Ab Seite 8 in diesem Heft sind die Projekte des #Bundesverkehrswegeplanes überregional dargestellt. Hier nun eine Betrachtung für Berlin/Brandenburg.
Für den künftigen Ausbau derjenigen #überregionalen#Bahnverbindungen, die für die Bundesländer Berlin und Brandenburg von Bedeutung sind, wurden wichtige Maßnahmen im vorliegenden Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes berücksichtigt, wie zum Beispiel der zweigleisige Ausbau der „#Weddeler Schleife“ oder der – speziell für den Regionalverkehr-wichtige Ausbau der #Stammstrecke der #Lehrter Bahn. Dagegen erscheint fraglich, inwieweit die geplanten Ausbaumaßnahmen der Bahnverbindungen Richtung Polen, zum Teil auch Richtung Süddeutschland der künftigen Bedeutung gerecht werden. Die Erweiterung der EU nach Osten wird zu einem deutlich höheren, #grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr zwischen den beteiligten Staaten führen. Aus heutiger Sicht muß mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten im #Straßenverkehr gerechnet werden mit allen negativen Folgen im Energieverbrauch, Flächenverbrauch und der Kohlendioxid-Emissionen. Mit dem vorliegenden Entwurf werden leider zu wenig Akzente gesetzt, um hier die Voraussetzungen für umfassende Verlagerungen auf den umweltverträglichen Verkehrsträger Schiene zu schaffen. An folgenden Beispielen wird dies deutlich:
Dagegen verkehrt das seit dem 15. Dezember 2002 angebotene Zugpaar zwischen #Cottbus und #Berlin dienstags, mittwochs und donnerstags seit dem 1. Mai nicht mehr. Freitags bis montags erfolgt allerdings – zumindest in der Urlaubssaison – eine Verlängerung über #Stralsund hinaus bis #Binz.
Ab Pfingsten wird nunmehr das dritte, täglich verkehrende #Interconnex-Zugpaar angeboten mit dem Laufweg #Rostock – Berlin – #Halle – #Köln (Linienlänge 912 Kilometer). Für den neuen #Fernverkehrszug setzt #Connex komplett modernisierte #Abteilwagen in den Unternehmensfarben blau-gelb-weiß ein. Jeder Zug wird eine Kapazität von rund 300 Sitzplätzen haben. Als Triebfahrzeuge stehen #Connex-Elektroloks der Baureihen 145 bzw. 185 zur Verfügung. Den #Fahrplan für das neue Zügepaar X 84100/X 84101 finden Sie auf Seite 8.
#Cottbus. Brandenburgs Verkehrsminister Hartmut #Meyer (SPD) hat die Bahn zu mehr #Pünktlichkeit auf der #RE2-Strecke zwischen Berlin und Cottbus aufgefordert. Die bisherigen Maßnahmen hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die Züge haben häufig bis zu 30 Minuten Verspätung. Weil der Verkehr auf der gesamten Strecke zwischen #Wismar und Cottbus wegen Bauarbeiten chronisch unpünktlich war, hatte die Bahn die Strecke am 12. Mai #aufgeteilt. Die Züge fahren seither von Wismar bis zur #Friedrichstraße in Berlin und vom Berliner #Ostbahnhof nach Cottbus. Zwischen den beiden Berliner Bahnhöfen müssen die Fahrgäste auf die S-Bahn ausweichen.
Die S-Bahn Berlin GmbH ist auf den Ökumenischen Kirchentag 2003 in der Stadt bestens vorbereitet. Sämtliche 1.500 S-Bahn-Wagen werden im Einsatz sein. Das Zug-, Bahnsteig-, Werkstatt- und Servicepersonal wird um 70 Mitarbeiter aufgestockt. Neben den geplanten zusätzlichen Fahrten stehen für kurzfristig entstehende Verkehrsspitzen acht S-Bahn-Vollzüge in Bereitschaft, die beliebig eingesetzt werden können. Koordinatoren aus der Führungsetage der S-Bahn Berlin GmbH, die auf den entscheidenden Bahnhöfen präsent sind, dirigieren diese Züge.
Aus allen Richtungen: S-Bahn-Ring führt zum Messegelände
„Ring frei zum Kirchentag“, wirbt S-Bahn-Betriebsleiter Eberhard Lorenz für den bequemsten Anreiseweg zum Messegelände. Die direkte Strecke über Zoo und Charlottenburg ist wegen Bauarbeiten gesperrt und kann über Nord- und Südring bequem umfahren werden. Nordring-Nutzer fahren bis Messe Nord / ICC; Südring-Fahrgäste steigen in Westkreuz Richtung Messe Süd um. Zwischen Zoo und Messe (U-Bf. Kaiserdamm) kann auch die U-Bahn-Linie U2 genutzt werden.
