Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Anzahl der #ausgefallenen #Fahrkilometer im Berliner #Busverkehr fast verdreifacht. Ein BVG-Personalrat macht die „#Leistungsverdichtung auf dem Rücken der Mitarbeiter“ dafür verantwortlich.
„Schauen Sie, genau das kostet mich schon wieder eine wertvolle Minute“, sagt Yasar Lal. Der 48-jährige Busfahrer sitzt im #TXL-Bus und wird auf der Turmstraße von einem Radfahrer ausgebremst. Dieser fährt mitten auf der Spur und Lal kann ihn nicht überholen, weil er auf eine #Bushaltestelle zusteuert. Der Klassiker in der Turm- und in der Beusselstraße seien allerdings #Lieferwagen, die die #Busspur #zuparken. Dann müsse er jedes Mal auf die Pkw-Spur ausweichen, auf der es sich oft staue, sagt Lal.
Yasar Lal ist seit halb vier Uhr morgens am Steuer. Dreimal ist er schon an der Endhaltestelle Flughafen Tegel angekommen. Einmal pünktlich, zweimal mit jeweils fünf Minuten Verspätung. Jetzt, am Mittag, sind es zwölf Minuten. „Eine gute Bilanz“, sagt der Busfahrer. „In Tegel kommt man fast immer zu spät an, oft 30 oder 40 Minuten, weil es am Saatwinkler Damm viele Staus gibt.“ Dann fällt eine Fahrt aus und Lal wird mit seinem Bus neu eingetaktet. Meistens aber verkürzen sich seine Pausen. Notdurft gehe im Notfall immer, aber man sehe schon zu, dass man schnell weiterkommt.
Mit Fahrplänen aus den 90ern durch den Verkehr von heute
„Alle Verspätungen werden von der BVG erfasst – und wenn ein Busfahrer negativ heraussticht, kann er zu einem Personalgespräch vorgeladen werden“, sagt Matthias Templin, Personalrat für den Bereich Omnibus …
Kategorie: Bus
Straßenbahn + Straßenverkehr + Bus: Baumaßnahmen am Bahnhof Hohenschönhausen, aus Senat
www.berlin.de
Frage 1:
Von wann bis wann wurden und werden welche Baumaßnahmen am Bahnhof #Hohenschönhausen, durch
wen durchgeführt (Bitte um tabellarische Auflistung nach Monaten und Baumaßnahme)?
Antwort zu 1:
Ohne eine Eingrenzung des Zeitraums ist hier eine genaue Antwort nicht möglich.
Im Zuständigkeitsbereich der #Verkehrslenkung Berlin (VLB) findet auf der Falkenberger
Brücke seit dem 15.05.2018 und momentan laufend die Sanierung der #Tramgleise im
Auftrag der #BVG statt. In diesem Zusammenhang erfolgen auch die Sanierungsarbeiten
innerhalb des Brückenbauwerkes.
2
Frage 2:
Wann sind die aktuellen baulichen Maßnahmen beendet und werden sie damit termingerecht fertiggestellt?
Wodurch sind mögliche Verzögerungen begründet?
Antwort zu 2:
Die BVG haben wie folgt mitgeteilt:
„Das geplante Bauende verzögert sich aufgrund vorgefundener Schäden in den unteren
Lagen der Bausubstanz von November 2018 auf Dezember 2019.“
Frage 3:
Welche bezirklichen und städtischen Verwaltungen bzw. welche Unternehmen sind bei den betreffenden
Baumaßnahmen mit welchen Projekten involviert?
Antwort zu 3:
Die Verkehrslenkung Berlin erteilt im Zusammenhang mit der Baumaßnahme die
erforderliche verkehrsrechtliche Anordnung zur Absicherung der Baumaßnahme.
Als Bauherr wurde zur unter Antwort zu 1 genannten Baumaßnahme der Verkehrslenkung
Berlin die BVG genannt. Anhörungspartner der Verkehrslenkung Berlin vor Erteilung der
verkehrsrechtlichen Anordnung waren
Das Bezirksamt Lichtenberg, Straßen- und Grünflächenamt (Straßenbaulastträger),
Der Polizeipräsident in Berlin (Abschnitt 61),
Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz – SenUVK
(Straßenbaulastträger für das Brückenbauwerk).
Frage 4:
Wann und wie wurden die Anwohner Hohenschönhausens und die umliegenden Institutionen über die
Baumaßnahmen in Kenntnis gesetzt? Falls es keine Informationen gegeben hat, warum nicht?
Antwort zu 4:
Die BVG haben wie folgt mitgeteilt:
„Aufgrund der größeren Entfernung zur Baustelle wurde keine Anwohnerinformation
durchgeführt. Es wurden jedoch Fahrgastinformationen veranlasst.“
Frage 5:
Gab es möglicherweise Beschwerden zur Durchführung der Baumaßnahmen, zum Beispiel in Bezug zu
einem falsch aufgestellten Bauschild? Wenn ja, durch wen gab es die Beschwerde und wie konnte es zu
diesem Fehler kommen?
Antwort zu 5:
Die Verkehrslenkung Berlin erreichten sechs Beschwerden zu der unter Antwort zu 1
genannten Baumaßnahme. Hierbei handelte es sich um
3
zwei Beschwerden/Hinweise durch den ADFC zur Verkehrsführung,
zwei Beschwerden/Hinweise durch eine Bürgerin zur Verkehrsführung,
eine anonyme Beschwerde, es würde an der Baumaßnahme nicht gearbeitet
werden,
eine Beschwerde durch einen Bürger, es würde an der Baumaßnahme nicht
gearbeitet werden.
Einzelne Verkehrszeichen wurden in den Beschwerden nicht thematisiert. Der ADFC
(Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (Bundesverband) e. V.) bemängelte das Fehlen
eines Baustellenschildes. Die Aufstellung eines Baustelleninformationsschildes ist im
Berliner Straßengesetz sowie der Bauordnung Berlin geregelt und obliegt dem Bauherrn.
Zuständig für die Überwachung dieser Regelungen ist das jeweils zuständige Bezirksamt.
Die BVG haben wie folgt mitgeteilt:
„Nach einem Offenen Brief der ADFC-Stadtteilgruppe Lichtenberg vom 11.06.2018 an die
SenUVK, Frau Senatorin Günther, wurde die Verkehrsführung in Abstimmung mit der
Verkehrslenkung Berlin angepasst. Das Baustelleninformationsschild wurde aufgrund von
Lieferengpässen des Auftragnehmers leicht verspätet geliefert.“
Frage 6:
Wo und wie werden mit Abschluss der Baumaßnahmen die Haltestellen, die Verkehrsführung und die
Lichtsignalanlagen angesiedelt sein (Bitte um eine bildliche Darstellung)?
Antwort zu 6:
Der zuständige Straßenbaulastträger (Bezirksamt Lichtenberg, Straßen- und
Grünflächenamt) hat auf Nachfrage erklärt, es sei in das Bauvorhaben nicht involviert und
Fehlanzeige gemeldet.
Der VLB sind dort keine Bauplanungen bekannt und somit müsste nach Abschluss der
jetzigen Bauarbeiten der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden. Lediglich in
Bezug auf die derzeit in stadtauswärtige Fahrtrichtung eingerichtete BVG-Haltestelle gibt
es Anträge, diese nach Bauende in eine stationäre Haltestelle umzuändern.
Frage 7:
Welche Auswirkungen bzw. Beeinträchtigungen hatten die Baumaßnahmen im Hinblick auf die Nutzer des
ÖPNV, des Straßenverkehrs, für die Radfahrer und für die Fußgänger und gibt es Erhebungen zu der
jeweiligen Passierdauer der oben genannten Gruppen?
