Diese Strecke gehörte zu den #jüngsten Strecken des Berliner Nahverkehrs. Hinsichtlich #Finanzierung, #Bau und #Technik war sie #vorbildlich. Aber seit fast 25 Jahren liegt sie still und die Zukunft ist ungewiß.
Berlin – Siemens – #S-Bahn. Diese drei Namen bildeten über Jahrzehnte einen engen Zusammenhang. Berlin war Wiege und Zentrum der deutschen #Elektroindustrie. Für Siemens, den größten Elektrokonzern, war die Stadt lange der größte und wichtigste Standort; die Bahn war ein wichtiger #Auftraggeber. Ab 1898 entstand auf den damals noch nicht zu Berlin gehörenden „#Nonnenwiesen“ eine neue Stadt für die #Industrieanlagen und #Wohnquartiere des expandierenden Elektrounternehmens; seit 1914 heißt sie offiziell „#Siemensstadt“. Gebaut wurden auch Straßen, eine eigene #Werkbahn und ein #Hafen. Weitblickend kaufte Siemens bis 1911 zusätzliche Flächen, die die Expansion der verschiedenen Betriebszweige bis nach #Gartenfeld hin sichern sollten.
Die BVG verweist dann stolz auf die Stationen #Viktoria-Luise-Platz und #Schillingstraße, #Innsbrucker Platz und #Britz-Süd, welche sie derart „nachgerüstet“ hat, seit es im Sommer 2000 an der Deutschen Oper #brannte und der entflammte Wagen ausgerechnet in Nähe der einzigen Treppe nach draußen zum Stehen kam. Die #Planungen für #weitere#Ausgänge seien im Gang, heißt es schließlich noch, und die BVG freut sich und die Medien freuen sich, haben sie doch ihren Auftrag mal wieder erfüllt.
Im #Fahrplan ab 14. Dezember 2003 ändert sich im #Regionalverkehr Berlin-Brandenburg insgesamt nur wenig. Dabei überwiegen leider die Verschlechterungen im Angebot.
Der bundesweit größte #Fahrplanwechsel der Bahn seit 1991, als das ICE-System eingeführt wurde, bringt im Berliner Raum ab 15. Dezember vor allem für #Pendler aus dem westlichen Umland erhebliche Änderungen. Turbulent könnte es im nächsten Jahr auf dem Bahnhof #Charlottenburg zugehen, der – baustellenbedingt – zu einer wichtigen #Umsteigestation wird.
Damit wird die Kapazität des Bahnhofs Charlottenburg frei für die RB 10, die jetzt den ganzen Tag über im 30-Minuten-Rhythmus hier abfährt und ankommt. Die Fahrgäste auf dem Streckenabschnitt #Nauen – Berlin, in dessen Zügen es vor allem im #Berufsverkehr jetzt noch drängend eng ist, werden davon vor allem profitieren.
Um die #Betriebssicherheit des #Flughafens#Tegel zu gewährleisten, werden in der #Jungfernheide fünf Hektar Wald #gerodet. Gestern früh haben die Berliner Forsten auf Anweisung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit dem Fällen von rund 7000 bis 8000 Kiefern begonnen. Das Gebiet zwischen #Flughafenzaun und Bernauer Straße soll in eine Wiesenlandschaft umgestaltet werden. Parteien und Umweltschutzverbände kritisierten die kurzfristig angekündigte Aktion.
Die #Feuerwehr erhält einen Abschnitt der #U-Bahn, um dort unter „#lebensnahen“ Bedingungen regelmäßig üben zu können. Dazu werden im bisher nicht genutzen Teil des Bahnhofs #Jungfernheide etwa 500 Meter Gleis gelegt. Auch ein ausrangierter #Zug wird dort aufgestellt. Die #Übungsanlage ist eine der Konsequenzen, die die Feuerwehr und die #BVG aus einer Übung im Sommer gezogen haben. Sensibilisiert sind beide, seit dem #Brand eines Wagens am Tag der Love Parade im Jahr 2000 auf dem Bahnhof #Deutsche Oper.
Bei der #U-Bahn sieht der #Nahverkehrsplan bis 2004 keine #Neubauten vor. Auch die #U 5-Verlängerung vom #Alexanderplatz zum #Lehrter Bahnhof ist nicht enthalten. Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) will sie erst nach dem Jahr 2010 fertig bauen lassen. Über 400 Millionen Mark sind bereits verbuddelt – auf Jahre hinaus ohne Nutzen.