Straßenverkehr: Warum die Parkgebühren in Berlin spürbar steigen sollen, aus Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/warum-die-parkgebuehren-in-berlin-spuerbar-steigen-sollen-li.90967

#Kurzzeitparker sollen bis zu vier Euro pro Stunde zahlen. Auch #Bewohnerparkausweise sollen teurer werden. Eine Gesetzesänderung, die vor kurzem in Kraft trat, ermöglicht dem Senat eine kräftige Anhebung der #Vignettengebühr.

Die #Parkgebühren in Berlin wurden schon lange nicht mehr erhöht. Doch das könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Die Verkehrsverwaltung hat eine Vorlage für den Senat erarbeitet, wonach eine Stunde Parken künftig bis zu vier Euro kosten soll. Doch nicht nur Parkscheine, sondern auch Bewohnerparkausweise sollen in Berlin teurer werden. Eine Gesetzesänderung ermöglicht eine kräftige Anhebung der Vignettengebühr.

2006 sind die Preise fürs Kurzzeitparken zum vorerst letzten Mal gestiegen. Seitdem bleiben die #Parkscheintarife unverändert – während die Fahrpreise für den Nahverkehr weiter angehoben wurden. Im Vergleich zu anderen Städten ist Parken in Berlin vergleichsweise preiswert. Ein weiterer Unterschied ist, dass in der Berliner Innenstadt längst nicht überall Parkgebühren kassiert werden. Innerhalb des S-Bahn-Rings sind gerade mal 35 Prozent der öffentlichen Stellplätze kostenpflichtig.

Das soll sich ändern, heißt es im #Luftreinhalteplan. Er sieht vor, den Anteil bis Ende dieses Jahres auf drei Viertel zu vergrößern. Ein ehrgeiziges Ziel, allein das Ordnungsamt Tempelhof-Schöneberg bräuchte 120 weitere Stellen. Ende 2023 soll es in der Innenstadt nur noch gebührenpflichtigen Parkraum …

Straßenverkehr: Verkehr A10-Beton wird bei Erkner zu Krümeln, aus MOZ

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1812351/

Autofahrer brauchen derzeit Geduld, wenn sie zwischen #Erkner und #Rüdersdorf auf dem #Berliner Ring unterwegs sind. Höchstens Tempo 80 ist erlaubt, und statt sechs Fahrspuren gibt es nur vier, allesamt auf der Fahrbahn, die eigentlich nur in Richtung Süden führt. Nebenan wird gebaut. Die Straße gleicht einem schlechteren Landweg. Damit ist Andreas Müller, Chef der #Autobahnmeisterei Erkner, ganz zufrieden. Die Bauarbeiten liegen im Plan, wie er sagt. Ab 7. Oktober soll der Verkehr wieder regulär rollen.
Wenn die Autofahrer schon Geduld brauchen, muss Stefan Schulz die Langmut in Person sein. Autos passieren die acht Kilometer lange Baustelle binnen ein paar Minuten. Der Maschinist braucht mit dem #Betonbrecher, den er von seinem Bagger aus mit einer Fernbedienung steuert einen ganzen Arbeitstag für gerade mal 100 Meter. Und eine ganze Menge Beton, wie er berichtet: Täglich zerbröselt die riesige Maschine 1300 bis 1500 Tonnen davon. Je nach Bedarf wird der Beton auf Krümelgröße oder in größere Stücke zermahlen.

Ein Teil davon wird angefahren, aber eine nicht unbeträchtliche Menge …

Straßenverkehr: Senatspläne – Privat-Pkw sollen Lieferverkehr Platz machen, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article229436432/Senatsplaene-Privat-Pkw-sollen-Lieferverkehr-Platz-machen.html

Der Senat will den wachsenden #Zustellverkehr in Berlin mit #Ladezonen und #Umschlagflächen besser steuern – zulasten privater Pkw.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie erlebt der #Onlinehandel einen riesigen Boom. Das zeigt sich längst auch auf den Straßen, wo Paketdienste allzu häufig den rechen Fahrstreifen mit ihren Transportern blockieren. Doch der Onlineversand ist nur ein Teil des Problems. Mit dem zunehmenden Verkehr in Berlin stellt sich immer mehr die Frage, wie #Lieferverkehr und Paketdienste, aber auch Handwerker oder die Müllabfuhr künftig schnell durch die Stadt kommen können.

