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Güterverkehr + GVZ + Bahnverkehr: Wann bringt der Senat mehr Güterverkehr auf die Schiene?, aus Senat

www.berlin.de

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:

 

Frage 1: Wie ist der aktuelle Zeitplan für die Fort- schreibung des „Integrierte Wirtschaftsverkehrskonzept“ von 2005? Plant der Senat die Fortschreibung noch in dieser Legislaturperiode abzuschließen? Plant der Berli- ner Senat einen Bericht zu Umsetzungserfolgen des Wirt- schaftsverkehrskonzepts von 2005?

 

Frage 2: Welche Maßnahmen aus dem Integrierten Wirtschaftsverkehrskonzept und der Teilstrategie Unter- stützung des Wirtschaftsverkehrs im STEP Verkehr konn- ten in den letzten 5 Jahren insbesondere im Bereich des #Güterverkehrs konkret umgesetzt werden?

 

Antwort zu den 1 und 2: Der Senat von Berlin hat am

31. Januar 2006 den von der Senatsverwaltung für Stadt- entwicklung vorgelegten Bericht über „Stadtverträglicher Wirtschafts- und Güterverkehr in Berlin“ beschlossen und dem Abgeordnetenhaus als  Mitteilung – zur Kenntnis- nahme – (Drs. 15/4720) übermittelt. Als Integriertes Wirt- schaftsverkehrskonzept für Berlin (IWVK) beinhaltet es aufbauend auf den Zielen des ersten Stadtentwicklungs- plans (StEP Verkehr) aus dem Jahr 2003 und einer erwei- terten Analyse der logistischen Anforderungen der Teil- nehmerinnen und Teilnehmer am Wirtschaftsverkehr ein Maßnahmenprogramm mit fünf Handlungsschwerpunkten und 21 unterschiedlich prioritären Maßnahmen. Als ein Schwerpunkt wurden gemäß dem Auftrag des Abgeordne- tenhauses die Sicherung von Infrastrukturen und Flächen, die die Nutzung der umweltverträglichen Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße ermöglichen, aufgenommen.

Berlin verfolgt die Ziele und Strategien des IWVK seit dem Beschluss und setzt die Handlungsempfehlungen des Maßnahmenkatalogs nach Prioritäten, personellen und finanziellen Möglichkeiten um. Berlin ist jedoch überall dort, wo keine direkte Handlungsmöglichkeit besteht, weiterhin auf Eigeninitiative oder die Unterstützung der Wirtschaft und der Verkehrsunternehmen angewiesen.

 

Die (Vor-)Arbeiten zur Neuauflage des IWVK laufen derzeit in unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Der forma- le Start der Überarbeitung erfolgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2016. Ein Abschluss in der laufenden Legislaturperiode ist daher nicht möglich.

 

Die Gegenüberstellung der Ziele des IWVK und des Erreichten bildet einen Prozessbestandteil. Eine Auswahl konkreter Maßnahmen bzw. des Status in den Maßnah- menfeldern stellt die Anlage dar.

 

 

Frage 3: Wie wird das Ziel der Bundesregierung der

„Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene“ in Berlin umgesetzt? Welche Fortschritte hat es bei der Verlagerung in den letzten fünf Jahren gegeben? Welche Ziele und Strategien verfolgt der Senat gegenüber der Deutschen Bahn? Welche Gespräche gibt es über die Verlagerung auf die Schiene und welche Absprachen hat der Senat mit der Bahn getroffen?

 

Antwort zu 3: Die Bewertung der Zielsetzung und der entsprechenden Zielerreichungen der Bundesregierung ist nicht Sache des Senats von Berlin.

 

Bezogen auf Berlin ist es Ziel des Landes, leistungs- und zukunftsfähige Gleisinfrastruktur und insbesondere logistische Knoten zu erhalten und Waren und Güter, wo immer machbar und (betriebs-)wirtschaftlich darstellbar, auf der Schiene zu transportieren. Diese Zielsetzung wird auch gegenüber der Deutschen Bahn AG vertreten.

 

Die konkrete Transportabwicklung ist eine unterneh- merische Entscheidung der Logistikunternehmen.

Frage 4: Welche Absprachen gibt es diesbezüglich mit der IHK?

 

Antwort zu 4: Die unter der Antwort zu Frage 3 dar- gestellte Zielsetzung des Landes Berlin ist Konsens mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin. Ge- meinsam wird diese Zielsetzung aktiv kommuniziert, ebenso wie die bestehenden Förderprogramme, die seitens des Bundes existieren.

 

 

Frage 5: Welche Absprachen mit welcher Zeitperspek- tive hat der Senat mit der Bahn bezüglich der einzelnen Güterbahnhöfe getroffen, damit sie auch in Zukunft ein Rückgrat für den Schienengüterverkehr bleiben, das noch genutzt und weiterentwickelt werden kann? Warum konn- ten bzw. können die Güterbahnhöfe Grunewald, Pankow, Wilmersdorf und der Rangierbahnhof Schöneweide ver- kauft werden? Welche Güterbahnhöfe sind noch für Gü- terverteilsubzentren vorhanden und benutzbar?

 

Frage 6: Welche Güterverteilsubzentren gibt es zur Zeit in Berlin? Wie ist deren Güterumschlagsentwicklung in den letzten 5 Jahren verlaufen? Welche Weiterentwick- lung bzw. neue Standorte von Güterverteilsubzentren ist geplant?

 

Antwort zu 5 und 6: Der Erhalt leistungs- und zu- kunftsfähiger Gleisinfrastruktur und insbesondere zu- kunftsfähiger logistischer Knoten ist dagegen planerisches Ziel. Dies betrifft insbesondere die sogenannten Güter- verkehrssubzentren (GSVZ), deren potenzielle Standorte

u.a.              der               StEP               Verkehr                darstellt (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_pl   anung/step_verkehr/download/Wirtschaftsverkehr.pdf).