Antwort zu 7:
Für die unter Antwort zu 1 genannte Baumaßnahme wurden folgende verkehrliche
Maßnahmen angeordnet:
Da sich hier die Buslinien des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) den
Haltestellenbereich mit der Straßenbahn (Tram) teilen, mussten diese für die Dauer der
Arbeiten umverlegt werden. Hierfür wurde in stadtauswärtiger Fahrtrichtung eine
provisorische Haltestellenbucht baulich angelegt.
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Stadteinwärts war kein Provisorium für die Bushaltestellen notwendig, da bereits im
Bestand eine Bucht vorhanden war. Für die Tram wurde östlich der Fußgängerfurt eine
neue, provisorische Haltestelle baulich angelegt.
Bei der Erarbeitung einer Lösung für diese komplexe Verkehrssituation wurden alle
Verkehrsarten berücksichtigt: ÖPNV, Radverkehr, Fußgänger und motorisierter
Individualverkehr.
Die Straßenbahn wurde eingleisig geführt und konnte während der Bauzeit durchgehend
fahren. Durch die provisorische Verlegung der Haltestelle gab es etwas längere
Umsteigewege zur S-Bahn.
Bedingt durch betriebstechnisch notwendige Mindestlängen und -breiten für die
Haltestellenbereiche mussten jedoch die dortigen Radfahrerführungen provisorisch verlegt
bzw. anders geführt werden. Stadteinwärts wurde im Bereich der Verschwenkung des
vorhandenen Radweges ein zusätzlicher Bereich asphaltiert. Zeitweise wird der innere
Fahrstreifen stadtauswärts zur Durchführung einzelner Arbeiten gesperrt.
Erhebungen über die jeweilige Passierdauer der einzelnen Verkehrsarten existieren nicht.
Durch die Baumaßnahmen auf der linken Fahrspur kam es jedoch für den
Individualverkehr zeitweise zur Staubildung. Dies betraf mitunter auch den Busverkehr der
BVG.
Frage 8:
Wird in Zukunft sichergestellt sein, dass mit Abschluss der baulichen Maßnahmen, der reibungslose
Verkehrsfluss insbesondere im Hinblick auf die Ampelschaltung sichergestellt ist?
Antwort zu 8:
Die derzeitige Baumaßnahme bezieht sich auf die von den Bussen benötigte Fläche zum
Zurückschwenken in die Kfz-Fahrspuren. Die bisherige Bordausbildung beschränkte
diesen Vorgang für die nachrückenden Straßenbahnen, die an den auf die Ausfahrt
wartenden Bussen nicht vorbeifahren konnten. Verkehrstechnische Anpassungen sind in
diesem Zuge nicht vorgesehen, da im Hinblick auf die Ampelschaltung mit einem
reibungslosen Verkehrsfluss gerechnet wird.
Frage 9:
Mit welchen Wartezeiten an den jeweiligen Lichtsignalanlagen müssen die in Frage 7 erwähnten
Personengruppen nach Fertigstellung der Baumaßnahmen rechnen?
Antwort zu 9:
Die Fußgängeranforderungsanlage wird verkehrsabhängig betrieben und ist dabei durch
die Sonderphasen und die dynamischen Anpassungen infolge der ÖPNV-Abwicklung stark
beeinflusst. Daher sind die Wartezeiten sehr von diesen situativen Einflüssen, aber auch
der Takt-Frequenz des ÖPNV abhängig. Infolgedessen lassen sich hier keine konkreten
Zeiten prognostizieren.
Frage 10:
Mithilfe welcher Technologie wird die Vorrangschaltung des ÖPNV zukünftig betrieben?
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Antwort zu 10:
Es findet keine technologische Umstellung statt, so dass es sich nach wie vor um eine
Steuerung innerhalb eines koordinierten Umlaufzeitsystems handelt. Diese Steuerung
erfolgt nach dem Prinzip der freien Phasenbildung. Es findet eine ÖPNV-Abwicklung durch
Sonderphasen statt.
Frage 11:
Gibt es Überlegungen seitens des Senats, den Bahnhof Hohenschönhausen umzugestalten bzw. einen
komplett neuen, modernen Bahnhof zu errichten? Wenn ja, bis wann? Wenn nein, warum nicht?
Antwort zu 11:
Nein, der Senat sieht kein Erfordernis für einen Neubau bzw. eine grundlegende
Umgestaltung des Bahnhofs Hohenschönhausen. Der DB Station & Service AG als
Betreiber der Station obliegt die Verantwortung für die Gestaltung und die
Funktionsfähigkeit der Verkehrsstation.
Frage 12:
Gibt es aktuelle Planungen zur Inbetriebnahme einer Mobilitäts- bzw. Fahrradstation am Bahnhof
Hohenschönhausen? Wenn ja, bis wann? Wenn nein, warum nicht?
Antwort zu 12:
Der SenUVK sind keine Planungen zur Inbetriebnahme einer Fahrradstation am Bahnhof
Hohenschönhausen bekannt; SenUVK wird grundsätzlich prüfen, welche Anforderungen
aus gesamtstädtischer Sicht an die Auswahl, Planung und Ausgestaltung von
Mobilitätshubs zu stellen sind und welche Bahnhöfe sich dafür eignen.
Frage 13:
Welche Planungen existieren seitens des Senates für die Flächen entlang der Bahntrasse (Egon-Erwin-
Kisch-Straße), die im Flächennutzungsplan für die Tangentialverbindung Nord vorgehalten werden?
Antwort zu 13:
Die Flächen für die im Flächennutzungsplan dargestellte Tangentialverbindung Nord
werden weiterhin langfristig freigehalten.
Berlin, den 28.01.2019
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Bus + Radverkehr + Straßenverkehr: Verkehr in Steglitz-Zehlendorf, aus Senat
www.berlin.de
Vorbemerkung der Verwaltung:
Die Schriftliche Anfrage betrifft Sachverhalte, die der Senat nicht vollständig aus eigener
Zuständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine
Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu lassen und hat daher das Bezirksamt Steglitz-
Zehlendorf um Stellungnahme gebeten, die von dort in eigener Verantwortung erstellt und
dem Senat übermittelt wurde. Sie ist in die Antwort eingeflossen.
Frage 1:
- Welche konkreten Planungen verfolgt der Senat für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf in Bezug auf
a) #Radverkehr, #Radrouten, #Radwege, Fahrradangebotsstreifen?
b) #Bus-Anbindungen, #Bus-Spuren, Umbau von Bushaltestellen?
c) #Tempo-30 Zonen, verkehrsbeeinflussende Maßnahmen wie #Ampelschaltungen?
d) #Schulwegsicherung?
