Manche #Sitze in neuen #Regionalzügen der #Odeg verschlucken schon mal schmale Gegenstände wie Handys, die vom Sitz rutschen. Bis man sie wiederbekommt, können Wochen vergehen. Das Unternehmen arbeitet an einer Zwischenlösung.
Potsdam. Die Ostdeutsche #Eisenbahngesellschaft Odeg will vorübergehend mit einem mobilen #Einsatzteam auf die #Handyfalle in neuen Zügen reagieren. So sollen Fahrgäste nicht mehr wochenlang auf die Herausgabe von Gegenständen warten müssen, die durch einen schmalen #Schlitz an manchen Sitzen gerutscht sind.
Die seit Jahren in wesentlichen Teilen stillgelegte Potsdamer Stamm-bahn ist eine der letzten freien #Schienenachsen, die eine zusätzliche #Direktverbindung zwischen Berlin und Brandenburg ermöglicht und auch überregional eine dringend erforderliche #Kapazitätserhöhung des Schienennetzes sowie stabilere Verkehre und #Verkehrsmehrungen entfalten wird. Sie ist ein wichtiger Bestandteil für die Weiterentwicklung und #Engpassbeseitigung des Bahnknotens Berlin, um u.a. die hoch frequentierte #Stadtbahn zu #entlasten. Zusätzliche Halte in Berlin und die Anbindung der wachsenden Region um #Kleinmachnow sorgen für schnelle und #umsteigefreie Zugverbindungen. Das Gesamtkonzept des i2030-Korridors Potsdamer Stammbahn+ beinhaltet über die #Reaktivierung der Stammbahn hinaus die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau des südöstlichen Berliner #Innenrings in Richtung #Ostkreuz, um die Führung von Zügen der Stammbahn auch über diese Strecke zu ermöglichen. Die Planung dieses Streckenbereichs wird in einer separaten Finanzierungsvereinbarung verankert. Das fokussierte Procedere gewährleistet im Rahmen seiner 1. Stufe, dass zunächst ein umfänglicher Überblick des Abschnittes Griebnitzsee- #Zehlendorf -Potsdamer Platz eingeholt werden kann.
Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher und Klimaschutz des Landes Berlin: Die Pläne für die Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn werden nun konkret: Mitte 2022 haben wir die Entscheidung getroffen, auf dieser wichtigen i2030-Strecke künftig die Regionalbahn mit Verbindungen aus Bran-denburg über das südwestliche Umland direkt ins Berliner Zentrum fahren zu lassen. Und jetzt haben wir uns mit allen Partnern auf die Finanzierung der ersten Planungsphase geeinigt. Wir wollen, dass die Potsdamer Stammbahn die hoch frequentierte Stadtbahn in Berlin mit einer neuen Pendler*innen-Strecke aus Südwest ergänzt und noch bessere Verbindungen bietet – und wir wollen, dass der Bund auch die Stammbahn in den Deutschlandtakt einbezieht. Auch dafür ist dieser Planungsschritt sehr wichtig.
Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: Die Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn ist für die Hauptstadtregion Berlin Brandenburg und den Eisenbahnknoten Berlin eine Riesenchance und Signal das zukünftige Regionalverkehrsangebot bis in den ländlichen Raum Brandenburgs auszuweiten, zu stärken und neu zu organisieren. Es freut mich, dass wir in i2030 jetzt mit den konkreten Planungen vorankommen. Eine Inbetriebnahme im Jahr 2038 – dem 200. Jubiläum der Strecke – wäre eine gute Zielmarke. So gestalten wir den Deutschlandtakt und die Verkehrswende mit.
Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: Zurück ans Netz! Das gilt nun auch für die älteste Eisenbahnstrecke in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die Potsdamer Stammbahn ist eine wichtige Ergänzung des Eisenbahnknotens Berlin und bedeutsam für die Flexibilität und Resilienz des Eisenbahnverkehrs in der Hauptstadtregion. Die Kolleg:innen der DB werden mit Begeisterung an ihre neue Aufgabe gehen.
