#Hennigsdorf (MOZ) Lange Zeit wurde nicht über das Projekt des nördlichen #Tunnels am Hennigsdorfer Bahnhof geredet. Jetzt gibt es Neuigkeiten, allerdings keine guten. Der seit 2011 verfolgte #Tunneldurchstich wird erst bis 2030 entstehen. In Potsdam will man nicht handeln, bevor die Frage der Einbindung des #Prignitz-Expresses nicht geklärt ist.
Bereits seit Beginn dieses Jahrzehnts bemüht sich die Stadt Hennigsdorf, den zweiten Bahnhofstunnel zu öffnen. Wer den Hauptbahnsteig bis an dessen Ende geht, steht vor einem geschlossenen Ausgang. „Stahl- und W“ – der Rest ist übermalt – kündigt noch davon, dass über diese Treppe die Stahlwerker zur Arbeit eilten. Einen Ausgang gab es damals aber nur in Richtung des alten Bahnhofsgebäudes. 2011 fassten die Stadtverordneten den Beschluss, den Tunnel zu erweitern, um einen Ausgang Richtung Poststraße zu schaffen. Seither befassen sich mehrere Ministerien, die Deutsche Bahn und die Stadtverwaltung mit dem Projekt. Auf Nachfrage dieser Zeitung teilte das Bundesverkehrsministerium im Dezember 2011 mit, dass ein Förderantrag bearbeitet werde.
Der Zwischenstand nach sieben Jahren ist ernüchternd: „Wir haben jetzt erfahren, dass die Realisierung bis 2030 erfolgt. Ich bin entsetzt“, sagte Bürgermeister Thomas Günther (SPD) dieser Zeitung. Schon dieser Fakt habe ihn erstaunt. Noch enttäuschter sei er aber darüber gewesen, dies aus einer Pressemitteilung des Infrastrukturministeriums zu erfahren. Eine direkte Information aus dem Hause von Ministerin Kathrin Schneider habe es nicht gegeben.
In #Cottbus wird der großangelegte #Umbau des Bahnhofs fortgesetzt. In Brandenburg an der Havel werden zwei neue #barrierefreie#Bushaltestellen errichtet und im uckermärkischen #Tantow wird ein neuer #Park and Ride Parkplatz gebaut. Die Liste der Vorhaben für Investitionen im Öffentlichen Personennahverkehr in diesem Jahr umfasst 80 Projekte.
Dafür stellt das Land 26 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt zur Verfügung. Weitere 10 Millionen Euro können aus dem Nachtragshaushalt eingesetzt werden, wenn der Landtag dem Entwurf zustimmt.
Verkehrsministerin Kathrin #Schneider: „Mit der ÖPNV-Förderung setzen wir die Ziele der Mobilitätsstrategie um. Die Projekte beziehen sich auf alle Bereiche des SPNV, von der Schieneninfrastruktur über die Bahnhöfe bis zu barrierefreien Bushaltestellen. Davon profitieren viele Orte besonders auch in den ländlichen Regionen. Mit dem Nachtragshaushalt sichern wir die Finanzierung der Vereinbarung i 2030 im Jahr 2018. Der kürzlich vorgelegte Eckwertebeschluss für den Haushalt der kommenden beiden Jahre stellt klar, dass die Finanzierung auch in den folgenden Jahren abgesichert ist. So tragen wir Entwicklung ins ganze Land und setzen gleichzeitig die Ziele Landesentwicklungsplans und der Strategie Stadtentwicklung und Wohnen um.“
Nora #Görke, Bürgermeisterin Stadt Kyritz: „Ich freue mich sehr über die geplanten Investitionen in die Bahninfrastruktur von Kyritz. Die Bevölkerungszahlen der Stadt haben sich – entgegen aller Demografieprognosen – in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Mit einem ebenerdigen Übergang vom Bahnhof Kyritz zum Stadtteil Kyritz-West und durch einen neuen, zusätzlichen Bahnhaltepunkt „Am Bürgerpark“ möchten wir die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs verbessern und so auch die Attraktivität von Kyritz als Wohn- und Arbeitsort weiter steigern. Am Bürgerpark sind wir als Stadt bereits in Vorleistung gegangen: Wir haben einen modernen Bushaltepunkt geschaffen inklusive 160 Pkw-Stellplätzen und Radabstellmöglichkeiten. Ziel ist, die Umsteigeverbindungen zwischen Bus und Bahn und die Erreichbarkeit der nördlich der Altstadt gelegenen Schulen, Ämter und Kultureinrichtungen sowie des Klinikums zu optimieren. Wir hoffen daher auf schnellstmögliche Umsetzung der Maßnahmen.
