#Potsdam – Das Szenario dürfte einigen bekannt vorkommen: Wegen Bauarbeiten an der #Nahverkehrstrasse neben der Langen Brücke werden in Potsdam das #Tramnetz unterbrochen und Busse wochenlang umgeleitet. Los geht es am Freitagabend. Die Arbeiten an der #Trambrücke sollen bis Anfang August 2021 dauern, wie das Rathaus auf PNN-Anfrage mitteilte. Dafür wird das Potsdamer Tramnetz in ein Nord- und ein Südnetz geteilt. Als Ersatz für die Trams fahren Busse.
Zu Beginn gibt es eine Vollsperrung. Betroffen sind die Linien #91, #92, #93, #96 und #99. Von Freitag, dem 4. Juni, um 21 Uhr bis Betriebsschluss in der Nacht zu Montag fahren gar keine Trams über die Brücke. Die zweite Vollsperrung ist laut Rathaus vom 16. Juli bis 18. Juli geplant. In der Zwischenzeit und noch bis 25. Juli wird das Tramnetz täglich ab 21 Uhr unterbrochen.
Dann fahren zwischen Platz der Einheit und Eduard-Claudius-Str.aße/Heinrich-Mann-Allee beziehungsweise Magnus-Zeller-Platz keine Straßenbahnen. Im Nordnetz enden alle Tramlinien am Platz der Einheit. Im Süden fahren die Tram der Linien 91 und 96 von Rehbrücke über Eduard-Claudius-Straße zur Marie-Juchacz-Straße. Wie der Verkehrsbetrieb mitteilte, verkehrt der Ersatzverkehr in Richtung Rehbrücke ab Platz der Einheit/West über Friedrich-Ebert-Straße, Schloßstraße, Lange Brücke, Bahnhofsvorplatz Hauptbahnhof, Friedrich-Engels-Straße und Heinrich-Mann-Allee bis Rehbrücke. Es sei grundsätzlich von verlängerten Reisezeiten und Anschlussverlusten im weiteren Fahrtverlauf …
Frage 1: Welches sind die weiteren Planungsschritte mit welcher #Zeitplanung für die #Verlängerung der Tram #M10 von der #Warschauer Straße zum #Herrmannplatz? Antwort zu 1: Hierzu wird auf Antwort 8 der Schriftlichen Anfrage 18/27246 verwiesen, die weiterhin den aktuellen Erkenntnisstand darstellt. Frage 2: Wann und in welcher Form war der Bezirk in die #Entscheidungsfindung zur Vorzugsvariante eingebunden? Antwort zu 2: Mitarbeitende des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg haben an den sechs Sitzungen des projektbegleitenden Arbeitskreises zum Projekt in den Jahren 2018 und 2019 teilgenommen. Mitarbeitende des Bezirksamts Neukölln haben im genannten Zeitraum an vier der sechs Termine teilgenommen. Diese Sitzungen dienten der Diskussion der Arbeiten und der Zwischen- und Endergebnisse für die Untersuchungsbestandteile Verkehrsmittelvergleich, Trassenvergleich und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Die Entscheidungsfindung zur planerisch zu bevorzugenden Variante, die in den Senatsbeschluss eingeflossen ist, wurde als zweistufiges Verfahren durchgeführt. Dieser Teil der Untersuchung wurde in Sitzungen am 19. Oktober 2018 sowie am 20. Dezember 2018 vorgestellt und diskutiert. 2 Frage 3: Welche Stellungnahmen wurden wann seitens des Bezirksamtes vorgebracht? Antwort zu 3: Folgende Stellungnahmen wurden im Rahmen der Sitzungen des projektbegleitenden Arbeitskreises abgegeben: · Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat auf Straßensanierungsmaßnahmen in der Regie des Bezirks hingewiesen. · Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat berichtet, dass auf einer im Dezember 2017 stattgefundenen informellen Bürgerinformationsveranstaltung von Bürgerinnen und Bürgern neben Vorbehalten gegen