Um die #Umfahrung der #S-Bahn-Baustelle zwischen den Bahnhöfen #Zoologischer Garten und #Charlottenburg bis zum Ende der Bauzeit am 17. April 2004 zu erleichtern, fährt ein Teil der Züge der #RB10 (Nauen-Berlin- Charlottenburg) weiter bis auf die Stadtbahn.
Betroffen ist der Abschnitt #Berlin-Nordkreuz bis #Berlin-Karow (Kilometer 4,2 bis 11,6).
Die #Regional- und #Fernbahn-Gleise der #Stettiner Bahn (Strecke Berlin-Gesundbrunnen Richtung Bernau) werden zweigleisig ausgebaut.
#Karower Kreuz Die meisten Veränderungen finden im Bereich Karower Kreuz statt. Die Fern-/Regionalbahn-Verbindungskurve Blankenburg – Abzweig Karow West (zum nördlichen Berliner Außenring/BAR) wird in neuer Lage neu gebaut.
Nachdem die Pläne für den Umbau im Bereich Ostkreuz/Warschauer Straße im Herbst 2002 öffentlich ausgelegt worden waren (vergleiche SIGNAL 6/2002 , Seite 16), fand ab 15. September 2003, ein halbes Jahr später als geplant, die #Anhörung aller Behörden und Verbände statt, die sich 2002 schriftlich geäußert hatten. Über die Planungen ist bereits vieles geschrieben worden, deshalb geben wir nachfolgend wiur noch einmal einen kurzen Überblick über die für die Berliner Fahrgäste wichtigsten Maßnahmen.
Der „Neue Krug“ in den „Schönen Weiden“ – #Ortsbezeichnungen waren bei unseren Vorfahren im wahrsten Sinne noch etwas sehr Naheliegendes. Im Jahr 1886 hielt der #Dampfzug auf seinem Weg nach Süden an Sonntagen auf Wunsch auch am #Gasthof „#Neuer Krug“ inmitten schöner Weiden an der Spree.
Der #Bahnhof#Zoo ist viel mehr als nur ein Bahnhof. In Westdeutschland war er zu #Mauerzeiten das Synonym für #West- Berlin. Jetzt heißt es, langsam #Abschied nehmen. Wenn der künftige #Hauptbahnhof am früheren #Lehrter Bahnhof wie geplant 2006 betriebsbereit ist, werden im ehemaligen West-Berliner „Hauptbahnhof“ viel weniger Züge halten als heute. Für viele Fahrgäste werden dann die Wege zu den Fernzügen länger. Die Bahn bereitet sich bereits darauf vor. Derzeit ist keine Rede mehr davon, den Bahnhof Zoo weiter großzügig umzubauen.
Der Senat beweist nach Ansicht des Grünen-Abgeordneten Michael #Cramer bei seiner #Verkehrsplanung keine Weitsicht. Bei den derzeit stattfindenden #Genehmigungsverfahren für die Bahn fehlten oft #Bahnhöfe. Mit Sparen habe dies nichts zu tun, weil der Senat woanders viel Geld ausgebe – etwa beim Umbau des Ostkreuzes, wo für 13 Millionen Euro eine Stützwand für die geplante #Verlängerung der #Stadtautobahn errichtet werde, deren Bau völlig ungewiss sei.
Der #Umbau des Ostkreuzes tritt in die entscheidende Phase. Gestern hat die Senatsbauverwaltung die Pläne für das seit zehn Jahren diskutierte 350-Millionen-Euro-Projekt offiziell bekannt gemacht. Jetzt können Berliner dazu Kritik und Einwendungen einreichen.
Den Plänen zufolge soll die #Station, die werktags von 100 000 Fahrgästen frequentiert wird, komplett neu geordnet werden. Künftig gibt es für die Fahrt in jede #Himmelsrichtung jeweils nur einen so genannten #Richtungsbahnsteig – das bedeutet: Am Bahnsteig D werden alle #S-Bahnen nach Westen, am Bahnsteig E die nach Osten halten. In der neuen, 132 Meter langen und die #Stadtbahn überspannenden #Ringbahnhalle gibt es jeweils einen Bahnsteig Richtung Süden und Norden. Umständliches #Treppensteigen zwischen den Bahnsteigen entfällt somit künftig.
Grandiose Blicke in den neuen #Lehrter Bahnhof können Fahrgäste aus den seit gestern wieder über die Stadtbahn fahrenden #Regionalexpresszügen erhaschen. In den #Steuerwagen an der #Zugspitze kann man dem #Zugführer nämlich über die Schulter schauen. So lässt sich die Fahrt durch das kathedralenartige #Glasgewölbe aus erster Reihe miterleben. Nach fünftägiger Sperrung der Stadtbahn hatte gestern der erste #Regionalzug den Bahnhof um 4.54 Uhr durchquert. Wenig später folgte der erste #ICE.
Einen Beitrag über die S-Bahn nach Teltow hatten wir in SIGNAL 6/2001 . Weiterhin aber nicht aus den Augen zu verlieren ist die #Anhalter Bahn zwischen Berlin und Halle/Leipzig.
Gut ein Jahr hat die Bahn benötigt, um am #Bahnhof#Erkner einen provisorischen #Holzbahnsteig um wenige Meter zu verlängern. Jetzt hat sie es aber geschafft und kann von Montag an Züge mit mehr Wagen einsetzen. Längere Züge passten vorher nicht an den Bahnsteig. Statt vier #Doppelstockwagen können dort nun #Fünf-Wagen-Züge halten. Damit gibt es mehr Plätze in den bisher häufig völlig überfüllten Zügen. Die Strecke zwischen #Frankfurt (Oder) und #Magdeburg ist mit durchschnittlich 36 000 Fahrgästen täglich die am stärksten genutzte Linie in der Region. Forderungen, Züge mit mehr Wagen einzusetzen, gab es deshalb schon lange, doch die Arbeiten am #Bahnsteig in Erkner zogen sich wegen des bei der Bahn fast üblichen Kompetenzgerangels in die Länge.