Dr. Ralf #Böhme, Vorstand Deutsche Eisenbahn Service AG: „Wir freuen uns sehr, dass das Land Brandenburg mit dieser Schwerpunktsetzung für die Prignitz ein eindeutiges politisches Signal für die Sicherung der öffentlichen Mobilität auf der Schiene auch im ländlichen Raum sendet. Damit sehen wir uns bestätigt in unserem jahrelangen Engagement in der Prignitz für den Erhalt des Schienenverkehrs und der Schieneninfrastruktur als wichtige verkehrsregional- und strukturpolitische Komponente für die Stabilisierung und Entwicklung der Nordwest-Region unseres Landes.“
Einen regionalen Schwerpunkt im Förderprogramm für Investitionen in den ÖPNV bildet in diesem und im kommenden Jahr die #Prignitz. Die #RegioInfra GmbH als Tochter der Deutschen Eisenbahn Service AG will 16 Sanierungsprojekte entlang ihrer Bahnstrecken umsetzen. Allein in Kyritz sind die Sanierung der Schieneninfrastruktur im Bahnhof des Bahnhofs und die Errichtung der neuen Station Kyritz-Nord geplant. Die beiden Projekte werden in Kooperation mit dem Landkreis und der Stadt umgesetzt. Außerdem will das Bahnunternehmen neben der Schieneninfrastruktur in den Bahnhöfen auch die Bahnhofssanierungen in #Falkenhagen, #Meyenburg, und #Blumenthal vornehmen. Geplant ist auch die Erneuerung von Bahnübergängen und von sicherungstechnischen Anlagen.
Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
Nr.
Vorhaben
Kreis
Antragsteller
geplanterRealisierungs-zeitraum
begonnene Vorhaben
1
#Cottbus, Umbau des Verkehrsknotens Hauptbahnhof Cottbus (Ostseite)
CB
Stadt Cottbus
2015 – 2018
2
Grundhafte Erneuerung der #Kalkgrabenbrücke im Zuge der K 6420
MOL
Schöneiche/Rüdersdorf Straßenbahn
2017 – 2018
3
Strausberg, Ausbau Bahnhofsumfeld am S- Bahnhof #Strausberg Stadt
#Wittstock (Dosse), Verbesserung der Betriebsqualität des SPNV im Bhf. Wittstock (Dosse) durch Schaffung gleichzeitiger Einfahrten und Aufbau eines Vorsignalwiederholers
Die von der CDU vorgeschlagene Änderung der #Tarifzonen lehnen die anderen Parteien allerdings ab.
Seltene Einmütigkeit: Der S- und #Regionalbahn-Verkehr zwischen Berlin und Brandenburg soll schnell ausgebaut werden. Darin waren sich am Donnerstag im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses ausnahmsweise alle Parteien einig.
Sie haben den Senat aufgefordert, alle Schritte vorzunehmen, um die #Wiederinbetriebnahme der #S-Bahn von Spandau ins #Havelland (Express-S-Bahn), der #Stammbahn von Potsdam über #Kleinmachnow und Zehlendorf ins Zentrum, der #Kremmener Bahn von Gesundbrunnen bis #Hennigsdorf für den #Prignitz-Express sowie der #Stammstrecke der #Heidekrautbahn von Basdorf über #Wilhelmsruh bis Gesundbrunnen „weiter voranzubringen“.
Ziel soll es sein, autofahrende #Pendler zum Umsteigen auf die Schiene zu bewegen. Derzeit gebe es werktags rund 270 000 Pendler zwischen Berlin und Brandenburg – mit steigender Tendenz, hatten die Koalitionsparteien ihren Antrag begründet, dem sich die Opposition komplett anschloss. „Bahnpolitik ist fast immer Konsenspolitik“, sagte der Ausschussvorsitzende Oliver Friederici (CDU) hinterher.
