Noch endet die #Autobahntrasse auf einer Wiese am alten #Flughafengelände in #Schönefeld. Autofahrer kommen auf ihr bis zum Treptower Ortsteil #Adlershof. Doch schon im kommenden Jahr sollen die Autos auf der neuen Autobahn #A113 vom Stadtgebiet in Richtung Süden weiterfahren können – die Autobahntrasse wird somit vier Jahre vor dem neuen Flughafen in Betrieb genommen. „Die Arbeiten verlaufen problemlos, wir sind im Zeitplan“, sagte Lothar Wiegand, Sprecher des Brandenburger Verkehrsministeriums. Nach Angaben der Berliner Stadtentwicklungsverwaltung wird das Teilstück bis zur Landesgrenze „spätestens Ende 2007“ freigegeben. Auf Brandenburger Seite kreuzt die alte Nordbahn des Flughafens die Route der #Autobahn. Nach dem Abriss der Startbahn kann die Autobahn geschlossen werden, was die Reisezeit zwischen Stadtgebiet und #Flughafen erheblich reduziert. Der eigentliche Anschluss zum Flughafen wird allerdings erst gebaut, wenn das Terminal in Betrieb genommen wird, also 2011.
In der zweiten Januarhälfte kommen auf die S-Bahn- Fahrgäste die ersten vier größeren #Bauvorhaben in diesem Jahr zu, die teilweise zu Pendel- und #Schienenersatzverkehr führen.
Am 14. und 15. Januar (Sonnabend und Sonntag) müssen am S-Bahnhof Adlershof dringend Schienen an beiden Gleisen ausgetauscht werden. Deshalb wird zwischen den Bahnhöfen Grünau und Schöneweide ein Pendelverkehr eingerichtet. Die Pendelzüge fahren alle 20 Minuten.
In der Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft können die Fahrgäste das gesamte S-#Bahnnetz ohne #Einschränkungen und mit wesentlichen Neuerungen nutzen.
Bereits angekündigt ist die Einführung des #Vollringverkehrs zum großen #Fahrplanwechsel am 28. Mai 2006 – das wird möglich, weil nach Abschluss der Bauarbeiten und dem Einsatz der Baureihe #481 die Fahrzeit auf dem Ring auf 60 Minuten reduziert werden kann. Dabei werden die Verknüpfungen der Linien S 45, S 46 und S 47 mit den beiden Ringlinien S 41 und S 42 aufgehoben.
Die Ersten versuchten es ganz früh. Schon vor dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes wollten #Autofahrer gestern an der #Anschlussstelle#Stubenrauchstraße auf die neue Piste fahren. Doch die #Auffahrten waren noch von der Polizei gesperrt, obwohl die #Hinweisschilder bereits auf die Ziele „Magdeburg, Leipzig, Dresden und Flughafen Schönefeld“ sowie „Hamburg und Tempelhof“ hinwiesen. Auf der Brücke über der Autobahn #A113 warteten gut 50 Berliner auf die Freigabe des neuen Autobahnabschnitts. Die 4,6 Kilometer lange Strecke mit den Anschlussstellen #Johannisthaler Chaussee, #Stubenrauchstraße und #Adlershof hat 130 Millionen Euro gekostet.
Der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Dr. Manfred #Stolpe, und die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg #Junge-Reyer, werden den ca. 4,6 km langen 2. Verkehrsabschnitt der #A113 von der Anschlussstelle #Späthstraße bis zur Anschlussstelle #Adlershof feierlich dem Verkehr übergeben.
Für #Bauprojekte in #Adlershof, #Schöneweide und #Baumschulenweg wird die Deutsche Bahn tief in die eigene Tasche greifen – und in die des Bundes, des Landes Berlin und von Brandenburg. Insgesamt werden in den kommenden Jahren etwa 350 Millionen Euro fließen, mit denen zwölf #Brücken und zwei Bahnhöfe im Südosten erneuert werden. Gleise sind auszuwechseln, alte #Stellwerke durch computergesteuerte zu ersetzen. „Die #Grunderneuerung ist erforderlich, damit in den nächsten 60 Jahren ein zuverlässiger Betrieb gewährleistet wird“, sagt Michael #Baufeld, Sprecher der DB #Projektbau GmbH, die von ihrer Muttergesellschaft mit dem Management des riesigen Unterfangens beauftragt ist. Es soll von 2006 bis 2009 in die Tat umgesetzt werden.
