Straßenbahn: 140 Jahre unter Strom Es ist kein klassisches Jubiläum. Aber es ist ein Jahrestag mit Symbolkraft in Zeiten von Klimawandel und Mobilitätswende. , aus BVG

Es ist kein klassisches #Jubiläum. Aber es ist ein Jahrestag mit Symbolkraft in Zeiten von #Klimawandel und #Mobilitätswende. Vor bald genau #140 Jahren, am 16. Mai 1881, fuhr die erste #elektrische #Straßenbahn mit Fahrgästen durch das damals noch eigenständige #Lichterfelde, heute ein Ortsteil Berlins. Es war nicht nur der Beginn der Ära der „#Elektrischen“ in der deutschen Hauptstadt. Es war der Beginn der Ära der elektrischen Schienenbahnen zur Personenbeförderung weltweit.

Gründervater dessen, was wir heute #E-Mobility nennen, war der geniale Erfinder und Unternehmer Werner von Siemens. Bereits 1879 hatte er auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste brauchbare elektrische Lokomotive der Welt präsentiert. Zwei Jahre später war er es auch, der die neue Technik buchstäblich auf die Straße und zu den Menschen brachte. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern „rauschte“ seine Bahn auf der 2,5 Kilometer langen Strecke durch #Groß-Lichterfelde.

Doch die „Elektrische“, wie die Berliner*innen sie bald liebevoll nannten, wurde rasch schneller. Und sie wuchs schnell, hielt Schritt mit dem rasanten Tempo der boomenden Stadt. Bereits um den Jahrhundertwechsel war das Schienennetz mehr als 400 Kilometer lang. Allein die „Große Berliner Straßenbahn“, das mit Abstand bedeutendste der unterschiedlichen, damals bestehenden Straßenbahnunternehmen, zählte im Jahr 1902 auf 71 Linien bereits 295 Millionen Fahrgastfahrten.

Triebfeder der Stadtentwicklung

Ihren Höhepunkt erreichte die Straßenbahn in Berlin zwischen den beiden Weltkriegen. Nach Unterlagen im BVG-Archiv wurde bereits 1918 eine Rekordzahl erzielt, die die Gesamt-BVG erst fast 100 Jahre später wieder erreichen sollte: mehr als eine Milliarde Fahrgastfahrten. Der Geschäftsbericht für das Jahr 1929 zählt wiederum beeindruckende Zahlen zu Netz und Fahrzeugpark auf. Auf mehr als 1300 Gleiskilometern fuhren 93 Linien. Fast 4000 Trieb- und Beiwagen waren in Berlin im Einsatz.

Diese Zahlen zeigen, wie eng verzahnt die Stadt und ihre Verkehrsmittel schon immer waren. Für Berlin war und ist die Straßenbahn auch ein Spiegelbild der Stadtgeschichte. Sie war das Verkehrsmittel für die Menschenmassen der Gründerzeit und damit eine entscheidende Triebfeder der Stadtentwicklung. Sie war Lieferwagen und Lazarett, Bauwagen und Barrikade, Alltagsgefährt und Arbeitstier. Sie hat Kriege und Krisen überstanden, die deutsche Teilung und den Fall der Mauer.

Schon mehrfach wurde der Straßenbahn bescheinigt, sie sei ein Auslaufmodell, veraltet und überflüssig. Im Westteil Berlins schien im Oktober 1967 ihr endgültiges Ende mit der letzten Fahrt bereits besiegelt. Doch etwa zur gleichen Zeit, oder nur wenige Jahre später, erlebte sie im anderen Teil der Stadt bereits ihren nächsten großen Aufschwung, als Rückgrat des Verkehrs bei der Entwicklung neuer Wohngebiete.