Antwort zu 1a:
Der Senat verfolgt für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf zusammen mit dem Bezirksamt (BA
St-Z) im Rahmen des Radverkehrsinfrastrukturprogramms zurzeit folgende Planungen:
Umsetzung des Radfernwegs Berlin-Leipzig (Umbau Knotenpunkt Kaiser-Wilhelm-
Straße / Alt-Lankwitz einschließlich Lückenschluss Radverkehrsanlagen Kaiser-
Wilhelm-Straße zwischen Alt-Lankwitz und Zufahrt Tanklager, Ausbau
Zweirichtungsradweg Gallwitzallee einschließlich Radweganbindung Mühlenstraße,
Asphaltierung Weg in der Grünanlage zur Sondershauser Straße sowie eines Teils
der Sondershauser Straße selbst)
Planung von Radschnellwegen (Teltowkanal-Korridor, Avus-Korridor)
Ausbau von Ergänzungsrouten des übergeordneten Fahrradroutennetzes
(Asphaltierung Jungfernstieg, Asphaltierung Brauerstraße, Umbau Knotenpunkt
Königsberger Straße / Morgensternstraße / Jungfernstieg, Umbau Knotenpunkt
2
Brauerstraße / Oberhofer Weg / Lankwitzer Straße, Asphaltierung Königsweg
zwischen Hohentwielsteig und S-Bahnbrücke, Umgestaltung Radverkehrsanlagen
Malteserstraße Westseite, Asphaltierung Fischerhüttenweg, Asphaltierung
Markelstraße mit Radweganbindung und Querungshilfe Lepsiusstraße)
Sanierung, Ausbau oder Umgestaltung vorhandener Radverkehrsanlagen
(Teilbereiche Königstraße in Wannsee, Potsdamer Chaussee, Clayallee, Radweg
Nordumfahrung Hahn-Meitner-Institut in Wannsee, Zweirichtungsradweg
Gallwitzallee nördlich Mühlenstraße)
Pedelec-Korridor (Errichtung vom Kfz-Verkehr getrennter Radfahrstreifen und
Radwege im Straßenzug Lindenthaler Allee – Argentinische Allee sowie eines
Zweirichtungsradweges in der Grünanlage Krummes Fenn als schnelle Pedelec-
Verbindung für Pendelnde zwischen Kleinmachnow und Zehlendorf)
Fahrradparkhaus Zehlendorf (Errichtung eines vollautomatischen
Fahrradparkhauses in der Hampsteadstraße am S-Bahnhof-Zehlendorf und
Neuordnung sowie Aufstockung der bereits vorhandenen Radverkehrsanlagen mit
weiteren Bügeln, Doppelstockparkern und Boxen einschließlich Neugestaltung des
Bahnhofsvorplatzes)
Zusätzlich ist mit dem BA St-Z vereinbart, dass demnächst Planungen für die Umsetzung
der Hauptroute Südring (vormals Tangentenroute 8 des übergeordneten
Fahrradroutennetzes) durch Asphaltierung von zwei Pflasterstraßen in Lichterfelde West
(Teilbereiche von Tietzenweg und Stockweg, möglicherweise ergänzt um Lukas-Cranach-
Straße) zur Herstellung einer fahrradfreundlichen Radverkehrsverbindung über
Nebenstraßen begonnen werden sollen. Der Ausbau des Teltower Damms zwischen
Beeskowdamm und Landesgrenze zur Herstellung von Radverkehrsanlagen wird
angestrebt, wird aber voraussichtlich über eine reine Radverkehrsinfrastrukturmaßnahme
hinausgehen.
Antwort zu 1b:
Bus-Anbindungen
Für die kommenden Jahre sind im Rahmen der Maßnahmen des voraussichtlich im ersten
Quartal verabschiedeten #Nahverkehrsplans (NVP) für die Jahre 2019 bis 2023 beim
#Busverkehr auch im Bezirk Steglitz-Zehlendorf einige Verbesserungen geplant. Dazu
zählen sowohl Verdichtungen im bestehenden Angebot gemäß dem im NVP entwickelten
Ansatz des #10-Minuten-Netzes (Steigerung des Anteils der im Tagesverkehr an
Werktagen mindestens alle 10 Minuten bedienten ÖPNV-Strecken) als auch neue
Direktverbindungen, um für neue Stadtquartiere attraktive Anschlüsse zu gewährleisten.
Ein weiterer Schwerpunkt des NVP ist die Bedienung von Neubaugebieten und
nachverdichteten Wohnstandorten. In Steglitz-Zehlendorf betrifft dies u.a. die vorgesehene
Bebauung des ehemaligen Truppenübungsplatzes Parks Range in Lichterfelde Süd mit
über 2.500 Wohneinheiten. Hier ist (neben der Schaffung günstiger Zugänge zur S-Bahn)
eine Verdichtung des vorhandenen Busangebotes vorgesehen. Dies bedeutet unter
anderem eine Ausdehnung der dichten Takte im Verlauf der Buslinie 186 (S Lichterfelde
Süd <> S+U Rathaus Steglitz) sowie eine Verdichtung der Buslinie 284 (S Lichterfelde
Süd <> S Lankwitz) in den Hauptverkehrszeiten. Darüber hinaus ist im Tagesverkehr eine
neue Direktverbindung zwischen dem neuen Wohnquartier und dem S-Bahnhof
3
Zehlendorf angedacht, die auf den gemeinsamen Abschnitten die derzeitige Linie 112
verdichten wird.
Die in den letzten Jahren umgesetzte Wohnbebauung im Bereich Goerzallee/Billy-Wilder-
Promenade hat zu einer steigenden Nachfrage in diesem Bereich geführt. Gemäß dem
Ansatz einer Ausweitung der Buslinien, die tagsüber im attraktiven 10-Minuten-Takt
verkehren, soll auch die Linie 285 in der Laufzeit des NVP im Abschnitt Andréezeile <>
Rathaus Steglitz an Samstagen im Tagesverkehr auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet
werden. Dies bedeutet für diesen Zeitraum auch eine Verdichtung des Angebots entlang
des Hindenburgdamms auf einen glatten 5-Minuten-Takt gemeinsam mit der Linie M85.
Mit der Inbetriebnahme des Flughafens BER erhält der Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit der
Express-Buslinie X71 vom U-Bahnhof Dahlem Dorf über Lichterfelde, Gropiusstadt und
Rudow eine umsteigefreie, direkte Anbindung zum neuen Flughafen im 20-Minuten-Takt.
Weitere Linien(abschnitte), die im Sinne des 10-Minuten-Netzes zukünftig verdichtet
werden sollen, sind unter anderem:
X10: im Verlauf der Clayallee im Abschnitt S Zehlendorf <> Roseneck (samstags
bereits ab 10 Uhr),
114: auf der gesamten Linie Ausweitung des 10-Minutentaktes auch an Samstagen im
Winterhalbjahr,
184: Im Abschnitt Tempelhof <> Lichterfelde Ost Ausdehnung des 10-Minuten-Taktes
am Abend.
Zudem ist in enger Zusammenarbeit mit dem VBB und den benachbarten Brandenburger
Aufgabenträgern und Umlandgemeinden zukünftig eine Verbesserung der Stadt-Umland-
Verkehre mit dem Raum Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf angestrebt. Dies betrifft neben
der S-Bahn und den laufenden Arbeiten zur Stammbahn auch die Buslinien über die
Berliner Stadtgrenze. Hier ist vorbehaltlich der noch laufenden Abstimmungen mit den
Umlandgemeinden eine Einführung bzw. deutliche Ausweitung des Anteils der mindestens
alle 10 Minuten bedienten Verkehre vorgesehen.
Busspuren
Bei der Verkehrslenkung Berlin (VLB) liegen keine konkreten Planungen für
Bussonderfahrstreifen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf vor.
Umbau von Bushaltestellen
Bushaltestellen gehören zum öffentlichen Straßenland, dessen Baulastträger die
bezirklichen Tiefbauämter sind.
Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat für den barrierefreien Umbau von Haltestellen
zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, die zum einen auf dem
Kommunalinvestitionsförderungsprogramm des Bundes, zum anderen aus
Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds des
Landes Berlin (SIWANA) stammen. Der Senat reicht diese Mittel jedoch nur aus bzw. stellt
sie den Bezirken nach Vorlage einer geprüften Bauplanungsunterlage zur Bewirtschaftung
zur Verfügung. Auch bei Projekten der Taskforce Beschleunigung gilt die alleinige
Zuständigkeit der bezirklichen Baulastträger, auch wenn die Initiative in diesem Fall häufig
von Senat und BVG ausgehen.
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Antwort zu 1c:
Für Tempo-30-Zonen ist das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf zuständig, welches mitteilte,
dass zurzeit keine Planungen diesbezüglich verfolgt werden.
