Peter #Bley ist ein bekannter Name unter Freunden der #Eisenbahnliteratur, haben sie ihm doch das Standardwerk „#Berliner S-Bahn“, das 2003 im #alba-Verlag in der 8., gründlich überarbeiteten und aktualisierten Auflage erschienen ist, zu verdanken.
Massiver Einsatz im Ausland nicht möglich / Den meisten Wagen bleibt nur die #Verschrottung
Was geschieht eigentlich mit den ausgemusterten #Altbauzügen der Berliner #S-Bahn? Danach fragen immer wieder viele Fahrgäste und machen oft auch Vorschläge: Ehe die Züge #verschrottet werden, solle man sie lieber für die Zeit der #Restnutzungsdauer in die Dritte Welt verschenken. „Das ist tatsächlich gründlich geprüft und dabei verworfen worden“, berichtet Arnold Nitsch, Fachbereichsleiter Fahrzeuge der S-Bahn Berlin. „Es ist nämlich nicht damit getan, die Züge einfach irgendwo anders auf die Schiene zu setzen.
Der „Neue Krug“ in den „Schönen Weiden“ – #Ortsbezeichnungen waren bei unseren Vorfahren im wahrsten Sinne noch etwas sehr Naheliegendes. Im Jahr 1886 hielt der #Dampfzug auf seinem Weg nach Süden an Sonntagen auf Wunsch auch am #Gasthof „#Neuer Krug“ inmitten schöner Weiden an der Spree.
Nachdem bereits 1924 bis 1927 die nördlichen Vorortstrecken nach #Bernau, #Oranienburg und #Velten auf #elektrischen Zugbetrieb umgestellt worden waren, erfolgte vor 75 Jahren die große „#Stadtbahn- Elektrisierung“. Die ersten Triebwagenzüge fuhren am 11. Juni 1928 zwischen Potsdam und Erkner.
Eine #Buchreihe mit zehn Bänden über die Berliner #S-Bahn plant der Bahnexperte und Mitherausgeber des „#Lok-Report“, Bernd #Neddermeyer: „Bei vielen der bisherigen S-Bahn-Bücher ist die intensive Recherche zu kurz gekommen oder es fehlte der Platz für ausführliche Darstellungen.“
1994/95 hatte #AEG eine #S-Bahn der Baureihe #485#versuchsweise zur #Duo-S-Bahn umgebaut. Sie konnte auch auf Strecken ohne #Stromschiene fahren – hier am Bahnhof Hohen Neuendorf West. Voraussetzung war, daß die #Bahnsteige eine entsprechende Höhe besaßen.
Es klang verheißungsvoll und interessant: Presseberichte hatten hervorgehoben, daß Abgeordnete des Verkehrsausschusses Überlegungen anstellen, die sogenannten #Zwei-System-Fahrzeuge an bestimmten Punkten des Berliner Nahverkehrsnetzes zu nutzen. Gemeint sind Züge, die verschiedene #Antriebsquellen – also Gleich- und #Wechselstrom oder auch eines von beiden plus #Diesel nutzen können. Diese – so die Überlegung – könnten z. B. Strecken mit hohen #Fahrgastzahlen wie diejenige nach #Falkensee gut bedienen, ohne daß große Investitionen in die #Infrastruktur notwendig wären. Gleiches würde für den Außenring von Karow – Buch nach Schönefeld zutreffen. Eine Anhörung von Experten vor dem Verkehrsausschuß am 21. Februar setzte …
Statt neue #Strecken für die #S-Bahn mit einem großen finanziellen Aufwand zu bauen, sollen zunächst #Diesel- und später so genannte #Duo-Fahrzeuge den #S-Bahn-Dienst übernehmen. Im #Verkehrsausschuss des Parlaments sind sich die Parteien darin weitgehend einig; am Mittwoch wollen sie einen weiteren Anlauf unternehmen. Zu einer Anhörung sind Vertreter der #Industrie, der S-Bahn und der #Bahn AG geladen.
Das hat es noch nicht gegeben: Zehn #Bände zur #Geschichte der #S-Bahn in allen Facetten will Bernd #Neddermeyer herausbringen – mindestens zehn. Es könnten auch mehr werden. „Zur S-Bahn ist zwar schon viel geschrieben worden, aber selten sind die Autoren in die #Tiefe gegangen“, sagt der ehemalige Mathematik-, Physik- und Sportlehrer, der nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst einen eigenen Verlag gegründet hat. Bis heute hat der 52-Jährige bereits 15 #Bücher produziert – immer in Alleinregie.