Spätestens seit ein Lkw die #Bahnbrücke über den #Teltower Damm in #Zehlendorf bei einem Unfall so #beschädigt hatte, dass sie nicht mehr #repariert werden konnte, steht fest, dass ein #Neubau kommen muss. Das ist jetzt 13 Jahre her, damals wurde eine #Behelfsbrücke eingebaut. Das #Provisorium besteht bis heute. Nach Jahren der Debatten und Planung steht nun der Zeitplan: Von 2026 bis 2030 soll die alte Brücke im Ortszentrum abgerissen und durch eine neue ersetzt werden.
S-Bahnhof Botanischer Garten bleibt wegen der Arbeiten an diesem Wochenende gesperrt
Im Zuge der Arbeiten für den #Ersatzneubau der #Moltkebrücke im Bezirk #Steglitz-Zehlendorf erfolgt am kommenden Wochenende die Montage der neuen Brückenträger und Fertigteilelemente. Zunächst werden mittels eines Schwerlastkrans von der Südseite fünf jeweils 38 Meter lange #Brückenträger aus Stahl eingehoben. Anschließend werden die vorgefertigten #Halbfertigteilplatten auf die Längsträger aufgelegt. Diese bilden die spätere #Fahrbahnplatte, sobald im Mai 2023 Oberbeton aufgebracht wurde.
Seit Jahren wird über die #Reaktivierung des dritten Gleises zwischen #Wannsee und #Zehlendorf diskutiert. Mehrfach hatte sich Berlins #Bahnchef Alexander #Kaczmarek dafür ausgesprochen, dort #Regionalbahnen fahren zu lassen. „Es wäre ein Zeichen gewesen, dass es vorangeht“, hatte Kaczmarek vor Jahren dem Tagesspiegel gesagt. Denn bis die „#Stammbahn“ zwischen #Potsdam und Berlin fertig wird, werden wohl 20 Jahre vergehen. Nur wenn alles glattläuft, könnte die Stammbahn im Jahr #2038 fertig werden, also 200 Jahre nach der Eröffnung als erste #preußische Eisenbahn.
Die seit Jahren in wesentlichen Teilen stillgelegte Potsdamer Stamm-bahn ist eine der letzten freien #Schienenachsen, die eine zusätzliche #Direktverbindung zwischen Berlin und Brandenburg ermöglicht und auch überregional eine dringend erforderliche #Kapazitätserhöhung des Schienennetzes sowie stabilere Verkehre und #Verkehrsmehrungen entfalten wird. Sie ist ein wichtiger Bestandteil für die Weiterentwicklung und #Engpassbeseitigung des Bahnknotens Berlin, um u.a. die hoch frequentierte #Stadtbahn zu #entlasten. Zusätzliche Halte in Berlin und die Anbindung der wachsenden Region um #Kleinmachnow sorgen für schnelle und #umsteigefreie Zugverbindungen. Das Gesamtkonzept des i2030-Korridors Potsdamer Stammbahn+ beinhaltet über die #Reaktivierung der Stammbahn hinaus die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau des südöstlichen Berliner #Innenrings in Richtung #Ostkreuz, um die Führung von Zügen der Stammbahn auch über diese Strecke zu ermöglichen. Die Planung dieses Streckenbereichs wird in einer separaten Finanzierungsvereinbarung verankert. Das fokussierte Procedere gewährleistet im Rahmen seiner 1. Stufe, dass zunächst ein umfänglicher Überblick des Abschnittes Griebnitzsee- #Zehlendorf -Potsdamer Platz eingeholt werden kann.
Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher und Klimaschutz des Landes Berlin: Die Pläne für die Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn werden nun konkret: Mitte 2022 haben wir die Entscheidung getroffen, auf dieser wichtigen i2030-Strecke künftig die Regionalbahn mit Verbindungen aus Bran-denburg über das südwestliche Umland direkt ins Berliner Zentrum fahren zu lassen. Und jetzt haben wir uns mit allen Partnern auf die Finanzierung der ersten Planungsphase geeinigt. Wir wollen, dass die Potsdamer Stammbahn die hoch frequentierte Stadtbahn in Berlin mit einer neuen Pendler*innen-Strecke aus Südwest ergänzt und noch bessere Verbindungen bietet – und wir wollen, dass der Bund auch die Stammbahn in den Deutschlandtakt einbezieht. Auch dafür ist dieser Planungsschritt sehr wichtig.
Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: Die Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn ist für die Hauptstadtregion Berlin Brandenburg und den Eisenbahnknoten Berlin eine Riesenchance und Signal das zukünftige Regionalverkehrsangebot bis in den ländlichen Raum Brandenburgs auszuweiten, zu stärken und neu zu organisieren. Es freut mich, dass wir in i2030 jetzt mit den konkreten Planungen vorankommen. Eine Inbetriebnahme im Jahr 2038 – dem 200. Jubiläum der Strecke – wäre eine gute Zielmarke. So gestalten wir den Deutschlandtakt und die Verkehrswende mit.
Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: Zurück ans Netz! Das gilt nun auch für die älteste Eisenbahnstrecke in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die Potsdamer Stammbahn ist eine wichtige Ergänzung des Eisenbahnknotens Berlin und bedeutsam für die Flexibilität und Resilienz des Eisenbahnverkehrs in der Hauptstadtregion. Die Kolleg:innen der DB werden mit Begeisterung an ihre neue Aufgabe gehen.
Martin Fuchs, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB): Die angestrebte Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn im Projekt i2030 spiegelt die enge Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg in Sachen Mobilitätswende wider. Der gemeinsame Verkehrsverbund freut sich über den Meilenstein der ge-sicherten Finanzierung für die Vorplanung. Vor uns liegen intensive Jahre der Planungen, mit dem Ziel eine zusätzliche Schienenverbin-dung in der Hauptstadtregion zu schaffen von der das Schienennetz auch überregional profitiert.
Im Auftrag des VBB wird parallel zur Vorplanung eine überschlägige Nutzen-Kosten-Bewertung durchgeführt, um die Wirtschaftlichkeit der Zielvarianten zu prüfen. Ein hinreichendes Nutzen-Kosten-Verhältnis ist die Voraussetzung für eine finanzielle Beteiligung durch den Bund. Es finden regelmäßige Gespräche mit dem Bundesministerium für Digita-les und Verkehr statt, um den Bund als Finanzierungsgeber für i2030 zu gewinnen und die Priorisierung innerhalb des Deutschlandtaktes weiter zu forcieren.
Der Planungsumfang der Vorplanung für die Potsdamer Stammbahn im Überblick: Wesentliche Planungsprämissen für das i2030-Teilprojekt Potsdamer Stammbahn sind:
Durchgehende #Zweigleisigkeit im gesamten Planungs-korridor mit Ausnahmen der #Verbindungskurve von und nach Michendorf sowie der Verbindungskurve zwischen Stammbahn und Innenring bei Schöneberg (aufgrund beengter Platzverhältnisse) Leistungsfähige, #niveaufreie Einbindung der Stammbahn in Richtung Griebnitzsee Untersuchung einer zweigleisigen (als Vorzugsvariante) sowie einer eingleisigen (als Rückfallebene) Ausführung der Verkehrsstationen #Rathaus Steglitz und #Schöneberg (aufgrund beengter Platzverhältnisse) Elektrifizierung mit Oberleitung im gesamten Projektbereich Folgende Stationen werden erweitert bzw. neu errichtet, jeweils mit Bahnsteignutzlängen von 220 m, einer Bahnsteighöhe von 76 cm und barrierefreiem Zugang:
Potsdam #Griebnitzsee (Verlängerung der Bahnsteige) Europarc #Dreilinden (Neuerrichtung) #Düppel-Kleinmachnow (Reaktivierung) #Berlin-Zehlendorf: (Reaktivierung Regionalbahnsteig) Berlin Rathaus #Steglitz (Erweiterung um Regionalbahnsteig) #Berlin-Schöneberg (Erweiterung um Regionalbahnsteig) Aufgaben innerhalb der Vorplanung sind u.a.:
Bauwerksuntersuchungen an vorhandenen Anlagen Erstellen fehlender Bestandsunterlagen Notwendige technische Studien, Gutachten und Machbarkeitsanalysen Notwendige Konzepte und Analysen zur Umfeldentwick-lung Notwendige Beräumung von Altmaterialien und Vegeta-tionsrückschnitte sowie Umweltäquivalenzausgleich Erstellen und Abschluss von Planungsvereinbarungen sowie Vorabstimmungen zu Kreuzungsvereinbarungen Abstimmung mit Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie Öffentlichkeitsarbeit Begleitung der Nutzen-Kosten-Untersuchung An die Vorplanung schließt sich die Entwurfsplanung (3. Leistungs-phase nach HOAI) und die Genehmigungsplanung (4. Leistungsphase nach HOAI) an, mit der das Planfeststellungsverfahren für das Projekt vorbereitet wird.
