Wer schon etwas älter ist, wird sich noch erinnern. 1973 fuhr zum letzten Mal ein #Oberleitungsbus, kurz #Obus genannt, durch die Stadt. Nun könnte es sein, dass diese Form der #Elektromobilität in Berlin wieder eingeführt wird – in moderner Form. Die Strategieplaner der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) denken darüber nach, ob es sinnvoll wäre, #Obuslinien einzurichten. „Für die Zukunft des Busverkehrs prüfen wir verschiedene Optionen. Dazu gehört auch die Option, in bestimmten Bereichen des Stadtgebiets Oberleitungsbusse einzusetzen“, sagt der kommissarischer Bus-Chef Torsten Mareck.
Obusse beziehen ihren Strom aus einer Fahrleitung, die über der Straße aufgehängt wird. „Sie können mit Ökostrom fahren, sind leise und abgasfrei, stoßen keinen Feinstaub und keine Stickstoffoxide aus“, schwärmt der BVG-Manager.
Stromabnehmer auf dem Dach
In Berlin könnten die Elektrobusse für Strecken mit hoher Fahrgastnachfrage geeignet sein, auf denen in Zukunft auch Straßenbahnverkehr sinnvoll wäre – „gewissermaßen als Tram-Vorlaufbetrieb“, sagt Mareck. Er spricht von Strecken außerhalb der Innenstadt, von Pankow und Friedrichshagen ist die Rede. Die Prüfung dauere noch an. „Wie sie ausgeht, können wir natürlich jetzt noch nicht sagen. Aber wir wollen zum jetzigen Zeitpunkt keine Möglichkeit ausschließen.“
Der Senat will die Zahl der #Radbügel in der Stadt von derzeit 27.000 auf 60.000 mehr als #verdoppeln.
Wer an der Yorckstraße in die U-Bahn einsteigen will, muss sich seinen Weg erst einmal mühsam an gut 20 Fahrrädern vorbei bahnen. Die Gefährte sind teilweise zu dritt nebeneinander am Absperrgitter zur Straße angekettet und blockieren den ohnehin nicht gerade breiten Gehweg. Kaum besser sieht es um den S-Bahnhof Savignyplatz in Charlottenburg aus. Dort stehen Dutzende Räder, zum Teil an Bäumen oder Laternenmasten angekettet. Immer mehr Berliner steigen auf das Fahrrad um, doch es gibt nicht genügend Platz, die Räder auch #sicher und #geordnet abzustellen.
Radfahrer-Lobby fordert 200.000 Stellplätze
Das soll sich ändern. In den kommenden Jahren will der Berliner Senat die Zahl der #Abstellplätze für Fahrräder im öffentlichen Straßenraum, vor allem aber im Umfeld der Stationen von Bus und Bahn, auf 50.000 bis 60.000 erhöhen. Das kündigte jetzt Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) an. Das wäre ein deutlicher Zuwachs, denn aktuell gibt es in der Stadt erst rund 27.000 der sogenannten Bike-and-Ride-Plätze.
Anwohner und Umweltaktivisten sind sauer: Die Autobahn #A100 in Berlin soll ab 2022 noch weiter #verlängert werden. Die Baupläne stammen zwar noch aus den 90ern – das Land Berlin und der Bund bringen das Projekt aber derzeit auf Touren. Sie halten den 17. Bauabschnitt für unverzichtbar – und sehen ihn sogar schon "im Bau".
"Im Bau" – diese Bezeichnung passt gut zu dem, was seit 2013 am östlichen Ende der A100 in Neukölln passiert: Hier wird abgerissen, ausgeschachtet und Beton gegossen. Die Arbeiten am so genannten 16. Bauabschnitt der A100 vom #Autobahndreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle am Treptower Park sind in vollem Gange.
Keine Bagger, keine Bauarbeiter
Doch "im Bau" ist offiziell nicht nur die 3,2 Kilometer lange Trasse der A100 bis Treptow – sondern auch die Verlängerung von dort bis zur #Storkower Straße in Lichtenberg. So zumindest steht es im Entwurf des #Bundesverkehrswegeplans (#BVWP). Auf diesem 17. Bauabschnitt lassen sich allerdings bislang – einmal abgesehen von der Baustelle #Ostkreuz – weder Bagger noch Bauarbeiter blicken.