Bei der VLB als Anordnungsbehörde für Lichtsignalanlagen gibt es derzeit außerhalb von
anderen Projekten (z.B. aus der Radverkehrsplanung) keine verkehrsbeeinflussenden
Maßnahmen wie Anpassungen von Ampelschaltungen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
Antwort zu 1d:
In der Morgensternstraße in Höhe der Hausnummer 13 ist der Bau einer Mittelinsel als
Schulwegsicherung zur Gießensdorfer Grundschule vorgesehen. Die Maßnahme soll in
diesem Jahr umgesetzt werden.
Darüber hinaus gibt es noch eine Anordnung für einen Fußgängerüberweg (FGÜ) in der
Grunewaldstraße 44 in Höhe der derzeit sich dort befindenden Mittelinsel als
Schulwegsicherung für die Kant-Grundschule. Wann diese Maßnahme finanziert werden
kann, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.
Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat mitgeteilt, dass „…ein Arbeitskreis Sichere
Schulwege eingerichtet wurde, in dem u.a. Vertretende der Schulverwaltung, der
Straßenbaubehörde, der Straßenverkehrsbehörde, des Ordnungsamtes und der Polizei
Probleme auch bei der Sicherheit von Schulwegen besprechen und Lösungsvorschläge
erarbeiten, deren Umsetzung geprüft wird. Ein Thema ist z. B. die Einrichtung von
Laufbus- oder Elterntaxi-Haltestellen im Umkreis von Grundschulen.“
Berlin, den 23.01.2019
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Bus: Brückensperrung: Neue Routen für Busse aus BVG
Hochleistung bei den Planern des BVG-Bereichs #Omnibus. Erst vor einigen Stunden wurden Sie von der kurzfristig nötigen #Sperrung der #Salvador-Allende-Brücke informiert. Schon heute Abend soll ein neues Routenkonzept für die betroffenen Linien #X69, #169 und #269 sowie die Nachtlinie #N67 greifen.
„Alle Linien auf eine Umleitung durch die Köpenicker Altstadt zu schicken, würde die zu erwartende Stausituation zusätzlich verschärfen“, erläutert BVG-Buschef Torsten Mareck. „Daher übernimmt der 269er durch die Altstadt die kleinteilige Anbindung. Die anderen Linien werden geteilt oder weiträumig umgeleitet. Fahrgäste können an den Knotenpunkten dann auch auf die Stra-ßenbahn umsteigen.“
Die Linie X69 fährt ab der Friedrichshagener Straße über die Bellevuestraße und zurück über Seelenbinder- und Bahnhofstraße.
Die Linie 169 wird aufgeteilt. Teil eins fährt vom U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz zur Bellevuestraße und zurück über Friedrichshagener Straße und Bahnhofstraße. Teil zwei fährt von Müggelheim, Odernheimer Straße, zum Müggelschlößchenweg.
Die Linie 269 fährt die Umleitung durch die Köpenicker Altstadt über Linden-straße, Alt-Köpenick, Müggelheimer Straße, Salvador-Allende-Straße zum Müggelschlößchenweg.
Die Nachtbusse der Linie N67 fahren eine Umleitung über Lindenstraße, Bahnhofstraße, Friedrichshagener Straße und Bellevuestraße. An der Bahn-hofstraße/Lindenstraße können Fahrgäste auf die Linie N69 umsteigen. Die entsprechenden Fahrgastinformationen werden aktuell vorbereitet und sollen schnellstmöglich verteilt werden.
„Wir geben alles, um die Situation für unsere Fahrgäste so gut wie möglich zu organisieren“, sagt Buschef Mareck. Die Kolleginnen und Kollegen in der Leit-stelle, der Einsatzplanung und der Fahrgastinformation leisten hier großartige Arbeit. Bei der Kürze der Vorlaufzeit bitte ich aber um Verständnis, wenn heute Abend oder morgen früh eventuell noch nicht alles perfekt läuft. Die Kolle-ginnen und Kollegen können in Ausnahmesituationen wie dieser zwar oft zau-bern. Sie können aber noch keine Wunder vollbringen.“
Bus: Busspuren in Berlin werden ausgeweitet, aus Berliner Morgenpost
Damit #Linienbusse in Berlin wieder schneller vorankommen, sollen die #Busspuren ausgeweitet werden. „Wir werden jetzt damit starten“, kündigte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für die Grünen) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus an. Es gehe einerseits darum, neue Busspuren zu schaffen und andererseits darum, zeitliche Beschränkungen auf bestehenden #Bus-Fahrstreifen aufzuheben, soweit das sinnvoll sei.
Das #Busspurennetz in Berlin umfasst momentan rund 100 Kilometer. Weil der Straßenverkehr immer dichter wird und viele Berliner mit ihren Autos Busspuren einfach zuparken, kommen die BVG-Busse immer langsamer voran, wie Statistiken zeigen. Laut BVG waren im Vorjahr 86,8 Prozent der Linienbusse pünktlich. Hierbei legt das Unternehmen allerdings eine besondere Definition zu Grunde: Bis zu einer Verspätung von dreieinhalb Minuten gelten Busse und Bahnen bei der BVG als …
Bus: Auf neuen Wegen, aus BVG
Die Buslinien #370 und #377 sind vom kommenden Donnerstag an, 24. Januar 2019, auf geänderten Routen unterwegs. Grund ist der Fortschritt bei den #Bauarbeiten zur Verlängerung der #Autobahn #100. In der kommenden Bauphase wird die Grenzallee wieder für den Verkehr geöffnet.
Für die beiden Buslinien der BVG, die 2014 eigens für den Umleitungsverkehr zum Autobahnbau eingerichtet wurden, heißt das: Die Linie 370 übernimmt die Erschließung der #Lahnstraße zwischen Karl-Marx-Straße und Niemetzstraße und bekommt die neue Endhaltestelle #Neuköllnische Brücke (statt Am #Oberhafen). Die Linie 377 behält ihre Endhaltestellen, fährt aber künftig über die #Naumburger Straße und #Grenzallee.
Hinweis: Die neuen Routen der Buslinien 370 und 377 sind der angehängten Karte zu entnehmen.
Potsdam + Bus: Busspur an der B1 soll ab Herbst gebaut werden, aus MAZ
Eine separate Trasse für #Busse und #Taxis zwischen #Geltow und dem Ortseingang #Potsdam/Pirschheide komplettiert den umstrittenen Modellversuch #Zeppelinstraße. Baubeginn soll im Herbst 2019 sein.
Wildpark
Im Herbst soll mit dem Bau einer #Busspur zwischen Geltow und der Bahnbrücke Pirschheide am Stadteingang von Potsdam begonnen werden. Das hat Rathaussprecherin Christine Homann auf MAZ-Anfrage mitgeteilt. Die Stadt rechne mit einer Bauzeit von einem Jahr.
Die neue Spur solle südöstlich der Bundesstraße 1, also stadteinwärts, im Bereich des bisherigen Radweges Richtung Potsdam angelegt werden. Die Bundesstraße und der Radweg stadtauswärts Richtung Teltow, der künftig in beide Richtungen befahren werden soll, bleiben in der Breite unverändert: „Die Anordnung der Busspur hat keinen Einfluss auf die Breite der Bundesstraße“, sagte Homann. Eine zweite Busspur stadtauswärts in Richtung Geltow …
Bus + Elektromobilität: Berlin bekommt 30 neue Elektrobusse Ab Frühjahr fahren bei der BVG neue E-Busse. , aus Der Tagesspiegel
Für Berlin beginnt mit dem Jahreswechsel auch eine neue Zeitrechnung. So sieht es zumindest die Vorstandschefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid #Nikutta. Von Februar bis August 2019 sollen bei den Berliner Verkehrsbetrieben nach und nach insgesamt 30 #Elektrobusse eintreffen, jeweils 15 von #Mercedes und 15 vom polnischen Omnibushersteller #Solaris.