das System Straßenbahn auch das Interesse an der Maßnahme bekundet wurde. · Das Bezirksamt Neukölln betonte die Bedeutung einer angemessenen Straßenraumgestaltung auch im Hinblick auf die Vermeidung von Schleichverkehr im Bereich Reuterstraße. Frage 4: Welche Öffentlichkeitsbeteiligungen fanden außer der Informationsveranstaltung vom 15.11.2018 bislang statt? Antwort zu 4: · 19.12.2017: MultiplikatorInnengespräch im „Kiezanker 36“ auf Anregung der Vernetzungsrunde zur Tramverlängerung M10 unter Teilnahme des damaligen Staatssekretärs (StS) Kirchner und Projektbearbeiterinnen und Projektbearbeitern der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. · 15.03.2018: Informationsveranstaltung im Foyer der Quartiershalle auf dem Campus Rütli unter Teilnahme von StS Kirchner und Vertreterinnen und Vertreter der Senatsverwaltung. · 30.10.2018: Akteursrunde zur Einbindung lokaler Multiplikatoren, Interessenvertreterinnen und -vertretern von Verbänden sowie Expertinnen und Experten aus dem „Einzugsgebiet“ des Straßenbahnneubauvorhabens. · 16.04.2019: Informationsveranstaltung zum Thema „Verkehrsprojekte in Neukölln“. Frage 5: Welche weiteren Beteiligungen sind wann geplant? Antwort zu 5: Im Rahmen der Vorplanung wird es weitere Beteiligungsformate geben, die im Laufe der Planung noch zu konkretisieren sind. Es wird rechtzeitig öffentlich darüber informiert werden. Frage 6: Ist Bestandteil der weiteren Beteiligung auch die Diskussion möglicher Trassenalternativen? 3 Frage 7: Wie und wann wird der Beschluss der BVV Friedrichshain-Kreuzberg vom 24. Februar 2021 berücksichtigt, in dem eine variantenoffene Beteiligung gefordert wird in der Weise, dass „vor einer endgültigen Entscheidung über den weiteren Verlauf der M10 die geprüften Varianten mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen (…) vorgestellt, visualisiert und mit den Interessengruppen wie Verbänden, Anwohner*innen und Initiativen diskutiert werden“ (DS/1889/V)? Antwort zu 6 und 7: Die Fragen 6 und 7 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Bereits im Rahmen der #Grundlagenuntersuchung wurden mehrere Streckenvarianten diskutiert und nach einer berlinweit einheitlichen Methodik geprüft und bewertet. Diese Phase diente der Findung einer planerisch zu bevorzugenden Trassenvariante, die in den nächsten Planungsschritten vertieft ausgearbeitet wird. In den erfolgten Öffentlichkeitsveranstaltungen wurden die Trassenvarianten vorgestellt und diskutiert. Die Hinweise, Wünsche oder kritischen Aspekten der Bürgerinnen und Bürger wurden gesichtet und sind in den Abwägungsprozess mit eingeflossen Mit dem Senatsbeschluss vom 13.04.2021 wurde die planerisch zu bevorzugende Trassenvariante durch den Berliner Senat bestätigt. In weiteren Planungsschritten wird die Öffentlichkeit ebenfalls eingebunden sein und weitere Hinweise können für die Gestaltung der zu bevorzugenden Trassenvariante mit einfließen. Bei der Diskussion der verschiedenen Trassen war der Bezirk im Planungsprozess involviert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die bereits durchgeführten und hier in den Antworten zu den Fragen 2 bis 5 aufgeführten Beteiligungsverfahren verwiesen. Der endgültige Beschluss über den #Trassenverlauf wird mit dem #Planfeststellungsbeschluss erfolgen.