Berlin. Es gab allen Grund zum Feiern: Mehr als 16 Jahre hat es gedauert, bis die Haltestelle #Wasgensteig, die von der #Buslinie#118 auf dem Weg vom #Rathaus#Zehlendorf zum Potsdamer #Stern-Center angefahren wird, in #Studentendorf#Schlachtensee umbenannt wurde. Nach dem #Fahrplanwechsel am Wochenende war es am Dienstag endlich soweit: Mit einem #Haltestellenfest konnte der neue Name „Studentendorf Schlachtensee“ gefeiert werden. Es ist zugleich auch der krönende Abschluss eines Jubiläumsjahres der #Genossenschaft, die vor genau 20 Jahren zur Rettung des Studentendorfes gegründet wurde.
Ein neuer #Aufgang zu den Gleisen wird schon seit Jahren gewünscht: Da es aktuell so aussieht, als würde er erst 2029 realisiert, formiert sich Protest.
Es war ein wenig der Fluch der guten Tat: Die jüngste Bürgerversammlung der Bürgerinitiative #Zehlendorf geriet eher zu einer Debatte der Politikerinnen und Politiker als zu einem Austausch in der Bürgerschaft. Gefühlt die Hälfte der etwa 75 Anwesenden schien aus Bezirksverordneten und Parteienvertreterinnen, Stadträten und Abgeordneten aus Land und Bund zu bestehen.
Frage 1: Welche Prüfungen laufen aktuell zwischen dem Senat und der Deutschen Bahn bezüglich der Schaffung neuer #Regionalbahnhaltepunkte im Berliner Schienennetz? Antwort zu 1: Im Rahmen der Erarbeitung des strategischen verkehrspolitischen Planwerks Stadtentwicklungsplan Mobilität & Verkehr (#StEP MoVe) sowie der Überarbeitung der Konkretisierung der Qualitäts- und Handlungsziele für den öffentlichen Personennahverkehr (#ÖPNV) mittels #Nahverkehrsplan (#NVP) und dem darin verankerten #ÖPNV-Bedarfsplan werden regelmäßig mögliche neue Regionalverkehrshalte in die Prüfungen durch den Senat einbezogen. Aktuell arbeitet der Senat eng mit seinen Partnern Land #Brandenburg, der #Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH und der Deutschen Bahn AG (DB) im #Infrastrukturprojekt#i2030 zusammen. Hierbei werden Verbesserungen im grenzüberschreitenden #Schienenpersonennahverkehr Berlin/Brandenburg geplant. Einen großen Platz nimmt dabei die Planung für den #Regionalverkehr und neue Regionalverkehrshalte für Berlin und Brandenburg auf den verschiedenen #Schienenachsen ein. Aktuelle Informationen finden sich unter www.i2030.de .
Frage 2: Wie groß wäre der Zuwachs an versiegelter Fläche auf dem Berliner Stadtgebiet, wenn es zu einem zweigleisigen Bau dieser #Regionalbahnstrecke mit einer Streckenführung wie in Frage 1 beschrieben kommt?