Entsprechend des prognostizierten Aufkommens fahren die S-Bahn-Züge auf der gesamten Ringbahn mindestens im 5-Minuten-Abstand. Zwischen Charlottenburg und Pichelsberg wird zu den Veranstaltungszeiten ebenfalls ein 5-Minuten-Takt angeboten. In den Abendstunden fahren zusätzliche Züge zwischen Friedrichstraße und Lichtenberg sowie auf der Linie S1 zwischen Gesundbrunnen und Wannsee. Die Linie S2 fährt Himmelfahrt, Samstag und Sonntag bereits ab 7 Uhr (statt 9 Uhr) im 10-Minuten-Takt zwischen Buch und Lichtenrade.
In drei Punkten sind sich gestern alle Parteien nach der #gescheiterten#Privatisierung des #Großflughafens einig gewesen: Der Abbruch des Verfahrens ist richtig, am Projekt #Großflughafen wird trotzdem festgehalten und der #Ausbau ist für die wirtschaftliche Entwicklung der Region von enormer Bedeutung. Wie allerdings der Bau des Flughafens künftig finanziert werden soll – die öffentliche Hand allein oder mit privaten Gesellschaftern zusammen – darüber gingen die Meinungen während der Parlamentsdebatte im Berliner Abgeordnetenhaus auseinander. CDU, FDP und PDS können sich eine Beteiligung privater Investoren vorstellen, die Grünen plädieren für eine #Finanzierung über die öffentliche Hand – und die SPD hat sich die Entscheidung darüber noch offen gelassen.
Die Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) hat ihren Internetauftritt www.vbbonline.de überarbeitet und geht mit neuem Design, leichterer Menüführung sowie weiteren nutzerfreundlichen Angeboten ab dem 23. Mai an den Start. Der VBB hat die Ergebnisse einer „Usability-Studie“ und einer Markt-Analyse des Heinrich-Hertz-Instituts im neuen Internetauftritt umgesetzt. So wurden Verbesserungsvorschläge und neue Serviceangebote eingearbeitet, die sich an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer orientieren. Damit können Kunden noch schneller und einfacher navigieren und gezielt die gewünschten Informationsangebote finden. Mittlerweile hat sich die Zugriffszahl pro Monat auf die VBB-Internetseiten auf über drei Millionen eingependelt. Dazu kommen über 2,5 Millionen Zugriffe auf vbb-fahrinfo. Leichtere Orientierung und schnellerer Zugriff: • schnellerer Aufbau der Startseite, da der (Java-) Ticker entfällt, • deutliche Trennung von VBB-Serviceleistungen und zusätzlichen Infos zu Freizeit, anderen Verkehrsmitteln, etc., • für alle Links eine separate Spalte zum Anklicken, • Volltextsuche, • mehr Informationen für Menschen mit Behinderungen. Alle Serviceleistungen des VBB stehen jetzt in einer Menüleiste. Das pull-down-Menü ermöglicht einen leichteren und schnelleren Zugriff auf die gewünschten Informationen nach folgenden Kategorien: fahrinfo, VBB-Service, Tarife & Tickets, Fahrpläne & Netz, Über den VBB. Weiterhin gibt es mehr Informationen für mobilitätseingeschränkte Menschen zu behindertengerechten Bahnhöfen und Fahrzeugen. Ein erster Schritt auch im Zusammenhang mit dem Jahr des Behinderten, dem weitere folgen werden. Der VBB Presseinformation 23. Mai 2003 Seite 2 von 3 bietet außerdem Behindertenverbänden die Möglichkeit, sich im VBB-Internet vorzustellen. Erfolgreich ist die Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Tourismus wie der „Friedrichstraße“, dem „Kurfürstendamm“ und der „Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB)“ für den homepage-Service, der Fahrgästen mit einem Klick den schnellsten Weg dorthin mit dem ÖPNV anzeigt. Neues bei „vbb-fahrinfo“: • VBB-fahrinfo neben deutscher, englischer und polnischer jetzt auch in türkischer Sprache, • in „VBB-fahrinfo national“ jetzt auch Angebote von Connex und BerlinLinienBus von und nach Berlin/Brandenburg, • VBB-fahrinfo für unterwegs – Service für mobile Nutzer: fahrinfo-online für Pocket-PC und WAP-Handy, fahrinfo-offline für Palm- und Pocket-PC. Wie gewohnt können bei VBB-fahrinfo die Haltestellen zur Verbindungsauskunft angegeben werden. Auch die Angabe der Adresse führt zur Verbindungsauskunft in ganz Berlin und Brandenburg. Durch Eingabe der Start- und Zieladresse mit Ortsangabe und Straßennamen sowie Hausnummer sucht VBB-fahrinfo die Verbindung mit den Öffentlichen. Hilfreiche Funktionen wie die Fußwegbeschreibung und das Taxirouting zur Start- oder von der Zielhaltestelle ergänzen und komplettieren die „Wegekette“ und führen den Fahrgast im gesamten VBB-Gebiet von Haustür zu Haustür. Zur Verbindungsauskunft wird die passende VBB-Tarifinformation angezeigt. Ein paar Mausklicks weiter kann man eine Karte mit der näheren Umgebung einblenden. Dieser Kartenausschnitt lässt sich ausdrucken und – wichtig für Ortsfremde – auch mitnehmen. Mach mal eine Pause – VBB-fahrinfo ermöglicht jetzt die Eingabe einer Aufenthaltszeit an einer Haltestelle, egal ob zum Einkaufen oder zum Essen. Presseinformation 23. Mai 2003 Seite 3 von 3 Eine Nutzerumfrage des VBB ergab zudem, dass viele Fahrgäste mit VBB-fahrinfo Fernreisen planen wollen. Von Berlin-Bandenburg aus in die Welt ist daher mit der VBBfahrinfo und den neu integrierten Bahn- und Flugdaten ohne weiteres machbar! Schön, wenn jeder den Fahrplan seiner Haltestelle Zuhause an der Pinnwand hätte, dachte sich der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Hier wurde ein einfach zu bedienendes Tool entwickelt, das für jede Haltestelle im VBB-Gebiet einen Haltestellenaushang als PDF-Datei erstellt. Für Pendler und Stammkunden ist das neue „Fahrplanheft“ des VBB gedacht. Hier hat der Fahrgast die Möglichkeit, sich ein persönliches Fahrplanheft für häufig genutzte Wege zusammenzustellen. Zum Beispiel die Fahrtverbindungen morgens von Zuhause zur Arbeitsstelle und abends wieder retour.