Martin Fuchs, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB): Die angestrebte Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn im Projekt i2030 spiegelt die enge Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg in Sachen Mobilitätswende wider. Der gemeinsame Verkehrsverbund freut sich über den Meilenstein der ge-sicherten Finanzierung für die Vorplanung. Vor uns liegen intensive Jahre der Planungen, mit dem Ziel eine zusätzliche Schienenverbin-dung in der Hauptstadtregion zu schaffen von der das Schienennetz auch überregional profitiert.
Im Auftrag des VBB wird parallel zur Vorplanung eine überschlägige Nutzen-Kosten-Bewertung durchgeführt, um die Wirtschaftlichkeit der Zielvarianten zu prüfen. Ein hinreichendes Nutzen-Kosten-Verhältnis ist die Voraussetzung für eine finanzielle Beteiligung durch den Bund. Es finden regelmäßige Gespräche mit dem Bundesministerium für Digita-les und Verkehr statt, um den Bund als Finanzierungsgeber für i2030 zu gewinnen und die Priorisierung innerhalb des Deutschlandtaktes weiter zu forcieren.
Der Planungsumfang der Vorplanung für die Potsdamer Stammbahn im Überblick: Wesentliche Planungsprämissen für das i2030-Teilprojekt Potsdamer Stammbahn sind:
Durchgehende #Zweigleisigkeit im gesamten Planungs-korridor mit Ausnahmen der #Verbindungskurve von und nach Michendorf sowie der Verbindungskurve zwischen Stammbahn und Innenring bei Schöneberg (aufgrund beengter Platzverhältnisse) Leistungsfähige, #niveaufreie Einbindung der Stammbahn in Richtung Griebnitzsee Untersuchung einer zweigleisigen (als Vorzugsvariante) sowie einer eingleisigen (als Rückfallebene) Ausführung der Verkehrsstationen #Rathaus Steglitz und #Schöneberg (aufgrund beengter Platzverhältnisse) Elektrifizierung mit Oberleitung im gesamten Projektbereich Folgende Stationen werden erweitert bzw. neu errichtet, jeweils mit Bahnsteignutzlängen von 220 m, einer Bahnsteighöhe von 76 cm und barrierefreiem Zugang:
Potsdam #Griebnitzsee (Verlängerung der Bahnsteige) Europarc #Dreilinden (Neuerrichtung) #Düppel-Kleinmachnow (Reaktivierung) #Berlin-Zehlendorf: (Reaktivierung Regionalbahnsteig) Berlin Rathaus #Steglitz (Erweiterung um Regionalbahnsteig) #Berlin-Schöneberg (Erweiterung um Regionalbahnsteig) Aufgaben innerhalb der Vorplanung sind u.a.:
Bauwerksuntersuchungen an vorhandenen Anlagen Erstellen fehlender Bestandsunterlagen Notwendige technische Studien, Gutachten und Machbarkeitsanalysen Notwendige Konzepte und Analysen zur Umfeldentwick-lung Notwendige Beräumung von Altmaterialien und Vegeta-tionsrückschnitte sowie Umweltäquivalenzausgleich Erstellen und Abschluss von Planungsvereinbarungen sowie Vorabstimmungen zu Kreuzungsvereinbarungen Abstimmung mit Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie Öffentlichkeitsarbeit Begleitung der Nutzen-Kosten-Untersuchung An die Vorplanung schließt sich die Entwurfsplanung (3. Leistungs-phase nach HOAI) und die Genehmigungsplanung (4. Leistungsphase nach HOAI) an, mit der das Planfeststellungsverfahren für das Projekt vorbereitet wird.
Berlin. Erst in diesem Jahr wollte die Deutsche Bahn einen Rekord aufstellen und so viel #bauen wie noch nie: Für Berlin und Brandenburg kündigte der Konzern an, 1,4 Milliarden Euro in das #Netz sowie #Bahnhöfe investieren zu wollen. Noch Anfang Dezember versprach die Bahn zudem ein „#Sofortprogramm“ zur kurzfristigen Aufwertung diverser Stationen in der Region. 14 Bahnhöfe sollten allein in Berlin noch bis Ende des Jahres 2022 davon profitieren. Dennoch geht das Bauen auch 2023 weiter – die bestehende #Infrastruktur der Bahn gilt in Teilen weiterhin als dringend #modernisierungsbedürftig. Ein Überblick über bereits geplante Vorhaben.