Der jeweilige Sachstand ist in der Anlage dargestellt.

 

Mit Abstand führend als Standorte sind das City- GVZ1 Berlin-Westhafen und das GVSZ Südhafen Span- dau. Die jeweiligen Umschlage sind nachfolgend darge- stellt.

Gütermengen Südhafen Spandau seit 2011 in [1.000 t]

 

 

2011

2012

2013

2014

2015

Schiff

92

115

96

153

91

Bahn

171

179

159

129

122

Lkw

260

303

279

233

225

Gesamt

523

597

534

515

438

 

Gütermengen Berliner Westhafen seit 2011 in [1.000 t]

 

 

2011

2012

2013

2014

2015

Schiff

312

331

425

384

358

Bahn

1.017

952

1.069

1.222

1.116

Lkw

988

980

1.190

1.261

1.203

Gesamt

2.317

2.263

2.684

2.867

2.677

Konkrete Untersuchungen zu möglichen Betriebskon- zepten laufen derzeit für den ehemaligen Güterbahnhof Tempelhof, den Standort des avisierten GVSZ Tempel- hof, im Rahmen des EU-Projekts Smartset.

 

 

Frage 7: Plant der Senat ein Schienengüterverkehrs- konzept zu erstellen und in die Klimastrategie des Senats zu integrieren?

 

Antwort zu 7: Die Erarbeitung eines separaten Schie- nengüterverkehrskonzepts ist nicht geplant. Vielmehr werden alle Verkehrsträger adäquat im Rahmen des neuen IWVK berücksichtigt werden.

 

 

Frage 8: Warum hat der Senat bisher kein Lkw- Routennetz erarbeitet und umgesetzt, das LKWs aus den Wohngebieten heraushält?

 

Antwort zu 8: In den Jahren 2000 und 2001 wurde un- ter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwick- lung und unter Mitarbeit einer Vielzahl von Akteuren (u.

a. IHK Berlin, Fuhrgewerbe-Innung, Landesverband des Verkehrsgewerbes, Vertreter/innen des Rates der Bür- germeister, Land Brandenburg) ein Lkw-Routennetz für Berlin erarbeitet. Ziel war es, die Belastung für Anwoh- ner/innen mit Lärm und Luftschadstoffen durch den Lkw- Verkehr in ihrer Gesamtbilanz zu verringern. Prüfungen möglicher Netze zeigten aber, dass insbesondere durch die starke räumlich-funktionale Nutzungsmischung Ber- lins kein – in Bezug auf Anwohner/innen insgesamt – gering empfindliches Lkw-Routennetz bestimmt werden kann.

 

In vielen, zur Etablierung einer Netzstruktur notwen- digen Abschnitten hätten mangels Alternativen hochemp- findliche Stadträume durchfahren werden müssen, in denen Strecken bereits zum Untersuchungszeitraum durch Verkehr und Verkehrsemissionen hoch belastet waren. Eine verstärkte Bündelungsstrategie hätte damit Straßen- abschnitte des Hauptnetzes, in denen bereits damals die Richt- und Grenzwerte der Lärm- und Luftschadstoffbe- lastung überschritten wurden, durch die zusätzliche Bün- delung von Lkw-Verkehren im Routennetz noch stärker belastet.

 

Vor dem Hintergrund dieser Immissionsprobleme und zu erwartender Verkehrssicherheitsprobleme durch  den gebündelten Lkw-Verkehr wurde von einer Einführung des entwickelten Lkw-Routennetzes abgesehen.

 

 

Berlin, den 04. März 2016

 

 

In Vertretung

 

C h r i s t i a n  G a e b l e r

…………………………..

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 10. Mrz. 2016)

Sachstand zum Maßnahmenkatalog, Stand 29.02.16

 

 

lfd. Nr.

Maßnahme

Stand der Umsetzung

1. (Engpassbezogene) Privilegierung des Güterverkehrs

1.1

Einrichtung von zusätzlichen Kombispuren in stark belasteten HV-Abschnitten, wo dies mit den Zielen der Busbeschleunigung und Radver-

kehrsförderung vereinbar ist

Untersuchung beauftragt, Konzept liegt vor. Umsetzung nicht sachgerecht.

Eine weitere Ausweitung wird derzeit nicht angestrebt,

u.a. wegen Konflikten mit dem Radverkehr.

1.2

Einrichtung von Ladezonen

Teilumwandlung von Stellplätzen in Flächen für Ladezonen

Umsetzung durch die Bezirke u.a. in Verbindung mit Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen    (Teilumwand- lungen im Rahmen der Erweiterung z.B. in der Span- dauer Vorstadt sind erfolgt).

1.3

Verstärkte Verfolgung von Falschnutzern von Kombi-Spuren und Ladezonen

  • Freihaltung der Ladezonen
  • Freihaltung der Kombi- Spuren

Die Durchsetzung/Überwachung der Verbote würde verstärkte Anstrengungen von Polizei und Ordnungsäm- tern erfordern, wünschenswert, aber derzeit nicht ab- sehbar.

Aktuell laufende F&E-Vorhaben zum Thema Detektion, die hier zukünftig als technische Lösung zur Anwendung kommen könnten.

1.4

Verringerung der Diskrepanz zwischen den Gebühren für die Einrichtung einer temporären Halteverbotszone und dem Bußgeld für Falsch- parken

Umsetzung auf Bundesebene erfolgt, aber weitere Ver- besserungen sinnvoll und anzustreben.

