Was haben drei Corgis, ein Herz mit Maske und eine #Landingpage im Netz gemeinsam? Sie alle gehören zum umfangreichen Paket der #BVG-Kommunikationsmaßnahmen rund um die #Corona-Pandemie und die sichere Fahrt mit Bus und Bahn.
Seit fast eineinhalb Jahren arbeiten viele Kolleg*innen abteilungsübergreifend und permanent daran, die Fahrgäste und die Öffentlichkeit stets über Corona-Regeln, neue Erkenntnisse und Maßnahmen der BVG auf dem Laufenden zu halten, die Informationen laufend anzupassen und zu verbessern. Wo es passt, haben natürlich auch dabei der BVG-typische Humor, Charme und freche Sprüche ihren Platz. Im Mittelpunkt steht dabei die ansprechende und immer aktuelle Kommunikation im Sinne der Fahrgäste – ob digital im Netz, mit Ansagen in den Bahnhöfen, Aufklebern in Fahrzeugen, mit Plakaten und Videos oder mit gut aufbereiteten Informationen für Öffentlichkeit, Politik und Presse.
Die #Gewerkschaft#GDL hat angekündigt ab dem frühen Mittwochmorgen die Deutsche Bahn (DB) zu #bestreiken. Die #BVG ist davon nicht betroffen. U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse und Fähren werden in Berlin also ohne Einschränkungen fahren. Nach aktuellen Informationen wird aber die Berliner #S-Bahn, ein Tochterunternehmen der DB, vorrausichtlich zumindest teilweise bestreikt werden. Fahrgäste der BVG müssen sich daher auf vollere Busse und Bahnen einstellen.
„Wir bereiten uns natürlich darauf vor, dass die #Nachfrage im Fall eines S-Bahn-Streiks steigen wird“, sagt Dr. Rolf Erfurt, BVG-Vorstand Betrieb. „Wir werden das volle Fahrplanangebot auf die Straßen und Schienen bringen und – wo es machbar ist – die größtmöglichen Fahrzeuge einsetzen. Wir sind aber trotz Pandemie auch schon planmäßig mit vollem Einsatz unterwegs. Eine zusätzliche Verstärkung einzelner Linien mit mehr Fahrzeugen ist – auch aufgrund der sehr kurzen Vorwarnzeit – nicht möglich. Wir appellieren an unsere Fahrgäste, die uns schon in der Corona-Pandemie so großartig unterstützen: Nehmen Sie besonders Rücksicht und haben Sie im Zweifel etwas Geduld. Unsere Kolleg*innen geben alles, um Sie auch unter erschwerten Bedingungen gut und zuverlässig zum Ziel zu bringen.“
Gemessen an früheren Streiksituationen ist die Ausgangslage eine andere. Durchschnittlich liegt die Fahrgastzahl in den Bussen und Bahnen der BVG derzeit bei etwa 70 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. Einfach gesagt bedeutet das: Es ist mehr Platz, um etwaige Umsteiger von der S-Bahn aufzunehmen.
Die BVG setzt auf eine bestmögliche Information der Fahrgäste. Für den Fall, dass die S-Bahn bestreikt wird, werden Ansagen und Hinweistexte für die Anzeigetafeln ebenso vorbereitet wie entsprechende Warnungen und Hinweise in den Apps und auf BVG.de. Sollte die S-Bahn ganz oder in Teilen ausfallen, können sich Fahrgäste in den Infosystemen eine Route ohne die rot-beigen Züge heraussuchen. Dafür einfach in den erweiterten Suchfunktionen das S-Bahn-Symbol wegklicken.
Selbstverständlich steht die BVG in engem Austausch mit der S-Bahn Berlin. Aktuelle Informationen zu den Auswirkungen des Streiks bei der S-Bahn gibt es hier: S-Bahn
Das #Jelbi-Angebot wächst weiter. Ab dem heutigen Donnerstag, den 5. August 2021, wird ein neues Update der #Jelbi-App schrittweise ausgerollt. Mit der neuesten Version, welche stufenweise in den App-Stores verfügbar sein wird, können nun auch die Fahrzeuge des US-amerikanischen Sharing-Anbieters „#Lime“ gebucht werden.