Die Senatsverkehrsverwaltung will dies mit der nächsten Erweiterung des Mobilitätsgesetzes regeln. Mit einem Eckpunktepapier hat sie nun erstmals dargelegt, wie Wirtschaftsverkehr und neue Mobilität künftig in Berlin aussehen sollen.

So solle etwa der Weg der Warenlieferungen künftig besser organisiert und gesteuert ablaufen. Dazu solle „ein stadtweites Netz an Umschlagflächen für Logistik aufgebaut werden“, heißt es in dem Papier, das am Donnerstag im Mobilitätsbeirat vorgestellt wurde. Ziel sei die „stadtverträgliche Abwicklung“ beim Umschlag der Güter von Zügen und Schiffen auf die Straße.

Einfahrbeschränkungen ins Zentrum möglich
Zugleich sollten dabei auch #Mikrodepots geschaffen werden, um Waren statt mit großen Lkw möglichst lokal über emissionsfreie Vehikel wie etwa #Lastenräder

Straßenverkehr: A114: Pankow-Zubringer am Wochenende wieder gesperrt, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/bezirke/pankow/article229433124/Brueckenbauarbeiten-Pankow-Zubringer-A114-wieder-gesperrt.html

Autofahrer müssen Umleitungen nutzen und dort mit langen Staus rechnen. Die eigentliche #Straßensanierung der #A114 startet im Oktober.

Erneut führen Bauarbeiten am Pankow-Zubringer, der Autobahn A114, am ersten Juli-Wochenende zur #Vollsperrung und zu Staus auf umliegenden Straßen. Wie die Verkehrsinformationszentrale #VIZ mitteilt, gilt die Sperrung im Bereich zwischen den Anschlussstellen Pasewalker Straße und Schönerlinder Straße bereits ab Freitag, 3. Juli, um 22 Uhr und dauert bis Sonntag, 5. Juli, um 5 Uhr. Autofahrer müssen vor allem im Norden Pankows mit erheblichen Behinderungen rechnen und können die ausgeschilderte Umfahrung nutzen.

Wie bei mehreren anderen Sperrungen an Wochenenden in diesem Jahr finden an der A114 auch diesmal #Brücken-Bauarbeiten statt – bevor später die komplette Sanierung der maroden Autobahn folgt. Die soll laut Senatsverkehrsverwaltung ab Oktober 2020 geschehen und etwa drei Jahre lang andauern. Bis dahin sollen die Arbeiten an allen Brückenbauwerken entlang der Strecke beendet sein. Dieses Wochenende will sich die Gesellschaft Deges ab Freitagnacht einem Widerlagern der #Königsteinbrücke widmen.

Dieses Bauwerk verbindet die Ortsteile Französisch Buchholz und Blankenburg, nimmt den Fußgänger- und Radverkehr auf und ist auch Bestandteil des Radfernwegs …

Straßenverkehr: Berlin-Köpenick: Marode Brücken sorgen jeden Tag für Verkehrschaos, aus Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-koepenick-marode-bruecken-sorgen-jeden-tag-fuer-verkehrschaos-li.90773

Der tägliche Stau in #Köpenick beschert dem Ortsteil jeden Morgen eine Hauptrolle im Verkehrsfunk. Der Grund für das Verkehrschaos: Seit Monaten sind die beiden #Brücken, die in die #Innenstadt führen und seit Jahren marode sind, wegen Bauarbeiten verengt.

Der Verkehrsfunk informiert jeden Morgen über dasselbe Chaos: Stau in Köpenick in Richtung der #Langen Brücke. Autofahrer müssten 30 Minuten mehr einplanen. Egal, ob sie in die Stadt fahren wollen oder in die andere Richtung. Seit Monaten geht das schon so, quälen sich Autos und Busse aus oder in Richtung #Müggelheim, #Wendenschloss und dem angrenzenden Landkreis Oder-Spree über die in jede Richtung einzige vorhandene Spur. Und auch der zweite Weg, der in die Innenstadt führt, ist derzeit noch ein Nadelöhr: Die #Allende-Brücke. Nur eine Hälfte des Viadukts ist derzeit für den Verkehr geöffnet. Selbst am Wochenende stehen die Autos dort Stoßstange an Stoßstange.