Der #Flughafen#Schönefeld bleibt fünf Wochen lang ohne #S-Bahn-Anschluss. Von heute bis voraussichtlich zum 1. Dezember werden zwischen #Adlershof und dem Flughafen Schönefeld keine Züge fahren. Für rund elf Millionen Euro wird die Bahn diesen #Streckenabschnitt#sanieren. Vier Kilometer Gleis und drei Weichen werden ausgetauscht; auch die #Brücke über die Straße „Am Falkenberg“ wird erneuert. Ohne die fünfwöchige Sperre der Strecke hätte man an über 20 Wochenenden bauen müssen – jeweils verbunden mit Sperrungen, teilte die S-Bahn mit. Als Ersatz werden Busse eingesetzt, die, anders als die Züge, bis zum #Flughafenterminal fahren. Fahrgäste müssen daher am Bahnhof Schönefeld nicht mehr umsteigen. Auf der Schiene ist der Bahnhof weiter alle 30 Minuten mit den Zügen der #Regionalexpresslinien#RE4 und #RE5 zu erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen elf Jahren und dreizehn Jahren? Na? Falsch!
Der Unterschied liegt darin, dass in elf Jahren (1979 bis 1990) 26 Kilometer #Straßenbahn in Berlin gebaut wurden, in den darauffolgenden 13 Jahren 1990 bis 2003 kam man auf eine #Stilllegung von drei Kilometer (Altglienicke) und atemberaubende neun Kilometer Neubau (Osloer Straße, Buchholz, Alexanderplatz). Ach ja, nicht zu vergessen die 400 Meter in der Warschauer Straße – bis zum Prellbock vor der Oberbaumbrücke.
Die #Straßenbahn wird nach den Prognosen der #Verkehrsplaner trotz neuer Strecken bis 2004 rund fünf Prozent ihrer gegenwärtig etwa 138,3 Millionen Fahrgäste verlieren. Durch neue Strecken wird sie zwar neue Kunden gewinnen, andererseits verliert sie aber durch den Rückgang der Einwohnerzahlen in den östlichen Randbezirken und durch den #Lückenschluss des S-Bahn-Nordringes einen erheblichen Teil ihrer bisherigen Fahrgäste.
S-Bahn: Vorplanungs- und Projektsteuerungsstudien fuer den Ausbau und die Erneuerung des S-Bahnhofes Adlershof
Ereignis
Die Berlin Adlershof Aufbaugesellschaft mbH (BAAG) hat als Entwicklungsträger und Treuhänder des Landes Berlin Planungsmittel in Höhe von 1 Mio. DM für die Erstellung von Vorplanungs- und Projektsteuerungsstudien zum Umbau und Ausbau des S-Bahnhofes Adlershof freigegeben. Die daraus resultierenden Planungsergebnisse renommierter Architekten- und Ingenieurbüros liegen seit Ende März 1996 den Beteiligten als gemeinsame Abstimmungsgrundlage zur Prüfung vor.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 13. Wahlperiode, Drucksache 13/611, Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 471
Ich frage den Senat:
1. Auf Grund welcher Zuständigkeit hat die Berlin Adlershof
Aufbaugesellschaft mbH (BAAG), Entwicklungsträger als
Treuhänder des Landes Berlin, die Vorplanungs- und Projektsteuerungsstudien in bezug auf den Ausbau und die
Erneuerung des S-Bahnhofes Adlershof in der Höhe von
1 Mio. DM vergeben?
2. Inwieweit wurden diese Studien mit der Berliner S-Bahn
GmbH und der Deutschen Bahn AG abgestimmt?
Welche Gutachen zu demselben oder ähnlichem Themenbereich wurden von der Berliner S-Bahn GmbH und der
Deutschen Bahn AG beauftragt?
3. Welche Firmen wurden von der BAAG beauftragt, Gutachen
und Studien zum S-Bahnhof zu erstellen?