"Bahnpolitik fast immer Konsenspolitik"
Bereits im vergangenen Oktober hatten die Länder mit der Bahn vereinbart, insgesamt acht „Korridore“ daraufhin zu untersuchen, ob sie „schienenwürdig“ sind. Die Planungskosten schießen die Länder …
Deutsche Bahn verteilt 1000 Reisegutscheine an Pendler und entschuldigt sich für die vielen Probleme in diesem Jahr
Verspätungen, knappe Sitzplätze, Ersatzverkehr. Pendler und Schüler im #RE6#Prignitz-Express mussten in diesem Jahr zwischen #Wittenberge und Berlin viel Ärger verkraften. Gestern entschuldigte sich die DB #Regio dafür. Mitarbeiter und Führungskräfte verteilten 1000 Reisegutscheine im Wert von je 25 Euro pro Person.
„In den vergangenen Monaten war die Qualität des Angebotes nicht zufriedenstellend“, räumt die Bahn ein und wird in ihrer Selbstkritik noch deutlicher: „Wir haben Ihre Nerven kräftig strapaziert: Zugausfälle, fehlende Wagen und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten waren eine echte Zumutung“, heißt es in einer Erklärung an die Reisenden.
Marketingleiter Jörg Werner war gestern selbst in den Zügen unterwegs. „Wir haben uns persönlich für die Geduld bedankt, uns entschuldigt und ehrlich eingeräumt, dass nicht alles gleich ab morgen besser sein wird“, sagt er. Die Bahn brauche noch ein paar Monate, um Mängel abzustellen. „Unsere Fahrzeugflotte ist jetzt komplett und wir haben erheblich in unsere Hennigsdorfer Werkstatt investiert, so dass wir jetzt die neuen Triebfahrzeuge auch warten können“, sagt Werner.
#Oberhavel (OGA) "Wer nicht handelt, wird verhandelt": So begründet Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter #Golde (Pro Ruppin), warum er sich an der Unterschriftenaktion "Mehr Bahn für Nordwest-Brandenburg" , die er jetzt gemeinsam mit OPR-Landrat Ralf #Reinhardt (SPD) startete, beteiligt. Unterstützung kommt dafür auch aus Oberhavel.
Schon bis Anfang Dezember sollen dabei möglichst viele Unterzeichner zusammenkommen, um doch noch Änderungen am #Landesverkehrsplan 2018 zu erwirken. Dieser soll im März kommenden Jahres vom brandenburgischen Landtag verabschiedet werden. In der jetzigen Form stößt das Papier im Nordwesten der Mark aber auf breite Ablehnung. Denn besser werden soll erst einmal nichts.
So etwa beim #Prignitz-Express, dem #RE6. Vor dem Jahr 2022 wird – Stand jetzt – nicht einmal die Planung für eine günstigere Anbindung an das Zentrum von Berlin angegangen. Bis sich die seit Jahren als ungenügend geltende Situation zum Positiven wandelt und #Gesundbrunnen angefahren wird, könnte es also 2030 werden. Themen wie Fachkräftesicherung und Attraktivität des ländlichen Raums drohen somit, buchstäblich auf der Strecke zu bleiben.
"Dabei gibt es kleinere Maßnahmen, mit denen uns das Land unter die Arme greifen könnte", sagte der Landrat von Ostprignitz-Ruppin Ralf Reinhardt. Gemeinsam mit dem Landkreis Oberhavel hatte Ostprignitz-Ruppin bereits Vorschläge für eine frühere #Durchbindung des RE6 an die Berliner City unterbreitet. Helfen soll hierbei die #Mitnutzung eines #S-Bahn-Gleises.
Daher, so Reinhardt, sollte es unbedingt noch vor 2022 möglich sein, den Prignitz-Express bis nach Berlin-#Tegel anzubinden. Platz für einen #Bahnsteig, wie er am Rheinsberger Tor in Neuruppin existiert, sei vorhanden. Selbst ein altes #Gleis liegt dort noch und müsste nur …
#Oberhavel (OGA) Die Landkreise Oberhavel und #Ostprignitz-Ruppin probieren es wieder: Mit einem Schreiben an die Bahn und das Potsdamer Verkehrsministerium wird darauf gedrängt, die direkte Anbindung des #RE6, auch #Prignitz-Express genannt, ans Berliner Zentrum in die Wege zu leiten.