Für Umweltschützer und Anwohner steht fest: Hier sollen mit Worten Fakten geschaffen und Gegner des Bauprojekts ausgebootet werden.
Bund und Land als Treiber des Projekts rechtfertigen sich: Die derzeitige Verlängerung der Autobahn bis Treptow mache nur Sinn, wenn auch der nächste, 4,3 Kilometer lange Bauabschnitt realisiert werde. Erst dann würde sich "die angestrebte vollständige Verkehrswirkung entfalten". Insofern seien beide Teile gewissenmaßen aneinandergekoppelt. Und da der 16. Bauabschnitt derzeit gebaut werde, sei der 17. Bauabschnitt als "Bezugsfall" eben auch …
Während die meisten Berliner Schüler am ersten Ferientag um 4:30 Uhr noch im Bett liegen, beginnt die BVG am Donnerstag, den 21. Juli 2016 bereits ihre Arbeit – und das gleich doppelt. Am #Prerower Platz und #Alexanderplatz, ent-lang der Straßenbahnlinien #M4, #M5, #M6 und #M17 werden neue #Weichen und #Gleise eingebaut.
Am Prerower Platz finden die Arbeiten im Kreuzungsbereich in zwei Baupha-sen statt. In der ersten Phase, die voraussichtlich bis Mitte August 2016 an-dauert, müssen die Endhaltestelle „Hohenschönhausen, Zingster Straße“ so-wie die Hansastraße für den Straßenbahnverkehr gesperrt werden. Im An-schluss beginnt die zweite Bauphase, die voraussichtlich Ende September 2016 abgeschlossen sein wird. In diesem Bauabschnitt werden die Rüdicken-straße und Falkenberger Chaussee für den Verkehr der Straßenbahn gesperrt sein.
Am Alexanderplatz beginnen die Arbeiten ebenfalls zum Ferienbeginn. Auch hier finden die Arbeiten in zwei Phasen statt. In der ersten Phase wird der Alexanderplatz für die Straßenbahnlinien M4, M5 und M6 bis Mitte August gesperrt. Die Straßenbahnen werden währenddessen über die Karl-Liebknecht-Straße und Mollstraße fahren. Im Anschluss beginnt die zweite Bauphase, wobei der Knotenpunkt Spandauer Str./Marienkirche bis Anfang September für die Linien M4, M5 und M6 gesperrt ist.
Genaue Informationen zu den Linienmaßnahmen und Ersatzverkehr während der Bauarbeiten erhalten Fahrgäste im BVG.navi oder auf bvg.de.
Einfach mal einen Berliner #U-Bahnhof #erkunden, ohne dafür die heimische
Couch zu verlassen: Das machen die Berliner Verkehrsbetriebe jetzt mit einem #Pilotprojekt möglich. Ab sofort ist der #U-Bahnhof #Walther-Schreiber-Platz
#(U9) bei Google #Street View der erste #virtuell begehbare Bahnhof der BVG.
Für die digitale Panorama-Tour ist lediglich ein Computer oder ein mobiles
Gerät mit Internetverbindung notwendig. Zu erreichen ist sie u.a. aus Google
Street View heraus oder direkt über den Link www.bvg.de/u9. Die BVG stellt
das Angebot in den kommenden Monaten testweise zur Verfügung und bittet
um das Feedback ihrer Fahrgäste, das direkt online abgegeben werden kann.
Während der am morgigen Mittwoch, den 20. Juli 2016 beginnenden Baumaßnahmen
auf dem südlichen Ende der U9 zwischen Walther-Schreiber-
Platz und Rathaus Steglitz dienen die Panoramaaufnahmen als zusätzliche
Orientierungshilfe. Eine integrierte BVG-Karte sowie eine akustische Lenkung
erleichtern den Fahrgästen die Navigation zwischen dem Bahnsteig des UBahnhofs
Walther-Schreiber-Platz und der Haltestelle für die Buslinien in Richtung
S+U-Bahnhof Rathaus Steglitz.