2. Sicherung zukunftsfähiger Eisenbahninfrastruktur und Logistikknoten

2.1

Umsetzung des City-Terminal-Konzepts

 

a)   Weiterer Ausbau des Westhafens zu einem trimodalen, innerstädtischen Logistikzentrum, Vorhaltung von Gleiskapazitäten auf dem Ge- biet des ehemaligen Güterbahnhofs Moabit

Westhafen zum leistungsstärksten regionalen, tri- modalen Terminal ausgebaut.

 

Vom Terminal in Berlin-Westhafen werden tägliche Con- tainerzugverkehre zu den Relationen Unna/Bönen in Westfalen, Hamburg und Bremerhaven angeboten. Ein wöchentlich verkehrender Containershuttle verbindet  den Berlin-Westhafen mit dem Westhafen Amsterdam.

Der Kombinierte Verkehr verzeichnet einen ständigen Zuwachs. Von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau in den Jahren 2003 und 2004 von nur wenigen Containern wurde das Aufkommen 2006 auf ca. 60.000 TEU und 2015 auf 118.000 TEU gesteigert.

Außerhalb des Containerumschlages wird im Westhafen Kerosin für den Flughafen Berlin-Tegel von der Bahn  auf den Lkw umgeschlagen. Weitere Güter im Bahnum- schlag sind forstwirtschaftliche Erzeugnisse, Baustoffe und feste Brennstoffe.

Das Aufkommen im Berliner Westhafen steigerte sich von Null Wagen im Jahr 2001 auf rund 5.000 im Jahr 2003, ca. 14.000 Wagen im Jahr 2006, ca. 22.000 Wa-

gen im Jahr 2010 auf gegenwärtig (2015) fast 35.000 Wagen. Zwei Portalkräne.

Gegenwärtig besteht die Möglichkeit einer Wagenüber- gabe zum und vom Westhafen auf vier elektrifizierten Gleisen mit Nutzlängen von 546 m, 546 m, 480 m und 418 m und zwei nicht elektrifizierten Gleisen mit jeweils 381 m Länge.

Die Anpassung von Gleisanlagen im Bahnhof Moabit wird wegen der hohen finanziellen Aufwendungen von DB Netz nicht forciert, ist aber wegen notwendiger Ab- stellflächen für Ganzzüge weiter notwendig. Diskussio- nen mit DB Netz hierzu laufen.

Diverse Aktivitäten im Kontext Schaufenster Elektromo- bilität, Projekt KV-e-Chain als Kernelement.

 

 

 

b)  Planungsrechtliche Sicherung und Entwicklung des Südhafens Spandau zu einem trimoda- len, innerstädtischen Logistikzentrum

Der Südhafen Spandau ist planungsrechtlich gesichert, die Ausgestaltung wird derzeit im Rahmen eines B- Plan-Verfahrens geprüft.

Der Hafen ist an den Bahnhof Berlin-Ruhleben ange- bunden.

Standort ist trimodal erschlossen, wird auch entspre- chend genutzt. Eine Infrastrukturskizze zur weiteren gleisseitigen Erschließung des Hafengeländes liegt vor. Geplant ist u.a. der Bau eines neuen Bahnüberganges zum Oberhafen, die Neutrassierung der Gleise im Oberhafen und an den Kaianlagen im Ober- und Unter- hafen sowie die Errichtung einer Gleisverbindung zwi- schen Ober- und Unterhafen im Kaibereich.

Das Scoping-Verfahren des Wasserstraßen Neubau Amtes (WNA) Berlin für den stadtverträglichen Ausbau des VDE 17 wurde abgeschlossen. Die jetzt, auch auf Grundlage des Abgeordnetenhaus-Beschlusses ange- strebte Variante beinhaltet eine Wartestelle für Großmo- torgüterschiffe (GMS) im Oberhafen. Planfeststellungs- verfahren steht unmittelbar bevor (Bericht hierzu auch durch WNA im Abgeordnetenhaus erfolgt).

c)   Entwicklung des Bahnhofs Nord-Ost als bimodaler logistischer Knoten für die bahnseiti- ge Ver- und Entsorgung der angrenzenden nordöstlichen Stadträume

Durch Teilflächenverkauf der DB AG und genehmigte Nutzungsänderung von Teilflächen langfristige Entwick- lung erschwert, aber generell weiterhin möglich.

Derzeit keine Priorität.

d)  Erhalt der planungsrechtlichen Sicherung und nachfrageabhängige Entwicklung des Güter- bahnhofes Tempelhof zu einem logistischen Knoten für die bahnseitige Ver- und Entsor- gung der angrenzenden südwestlichen Stadt- räume

Erhaltungsziel und Entwicklung werden weiter verfolgt,

u.a. im Rahmen des EU Projekts „Smartset“, in dessen Rahmen gemeinsam mit dem Bereich Logistik der TH Wildau mögliche Logistiknutzungen/-nutzer unter Betei- ligung der Schiene identifiziert werden. Hierzu intensive Zusammenarbeit mit Akteuren, inkl. BEHALA, DB Netz und LNBB.

 

e) Der Hafen Neukölln und der Güterbahnhof Treptow sollen als bimodale, innerstädtische Logistikzentren für „Bau- und Wertstoffe“ bei- behalten werden

Einen Großteil der Flächen des Güterbahnhofs Treptow hat die DB AG an ein Baustoffunternehmen verkauft, das hier baulogistische Aktivitäten unter Mitwirkung der Schiene etabliert hat.

Hafen Neukölln weiter aktiv, wasserseitiger Umschlag insbesondere im Bereich Schrott und Alt-Metall.

 

f)            Erhalt der Güterverkehrsstellen Schiene, insbesondere an Schnittstelle zu den NE- Bahnen

Mit der Stabilisierung des Schienengüterverkehrs und einer damit verbundenen positiven Entwicklung ist das Netz der Güterverkehrsstellen im Stadtgebiet Berlin weitestgehend erhalten geblieben.

Lokale Anpassungen erfolgt.

