Der #U-Bahn-Verkehr war am Freitag erneut nach einer #Panne unterbrochen. Wegen eines Defekts in der #Stromversorgung fuhren auf der Linie #U8 zwischen #Osloer Straße und #Jannowitzbrücke zwischen 6.20 Uhr und 6.50 Uhr keine Züge. Während die meisten Fahrgäste in Busse umsteigen konnten, mussten die Insassen eines Zuges 20 Minuten im Tunnel ausharren, ehe die Fahrt weiterging. Erst am Mittwoch war der Verkehr auf der #U9 fünfeinhalb Stunden lang nach einer Panne an einem Zug unterbrochen. Während die BVG darin einen „dummen Zufall“ sieht, führen Kritiker die technischen Störungen auch auf den rigiden #Sparkurs der BVG zurück, der vom Senat verordnet worden ist.
Die BVG ändert am 6. Januar ihren #Fahrplan und verpasst dem #U-Bahnhof #Seidelstraße an der Linie 6 einen neuen Namen: „#Otisstraße“. Zwar liegt die Otisstraße näher am Bahnhof als der bisherige Namensgeber Seidelstraße, doch die Änderung geht auf einen Wunsch der #Aufzugsfirma Otis zurück, die damit nun werben kann. Sie übernimmt die Kosten für die Umbenennung. Jahrelang hatte sich das Unternehmen für „seinen“ Namen eingesetzt.
Der traditionelle #Sprechtag am 18. September 2002 für die #Straßenbahn war diesmal mit dem Sprechtag der #U-Bahn zusammengelegt worden, da der Chef der Berliner #Straßenbahn, Herr Dr. #Predl, seit ca. einem halben Jahr auch Chef der #U-Bahn ist. Mit ihm auf dem Podium saßen für den Betrieb Straßenbahn Herr Lose, für die U-Bahn die Herren #Kutscher (Bau) und Kaiser (Betrieb).
Es sind nur wenige Meter Gleis, die im Juni in Betrieb gehen, aber sie eröffnen für viele #S-Bahn-Fahrgäste schmerzlich vermisste Verbindungen. Mit der Aufnahme der Fahrten auf den neuen Gleisen zwischen den Bahnhöfen #Bornholmer Straße und #Schönhauser Allee kann man wieder aus #Pankow ohne Umsteigezwang zu den Bahnhöfen der östlichen Ringbahn fahren. Die Verbindung war wegen Bauarbeiten für das #Nordkreuz im Herbst 2001 eingestellt worden.
Elf U-Bahnhöfe bekommen zukünftig einen #zweiten#Ausgang. Mit einem halben Jahr Verspätung hat die BVG jetzt begonnen, am ersten, dem #U-Bahnhof #Viktoria-Luise-Platz an der #U4 (Nollendorfplatz – Innsbrucker Platz), zu bauen. Der Einbau soll rund 1,1 Millionen Euro kosten. Begonnen wird auf der schwach frequentierten U 4, weil der Bau dort verhältnismäßig einfach ist. Der Tunnel liegt nur etwa einen halben Meter unter der Oberfläche.
Die BVG hat auf drei U-Bahnhöfen #Laufbänder#stillgelegt, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Während die Stationen Rathaus #Spandau und #Fehrbelliner Platz mit Behindertenaufzügen ausgestattet sind, fehlt ein solcher Fahrstuhl am Bahnhof #Wilmersdorfer Straße. Die Sprecherin der Verkehrsbetriebe, Barbara Mansfield, begründete den Schritt mit einer Häufung von #Unfällen. Allein in diesem Jahr habe es bisher zehn Unfälle gegeben. Mansfield wies aber darauf hin, dass die abschüssigen #Metallbänder bei feuchter Witterung rutschig sind. Sie werden jetzt ausgebaut und durch feste Rampen ersetzt. Mit den Arbeiten soll nach Zustimmung der technischen Aufsichtsbehörde in Kürze begonnen werden. In der Wilmersdorfer Straße will die BVG den Umbau bereits Mitte Dezember abschließen, in Spandau soll das spätestens im Februar der Fall sein.
Mit einer weiteren großen Veranstaltung beschloß die BVG den Reigen der „Aktionstage“ zum 100. U-Bahn-Jubiläum. Am 20. Oktober 2002 rollte eine Parade von U-Bahn-Fahrzeugen auf der Stammstrecke von Warschauer Straße bis Gleisdreieck. Das Besondere: Jeweils ein Pärchen – zwei Züge nebeneinander – war gleichzeitig unterwegs. Völlig synchron fuhren zehnmal zwei Züge parallel am kamerabewehrten Fanpublikum vorbei. Von etwa 10.30 bis gegen 13 Uhr waren als Ausgleich für den entfallenden regulären Bahnverkehr Busse im SEV unterwegs. Die BVG hatte für den Fahrzeugkorso so ziemlich alles an U-Bahn-Waggons aufgeboten, was als repräsentativ für ihren Wagenpark angesehen werden kann, so diese nur 2,30 m Wagenkastenbreite nicht überschritten. Es präsentierten sich – die jeweils zweitgenannten auf dem Gleis Richtung Osten als Falschfahrt – im einzelnen die folgenden Fahrzeuge:
E-DE-Zweikraft-Lokomotive 4078 + Plattformwagen 4107 + 4111 + 4102 + Spitzenfahrzeug 4157 („Cabriozug“). Die Cabriowagen waren besetzt mit gelb behelmten, gut gekühlten Passagieren, Gewinner eines Radio-Quiz‘. Der Abstand zwischen den Zugpärchen betrug rund fünf Minuten. Auf allen Stationen, die der Wagenkorso passierte, erklärte BVG-Persona über Lautsprecher Näheres zu den jeweiligen Fahrzeugen Drehorgelspieler sorgten für historische Atmosphäre. Es wurde eine „Starke Typen“ betitelte, 16seitige Broschüre gratis abgegeben, die zahlreiche Fotos und technische Details enthält. Sie ist sehr ansprechend gestaltet, wenn auch nicht völlig fehlerfrei. Mit dieser Veranstaltung wurde eine anspruchsvolle Idee umgesetzt, die technisch und organisatorisch gewiß nicht leicht zu realisieren war, wie durch den mit rund 20 Minuten frustrieren« langen Abstand zwischen erstem und zweitem Zugpaar offenbar wurde. Mag die sehr kühle Witterung bewirkt haben, daß viel« Bahnsteige nicht gerade vor Publikum barsten, so dürfte da; Ziel der Imagepflege jedoch nicht verfehlt worden sein.