Einen ersten im BVG-Stil ausgestatteten #Testbus, einen #eCitaro von der Mercedes-Tochter #EvoBus, stellte Nikutta gemeinsam mit Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen) am Freitag bei einer Testfahrt von der BVG-Zentrale am Holzmarkt in Richtung Ostbahnhof und über die Oberbaumbrücke vor.
Bis 2030 sollen in Berlin nur noch E-Busse fahren
Auf den ersten Blick unterscheidet den E-Bus nichts von den Dieselbussen der BVG: Er ist gelb, einstöckig, 12 Meter lang, hat 26 Sitz- und 44 Stehplätze, auf der Front klebt das Logo der Senatskampagne „be Berlin“. Doch es gibt feine Unterschiede: Im hinteren Teil befindet sich links hinter der Buswand die Batterie samt Kühlraum. Neben USB-Anschlüssen soll es außerdem WLAN geben. Und, ein weiteres Marketing-Plus: Die E-Busse erhalten das beliebte Sitzmuster der Berliner U-Bahn.
Nikuttas Zeitrechnung hat ein konkretes Ziel: Bis 2030 ist der komplette Umstieg der insgesamt1500 BVG-Busse auf Elektromobilität geplant. Zunächst sollen auch in den kommenden drei Jahren jeweils 30 zusätzliche Serien-E-Busse in Betrieb genommen werden. Bis 2022 soll die E-Flotte also um …
BVG: Anzeige von Fahrt-Ausfällen der BVG aus Senat
www.berlin.de
Frage 1:
Wie viele reguläre und zusätzliche Fahrten fielen im Jahr 2018 bei der BVG aus? (Bitte für die Betriebsbereiche einzeln auflisten)
Antwort zu 1:
Dieser Wert wird nicht alsEinzelfahrt, sondern im Rahmender Erfassung von ausgefallenen #Nutzzugkilometern bzw. beim Bus #Nutzwagenkilometern erfasst.
Im Rahmen des Verkehrsvertrags werden nicht erbrachte Nutzzug- bzw. Nutzwagenkilometer gegenüber dem bestellten #Regelfahrplan monatlich an das Land gemeldet. Über zusätzlich angeboteneFahrten, die ausgefallen sind, liegen keine Informationen vor. Bis Ende November sind in den drei Betriebsbereichen folgende Nutzzug- bzw.Nutzwagenkilometer #ausgefallen:
| #Bus | #Straßenbahn | #U-Bahn | |
| in Nutzwagenkm | in Nutzzugkm | in Nutzzugkm | |
| 1/2018 | 40.000 | 13.000 | 29.000 |
| 2/2018 | 63.000 | 39.000 | 24.000 |
| 3/2018 | 112.000 | 36.000 | 43.000 |
| 4/2018 | 80.000 | 21.000 | 25.000 |
| 5/2018 | 83.000 | 28.000 | 43.000 |
| 6/2018 | 135.000 | 81.000 | 46.000 |
| 7/2018 | 95.000 | 50.000 | 30.000 |
| 8/2018 | 114.000 | 48.000 | 41.000 |
| 9/2018 | 203.000 | 68.000 | 87.000 |
| 10/2018 | 132.000 | 107.000 | 50.000 |
| 11/2018 | 200.000 | 84.000 | 75.000 |
Die Zahlen bei Straßenbahn und U-Bahn berücksichtigen nicht gekürzte Züge.
Die Ausfallerwartung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bei Vertragsschluss 2008 betrug (angepasst um die Mehrleistungen bis 2017): Bus 12.132 Nutzwagenkilometer/Monat, Straßenbahn 5.361 Nutzzugkilometer/Monat, U-Bahn 2.194 Nutzzugkilometer/Monat.
Frage 2:
Was war/ist die Ursache für die Ausfälle der Fahrten?
Antwort zu 2:
Nach den Angaben der BVG zur Erfüllung des Verkehrsvertrages sind im Jahr 2018 (vorliegend bis Oktober) insbesondere in den letzten Monaten in den Betriebsbereichen Straßenbahn und Bus personelle Gründe zum weit überwiegenden Teil die Hauptursache für Ausfälle. Auch bei der U-Bahn haben personelle Gründe insbesondere in der zweiten Jahreshälfte einen wesentlichen Anteil, hier dominieren aber fahrzeugbedingte Ausfälle. Hintergrund bei der U-Bahn sind hohe Werkstattstandzeiten (aufgrund des hohen Flotten- alters und der Nutzungsintensität der Bestandsfahrzeuge, der Werkstattorganisation sowie von Vandalismus/Graffitibeseitigung) und die steigende Zahl der dauerhaft aufgrund von Rissbildungen abgestellten Fahrzeuge der Baureihe F79 (seit Mitte Juni mussten 44 von 70 Wagen abgestellt werden). Hinzu kommen im Straßenbahn- und v.a. im Busverkehr Störungen durch Verkehrsbehinderungen, Notfalleinsätze und Großereignisse die zu Sperrungen führen.
Frage 3:
Wie viele der ausgefallenen Fahrten konnten den Fahrgästen rechtzeitig angezeigt werden? Wie viele konnten nicht angezeigt werden und warum nicht?
Frage 4:
Warum werden viele der ausfallenden Fahrten nicht an den Daisy-Anzeigern oder im Internet in der Fahrinfo angezeigt? Welche technischen Möglichkeiten und/oder Hindernisse sehen Sie?
Antwort zu 3 und 4: Die BVG teilte mit:
„Die DAISY-Anzeiger zeigen an, wann die nächsten Abfahrten einer Linie erwartet
werden. Die Fahrinfo
indes vergleicht Sollfahrplan und Echtzeitinformationen. Das aktuelle Leit- und Sicherungssystem der U-Bahn kann Echtzeitinformationen, nicht aber Ausfallinfor- mationen an das Fahrplanauskunftsystem übergeben. Der Austausch durch ein neues System wird aktuell vorbereitet.“
Frage 5:
Wie viele zusätzliche Fahrten in der HVZ wurden bei den Linien M5, M6 und M8 nicht durchgeführt und warum nicht? Welche Auswirkungen hat der Ausfall?
Antwort zu 5:
In den monatlichen Meldungen der BVG zur Vertragserfüllung sind nur die ausgefallenen Fahrten für die jeweiligen, gesamten Linien enthalten. Eine Unterscheidung nach Stamm- und Verstärkerfahrten wird dabei nicht vorgenommen.