An diesem Mittwochvormittag ist die Situation an der Langen Brücke wie immer. Autofahrer müssen viel Geduld mitbringen, wenn sie sich in die einzige vorhandene Spur einfädeln. Nur dass diesmal ein Bagger auf der noch bis Dienstag für den Verkehr geöffneten südlichen #Behelfsbrücke Asphaltteile auf die Ladefläche eines Lasters schaufelt.

Entlastung für genervte Autofahrer, Radler und Fußgänger ist erst einmal nicht in Sicht. Denn für drei Wochen werde der Verkehr auf jeweils einer Spur …

Bahnhöfe + Straßenverkehr: Aktuelle Situation am S-Bahnhof Zehlendorf und Verkehrsplanung in Zehlendorf-Mitte, aus Senat

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Frage 1:
Sind dem Senat die Planungen der #S-Bahn und des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf zum 2. Zugang zum SBahnhof #Zehlendorf bekannt?
Frage 2:
Ist es zutreffend, dass der bereits bei der S-Bahn bestellte Zugang nunmehr wieder abbestellt wurde? Was
sind die Gründe hierfür?
Frage 3:
Wann ist mit einer endgültigen Entscheidung und Bestellung des 2. Zugangs zum #S-Bahnhof Zehlendorf am
Postplatz zu rechnen? (Bitte den weiteren Zeitplan bis Beginn der Bauarbeiten erläutern.)
Antwort zu 1 bis 3:
Der Senat hat bei der Deutschen Bahn AG (DB AG) am S-Bahnhof Zehlendorf einen
weiteren Zugang zum Bahnsteig am #Teltower Damm sowie einen zusätzlichen
Bahnhofszugang in Höhe des #Postplatzes mit Ausgängen zur #Anhaltiner und #Machnower
Straße bestellt. Der Bezirk ist über die beiden Vorhaben informiert.
Der Zugang am #Postplatz unterlag zuletzt einem Planungsstopp, da hierzu u.a. mit dem
Bezirk Abstimmungen zur konkreten Gestaltung und den zu berücksichtigenden
Anforderungen stattfanden. Nach Klärung der offenen Punkte kann die Planung für den
Bahnhofszugang nun weiter vorangetrieben werden. Ein konkreter Zeitplan kann derzeit
2
aufgrund des frühen Planungsstadiums und des bis vor kurzem andauernden
Planungsstopps noch nicht benannt werden.
Frage 4:
Wie gedenkt der Senat, wenn es zur Sanierung der S-Bahn-Brücke am Teltower Damm kommt, den
#Durchgangsverkehr von und nach #Teltow in dieser Bauzeit zu organisieren?
Antwort zu 4:
Zu dem angefragten Bauvorhaben gab es bisher noch keine Vorabstimmung, konkrete
Anträge von Baufirmen dazu liegen noch nicht vor.
Frage 5:
Gibt es Pläne des Senats, den #Schwerlastverkehr durch Zehlendorf-Mitte über die #Knesebeckbrücke zu
minimieren? Wenn ja, welche? Wie ist die konkrete zeitliche Planung?
Antwort zu 5:
Der Senat verfolgt keine Pläne, den Schwerlastverkehr durch Zehlendorf-Mitte über die
Knesebeckbrücke zu minimieren.
Frage 6:
Welche Planungen hat der Senat für die Knesebeckbrücke, wenn es zu einer geplanten Sanierung kommt?
Wie sieht dann die geplante Verkehrsführung aus?
Antwort zu 6:
Die Knesebeckbrücke befindet sich in der Unterhaltungslast der Wasserstraßen- und
Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Dem Senat sind keine Pläne des Wasserstraßen- und
Schifffahrtsamtes Berlin als zuständigem Baulastträger der Brücke zur Sanierung bekannt.
Frage 7:
Gibt es auf Seiten des Senats (langfristige) Planungen bzw. Überlegungen für weitere Querungsbrücken über
den Teltowkanal?
Antwort zu 7:
Der Senat verfolgt derzeit keine Planungen für eine zusätzliche Querung des Teltowkanals.
Frage 8:
Wie kann und wird der Senat das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf bei der Auslobung des geplanten
städtebaulichen Wettbewerbs zum Neubau des Rathauses Zehlendorf unterstützen?
3
Antwort zu 8:
Der Senat kann für das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf die Koordination und Durchführung
eines städtebaulichen Wettbewerbs oder eines vergleichbaren angemessenen
Planungsverfahrens in Abstimmung mit dem Bezirksamt übernehmen.
Berlin, den 26.06.2020
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Straßenverkehr: Neubau der Mühlendammbrücke : Autobahn oder Stadtjuwel, aus Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/autobahn-oder-stadtjuwel-li.90193

44 – 39 – 34? Wie viele Meter breit wird die neue #Mühlendammbrücke, und wie wird sie aussehen? Ein Realisierungswettbewerb bietet Chancen für Änderungen.