Das Netz wächst wieder

Rund 195 Kilometer Länge misst das Berliner Straßenbahnnetz heute. Mit deutlich wachsender Tendenz. Neue Strecken sind in Planung oder bereits im Bau. Die Straßenbahn rollt längst wieder in Richtung Westen und ist ein Verkehrsmittel der Zukunft an vielen Stellen, an denen die Stadt sich entwickelt und wächst. Im Verbund mit U-Bahnen, S-Bahnen und modernen Bussen (auch sie zunehmend mit E-Antrieb) ist sie nicht weniger als ein Garant für zeitgemäße, umweltfreundliche und komfortable Mobilität – in Berlin und übrigens auch in Metropolen weltweit.

Wo alles begann, am Bahnhof in Lichterfelde, erinnert heute ein kleines Denkmal an die Geburtsstunde vor 140 Jahren. Und in zehn Jahren – wenn das Jubiläum richtig rund ist – wird die „Elektrische“ bestimmt auch wieder angemessen gefeiert.

Zitate:

Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Die Straßenbahn hat eine große Vergangenheit. Viel wichtiger aber: Sie hat eine große Zukunft. Wir dürfen auch in Zeiten von Corona nicht vergessen, dass wir eine andere, ganz große Aufgabe haben, nämlich den Wandel hin zur Klimaneutralität in der Mobilität. Dem umweltfreundlichen Nahverkehr kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Leistungsfähige, elektrische Schienenbahnen bilden dabei das Rückgrat und werden – digital vernetzt mit Bussen und individuell nutzbaren Sharingangeboten – dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft in lebenswerten Städten jederzeit und komfortabel mobil sein können.“

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Die Straßenbahn erlebt schon seit Jahren eine kaum geahnte Renaissance und das weltweit von Addis Abeba bis Rio de Janeiro. Das ist natürlich kein Zufall und auch keine Modeerscheinung, sondern entspringt der klugen Erkenntnis der Verkehrsplaner, dass die Straßenbahn ihre ganz eigenen Stärken im städtischen Verkehr hat. Sie ist bei hoher Fahrgastkapazität vergleichsweise schnell, preiswert und einfach zu bauen und sie ist – vor allem dort, wo man ihr eine eigene Trasse lässt – ein ebenso beliebtes wie komfortables und betrieblich zuverlässiges Verkehrsmittel.“

Rico Gast, Bereichsleiter Straßenbahn der BVG: „Die Kolleg*innen bei der Straßenbahn sind zu Recht stolz auf ihre Geschichte. Von den Anfängen der Elektrischen bis zur neuesten Straßenbahngeneration, die wir jüngst erst bestellt haben, vereint sie die Leidenschaft und Begeisterung für ein Verkehrsmittel, dass das Bild Berlins immer mitgeprägt hat. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit unserer Straßenbahn und ihren neuen Strecken und Fahrzeugen nun auch die Zukunft unserer Stadt weiter mitgestalten können.“


Mit freundlichen Grüßen

BVG-Pressestelle

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Museum + Straßenbahn: Rollt durch Köpenick Wie eine alte Straßenbahn die Menschen begeistert aus Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/rollt-durch-koepenick-wie-eine-alte-strassenbahn-die-menschen-begeistert-32690208

Berlin – Es ist schon eine Zeit lang her, fast auf den Tag genau 50 Jahre. „Doch das Klatschen habe ich noch im Ohr“, sagt Reinhard #Demps. Das Klatschen der Menschen, die am 21. Juni 1969 in #Köpenick am Straßenrand standen und sich freuten, als plötzlich ein makellos sanierter alter #Straßenbahnwagen auftauchte. Demps war einer der Enthusiasten, die es geschafft hatten, das rollende Zeitdokument für die Nachwelt zu erhalten. Am Sonnabend wird der #historische #Triebwagen #Tw 10 wieder beim Köpenicker Sommer unterwegs sein. „Ich bin auch dabei“, sagt Demps.

Die alte #Straßenbahn ist Geschichte zum Anfassen
Eine alte Straßenbahn – was ist das schon? Altes Eisen, etwas für unverbesserliche Nostalgiker und Ewiggestrige. So haben damals viele Menschen gedacht, erzählt Joachim #Kubig, der als #Rangierer auf dem #Straßenbahnhof Köpenick arbeitete.