Die Gründe für die Fahrtausfälle können der Antwort zu Frage 2 entnommen werden. Die BVG teilte ergänzend hierzu mit:
„Im Laufe des Jahres haben die Störungen des Betriebsablaufes der Straßenbahn durch
unplanmäßige Baumaßnahmen zugenommen.“
Bis Ende November 2018 sind auf den Linien M5, M6 und M8 folgende Nutzzugkilometer ausgefallen:
| Nutzzugkm | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov |
| M05 | 691 | 2.562 | 6.116 | 2.171 | 4.141 | 8.745 | 7.224 | 8.121 | 13.550 | 15.356 | 17.277 |
| M06 | 1.129 | 9.497 | 8.296 | 4.197 | 5.376 | 16.813 | 3.690 | 8.790 | 15.881 | 18.842 | 11.315 |
| M08 | 1.044 | 8.810 | 7.418 | 4.732 | 6.281 | 18.743 | 22.337 | 14.383 | 16.509 | 33.137 | 26.505 |
| Gesamt | 2.864 | 20.870 | 21.831 | 11.099 | 15.798 | 44.302 | 33.251 | 31.294 | 45.940 | 67.335 | 55.098 |
Die Qualitätskennzahl Zuverlässigkeit in Prozent bildet die von der BVG erbrachten Fahrten im Verhältnis zu den geplanten ab. Bezogen auf den bestellten Regelfahrplan hat sich die Zuverlässigkeitsquote bei den Linien M5, M6 und M8 bis November 2018 wie folgt entwickelt:
| Zuverlässigkeit | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov |
| M5 | 99,4% | 97,7% | 95,0% | 98,1% | 96,5% | 92,6% | 94,1% | 93,5% | 88,5% | 87,5% | 85,6% |
| M6 | 99,3% | 93,3% | 94,7% | 97,2% | 96,5% | 89,0% | 97,4% | 94,1% | 89,5% | 87,9% | 92,7% |
| M8 | 99,4% | 94,4% | 95,7% | 97,1% | 96,3% | 88,8% | 87,1% | 91,8% | 90,0% | 80,9% | 84,4% |
Eine Auswirkung durch die Ausfälle sind Kapazitätsengpässe in den meist nur im 10-Minu- ten-Takt verkehrenden Linien. Teilweise können an den Haltestellen nicht alle wartenden Fahrgäste mitgenommen werden. Das erhöhte Fahrgastaufkommen durch die längeren Fahrtabstände führt zu längeren Standzeiten an den Haltestellen durch den Fahrgast- wechsel. Dies hat Auswirkungen auf die Betriebsstabilität der Linie (Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit). Weiterhin haben mobilitätseingeschränkte Fahrgäste (z.B. Rollstuhl- fahrende und Fahrgäste mit Rollatoren) oder Fahrgäste mit Kinderwagen in den über- füllten Bahnen häufig keine Möglichkeit mitgenommen zu werden.
Frage 6:
Welche Überlegungen hat der Senat angestellt, um künftig
Fahrtausfälle zu vermeiden/zu verringern und den Informationsmangel diesbezüglich zu beheben?
Antwort zu 6:
Die BVG schildert der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz monatlich die Ausfallsituation bei der U-Bahn in Form eines Statusreports. Inhalte sind u.a. Ausfall- ursachen, Umfang der Probleme, Maßnahmen zur Gegensteuerung. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat die BVG aufgefordert, dass die Stabilisierung des Betriebs in allen Bereichen mit höchster Priorität zu behandeln ist. Dazu gehört die klare Beschreibung der aktuellen Ausfallsituation je Betriebsbereich auch differenziert für die Hauptverkehrszeit und eine transparente Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit.
Außerdem soll ein Verkehrsangebot je Betriebsbereich festgelegt werden, welches von der BVG zuverlässig erbracht werden kann und dieses eingeschränkte Fahrplanangebot soll auch transparent nach außen über Fahrplanmedien, Fahrinfo und DAISY-Anzeiger dargestellt werden, um wieder Verlässlichkeit in die bereitgestellten Fahrgastinformationen zu bringen.
Weiterhin sollen die eingeleiteten, vorbereiteten bzw. erforderlichen Maßnahmen je Betriebsbereich dargelegt werden. Ziel ist die schnellstmögliche Rückkehr zum bestellten Verkehrsangebot sowie die Sicherstellung der Umsetzung der geplanten zukünftigen Mehrleistungen.
Um auch langfristig einen stabilen Verkehrsbetrieb erreichen zu können, wird der Fuhrpark der BVG durch massive Investitionen des Landes Berlin in neue Fahrzeuge aktuell und auch in den kommenden Jahren modernisiert.
Die BVG teilte mit, das Fahrpersonal durch verstärkte Ausbildungsaktivitäten aufzustocken und auch die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen.
Frage 7:
Wie viele Umläufe und Fahrzeuge werden täglich in den einzelnen Betriebsbereichen benötigt und wie viele werden täglich tatsächlich eingesetzt? Wie viele Fahrten finden mit abweichender Fahrzeuglänge statt?
Antwort zu 7:
Die BVG teilte hierzu mit:
„Der aktuelle Fahrplan im Bereich Omnibus weist 1.608 Umläufe aus. In der Spitzenstunde werden jeweils 1.180 Busse benötigt.
Für den Bereich Straßenbahn sind es durchschnittlich im Grundfahrplan rund
265 Umläufe, die auch täglich mit den entsprechenden Fahrzeugen besetzt werden. In Havariefällen ist es an wenigen Einzeltagen zum Einsatz abweichender Fahrzeugtypen gekommen, wenn nicht innerhalb von wenigen Stunden umdisponiert werden konnte. Für den Bereich U-Bahn konnte in der Kürze der Zeit keine Statistik erfasst werden.“
Frage 8:
Wie hoch ist der Personalmangel bei den Fahrpersonalen und in Werkstätten der einzelnen Betriebsbereiche?
Antwort zu 8:
Aus Sicht der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sind insbesondere bei Bus und Straßenbahn in der zweiten Hälfte 2018 der größte Teil der Ausfälle auf personalbedingte Ursachen zurückzuführen, in gewissem Maße spielt die Problematik auch bei der U-Bahn eine Rolle (vgl. Antwort zu 2). Nach Einschätzung von SenUVK steht gegenwärtig in allen drei Betriebsbereichen nicht genügend Fahrpersonal zur Verfügung, um das bestellte Angebot zu erbringen.
Die BVG teilte hierzu mit:
„In den einzelnen Betriebsbereichen gibt es keinen Personalmangel.
Im Omnibusbereich gibt es ausreichend Fahrerinnen und Fahrer, jedoch verzeichnen wir in den letzten Wochen einen erhöhten Krankenstand insbesondere auf den innerstädtischen Betriebshöfen. Diese Situation wird sich nachhaltig erst durch Maßnahmen zur Gestaltung und Sicherstellung einer ÖPNV1-gerechten Gestaltung des Straßenraums und damit spürbare Erleichterungen für das Fahrpersonal im Berliner Straßenverkehr verbessern.
Im Bereich Straßenbahn ist die Fahrpersonalverfügbarkeit vor allem durch die schlep- pende Umsetzung von streckenseitigen Maßnahmen zur Stabilisierung und Beschleu- nigung von Fahrzeiten sowie durch kurzfristig geänderte Baumaßnahmen beeinflusst. Diese Faktoren stehen einem effizienten Einsatz der Fahrpersonale entgegen.“
Frage 9:
Inwieweit werden Fahrten, die ausfallen, in der Pünktlichkeitsstatistik erfasst? Wenn nicht, warum erfolgt dies nicht?
Antwort zu 9:
Das Qualitätscontrolling des BVG-Verkehrsvertrages erfolgt über die Qualitätskennziffern Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit. Ausgefallene Fahrten werden in den Qualitätskennziffern Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit erfasst, nicht jedoch in der Qualitätskennziffer Pünktlichkeit. Mit dieser Unterteilung sollen die Qualitätskennziffern möglichst gut die Wahrnehmung des Fahrgastes abbilden, ob eine Fahrt pünktlich bzw. unpünktlich oder ausgefallen ist.
Berlin, den 27.12.2018 In Vertretung
Ingmar Streese Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
1 Öffentlicher Personennahverkehr
BVG + S-Bahn: Ausfälle und Verspätungen bei BVG und S-Bahn (Januar 2017 bis November 2018), aus Senat
www.berlin.de
Frage 1:
Wie hoch war die #Pünktlichkeitsquote der Linien der #BVG zwischen Januar 2017 und November 2018 jeweils aufgeschlüsselt nach einzelnen Linien (U- Bahn-, Straßenbahn- und Bus) und nach Monaten?
Antwort zu 1:
Die BVG teilte hierzu mit:
„Die monatlichen Pünktlichkeitsquoten über die Bereiche stellen sich im Durchschnitt wie folgt dar:
| 2017 | Jan-Okt. 2018 | |
| #U-Bahn | 98,8% | 98,4% |
| #Straßenbahn | 91,0% | 90,3% |
| #Omnibus | 87,2% | 87,1% |
Eine differenziertere Darstellung ist aufgrund der Kürze der Zeit nicht möglich.“
Frage 2:
Welche Definition von „Pünktlichkeit“ legt dabei die BVG zugrunde?