Eine große Brücke in der Innenstadt baut man nicht alle paar Jahre. Die Mühlendammbrücke entstand 1968 als Spannbetonbau für den Autoverkehr: 45,2 Meter breit, achtspurig, ohne den kleinsten Hinweis darauf, dass an dieser Stelle bereits um 1220, also vor 800 Jahren, die Erbauer der Städte Berlin und #Cölln einen Damm errichteten, der beide Siedlungen verband, und Wassermühlen anlegten. Das Kraftwerk gehörte zu den entscheidenden Faktoren, die die Neugründung über die Jahrhunderte florieren ließ.

Ein Neubau bietet die Chance, die auf massenhafte Fahrzeugdurchleitung angelegte Situation zu verändern, die historische Stadtteile voneinander trennt und die Innenstadtzone zu einem unwirtlichen und gefährlichen Ort macht. Eine Chance, wie sie für Jahrzehnte nicht wiederkommt.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Bauen bereitet im Auftrag der Senatsverwaltung für Verkehr einen #Realisierungswettbewerb vor, der nach der Sommerpause beginnen soll. Die bisherigen Vorgaben sehen eine Gesamtbreite von 42 bis 44 Metern vor, also etwa das Maß der …

U-Bahn + S-Bahn + Straßenverkehr: Verkehr in Reinickendorf, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:
a: Wie hoch ist aktuell die durchschnittliche werktägliche #Verkehrsbelastung auf der Autobahnstrecke der
#A111 zwischen Landesgrenze Brandenburg und Autobahndreieck Charlottenburg (jeweils pro
Fahrtrichtung)?
b: Wie hat sich die Verkehrsbelastung auf der A111 im o.g. Abschnitt seit 1990 entwickelt?
c: Wie wird die weitere Entwicklung der Verkehrsbelastung im o.g. Abschnitt vom Berliner Senat
prognostiziert?
Antwort zu 1 a bis 1 c:
Die aktuellen Werte für den durchschnittlichen täglichen Verkehr an Werktagen (DTVw)
stammen aus der Verkehrsmengenkarte 2014 und werden stets als Querschnittswert
angegeben. Ursprünglich war die Veröffentlichung der Verkehrsmengenkarte 2019 für den
Herbst 2020 geplant. Bedingt durch die COVID-19-Pandemie verzögert sich leider die
Bearbeitung. Eine verlässliche Prognose zur Veröffentlichung der #Verkehrsmengenkarte
kann derzeit leider nicht gegeben werden.
Für die BAB 111 liegen je nach Abschnitt und Jahr unterschiedliche Datensätze vor. Die
Daten für die Jahre 1993 bis 2014 (DTVw) stammen von der Berliner
#Straßenverkehrszählung, siehe nachstehende Tabelle. Die prognostizierte Entwicklung
der Verkehrsbelastung wird für das Jahr 2030 ebenfalls in der u.s. Tabelle angegeben.
2
DTVw = [Kfz/24h] alle Werktage Montag bis Donnerstag außerhalb der Ferienzeiten
* in Abhängigkeit von der Häufigkeit von Einschränkungen des Betriebsablaufes im Bereich des Flughafen-Tunnels
Abschnitt BAB 111 1993 1998 2005 2009 2014 Prognose 2020
DTVw
Landesgrenze BE/BB –
Anschlussstelle (AS)
Schulzendorfer Straße
31.400 41.500 49.200 48.200 50.100 54.000
AS Schulzendorfer Straße –
AS Waidmannsluster Damm 46.300 57.300 64.600 63.200 66.600 68.600
AS Waidmannsluster Damm –
AS Holzhauser Straße 66.800 79.100 88.600 86.600 81.900 87.700
AS Holzhauser Straße – AS
Kurt-Schumacher -Platz 84.000 92.100 101.200 97.900 94.500 97.200
AS Kurt-Schumacher-Platz –
AS Eichborndamm 76.000 87.300 96.100 93.200 90.000 *
AS Eichborndamm – AS Am
Festplatz 76.000 90.500 96.100 87.500 87.900 98.600
