Der #Kulturzug Berlin – #Breslau geht in die Verlängerung bis Ende 2019. Bereits seit zwei Jahren verbindet der Kulturzug an jedem Wochenende die zwei europäischen Kultur-Metropolen. Mehr als 35.000 Fahrgäste und über 300 Künstlerinnen und Künstler sind bislang mit dem Kulturzug unterwegs gewesen. Aufgrund des großen Erfolges wird das Angebot gemeinsam von DB Regio und der Niederschlesischen Eisenbahn Koleje #Dolnośląskie (#KD) bis Ende 2019 weitergeführt, beauftragt durch die Länder Berlin und Brandenburg sowie dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (#VBB).
Geburtstagsfeier zum Zweijährigen
Am kommenden Samstag wird der zweite Geburtstag mit den Fahrgästen, Lokführer*innen und Schaffner*innen im Bahnhof #Legnica in der Kunstgalerie der KD „Stacja Kultura“ gefeiert. Nach 40 Minuten Festprogramm mit Torte und Gesang geht es mit dem nächsten KD-Zug weiter. Alle Fahrgäste sind herzlich eingeladen. Kulturzug-Tickets gelten an dem Tag auch im Anschlusszug.
Kultur im Zug
Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Saison bildet die kreative und gemeinsame Betrachtung der Regionen, die der Zug durchfährt. In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Programm im Kulturzug stark profiliert, entstanden sind spezielle Veranstaltungsformate, wie „Gespräche in Fahrt“, „Clubnächte“ und „Tanztee“. Am ersten Maiwochenende richtet sich das Angebot insbesondere an Jimmy Hendrix-Fans und Gitarrespielende, die am Guiness-Weltrekordversuch in Wrocław teilnehmen wollen. Am 19. Mai ist die Premiere der interaktiven Seifenoper „Die Stadt an der Grenze“ geplant. Programminfos unter VBB.de/kulturzug und facebook.com/vbbpolen.
Im vergangenen Jahr gewann der Kulturzug den Europäischen Kulturmarken Award „Aurica®“. Das Kulturprogramm wird in diesem Jahr von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa finanziert.
Fahrplan
Der Kulturzug startet jeden Samstag- und Sonntagmorgen um 8.24 Uhr in Berlin-Lichtenberg und trifft gegen 13 Uhr in Breslau ein. Am Samstagabend und Sonntagnachmittag geht die Fahrt wieder zurück nach Berlin. Die Fahrpläne sind im Netz unter VBB.de/kulturzug, Bahn.de/Kulturzug, kolejedolnoslaskie.eu sowie in der VBB-App Bus&Bahn abrufbar. Aufgrund von Baustellen auf der Strecke kann es zu Fahrplanabweichungen kommen. Bitte prüfen Sie die Zeiten vor der Reise.
Für Fahrgäste aus Wrocław besteht am Wochenende eine alternative Verbindung in Richtung Berlin. Mit Umstiegen in Forst und Cottbus kann man mit gut auf einander abgestimmten Zügen der KD und der ODEG samstags gegen 13 Uhr Berlin erreichen und sonntags nachmittags zurück nach Wroclaw kehren. Die Fahrtzeit ist etwa gleich solang wie die des Kulturzugs.
Ticketkauf
Eine einfache Fahrt mit dem Kulturzug kostet 19 Euro (79 PLN), Kinder zahlen die Hälfte. Für Clubbesucher und Nachtschwärmer gibt es das besondere Angebot „Berlin-Clubnight-Ticket“: Die Hin- und Rückfahrt (Wrocław – Berlin – Wrocław) für nur 19 Euro (79 PLN). Das Kulturzug-Ticket im Breslauer Stadtverkehr als Tageskarte. Tickets sind online auf www.dbregio-shop.de, an allen DB-Automaten, sowie in DB-Reisezentren und im Zug selbst erhältlich. Eine Sitzplatzreservierung ist in den Reisezentren und den DB-Automaten möglich.
Frankfurt (Oder) (MOZ) Wachsende Pendlerbewegungen über die Grenze bringen die Infrastruktur an ihre Grenzen. Das zeigt eine neuen Studie der Euroregion Pro Europa Viadrina.