„Wer sich in den 1960er-Jahren für die Straßenbahn interessierte, wurde ausgelacht. Die #autogerechte Stadt war das Vorbild.“ Und war man in West-Berlin nicht mit Fug und Recht dabei, die #Elektrische abzuschaffen? 1967 wurden dort die letzten Straßenbahn in Richtung Schrottplatz …

Bus: Öko-Wende bei der BVG Neue E-Busse rollen frühestens im März durch Berlin, aus BZ Berlin

https://www.bz-berlin.de/berlin/neue-e-busse-rollen-fruehestens-im-maerz-durch-berlin

30 #elektrische #Busse will die BVG bestellen. Jetzt ist über die Auftragsvergabe entschieden worden – doch bis die Busse da sind, dauert es noch.
Sie ärgern sich übers Warten auf den Bus? Dann lesen Sie mal, wie lange die BVG wartet…

Neun Monate! Mindestens bis kommenden März dauert es, bis die E-Busse durch Berlin rollen. Getestet wurden vier Fahrzeuge seit Anfang 2015 auf der Linie 204.

Die Aufträge gehen nach B.Z.-Informationen an zwei Firmen. Sowohl der polnische Hersteller #Solaris als auch die #Daimler-Tochter #Evobus sollen jeweils 15 Busse liefern. Anschaffungskosten insgesamt: 23 Millionen Euro, 17 davon zahlt das Land aus seinem #Sondervermögen #Siwana.

Die Suche nach geeigneten Herstellern hatte sich als schwierig erwiesen. Die wenigen europäischen Anbieter hängen der Konkurrenz aus Asien mit ihrer Technik (z.B. Akkus) oft hinterher.
Der Bau #E-Busse dauert länger als bei normalen Bussen

Entsprechend lange dauert die Lieferung: Die ersten neuen E-Busse sollen kommenden Frühling da sein, der letzte erst im August 2019. Mateusz #Figaszewski (40) von Solaris: „Der Bau eines E-Busses dauert länger als …

Straßenbahn: So schlecht läuft es bei Berlins neuen Tram-Projekten Rot-Rot-Grün hat die Legislaturperiode der Straßenbahn ausgerufen., aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article214407299/So-schlecht-laeuft-es-bei-Berlins-neuen-Tram-Projekten.html

Doch bis 2021 werden wohl nur 6,4 Kilometer Gleis gebaut.
Derzeit gibt es eine wahre #Konjunktur an Expansionsplänen für die „#Elektrische“, wie die Berliner die #Straßenbahn einst nannten. Um fast 300 Kilometer soll das #Tram-Netz bis 2050 wachsen. Doch ein Großteil der ehrgeizigen Pläne dürfte auf absehbare Zeit kaum eine Chance haben. Was nicht allein an der weitverbreiteten Skepsis gegenüber der Tram, sondern vor allem im Berliner Arbeitstempo begründet sein dürfte.

So wird es dem rot-rot-grünen Senat in der von ihr ausgerufenen „Legislaturperiode der Straßenbahn“ wohl nicht einmal gelingen, wenigstens die vier Projekte in die Tat umzusetzen, die noch von ihren rot-schwarzen Vorgängern beschlossen wurden. Im günstigsten Fall wird das Tram-Netz bis 2021 um gerade einmal 6,4 Kilometer wachsen. So ist der Stand:

#Tram-Verlängerung vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof #Turmstraße

Schon vor rund zehn Jahren hatte sich der Senat dazu entschieden, nicht nur den Hauptbahnhof an das Straßenbahnnetz anzuschließen, sondern die Strecke weiterzuführen bis zum U-Bahnhof Turmstraße. Der zuvor überlegte Bau einer U-Bahnstrecke wurde dafür verworfen. Zunächst gab es eine lange Debatte darüber, wo die Tram am besten entlangfahren sollte.