Ostprignitz-Ruppins Landrat Ralf Reinhardt (parteilos) nutzte die Vorstellung des #E-Bus-Projektes in #Kyritz, um der Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse, die auch Chefin des Aufsichtsrats des #Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg ist, die Forderungen in die Hand zu drücken. "Wir müssen es schaffen, bis spätestens 2023 die Direktanbindung mit Berlin hinzubekommen – es ist machbar", sagte er.
"Der Brief ist am 3. November rausgegangen", bestätigte am Dienstag Oberhavels Kreissprecher Ronny Wappler. "Die Durchbindung des RE6 ist eines der zentralen Vorhaben der beiden Landkreise", so Wappler. Zu dem dringenden Thema Anbindung gehörten aber ebenso die Verlängerung der #S-Bahn #Velten, die Wiederinbetriebnahme der #Heidekraut-Stammbahn, ein #Regionalbahnhof#Birkenwerder/Hohen Neuendorf sowie eine zügige Verbindung zum BER.
Zurück zum Prignitz-Express. Bislang nimmt der RE 6 auf dem Weg in die Bundeshauptstadt einen Schwenk über Falkensee und Berlin-Spandau. Viele Pendler aus Velten, #Kremmen und dem Ruppiner Land müssen dann in #Hennigsdorf umsteigen. Eine Direktanbindung würde für sie eine erhebliche Verkürzung der Fahrzeit bis in Berlins Innenstadt bedeuten. Als Hemmnis werden bislang eingleisige Streckenabschnitte angesehen, und dass viele Schienen durch S-Bahn-Verkehr belegt sind. Die Landräte berufen sich nun auf eine fünf Jahre alte Studie des Büros #ETC. Es hatte dargelegt, dass die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen …
Darauf warten die Städte an der vor 20 Jahren ausgebauten und vor 17 Jahren eröffneten Strecke bis heute. Eingesparte #Ausweichgleise führen zudem immer wieder zu #Verspätungen.
Oberhavel
. Wie #störanfällig die #Regionalexpresslinie 6 der Deutschen Bahn in Brandenburg ist – der #Prignitz-Express – das haben die Fahrgäste in den vergangenen 14 Tagen erfahren. Weil #Triebwagen wegen Rauchs im Motorraum außerplanmäßig in die Werkstatt mussten, gab es von einem Tag auf den anderen Schienenersatzverkehr zwischen Wittstock und Wittenberge sowie Hennigsdorf und Berlin-Spandau. Inzwischen fahren wieder Züge statt Busse, doch fast 28 Jahre nach dem Mauerfall warten die Pendler immer noch darauf, dass der Prignitz-Express ohne Umweg nach Berlin fährt.
Viele Fahrgäste sind aus gutem Grund sauer – aber nur wenige erinnern sich noch, wie es vor dem Prignitz-Express auf der Strecke aussah.
Abfahrt in Neuruppin: 10.40 Uhr, Ankunft in Hennigsdorf: 12.16 Uhr. So stand es 1993 im Fahrplan der Regionalbahnlinie R11 (Hennigsdorf – Velten – Neuruppin). Mitte der 90er-Jahre zuckelte eine Bummelbahn mit Görlitzer Triebwagen von Hennigsdorf aus über Neuruppin nach Wittstock und Wittenberge. Allein von Hennigsdorf nach Neuruppin brauchte die sogenannte Ferkeltaxe – je nach Verbindung – zwischen 74 und 96 Minuten. Der vorletzte Zug des Tages verließ Neuruppin schon um 16.41 Uhr, der letzte um 19.57 Uhr. Dazwischen fuhr mehr als drei Stunden lang gar nichts. „Regionalverkehr. Die grüne Welle in die Stadt mit eingebauter Vorfahrt, ohne …
Ab Montag werden elektrische Triebzüge zwischen #Hennigsdorf und Berlin verkehren, ab Mittwoch wieder Züge zwischen #Wittstock, #Pritzwalk und #Wittenberge. Kritik gibt es dennoch.
Neuruppin. Bahnpendler, die auf die Züge des #Prignitz-Expresses angewiesen sind, können aufatmen: Ab Montag sollen wieder Züge zwischen Hennigsdorf und Berlin fahren, ab Mittwoch auch zwischen Wittstock und Wittenberge. „Wir haben schneller eine Lösung gefunden als gedacht“, sagte am Freitag Jörg Werner, Marketingleiter der DB Regio Nordost.