Berlin, den 25.05.2021 In Vertretung Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Die Berliner Verkehrsbetriebe werkeln von Montag, den 31. Mai 2021, zirka 4:30 Uhr, bis Freitag, den 4. Juni 2021, zirka 4:30 Uhr, am #Straßenbahnnetz in der #Allee der Kosmonauten. Zwischen #Rhinstraße und #Landsberger Allee werden an mehreren Stellen verschlissene Schienen, #Bogenschienen sowie eine Ausfahrtweiche mit #Herzstücken ausgetauscht. Anschließend werden die neuen Schienen und Schwellen befestigt, #Stopfarbeiten durchgeführt und Fußgängerüberwege erneuert. Die Straßenbahnlinien #M8 und #18 sind nicht wie gewohnt unterwegs.
Die Linie M8 wird in beiden Richtungen von Allee der Kosmonauten/Rhinstraße über Rhinstraße sowie Landsberger Allee über Freizeitforum Marzahn umgeleitet. Die Verstärkerfahrten der Linie M8 in der Hauptverkehrszeit fahren zwischen Landsberger Allee/Petersburger Straße über Allee der Kosmonauten/Rhinstraße und weiter nach Gehrenseestraße. Die Linie 18 ist zwischen Riesaer Straße und Wuhletalstraße beziehungsweise Ahrensfelde/Stadtgrenze unterwegs. Ein Ersatzverkehr mit barrierefreien Bussen ist zwischen Allee der Kosmonauten/Rhinstraße und Freizeitforum Marzahn eingerichtet.
Frage 1: Gab es seitens des Senats in der Vergangenheit Planungen für eine #Straßenbahnverbindung zwischen Berlin und #Potsdam? Warum wurden diese gegebenenfalls verworfen? Antwort zu 1: Derartige Planungen gibt es seitens des Senats seit der Wiedervereinigung 1990 nicht. Frage 2: Wie schätzt der Senat die Möglichkeit einer Verlängerung der Potsdamer Straßenbahnlinie #93 von #Glienicker Brücke bis zum S-Bahnhof #Wannsee ein? Wurden in der Vergangenheit für ein solches Vorhaben bereits Machbarkeitsuntersuchungen vorgenommen? Falls ja, mit welchem Ergebnis? Antwort zu 2: Es liegen keine Machbarkeitsuntersuchungen vor, so dass auch keine Aussagen zur technisch baulichen Möglichkeit einer Verlängerung möglich sind. 2 Frage 3: Gab oder gibt es andere Korridore, die für eine Straßenbahnverbindung zwischen Berlin und Potsdam betrachtet wurden? Antwort zu 3: Nein. Frage 4: Wie schätzt der Senat den verkehrlichen Bedarf für eine Straßenbahnverbindung zwischen Glienicker Brücke und Wannsee und darüber hinaus Richtung Rathaus Steglitz ein? Antwort zu 4: Der Bedarf für Infrastrukturnetzergänzungen wurde im Rahmen des Nahverkehrsplans 2019-2023 betrachtet. Auf dieser Relation hat sich aufgrund der parallelen S-BahnVerbindung kein Bedarf ergeben, so dass eine solche Strecke nicht Bestandteil des ÖPNV-Bedarfsplans ist. Der S-Bahnhof Babelsberg ist bereits an das Potsdamer Straßenbahnnetz angeschlossen, sodass für Potsdam allenfalls im Bereich Berliner Vorstadt ein Mehrwert zu generieren wäre. Eine Reisezeitverkürzung zu relevanten Berliner Zielen wäre nicht in nennenswertem Ausmaß erzielbar. Frage 5: Wie schätzt der Senat die Möglichkeit ein, für eine Straßenbahnverbindung zwischen Berlin und Potsdam die Betriebshöfe der ViP auch für Fahrzeuge der BVG zu nutzen? Gibt es seitens des Senats durch vergleichbare Fälle bereits Erfahrungen für eine solche Kooperation? Antwort zu 5: Die BVG teilt hierzu