Mit unzähligen Fragen zu verschiedensten Themen warteten die Fahrgäste beim #S-Bahnsprechtag während der #Schienenverkehrswochen des Berliner Fahrgastverbandes #IGEB auf. Dabei gab S-Bahn-Baubetriebsmanager Christian #Morgenroth Entwarnung: „Die im Herbst beginnenden Bauarbeiten an der S 3 führen zu keiner Ausweitung des S-Bahn-Taktes.
Seit dem 1. März ist im S-Bahnhof #Ostkreuz der #Zugang vom #Bahnsteig A (oberer Bahnsteig Richtung Stadt – S 9) zum Bahnsteig E (Richtung Erkner) gesperrt.
Nachdem die Pläne für den Umbau im Bereich Ostkreuz/Warschauer Straße im Herbst 2002 öffentlich ausgelegt worden waren (vergleiche SIGNAL 6/2002 , Seite 16), fand ab 15. September 2003, ein halbes Jahr später als geplant, die #Anhörung aller Behörden und Verbände statt, die sich 2002 schriftlich geäußert hatten. Über die Planungen ist bereits vieles geschrieben worden, deshalb geben wir nachfolgend wiur noch einmal einen kurzen Überblick über die für die Berliner Fahrgäste wichtigsten Maßnahmen.
Die unteren #S-Bahnsteige sollen für die in #Ost-West-Richtung verlaufenden Linien zugunsten eines #Richtungsbetriebes umgebaut werden, so dass die Fahrgäste alle in die jeweilige Fahrtrichtung verkehrenden Züge nutzen können. Zukünftig werden am Bahnhof Ostkreuz aber auch #Regionalzüge an den drei neu entstehenden Regionalbahnsteigen der #Frankfurter, #Wriezener und der #Ringbahn halten können. Die jeweiligen S- und Regionalbahnsteige sollen über großzügige Treppen, #Fahrtreppen und #Aufzüge miteinander verbunden werden, so dass sich die Situation für die umsteigenden Fahrgäste deutlich verbessern wird. Während der Bauzeit soll es keine wesentlichen Betriebseinschränkungen auf der S-Bahn sowie bei Regional- und Fernbahn geben. Der dadurch vorgesehene #etappenweise#Umbau, der 2004 beginnen soll, wird allerdings voraussichtlich acht Jahre in Anspruch nehmen. Die Umbaukosten werden auf ca. 350 Millionen Euro geschätzt.
„Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass beim #Umbau des Bahnhofs #Ostkreuz, im Bereich #Ringbahnbrücken, die #Vorsorgemaßnahmen für eine #zweigleisige Verbindung zwischen dem #Ostbahnhof und dem Bahnhof #Lichtenberg berücksichtigt werden, um die Option für eine Realisierung der Fernbahn-Verbindung zu sichern.“ Dies der Wortlaut im Forderungsteil des Antrags der Bundestags-Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen auf Drucksache 14/9270, dem die Mehrheit des Deutschen Bundestages am 14. Juni 2002 zustimmte.
Nach der Veröffentlichung im Dezember stellten mehrere punkt 3- Leser zusätzliche Fragen zum #Ringkonzept der #S-Bahn während der #Tunnelbauphase. Eberhard Lorenz, Fachbereichsleiter Betrieb der S-Bahn Berlin GmbH versucht, im folgenden, die Antworten zusammen zu fassen.
Im letzten Jahr konnten in der #Panorama-S-Bahn an 135 Einsatztagen 16.000 Fahrgäste gezählt werden. Dabei erwies sich die #Stadtrundfahrt vom #Ostbahnhof über #Ostkreuz, den #Südring und die Stadthalle als Dauerbrenner, da innerhalb von 67 Minuten die wichtigsten #Sehenswürdigkeiten von Berlin und ungewöhnliche Einblicke zu entdecken sind.
Durch eine mechanische #Fahrsperre wird sichergestellt, dass Züge beim ungewollten Vorbeifahren an haltzeigenden Signalen gefahrlos aus der zulässigen Geschwindigkeit zum Halten kommen.
Der #Unfall vom Sonntagabend ist nach den letzten Erkenntnissen auf die nicht sachgerechte Bedienung der #Zugbremse und einer daraus resultierenden unzulässigen Geschwindigkeit des Zuges bei Annäherung an den Bahnhof Ostkreuz zurückzuführen. Die #Ermittlungen werden fortgesetzt.
Bei dem Aufprall waren neun Fahrgäste und der #Triebfahrzeugführer des auffahrenden Zuges leicht verletzt worden.
Die beiden rätselhaften #Unfälle vom Wochenende bei der S- und #U-Bahn sind weiter ungeklärt. Am Sonntagabend war am #Bahnhof#Ostkreuz eine #S-Bahn auf einen anderen Zug #aufgefahren, in der Nacht zuvor hatte ein #U-Bahnfahrer auf der Linie #U2 einen lebensgefährlich verletzten Mann auf den Gleisen entdeckt, der nach seinen Angaben von Jugendlichen durch die Scheibe auf die Schienen geworfen worden war.
Auf dem #S-Bahnhof #Ostkreuz steigen an Werktagen 100 000 Menschen um, doch es gibt weder #Aufzüge noch #Rolltreppen. Die Züge in Richtung Westen fahren von drei #Bahnsteigen ab, doch schon seit 1985 werden die Fahrgäste nicht mehr darüber informiert, an welchem denn nun die nächste S-Bahn einrollt. Einige Male wurde der #Umbau dieses unglaublich provisorisch wirkenden #Knotenpunkts geplant (erstmals 1937), doch geschehen ist nichts. Fast nichts: Auf dem #Ringbahnsteig F wurde ein einsturzgefährdeter Bereich eingezäunt und mit sieben Pflanzentöpfen als niedliche „Blumeninsel“ dekoriert. Andreas Butter, Hans-Joachim Kirsche und Erich #Preuß haben Recht. „Der Bahnhof war und ist ein Albtraum“, schreiben sie in ihrem Buch „Berlin Ostkreuz“, das jetzt erschienen ist. Gleich vorweg: Den #Autoren ist ein Spagat gelungen. Ihr 160-seitiges #Buch bedient nicht nur …