Antwort zu 2:
Die BVG teilte hierzu mit:
„Laut Verkehrsvertrag gilt eine Fahrt als pünktlich, wenn sie innerhalb einer Zeitspanne von 90 Sekunden vor und 210 Sekunden nach der im Fahrplan veröffentlichten Soll- Abfahrtszeit tatsächlich stattfindet.
Für die Bewertung der Pünktlichkeit ist es ausschlaggebend, ob innerhalb des festgelegten Zeitfensters (-90 bis +210 Sekunden) ein Fahrzeug an der Haltestelle abfährt.“
Frage 3:
Wie groß waren die Ausfälle (in Nutzkilometern) bei der BVG zwischen Januar 2017 und November 2018 jeweils nach Linien und Monaten aufgeschlüsselt?
Antwort zu 3:
Die #Ausfallkilometer bei der BVG betrugen, differenziert nach Verkehrsmittel und Monaten:
| Bus | Straßenbahn | U-Bahn | |
| in Nutzwagenkm | in Nutzzugkm | in Nutzzugkm | |
| 1/2017 | 51.000 | 12.000 | 27.000 |
| 2/2017 | 42.000 | 10.000 | 34.000 |
| 3/2017 | 41.000 | 12.000 | 27.000 |
| 4/2017 | 29.000 | 12.000 | 13.000 |
| 5/2017 | 41.000 | 14.000 | 13.000 |
| 6/2017 | 51.000 | 17.000 | 29.000 |
| 7/2017 | 42.000 | 16.000 | 20.000 |
| 8/2017 | 27.000 | 13.000 | 9.000 |
| 9/2017 | 50.000 | 14.000 | 38.000 |
| 10/2017 | 50.000 | 17.000 | 38.000 |
| 11/2017 | 44.000 | 28.000 | 51.000 |
| 12/2017 | 44.000 | 39.000 | 31.000 |
| 1/2018 | 40.000 | 13.000 | 29.000 |
| 2/2018 | 63.000 | 39.000 | 24.000 |
| 3/2018 | 112.000 | 36.000 | 43.000 |
| 4/2018 | 80.000 | 21.000 | 25.000 |
| 5/2018 | 83.000 | 28.000 | 43.000 |
| 6/2018 | 135.000 | 81.000 | 46.000 |
| 7/2018 | 95.000 | 50.000 | 30.000 |
| 8/2018 | 114.000 | 48.000 | 41.000 |
| 9/2018 | 203.000 | 68.000 | 87.000 |
| 10/2018 | 132.000 | 107.000 | 50.000 |
| 11/2018 | 200.000 | 84.000 | 75.000 |
Die Zahlen bei Straßenbahn und U-Bahn berücksichtigen nicht gekürzte Züge.
Die Ausfallerwartung der BVG bei Vertragsschluss 2008 betrug (angepasst um die
Mehrleistungen bis 2017): Bus 12.132 Nutzwagenkilometer/Monat, Straßenbahn 5.361 Nutzzugkilometer/Monat, U-Bahn 2.194 Nutzzugkilometer/Monat.
Frage 4:
Welches waren die wesentlichen Gründe für die Ausfälle bei der BVG?
Antwort zu 4:
Nach den Angaben der BVG zur Erfüllung des Verkehrsvertrages sind im Jahr 2018 (vorliegend bis Oktober) insbesondere in den letzten Monaten in den Betriebsbereichen Straßenbahn und Bus personelle Gründe zum weit überwiegenden Teil die Hauptursache für Ausfälle. Auch bei der U-Bahn haben personelle Gründe insbesondere in der zweiten Jahreshälfte einen wesentlichen Anteil, hier dominieren aber fahrzeugbedingte Ausfälle. Hintergrund bei der U-Bahn sind hohe Werkstattstandzeiten (aufgrund des hohen Flotten- alters und der Nutzungsintensität der Bestandsfahrzeuge, der Werkstattorganisation sowie von Vandalismus/Graffitibeseitigung) und die steigende Zahl der dauerhaft aufgrund von Rissbildungen abgestellten Fahrzeuge der Baureihe F79 (seit Mitte Juni mussten 44 von 70 Wagen abgestellt werden). Hinzu kommen im Straßenbahn- und v.a. im Busverkehr Störungen durch Verkehrsbehinderungen, Notfalleinsätze und Großereignisse die zu Sperrungen führen.
Frage 5:
Sind die Anteile der jeweiligen Ausfallgründe an den Ausfällen der BVG quantifizierbar? Wenn ja: welchen Anteil an den Ausfällen hatten jeweils Personalprobleme und Fahrzeugstörungen?
Antwort zu 5:
Die BVG teilte hierzu mit:
„Die Anteile sind prozentual nicht genau zu beziffern, da die genannten Ursachen ineinandergreifen. Wenn z.B. durch ein Betriebsvorkommnis (Auto in Straßenbahngleis verunfallt) ein Polizei- und Feuerwehreinsatz erforderlich ist, muss die Straßenbahnlinie unterbrochen werden. Dies führt infolge zu einem massiven Eingriff in die Personal- disposition der Straßenbahn, was in der Kette wieder zu personalbedingten Verschiebungen bis hin zu Ausfällen führen kann.“
Frage 6:
Wie hoch waren zwischen Januar 2017 und November2018 die Verspätungen der #S-Bahn in Minuten nach Monaten aufgeschlüsselt?
Antwort zu 6:
Die DB AG übermittelte zu dieser Frage folgende Werte:
| Verspätungen in Minuten 2017 | Verspätungen in Minuten 2018 | |
| Januar | 59.500 | 66.900 |
| Februar | 46.500 | 68.500 |
| März | 60.500 | 61.400 |
| April | 41.400 | 71.600 |
| Mai | 76.900 | 76.500 |
| Juni | 80.000 | 71.400 |
| Juli | 75.500 | 53.800 |
| August | 79.200 | 57.100 |
| September | 68.000 | 50.800 |
| Oktober | 94.700 | 65.200 |
| November | 72.000 | 62.200 |
| Dezember | 72.200 |
Frage 7:
Wie viele #Zugkilometer sind zwischen Januar 2017 und November 2018 bei der S-Bahn ausgefallen, jeweils nach Linien und Monaten aufgeschlüsselt?
Antwort zu 7:
Die DB AG übermittelte zu dieser Frage die nachfolgenden Werte. Darin enthalten sind auch Züge, die nicht ausgefallen sind, deren Abfahrt jedoch verfrüht erfolgte oder deren Verspätung über der Taktzeit der jeweiligen Linie lag. (Diese Aspekte werden gemäß den Regelungen der S-Bahn-Verkehrsverträge als Ausfälle abgerechnet.)