mit: „Grundsätzlich sind die Fahrzeuge in Potsdam und Berlin vergleichbar. Der relevante Unterschied liegt in der Fahrstromspannung mit 750 V in Potsdam und 600 V in Berlin. Die gegenseitige Nutzung der Betriebshöfe ist keine realistische Option, da es keine Schienenverbindung gibt und auch die jeweilige Auslastung der #Betriebshofkapazitäten keinen Spielraum zeigt. Vergleichbare Kooperationen gab es bisher lediglich in der #Fahrlehrpersonalausbildung (Berlin für Frankfurt/Oder) und der Instandhaltung von Fahrwerken (Berlin für Strausberg). Weitere Angaben zu technischen oder betrieblichen Fragestellungen können wir nicht leisten, da uns der Einblick in die Technik und den Betrieb des Verkehrsbetriebs Potsdam (#ViP) fehlt.“ 3 Frage 6: Wie bewertet der Senat die Möglichkeit, eine Straßenbahnverbindung zwischen Berlin und Potsdam durch die ViP auch auf Berliner Seite betreiben zu lassen? Antwort zu 6: Präzedenzfälle für einen Straßenbahnbetrieb durch andere Unternehmensträger als die BVG bestehen auf den Linien #87 und #88 in Berlin-Köpenick. Grundsätzlich ist eine solche Konstellation also denkbar. Berlin, den 25.05.2021 In Vertretung Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Auf den Gleisen und Weichen der #Straßenbahn in der #Siegfriedstraße ist besonders viel Betrieb. Nicht nur führen dort gleich mehrere Straßenbahnlinien entlang. Sondern vom #BVG-Betriebshof Lichtenberg aus werden täglich um die 90 Züge auf insgesamt 6 Linien eingesetzt.
Die #Belastungen für das Schienenmaterial sind daher enorm, weshalb die BVG von Anfang Juni bis Anfang Oktober 2021 in mehreren Bauphasen umfangreich Gleise und Weichen erneuert. Die Bauabschnitte befinden sich dabei zwischen Bornitzstraße und Herzbergstraße sowie im Kreuzungsbereich Siegfriedstraße/Herzbergstraße.
Änderungen für die Fahrgäste von Straßenbahn und Bus ergeben sich auf den Linien #M8, #21, #37 sowie #240, #256, #N50 und #N56.
Auf der Linie M8 kommt es vom 4. Juni bis 9. August sowie noch einmal vom 24. bis zum 27. September 2021 zu Änderungen: Die Züge fahren eine Umleitung über Rhinstraße, Konrad-Wolf-Straße und Weißenseer Weg. Tagsüber sind auf der Stammstrecke zwischen Roederplatz und Allee der Kosmonauten/Rhinstraße Ersatzbusse im Einsatz. Nachts fahren Busse zwischen Landsberger Allee/Petersburger Straße und Allee der Kosmonauten/Rhinstraße.
Für die Linie 21 gibt es durchgehend vom 4. Juni bis 27. September 2021 Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Roederplatz und S+U Lichtenberg/Gudrunstraße, für die 37 zwischen Allee der Kosmonauten/Rhinstraße und S+U Lichtenberg/Gudrunstraße. Ebenfalls in diesem Zeitraum fährt ein Shuttle für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zwischen Allee der Kosmonauten/Rhinstraße und Evangelisches Krankenhaus Herzberge KEH.
Während der gesamten Gleisbauarbeiten kommt es auch zu Einschränkungen für den Individualverkehr. Dabei werden die Siegfried- und die Herzbergstraße zeitweise vollgesperrt oder sind nur eingeschränkt befahrbar. Für Fußgänger und den Fahrradverkehr werden in den betroffenen Straßenabschnitten gemeinsam nutzbare Wege eingerichtet.