Immer mehr Menschen #pendeln von #Polen nach Ostbrandenburg und Berlin zur Arbeit. Wurden 2005 insgesamt 133 Pendler gezählt, sind diese Zahlen seit Wegfall der Arbeitsbeschränkungen für polnische Bürger in Deutschland 2011 deutlich gestiegen. So pendelten 2016 knapp 1600 Polen in die Kreise Oder-Spree, Märkisch-Oderland und die Stadt Frankfurt (Oder) sowie 2132 Menschen nach Berlin. Diese Daten gehen aus einer deutsch-polnischen Analyse für das Gebiet der Euroregion Pro Europa Viadrina hervor, die am Donnerstag in Frankfurt (Oder) präsentiert wurde. Der Studie liegen vor allem Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Hauptamtes Zielona Góra zugrunde.
Aber auch Erkenntnisse der Verkehrsbetriebe sind eingeflossen. Eine große Rolle spielt die Bahn, vor allem die #Regionalzüge der Linien #RE1 und der #Ostbahn von Berlin über #Müncheberg bis ins polnische Kostrzyn. So steigen viele Polen am Bahnhof in Frankfurt (Oder) zu. Sie nutzen die Buslinie zum Bahnhof, die Frankfurt und Slubice verbindet. Auch der Bahnhof Küstrin-Kietz werde stark von polnischen Pendlern frequentiert. Wie Sven Friedrich, einer der Autoren der Studie, deutlich machte, sind die Züge teils überlastet. "Die Kapazitäten ab Müncheberg in Richtung Berlin sind in den Hauptverkehrszeiten überschritten." Gleiches treffe auf den RE 1 ab #Fürstenwalde zu.
Sowohl die Vertreter der deutschen als auch der polnischen Seite machten deutlich, dass sie vor allem beim Ausbau und den Taktzeiten der Bahnlinien Handlungsbedarf sehen. Maciej Nowicki vom Marschallamt der Wojewodschaft Lubuskie setzte sich für eine Fortführung der Datenerhebung ein. Denn die ist lückenhaft. So gibt es keine Erkenntnisse, aus welchen polnischen Gemeinden die Pendler kommen. Erfasst wurden auch nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, nicht aber …
Der Kulturzug Berlin – Breslau mit seinem einzigartigen Kulturprogramm ist mit dem Europäischen #Kulturmarken-Award 2017 ausgezeichnet worden. Bei der gestrigen Preisverleihung im Wintergarten Berlin gewann der Kulturzug den Preis in der Kategorie „Europäische #Trendmarke des Jahres 2017".
Der Kulturzug fährt seit dem 30. April 2016 an jedem Wochenende zwischen Berlin – #Cottbus und der niederschlesischen Metropole Breslau, der europäischen #Kulturhauptstadt 2016. Das zunächst auf ein Jahr begrenzte Angebot wurde von den Ländern Berlin und Brandenburg, dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (#VBB), DB #Regio und der Niederschlesischen Eisenbahn Koleje Dolnośląskie (#KD) eingerichtet, um die damalige europäische Kulturhauptstadt Breslau bequem, umweltfreundlich und umsteigefrei erreichbar zu machen. Wegen der großen Nachfrage der Reisenden wurde das Angebot bis Ende 2018 verlängert. Mehr als 30.000 Fahrgäste und über 300 Künstlerinnen und Künstler sind bislang mit dem Kulturzug unterwegs gewesen.
Während der Zugfahrten erwartet die Fahrgäste ein einzigartiges #Kulturprogramm, das von mehrsprachigen Programmmoderatoren betreut wird. Bekannte deutsche und polnische Breslauer sitzen in Form einer mobilen Ausstellung mit an Bord und weisen auf die lebendige Beziehungsgeschichte hin, die Berlin und Wrocław seit jeher miteinander verbindet. Auf der Fahrt nach Breslau, der Stadt der wechselnden Identitäten, haben die Fahrgäste nicht nur Gelegenheit den historischen Spuren auf der Strecke zu folgen, sondern vor allem auch eigene Impulse zum Dialog beider Städte beizusteuern. Ob beim Sammeln polnischer Sprachhappen, beim interaktiven Tischtelefonspiel oder beim deutsch-polnischen Slowdating, es sind die persönlichen Kontakte, die ein nachbarschaftliches Europa spürbar werden lassen. Unter dem Motto „Reisen in bester Gesellschaft“ ist keine Fahrt wie die andere!
Der Erfolg des Kulturzugs ist das Ergebnis des engagierten Einsatzes aller beteiligten Partner, der Länder Brandenburg und Berlin, des VBB, der Stadt Breslau, Marschallamt Niederschlesien, der Verkehrsunternehmen DB Regio und KD, der Stiftung Zukunft Berlin, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und des Convivium Berlin e.V.. Die hohe Nachfrage und die jetzige Auszeichnung des Kulturzugs zur „Europäischen Trendmarke des Jahres 2017“ bestätigen den Bedarf nach einer schnellen Bahnverbindung Berlin-Breslau, langfristig als Fernverkehrsangebot durchgeführt.