Die BVG lädt am Sonnabend zu einem #Spaziergang auf #U-Bahn-Gleisen ein. Von 11 bis 14 Uhr können Neugierige von der #Uhlandstraße bis zum Bahnhof #Kurfürstendamm und zurück laufen. Die #U15 rollt deshalb an diesem Tag nur bis zum Wittenbergplatz. Im Bahnhof Wittenbergplatz wird Klavier gespielt. Anlass ist der 100. #Geburtstag der U-Bahn in diesem Jahr. Auch ohne Jubiläum lädt die #S-Bahn ein: Am Wochenende ist die #Hauptwerkstatt#Schöneweide für Eisenbahnfans …
Zu einer spektakulären Parade aller Fahrzeugtypen im sogenannten Kleinprofil luden die Berliner Verkehrsbetriebe am 20. Oktober auf der U-Bahnline U1. Zwischen 11.00 Uhr und 12.00 Uhr waren historische und moderne Wagen sowie Bau- und Sonderfahrzeuge in Parallelfahrten auf der ursprünglichen Strecke, d.h. zwischen dem U-Bahnhof Warschauer Straße und dem U-Bahnhof Gleisdreieck unterwegs. Auf allen Stationen, die der Fahrzeugkorso passierte, erklärten Kollegen von der U-Bahn dem Publikum, um was für Fahrzeuge es sich handelt, von wann bis wann sie fuhren und was sonst in diesem Zusammenhang noch interessant ist.
Außerdem wurden an Informationsständen Broschüren zu den einzelnen Zug-Typen verteilt, Drehorgelspieler sorgten für die stilechte Atmosphäre auf den Stationen.
Natürlich gab es an diesem Tag auch die monatliche Sonderzugfahrt mit einem B II – Zug. U-Bahn kulturell
Im Oktober geht es ganz kulturell zu, in der und um die U-Bahn. Da wird der U-Bahnhof zum Konzertsaal, der U-Bahnzug zur Licht-Bahn, die U-Bahntrasse zur Paradestrecke. Auftakt
Den Auftakt für den Kultur-Oktober bildet eine Soloperformance mit Puppenspiel und Multimedia im Luftschutzbunker des U-Bahnhofs Hermannstraße „Die Wahl der fantastischen Möglichkeit“. Während einer U-Bahnfahrt wird man oft ungewollt Zeuge des Privatlebens unbekannter Menschen. Die Konsequenzen des „Zusammenpralls“ von privatem Leben im öffentlichen Raum der U-Bahn – real und irreal – setzt die südafrikanische Schauspielerin Yvette Coetzee vom 10. bis 12. Oktober jeweils um 20.30 Uhr künstlerisch um. (Treppenausgang Richtung Leinestraße im Zwischengeschoss.) 12. Oktober
Unterirdische Einblicke Wer an diesem Sonnabend vielleicht auf dem Ku’damm einen Einkaufsbummel unternimmt, kann sich von 11 bis 14 Uhr den Boulevard von unten ansehen. „Un(ter)irdische Einblicke“ gewährt eine Wanderung durch den Tunnel von Uhlandstraße bis zum U-Bhf Kurfürstendamm. (Achtung! Die U15 fährt deshalb nur bis Wittenbergplatz.)
Music Hall am Wittenbergplatz Der U-Bahnhof Wittenbergplatz verwandelt sich gleichzeitig in eine „Music-Hall“. Vier junge Berlinerinnen bilden das Ottomani-Quartett und werden der U-Bahn an diesem Tag „Flügel verleihen“. Auf zwei Bechstein-Flügeln bringen sie sechs- und achthändig Werke von Rossini, Brahms und Saint-Saens im U-Bahnhof zur Aufführung.
Farbinstallationen auf der U1 Bunt geht es auf den Linien U2 und U1 zu. Lassen Sie sich bei Ihrer U-Bahnfahrt eintauchen in eine Installation des österreichischen Lichtkünstlers Heinz Kasper , ab 8 Uhr bis Betriebsschluss auf den beiden Linien. Also „Son et Lumi?“ an diesem Tag auf der ganzen Linie.
U-Bahn-Museum Das U-Bahn-Museum im U-Bahnhof Olympia-Stadion öffnet am 12. Oktober von 10.30 bis 16 Uhr seine Türen. (Den Link finden Sie auf der rechten Seite.
Der nach dem #Brand vom Juli 2000 im #U-Bahnhof #Deutsche Oper beschlossene Bau von zweiten #Ausgängen in Stationen der U-Bahn bleibt bisher im Gerangel der Verwaltungen stecken. Von elf Bahnhöfen, die für dieses Programm vorgesehen sind, gibt es bisher nur eine #Baugenehmigung für die Station #Viktoria-Luise-Platz an der Linie #U4. Die Arbeiten sollen demnächst beginnen. Den Schwarzen Peter für die Verzögerung schieben sich die #BVG und die #Stadtentwicklungsverwaltung gegenseitig zu.