Noch viel umfangreichere Arbeiten finden zeitgleich auf dem Betriebshof Lichtenberg selbst statt: Dort wird weit mehr als einen Kilometer Gleis erneuert, ebenso wie mehrere Weichen und Gleisverbindungen. Außerdem werden zusätzliche Aufstellmöglichkeiten für die Bahnen geschaffen. Nicht nur für die Bauleute, sondern auch für das Team der Straßenbahn ist das eine enorme Herausforderung: Damit die Fahrgäste von den massiven, baubedingten Einschränkungen auf dem Betriebshof im täglichen Betrieb nichts mitbekommen, müssen die Abläufe zum Fahrzeugeinsatz in den kommenden Monaten mehrfach grundlegend angepasst werden.
Alle Details zu den Änderungen bei Straßenbahn und Bus sowie zu den Einschränkungen für den Individualverkehr finden sich in den beiden angehängten Dokumenten.
Frage 1: Wann wird der Senat die #Lichtsignalanlage (#LSA) auf #Vorrang für die #Straßenbahn bei Annäherung und Räumung der Gleise durch vorausgefahrene Kfz umstellen? Antwort zu 1: Im Bereich #S-Bahnhof #Karlshorst sind durch das von der BVG beauftragte Ingenieurbüro verkehrsabhängige Steuerungen für insgesamt vier Lichtsignalanlagen (LSA) zu projektieren. Die #Projektierung für zwei LSA ist abgeschlossen und durch die zuständige Fachgruppe des Senates zur Ausführung freigegeben. Gegenwärtig wird die dritte LSA projektiert, durch die der Bereich nördlich des S-Bahnhofes Karlshorst mit den Einmündungen Stolzenfelsstraße, Dönhoffstraße und Rheinsteinstraße gesteuert wird. Aufgrund des engen verkehrstechnischen Zusammenhanges kann eine Inbetriebnahme der verkehrsabhängigen Steuerung der LSA nördlich und südlich des S-Bahnhofes nur gemeinsam erfolgen. Lediglich eine Inbetriebnahme der verkehrsabhängigen Steuerung an der weiter nördlich gelegenen LSA Dorotheastraße – Godesberger Straße ist bereits vorzeitig möglich und wird voraussichtlich im Juni 2021 erfolgen. Dadurch kann bereits eine Reduzierung der Wartezeiten für die Straßenbahn erreicht werden. Die BVG hat versichert, dass trotz der widrigen Pandemie-Umstände und den sich daraus ableitenden, hemmenden Randbedingungen für eine effiziente Leistungserbringung, die Fertigstellung der Projektierungsarbeiten durch das Ingenieur-Büro zu forcieren. Zum Zeitaufwand für die Projektierung kommt jeweils der Zeitbedarf für Programmierung und Test der Steuerung durch die Signalbaufirma, der mehrere Wochen je LSA erfordert. Da der Senat von Berlin nur sehr begrenzten Einfluss auf den Fortgang sowohl der Projektierungsarbeiten beim Ingenieurbüro als auch der Programmierarbeiten bei der 2 Signalbaufirma hat, können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Inbetriebnahmetermine genannt werden. Es ist aber davon auszugehen, dass eine Inbetriebnahme der verkehrsabhängigen Steuerung an beiden LSA unmittelbar nördlich und südlich der Bahnbrücke Karlshorst nicht vor August 2021 möglich sein wird. Frage 2: Wie wird der Senat künftig verhindern, dass derart untaugliche LSA-Steuerungen an anderen Stellen programmiert werden? Antwort zu 2: Angesichts der #Flächenkonkurrenz im öffentlichen Raum ist abschnittsweise ein Führen der Straßenbahn ohne besonderen Bahnkörper im #Mischverkehr unvermeidlich. In diesen Fällen ist auch zukünftig der Einsatz von komplexen verkehrsabhängigen Steuerungen zur Sicherung eines leistungsfähigen Betriebs für alle Verkehrsarten notwendig. Der Vorrang des #Umweltverbunds wird dabei berücksichtigt. Berlin, den 19.05.2021 In Vertretung Stefan Tidow Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Zu wenig Platz für #Fußgänger und #Radfahrer: In #Adlershof lehnt ein Bürgergremium Pläne des Bezirks ab. Nun treffen die Kontrahenten aufeinander.