Geplant ist, im nächsten Jahr die „Kultur im Zug“ auch auf weiteren Strecken im VBB auszuweiten. Auf polnischer Seite erlebt man seit fast zwei Jahren Konzerte, Lesungen und Ausstellungen in den Zügen der KD im Rahmen des Projekts „Züge voller Kultur“. Auch in anderen Regionen hat das erfolgreiche Konzept inzwischen Nachahmer gefunden. So wird an mehreren Terminen in diesem Winter die Bahnfahrt mit dem Eurocity-Zug zwischen Dresden und Prag zur mobilen Spielstätte und zu einem Kulturerlebnis für die Reisenden.
Fahrplan und Ticketkauf Kulturzug
Der Kulturzug startet jeden Samstag- und Sonntagmorgen um 8.32 Uhr in Berlin-Lichtenberg und trifft gegen 13 Uhr in Breslau ein. Am Samstagabend und Sonntagnachmittag fährt der Kulturzug wieder zurück nach Berlin. Die einfache Fahrt kostet 19 Euro, Hin- und Rückfahrt 38 Euro (79 PLN / 158 PLN), Kinder zahlen die Hälfte. Tickets gibt es auf dbregio-shop.de, an den DB-Automaten, in den DB-Verkaufsstellen und am Reisetag im Zug. Zusätzlich im Ticket enthalten ist der Stadtverkehr in Bussen und Straßenbahnen in Breslau. Die einfache Sitzplatzreservierung kostet 4,50 Euro und ist in den DB Reisezentren und DB Agenturen erhältlich Die Fahrpläne sind im Netz unter VBB.de/kulturzug, Bahn.de/Kulturzug, kolejedolnoslaskie.eu sowie in der VBB-App Bus&Bahn abrufbar. Bitte prüfen Sie den Fahrplan vor Abfahrt des Zuges.
Kulturprogramm
Wechselnde Programme mit Lesungen und Konzerten, Trainings und Coachings, Vorträgen und co-kreative Aufführungen tragen zu den einmaligen Begegnungen zwischen den Fahrgästen aus Deutschland, Polen und anderen Ländern bei. Dabei entstehen auch neue Beziehungen zwischen Kunstschaffenden und Institutionen in beiden Ländern, die ihrerseits einem neuen und kulturfreudigen Publikum begegnen. Seit April 2016 haben sich u.a. die Autorin Katja Petrowskaja, das Performance-Kollektiv Club Real und der Musiker Paul Brody an dem Kulturzug beteiligt, eigene Programme für den Kulturzug haben u.a. die Neue Bühne Senftenberg, das Berliner Ensemble LUX: NM und das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) präsentiert.
Die monatlichen Clubnächte in Kooperation mit Berliner und Breslauer Clubs und DJs verbinden besonders die junge Zielgruppe nachhaltig miteinander. Das aktuelle Programm ist abrufbar unter VBB.de/kulturzug und über die Facebook-Seite www.facebook.com/vbbpolen.
Hotels in Breslau
Fahrgäste des Kulturzuges bekommen bei direkter Buchung per Mail oder Telefon Sonderkonditionen in einigen Hotels in Breslau. Der Nachlass wird erst direkt beim Checkout und bei Vorlage des Tickets abgezogen.
Verkehrsministerin Kathrin #Schneider und die Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg GmbH (#VBB), Susanne #Henckel, haben heute in Potsdam den Entwurf des #Landesnahverkehrsplans 2018 vorgestellt. Der Plan setzt die #Mobilitätsstrategie 2030 um und bestimmt die Entwicklung des Öffentlichen #Schienenpersonennahverkehr s für die kommenden Jahre. Ab heute beginnt das Beteiligungsverfahren. In den kommenden sechs Wochen können die Träger öffentlicher Belange, die Kommunen, die Verkehrsunternehmen und Verbände sowie die Bürgerinnen und Bürger zum Entwurf des neuen Landesnahverkehrsplans Stellung nehmen.