Das Pilotvorhaben der BVG entstand in Zusammenarbeit mit der Berliner Medienagentur
BerlinFive. Eine Ausweitung auf weitere U-Bahnhöfe ist abhängig
von den Ergebnissen der Testphase und den Rückmeldungen der Fahrgäste.
Zum Beginn der #Sommerferien in Berlin und Brandenburg werden zwei #Reisewellen am Mittwoch und Freitag Nachmittag erwartet. Autofahrende müssen sich auf ein erhöhtes #Verkehrsaufkommen auf den Straßen einstellen.
Auf der südlichen Stadtautobahn #A113 (Schönefeld-Zubringer) zwischen der Anschlussstelle (AS) Späthstraße und AS Adlershof werden bis September dringend erforderliche #Sanierungsarbeiten durchgeführt. Es stehen nur zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung; die Geschwindigkeit ist auf 60 km/h begrenzt. Bis zum 29.08.2016 werden die Oberflächen beider Richtungsfahrbahnen in mehreren Abschnitten erneuert. Die Arbeiten sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.
Auf den Autobahnen rund um Berlin bestehen folgende Einschränkungen
#A10 Nördlicher Berliner Ring: Zwischen Autobahndreieck (AD) Pankow und AD Barnim besteht auf Grund einer #Brückenbaustelle eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h. #A10 Südlicher Berliner Ring: Auf einem Abschnitt von über 11 km Länge zwischen AD Nuthetal und AD Potsdam werden Bauarbeiten zum #8-spurigen Ausbau der Autobahn durchgeführt, die eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 80 km/h und Fahrstreifenverschwenkungen zur Folge haben. Hier muss mit Stau gerechnet werden. #A11 Zwischen Autobahnkreuz (AK) Uckermark und AS Penkun wird auf einer Länge von 4 km die #Fahrbahn grundhaft erneuert. Hier steht bis Ende Juli 2016 pro Richtung lediglich ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Geschwindigkeit ist auf 60 km/h herabgesetzt. #A12 Zwischen AS Friedersdorf und Rastplatz Lebbiner Heide wird die #Fahrbahn erneuert. Auf mehr als 7 km Länge ist die Geschwindigkeit auf 80 km/h reduziert; die Fahrbahnen sind verschwenkt bzw. eingeengt.
Eine weitere Baustelle mit einer Länge von mehr als 4 km besteht auf der A12 zwischen Raststätte Biegener/Hellen-Süd und Frankfurt (O)-Süd. Hier wird der gesamte Verkehr auf einer Richtungsfahrbahn mit eingeschränkten Spurbreiten geführt; Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h. #A13 Zwischen AD Spreewald und Raststätte Rüblingsheide wird bis Ende August 2016 die #Fahrbahn auf einer Länge von 2,5 km erneuert. In diesem Bereich sind die Spurbreiten reduziert und die Geschwindigkeit auf 60 km/h herabgesetzt. #A19 Zwischen AS Waren und AS Malchow wird die Petersdorfer #Brücke neu gebaut. Beide Richtungsfahrbahnen sind auf jeweils einen Fahrstreifen verengt. Die Geschwindigkeit ist auf 40 km/h herabgesetzt, deren Einhaltung überwacht wird. Hier ist besonders an Wochenenden mit erheblichen Staus zu rechnen.
Auch im Berliner Straßennetz werden während der Sommerferien Arbeiten durchgeführt
Schöneberg: Martin-Luther-Straße zwischen Heylstraße und Freiherr-vom-Stein-Straße Sperrung der stadteinwärts führenden Fahrtrichtung bis voraussichtlich Mitte August 2016
Lichtenberg: Möllendorffstraße, Sperrung der Fahrtrichtung Frankfurter Allee von Normannenstraße bis Am Containerbahnhof vom 21.07.2016 bis Anfang September 2016
Köpenick: Dahlwitzer Landstraße zwischen Schöneicher Straße und Fürstenwalder Damm, Vollsperrung bis voraussichtlich 30.11.2016
Mitte: Leipziger Straße zwischen Leipziger Platz und Wilhelmstraße Spurreduzierungen in beiden Richtungen auf jeweils einen Fahrstreifen pro Richtung vom 25.07. bis 20.08.2016
Außerdem finden während der Ferien einige Veranstaltungen statt, die ebenfalls Verkehrseinschränkungen mit sich bringen werden:
Christopher-Street-Day am 23.07.2016 im Bereich Straße des 17.Juni / Brandenburger Tor und Kurfürstendamm
Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2016 am 27./28.08.2016
Besuchern dieser Veranstaltungen wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrads zur An- und Abreise empfohlen.