2.2

Sicherung der Zulaufstrecken zu den intermodalen City-Terminals und den zukunftsfähigen Gleisan- schlüssen

a)  Planungs- und eigentumsrechtliche Sicherung der Zulaufstrecken und Anschlussgleise zu den intermodalen City-Terminals

Umsetzung erfolgt im engen Zusammenwirken mit der DB Netz AG

b)  Planungs- und eigentumsrechtliche Sicherung derjenigen Trassen, welche die bahnaffinen Gebiete bzw. Nutzung des StEP Industrie und Gewerbe/EpB erschließen

Umsetzung mit der DB Netz AG und den nichtbundes- eigenen Eisenbahninfrastrukturunternehmen unter Be- rücksichtigung der Entwicklung dieser Gebiete.

Kontinuierlicher Austausch.

 

 

 

c)   Unternehmen für die Inanspruchnahme der Gleisanschlussförderung des Bundes werben

Kontinuierliche Bearbeitung, insbesondere im Rahmen von regionalen Veranstaltungen und direkten Gesprä- chen, enge Abstimmung und Kooperation mit IHK, dem Land Brandenburg und der Gemeinsamen Landespla- nung (GL). Aufgabenfeld erweitert Richtung KV- Förderung und Schienengüterfernverkehrsnetzförde- rungsgesetz (SGFFG).

2.3

Sicherung mittelfristig ungenutzter Umschlag- flächen durch Zwischennutzungsstrategien

Zwischennutzungsstrategien stellen sich wegen ge- meinsam notwendiger Interessen mit den Flächeneigen- tümern und potenziellen Nutzern als schwierig dar, wer- den aber bei prioritären Flächen weiter angestrebt bzw. vorangetrieben.

2.4

Überführung von sicherungsbedürftiger Bahn- Infrastruktur mit wirtschaftlicher Perspektive in ein zu bildendes Landes-Eisenbahn- Infrastrukturunternehmen, wenn andere Wege nicht zum gleichen Ziel führen

Die Voraussetzungen zur Gründung einer solchen Ge- sellschaft sind derzeit nicht gegeben.

3. Verkehrseffiziente Standortplanung und Ansiedlungspolitik

Erarbeitung eines Prüfkatalogs „Verkehrliche Standorteignung “ für stark verkehrserzeugen- de Unternehmen

Der Senat hat den Prüfkatalog erarbeiten lassen, um die zuständigen Bezirke und die verkehrlichen Gutachter  bei verkehrsgerechter Standortplanung zu unterstützen. Derzeit wird der Katalog den Bezirken und Unterneh- men nicht als Arbeitshilfe zur Verfügung gestellt, da die zu Grunde liegenden Werte einer Überarbeitung bedür- fen.

Die strukturelle Überarbeitung ist angelaufen, die Ge- winnung der entsprechenden Datengrundlagen ist noch nicht angelaufen.

 

Regelmäßige Durchführung einer Verkehrsfol- genabschätzung bei verkehrsintensiven Groß- vorhaben im Rahmen des Baugenehmigungsver- fahrens

Grundlage und Auftrag mit dem Prüfkatalog geschaffen (Pkt. 3.1)

 

Regelmäßige Berücksichtigung erforderlicher logistischer Maßnahmen bei Großvorhaben in städtebaulichen Verträgen

Kontinuierlich.

 

Erweiterung der vorliegenden Planwerke (StEP Gewerbe und des Entwicklungskonzeptes für den produktionsgeprägten Bereich) um detailliertere Aussagen zum Wirtschaftsverkehr

Erste Untersuchung von Gewerbegebieten hin- sichtlich ihrer Erschließungsqualität für den Wirt- schaftsverkehr

Im Zusammenhang mit der Überarbeitung des StEP Industrie und Gewerbe (inkl. des vormaligen EpB) er- folgte eine enge Abstimmung zwischen den Fachberei- chen und die explizite Thematisierung des Wirtschafts- verkehrs.

Kontinuierlicher Austausch.

 

Erweiterung der im Aufbau befindlichen Straßen- datenbank um wirtschaftsverkehrsrelevante Aus- sagen

Erfolgt und kontinuierlich weiter in Bearbeitung, insbe- sondere im Hinblick auf den Bedarf von Großraum und Schwertransporten (GST).

 

4. Stadtregionale Wirtschaftsverkehrsinitiative

Aufbau eines stadtregionalen Wirtschaftsver- kehrsinformationssystems

Weiterentwicklung bestehender Verkehrsinformati- onssysteme und Implementierung neuer Module zum Wirtschaftsverkehr

Vergabe der VIZ vollzogen, Bereitstellung von wirt- schaftsverkehrsrelevanten Daten über die VIZ; Abstimmung über mögliche weitere Module für den

Wirtschaftsverkehr läuft, bisher aber ohne konkrete

ergänzende Aufträge.

 

Benennung von Ansprechpartnern für Pla- nungsfragen des Wirtschaftsverkehrs

auf der Ebene der Unternehmen und der Verwal- tung

Auf Verwaltungsseite und der IHK erfolgt.

 

Einrichtung eines „Netzwerks Wirtschaftsver- kehr Berlin-Brandenburg“

zur Identifizierung und Umsetzung von spezifi- schen Logistiklösungen für die Problemstellungen des Wirtschaftsverkehrs vor Ort

Logistikinitiative Berlin/Brandenburg gegründet; kontinu- ierliche Zusammenarbeit.

 

Umsetzung des Lkw-Routennetzes für den Fernverkehr

–    Entschärfung der betroffenen Belastungs- schwerpunkte (Hot-Spots) des Lkw- Routennetzes für den Fernverkehr

– Herstellung geeigneter Informationsmaterialien

Konzept liegt vor, Umsetzung wegen kontraproduktiver Wirkung ausgesetzt.

 

Information über und Vermarktung des Inte- grierten Wirtschaftsverkehrskonzeptes

Integriertes Wirtschaftsverkehrskonzept wird weiter im Internet bereitgestellt, wurde auch intensiv lokal, natio- nal und international kommuniziert.

 

5. Aktion „Verkehrssparsam Wirtschaften“

Förderung der Einführung von verkehrs- sensitiven   Umweltmanagementsystemen, insbesondere für kleinere und mittlere Unterneh-

men.

Förderinstrumentarium liegt derzeit nicht vor

 

Ausschreibungen von Transportleistungen z.B.

  • Vorgabe des Transportmittels (z.B. Eisenbahn, Binnenschiff oder auch Fahrrad)
  • Vorgabe des neuesten Stands der Technik (z.B. neuste EURO-Norm)

Einflussnahme des Senats bei volumenrelevanten priva- ten Ausschreibungen nicht gegeben

 

Identifizierung und Kommunikation von För- dermöglichkeiten und Nutzbarmachung der Förderprogramme

Fördermöglichkeiten im Transportbereich stark be- schränkt; umfangreiche Voraussetzungen zu erfüllen

 

 

GVZ: Kühne und Nagel baut in Großbeeren Dem Logistik-Riesen Kühne und Nagel wurde seine bisherige Fläche direkt am Berliner Autobahn-Südring zu klein. aus MAZ

http://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Kuehne-und-Nagel-baut-in-Grossbeeren

Er verlegt seinen derzeitigen Hauptsitz Berlin-Brandenburg aus dem Ludwigsfelder Birkengrund von der eigens benannten Alfred-Kühne-Straße ins benachbarte Großbeeren. Dort wird zurzeit der neue regionale Firmensitz für Berlin-Brandenburg gebaut.

Großbeeren. Der Logistik-Riese Kühne + Nagel hat begonnen, sein neues #Logistikzentrum im Großraum der Bundeshauptstadt in #Großbeeren zu bauen. Wie berichtet will das Unternehmen seinen zu klein gewordenen Standort im Ludwigsfelder Birkengrund an der eigens benannten Alfred-Kühne-Straße verlassen.

Nach gegenwärtiger Information der MAZ plant Kühne + Nagel den Umzug für Ende des Jahres, noch im Frühjahr soll in Großbeeren Richtfest gefeiert werden. Wie viel Geld in diesen Umzug und den Neubau des regionalen Hauptsitzes investiert wird, wolle man zurzeit noch nicht bekanntgeben, hieß es am Dienstag aus der Marketing-Abteilung am Stammsitz in der Hamburger Hafen-City.

Das Unternehmen baut im #GVZ eine 14 000 Quadratemter große Logistikhalle mit Erweiterungsoptionen. Den Auftrag führt der Immobilienentwickler Goodman aus. Diese Firma wird dort zusätzlich weitere 20 000 Quadratmeter spekulative Fläche bauen, heißt es in einer Information vom Projektentwickler und GVZ-Betreiber, der Potsdamer Firma IPG. Gebaut wird auf einem sieben Hektar großen Grundstück in der GVZ-Erweiterungsfläche …

GVZ + Güterverkehr: Logistikzentrum und Hafen Wustermark erfolgreich

http://www.lok-report.de/ Vor zwei Jahren wurde der #Hafen von einer neuen Betreibergesellschaft übernommen. Seit dem ist die Zahl der Transporte über den #Wasserweg überdurchschnittlich zwischen Ende 2013 bis Juli 2015 um ca. 200 Prozent gestiegen, die Flächen im #Güterverkehrszentrum sind zu 75 % ausgelastet. Auch ist es gelungen, wieder regelmäßige #Güterzugverbindungen in die deutschen #Seehäfen einzurichten. Bei ihrem Besuch heute in #Wustermark sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider: „Der Standort Wustermark ist sehr gut an die #Transeuropäischen #Verkehrsnetze angebunden und hat sich mit der Kombination aus Hafen, Güterverkehrszentrum und dem Verladebahnhof als ein ideales Drehkreuz für fast alle Güter entwickelt. Mit diesem dreigliedrigen Angebot kann die Betreibergesellschaft des Binnenhafens auf beeindruckende Steigerungszahlen verweisen. Sie belegen, dass die Nutzung der Flüsse und Kanäle in Brandenburg für den Güterverkehr eine Zukunft hat. Der Bund sollte deshalb den im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit begonnenen Ausbau der Wasserwege fortsetzen und vollenden.“ Der Binnenhafen Wustermark ist am 1. August 2013 vom neuen Betreiber als Pächter offiziell eröffnet worden. Er wird betrieben von der HavelPort Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit der ElbePort Wittenberge GmbH. An beiden Standorten werden Container, Massen- und Stückgut sowie Schwergut und Projektladung umgeschlagen. Zur Entlastung der deutschen Seehäfen gibt es einmal in der Woche eine regelmäßige Schiffsverbindung zwischen Wustermark, Wittenberge und Hamburg. Das Güterverkehrszentrum Wustermark hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Logistikzentrum in der Hauptstadtregion entwickelt. 33 Investoren haben 3.100 Arbeitsplätze geschaffen. Von den 127 ha Ansiedlungsfläche sind 95 ha, das heißt 75 %, vermarktet. Ebenfalls angelaufen ist die Wiederbelebung des Terminals für den kombinierten Verkehr. Derzeit verkehren Güterzüge einmal pro Woche zwischen Wustermark und Hamburg sowie Bremerhaven. Hintergrund: Der Binnenhafen Wustermark hat eine Gesamtgröße von 28.250 m² (einschließlich gepachteter Fläche) und ist erweiterbar auf über 80.000 m². Der 390 m lange Kai bietet drei Liegeplätze für 6 Großmotorgüterschiffe á 110 m Länge und 11,40 m Breite (Parallelhafen). Der gesamte Liegebereich hat eine Breite von 27 m und verfügt über eine Roll on-Roll off-Rampe. Der Hafen ist straßenseitig an die A10 und B5 sowie wasserseitig an die Strecke Berlin-Magdeburg-Hannover angebunden. Von dort sind die deutschen Seehäfen und die wichtigsten europäischen Binnenwasserstraßen zu erreichen. Die Verordnung der Europäischen Union aus dem Jahr 2013 über Leitlinien für die transeuropäischen Verkehrsnetze, definiert allgemeine Ziele und Prioritäten sowie spezielle technische Anforderungen für die Verkehrswege. Für das Transeuropäische Verkehrsnetz werden bis 2030 sogenannte Knoten festgelegt. Darunter fallen Binnenhäfen, Grenzübergangsstellen, Schienen-Straßen-Terminals, Passagier- und Frachtflughäfen oder städtische Knoten. In der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg kreuzen sich drei der multimodalen Kernnetzkorridore Orient/östliches Mittelmeer Korridor, Nord-Ostsee-Korridor und der Skandinavien-Mittelmeer-Korridor (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, 10.08.15).
Source: BerlinVerkehr

GVZ: Vogelsänger nimmt Kranbahn am EastGate-Terminal in Betrieb

http://www.lok-report.de/ Brandenburgs Verkehrsminister Jörg #Vogelsänger wird morgen (9. Oktober) auf dem #EastGate-#Terminal im #Güterverkehrszentrum (#GVZ) #Frankfurt (Oder) die neue #Kranbahn eröffnen. Ein neuer Portalkran sorgt für den effektiven Betrieb des Terminals. Vogelsänger: „Land, Bund und EU haben hier ihre Fördermittel zusammengelegt, um Brandenburgs Tor zum Osten für die weiter wachsenden Warenströme fit zu machen. Ein wesentlicher Standortvorteil für Frankfurt (Oder) ist, dass es sich hierbei um das erste Güterverkehrszentrum vor beziehungsweise nach der deutsch-polnischen Grenze handelt. Von hier aus können Ladungen in alle weiteren Richtungen nach Deutschland und Westeuropa verteilt werden.“ Die Förderung durch das Land Brandenburg wird über den EU-Fonds EFRE sichergestellt. Für das EastGate-Terminal wurden insgesamt 2,7 Millionen Euro investiert. Davon wurden durch das Land rund zwei Millionen. Euro aus Mitteln des EFRE gefördert. Mit dem neuen Portalkran können nun bis zu 100.000 Container pro Jahr umgeschlagen werden. Er hat eine Lauflänge von 640 Meter und eine Spurweite von 43,50 Meter. Er kragt auf beiden Seite über jeweils zwei Gleise. Die maximale Tragfähigkeit beträgt 41 Tonnen. Von der Errichtung des Portalkrans mit Kranbahngleisen profitiert auch die umliegende Wohnbevölkerung, weil die Lärmemission im Vergleich zu den bislang eingesetzten geräuschintensiven Reach-Stackern deutlich geringer ist. Neben dem nun fertiggestellten und heute freizugebenen Portalkran und der dazugehörigen Kranbahngleise findet am Terminal zurzeit eine Erweiterung der Terminalfläche (zirka 70 Meter), die Errichtung zusätzlicher Ladegleise, die Anpassung der Entwässerung und die Erweiterung der technischen Ausrüstung sowie die Erneuerung der Terminalbeleuchtung statt. Am neu gestalteten Standort können dann auch weitere Dienstleistungen in folgenden Bereichen angeboten werden: • Lagerung und Containerdepot • Vor- und Nachlaufstraße in Ostbrandenburg und Polen • Wartung und Reparatur von rollendem Material • Verpackung von Gütern in Containern • Kommissionierung und Handling • Agenturtätigkeiten und Zolldienstleistungen Durch die nun erfolgten Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere in die heute frei gegebene Kranbahn, ergibt sich zudem die Chance, neben den Ost-West-Verkehren auch die Süd-Ost-Verkehre weiten zu entwickeln. Hier können die Verkehrsströme aufgenommen werden, die über die Strecke Leipzig (Halle) – Berlin am GVZ Berlin in Großbeeren kommen. Gleichartige Chancen ergeben sich für die Verkehre von und nach Hamburg. Das GVZ wird zunehmend im Seehafenhinterlandverkehr eine Rolle spielen. Das GVZ betont in besonderer Weise die Brücke von Ostbrandenburg nach Mittel- und Osteuropa. Es liegt auf dem TEN T-Korridor „Nordsee-Baltic“ und findet damit auch auf gesamteuropäischer Ebene Beachtung (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 10.10.14).

GVZ Wustermark soll erweitert werden, aus Bild

http://www.bild.de/regional/berlin/gvz-wustermark-soll-erweitert-werden-36956412.bild.html #Wustermark (dpa/bb) – Das #Güterverkehrszentrum (#GVZ) Wustermark (Havelland) westlich von Berlin soll vergrößert werden. Die Gemeinde erwäge eine Erweiterung, weil es vor allem keine größeren Flächen für Ansiedlungen mehr gebe, berichtet die «Märkische Allgemeine» (Donnerstag). Derzeit sei das Gelände zu 75 Prozent ausgelastet. Für weiteres Wachstum soll das Logistikzentrum aber auch auf der anderen Seite des Havelkanals um mehr als die …