Bahn mietet zwei Triebwagen
Die Lösung sieht so aus, dass zwischen Hennigsdorf und Berlin ab Montag elektrische Triebwagen eingesetzt werden, die von einer anderen Linie abgezogen werden. Dort fahren dann Doppelstockzüge. Für den Verkehr zwischen Wittstock, Pritzwalk und Wittenberge will die Deutsche Bahn ab Mittwoch zwei Triebwagen einsetzen, die sie bei einem anderen Verkehrsunternehmen gemietet hat. Ob es sich dabei um die #Hanseatische Eisenbahngesellschaft (#Hans) in Putlitz handelt, das blieb zunächst offen.
Tausende Pendler kamen zu spät
„Ich hätte mir gewünscht, dass die Bahn sich gleich um eine solche Alternative bemüht hätte“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Denn eine Woche lang mussten tausende Pendler des Regionalexpresses #RE6 mit Verspätungen und Zugausfällen zurecht kommen. „Das ist eine Unverschämtheit und für die betroffenen Fahrgäste unzumutbar“, so Reinhardt. Auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) zeigte sich fassungslos darüber, dass so etwas im 21. Jahrhundert passieren kann. „Dann muss man sich nicht wundern, wenn Reisende kein Vertrauen in die Bahn haben.“
Bahnfahren im Nordwesten Brandenburgs wird ab dem Fahrplanwechsel zum11. Dezember komfortabler. Erstmals kommen auf der Regionalexpress-Linie #RE6, dem „#Prignitz-Express“, und der Regionalbahnlinie #RB55 neu gestaltete #Fahrzeuge der Bauart Coradia #LINT 41 zum Einsatz.
Der neugestaltete Prignitz-Express verfügt über erweiterte Stellmöglichkeiten für #Rollstühle, #Kinderwagen und #Fahrräder. #Steckdosen an den Plätzen und Monitore mit Echtzeitinformationen zu Anschlüssen tragen den Wünschen der Fahrgäste Rechnung. Für die steigende Zahl der Pendler und Ausflügler wurde das Sitzplatzangebot erhöht: Künftig stehen 120 bequeme Plätze samt Kopfstützen je Doppeltriebwagen zur Verfügung. Die hundertprozentige Zugbegleitquote sowie die Vollausstattung mit Videokameras tragen zu einem erhöhten Sicherheitsempfinden und besserer Servicequalität bei. Eine behindertengerechte Toilette ist künftig für Nutzerinnen und Nutzer von Elektrorollstühlen zugänglich.
Im Dezember werden etwa die Hälfte der umgestalteten Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Auf der Linie RB55 verkehren ab dem 11. Dezember ausschließlich die neuen Fahrzeuge, auf der Linie RE6 kommen diese schrittweise zum Einsatz, bis alle Züge vom Hersteller neugestaltet ausgeliefert sind.
Die schrittweise Umstellung des Wagenparks auf den Strecken zwischen Wittenberge – Neuruppin – Hennigsdorf – Spandau (– Gesundbrunnen in der Hauptverkehrszeit) sowie zwischen (Kremmen –) Velten – Hennigsdorf ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). DB Regio Nordost konnte das Verfahren im April 2014 für sich entscheiden. Der Verkehrsvertrag für das Netz Nordwestbrandenburg hat eine Laufzeit von zwölf Jahren und ein Volumen von jährlich insgesamt rund 2,4 Millionen Zugkilometern, einschließlich Zusatzfahrten. Das Instandhaltungswerk in Neuruppin mit seinen 130 Beschäftigten profitiert ebenfalls von der Ausschreibung. Am Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor wurde der neue Zug am Mittwoch erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Dort fand die feierliche Unterzeichnung des neuen Verkehrsvertrages statt.