Die #Dörpfeldstraße in Adlershof hat Potenzial. Es gibt #Fachgeschäfte und andere Einkaufsmöglichkeiten, gute Verbindungen mit der #Straßenbahn, einen Marktplatz. Aus der Dörpfeldstraße könnte man einiges machen, sagt auch Mira Skalski vom #Kiezbeirat Adlershof. Doch leider gehen die Pläne für die #Umgestaltung der Straße im Südosten Berlins in die falsche Richtung. „Der präferierte Vorschlag des Bezirksamts Treptow-Köpenick ist äußerst umstritten“, sagt die 34-Jährige, die seit 2017 in Adlershof lebt und den Stadtteil liebgewonnen hat.
Schon seit langem wird über den Umbau eines 1,1 Kilometer langen Abschnitts der Straße diskutiert, die ihren Namen seit 1951 trägt – wobei Experten darüber streiten, ob sie nach dem Archäologen Wilhelm Dörpfeld oder nach dem Pädagogen Friedrich Wilhelm Dörpfeld benannt worden ist. Inzwischen sind die Forderungen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die größtenteils eingleisige Trasse für die heutigen Tramlinien #61 und #63 mit einem zweiten Gleis zu versehen, dringlicher geworden. Denn unweit vom S-Bahnhof Adlershof plant das Unternehmen einen #Straßenbahn-Betriebshof.
Schmale grüne „#Aufmerksamkeitsstreifen“ für die Radfahrer „Wir sind nicht gegen den #zweigleisigen Ausbau“, betont Mira Skalski. Wenn die #Mobilitätswende an Fahrt gewinnen soll, müsse der Nahverkehr ausreichende Anlagen bekommen. Doch das Bürgergremium stößt sich an den übrigen Umgestaltungsplänen. Das Problem ist, dass die Straße mit 14,90 bis 19,50 Meter nutzbarer Breite ziemlich schmal ist. Die aktuelle Vorzugsvariante des Bezirks sieht vor, dass die Fahrbahn mit den beiden Fahrstreifen und zwei Gleisen 8,50 Meter …
Es ist kein klassisches #Jubiläum. Aber es ist ein Jahrestag mit Symbolkraft in Zeiten von #Klimawandel und #Mobilitätswende. Vor bald genau #140 Jahren, am 16. Mai 1881, fuhr die erste #elektrische#Straßenbahn mit Fahrgästen durch das damals noch eigenständige #Lichterfelde, heute ein Ortsteil Berlins. Es war nicht nur der Beginn der Ära der „#Elektrischen“ in der deutschen Hauptstadt. Es war der Beginn der Ära der elektrischen Schienenbahnen zur Personenbeförderung weltweit.
Gründervater dessen, was wir heute #E-Mobility nennen, war der geniale Erfinder und Unternehmer Werner von Siemens. Bereits 1879 hatte er auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste brauchbare elektrische Lokomotive der Welt präsentiert. Zwei Jahre später war er es auch, der die neue Technik buchstäblich auf die Straße und zu den Menschen brachte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern „rauschte“ seine Bahn auf der 2,5 Kilometer langen Strecke durch #Groß-Lichterfelde.
Doch die „Elektrische“, wie die Berliner*innen sie bald liebevoll nannten, wurde rasch schneller. Und sie wuchs schnell, hielt Schritt mit dem rasanten Tempo der boomenden Stadt. Bereits um den Jahrhundertwechsel war das Schienennetz mehr als 400 Kilometer lang. Allein die „Große Berliner Straßenbahn“, das mit Abstand bedeutendste der unterschiedlichen, damals bestehenden Straßenbahnunternehmen, zählte im Jahr 1902 auf 71 Linien bereits 295 Millionen Fahrgastfahrten.