GVZ + Straßenverkehr: Schneller auf der Autobahn, aus MOZ

http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1268394/

#Brieselang (MZV) Landrat Dr. Burkhard Schröder, Bürgermeister Wilhelm Garn, Egbert Neumann, Abteilungsleiter #MIR und Andreas Amberg von Saint Gobain #Rigips starteten am Freitag Mittag mit dem symbolischen ersten #Spatenstich offiziell die Bauarbeiten an der neuen Zufahrt zum #Güterverkehrszentrum Berlin West Teilfläche #Brieselang. Mit der Fertigstellung der Straße voraussichtlich im November diesen Jahres wird der Weg von der A 10 zu den Unternehmen im GVZ um zwei Kilometer kürzer. Das gesamte Projekt soll laut Plan 2,962 Millionen Euro kosten und wird mit 1,793 Millionen Euro mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE gefördert. Die Restsumme in Höhe von 1,169 Millionen Euro bringen in etwa je zur Hälfte die Gemeinde Brieselang und freiwillig eine Interessengemeinschaft, zu der sich ein Teil der ansässigen Unternehmen Saint-Gobain Weber, Saint-Gobain Rigips, WWZ Immobilien Havelland,Wolf Logistik, Pressevertrieb Potsdam und GTA Industrial Custodian Pty Limited zusammen geschlossen haben. Bürgermeister Wilhelm Garn, aber auch Egbert Neumann, der seinen Chef Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger vertrat, zeigten sich stolz darüber, „dass dieses Projekt in nur …

Güterverkehrszentren im Berliner Umland boomen, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article126571427/Gueterverkehrszentren-im-Berliner-Umland-boomen.html

Potsdam – Der Boom brandenburgischer #Güterverkehrszentren (#GVZ) im Berliner #Umland hält weiter an. Nach Angaben des Infrastrukturministeriums sind bereits drei Viertel der 400 Hektar großen Flächen vermietet; 270 Millionen Euro sind von 124 Firmen in Neuansiedlungen gesteckt worden. Derzeit sind 10 100 Menschen in den Güterverkehrszentren #Großbeeren, #Wustermark, #Freienbrink und #Frankfurt (Oder) beschäftigt. Wegen des starken Interesses rechnet das Ministerium in den kommenden Jahren mit Folgeinvestitionen in Höhe von 730 Millionen Euro. Den größten Satz hat Großbeeren in den …

SchifffahrtNeue Containerlinie zwischen Wustermark und Hamburg eröffnet, aus Focus

http://www.focus.de/regional/brandenburg/schifffahrt-neue-containerlinie-zwischen-wustermark-und-hamburg-eroeffnet_aid_1125054.html

Im Binnenhafen Wustermark ist am Mittwoch das erste Containerschiff einer neuen Verbindung zum Hamburger Hafen abgefertigt worden. Die „Pankgraf“ bediene die neu geschaffene Containerlinie zwischen Wustermark und der Hansestadt einmal pro Woche, teilte der Betreiber HavelPort Berlin GmbH (HPB) mit. Das Schiff mit einer Kapazität von insgesamt 70 Standardcontainern werde Hamburg am Freitag erreichen. Die Linie sehe zunächst …

Schiffsverkehr + GVZ: Neuer Betreiber des Hafens Wustermark stellt sich vor

http://www.lok-report.de/archiv/news_31/archiv_woche_mittwoch.html

Der #Binnenhafen in #Wustermark hat seit Mai einen neuen Betreiber. Die #HavelPort Berlin GmbH, ein Zusammenschluss der #ElbePort #Wittenberge GmbH und der COLOSSUS Logistics, stellt Infrastrukturstaatssekretärin Kathrin Schneider jetzt die Produktpalette vor. Infrastrukturstaatssekretärin Kathrin Schneider: „Es gibt bundesweit nicht viele #Güterverkehrszentren, die Straße, Wasser und Schiene gleichzeitig bedienen können. Wustermark stärkt damit seine Anziehungskraft für Investoren. Ich bin sicher, die Investitionen werden sich langfristig auszahlen.“ 15 Millionen Euro wurden investiert, rund 12 Millionen kamen als Fördermittel von der Landesregierung. Es entstand eine Hafenanlage mit knapp 400 Meter langer Kaikante und 1,7 Hektar Betriebsfläche für den Hafen und 9 Hektar weiterer Ansiedlungsfläche. Das GVZ insgesamt hat knapp 130 Hektar Ansiedlungsfläche. Der Hafen kann im zweilagigen #Containerverkehr mit #Großmotorgüterschiffen angefahren werden. (Länge 110 Meter, Breite 11,4 Meter, Tiefe 2,8 Meter). Das GVZ Wustermark liegt im Schnittpunkt von vier Bundesverkehrswegen: Der A10, der B5, der Bahnstrecke Berlin-Hamburg und dem Havelkanal. 27 Investoren haben hier inzwischen 2500 Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt entwickeln sich die drei Güterverkehrszentren Wustermark, Großbeeren und Freienbrink im Berliner Umland zu echten Jobmotoren. Infrastrukturstaatssekretärin Kathrin Schneider „Der Boom der Güterverkehrszentren hält an. Die Brandenburger Logistikstandorte in der Nähe Berlins wachsen immer weiter. Insgesamt haben wir in den drei GVZ im Berliner Speckgürtel bald 10.000 Arbeitsplätzen geschaffen. Das zeigt: ein langer Atem zahlt sich aus und die Landesregierung hat ihre Fördergelder hier absolut richtig eingesetzt.“ (Pressemeldung Infrastrukturministerium, 31.07.13).

