Zum #Fahrplanwechsel am 14. Dezember krempelt die BVG vor allem im Norden der Stadt ihr Liniennetz um. Die Operation läuft unter dem Titel „#Angebotsoptimierung“.
Pritzwalk. Es rumpelt, zieht und dröhnt nicht mehr. Der #Lokführer muss nach einer Frostnacht nicht mehr mühevoll das Eis von den Innenscheiben abkratzen, und auf Schal, Mütze und Handschuhe während der Fahrt kann er genau wie seine Fahrgäste verzichten. Bei der #Prignitzer Eisenbahn im Nordwesten Brandenburgs beginnt tatsächlich in diesen Tagen ein neues #Zeitalter. Statt der #Ferkeltaxen, wie die betagten und auf jeglichen Komfort verzichtenden #Triebwagen hießen, rollen nun moderne #Regio-Shuttles durch die Gegend zwischen #Meyenburg, #Pritzwalk, #Kyritz, #Neuruppin und #Neustadt (Dosse). Zum #Fahrplanwechsel am nächsten Wochenende soll die Umstellung abgeschlossen sein.
Kurzfristig hat sich die Bahn sogar noch zu einer Korrektur durchgerungen, die lange als unmöglich galt. Weil in Berlin am Bahnhof #Charlottenburg die Bauarbeiten länger dauern als geplant war, lässt die Bahn dort auch nach dem #Fahrplanwechsel die Züge der Regionalexpress-Linie #RE3 halten; Züge der Regionalbahn #RB10 aus #Nauen enden morgens nicht in #Charlottenburg, sondern fahren weiter bis #Ostbahnhof und nachmittags starten sie nicht erst in Charlottenburg, sondern ebenfalls bereits im Ostbahnhof. So können Fahrgäste der S-Bahn, bei der der Abschnitt von Charlottenburg bis #Zoo bis Mitte April gesperrt bleibt, weiter mit Regionalzügen ihre Fahrt fortsetzen, ohne in Busse umsteigen zu müssen.
Der #Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn zum Sonntag, dem 14. Dezember, geht bei der #S-Bahn Berlin mit wenig Änderungen einher.
Sie verzichtet deshalb der Umwelt zuliebe auf die Herausgabe eines neuen Fahrplanheftes, zumal voraussichtlich zum #19. April, einem Montag, bereits wieder ein Fahrplanwechsel bei der #S-Bahn ansteht.
Am 14. Dezember 2003 ist nicht nur #Fahrplanwechsel, auch die nationalen und internationalen #Tarife werden von den Bahnen zu diesem Termin vermehrt geändert.
Bei der DB wird nach der Genehmigung durch die zuständige Behörde der Tarif im #Nahverkehr um 4 Prozent angehoben. Das gilt jedoch nicht bei Fahrten innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Hier gilt der Tarif des #VBB.
Manchmal scheinen Drohgebärden doch zu helfen. Nach der Ankündigung von Bahnchef Hartmut #Mehdorn, den #S-Bahn-Verkehr zum #Fahrplanwechsel am 14. Dezember einzustellen, haben sich Mehdorn und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gestern „in wesentlichen Punkten“ auf einen neuen #Verkehrsvertrag geeinigt. Obwohl das Land zunächst insgesamt 48 Millionen Euro im Jahr weniger zahlen wird, als die S-Bahn gefordert hatte, werde es keine #Leistungseinschränkungen geben, versicherte Mehdorn. Gleichzeitig einigten sich Bahn und Senat, wie in Zukunft die #Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen zwischen der #BVG und der S-Bahn aufgeteilt werden sollen. Damit ist ein jahrelanger Streit beendet.
In den letzten Jahren gab es über den Berliner #Nahverkehr leider mehr Negatives als Positives zu berichten. Mit dem zum #Fahrplanwechsel am 15. Juni 2003 eingeführten #durchgehenden #U-Bahn-Verkehr in den #Wochenendnächten auf fast dem gesamten #Streckennetz wurde im selbsternannten Verkehrs-Kompetenzzentrum nun aber tatsächlich ein Meilenstein im #ÖPNV erreicht. Doch bis es so weit war, musste ein langer hindernisreicher Weg zurückgelegt werden.
Aufgrund der dramatischen #Umsatzentwicklung im #Personenfernverkehr seit Anführung des #PEP-Preissystems gelten seit Anfang August zum Teil deutlich vereinfachte und günstigere Konditionen. Die wichtigsten Änderungen sind die #Wiedereinführung einer #Bahncard 50, vereinfachte #Sparpreise mit gelockerten Konditionen und die Anhebung des Rabattes beim Sparpreis von 40 auf 50 Prozent.
Langes Warten gehört auf den stark genutzten Strecken der Vergangenheit an
Wer sich mit der #S-Bahn in das #nächtliche#Wochenendgetümmel stürzt, kennt die bisherige Situation auf den Bahnhöfen: Seit Jahren nimmt die Zahl der Leute zu, die zwischen 1 und 5 Uhr die Bahnsteige bevölkern und nach einem kulturellen Vergnügen oder einem durchzechten Abend darauf warten, nach Hause zu kommen.