Zwei Varianten standen zur Diskussion: 2017 fiel schließlich die Entscheidung für die Trasse über die Rathenower Straße und Turmstraße vorbei am Kriminalgericht Moabit. Die Investitionskosten für die gerade mal 2,1 Kilometer lange Strecke werden mit 20 Millionen Euro angegeben. Prognostiziert werden 10.000 zusätzliche Fahrgäste pro Tag. Im Dezember lagen die Planfeststellungsunterlagen für das Projekt aus. Derzeit werden die Einwände und Stellungnahmen …

Bahnverkehr: Bahn verstärkt Klimaschutz Fernverkehr fährt ab 2018 nur noch mit Ökostrom – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de

https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/bahn-verstaerkt-klimaschutz-fernverkehr-faehrt-ab-2018-nur-noch-mit-oekostrom-28639090

Berlin – #Elektromobilität ist für die Bahn ein alter Hut: Schon 1879 stellte Werner von Siemens die erste #elektrische #Lokomotive vor, ab der Jahrhundertwende wurde das deutsche Eisenbahnnetz schrittweise elektrifiziert. Ökologisch war das bisher aber nur begrenzt, schließlich stammte der Strom überwiegend aus Kohle- oder Atomkraftwerken.
Sauberer Strom für Fernzüge
Die Deutsche Bahn AG will das nun ändern: Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz Anfang November in Bonn kündigte der Staatskonzern am Montag in Berlin an, dass ab Januar 2018 der gesamte #Fernverkehr mit #Ökostrom betrieben wird. Die Tickets sollen dadurch nicht teurer werden.
Konzern spricht von der „grünen Schiene“
Bislang hat die Bahn nur den Inhabern der Bahncard und anderer Streckenkarten zugesichert, dass sie mit Ökostrom fahren. Möglich war für Bahnkunden auch, für Strom aus erneuerbaren Energien pro Strecke freiwillig einen Euro mehr zu zahlen. Künftig sollen alle 140 Millionen Passiere im Fernverkehr klimaneutral, also ohne CO2-Ausstoss, unterwegs sein. Die Bahn hat dafür den Begriff „Vollvergrünung“ erfunden. Zugleich will sich die Bahn auch in der Außendarstellung stärker als klimafreundliches Unternehmen präsentieren. „Bahnfahren ist Klimaschutz“, so Bahnchef Richard Lutz, der neuerdings auch von der „grünen Schiene“ spricht.
Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit im Fernverkehr noch 13 Gramm CO2 je Person und Kilometer ausgestoßen. Zum Vergleich: Beim Bus sind es 32 Gramm, beim privaten PKW etwa 142 und beim Flugzeug 211 Gramm.
Tickets sollen nicht teurer werden
Die Ticketpreise sollen im Zuge der Umstellung auf den teureren Ökostrom nicht ….

Straßenbahn: Tschüs, 55 – zum Abschied der letzten Straßenbahn Letzte Straßenbahn vor 50 Jahren im Berliner Westen, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/tram-zum-bahnhof-zoo-tschues-55-zum-abschied-der-letzten-strassenbahn/20401438.html

Vor 50 Jahren fuhr die letzte #Straßenbahn im Berliner Westen. An diesem Wochenende wurde daran erinnert – wieder war eine Tram unterwegs (allerdings auf einem Lkw). Lesen Sie hier den Tagesspiegel-Text von 1967.

Von #Hakenfelde an der Niederneuendorfer Allee bis zum Richard-Wagner-Platz, vorbei an der Spandauer Zitadelle, durch Gartenfeld und Siemensstadt, durch Charlottenburg, säumten Tausende die Straßen, als gestern Vormittag die 55, letzte Straßenbahn in #West-Berlin, auf ihre letzte Fahrt ging. Spandaus Bürgermeister Dr. Klaus Bodin verabschiedete sie am Ausgangspunkt, sprach vom U-Bahnhof, den die Randbezirkler erhoffen, und stellte resignierend fest, dass sich Menschen auf dem Mond tummeln würden, ehe man unter der Erde nach Spandau käme.

