Die Deutsche Bahn saniert im nächsten Jahr ihre Strecke von #Baumschulenweg zum #Grünauer Kreuz und erneuert in diesem Zusammenhang auch die #Brücken über den #Sterndamm am Bahnhof #Schöneweide. Diese sind schon länger ein #Engpaß im #Autoverkehr, während der öffentliche Personennahverkehr (#ÖPNV) davon nicht betroffen ist, denn die #Straßenbahn hat einen eigenen #Bahnkörper und die meisten Buslinien enden dort als Zubringer oder kreuzen die Bahn an dieser Stelle nicht.
Insgesamt zählt die 1939 geschaffene #Ausbildungsstätte der #S-Bahn-Hauptwerkstatt in #Schöneweide, die also 2004 das 65-jährige Jubiläum feiern wird, rund 280 Lehrlinge in vier Ausbildungsjahren- vor allem für die #S-Bahn selbst und für die #Deutsche Bahn (jeweils rund 30 Azubis werden pro Lehrjahr aufgenommen).
Die #Klagen über die Berliner #S-Bahn häufen sich in letzter Zeit. Die Erfolge beim Wiederaufbau des Streckennetzes und der Erneuerung des Fahrzeugparks können die Mängel im täglichen Betrieb nicht überdecken.
Das tägliche #Ring-Chaos Seit neun Monaten hat Berlin wieder einen richtigen #S-Bahn-Ring – und die S-Bahn Berlin GmbH viele betriebliche Probleme. Trauriger Höhepunkt der Störungsbilanz waren zwei #Totalausfälle des #Vollringbetriebes innerhalb von nur vier Wochen. Im Dezember 2002 sorgte ein in der nächtlichen Betriebspause entgleister Zug im Bahnhof #Neukölln für ein Chaos bis in die Mittagszeit.
Im Bahnhof #Wannsee werden nach Befürchtungen der Bahngewerkschaft Transnet bald keine #Fahrscheine mehr verkauft. Ähnlich könnte es Fahrgästen auch in den Bahnhöfen #Charlottenburg, #Schöneweide und möglicherweise auch #Schönefeld gehen. Bahnsprecher Andreas Fuhrmann sagte, entschieden sei hier noch nichts, doch #Verkaufsschalter stünden stets auf dem Prüfstand. Sie müssten #wirtschaftlich tragbar sein. Wannsee wäre bei einer Schließung der Schalter einer der bundesweit ganz wenigen Bahnhöfe, in denen zwar #ICE-Züge halten, es aber keine Fahrscheine zu kaufen gibt.
Die BVG lädt am Sonnabend zu einem #Spaziergang auf #U-Bahn-Gleisen ein. Von 11 bis 14 Uhr können Neugierige von der #Uhlandstraße bis zum Bahnhof #Kurfürstendamm und zurück laufen. Die #U15 rollt deshalb an diesem Tag nur bis zum Wittenbergplatz. Im Bahnhof Wittenbergplatz wird Klavier gespielt. Anlass ist der 100. #Geburtstag der U-Bahn in diesem Jahr. Auch ohne Jubiläum lädt die #S-Bahn ein: Am Wochenende ist die #Hauptwerkstatt#Schöneweide für Eisenbahnfans …
Öllachen und Fettrückstände auf dem Boden sucht man hier genauso vergebens wie schwere Schweißerluft. Prädikate, die für eine #Schlosserei oder ähnliche Einrichtungen vor zehn, zwanzig Jahren ganz normal waren. Und doch riecht es hier förmlich nach richtiger, handgemachter Arbeit: in der #S-Bahn-Hauptwerkstatt in Berlin- Schöneweide.
In 60-Mann-Besetzung gibt das Deutsche #Filmorchester#Babelsberg ein #Konzert in einmaliger Kulisse – Filmmusik erklingt am 12. Oktober ab 20 Uhr in der großen Produktionshalle der #S-Bahn-Hauptwerkstatt in #Berlin-Schöneweide.
Dem Kulturereignis der Extra-Klasse wird natürlich auch die Anreise gerecht. Wer möchte, fährt mit der #Panorama-S-Bahn direkt bis an die Zuhörersitze.
Ein #Traditionsunternehmen hat auch #Traditionsfarben. Bei der S-Bahn sind das schon mehr als 70 Jahren lang „rot“ und „#ockergelb“. „Und so soll es auch bleiben“, meint auch Bernd Böttcher, der stellvertretende #Werkstattleiter.
„Die große Mehrzahl unserer Fahrgäste sieht das ebenso. Anlässlich der Veranstaltung zum #S-Bahn-Ringschluss haben wir einen #Halbzug der einzigen Baureihe, die nicht in den Traditionsfarben fährt – der Baureihe #485 – in neuer, alter Farbgebung vorgestellt. Die Reaktionen des Publikums waren überwiegend freundlich.“
Kundenzufriedenheitsuntersuchungen bestätigen den positiven Trend: #Atmosphäre und #Sauberkeit auf den #S-Bahnhöfen haben sich deutlich verbessert. Auch hat sich die Beurteilung von Beleuchtung / Helligkeit, #Einkaufsmöglichkeiten im Bahnhof und die #Fahrgastinformation gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt. Das ist das Ergebnis repräsentativer #Befragungen, die seit 1996 regelmäßig durchgeführt werden.