Triebfeder der Stadtentwicklung
Ihren Höhepunkt erreichte die Straßenbahn in Berlin zwischen den beiden Weltkriegen. Nach Unterlagen im BVG-Archiv wurde bereits 1918 eine Rekordzahl erzielt, die die Gesamt-BVG erst fast 100 Jahre später wieder erreichen sollte: mehr als eine Milliarde Fahrgastfahrten. Der Geschäftsbericht für das Jahr 1929 zählt wiederum beeindruckende Zahlen zu Netz und Fahrzeugpark auf. Auf mehr als 1300 Gleiskilometern fuhren 93 Linien. Fast 4000 Trieb- und Beiwagen waren in Berlin im Einsatz.
Diese Zahlen zeigen, wie eng verzahnt die Stadt und ihre Verkehrsmittel schon immer waren. Für Berlin war und ist die Straßenbahn auch ein Spiegelbild der Stadtgeschichte. Sie war das Verkehrsmittel für die Menschenmassen der Gründerzeit und damit eine entscheidende Triebfeder der Stadtentwicklung. Sie war Lieferwagen und Lazarett, Bauwagen und Barrikade, Alltagsgefährt und Arbeitstier. Sie hat Kriege und Krisen überstanden, die deutsche Teilung und den Fall der Mauer.
Schon mehrfach wurde der Straßenbahn bescheinigt, sie sei ein Auslaufmodell, veraltet und überflüssig. Im Westteil Berlins schien im Oktober 1967 ihr endgültiges Ende mit der letzten Fahrt bereits besiegelt. Doch etwa zur gleichen Zeit, oder nur wenige Jahre später, erlebte sie im anderen Teil der Stadt bereits ihren nächsten großen Aufschwung, als Rückgrat des Verkehrs bei der Entwicklung neuer Wohngebiete.
Das Netz wächst wieder
Rund 195 Kilometer Länge misst das Berliner Straßenbahnnetz heute. Mit deutlich wachsender Tendenz. Neue Strecken sind in Planung oder bereits im Bau. Die Straßenbahn rollt längst wieder in Richtung Westen und ist ein Verkehrsmittel der Zukunft an vielen Stellen, an denen die Stadt sich entwickelt und wächst. Im Verbund mit U-Bahnen, S-Bahnen und modernen Bussen (auch sie zunehmend mit E-Antrieb) ist sie nicht weniger als ein Garant für zeitgemäße, umweltfreundliche und komfortable Mobilität – in Berlin und übrigens auch in Metropolen weltweit.
Wo alles begann, am Bahnhof in Lichterfelde, erinnert heute ein kleines Denkmal an die Geburtsstunde vor 140 Jahren. Und in zehn Jahren – wenn das Jubiläum richtig rund ist – wird die „Elektrische“ bestimmt auch wieder angemessen gefeiert.