Schulklassen genossen eine freie Stunde und schwenkten frisch gewaschene Taschentücher und Schilder „55 adieu“. Älteren standen Tränen in den Augen, als die Bahn nach 75-jähriger Geschichte aus Spandau verschwand, und auch die Fahrer blieben nicht ohne Rührung. In den Fabriken schien die Arbeit zu stocken, denn ein guter Teil des Personals drängte sich an den Zäunen. Vor #Siemens vertrat man winkend eigene Interessen, denn manches Produkt der Werke ist hier auf den Schienen vorbeigezogen. Werner von Siemens hatte die erste #Elektrische erbaut. In der Osnabrücker Straße schwang ein Stubenmaler den Pinsel selbstvergessen ins Leere, als der Zug #historischer Wagen vorüberfuhr. Scharen knipsender Fotoamateure kämpften um die Plätze in der ersten Reihe. Selbst der Verkehrsdirektor Dr. Goltz hatte die Schmalfilmkamera am Auge.

Die Otto-Suhr-Allee war verstopft, als der Konvoi in Charlottenburg einfuhr, an der Spitze die Bahn, die als letzte Straßenbahn West-Berlins dekoriert war, dahinter der Zug mit der …

Bus: Innenstädte ohne Diesel Schleppende Umrüstung auf Elektrobusse, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/innenstaedte-ohne-diesel-schleppende-umruestung-auf-elektrobusse/20187694.html

Städte und Kommunen würden investieren, Bund und Länder wollen fördern – doch #Elektrobusse deutscher Hersteller gibt es nicht.

Die Städte haben die Nase voll: In einer gemeinsamen Initiative fordern Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Darmstadt deutsche #Bushersteller auf, möglichst schnell #elektrische Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Nach dem #Diesel-Gipfel vor zwei Wochen stehen die Nahverkehrsunternehmen unter Druck: Bund, Länder und Industrie hatten sich nicht nur auf Software-Updates und Kaufprämien für Pkws verständigt, sondern auch auf verstärkte Anstrengungen bei „emissionsmindernden Maßnahmen im städtischen Verkehr“ – sprich: im ÖPNV.

Doch die Verkehrsbetriebe haben ein Problem. Deutsche Hersteller bieten aktuell gar keine Busse mit Batterieantrieb an. Adressiert ist der Appell deshalb an Mercedes (Daimler) und MAN/Scania (Volkswagen), die den Markt bislang ausländischen Anbietern wie der polnischen Solaris oder Volvo überlassen. Mercedes will seinen ersten serienreifen #E-Bus auf „#Citaro“-Basis Mitte 2018 präsentieren, #MAN plant den Start der Serienproduktion rein elektrischer Stadtbusse erst für Ende 2019. #Scania hat Anfang des Jahres mit dem Praxistest für drei „Citywide LF“-Modelle in Schweden begonnen, 2019 sollen drei weitere Busse hinzukommen.

"Was bringt es, wenn die Fahrgäste wütend sind?"

Zu fern, zu wenig und zu spät für deutsche Kommunen, die investieren würden, wenn sie könnten. Die deutschen Hersteller argumentieren, die Technik sei bislang noch nicht weit genug gewesen, die Entwicklung …

Elektromobilität: In Berlin wird Elektromobilität für alle Bürger erfahrbar, aus Senat

www.berlin.de

Berlin ist ein wichtiger Standort für die #Elektromobilität in Deutschland und Europa. In der Hauptstadt wird Elektromobilität zudem für alle Bürger erfahrbar. Das geht aus dem Abschlussbericht zum Projektstand aller Vorhaben im Rahmen des „Internationalen #Schaufensters Elektromobilität Berlin-Brandenburg“ hervor, den der Senat heute auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, zur Kenntnis genommen hat.