Zu Beginn stehen mehrere Tausend #E-Scooter sowie nach erfolgreichem Roll-Out in wenigen Wochen dann auch die #E-Bikes von Lime zur Verfügung. Damit sind insgesamt über 35.000 Fahrzeuge in der Jelbi-App buchbar, so viele wie auf keiner anderen Mobilitätsplattform Europas.
Jelbi ist die erste ÖPNV-Plattform weltweit, in die sich „Lime“ tiefenintegriert. Das Unternehmen hat mit 150 Quadratkilometern eines der größten Geschäftsgebiete der Stadt – seit neuestem auch in Buch. Damit wird erstmalig die Nutzung von Sharing-Angeboten im Nordosten Berlins möglich und mit Jelbi ganz einfach gemacht.
Frage 1: Wie kam die #BVG bzw. deren Vorstandsvorsitzende auf die abwegige Idee, beim Kauf von Fahrscheinen in Bussen künftig ausschließlich eine #bargeldlose Zahlung zu akzeptieren, was selbst bei den Busfahrern gemäß Medienberichten auf ein geteiltes Echo stößt? Antwort zu 1: Die BVG teilt hierzu mit: „Die Corona-Pandemie hat zu einer Beschleunigung vieler Entwicklungen im gesellschaftlichen Leben geführt. Insbesondere die starke Zunahme des bargeldlosen Zahlens ist eine Folge, welche auch nach Abklingen der Pandemie erhalten bleibt und sich noch weiter fortsetzen wird. Eine vertriebliche Reaktion der BVG auf diese Entwicklungen ist die Fokussierung des Busvertriebs auf die kontaktlose Zahlweise. Für Kunden und Fahrpersonal ergibt sich dadurch eine Beschleunigung der Prozesse samt reduzierter Kontaktzeiten, da der Tausch von Bargeld vollständig entfällt. Weiterhin entfallen für die BVG die aufwändigen Prozesse des #Bargeld-Sortierens und der Umgang mit Buskassen, welche das #Fahrpersonal bislang oft selbstständig lagern und regelmäßig am Betriebshof leeren musste. 2 Das #kontaktlose Bezahlen wurde als Test eingeführt, den wir mit Befragungen der Fahrgäste begleiten. Nach Auswertung des Tests soll über die dauerhafte Umsetzung entschieden werden. Hierfür steht die BVG im engen Austausch mit dem Verkehrsverbund BerlinBrandenburg (VBB) sowie der zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.“ Der Senat weist darauf hin, dass es sich hierbei um ein #Pilotprojekt handelt, dem die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in ihrer Funktion als ÖPNV-Aufgabenträger zunächst bis zum Ende dieses Jahres zugestimmt hat. Ferner wurde vereinbart, dass durch den Verkauf einer #Guthabenkarte in einem dichten Netz von Anbietenden eine anonyme, weitergabefähige und leicht zugängliche Alternative zur Bargeldzahlung geschaffen wird. Der Einstiegspreis dieser Karte ist niedrig anzusetzen und so zu wählen, dass die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) als Bestandteil der Daseinsvorsorge nicht erschwert wird. Hierzu wird die BVG bis Ende des Jahres eine erste Evaluation durchführen. Frage 2: Wie soll die bargeldlose Zahlung aussehen? Werden alle EC- und Kreditkarten akzeptiert? Antwort zu 2: Die BVG teilt hierzu mit: „Technisch wurden die bestehenden Verkaufsgeräte im Bus mit einem Lesegerät (KombiChipkartenleser) für kontaktlose Bezahlkarten sowie einem LTE-Modem und integrierter Antenne ausgerüstet. Das Lesegerät stellt via LTE eine Verbindung zum Zahlungsdienstleister (Netzbetreiber) her, um die Zahlungsfreigabe durch den Kartenherausgeber online zu erteilen. Die gesamte Transaktion ist in wenigen Sekunden abgeschlossen, da die Legitimation des Kartenbesitzers durch PIN-Eingabe oder Unterschrift entfällt. Folgende Karten und Zahlungsweisen werden akzeptiert: · MasterCard · VISA · American Express · Diners Club International · Girocard · Maestro · VPAY · Apple Pay · Google Pay“ Frage 3: Welche Kosten entstehen der BVG für die Abrechnung von tausenden Kleinstbeträgen am Tag, deren elektronische Buchung mehr als unwirtschaftlich sein dürfte? 