4. Werden die Ergebnisse der Studien als Grundlage für den
Ausbau des S-Bahnhofes Adlershof genommen?
Wenn nicht, warum wurden diese Studien erstellt?
Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 471
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1.:
Der S-Bahnhof Adlershof befindet sich räumlich außerhalb des
förmlich festgelegten Entwicklungsbereiches Berlin-Adlershof.
Im Beschluß des Steuerungsausschusses vom 12. Januar 1994
wurde die besondere Bedeutung des S-Bahnhofes Adlershof für
die Gesamtentwicklung des Entwicklungsbereiches hervorgehoben. Gemäß dem Beschluß des Steuerungsausschusses vom
12. Januar 1994 wurde das Büro Albert Speer & Partner GmbH
mit der Erstellung der Studie zur Machbarkeit des Umbaukonzeptes S-Bahnhof Adlershof beauftragt. Ziel dieser Studie war es,
Planungsgrundlagen zu erarbeiten und grundsätzliche Bebauungs- und Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Auf Grund der Notwendigkeit der Weiterführung der Rudower
Chaussee aus dem Entwicklungsbereich an die Kreuzung Adlergestell sowie der überörtlichen Verkehrsanbindung wurde der
Entwicklungsträger mit Beschluß des Steuerungsausschusses
vom 5. April 1995 mit der Projektträgerschaft für die Planung des
S-Bahnhofes Adlershof betraut und der Freigabe der im Wirtschaftsplan vorgesehenen Planungsmittel in Höhe von
1 Mio. DM zugestimmt.
Zu 2.:
In das Arbeitsergebnis Grundlagenermittlung und Vorplanung
sind die durch die Deutsche Bahn AG und die S-Bahn GmbH
definierten Rahmenbedingungen eingeflossen. Diese Rahmenbedingungen wurden im Verlaufe des Planungsprozesses der
Grundlagenermittlung und Vorplanung u. a. von DE-Consult
abgefragt und haben das Arbeitsergebnis wesentlich beeinflußt.
Im Auftrage der Deutschen Bahn AG wurden von DE-Consult
im November 1995 Planungsunterlagen zu Finanzierungsanträgen zur Einstellung in das ÖPNV-System erarbeitet. Grundlage
dieser Untersuchung war jedoch der Ersatz der S-Bahn-Brücken
unter Beibehaltung der lichten Durchfahrtsbreite.
Darüber hinausgehende Gutachten wurden von der Berliner
S-Bahn GmbH und der Deutschen Bahn AG nicht beauftragt.
Zu 3.:
Im Auftrag der BAAG hat die Albert Speer & Partner GmbH
im Mai 1994 eine erste Projektstudie zum Um- und Ausbau des
S-Bahnhofes Adlershof erarbeitet. Nach Stellungnahme durch
die am Planungsverfahren Beteiligten wurde die überarbeitete
„Studie zur technischen und finanziellen Machbarkeit des
Umbaukonzeptes S-Bahn-Station Adlershof“ im März 1995 vorgelegt.
Gemäß Steuerungsausschuß-Beschluß vom 5. April 1995
wurde dem dieser Studie zugrundeliegenden architektonischen
Entwurf zugestimmt; mit der sich daran anschließenden weiteren
Erarbeitung der Grundlagenermittlung und Vorplanung wurden
die Büros Albert Speer & Partner, Büro Bollinger + Grohmann,
DE-Consult und die FAAG beauftragt. Darüber hinaus wurden
die notwendigen Vermessungsarbeiten durch das Büro Boer
erbracht. Die daraus resultierenden Planungsergebnisse liegen
seit Ende März 1996 als Abstimmungsgrundlage den Planungsbeteiligten zur Prüfung vor.
Zu 4.:
Mit den vorliegenden Vorplanungsergebnissen können die
Planungsbeteiligten verbindliche Aussagen zur technischen,
finanziellen sowie zur verfahrensmäßigen Realisierung treffen.
Ziel der zur Zeit laufenden Prüfung ist es, eine von allen getragene und die besondere Haushaltssituation Berlins berücksichtigende Planungsvariante als Grundlage für die weiterführende
Entwurfsplanung zu beschließen.
Hinweis
„dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt“