Berlins #Taxifahrer müssen auf dem #Flughafen#Tegel vorerst keine #Gebühr mehr zahlen – und jubeln. Das Landgericht erließ gestern auf Antrag des Taxiverbandes eine einstweilige #Verfügung, mit der der Berliner #Flughafengesellschaft (#BFG) untersagt wird, den „konzessionierten Taxis die Vorfahrt auf den #Nachrückeplatz vom Erwerb einer Key Card oder eines sonstigen Entgeltes abhängig zu machen“.
Der #Flughafenausbau in #Schönefeld soll zu einem großen Teil von den Passagieren finanziert werden. Zum Konzept, das an diesem Freitag förmlich beschlossen werden soll, gehört die Erhöhung der #Flughafengebühr von derzeit 6,60 Euro um zunächst 3 Euro pro Passagier ab 2003. Nach Aufnahme des Betriebs sollen sie noch einmal um 5,10 Euro steigen. #Fluggesellschaften haben bereits Widerstand angekündigt. Sie hatten schon die letzte Erhöhung nicht mitgemacht.
Gegenstand der Kleinen Anfrage ist die Fahrgastauslastung und Wirtschaftlichkeit der neuen Straßenbahnverbindung zum Alexanderplatz und Hackeschen Markt. Die FDP-Fraktion kritisiert einen vermeintlich hohen Anteil an Leerfahrten auf dem neuen Streckenabschnitt und bringt den Begriff „Geisterzüge“ ein. Der Senat weist diese Darstellung unter Berufung auf die BVG zurück und betont, dass die Linien aus den östlichen Wohnsiedlungen zum Alexanderplatz überdurchschnittlich gut ausgelastet und wirtschaftlich sind. Die geringere Auslastung im kurzen Anschlussabschnitt zum Hackeschen Markt ist betrieblich zwingend bedingt, da am Alexanderplatz eine Wendemöglichkeit fehlt und die Züge die dortige Gleisschleife nutzen müssen.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 15. Wahlperiode, Drucksache 15/574
Kleine Anfrage Nr. 15/574
des Abgeordneten Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)
über: „Geisterzüge“ am Hackeschen Markt?
Ich frage den Senat:
1. Wie hat sich die Belastung (werktägliche Streckenbelastung in Personen) des Straßenbahnnetzes im Bereich Hackescher Markt/Oranienburger Straße/Friedrichstraße und vor allem auf der neuen Strecke Alexanderplatz/Karl-Liebknecht-/Spandauer Straße entwickelt?
2. Wie ist die Entwicklung im Hinblick auf die durchschnittliche Belastung des Straßenbahn-Gesamtnetzes und innenstadttypischer Straßenbahn-Belastungswerte zu beurteilen (bitte Vergleichswerte benennen)?
3. Wie steht es mit der Wirtschaftlichkeit der vorgenannten Strecken und der auf ihnen verkehrenden Linien – speziell auch auf der oben angegebenen Neubaustrecke – unter Beachtung der insoweit maßgeblichen Auslastungswerte (diese bitte benennen)?
4. Inwieweit teilt der Senat die Auffassung, dass der Straßenbahnbetrieb in dem hier fraglichen Bereich und vor allem auf der Neubaustrecke durch einen hohen Anteil von (fast) Leerfahrten gekennzeichnet ist, die Bezeichnung „Geisterzüge“ hier also angebracht ist (bzw. angebracht werden sollte)?
5. Welche Schlussfolgerungen zieht der Senat aus dieser Sachlage (z. B. Abbestellung von Straßenbahnverkehr, Netzrückbau)?
Berlin, den 25. Juli 2002
Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 574
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilen zu den Fragen 1. bis 3. Folgendes mit:
Zu 1.:
Durch den Neubau der Straßenbahnstrecke zum Alexanderplatz und zum Hackeschen Markt konnte die seit Jahren von der Bevölkerung geforderte direkte Anbindung der Wohnsiedlungen in Weißensee, Hohenschönhausen und Marzahn an den Alexanderplatz realisiert werden.
Die direkten Straßenbahnlinienverbindungen haben zu einer erheblichen Nachfragesteigerung des Verkehrssystems Straßenbahn geführt, da für viele Fahrgäste bisherige Umwege und mehrfaches Umsteigen entfallen. Davon profitiert ebenso der Bereich Friedrichstraße/Oranienburger Straße, der mit einer direkten Linie vom Alexanderplatz eine verbesserte Anbindung bekommen hat.
Als sehr großer Nachfrageschwerpunkt hat sich erwartungsgemäß der Umsteigebereich um den Alexanderplatz entwickelt. Es wäre sinnvoll, hier auch Linien enden zu lassen. Da am Alexanderplatz keine Wendemöglichkeit vorhanden ist, müssen die Züge bis zur nächstgelegenen Endhaltestelle, d. h. zur Gleisschleife Hackescher Markt fahren. Zwischen dem Alexanderplatz und dem Hackeschen Markt ist die Nachfrage in den Straßenbahnzügen geringer.
Eine Einsparmöglichkeit von Straßenbahnzügen oder Verringerung der Linien ist nicht möglich, da im Zulauf aus den Wohnsiedlungen zum Alexanderplatz alle Züge und Linien überdurchschnittlich gut ausgelastet sind. Der BVG liegen sogar Wünsche und Forderungen von Fahrgästen vor, die Anzahl der Züge zum Alexanderplatz weiter zu erhöhen. Da die Strecke Alexanderplatz – Hackescher Markt aber ihre Leistungsfähigkeit bereits erreicht hat, können diese Wünsche nicht berücksichtigt werden.
Zu 2.:
Die Neubaustrecke zum Alexanderplatz hat die Gesamtauslastung des Berliner Straßenbahn-Netzes erhöht. Die Linien über den Alexanderplatz gehören zu den am stärksten ausgelasteten Linien.
Zu 3.:
Analog zur Antwort 2 ist die Wirtschaftlichkeit der Neubaustrecken als gut zu bezeichnen. Entsprechend der Fahrgastnachfrage sind die Abschnitte am Alexanderplatz mit einer höheren Wirtschaftlichkeit versehen als der Abschnitt in der Spandauer Straße oder Oranienburger Straße.
Zu 4. und 5.:
Der Senat teilt diese Auffassungen unter Berücksichtigung des oben Erläuterten nicht. Weitere Schlussfolgerungen sind daher nicht erforderlich.
Berlin, den 28. August 2002
In Vertretung
Volkmar Strauch
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt
Erst aufgebläht und dann wieder abgespeckt: Der in der vergangenen Woche auf vier Köpfe erweiterte #BVG-Vorstand wird, wie vom Tagesspiegel angekündigt, wieder auf drei Mitglieder reduziert. Im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), verlässt #Finanzvorstand Joachim Niklas zum 30. September das Unternehmen. Sein Vertrag wäre Anfang 2004 ausgelaufen. Am 1. Oktober beginnt der in der vergangenen Woche ernannte neue #BVG-Vorstandsvorsitzende Andreas #Graf von #Arnim seine Arbeit. Er übernimmt auch die Aufgabengebiete von Niklas, …
Knapp drei Millionen Fahrgäste hat die #BVG am Tag. Die Berliner sollten also „ihre“ Bahnen und Busse kennen. Denkste. Wenn die BVG ihre Türen öffnet, strömen die Neugierigen zu Tausenden, um in der Schlange stehend zu sehen, was sie auch im Alltag erleben. Doch ganz so sei es nicht, widersprechen Alice und Heinz Kammgarn. Die beiden Rentner gehörten gestern zu den etwa 25 000 Besuchern, die in die #U-Bahn-Betriebswerkstatt #Friedrichsfelde gekommen waren, wo die BVG mit einem Aktionstag den 100. Geburtstag der #U-Bahn feierte.
Beim #Wiederaufbau der #Dresdner Bahn durch #Lichtenrade hat die Bahn nach Tagesspiegel-Informationen eingelenkt und einen von Anwohnern geforderten #Tunnelbau zum Teil akzeptiert. Doch ob die Gleise überhaupt gelegt werden, ist zweifelhaft geworden. Bahn und Bund müssen ihr Geld vorwiegend in den #Wiederaufbau der #hochwassergeschädigten Bereiche stecken. Auch in der Stadtentwicklungsverwaltung hat man erkannt: Erst komme wohl Dresden in Sachsen und dann – vielleicht – die Dresdner Bahn in Berlin. Die Bahn selbst hat noch keine Prioritätenliste erstellt.
Die #Deutsche Bahn AG lässt am #Nordbahnhof, auf einer der letzten großen Brachflächen im Zentrum, einen #Verwaltungskomplex für 2000 ihrer knapp 17 000 Berliner Mitarbeiter bauen. Sie hat dafür ein rund 25 000 Quadratmeter großes Grundstück westlich der Gartenstraße in Mitte an einen Schweizer Investor verkauft. Dieser soll bis Ende 2004 vier miteinander verbundene sechsgeschossige #Bürogebäude errichten und sie an die Bahn AG vermieten. In dem Neubau mit 48 500 Quadratmetern will die Bahn ihre derzeit 15 #Bürostandorte der Stadt zusammenfassen. Der überwiegende Teil der alten Standorte soll aufgegeben werden, darunter das Gebäude in der #Ruschestraße in Lichtenberg.
Das südliche Ende des #Nord-Süd-Tunnels wurde gestern nach zweimonatiger Sanierung wieder in Betrieb genommen, dafür wurde der Abschnitt #Zehlendorf und #Wannsee auf der #S1#gesperrt. Bis 16. Dezember fahren auf diesem Abschnitt der #Wannseebahn keine Züge, etwa 14 000 Fahrgäste müssen sich neue Wege suchen. Die S-Bahn empfiehlt die #Umfahrung mit der S 7 und die Ringbahn. Zudem fahren als Ersatz zwei Buslinien. In den kommenden vier Monaten werden Gleise und Signalanlagen erneuert.
Für die letzte Bauphase vor der Inbetriebnahme des elektronischern Stellwerks auf der S-Bahnlinie S 1 ist der Streckenabschnitt zwischen den S-Bahnhöfen Zehlendorf und Wannsee vom 19. August, 4 Uhr, bis 16. Dezember 2002, 4 Uhr, gesperrt.
Mit dem vollständigen Neubau der Gleisanlagen, der Kabelkanäle sowie der Signal- und Sicherungstechnik auf dem Streckenabschnitt verkürzt sich die Reisezeit auf der S 1, gleichzeitig wird die Angebotsqualität erheblich gesteigert: Ab Anfang Januar fahren die rot-gelben Züge während des Berufsverkehrs zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz im Fünf-Minutentakt. Die Streckengeschwindigkeit wird auf bis zu 100 h/km angehoben.
Wichtigste Neuerung ist die Installation des elektronischen Stellwerkes, was zukünftig eine dichtere Zugfolge und einen stabileren Fahrplan ermöglicht. Durch insgesamt 22 zusätzliche Weichen zwischen Anhalter Bahnhof und Wannsee können die Züge zukünftig auch bei teilweiser Sperrung der Strecke wenigstens auf einem Gleis fahren. Damit ist die Zeit der Pendelverkehre auf der S 1 vorbei.
Von den Bauarbeiten betroffen sind etwa 14.000 Fahrgäste, die den Streckenabschnitt täglich nutzen. Neben den weiträumigen Umfahrungsmöglichkeiten via S 7 und die Ringbahn (Umsteigen in Westkreuz) steht zwischen Zehlendorf und Wannsee ein Ersatzverkehr mit zwei Buslinien zur Verfügung:
Linie A fährt als Expresslinie ohne Halt vom S-Bahnhof Zehlendorf über Teltower Damm, Potsdamer Straße, Potsdamer Chaussee und Kronprinzessinnenweg zum Bahnhof Wannsee und ebenso zurück.
Die Linie B bedient alle Unterwegsbahnhöfe der S 1 und bindet zusätzlich den U-Bahnhof Krumme Lanke an den Ersatzverkehr an. Die Linie beginnt am S-Bahnhof Zehlendorf und fährt über Teltower Damm, Fischerhüttenstraße, U-Bahnhof Krumme Lanke, Argentinische Allee, S-Bahnhof Mexikoplatz, Am Schlachtensee, S-Bahnhof Schlachtensee, Spanische Allee, Borussenstraße, S-Bahnhof Nikolassee, Kronprinzessinnenweg zum S-Bahnhof Wannsee.
Der Fahrplan der beiden Buslinien wird wie folgt aussehen:
Linie A Mo – Fr 6:00 – 20:00 alle 10 Minuten
Sa + So 8:00 – 20:00 alle 10 Minuten
Linie B täglich 4:00 – 6:00 alle 20 Minuten 6:00 – 20:30 alle 10 Minuten 20:30 – 01:30 alle 20 Minuten
Sa + So im Nachtverkehr 01:00 – 04:00 alle 30 Minuten
Der Busfahrplan ist auf die Ankunft und Abfahrt der Züge der S 1 am S-Bahnhof Zehlendorf ausgerichtet. Die tageszeitlich unterschiedlichen Abfahrtzeiten sind an den Haltestellen ausgehängt und können ebenso wie weitere Informationen zu S-Bahnbetrieb beim S-Bahn-Kundentelefon unter (030) 29 74 33 33 erfragt werden.
Holger Hoppe Stellv. Pressesprecher S-Bahn Berlin GmbH
Gabriele Schlott Stellv. Pressesprecherin DB Verkehrsbau