„Neue Linien, mehr Züge, bessere Infrastruktur – damit reagieren wir auf die steigende Nachfrage im gesamten Land. Die Bestellleistung im Regionalverkehr soll sich um 8 Prozent erhöhen und steigt von 31,5 Millionen Zugkilometern im Jahr 2016 auf etwa 34 Millionen Zugkilometer ab Dezember 2022. Wir wollen aber nicht nur ein größeres, sondern auch ein qualitativ besseres Angebot machen, mit einer besseren Vertaktung von Bussen und Bahnen, W-LAN in den Zügen und mehr Barrierefreiheit. Um dies alles zu erreichen, brauchen wir Investitionen in die Infrastruktur, die wir jetzt angehen. Der Entwurf des Landesnahverkehrsplans ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Mobilitätsstrategie 2030“, sagte Ministerin Schneider.
VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel ergänzte: „Die Fahrgäste bekommen künftig ein deutliches Plus an Angebotsqualität: Mehr Sitzplätze in den Regionalverkehrszügen, mehr Platz für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder, gleichzeitig setzen wir verstärkt auf WLAN in den Zügen und weitere digitale Angebote für die Fahrgastinformation. Die Anschlüsse von Bussen und Bahnen werden optimiert und der Ausbau der PlusBusse unterstützt. Die guten Ergebnisse aus den Pilotprojekten „Rad im Regio“ und „Digital im Regio“ fließen als Anforderungen in die neuen Verkehrsverträge ein, ebenso wie detaillierte Qualitätsstandards für den Einsatz neuer oder modernisierter Fahrzeuge. Der LNVP dient als Leitfaden für einen zukunftsfähigen, integrierten Nahverkehr in Berlin und Brandenburg.“
Neue Linien, mehr Züge
Die #Korridoruntersuchungen zum ÖPNV 2030 haben gezeigt, dass auf vielen Linien Handlungsbedarf besteht. Gerade in den Hauptverkehrszeiten sind größere Kapazitäten erforderlich. Der Entwurf zum Landesnahverkehrsplan sieht dazu vor, die Bestellungen deutlich auszuweiten. Sie werden von etwa 31,5 Millionen Zugkilometern im vergangenen Jahr auf 34 Millionen Zugkilometer ab Dezember 2022 erhöht. Beispiele:
Nauen-Berlin: 4 Züge pro Stunde
Frankfurt(Oder)-Brandenburg an der Havel: 3 Züge pro Stunde in der Hauptverkehrszeit (HVZ)
Lübbenau-Berlin: 3 Züge pro Stunde in der HVZ
Bad Belzig-Berlin: 2 Züge pro Stunde
Neue Linienführung: Potsdam-Golm-Elstal-Berlin-Spandau-Gesundbrunnen
Neue Linien Flughafen BER-Oranienburg und Flughafen BER-Ludwigsfelde
Verlängerung Ostbahn RB 26 bis Berlin-Ostkreuz
Stundentakt RB 36 Eberswalde-Frankfurt (Oder)
Direktverbindung Finsterwalde-Berlin
Neuer IC Dresden-Rostock: Schnellere Verbindung Elsterwerda-Doberlug-Kirchhain -Flughafen BER-Berlin
Verbesserung des Angebots bis 2022
Die Ausweitung der #Bestellungen ist an die Neuausschreibung der Verkehrsleistungen und der Infrastruktur gebunden. Um den kurzfristigeren Bedarf für die Pendlerverkehre zu decken, werden bereits Gespräche mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen geführt. Ergebnisse sollen bis Ende des Jahres vorliegen.