Aktuelle Informationen zur Verkehrslage in Echtzeit, zu Baustellen und viele weitere Informationen über den Verkehr in Berlin erfahren Sie jederzeit unter www.viz.berlin.de und werktags in der Zeit von 06:00 bis 20:00 Uhr unter der Rufnummer (030) 9203 80 55.
Rückfragen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Die Bahn wird am Bahnhof #Lichtenrade nicht anfangen zu bauen, bevor das #Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Klage der "Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner Bahn e.V." entschieden hat. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn AG. "Offensichtlich sieht die Bahn selbst ein Risiko, wenn sie jetzt beginnen würde.
Entscheidung in der ersten Augustwoche erwartet
"Das Gericht hat für die erste Augustwoche eine Entscheidung angekündigt", sagte der von der Bürgerinitiative beauftragte Rechtsanwalt Armin Frühauf am Montag auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Wie berichtet, will die Bürgerinitiative erreichen, dass die Gleise für den Fern- und Regionalverkehr in einen Tunnel gelegt werden, während die Bahn Baurecht für den ebenerdigen Ausbau der Strecke hat.
Jetzt geht es im einstweiligen Rechtsschutz zunächst darum, ob die Klage der Bürger aufschiebende Wirkung hat. Darüber wollen die Richter in Leipzig in Kürze entscheiden, sagte Frühauf. Aber auch das Ergebnis in der Hauptsache will die Bahn abwarten, mit den Bauhauptleistungen in diesem Abschnitt werde solange gewartet.
Bürger befürchten Überschneidungen bei der Umgestaltung der Bahnhofstraße
Nur ein paar Schritte ins Dickicht, und schon ist kaum noch etwas von der Umgebung zu hören. Ranken wuchern über den Pfad, der sich durch den dschungelartigen Wald nahe der Clauertstraße im Süden Zehlendorfs schlängelt.
Das ist nicht das einzige, was den Spaziergang beschwerlich macht. Verrostete Schienen und halbverfaulte Schwellen bilden Stolperfallen. Dem Wanderer wird klar: Er ist auf einer alten Bahnstrecke unterwegs. Die Natur hat Zeit gehabt, den Geländestreifen zurückzuerobern. Die #Stammbahn, auf der 1838 der erste Zug von Berlin nach #Potsdam fuhr, liegt seit 1945 still. Auf dem #S-Bahn-Gleis nach #Düppel, das hier endete, rollte 1980 der letzte Zug.
Szenenwechsel. Was für ein Gegensatz! Während sich die Region den Luxus leistet, die Stammbahn verkommen zu lassen, müssen auf der verbliebenen einzigen Bahnstrecke zwischen Potsdam und Berlin Fahrgäste im Stehen reisen. Im Regionalexpresszug der Linie #RE1, der neben der Avus durch den Grunewald fährt, sind in den fünf #Doppelstockwagen kaum Sitzplätze frei.
Inzwischen ist das tagsüber der Normalfall, erzählt Frank Böhnke vom Deutschen #Bahnkundenverband Berlin-Brandenburg. Er nutzt den RE 1 oft. Nicht nur ihn: „Auch die Regionalexpresszüge ins Havelland sind immer voller geworden.“ Zwischen Falkensee und Berlin sei es in den Stoßzeiten „unerträglich“.
Das #Pilotprojekt „#Rad im Regio“ stößt bei den Fahrgästen mehrheitlich auf positive Resonanz. Auf der „VBB im Dialog“-Fachkonferenz in Berlin zog VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel eine erfreuliche Zwischenbilanz des Projektes. Staatssekretär Christian Gaebler aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eröffnete die Fachkonferenz zum Thema „Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr in Berlin“ und stellte die #Radverkehrsstrategie des Landes Berlin vor. Vertreter von Verkehrsunternehmen, Fahrradverbänden und privater Fahrrad- und Mobilitätsdienstleister berichteten vor rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Praxis und stellten sich den Fragen aus dem Publikum.
Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr
Die Zahl der Fahrgäste im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) stieg im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf die Rekordzahl von täglich 3,81 Millionen Fahrgästen. Gleichzeitig nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad für Wege in Berlin und dem Umland. Dabei wird das Rad immer häufiger auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem auf längeren Strecken, kombiniert. Der VBB hat im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg in den letzten Jahren auf die steigende Nachfrage nach Möglichkeiten der Fahrradmitnahme im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) reagiert und vor allem im Ausflugs- und Saisonverkehr erhöhte Mitnahmekapazitäten geschaffen (z.B. durch die Einführung des Fahrradwagens auf den RegionalExpressLinien RE3/RE5 und zusätzlicher Fahrten). Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradmitnahme in den Zügen werden derzeit im Pilotprojekt „Rad im Regio“ getestet.
Darüber hinaus werden flexible Angebote verlangt, die sowohl die Bedürfnisse der werktäglichen Pendler als auch der Fahrgäste im Wochenend-Freizeitverkehr abdecken. Dazu gehören neben den reinen Verkehrsleistungen unter anderem auch digitale Angebote der Fahrgastinformation, die Bereitstellung von Fahrradabstellplätzen am Bahnhof und die unkomplizierte Verknüpfung mit Fahrradverleihsystemen und weiteren Verkehrsmitteln.
Umweltstaatssekretär Christian Gaebler lobte die Möglichkeiten, die Berlin für die Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsarten bietet: „Unser Ziel ist das intelligente Vernetzen der Mobilitätsformen in einer Fast-Vier-Millionen-Metropole. Wir werden die wachsende Stadt nur über einen starken Verbund von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr bewältigen. Deswegen müssen wir die Rahmenbedingungen für ein komfortables und sicheres Miteinander stetig verbessern. Berlin muss sich nicht verstecken in Sachen Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch Fahrrad-Parken im Umfeld der Bahnhöfe. Jetzt kommt noch ein breit aufgestelltes Leihfahrradsystem hinzu.“
VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel siehtdie VBB im Dialog-Fachkonferenz als eine wertvolle Plattform für Diskussionen: „Wir bieten hier Möglichkeiten zum konstruktiven Austausch für die unterschiedlichen Interessensgruppen – angefangen von den Fahrgästen und Fahrradverbänden über Verkehrsunternehmen und privaten Dienstleistern bis hin zu politischen Entscheidern. Nur wenn wir gegenseitig die verschiedenen Bedürfnisse, Sachzwänge und Zielrichtungen verstehen und darüber miteinander ins Gespräch kommen, können wir voneinander lernen und gemeinsam Strategien entwickeln und Lösungen umsetzen.“
Pilotprojekt „Rad im Regio“
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hatte im Mai 2016 gemeinsam mit DB Regio Nordost, der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) und mit DB Station&Service das Pilotprojekt „Rad im Regio“ gestartet. Seitdem fahren auf den vier Pilotlinien der RegionalExpress-Linien RE2, RE3, RE4 und RE5 Züge, in denen die Mitnahme für Fahrräder erleichtert wurde. Um mehr Stellplätze zu schaffen, wurden zum Beispiel jeweils in den Mehrzweckabteilen des ersten und letzten Wagens die Klappsitze versperrt bzw. ausgebaut. Diese speziellen Wagen sind außen gut sichtbar mit großen Fahrradsymbolen gekennzeichnet und im Innenbereich deutlich mit Bodenmarkierungen versehen. Durch die bessere Verteilung der Fahrräder steht im Mehrzweckbereich des Mittelwagens mehr Platz für Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollstühlen und Gepäck zur Verfügung.