3 Antwort zu 3: Die BVG teilt hierzu mit: „Die BVG muss, wie bisher auch, weiterhin tausende Kleinstbeträge täglich verarbeiten. Allerdings ist die elektronische Buchung dieser Beträge deutlich kostengünstiger und einfacher als der bisherige Bargeldprozess. Weiterhin entfallen für die BVG die aufwändigen Prozesse des Bargeld-Sortierens und der Umgang mit Buskassen, welche das Fahrpersonal bislang oft selbstständig lagern und regelmäßig am Betriebshof leeren musste.“ Dem Senat liegen darüber hinaus keine Kenntnisse über die Kosten der bargeldlosen Zahlung und der Bargeldhandhabung vor. Der Vertrieb von Fahrausweisen ist eine Leistungspflicht aus dem mit der BVG geschlossenen Verkehrsvertrag, wird nicht separat von diesem vergütet. Ein zusätzlicher Vergütungsanspruch der BVG entsteht bei etwaigen Kostensteigerungen nicht. Frage 4: Kann die BVG nachvollziehen, dass das Bezahlen mit Bargeld in Deutschland eine individuelle Freiheit darstellt und es Menschen gibt, die nicht bei den Kreditkartenfirmen eine elektronische Spur mit ihren Einkaufsdaten usw. hinterlassen wollen? Warum wird auf diese nicht geringe Bevölkerungsgruppe nicht mit der weiteren Möglichkeit einer Barzahlung eingegangen? Antwort zu 4: Die BVG teilt hierzu mit: „In den vergangenen 18 Monaten war aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen der Vordereinstieg in unseren Bussen gesperrt und damit auch kein Ticketverkauf beim Fahrpersonal möglich. Unsere Fahrgäste haben sich in diesen eineinhalb Jahren daran gewöhnt, vor dem Fahrtantritt einen Fahrschein per anderen Wege zu beschaffen. Dies ist auch weiterhin und per Bargeld möglich. Die BVG hat zudem eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Erwerb von Fahrscheinen gegen Bargeld weiterhin einfach zu gestalten. Gleichermaßen wird sie noch weitere Maßnahmen ergreifen. Aktuell ist es beispielsweise weiterhin möglich, an den über 700 #Automaten der BVG Fahrscheine gegen Bargeld zu erwerben. Zusätzlich stehen in Berlin weitere rund 500 stationäre Automaten der S-Bahn Berlin zur Verfügung. Ebenso stehen die neun Kundenzentren der BVG sowie die sieben Kundenzentren der S-Bahn an zentralen Standorten in vielen Bezirken zur Verfügung. Berlinweit verbreitet sind auch die privaten #Agenturen als Vertriebsstellen der BVG. Aktuell sind ca. 350 Agenturen bei der BVG unter Vertrag. Zukünftig wird die BVG das Netz der privaten Agenturen weiter ausbauen und dabei besonderes Augenmerk auf Orte in den Außenbezirken Berlins legen. Wichtigste zusätzliche Maßnahme für den Erwerb eines Fahrscheins im Bus auch ohne Kredit- oder Girokarte ist die Einführung einer Guthabenkarte, welche dann auch als Zahlungsmittel im Bus eingesetzt werden kann. Die Guthabenkarte kann anonym zum Beispiel mit Bargeld aufgeladen und im Bus zum kontaktlosen Bezahlen eingesetzt werden. 4 Das kontaktlose Bezahlsystem erleichtert z.B. Besuchern aus anderen Ländern den Fahrscheinkauf enorm. Eine große Gruppe derer, die möglicherweise nicht über KartenZahlungsmittel verfügen, ist zudem gar nicht betroffen, nämlich die Schüler. Sie haben ein kostenloses Ticket.