Die deutliche Verbesserung des Angebots stößt auf einigen Strecken an die Grenzen der vorhandenen Infrastruktur. Diese Engstellen müssen schneller beseitigt werden. Dazu haben die Länder Brandenburg und Berlin sowie die Deutsche Bahn AG eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, um den Ausbau der Infrastruktur in acht Korridoren voran zu bringen:
Berlin-Spandau-Nauen
Potsdamer Stammbahn
Prignitz Express/Velten
RE 1 Brandenburg an der Havel-Berlin-Frankfurt (Oder)
Nordbahn/Heidekrautbahn
Berlin-Dresden/Rangsdorf
Berlin-Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen
Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S-Bahnnetz
Ausbau weiterer Strecken
Notwendig ist auch der Ausbau weiterer Strecken. Beispielsweise wird derzeit auf der Linie RB 26 (Ostbahn), der Bahnhof Strausberg umgebaut. Errichtet werden ein Kombibahnsteig für den S-Bahn und Regionalbahnverkehr und ein elektronisches Stellwerk. Die Gleisanlage wird so umgebaut, dass S-Bahn und Regionalbahn ab 2018 getrennt voneinander unterwegs sein werden. Ein neuer zweigleisiger Begegnungsabschnitt geht in diesem Jahr in Betrieb. Geplant ist der Neubau der Bahnbrücke über die Oder. Weitere Beispiele sind:
Die Elektrifizierung der Strecke Cottbus–Görlitz und Cottbus-Forst
Ausbau der Strecke Wriezen–Frankfurt (Oder)
Ausbau der Strecke Berlin-Neustrelitz-Stralsund
Knotenausbau Ruhland
Anbindung des Flughafens BER
Mit der Eröffnung des BER wird die Schienenanbindung der Terminals 1 und 2 (BER und Schönefeld) sichergestellt. Dabei werden mehrere Betriebsstufen umgesetzt:
Ab Eröffnung BER:
Jeweils alle 20 Minuten: S45 und S9 Berlin–Schönefeld–BER
Alle 30 Minuten: Flughafenexpress (FEX) Berlin Hbf-Ostkreuz-BER
Jeweils alle 60 Minuten:
Dessau-Berlin-BER-Wünsdorf-Waldstadt
Nauen-Berlin-BER
Potsdam-Golm-BER-Königs Wusterhausen
Ab Dezember 2022:
Jeweils alle 20 Minuten: S45 und S9 Berlin-Schönefeld-BER
Alle 30 Minuten: FEX Berlin Hbf.-Ostkreuz-BER
Jeweils alle 60 Minuten:
Wismar-Wittenberge-Berlin-BER
Potsdam-Golm-BER-Königs Wusterhausen
Potsdam-Berlin-BER
Eberswalde-Berlin-Ludwigsfelde
Oranienburg-Berlin-BER-Wünsdorf-Waldstadt
Dieses Angebot wird nach Inbetriebnahme der Dresdner Bahn, voraussichtlich 2025, noch einmal verändert: Der FEX wird dann von Berlin Hauptbahnhof über Südkreuz zum BER alle 15 Minuten verkehren und nur noch 20 Minuten Fahrzeit benötigen. Neben den Verbindungen aus Potsdam, Eberswalde, Ludwigsfelde, Oranienburg und Königs Wusterhausen ist dann auch ein Regionalexpress von Cottbus über den BER nach Berlin geplant.
Verbesserung der Angebotsqualität
In den vergangenen Jahren ist das Angebot für die Fahrgäste in den Zügen und auf den Bahnhöfen verbessert worden. Daran wird auch zukünftig gearbeitet.
Beispielsweise soll die Höhe der Bahnsteigkanten weiterhin angepasst werden, um den barrierefreien Einstieg in die Waggons zu gewährleisten. Angestrebt werden durchgängig Höhen von 76 cm oder 55 cm, angepasst an die jeweils auf den Strecken eingesetzten Fahrzeuge. (Einstöckige oder Doppelstockwagen).
In den Zügen soll mehr Platz für die Beförderung von Rollstühlen, Fahrrädern, Kinderwagen und sperrigem Gepäck geschaffen werden. Dabei ist geplant, für Kinderwagen und Fahrräder bevorrechtigte Bereiche im Zug auszuweisen.
Geplant ist auch der Einsatz von Fahrgastinformations- und Kommunikationsanlagen mit Echtzeitdaten auf Displays sowie Notrufeinrichtungen. Dabei sollen den Fahrgästen auch Echtzeitdaten zur Platzbelegung in den Waggons durch Personen und Fahrräder zukünftig am Bahnsteig und in den Onlinemedien zur Verfügung gestellt werden.
Im System des Öffentlichen Personennahverkehrs sind kurze Umsteigezeiten zwischen Bussen und Bahnen wichtig um die Attraktivität des Angebots zu erhöhen. Die gute Verknüpfung beider Verkehrsträger wird vor allem mit PlusBussen erreicht. Die stetig wachsende Nachfrage auf den bereits bestehenden Linien belegt, dass die Verbindungen und die Ausstattung der Fahrzeuge bei den Fahrgästen gut ankommen. Deshalb sollen die kommunalen Aufgabenträger auch zukünftig bei der Umsetzung des PlusBus-Konzepts unterstützt werden.