„Das Schaufensterprogramm hat einen wichtigen Beitrag zur praxisnahen Erprobung und Sichtbarkeit der Elektromobilität geleistet“, sagte Senatorin Pop. „Die Bilanz kann sich sehen lassen: 30 Projekte mit einem Finanzvolumen von über 75 Mio. € wurden initiiert und über 100 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft haben mitgewirkt. 15 Mio. € der Programmmittel stammten aus Berliner Landesmitteln. Berlin besitzt die höchste Anzahl an Elektrofahrzeugen in einem Ballungsraum in Deutschland.“

Elektromobilität spiele eine entscheidende Rolle auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen, lebenswerten Stadt, sagte Pop. Die Smart City Berlin gehe aber über die Elektromobilität hinaus. „Sie wird Realität, wenn es gelingt, den gesamten Mobilitäts- und Verkehrsbereich im urbanen Raum intelligenter, d.h. umwelt- und nutzerfreundlicher zu gestalten.“ Dazu gehöre eine bessere Integration verschiedener Mobilitätsangebote, aber auch die Verbindung von Energie- und Mobilitätswende.

Die Hauptstadtregion verfügt mittlerweile über 3.500 #elektrische Fahrzeuge, davon etwa 400 im elektrischen #Carsharing und zusätzlich rund 400 #Elektroroller im flexiblen Sharingbetrieb. Geladen werden kann an rund 770 öffentlich zugänglichen Ladepunkten, weitere Ladepunkte werden im Rahmen des „Berliner Modells“ errichtet. Mit Projekten, wie der Installierung einer ganzheitlichen elektromobilen Transportkette des kombinierten Warenverkehrs, Nachtbelieferung mit elektrischen Nutzfahrzeugen oder der Etablierung von elektrischen Flotten durch eCarsharing, konnte sich die Region als Anwendungsort für Mobilitätskonzepte weiter profilieren.

Viele der Projekte laufen auch nach dem offiziellen Ende des Schaufensterprogramms weiter. Im gesamten Stadtgebiet – vom Potsdamer Platz und dem EUREF-Campus bis nach Adlershof im Süd-Osten – gibt es zahlreiche Orte der Elektromobilität, die das Thema auch für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt greifbar und erfahrbar machen.

Berlin ist heute, gerade auch aufgrund der diversen Aktivitäten und Projekte des Schaufensterprogramms, ein wichtiger Standort für die Elektromobilität in Deutschland und Europa. Allein im Jahr 2016 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 39 Mio. € im Bereich Elektromobilität getätigt. Rund 500 Akteure aus allen Wertschöpfungsbereichen sind in der Hauptstadtregion im Bereich Elektromobilität engagiert. In diesem Nukleus hat sich eine ganze Reihe von Unternehmen der „smarten (e)Mobilität“ angesiedelt.

Rückfragen: Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Telefon: (030) 9013-8451

Bus: Autonomes Fahren Ein Revolutionär namens Olli – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/autonomes-fahren-ein-revolutionaer-namens-olli-24599800

#Olli ist in der Stadt, aber das darf noch niemand wissen. Der Ort, an dem er für seinen Einsatz vorbereitet wird, soll geheim gehalten werden. Seine Schöpfer reagieren äußerst zurückhaltend, wenn sie auf ihn angesprochen werden. Es lässt sich jedoch nicht leugnen: Olli, der selbst fahrende #elektrische #Bus aus dem #3D-Drucker, soll durch Berlin rollen. Er stößt bei Experten jetzt schon auf Interesse. In dieser Woche möchte sich Rüdiger Grube, Chef der Deutschen Bahn, das ungewöhnliche Produkt des US-Herstellers Local Motors anschauen.

Olli sieht aus wie ein Brotkasten. Oder wie eine Gefrierbox. Seine Proportionen sind auffällig: Olli ist 3,92 Meter lang, bietet aber im Innern eine Stehhöhe von fast zwei Metern. Seine niedlichen Räder sind nur etwas größer als bei Schubkarren.

Doch der Kleine soll ja auch nicht rasen: Er ist maximal für 40 Kilometer pro Stunde ausgelegt. Olli ist gedacht als Shuttle für kurze Distanzen. Drinnen können zwölf Fahrgäste sitzen – auf Bänken, die sich an den drei Wänden entlang ziehen.

Sensoren scannen die Umgebung

Noch ungewöhnlicher ist das, was nicht oder nicht sofort zu sehen ist. Da sind die mehr als 30 Sensoren, die Ollis Umgebung überwachen. Radarsysteme und Laserscanner sollen dafür sorgen, dass der kleine #Elektrobus Hindernisse umfährt oder rechtzeitig bremst. Nicht zu vergessen: IBM Watson, ein lernfähiges Computersystem, das Verkehrsdaten sammelt und mit den Fahrgästen kommunizieren kann – etwa wenn es Fragen gibt. Eine weitere Besonderheit: Rund 20 Prozent der Teile stammen aus 3D-Druckern. Mit Olli will Local Motors testen, ob sich auch der Prozess der Autoherstellung revolutionieren lässt.

So ein Fahrzeug hat es in Berlin noch nicht gegeben. Doch weil Olli nicht fertig ist, hält sich Local Motors bedeckt. „Wir sind noch in der Entwicklung“, sagt Damien Declercq, der für Europa zuständig ist. Vielleicht sei Olli im September bei einem Event in …

 

Bus + Elektromobilität: E-Busse kehren zurück auf die Linie 204, aus BVG

http://unternehmen.bvg.de/de/index.php?section=downloads&cmd=32&download=1836

Vier #elektrische #Busse vom Typ #Solaris Urbino 12 electric mit dem induktiven #PRIMOVE Ladesystem von #Bombardier und #Traktionsausrüstung von #Vossloh Kiepe sollen ab Donnerstag, 26. November, wieder zwischen Zoo und Südkreuz fahren. Am morgigen Mittwochvormittag ist zuvor noch ein Testlauf ohne Fahrgäste geplant. Verläuft er erfolgreich, kann der elektrische Betrieb auf der Linie 204 einen Tag später mit Betriebsbeginn wie geplant wieder starten. Die Batteriebusse wurden am 1. Juli 2015 auf dem BVG-Betriebshof IndiraGandhi-Straße vorgestellt. Ende August gingen die umweltfreundlichen Fahrzeuge in den Linienbetrieb. Mitte Oktober musste der E-Busbetrieb auf der Linie 204 wegen einer Störung an zwei von vier Bussen unterbrochen werden. Obwohl die Fehlermeldung nur an zwei Bussen auftrat, wurden vorsorglich alle Fahrzeuge aus dem Betrieb genommen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Linie 204 wurde in der Zwischenzeit mit Dieselbussen betrieben, sodass der reibungslose Betrieb für die Fahrgäste sichergestellt werden konnte. Durch Effekte, die erst im Dauerbetrieb auftraten, war es zu einem Kurzschluss im Hochvoltsystem von zwei Bussen gekommen. In der Folge waren Schäden an den elektronischen Komponenten entstanden, die daraufhin ausgetauscht werden mussten. Das Hochvoltsystem besteht aus Antrieb, Batterie und Ladesystem. Da es sich beim E-Bus Berlin um ein Forschungsprojekt handelt, war die Stö- rung im Vorfeld nicht absehbar. Zudem handelt es sich nicht um Fahrzeuge bzw. Komponenten „von der Stange“, wodurch ein entsprechender Zeitbedarf für die Behebung entstand. In den vergangenen Wochen haben alle Projektpartner gemeinschaftlich an einer Lösung gearbeitet. Alle Busse wurden eingehend geprüft. Zusätzliche Schutz- und Entlastungsschaltungen (sogenannte Varistoren, Freilaufdioden und Y-Kondensatoren) wurden eingebaut und die Software angepasst. Nach Angaben des Hersteller-Konsortiums sollen derartige Zwischenfälle damit in Zukunft ausgeschlossen sein. In ausführlichen Tests konnte die Systemstabilität zunächst nachgewiesen werden.