“ Frage 5: Ist der BVG bekannt, dass es gerade viele ältere Menschen gibt, die überhaupt keine EC- oder Kreditkarte besitzen und damit keine Möglichkeit der bargeldlosen Zahlung haben? Wie sollen sie – gerade in den Außenbezirken weitab eines BVG-Kundencenters – künftig ihre Fahrscheine erwerben, wenn dies nicht mehr im Bus selbst möglich ist und sich gerade bei Gelegenheitsfahrten der Kauf einer Monatskarte nicht lohnt? Antwort zu 5: Die BVG teilt hierzu mit: „Siehe dazu die Ausführungen unter Frage vier. Zusätzlich ist insbesondere für Gelegenheitsfahrten eine Bevorratung z.B. mit 4-Fahrten-Karten möglich. Mit der Bevorratung geht zusätzlich ein Preisvorteil einher, da eine Fahrt mit der 4-Fahrten-Karte um gut 21 Prozent günstiger ist als eine Einzelfahrt.“ Frage 6: Ist geplant, in den Straßenbahnen, U-Bahnen auf den Fähren ebenfalls nur noch bargeldlos an den Automaten zahlen zu können? Wenn ja, wann ist hier eine Umstellung geplant? Antwort zu 6: Die BVG teilt hierzu mit: „Aktuell läuft bei der BVG eine Markterkundung mit bargeldlosen Automaten in der Straßenbahn. Nach Abschluss der Markterkundung wird diese ausgewertet und die strategische Ausrichtung festgelegt. In U-Bahn-Fahrzeugen gibt es keine Vertriebstechnik. Die stationären Automaten auf den U-Bahnhöfen akzeptieren Bargeld und bargeldlose Zahlung.“ Frage 7: Hat der Aufsichtsrat der BVG der Umstellung auf die bargeldlose Zahlung zugestimmt? Wenn ja wann und auf welcher Sitzung? Wenn nein, warum wurde er an solch einer grundlegenden Entscheidung nicht beteiligt? Antwort zu 7: Die BVG teilt hierzu mit: „Der Aufsichtsrat der BVG wurde über das Vorhaben in mehreren Sitzungen informiert.“ Der Senat teilt dazu mit, dass die informierende Kenntnisnahme des Aufsichtsrates der BVG nicht bedeutet, dass der Senat oder die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in ihrer Funktion als ÖPNV-Aufgabenträger bzw. Tarifgenehmigungsbehörde dem Vorgehen zugestimmt hat. Wie in der Antwort zu der Frage 1 ausgeführt wird, handelt es sich um ein Pilotprojekt, das zunächst bis zum Ende dieses Jahres läuft und von der BVG zu evaluieren ist. Im Zuge der ersten Evaluation wird die BVG insbesondere nachzuweisen haben, dass durch die Verwendung einer Guthabenkarte die Nutzung des ÖPNV nicht erschwert wurde und dass ihr Erwerb in einem dichten Netz von Anbietern im Zeitpunkt der 5 Einstellung des Bargeldverkaufs von Fahrausweisen in den Bussen ermöglicht wurde. Erst nach Abschluss der Pilotphase wird das weitere Vorgehen anhand der gewonnenen Erkenntnisse zwischen der BVG und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz abgestimmt. In jedem Fall wird die einfache Nutzung des ÖPNV für alle Bevölkerungsgruppen weiterhin zu gewährleisten sein. Berlin, den 28.07.2021 In Vertretung Stefan Tidow Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Noch ist sie ein #Modell aus Holz – doch in rund eineinhalb Jahren soll sie das Straßenbild Berlins mitprägen: die neue #Straßenbahn-Generation der BVG. Nachdem im Frühjahr die ersten Visualisierungen veröffentlicht wurden, können sich die Expert*innen nun einen handfesten Eindruck von den künftigen Fahrzeugen machen. Dazu hat der Hersteller #Bombardier Transportation (seit 29. 01. 2021 Mitglied der #Alstom-Gruppe) im Auftrag der BVG ein lebensgroßes Modell eines Endwagens bauen lassen.