Zusätzlich wurde die Fahrgastinformation zur Fahrradmitnahme auf den Bahnsteigen, im Internet und in der VBB-App Bus&Bahn ausgeweitet. Weitere Informationen und Bildmaterial zum Pilotprojekt „Rad im Regio“ finden Sie unter VBB.de/RadimRegio. Das Pilotprojekt wird von umfangreichen Evaluationsmaßnahmen begleitet. Erste Befragungen der Fahrgäste und die Auswertung von Praxistests, die mit verschiedenen Fahrgastgruppen durchgeführt wurden, zeigen positive Ergebnisse. Insgesamt werden die umgesetzten Maßnahmen als sehr hilfreich bewertet.
Gewünscht: Mehr Platz – bessere Lenkung – gutes Miteinander
Bei der repräsentativen Kundenbefragung sprach sich jeder -Dritte – unabhängig davon, ob er mit dem Fahrrad unterwegs war oder nicht – für mehr Platz zur Fahrradmitnahme in den Zügen aus, jeder Vierte wünschte sich separate Fahrradabteile und damit eine Trennung der Stellflächen für Fahrräder von denen für Kinderwagen, Rollstühlen und Gepäck. Fahrgäste mit Fahrrädern, wünschen sich mehr Fahrradabstellanlagen am Bahnhof und auch mehr Verständnis der anderen Fahrgäste.
In Praxistests mit unterschiedlichen Zielgruppen wurde das Pilotprojekt und die damit verbundene Aufmerksamkeit für die Thematik Fahrradmitnahme prinzipiell gelobt. Fahrradfahrer der Testgruppe fühlen sich als gleichwertig wahrgenommen und als Fahrgäste im Nahverkehr willkommen geheißen. Anhand der großen „Fahrrad“-Logos auf den Zügen konnten sie sich besser und schneller orientieren. Die Ausschilderung auf dem Testbahnhof Berlin Gesundbrunnen wurde als sehr hilfreich bewertet und sollte nach sollte nach Meinung der Testgruppen noch weiter ausgebaut werden.
Während des gesamten Projektes haben Fahrgäste die Möglichkeit, die einzelnen Maßnahmen zu bewerten, Verbesserungsvorschläge und ihre Meinung auf der VBB-Homepage abzugeben. Im September werden nochmals Fahrgäste und zudem Vertreter von Interessensverbänden und Mitarbeiter/innen der Verkehrsunternehmen zu ihren Erfahrungen mit den einzelnen Maßnahmen befragt. Abhängig von den Ergebnissen wird geprüft, ob und wie die Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradmitnahme erweitert werden können.
VBB im Dialog
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg führt regelmäßig Fachkonferenzen durch, in denen wichtige Fragen und Themen rund um den Öffentlichen Nahverkehr diskutiert werden. So lädt der VBB jedes Jahr zu den regionalen Fachkonferenzen "VBB im Dialog" in Berlin und in den fünf Planungsregionen des Landes Brandenburg ein.
Weitere Informationen zur „VBB im Dialog“ Fachveranstaltung Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr in Berlin finden Sie auf unserer Homepage unter www.VBB.de/VBBimDialog-FahrradundNahverkehr .
Und die Trasse für die Verlängerung vom Hauptbahnhof nach Moabit ist geregelt.
Auf dem Papier gibt es nun die ganz große Koalition für die #Tram. SPD, Grüne, Piraten und Linksparteien haben sich in der vergangenen Woche zum „#Bündnis Pro Straßenbahn“ zusammengeschlossen. Zwölf Verbände, darunter der #VCD, der #BUND, und der Fahrgastverband #IGEB sind ebenfalls dabei. Das Bündnis fordert „den zügigen und umweltschonenden #Ausbau des #Straßenbahnnetzes für ganz Berlin“. Dazu solle ein Sonderprogramm mit mindestens 80 Millionen Euro jährlich aufgelegt werden. Stark frequentierte Metro-Buslinien sollten zum Beispiel auf Straßenbahnbetrieb umgestellt werden.
Die Realität ist eine andere. Mehr als 25 Jahre nach der Wende hat sie die Westbezirke nur an wenigen Punkten erreicht. Zuletzt wurden im Sommer 2015 nach vielen Jahren Planungs- und Bauzeit die Gleise vom Nord- zum Hauptbahnhof fertig. Mittlerweile steht fest, wie die Züge von dort weiter nach Westen rollen werden.
Neue Tram mit Halt am Gericht, Lageso, Einkaufszentrum