Regionalverkehr: Karl, der Käfer wurde nicht gefragt… – Wie viel Waldfläche wird für den Bau einer Regionalbahnstrecke auf der ehemaligen Stammbahn vernichtet?, aus Senat

Frage 1: Wie viele Hektar #Waldfläche würden vernichtet werden, wenn die #Regionalbahnstrecke auf direkter Linie zwischen #Griebnitzsee, #Dreilinden, #Düppel/Kleinmachnow und dem heutigen #S-Bahnhof #Zehlendorf, also dem Verlauf der historischen #Stammbahn, gebaut wird?

Frage 2: Wie groß wäre der Zuwachs an versiegelter Fläche auf dem Berliner Stadtgebiet, wenn es zu einem zweigleisigen Bau dieser #Regionalbahnstrecke mit einer Streckenführung wie in Frage 1 beschrieben kommt?

Frage 3: Wie viele Bäume müssen für dieses Projekt gefällt werden? Welche Baumarten sind davon betroffen? Welche Kompensation soll dafür an welcher Stelle für den Verlust wertvoller Stadtnatur erfolgen?

Frage 4: Wie soll sich der Gestaltungsprozess gestalten, vor allem in Bezug auf eine breite Bürgerbeteiligung zu Alternativen zum Streckenverlauf zwischen Griebnitzsee und dem heutigen S-Bahnhof Zehlendorf?

Frage 5: Wie viele Hektar Waldfläche würden vernichtet werden, wenn die neue Regionalbahnstrecke zwischen Griebnitzsee und dem S-Bahnhof Zehlendorf zunächst der heutigen #S-Bahn-Trasse folgen würde?

Frage 6: Wie groß wäre der Zuwachs an versiegelter Fläche auf dem Berliner Stadtgebiet, wenn es zu einem zweigleisigen Bau dieser Regionalbahnstrecke mit einer Streckenführung wie in Frage 5 käme? Wie viele Bäume müssten bei dieser Variante gefällt werden?

Frage 7: Wie viele Brücken müssen für dieses Projekt je nach Streckenführung neu gebaut oder erweitert werden? Wo sind Tunnel oder Bahnübergänge kreuzender Straßen geplant?

Frage 8: Wo genau soll der neue Regionalbahnhof Düppel/Kleinmachnow entstehen?

Antwort zu 1 bis 8: Die Bundesländer Berlin und Brandenburg haben sich in Abstimmung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (#VBB) und der Deutschen Bahn (DB) im Rahmen des Projektes #i2030 auf eine #Zielvariante für den Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn verständigt. Hierbei handelt es sich um die Lösung als #elektrifizierte, #zweigleisige Strecke für den Regionalverkehr zwischen Griebnitzsee, Zehlendorf und #Potsdamer Platz bzw. über #Südkreuz bis zum #Ostkreuz. Eine Variante für den Regionalverkehr unter Einbeziehung der #Wannseebahn (Führung zwischen Griebnitzsee und Zehlendorf über #Wannsee, #Nikolassee und #Schlachtensee) – statt der Linienführung der historischen Stammbahn – wurde im Rahmen der Untersuchungen im Vorfeld mit geprüft. Aufgrund u.a. fehlender Kompatibilität zum Deutschlandtakt, erwarteter umfangreicher Eingriffe in dicht besiedeltes Gebiet (Schlachtensee) und einer nicht gelösten Erschließung von Kleinmachnow wurde eine Umsetzung dieser Variante verworfen. Ob das Güterzuggleis entlang der Wannseebahn im Zuge eines Vorlaufbetriebes für die Nutzung im Regionalverkehr in Frage kommt, muss im weiteren Verfahren geprüft werden. Hier ist zu prüfen, ob der Nutzen der Strecke den finanziellen und baulichen Aufwand der Reaktivierung für den Personenverkehr rechtfertigen würde. 2Einzelheiten zur Projektgestaltung, u.a. die Auswirkungen auf den Natur-, Wasser- und Bodenschutz, die Auswirkungen auf die Anliegerinnen und Anlieger, sowie die Lage der Verkehrsstationen liegen derzeit nicht vor und werden im Rahmen der Vorentwurfsplanung erarbeitet. Vorher sind keine Aussagen zu den Auswirkungen der zukünftigen Wannseebahn im Sinne der gestellten Fragen möglich. Eine umfassende Bürgerbeteiligung wird begleitend zur Planung und im Planfeststellungsverfahren erfolgen. Berlin, den 13.06.2022 In Vertretung Dr. Meike Niedbal Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz

www.berlin.de

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