„Endlich ist sie #greifbar – unsere neue #Straßenbahn für Berlin“, sagt Dr. Rolf Erfurt, BVG-Vorstand Betrieb. „Zum modernen Design, das wir schon im Modell sehen, kommt noch die moderne Technik für #Zuverlässigkeit, #Sicherheit und #Komfort. Ich bin mir sicher, dass unsere Fahrgäste genauso begeistert sein werden wie wir.“
Das sogenannte #Mockup steht aktuell auf dem #Betriebshof#Weißensee und steigert bei den Straßenbahner*innen die Vorfreude auf die neuen Züge. Gebaut wurde es von der Berliner Firma IFS Design aus insgesamt rund 2500 Einzelteilen. Zahlreiche Original-Bauteile wie beispielsweise Warnleuchten, Schalter, Infomonitore, Fahrersitz oder Türtaster vereinen sich mit dem Korpus aus Holzelementen zu einer nahezu perfekten Illusion.
Sitzvarianten lassen sich erproben
Das Modell ist aber viel mehr als ein spektakuläres Ausstellungsstück. Es dient beispielsweise der praktischen #Abstimmung mit #Interessenverbänden ebenso wie der Schulung der #Mitarbeiter*innen und der Feinplanung der Innenausstattung. So kann beispielsweise die genaue Anordnung und Größe der Sitze in den Endwagen in der Produktion noch variiert werden. Am Mockup lassen sich die Varianten ganz praktisch durchspielen und werden unmittelbar erlebbar. In den nächsten Monaten gibt es deshalb einen vollen Terminkalender.
„An erster Stelle stehen für uns alle Menschen, die später mit den neuen Fahrzeugen unterwegs sind“, sagt Rico Gast, BVG-Bereichsleiter Straßenbahn. „Deshalb beziehen wir viele Interessengruppen beim Feinschliff mit ein. Vertreterinnen von Behinderten- und Fahrgastverbänden gehören dazu – aber natürlich auch unsere #Kolleginnen, die später Ihren Arbeitstag auf dem #Fahrersitz verbringen.“
„Dieses maßstabsgetreue Modell bietet nicht nur etwas für das Auge“, sagt Dirk Wunderlich, Vice President Urban Transport bei Alstom in Deutschland. „Es geht vor allem darum, das Design und die Funktionalität einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, bevor die tatsächliche Produktion der Fahrzeuge startet. Wir freuen uns darauf, dass wir nunmehr bereits die dritte Generation von Niederflurstraßenbahnen für die BVG entwickeln und liefern dürfen.“
Berlin-Premiere für 50-Meter-Straßenbahnen
Ein Rahmenvertrag sieht die Lieferung von bis zu 117 neuen Zweirichtungsfahrzeugen für die Straßenbahnflotte der BVG vor. Er umfasst Modelle in zwei Fahrzeuglängen, 30 und 50 Meter, aus fünf oder neun Modulen. Eine Berlin-Premiere feiern dabei die 50-Meter-Züge. Sie sollen auf der besonders stark nachgefragten Linie M4 eingesetzt werden, wo derzeit Fahrzeuge des Typs GT6 in Doppeltraktion fahren. Die 30-Meter-Versionen ersetzen die bisherigen GT6 vor allem im Südosten Berlins. Mit dem deutlich erhöhten Platzangebot zeigt die BVG auch auf der Fahrzeugseite, dass die Straßenbahn in Berlin klar auf Wachstumskurs ist.