Mehr Flexibilität und Schnelligkeit
Wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung hat das erst vor einem Jahr ins Leben gerufene #Bahnhofsmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Im Rahmen einer #Geschäftsbesorgungsvereinbarung mit dem Eigentümer DB #Station & Service wurden 136 reine S-Bahnhöfe in unsere Obhut übernommen, um im Interesse des Fahrgastes die #Instandhaltung schneller und kosteneffizienter ausführen zu können”, erklärt Gerd #Jacob, Leiter #Infrastrukturmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Dies reicht von regelmäßiger #Reinigung der Bahnhöfe, über #Reparaturen und die Beseitigung von #Störungen an Fahrtreppen und Aufzügen, bis zur Gewährleistung der öffentlichen #Sicherheit.” Dafür stehen 16 Mitarbeiter zur Verfügung, die durch ein 40-köpfiges Handwerkerteam der #Hauptwerkstatt#Schöneweide unterstützt werden. Dieses ist kurzfristig vor Ort einsetzbar.
Für die Erfüllung der Aufgaben erhält die S-Bahn Berlin GmbH als Geschäftsbesorger jährlich rund 14,2 Millionen Euro vom Eigentümer der Anlagen, der DB #Station&Service AG. Aus diesem Budget werden ca. 3,8 Millionen Euro für die Sicherheits- und #Ordnungsdienste aufgewandt, Jährlich 5,8 Millionen kostet die Instandhaltung der Bahnhöfe. Darüber hinaus investiert die S-Bahn Berlin GmbH für 2001/2002 weitere 5,4 Millionen Euro in die Verbesserung des Erscheinungsbildes von Bahnhöfen, die denkmalgerechte Herrichtung und die Erneuerung von Bahnsteigbelägen samt Blindenleitstreifen. 4,6 Millionen Euro fließen in die Reinigung und die Beseitigung von Schmierereien – Tendenz weiter steigend. Für die Bewältigung des gesamtgesellschaftlichen Vandalismusproblems benötigt die S-Bahn Berlin GmbH mehr denn je die Unterstützung der Kommunen und Ordnungsbehörden.
Die Erhaltung und Weiterentwicklung vorhandener Bahnhofssubstanz konnte im vergangenen Jahr 2001 auf den Bahnhöfen #Marzahn, #Springpfuhl, #Mahlsdorf, #Strausberg, #Nikolassee und #Waidmannslust voran getrieben werden. Neue Bahnsteigbeläge und ein #Blindenleitstreifen sorgen für erhöhte Sicherheit. In Nikolassee wurde ein #Gewächshauszugang originalgetreu restauriert und in Waidmannslust das Zugangsbauwerk annährend in den Ursprungszustand zurück versetzt. Der Einbau eines Aufzuges wird in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die Beendigung der Innensanierung des S-Bahnhofs Hohen #Neuendorf verschiebt sich wegen mehrfacher #Vandalismusschäden auf das Frühjahr 2002.
Bestandteil der Arbeit des Bahnhofsmanagements ist die Bereitstellung, Wartung und Reinigung neuer #Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen. Bislang wurden 41 Anlagen mit 3616 Stellplätzen von der S-Bahn Berlin GmbH erbaut. Die Kommunen mussten lediglich die dafür erforderlichen Flächen kostenfrei zur Verfügung stellen. Im Jahr 2002 kommen rund 25 weitere Anlagen mit 1500 Stellplätzen hinzu. Zur besseren Vernetzung der #Verkehrsträger hat die S-Bahn Berlin GmbH diese kommunale Aufgabe freiwillig übernommen. Dennoch ist Gerd Jacob unzufrieden: “Wenn wir, insbesondere im Umland, mehr Menschen auf die Schiene bekommen wollen, brauchen wir bessere #Park&Ride – Angebote. Im eigenen Interesse sollten die Kommunen handeln!”
Maßnahmepaket 2002
Auch im Jahr 2002 sind die Pläne und Projekte des Bahnhofsmanagements ehrgeizig. Ergänzend zu den Großbauprojekten, die von der DB Projekt Verkehrsbau bzw. DB Station & Service realisiert werden (z.B. Lehrter Bahnhof, unterirdischer Bahnhof Friedrichstraße, Papestraße, Gesundbrunnen), sind folgende Arbeiten geplant:
Erneuerung der Unterdecke und Beleuchtung des Bahnsteigs #Oranienburger Straße
Erneuerung Bahnsteigbelag und Einbau Blindenleitsystem #Botanischer Garten
Erneuerung Bahnsteigdächer #Lichterfelde West, Marzahn und Springpfuhl
Erneuerung Entwässerungsleitungen in Botanischer Garten und #Sundgauer Str.
Wiedereröffnung des südlichen Zugang Waidmannslust (Baubeginn 2002 abhängig
von ausstehender Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes)
Erneuerung der Wandfliesen in Nikolassee (Tunnel zum Empfangsgebäude)
Erneuerung von Fliesen und Beleuchtung im Zugangsbereich #Humboldthain
„Mit den neuen Strukturen haben wir eine sinnvolle Arbeitsteilung gefunden, um unseren Fahrgäste zeitgemäß moderne und attraktive Bahnhöfe bieten zu können, in denen Sauberkeit und Service nicht nur ein Schlagwort sind”, sagt Wolfgang #Borsch, Bahnhofsmanager von DB Station & Service. “Es liegt noch ein langer Weg mit viel Arbeit vor uns. Aber wir werden ihn gehen, damit Bahnhöfe überall wieder die Visitenkarten der Bahn sind.”