ab 2011 reaktivierten 20 Viertelzüge der BR 485 wurden vollumfänglich revisioniert.
Darüber hinaus wurde auch eine Reihe von Maßnahmen an allen Fahrzeugen der BR 485
zur Verbesserung der technischen Zuverlässigkeit umgesetzt, angefangen von Arbeiten
an Elektronik, Fahrmotoren bis hin zu Antriebstechnologie und weiteren für den
Netzzugang wesentlichen Kriterien.“
Frage 3:
Bis wann war im Rahmen der Reaktivierung im Jahr 2011 ein erneuter Betrieb der Baureihe 485
vorgesehen? Falls das damalige Zeitfenster überschritten wurde: Was ist der Grund dafür?
Antwort zu 3:
Im Rahmen des S-Bahn-Verkehrsvertrages, der im Dezember 2017 endete, erfolgten
seitens der Länder keine Vorgaben, die Fahrzeuge der Baureihen 480 und 485 nicht mehr
einzusetzen.
Frage 5:
Hat der Austausch der 80 Doppeltriebwagen der Baureihe 485, der laut DB ab Januar 2021 beginnen soll,
bereits begonnen? Wenn ja, wieviel Doppeltriebwagen wurden bereits ausgetauscht und wann ist der Austausch abgeschlossen? Wenn nein, wann wird mit dem Austausch begonnen und wann ist er
abgeschlossen?
Frage 6:
Wann wird die endgültige Stilllegung der Baureihe 485 abgeschlossen sein?
Antwort zu 5 und 6:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Von den Neubaufahrzeugen der BR 483/484 sind wie vorgesehen seit 01.01.2021 die
ersten 10 Fahrzeuge im Fahrgastprobebetrieb auf der Linie S 47 im Einsatz und haben
sich an den Wintertagen sehr bewährt. Weitere Fahrzeuge kommen in den Jahren 2022
und 2023 und werden die BR 485 planmäßig bis Jahresmitte 2023 ablösen.“
Frage 7:
Wie beurteilt die S-Bahn Berlin/DB die Zuverlässigkeit ihrer Personenbeförderung im Großraum Berlin bei
winterlichen Temperaturen? Wie begründet sie diese Einschätzung?
Antwort zu 7:
Die DB AG teilt hierzu mit:
„Die bei der S-Bahn Berlin GmbH eingesetzten Fahrzeuge sind im Rahmen ihres zum Teil
äußerst fortgeschrittenen Dienstalters zwar wartungsintensiv, aber dennoch verlässlich
einsetzbar, auch bei durchschnittlichen winterlichen Temperaturen. Dass insbesondere die
Anfälligkeit für Flugschnee dann besonders zum Tragen kommt, wenn laut Wetterexperten
4
von extremen Wetterphasen die Rede ist, wie zuletzt in der KW 6 und 7 dieses Jahres,
überrascht nicht. Die mit den Aufgabenträgern in den Jahren 2011 bzw. 2013 beauftragte
Expertenkommission hat eben diese Anfälligkeit [bei bestimmte Komponenten] der
Fahrzeuge diagnostiziert und festgestellt, dass dieses Problem durch technische
Maßnahmen zwar gelindert, aber nicht gelöst werden kann. Die Umsetzung dieser
Maßnahmen hat auch Erfolg gezeigt: Der Fahrzeugeinsatz musste an wenigen Tagen auf
ca. 85 % des Solls abgesenkt werden. Dieser Einbruch war sehr viel geringer und
schneller wieder behoben als in den letzten harten Wintern 2009/2010 und 2010/2011.
Das Wetter traf die DB und damit auch die S-Bahn Berlin am Wochenende 06./07.02.2021
nicht unvorbereitet, gehören Wintervorbereitungsmaßnahmen doch zur regelmäßigen
Routine. In der Region Ost wurde durch die DB Netz AG ab Samstag, 06.02.2021, 12 Uhr
bis Donnerstag, 11.02.2021, 18 Uhr ein Arbeitsstab eingerichtet. Die Betriebszentrale
S-Bahn Berlin der DB Netz AG war Teil des Arbeitsstabes. In diesem Rahmen wurden je
nach aktueller Lage u.a. die Entstörungen der Infrastruktur in enger Abstimmung mit dem
EVU S-Bahn Berlin GmbH und die Weichenreinigungskräfte nach festgelegten Prioritäten
gesteuert.
Zur Vorbereitung auf den Wintereinbruch in der Region Berlin wurden bis Freitag,
05.02.2021 die Winterstufen ausgerufen und die Einsatzkräfte der beteiligten Bereiche in
Bereitschaft versetzt, um schnell und zielgerichtet reagieren zu können. In den Nächten
am 08., 09., 10. und 11.02.2021 wurden präventive Spurlokfahrten im S-Bahnnetz
durchgeführt.“
Frage 8:
Wie beurteilt der Senat die Zuverlässigkeit der Personenbeförderung der S-Bahn Berlin /DB im Großraum
Berlin bei winterlichen Temperaturen? Wie begründet er diese Einschätzung?
Antwort zu 8:
Der Senat beurteilt das tatsächlich erbrachte S-Bahn-Verkehrsangebot bei winterlicher
Witterung im Zeitraum 07.02.-12.02.2021 als verbesserungswürdig. Die aufgetretenen
Witterungsverhältnisse am 07./08.02. stellen zwar seltene, jedoch keine für
mitteleuropäische Winter extreme oder gar nicht erwartbare Ausprägungen des
Winterwetters dar. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Fahrzeuge der Baureihen 480,
485 und 481 in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Ertüchtigungsprogramme
durchlaufen haben, die – unter Berücksichtigung konstruktiver oder altersbedingter
Schwachstellen der Fahrzeuge – gerade auch witterungsbedingte Störungen reduzieren
sollen. Darüber hinaus verfolgt die DB AG mit der Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS auch
Maßnahmen, die die Stabilität der Schieneninfrastruktur verbessern sollen. Demzufolge ist
die Ursache für den Umfang der nunmehr aufgetretenen fahrzeug- und
infrastrukturbedingten Angebotseinschränkungen und deren zeitliche Dauer auch noch in
den Tagen nach dem 07./08.02. bei vergleichsweise geringem Schneefall und schwachem
Wind zu analysieren.
Der Senat hat dementsprechend bei der S-Bahn Berlin GmbH und der DB Netz AG eine
umfassende Analyse der aufgetretenen fahrzeugseitigen sowie infrastrukturseitigen
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Probleme und die Ableitung von künftigen Verbesserungsmaßnahmen erbeten.
Berlin, den 25.02.2021
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

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