Das Mindestvergabevolumen für den Auftrag beträgt rund 350 Millionen Euro. Zusätzlich dazu wurde eine Ersatzteilversorgung durch den Fahrzeughersteller für mehr als 30 Jahre vereinbart. Die ersten neuen Fahrzeuge kommen ab Ende 2022 nach Berlin. Lieferungen aus dem Rahmenvertrag erfolgen anschließend bis 2033.
Heute stellt die #BVG die nächste #Straßenbahn-Generation der Firma #Alstom (vormals #Bombardier) für Berlin vor. Ein guter und wichtiger Schritt in die Zukunft – nur leider ein zu kurzer Schritt trotz langem Anlauf. Insbesondere auf wichtigen #Metrolinien sind die #Straßenbahnhaltestellen inzwischen gut 60 m lang, so dass dort zwei 30 m lange Fahrzeuge in #Doppeltraktion fahren können, z.B. heute auf der #M4, auf der die #GT6-Züge aus den 1990er Jahren in Doppeltraktion eingesetzt werden.
Aufgrund der prognostizierten Fahrgastzunahme insbesondere im wachsenden Bezirk Pankow wäre es konsequent gewesen, künftig 60-m-Fahrzeuge zu bestellen. Doch die Züge der nächsten Fahrzeuggeneration sind nur 50 m lang und bieten entsprechend weniger (Sitz-)Plätze. Schlimmer noch: Die neue Generation der 30 m langen Fahrzeuge kann nicht mehr zu 60 m langen Zügen gekuppelt werden (Doppeltraktion). Damit wird Berlin eine hochmoderne neue #Straßenbahngeneration bekommen, die aber die Möglichkeiten der Infrastruktur nicht nutzt, obwohl der Ausbau des Straßenbahnnetzes bei der Erschließung bestehender und neuer Wohngebiete zurecht eine zentrale Bedeutung hat.
Deshalb fordert der Berliner Fahrgastverband IGEB, die neuen 30 m langen Fahrzeuge doch noch kuppelbar zu bauen und schon jetzt die Beschaffung 60 m langer Fahrzeuge zu planen.
In einer stillen Wohnstraße in Karlshorst enthüllt sich das Geheimnis, was mit #ausgedienten Berliner #Linienbussen geschieht. Auf zwei slowenischen Tiefladern ist je ein Gelenkbus vertäut, und die bosnischen Fahrer der Lastwagen geben gern Auskunft: Diese „#Schlenkis“, bei einem der #Bushändler in der Straße erworben, kommen nach #Albanien.
Drei Tage würden sie unterwegs sein, sagen Hego und Amir. Hego brät für sich und seinen Kollegen vor der Abfahrt noch auf einem Gaskocher Fleisch, dazu gibt es Tomaten und Gurken, während aus einer Fahrerkabine Balkan-Pop erklingt. Trucker-Romantik, bevor die große Autobahn-Einsamkeit beginnt.
Rund 100 bis 150 #BVG-Busse werden jährlich #ausgemustert Im Schnitt werden jährlich 100 bis 150 Busse von der BVG ausrangiert, dazu kommen die der Subunternehmen, die für die BVG fahren. Im Durchschnitt haben die Busse dann meistens über eine Million Kilometer abgespult, sind zwölf bis 16 Jahre alt. Das ist der Zeitraum, nach dem sich in der Regel Reparaturen finanziell nicht mehr lohnen.
Dirk #Schulte, #Vorstand#Personal und Soziales der #BVG verlässt zum Ende des Jahres die Berliner Verkehrsbetriebe und übernimmt die Position des Arbeitsdirektors bei der #enercity AG, einem deutschlandweit agierenden Energieversorger.