Bahnverkehr + Regionalverkehr: Brandenburg: Symposium zum Verkehr zwischen Ostbrandenburg und Polen

http://www.lok-report.de/ Auf Einladung der IHK Ostbrandenburg diskutieren heute deutsche und polnische Experten in Frankfurt (Oder) über den aktuellen Stand des grenzüberschreitenden Verkehrs nach Polen. Nicht erst seit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004 und der Einbeziehung in den Geltungsbereich des Schengen-Abkommens im Jahr 2007 sind Deutschland und Polen immer stärker miteinander verbunden und es ist ein stetig steigender grenzüberschreitender Austausch von Personen und Gütern zu beobachten. Die Landesnahverkehrsplanung ist Grundlage für die Abstimmung zwischen deutschen und polnischen Aufgabenträgern. Brandenburg bestellt ein dichtes Angebot zu den wichtigen Grenzbahnhöfen – Tantow zweistündlich, Angermünde halbstündlich, Kostrzyn stündlich, Frankfurt halbstündlich, Guben halbstündlich, Forst stündlich. • Berlin –Stettin: Der Staatsvertrag zum Ausbau der Eisenbahnstrecke Berlin – Stettin wurde am 20. Dezember 2012 unterzeichnet. Allerdings wird die Fertigstellung der Strecke auf deutscher Seite erst für das Jahr 2020 geplant. Sowohl das Land Brandenburg als auch die Wojewodschaft Westpommern haben ein deutliches Interesse an einem früheren Realisierungszeitpunkt. Die Verkaufszahlen des Berlin-Stettin-Tickets zeigen mit einem Anstieg von 15 Prozent im Jahr 2012 im Vergleich zum Jahr 2011 eine sehr positive Tendenz • Direktverbindung Gorzów-Berlin: Die Schienenverbindung Verbindung zwischen Berlin-Brandenburg und Gorzów, dem zweiten Hauptort der Wowjewodschaft Lebus/Lubuskie, gilt als dringend verbesserungswürdig. Derzeit stehen den 17 Brandenburger Zugleistungen von Küstrin nach Lichtenberg nur sieben Zugleistungen von Gorzów nach Küstrin gegenüber. Mit der Ausschreibung des Ostbrandenburg-Netzes haben Berlin und Brandenburg dafür Sorge getragen, dass ab Dezember 2015 auf der RB26 Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die auch für das polnische Netz zugelassen sind. Die von den Aufgabenträgern in Polen eingeleitete Beschaffung weiterer gleichartiger Fahrzeuge erlaubt es dann, die Linie RB26 nach Gorzów zu verlängern. Damit haben die polnischen Aufgabenträger die Möglichkeit, mit der Beschaffung gleichartiger Fahrzeuge einen gemeinsamen durchgehenden Verkehr Berlin-Gorzow ohne Umsteigen in Küstrin aufzubauen. Je nach zu beschaffender Fahrzeuganzahl kann dies ein Zweistundentakt, ein Zweistundentakt mit zusätzlichen Fahrten oder sogar ein Stundentakt sein. • Grenzüberschreitender Stadtbus: Seit dem 9. Dezember 2012 können Reisende in der Grenzregion zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice bequem den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Die jetzt eingerichtete Buslinie ist seitens des Brandenburger Verkehrsministeriums für den Zeitraum bis zum 30. September 2017 genehmigt. Die Linie ist mit RE 1 verknüpft, so dass sich auch attraktive Fahrzeiten von Berlin beziehungsweise Potsdam nach Słubice und zurück ergeben. Der Vertrag wurde zwischen der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) und der Stadt Słubice geschlossen. • KV-Terminal in Frankfurt (Oder): Das Brandenburger Infrastrukturministerium fördert seit 2012 den Ausbau des stadteigenen KV-Terminals mit 2,3 Millionen Euro. Davon sind 1,7 Millionen Euro (75 Prozent) Mittel der EU. Das Eisenbahnbundesamt beteiligt sich mit 7 Millionen Euro, wovon 5,7 Millionen Euro (80 Prozent) ebenfalls aus Fördertöpfen der Europäischen Union stammen. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von insgesamt 9.360.000 Euro, zu dem das Unternehmen und so auch die Stadt einen Teil beiträgt, wird am KV-Terminal Frankfurt (Oder) die Umschlagfläche erweitert. Weiterhin können der Gatebereich und Gleisanlagen ausgebaut werden. In den Jahren von 1999 bis 2011 wurden im Terminal bereits 11,65 Millionen Euro investiert. Von Frankfurt aus gibt es regelmäßige Zugverbindungen von und nach Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam, Gliwice, Kutno – insgesamt 36 Züge pro Woche. Neben den Terminals im Güterverkehrszentrum (GVZ) Großbeeren und im Werk BASF in Schwarzheide ist das Frankfurter Terminal eines der umschlagstabilsten in Brandenburg. Die TRANSWAGGON GmbH, mit Sitz in Hamburg nutzt ab Mai künftig den Bahnstandort Frankfurt (Oder) als Drehscheibe für den Wagenaustausch mit Polen. • Schiffbarkeit der Oder: Die Oder kann nur eingeschränkt durch Binnenschiffe wirtschaftlich genutzt werden. Im Bereich der Unteren Oder bietet die HoFriWa stabile Fahrwasserverhältnisse. Die HoFriWa wird nach den aktuellen Planungen nicht ausgebaut. Notwendig sind lediglich Ausbaggerungen an der Klützer Querfahrt auf polnischer Seite. Für das Land Brandenburg von prioritäter Bedeutung sind derzeit die Verbesserungen an der Havel-Oder-Wasserstraße mit dem Ersatzneubau des Schiffshebewerks Niederfinow Nord, das 2016 fertig gestellt werden soll, sowie Baumaßnahmen an der Spree-Oder-Wasserstraße mit dem noch zu klärenden Ersatzneubau der Schleuse Fürstenwalde. Damit 2-lagiger Containerverkehr zwischen Berlin und Szczecin stattfinden kann, werden die Eberswalder Brücke und die Klosterstraßenbrücke Niederfinow über die Havel-Oder-Wasserstraße angehoben. Der Ersatzneubau wird durch das Land mitfinanziert in Höhe von 5,8 Millionen Euro (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 16.05.13).