Frage 1: Zu welchem #Ergebnis (oder #Zwischenergebnis) führte die #Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) beim ursprünglich geplanten Ausbau der #Kremmener Bahn von #Berlin-Schönholz bis #Velten für den #Regionalverkehr (Prignitz-Express) und die #S-Bahn? Frage 2: Zu welchem Ergebnis (oder Zwischenergebnis) führte die Nutzen-Kosten-Untersuchung für den im Juni 2022 festgelegten Teil-Ausbau der Kremmener Bahn auf Berliner Gebiet nur für die S-Bahn und nicht für den Regionalverkehr?
Frage 1: Welche #Eingangsdaten zur #Verkehrsprognose und zum #Verkehrsangebot wurden für die S-Bahn verwendet? Frage 2: Welche Eingangsdaten zur Verkehrsprognose und zum Verkehrsangebot wurden für den #parallel verlaufenden, ebenfalls auszubauenden #Regionalverkehr verwendet? Frage 3: Welche Eingangsdaten zur #Infrastruktur wurden für die S-Bahn zugrunde gelegt? Frage 4: Welche Eingangsdaten zur Infrastruktur wurden für den parallel auszubauenden Regionalverkehr zugrunde gelegt? Frage 5: Wie wurden die Eingangsdaten für den S-Bahn-Ausbau zu denen des parallel verlaufenden Regionalverkehrs #abgegrenzt?
Das neue #Verkehrsangebot mit #Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 konnte trotz krankheitsbedingter #Personalausfälle und technischer Probleme mit den neuen #Fahrzeugen bei der DB #Regio AG und der Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (#ODEG) grundsätzlich stabil über die Weihnachtsfeiertage angeboten werden. Weitere Verbesserungen ab dem 2. Januar 2023 konnten gestern zwischen den #Ländern Berlin und Brandenburg, dem #VBB und den #Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinbart werden.
#Überlastungen und #Krankheitsfälle strapazieren weiter die Geduld der Bahnreisenden. Auf der Linie #RE1 können die Probleme aus Sicht der #ODEG noch wochenlang andauern. Nach einem #Krisentreffen wurden gleich mehrere Verbesserungen versprochen.
Mit dem #Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 gab es große #Veränderungen im #Regionalverkehr Berlin-Brandenburg. Bisher konnte noch nicht alles so umgesetzt werden, wie es zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg und den #Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinbart ist. Gründe hierfür liegen u.a. in vorübergehenden #Baumaßnahmen, aber vor allem im bundesweit erhöhten Krankenstand. Die Fahrgäste müssen mitunter auf verspätete Züge warten oder auch den nächsten Zug nehmen. Zum Teil werden die #Fahrgastinformationen der aktuellen Situation nicht ganz gerecht. Bei einem weiteren gemeinsamen Treffen zur Situation haben die #Länder Berlin und Brandenburg und die #VBB GmbH heute mit den betreffenden Infrastrukturbetreibern DB #Netz AG und DB #Station & Service AG sowie den Verkehrsunternehmen DB #Regio AG und #ODEG mbH und auch mit der DB #Fernverkehr AG bereits erfolgte und weitere #Gegenmaßnahmen besprochen.
Mit großer medialer Begleitung feierten sich der #VBB und die beiden Länder Berlin/Brandenburg für das neue #Netz#Elbe-Spree, eben #NES. Und es klang ja auch toll: neue oder modernisierte, neuwertige #Fahrzeuge auf teils neuen #Linien. Als Highlight war wohl der von der #ODEG übernommene #RE1 gedacht: im #Berufsverkehr in etwa alle 20 Minuten im #S-Bahn-Takt von #Brandenburg an der Havel nach #Frankfurt (Oder). Und das #quer durch Berlin.
Was als große Verbesserung im #Regionalverkehr angepriesen wurde, verpufft mehr und mehr. Die Probleme seit dem #Fahrplanwechsel machen auch Brandenburgs Ministerpräsident Woidke „wütend“. Nun sollen alle Beteiligten zusammenkommen.