Ausbau der Verbindungen nach Polen
Das Land Brandenburg spricht sich grundsätzlich für den Ausbau der Strecken zwischen Brandenburg und Westpolen aus. Das Verkehrsangebot sollte kundengerecht so erhöht werden, dass es sich als Alternative zum Straßenverkehr entwickelt. Hierzu haben folgende Verkehrsverknüpfungen besondere Priorität, die in den nationalen Infrastrukturplänen berücksichtigt werden sollten:
Berlin–Frankfurt (Oder)–Poznań: Erhöhung des Angebots
Berlin–Frankfurt (Oder)–Zielona Góra: Erhöhung des Angebots
Berlin–Cottbus–Wrocław: Einrichtung einer täglichen Verbindung
Link zum Landesnahverkehrsplan 2018
Der Landesnahverkehrsplan wurde auf Basis der Korridoruntersuchungen des VBB (vbb.de/korridoruntersuchung) und in Abstimmung mit dem Land Berlin erstellt. Begleitend wurden mehrere öffentliche Informations- und Fachveranstaltungen in allen Teilen des Landes (Regionaldialoge) zu den Eckpunkten des neuen Plans durchgeführt. Hier der Link zum Entwurf des Landesnahverkehrsplans 2018:
#Angermünde/#Passow (MOZ) Das seit Jahren anhaltende Hickhack um den Ausbau der #Bahnstrecke Angermünde-#Stettin erreicht nun einen neuen Höhepunkt: Weil die Pläne zwischen Passow und der Grenze nur ein Gleis vorsehen, wendet sich der Kreistag Uckermark jetzt direkt an den Bundestag.
Nach zwei öffentlichen Vorstellungsterminen des Bauprojekts in #Tantow und Passow macht sich jetzt Ernüchterung breit: Die Bahn hat den Auftrag bekommen, die Stettiner Strecke zwar zu #elektrifizieren, aber vorerst nur #eingleisig auszubauen. Dagegen laufen Politiker aller Ebenen aus der Region Sturm. Jetzt hat sich der Kreistag eingeschaltet. In einem parteiübergreifenden Beschluss fordern alle Fraktionen das zweite Gleis zwischen Passow und der Grenze. "Eine eingleisige Planung und Umsetzung würde die Entwicklung an dieser Stelle für viele Jahre und Jahrzehnte verhindern", heißt es zur Begründung.
Dabei war schon vor dem Abschluss des deutsch-#polnischen #Regierungsabkommens immer wieder die Rede vom zweiten Gleis. Das hatte bis zum Kriegsende existiert, wurde dann aber als Reparationsleistung abgebaut und Richtung Sowjetuntion transportiert. Seit vielen Jahren setzen sich vor allem die beiden Metropolen Berlin und Stettin für die Wiederertüchtigung der einst strategisch höchst bedeutsamen Bahnstrecke ein.
Doch das im Bundesverkehrswegeplan vorliegende Projekt sieht eine Ertüchtigung der Linie auf Tempo 160 vor sowie den Bau der ab Passow fehlenden Oberleitungen. Auch sollen Brücken, Bahnsteige und Schotterbett erneuert werden. Allerdings kommt nach derzeitigen Aussagen der Planer das zweite Gleis erst in Abhängigkeit von der Entwicklung des Verkehrsaufkommens.
#Tantow (MOZ) Die Deutsche Bahn will ab Herbst 2020 die Strecke #Angermünde -Tantow bis zur #Staatsgrenze für Tempo 160 ausbauen. Projektverantwortliche haben die Pläne vorgestellt. Von dem in der Uckermark lang ersehnten #zweigleisigen Ausbau der Strecke ist keine Rede mehr. Die Zuhörer sind wütend.
Mit so einem Sturm der Empörung hatten die Bahnfachleute nicht gerechnet. Als sie am Mittwochabend in Tantow die Pläne zur #Streckenelektrifizierung vorstellten, gab es nicht eine einzige Zustimmung von den Zuhörern. "Wir haben nicht erwartet, dass die Strecke ihren eingleisigen Zustand behalten soll", fasste Gemeindevertreter Tino Kisicki aus Casekow das Entsetzen der Anwesenden zusammen. Nicht nur Gemeindevertreter aus der Region und interessierte Bürger sogar aus Schwedt waren gekommen, sondern auch Einwohner aus Nachbargemeinden in Mecklenburg-Vorpommern.
Für 300 Millionen Euro will die Bahn unter teilweiser Vollsperrung eine durchgehende Elektrifizierung auf der Achse Angermünde – Stettin schaffen. Die Reisezeit soll sich auf rund 90 Minuten (derzeit 135) verkürzen, die Streckengeschwindigkeit von 120 auf 160 km/h angehoben werden. Bahnstationen in Passow, Schönow, Casekow und Petershagen sollen erneuert und barrierefrei gemacht werden.