Eva #Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Dirk Schulte hat in den letzten Jahren das Gesicht der BVG mitgeprägt. Mit großem Engagement und Einfühlungsvermögen hat er sich stets für die Belange aller Mitarbeiter*innen eingesetzt und insbesondere in den schwierigen Zeiten der Pandemie wichtige Impulse für den solidarischen Zusammenhalt gegeben. Für seine neue Aufgabe wünsche ich ihm auch im Namen der 15.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens alles Gute.“
Lothar #Stephan, Vorsitzender des Gesamtpersonalrates, stellvertretender AR-Vorsitzender: „Immer offen für Gespräche, Anregungen und durchaus auch kritische Themen, hatte die Arbeitnehmerseite mit Dirk Schulte einen fairen und stets gesprächsbereiten Partner. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und einen guten Start in die neue Position.“
Ramona #Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BVG, dankt Herrn Schulte für seine erfolgreiche Arbeit und betont: „Dirk Schulte hat die Profilierung der BVG als guten und verlässlichen Arbeitgeber gestärkt und dazu beigetragen, dass die BVG als landeseigenes Unternehmen Maßstäbe bei der Ausbildung, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Gesundheitsfürsorge und der Gleichstellung aller Mitarbeiter*innen setzt. Ich bedauere, dass er seinen Vertrag nicht verlängert, gleichzeitig habe ich Verständnis dafür, dass es ihn in die Heimat zu seiner Familie zieht.“
Der Aufsichtsrat der BVG wird nun in den kommenden Wochen die Suche nach einer #Nachfolge starten.
Lieber mit dem #Auto oder dem #Fahrrad als mit #Bus und Bahn! Die Corona-Krise hat die #Mobilitätsgewohnheiten vieler Menschen verändert – auch in Berlin. Das bekommen die Berliner Verkehrsbetriebe (#BVG) immer stärker zu spüren. Neue Daten des Landesunternehmens zeigen, wie stark die Zahl der #Stammkunden seit dem Beginn der Pandemie abgenommen hat. Nach den jüngsten Prognosen könnte das gesamte #Fahrgastaufkommen auch 2021 um rund ein Drittel unter dem Niveau von 2019 liegen. Auch bei der #S-Bahn Berlin GmbH nahm die Zahl der Abonnements ab.
Den bisherigen Höchststand bei den #Umweltkarten-Abonnements verzeichnete die BVG im März 2020 mit etwa 333.000 Stück. „Bis zum Juni 2021 hat sich dieser Bestand auf etwa 282.000 Umweltkarten reduziert“, teilte BVG-Sprecher Markus Falkner der Berliner Zeitung mit. „Dies entspricht einer Bestandsreduzierung von circa 15 Prozent.“
Damit hat sich der Schwund in diesem wichtigen Segment, aus dem die BVG einen großen Teil ihrer #Fahrgeldeinnahmen erzielt, weiter fortgesetzt und offenbar beschleunigt. Im Frühjahr 2021 hatte die Zahl der Umweltkarten-Abos noch um rund zehn Prozent unter dem Stand vor der Corona-Krise gelegen.
„#Vordereinstieg beim Bus startet wieder“, meldete die BVG am 8. Juli und erläuterte, wie mit der überfälligen Beendigung dieser Corona-Maßnahme der Schutz vor Ansteckungen dennoch gewahrt werden soll – und die Busse dabei zugleich schneller werden sollen:
„Um eine gute Durchlüftung der Fahrzeuge und einen Fahrgastwechsel mit möglichst viel Abstand zu gewährleisten, bleibt der Zustieg mit gültigem Ticket weiterhin auch durch die hinteren Türen möglich.“
„Parallel zum Öffnen der Vordertüren startet am Montag der rein kontaktlose Ticketverkauf. […] So wird ein naher und längerer Kontakt zwischen dem Fahrpersonal und den Kund*innen vermieden.“
„Neben der Kontaktreduzierung erwartet die BVG als positiven Effekt auch eine Zeitersparnis. Der Fahrscheinerwerb an jeder Haltestelle wird voraussichtlich sehr viel schneller erfolgen, die Abfahrt damit zügiger.“
Also ALLES GUT? Keineswegs! „Corona“ muss als Begründung für auch schon vor der Pandemie erforderliche und mögliche Verbesserungen herhalten – und als Begründung für ebenfalls schon vor der Pandemie geplante Verschlechterungen für die Fahrgäste.