Fast 70 Jahre lang rollten sie massenhaft über die Berliner #S-Bahn-Gleise. Nun steht das Ende ihres Einsatzes im #Regelbetrieb fest: Noch im Jahr 2003 verschwinden die letzten Züge der Baureihe #477 aus dem #S-Bahn-Alltag. Dabei ist deren #Einsatzgebiet bereits arg #geschrumpft und umfasst lediglich noch die verkürzte #S3 von Erkner nach Ostbahnhof. Die S 3 wird dereinst in den Geschichtsbüchern als die Strecke vermerkt sein, auf der die letzten der „#Ur-Berliner“ S-Bahnen fuhren, von 1924 bis 41 gebaut und zu DDR-Zeiten zum Teil mehrfach #rekonstruiert und #modernisiert, was ihr ungewöhnlich langes Leben ermöglichte. Von der #S45 (Schönefeld – Ring) sind die Oldies bereits seit 1. April verschwunden, zwei Monate früher als geplant.
Die #Abschiedstour ist einsam. Kein #Fahrgast wärmt mehr die Sitzpolster, keine Hand greift nach den geschwungenen #Türgriffen und zieht sie in die Höhe, um die Türen auseinander zu treiben. Eine #S-Bahn auf ihrer letzten Fahrt von #Erkner nach #Königs Wusterhausen. Bis zum #Abstellgleis in KW fährt sie gar noch aus eigener Kraft. Woche für Woche nehmen S-Bahnen der Baureihe BR #477 diesen Weg. So geht es noch gut zehn Monate, bis alle alten Wagen aus dem Verkehr gezogen sind. Falk Temmler und Jürgen Dittert, beide seit 1990 #Triebfahrzeugführer der S-Bahn, bringen den Zug mit vier Wagen – in dieser Länge auch als Halb- oder Kurzzug bezeichnet – nach KW. Er fährt zwar noch, aber bestimmte Funktionen sind bereits außer Betrieb, die Türen schließen beispielsweise nicht mehr automatisch und sind während der Fahrt auch nicht gesperrt.
Kaum ein vor der #Stadtgrenze liegender #Airport weltweit ist so gut, schnell, bequem und #preiswert zu erreichen wie der #Flughafen#Schönefeld. Der #AirportExpress der Deutschen Bahn, der seit Mai 1998 die schon über vierzig Jahre bestehende Verbindung mit der #S-Bahn hochwertig ergänzt, ist täglich von 5 bis 24 Uhr unterwegs. Vom #Zoologischen Garten dauert die Fahrt nur 30 Minuten. Von der #Friedrichstraße sind es 23, von #Alexanderplatz und #Ostbahnhof lediglich 20 bzw. 15 Minuten.
Das kann weder irgendeine Radio- oder #Fernsehstation, die #Polizei und noch der #Senat: ein umfassendes Bild von der Berliner #Verkehrslage vermitteln. Aber die #Verkehrsmanagamentzentrale (#VMZ) in der Eichhornstraße am #Potsdamer Platz kann das, zumindest annähernd. Sie steht kurz vor der endgültigen Inbetriebnahme. Denn es war das Land, das – infolge der Übersiedlung von Bundestag und Bundesregierung nach Berlin – in der zweiten Hälfte der 90er Jahre den #Verkehrskollaps befürchtete und eine Einrichtung installieren wollte, die die #Verkehrsströme sinnvoll und effektiv so lenkt, dass Staus weitgehend vermieden werden. Sie schrieb das Projekt europaweit aus, 30 Firmen bewarben sich, die #Siemens AG und die #Daimler Chrysler Services AG blieben übrig und bildeten 2001 die VMZ Betreibergesellschaft, wobei Daimler mit 51 Prozent die Federführung übernahm. Nach 30 Monaten Aufbauarbeit läuft nun die Endphase mit der #Abnahme durch die #Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Verkehr.