Die Luftlinie Berlin – #Stettin beträgt 127 Kilometer. Aber am #Karower Kreuz wird gerade #gebaut: Das wirft immer mal wieder einiges durcheinander und offenbart ungeahnte Fahrplanlöcher. Ein sehr persönlicher Reisebericht von Jo Goll
Seit Tagen habe ich mich darauf gefreut: Zwei freie Tage. Mal wieder raus aus der Großstadt, das Umland erkunden. Oder besser gesagt: Unser Nachbarland Polen. Ziel des Kurztrips ist Szczecin (Stettin). Um morgens keinen Stress zu haben, kaufen wir uns am Vorabend schon Fahrkarten. Ganz konventionell am Automaten – und erstaunlich günstig: mit der BahnCard 25 kosten sie 8,30 Euro.
Am nächsten Morgen Abfahrt in Lichterfelde-Ost. Meine Frau eröffnet mir, dass wir eine etwas seltsame Verbindung haben: drei Mal umsteigen. Ab Gesundbrunnen Schienenersatzverkehr (#SEV) nach Bernau. #Bauarbeiten. Ich rümpfe die Nase, will an unserem freien Tag aber keine schlechte Laune verbreiten. In Gesundbrunnen haben wir zehn Minuten Zeit zum Umsteigen. Cappuccino und Zeitung kaufen, dann den berüchtigten SEV suchen. Keine Ausschilderung, also im Reisezentrum fragen. Kurzer Anflug von Hektik, doch der ins Alter gekommene Reisebus hat Verspätung, also alles gut.
Grüne Welle ist woanders
Ab 1. April 2017 (kein Scherz) wird das #Ticketangebot für Gruppen und für die Mitnahme von #Fahrrädern für Zugfahrten von Berlin und Brandenburg in die #polnische Großstadt #Zielona Góra ausgeweitet. Neu eingeführt wird die Gruppenkarte für maximal fünf Personen von Berlin AB nach Zielona Góra zum Preis von 47,50 Euro sowie der Einzelfahrausweis für Fahrräder für 4,90 Euro.
Die neuen Angebote gelten für Verbindungen von den Tarifbereichen Potsdam AB, Berlin AB, Fürstenwalde (Spree), Frankfurt (Oder) AB nach Zielona Góra. Auch Fahrausweise zu dazwischenliegenden Bahnhöfen in Polen, wie beispielsweise Rzepin, können erworben werden. Tickets werden sowohl bei der Deutschen Bahn (DB), der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG), als auch bei der polnischen Bahn Przewozy Regionalne (PR) ausgegeben.
Die Gruppenkarte berechtigt – wie der Einzelfahrausweis und die Tageskarte – auch zur Nutzung von Bussen und Straßenbahnen der Start- und Zielstädte im VBB sowie in Zielona Góra.
Susanne Henckel, VBB-Geschäftsführerin: „Es ist Ziel des VBB, zu unseren polnischen Nachbarn gute Zugverbindungen und attraktive Tickets anzubieten, denn beide Seiten profitieren: Je mehr Touristen, Pendler und Geschäftsleute von und nach Polen mit dem Zug reisen, desto wichtiger werden die Binnenverbindungen in Berlin und Brandenburg.“
Weitere Informationen:
www.VBB.de – Fahrgastinformation, wie Abfahrtszeiten, und mehr.
Der #Kulturzug Berlin – #Breslau ist ein Zug wie kein anderer! An jedem Wochenende verbindet er nicht nur zwei europäische Kultur-Metropolen, sondern bietet bereits während der Fahrt ein einzigartiges Kulturprogramm. Mehr als 22.000 Fahrgäste machten sich im vergangenen Jahr auf die Fahrt mit dem Kulturzug. Aufgrund des großen Erfolges wird das Angebot gemeinsam von DB Regio und der Niederschlesischen Eisenbahn Koleje Dolnośląskie (KD) bis Ende 2018 weitergeführt, unterstützt von den Ländern Berlin und Brandenburg und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).