Zu 1. Seit Jahren hat der Berliner Fahrgastverband IGEB gefordert, dass der Zwang zum Vordereinstieg bei den Bussen der BVG abgeschafft wird und die Fahrgäste an allen Türen einsteigen dürfen. Das kann die Aufenthaltszeit der Busse an den Haltestellen messbar reduzieren. Diese überfällige und äußerst sinnvolle Maßnahme nun ausschließlich als Corona-Schutzmaßnahme zu begründen, ist befremdlich und weckt den Verdacht, dass die BVG diese Regelung nach der Pandemie wieder abschaffen will.
Zu 3. Ob der #Fahrscheinerwerb mit #Karte statt Bargeld die Aufenthaltszeit der Busse an den Haltestellen tatsächlich messbar reduziert, bleibt abzuwarten. Oft haben Fahrgäste mit Fragen an die Busfahrer mehr verzögert als der Ticketkauf mit Bargeld. Und Fragen sind ja jetzt wohl auch (wieder) möglich. Weil aber die oben genannte Erlaubnis, an allen Türen einzusteigen, nachweislich zur Beschleunigung des Busverkehrs führt, wird durch die Gleichzeitigkeit beider Maßnahmen der Effekt des kontaktlosen Zahlens nicht messbar sein. Übrigens: Die mit Abstand größte Beschleunigung beim Busverkehr würde erreicht, wenn Senat und Bezirke endlich die von der BVG geforderten 50 km Busspuren realisieren würden.
Zu 2. Die Abschaffung der #Barzahlung beim Ticketkauf im Bus als Corona-Schutzmaßnahme zu verkaufen, ist schon dreist. Bereits seit Jahren erschwert die BVG den Barzahlern den Ticketkauf in der Straßenbahn, in dem die Automaten gar kein Bargeld oder zumindest keine Scheine annehmen. Auch beim Busverkehr geht es jetzt ausschließlich darum, die Kosten des Betriebs durch Beendigung der Bargeldannahme zu reduzieren.
Auch beispielsweise bei Supermärkten und Discountern würden die Betriebswirte lieber heute als morgen die Bargeldannahme einstellen. Wer damit anfängt, würde aber Kunden an die Konkurrenz verlieren. Denn es gibt Menschen, die aus finanziellen oder gesundheitlichen Gründen oder wegen ihres Alters (Kinder ebenso wie Hochbetagte) nicht mit Girokarte oder Smartphone, sondern (zumindest auf absehbare Zeit) nur mit Bargeld bezahlen können. Die BVG als Monopolist glaubt nun offensichtlich, auf diese Kunden keine Rücksicht nehmen zu müssen. Dabei sind gerade diese ganz besonders auf öffentlichen Nahverkehr angewiesen.
Deshalb fordert der Fahrgastverband IGEB den rot-rot-grünen Senat auf, sich seiner Verantwortung für die Menschen zu stellen, die aus den genannten Gründen auch künftig darauf angewiesen sind, sich in Bus oder Straßenbahn eine Fahrkarte mit Bargeld zu kaufen. Das betriebswirtschaftlich verständliche, aber verkehrspolitisch falsche und vor allem unsoziale BVG-Pilotprojekt muss beendet werden und darf vom Senat nicht als dauerhafte Regelung genehmigt werden.
In der Corona-Pandemie haben Busse und Bahnen erschreckend viele Fahrgäste verloren. Diese müssen zurückgewonnen werden. Stattdessen werden mit der Abschaffung der Bargeldzahlung Fahrgäste verschreckt bzw. ausgeschlossen.