Zitate:
Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Die Straßenbahn hat eine große Vergangenheit. Viel wichtiger aber: Sie hat eine große Zukunft. Wir dürfen auch in Zeiten von Corona nicht vergessen, dass wir eine andere, ganz große Aufgabe haben, nämlich den Wandel hin zur Klimaneutralität in der Mobilität. Dem umweltfreundlichen Nahverkehr kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Leistungsfähige, elektrische Schienenbahnen bilden dabei das Rückgrat und werden – digital vernetzt mit Bussen und individuell nutzbaren Sharingangeboten – dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft in lebenswerten Städten jederzeit und komfortabel mobil sein können.“
Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Die Straßenbahn erlebt schon seit Jahren eine kaum geahnte Renaissance und das weltweit von Addis Abeba bis Rio de Janeiro. Das ist natürlich kein Zufall und auch keine Modeerscheinung, sondern entspringt der klugen Erkenntnis der Verkehrsplaner, dass die Straßenbahn ihre ganz eigenen Stärken im städtischen Verkehr hat. Sie ist bei hoher Fahrgastkapazität vergleichsweise schnell, preiswert und einfach zu bauen und sie ist – vor allem dort, wo man ihr eine eigene Trasse lässt – ein ebenso beliebtes wie komfortables und betrieblich zuverlässiges Verkehrsmittel.“
Rico Gast, Bereichsleiter Straßenbahn der BVG: „Die Kolleg*innen bei der Straßenbahn sind zu Recht stolz auf ihre Geschichte. Von den Anfängen der Elektrischen bis zur neuesten Straßenbahngeneration, die wir jüngst erst bestellt haben, vereint sie die Leidenschaft und Begeisterung für ein Verkehrsmittel, dass das Bild Berlins immer mitgeprägt hat. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit unserer Straßenbahn und ihren neuen Strecken und Fahrzeugen nun auch die Zukunft unserer Stadt weiter mitgestalten können.“
Frage 1: Wie ist der aktuelle Stand hinsichtlich der geplanten #Bauarbeiten der #Straßenbahn-Nord-Süd-Tangente in den Ortsteilen Hohenschönhausen, Friedrichsfelde Ost sowie Karlshorst und wann sollen die Bauarbeiten beendet sein? Frage 2: Gab es Verzögerungen hinsichtlich der geplanten Maßnahmen und wenn ja, was waren die Gründe für diese Verzögerungen und wann soll stattdessen die Umsetzung beginnen? Antwort zu 1 und 2: Hierzu teilt die BVG mit: „In Lichtenberg befinden sich drei Bauabschnitte (BA) in Planung bzw. in Baudurchführung: 2. BA der #Gleisschleife (GS) #Gehrenseestraße 4. BA #Rhinstraße am S #Friedrichsfelde/Ost 9. BA #Treskowallee von #Traberweg bis An der #Wuhlheide 2
BA GS Gehrenseestraße Das #Planfeststellungsverfahren zum Umbau der Gleisschleife Gehrenseestraße wurde im Januar 2017 eingeleitet. Im Rahmen des Verfahrens fanden umfangreiche Abstimmungen insbesondere zu verkehrstechnischen Fragestellungen und zum zukünftigen Verkehrsablauf statt. Derzeit findet die Bewertung der nun vorliegenden Unterlagen statt. Der Beginn von Bauarbeiten ist vom Planfeststellungsbeschluss abhängig.
BA Rhinstraße am S Friedrichsfelde/Ost Die Straßenbahn wird voraussichtlich ab 31.05.2021 wieder planmäßig fahren. Erforderliche #Restarbeiten werden unter Betrieb absolviert. Durch die Inbetriebnahme der neuen Treppenbauwerke wird zukünftig ein direkter Umstieg zwischen Straßenbahn und S-Bahn ermöglicht.
BA Treskowallee/Süd Die Planungen sind fast abgeschlossen. Die #Baudurchführung wird in Verbindung mit der #Gleiserneuerung in der #Edisonstraße 2022/2023 erfolgen.“ Berlin, den 06.05.2021 In Vertretung Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Von Montag, den 10. Mai 2021 bis Montag, den 24. Mai 2021 ist die #Straßenbahnlinie#M6 auf allen Fahrten und die Linien #M5 und #M8 auf ihren Verstärker-Fahrten unterbrochen. Die übrigen Fahrten der M5 und M8 werden über Danziger Straße umgeleitet. Für alle drei Linien sind #barrierefreie Busse zwischen Oderbruchstraße und Mollstraße/Otto-Braun-Straße sowie Oderbruchstraße und Landsberger Allee/Petersburger Straße im Einsatz.
Alle Informationen finden sich wie immer auch in der BVG FahrInfo-App, auf BVG.de, im BVG-navi sowie an den Aushängen vor Ort.