Der Kulturzug fährt an den Wochenenden zwischen Berlin, Cottbus und Breslau. Die einfache Fahrt kostet 19 Euro, Hin- und Rückfahrt 38 Euro (79 PLN / 158 PLN). Tickets gibt es auf dbregio-shop.de, an den DB-Automaten, in den DB-Verkaufsstellen und am Reisetag im Zug. Zusätzlich im Ticket enthalten ist der Stadtverkehr in Bussen und Straßenbahnen in Breslau. Der Kulturzug startet jeden Samstag- und Sonntagmorgen in Berlin-Lichtenberg und erreicht Breslau gegen 13 Uhr. Jeweils am Samstagabend und Sonntagnachmittag fährt der Zug wieder zurück. Die Fahrpläne sind im Netz unter VBB.de/kulturzug, Bahn.de/Kulturzug, kolejedolnoslaskie.eu sowie in der VBB-App Bus&Bahn abrufbar. Über die kulturellen Veranstaltungen informiert auch die Facebook-Seite www.facebook.com/vbbpolen. Neu wird es ab dem 1. April 2017 ermäßigte Kindertickets sowie das Berlin-Clubnight-Ticket für Fahrgäste mit Startpunkt in Breslau geben. Ab Mitte April, zum Start der Ausflugssaison, wird auch die Möglichkeit bestehen, Sitzplätze zu reservieren.
Fahrgäste des Kulturzuges bekommen Sonderkonditionen in diesen Hotels in Wrocław: 15% Rabatt in den „Historischen Hotels von Wrocław“: Europejski, Polonia und Piast, 19 Euro Rabatt im Doubletree Hilton bei Buchung über Hilton.com oder per E-Mail über #Wroclaw.reservations@hilton.com. Der Nachlass erst direkt bei check out und Vorlage des Tickets abgezogen.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 änderten sich bei der Regional-bahnlinie #RB66 (Angermünde – Tantow – #Stettin) teilweise die #Umsteigezeiten in Angermünde. Gründe waren baubedingte Fahrplanänderungen bei der Regionalexpresslinie #RE3 und die eingleisigen Streckenabschnitte zwischen Stettin und Angermünde. Fahrgäste der RB66 müssen seitdem teilweise deutlich mehr Zeit für ihren Umstieg einplanen.
Zum polnischen Fahrplanwechsel am 12. März 2017 kann nun in Abstimmung mit der DB Regio der Fahrplan der #RE66/RB66 erneut angepasst werden. Daraus ergeben sich für die Fahrgäste bessere #Anschlüsse in Angermünde.
Die neuen Fahrpläne können online in der Fahrinfo unter VBB.de oder bahn.de und in der VBB-App Bus&Bahn für Smartphones abgerufen werden.
Die Änderungen im Einzelnen:
• Die Fahrten um 14.03 Uhr und 16.03 Uhr ab Stettin fahren neu etwa 75 Minuten später um 15.17 Uhr und 17.23 Uhr ab Stettin. Die Übergangszeiten in Angermünde verkürzen sich von 30 auf 10 bis 15 Minuten.
• Um in Angermünde den Anschluss an den ICE nach München her-stellen zu können, beginnt die bisher um 12.23 Uhr startende Fahrt ab Stettin zehn Minuten früher um 12.13 Uhr.
• Die bisherige Abfahrt um 18.24 Uhr ab Stettin wird neu um 21.15 Uhr ab Stettin angeboten. Dadurch kann die gewünschte Spätverbindung von Stettin Richtung Berlin eingerichtet werden.
• Gleichzeitig werden auch bessere Umsteigemöglichkeiten von den Fernzügen aus Danzig gegen 17 Uhr und 21 Uhr in Stettin ermöglicht.
• In der Gegenrichtung kann der Zug um 13.45 Uhr ab Angermünde bereits um 13.35 Uhr abfahren.
• Die Spätverbindung nach Stettin fährt neu um 21.46 Uhr statt 21.33 Uhr in Angermünde ab.
• Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Karower Kreuz in Berlin erfolgt aus betrieblichen Gründen am Wochenende und an Feiertagen die erste Fahrt von Stettin nach Berlin früher (5.41 Uhr statt 6.05 Uhr). Von Montag bis Freitag bleibt die bisherige Lage bestehen, so dass der Schülerverkehr nach Angermünde auch weiterhin sichergestellt werden kann.
Für Fahrten von und nach Stettin ist weiterhin das Berlin-Stettin-Ticket erhältlich. Es ist als Einzelfahrausweis zum Preis von 11 Euro sowie als Tageskarte zum Preis von 22 Euro erhältlich. Inhaber der BahnCards 25 oder 50 sind berechtigt, die entsprechenden Einzelfahrausweise (8,30 Euro) und Tageskarten (16,60 Euro) des Ermäßigungstarifs zu erwerben. Diese Fahrausweise berechtigen auch zur Benutzung des Stettiner Stadtverkehrs (Straßenbahnen und Busse).