Kathrin Schneider, Verkehrsministerin des Landes Brandenburg: „Der Prignitz-Express ist eine entscheidende Lebensader der Region. Mit den neugestalteten und besser ausgestatteten Fahrzeugen bieten wir Pendler|innen und Reisenden ein attraktives Angebot für den Umstieg auf den Zug. Gute und verlässliche Verbindungen sind die Voraussetzungen, dass das ganze Land von dem Wachstum in Berlin und im Berliner Umland profitiert. Es ist daher mein Ziel, dass der Prignitz-Express zukünftig auf kurzem und direktem Weg nach Berlin-Gesundbrunnen fahren kann. Dazu sind wir mit Berlin, dem Bund und der Deutschen Bahn im Gespräch.“
Susanne Henckel, VBB-Geschäftsführerin: „Die Zahl der Bahnreisenden steigt stetig. Wir hatten uns mit dem Vergabeverfahren eine deutliche Verbesserung sowohl der Fahrzeuge, als auch des Verkehrsangebotes zum Ziel gesetzt. Das haben wir erreicht. Besonders freue ich mich über die hundertprozentige Zugbegleitquote für besseren Service und ein stärkeres Sicherheitsgefühl.“
Joachim Trettin, DB-Konzernbevollmächtigter: „Wir sind in jeder Hinsicht stolz, dass wir das bewährte Angebot des „Prignitz-Express“ fortführen und die Qualität ausbauen können. Damit kommen wir unserem Ziel, noch mehr Berufspendler und Ausflügler von der Schiene zu überzeugen, ein ganzes Stück näher“.
Weitere Informationen zu den Verkehrsverträgen und dem Vergabe- und Vertragsmanagement des VBB: www.VBB.de/wettbewerb-bahnverkehr
Zum 1. August 2016 wird in der #Prignitz ein neues #Buskonzept eingeführt: Für die Fahrgäste ergeben sich damit deutliche Verbesserungen im Busangebot. Neuer Betreiber des Busverkehrs in der Prignitz ist die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) #prignitzbus, bestehend aus den Unternehmen mobus Märkisch-Oderland Bus GmbH und Regionalverkehr Bitterfeld-Wolfen GmbH. Die ARGE prignitzbus ging als Siegerin einer europaweiten Ausschreibung des Landkreises Prignitz hervor.
Das neue Busnetz wird entsprechend den Vorgaben des Nahverkehrsplans des Landkreises hierarchisch aufgebaut und unter anderem an den Verknüpfungspunkten in Wittenberge, Perleberg, Pritzwalk und Kyritz mit kurzen Umsteigezeiten mit dem #Schienenpersonennahverkehr verknüpft. Das Netz gliedert sich in Grundnetz und Stadtverkehr sowie ergänzende Linien im Regionalnetz und im Schülerverkehr. Das Grundnetz besteht aus vertakteten Hauptlinien, die zum Beispiel zwischen Wittenberge und Lenzen oder zwischen Perleberg und Karstädt im Stundentakt (am Wochenende zweistündlich) mit Linienbussen bedient werden. Der Stadtverkehr in Wittenberge, Perleberg und Pritzwalk wird ebenfalls im Stundentakt (alle zwei Stunden am Wochenende) bedient. Das Regionalnetz besteht aus Verbindungen, die zu aufkommensstarken Zeiten im Linienverkehr und ansonsten als Rufbus bedient werden.
Über diese Netze hinaus bedienen Schulbuslinien den Schülerverkehr. Weiterhin fährt der Rufbus an allen Tagen von 5 bis 20 Uhr nach Bedarf Orte mit über 150 Einwohnern im Stundentakt an.
Um die Qualität während der Fahrt zu erhöhen, wurden die Anforderungen an die Fahrzeuge angehoben: Den Fahrgästen stehen vor allem im Grund- und Regionalnetz nun niederflurige, klimatisierte Fahrzeuge zur Verfügung.
Mit dem neuen Busangebot ergeben sich auch für den Prignitzer Tourismus neue Verbindungen. So besteht jetzt täglich im Stundentakt die Möglichkeit, die Stadt Lenzen an der Elbe zu besuchen oder mit dem Rufbus weiter zur Fähre nach Schnackenburg zu fahren. Für den Ausflug nach Lenzen können bis zu 5 Fahrräder mitgenommen werden, da die Busse über Fahrradträger verfügen. Auch das Modemuseum im Schloss Meyenburg oder das Storchendorf in Rühstädt sind Ziele, die mit dem neuen Busnetz regelmäßig erreicht werden. In der Sommersaison gibt es zudem Rufbusse, die einen Besuch der Prignitzer Kleinbahn „Pollo“ in und um Lindenberg ermöglichen.
Alle Abfahrts- und Ankunftszeiten stehen in der Online-Fahrplanauskunft unter VBB.de sowie in der VBB-App Bus &Bahn für iPhones und Android-Smartphones zur Verfügung.