| S1 | S2 | S25 | S26 | S3 | S41 | S42 | S45 | S46 | S47 | S5 | S7 | S75 | S8 | S85 | S9 | Summe | |
| Jan 17 | 9.600 | 6.800 | 4.900 | 0 | 500 | 30.100 | 22.200 | 2.800 | 5.000 | 800 | 8.400 | 10.200 | 5.600 | 5.500 | 5.100 | 3.600 | 121.000 |
| Feb 17 | 6.300 | 4.600 | 3.000 | 0 | 200 | 16.500 | 12.900 | 2.200 | 2.500 | 300 | 14.800 | 13.900 | 9.600 | 3.100 | 1.900 | 1.300 | 93.200 |
| Mrz 17 | 5.900 | 5.800 | 2.900 | 0 | 500 | 20.500 | 12.700 | 3.700 | 1.700 | 1.100 | 12.200 | 9.600 | 9.300 | 2.400 | 3.600 | 2.000 | 93.700 |
| Apr 17 | 6.400 | 5.800 | 2.800 | 0 | 200 | 10.100 | 7.400 | 2.200 | 2.800 | 300 | 10.500 | 12.000 | 7.400 | 2.700 | 800 | 1.500 | 72.700 |
| Mai 17 | 13.300 | 8.300 | 6.500 | 0 | 100 | 26.100 | 21.900 | 4.700 | 3.700 | 500 | 19.300 | 19.800 | 13.600 | 3.800 | 4.600 | 2.500 | 148.800 |
| Jun 17 | 14.400 | 8.900 | 3.600 | 0 | 500 | 28.300 | 20.200 | 3.800 | 1.200 | 1.000 | 10.900 | 6.000 | 12.600 | 3.900 | 7.300 | 4.900 | 127.500 |
| Jul 17 | 14.000 | 13.000 | 9.500 | 0 | 1.200 | 34.200 | 30.600 | 11.100 | 14.500 | 900 | 26.300 | 28.600 | 12.400 | 9.000 | 6.000 | 4.600 | 216.000 |
| Aug 17 | 12.400 | 10.900 | 12.700 | 0 | 12.900 | 25.100 | 22.500 | 6.600 | 9.100 | 1.100 | 26.300 | 18.100 | 7.000 | 7.400 | 5.900 | 4.300 | 182.300 |
| Sep 17 | 6.400 | 6.200 | 3.300 | 0 | 10.800 | 14.100 | 9.900 | 7.200 | 600 | 200 | 17.000 | 13.000 | 8.600 | 1.000 | 3.000 | 1.600 | 102.800 |
| Okt 17 | 20.200 | 15.600 | 5.700 | 0 | 22.900 | 16.800 | 18.900 | 10.200 | 2.100 | 1.200 | 23.500 | 20.600 | 8.600 | 1.400 | 6.900 | 3.700 | 178.200 |
| Nov 17 | 8.700 | 1.700 | 2.300 | 0 | 9.000 | 25.700 | 20.600 | 6.100 | 700 | 400 | 10.800 | 7.900 | 5.600 | 400 | 5.700 | 2.700 | 108.300 |
| Dez 17 | 11.600 | 11.900 | 4.400 | 4.500 | 13.500 | 20.300 | 22.500 | 15.200 | 6.300 | 800 | 17.200 | 18.700 | 9.400 | 3.700 | 6.100 | 6.300 | 172.500 |
| Jan 18 | 8.700 | 10.800 | 5.300 | 5.800 | 13.800 | 17.800 | 19.300 | 10.100 | 9.000 | 1.800 | 19.300 | 26.400 | 5.400 | 7.800 | 4.500 | 6.500 | 172.400 |
| Feb 18 | 8.700 | 11.400 | 4.800 | 11.400 | 15.300 | 17.800 | 20.200 | 17.800 | 9.000 | 2.100 | 25.500 | 30.200 | 8.700 | 8.600 | 5.400 | 7.700 | 204.500 |
| Mrz 18 | 11.600 | 12.800 | 5.000 | 10.900 | 12.600 | 15.700 | 19.400 | 22.400 | 15.000 | 2.000 | 20.200 | 26.100 | 7.800 | 9.600 | 4.700 | 7.600 | 203.400 |
| Apr 18 | 9.000 | 10.800 | 4.200 | 4.300 | 15.000 | 13.200 | 19.200 | 9.400 | 8.600 | 1.800 | 24.600 | 27.900 | 6.700 | 10.000 | 3.500 | 8.600 | 176.800 |
| Mai 18 | 7.800 | 11.300 | 4.300 | 4.300 | 16.400 | 15.800 | 20.700 | 10.500 | 10.000 | 2.200 | 22.200 | 29.300 | 5.100 | 8.900 | 5.300 | 8.500 | 182.500 |
| Jun 18 | 12.300 | 11.200 | 3.100 | 8.300 | 9.500 | 20.400 | 23.600 | 13.800 | 7.800 | 1.400 | 16.200 | 21.500 | 4.500 | 10.100 | 7.400 | 6.900 | 178.300 |
| Jul 18 | 7.400 | 4.000 | 2.600 | 2.700 | 6.600 | 17.100 | 20.500 | 7.800 | 7.800 | 1.300 | 14.600 | 22.300 | 5.200 | 7.200 | 4.800 | 5.000 | 137.000 |
| Aug 18 | 8.000 | 6.200 | 2.900 | 3.400 | 13.100 | 13.300 | 16.000 | 12.900 | 6.200 | 1.100 | 16.100 | 18.100 | 5.200 | 8.800 | 4.700 | 5.800 | 141.600 |
| Sep 18 | 7.000 | 5.300 | 2.600 | 5.900 | 9.200 | 11.000 | 11.400 | 14.300 | 4.000 | 800 | 13.700 | 15.400 | 7.100 | 7.500 | 3.000 | 4.800 | 123.000 |
| Okt 18 | 4.800 | 4.600 | 2.500 | 10.600 | 6.800 | 13.900 | 14.300 | 14.300 | 4.200 | 700 | 15.300 | 14.800 | 6.800 | 6.100 | 3.900 | 3.700 | 127.300 |
| Nov 18 | 6.400 | 5.900 | 2.100 | 4.700 | 4.700 | 15.000 | 15.500 | 14.300 | 3.800 | 900 | 19.500 | 10.900 | 6.800 | 6.100 | 3.400 | 3.800 | 123.900 |
Frage 8:
Welches waren die wesentlichen Gründe für die Ausfälle bei der S-Bahn? Frage 9:
Sind die Anteile der jeweiligen Ausfallgründe an den Ausfällen der S-Bahn
quantifizierbar? Wenn ja: welchen Anteil an den Ausfällen
hatten jeweils Personalprobleme und Fahrzeugstörungen??
Antwort zu 8 und 9:
Die Ursachen für Störungen im S-Bahn-Betrieb sind in drei Kategorien zu untergliedern: Mehr als die Hälfte aller Störungen werden durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen
S-Bahn Berlin GmbH selbst verursacht. Hierzu gehören vor allem Fahrzeugstörungen oder eine unzureichende Verfügbarkeit von Fahrzeugen oder Personal (Triebfahrzeugführer- innen und -führer). Unbesetzte Schichten infolge fehlender oder ihren Dienst verspätet antretender Personale, die nicht rechtzeitig kompensiert werden konnten, verursachen allein rund ein Viertel aller Zugausfälle. Gut ein weiteres Fünftel ist auf Fahrzeugstörungen zurückzuführen.
Die zweite Kategorie (mit rund 15 Prozent der Zugausfälle) bilden Störungen an der Infra- struktur, die fast ausschließlich durch die DB Netz AG und nur zu einem sehr geringen Anteil durch die Unternehmen DB Energie GmbH und DB Station & Service AG zu verant- worten sind. Der überwiegende Teil hiervon entfällt mit rund zehn Prozent aller Zugaus- fälle auf Störungen der Leit- und Sicherungstechnik, also beispielsweise Signal- oder Stell- werksstörungen.
Externen Ursachen als dritter Kategorie ist das übrige Fünftel der Zugausfälle zuzuordnen. Diese umfasst Polizei- und Notarzteinsätze in Zügen oder im Bahnsteig- bzw. Gleisbereich (beispielsweise infolge unbefugten Betretens von Bahnanlagen) ebenso wie die Folgen extremer Witterung.
Alle hier benannten Angaben zu den Anteilen der einzelnen Störungsarten beziehen sich auf die ersten acht Monate des Jahres 2018. Sekundäre Störungsursachen (insbesondere Übertragung von Verspätungen auf nachfolgende Fahrten am Wendebahnhof) blieben hierbei außer Betracht, so dass nur die primären Ursachen einbezogen werden.
Berlin, den 27.12.2018 In Vertretung
Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz