Als in den 1920er Jahren die ersten Schritte der seit längerem existierenden Planungen für ein #elektrifiziertes#Schnellbahnnetz in Berlin verwirklicht wurden, hatten die Väter des heutigen #S-Bahn-Netzes vor allem eine weit die Zukunft reichende Vision von einem modernen, Beispiel gebenden #Nahverkehrssystem auf den Weg gebracht.
„Es läuft zurzeit.” Holger #Prestin, bei DB #Regio, Regionalbereich Berlin-Brandenburg u.a. mit Kundenbeschwerden konfrontiert, war auf dem Sprechtag der Schienenverkehrs-Wochen die Erleichterung anzumerken. Seit dem #Fahrplanwechsel im Dezember gibt es im #Regionalverkehr deutlich weniger Verspätungen und somit weniger Beschwerden. Er gab allerdings zu, dass das auch mit reduzierter #Bautätigkeit zu tun habe, die wiederum eine unerwünschte Folge der #Finanzpolitik der Bundesregierung ist. Keine Verzögerungen gebe es aber beim #Nord-Süd-Tunnel der Bahn, so dass die Züge aus dem Norden und Süden Brandenburgs ab Mai 2006 auf sehr viel kürzerem Weg durch Berlin fahren können. Diese mit Spannung erwartete Eröffnung werde einen ähnlichen #Qualitätssprung für den Regionalverkehr bringen, wie 1998 die #Wiedereröffnung der Stadtbahn.
Es weis niemand, warum drei oder vier ausverkaufte Fußballspiele im Berliner Olympiastadion die vorhandene #Verkehrsinfrastruktur überfordern sollten, aber trotzdem bietet sich mit dem Termin ein willkommener #Fixpunkt für die #Inbetriebnahme von #Nord-Süd-Tunnel und #Lehrter Bahnhof an.
Die erste Untersuchung aus dem Jahr 2001 war wegen zu niedrig angesetzter Bevölkerungszahlen in Kritik insbesondere des Landkreises #Havelland und der Stadt #Falkensee geraten.
Die erste Studie endete in einem Patt, in dem der Bund – der die #S-Bahn-Maßnahme annähernd vollständig bezahlen soll, weil es sich um eine „Alt-Strecke“ vom 12. August 1961 handelt – behauptete, die #Verkehrsnachfrage könne weiterhin mit dem #Regionalverkehrsangebot ohne Investitionen in die #Bahnstrecke bedient werden. Aus Sicht der Länder Berlin und Brandenburg wurde die Position bestätigt, dass sich die Fahrgastzahlen durch die S-Bahn deutlich steigern lassen und die Investition notwendig sei. Inzwischen findet in der Presse eine Auseinandersetzung unterschiedlicher Akteure darüber statt, welches Verkehrsangebot besser sei – im Kern: ob man die S-Bahn benötigt oder ob allein der #Regionalverkehr ausreicht.
Im #Fahrplan ab 14. Dezember 2003 ändert sich im #Regionalverkehr Berlin-Brandenburg insgesamt nur wenig. Dabei überwiegen leider die Verschlechterungen im Angebot.
Betroffen ist der Abschnitt #Berlin-Nordkreuz bis #Berlin-Karow (Kilometer 4,2 bis 11,6).
Die #Regional- und #Fernbahn-Gleise der #Stettiner Bahn (Strecke Berlin-Gesundbrunnen Richtung Bernau) werden zweigleisig ausgebaut.
#Karower Kreuz Die meisten Veränderungen finden im Bereich Karower Kreuz statt. Die Fern-/Regionalbahn-Verbindungskurve Blankenburg – Abzweig Karow West (zum nördlichen Berliner Außenring/BAR) wird in neuer Lage neu gebaut.
Zunächst wurden die im März stillgelegten Brücken abgerissen
Seit der zweiten Augusthälfte herrscht wieder Leben auf der #Baustelle#Bahnhof#Papestraße – der #Neubau des künftig zweitgrößten Berliner Bahnhofs (nach dem Berliner #Hauptbahnhof / Lehrter Bahnhof) hat begonnen, nachdem Ende Juli die Leistungen für das Vorhaben vergeben wurden.
Mit dem #Ausbau alter Stahlbrücken beginnt am 22. August 2003 der #Neubau des Bahnhofs #Papestraße. Am Wochenende werden die bereits seit März 2003 stillliegenden Gleisanlagen und Stahlbrücken der #Ringbahnstrecke über den Gleisen der #Nord-Süd-S-Bahn sowie eine alte Kabelhilfsbrücke ausgebaut, um #Baufreiheit für die neuen Bahnhofsanlagen zu schaffen. Es werden sechs Stahlbrückenteile mit Längen zwischen 15 und 24 Metern und Gewichten zwischen 57 und 80 Tonnen mit einem 650-Tonnen-Kran ausgehoben.
Im Fernverkehr spricht die Bahn vom „bundesweit #größten#Fahrplanwechsel seit 1991″. Die Stichworte sind: Aufnahme des kompletten Betriebes auf der #Neubaustrecke#Köln – #Frankfurt mit Auswirkungen auf alle Zulaufstrecken, #Streichung fast aller #IR bzw. Umwandlung in IC und nicht zuletzt das neue #Preissystem. Davon sind auch #Regionalreisende in Berlin und Brandenburg betroffen, die mit #VBB-Fahrscheinen nicht mehr zwischen Berlin und Prenzlau die Fernzüge benutzen dürfen (siehe voriger Artikel). Im eigentlichen #Regionalverkehr halten sich die Änderungen in Berlin-Brandenburg dagegen im Rahmen. Neuigkeiten gibt es vor allem im Gebiet #nordwestlich Berlins und in der #Lausitz.
Das wesentlich Neue an dieser Änderung ist, daß in den #Geltungsbereich des § 1 der #VBB-Beförderungsbedingungen der Eisenbahn-, Regional- und S-Bahn-Verkehr einbezogen wurde, was bisher so nicht der Fall war. Dadurch ist in die folgenden #Neuregelungen eine Reihe von #Vorschriften eingearbeitet worden, die für die #Fahrgäste übersichtlicher geworden sind. Das betrifft insbesondere Regelungen über #Anschlußverkehre zwischen #S-Bahn und #Regionalverkehr einerseits und andererseits für die Benutzung von Regionalzügen von Bahnhöfen innerhalb nach Bahnhöfen außerhalb des #VBB-Tarifgebietes und umgekehrt.