AS Am Festplatz – AS
Saatwinkler Damm 121.800 132.100 138.100 125.900 127.700 143.300
AS Saatwinkler Damm – AS
Flughafen Tegel 101.800 111.600 115.800 105.300 108.900 119.800
AS Flughafen Tegel – AS
Heckerdamm 147.100 131.600 137.500 112.600 134.500 127.000
AS Heckerdamm – AS JakobKaiser-Platz 113.900 83.500 102.200 85.000 101.200 100.000
3
Frage 1d:
Wie wird die Prognose in die Planungen für die #Sanierung einbezogen?
Antwort zu 1 d:
Die Planungen für die Sanierung der A 111 erfolgen auf Grundlage der Verkehrsprognose
des Landes Berlin für den Prognosehorizont 2030.
Frage 2 a:
Im Jahr 2011 wurde der Beginn der Sanierung der Autobahn 111 zwischen Landesgrenze Brandenburg und
AD Charlottenburg auf das Jahr 2014 terminiert. Das ist bis heute – Juni 2020 – nicht passiert. Wieso?
Frage 2 b:
In der Antwort auf die Schriftliche Anfrage vom 29. September 2017 (AGH-Drs. 18/12380) wurde in Aussicht
gestellt, dass bis Mitte 2018 ein integriertes Verkehrs- und Baukonzept für die A111 entstehen soll. Wie ist
der aktuelle Stand? Was sieht das Konzept im Detail vor?
Antwort zu 2 a und 2 b:
Es wird auf die Antworten, jeweils zu Frage 1, zu den Schriftlichen Anfragen des
Abgeordnetenhauses – Drs. 18/12380 (29.09.2017) und AGH-Drs. 18/17607 (21.01.2019)
– verwiesen.
Da durch die angespannte Personalsituation in der Abteilung Tiefbau und die damit
verbundene erforderliche Projektpriorisierung die Planung der Maßnahme in der
Vergangenheit nicht fortgeführt werden konnte, hat die damalige Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung (jetzt Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz) nach dem
Beitritt des Landes Berlin zur #DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau
GmbH die Gesellschaft im Mai 2015 mit der Planung, der Betreuung des
Planfeststellungsverfahrens, dem ggf. notwendigen Grunderwerb und der
Baudurchführung (Bauvorbereitung und Bauüberwachung) für die grundhafte
Erneuerung/Instandsetzung der A111 ab der Landesgrenze Brandenburg bis zum AD
Charlottenburg einschließlich der Rudolf-Wissell-Brücke beauftragt.
Mit Dienstleistungsvertrag vom 11.05.2015 wurde die DEGES vom Land Berlin mit der
Planung und Realisierung der grundhaften Erneuerung/Instandsetzung der A 111 ab der
Landesgrenze Brandenburg bis zum Autobahndreieck (AD) Charlottenburg einschließlich
der Rudolf-Wissell-Brücke beauftragt. Im Zuge dieser komplexen Planungs- und
Bauaufgabe wurde durch die DEGES ein integriertes Verkehrs- und Baukonzept
(„Masterplan Bauen und Verkehr“) erarbeitet und Ende 2018 den zuständigen Stellen des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vorgestellt. Es ist vorgesehen, auf
Basis des integrierten Verkehrs- und Baukonzeptes die Planungsleistungen für die
Sanierungsmaßnahmen mit dem Ziel der Erstellung eines Bauwerkserhaltungsentwurfes
auszuschreiben.
Frage 2 c:
Sind im Vergleich zum 2017 dargestellten Maßnahmenkatalog (AGH-Drs. 18/1238) mittlerweile weitere
Maßnahmen geplant?
4
Antwort zu 2 c:
Der in der Antwort auf die Schriftliche Anfrage vom 29.09.2017 (AGH-Drs. 18/12380)
dargestellte Maßnahmenkatalog hat weiterhin Bestand und wird im Zuge der
weiterführenden Planungsleistungen konkretisiert.
Frage 2 d:
In der Antwort auf die Schriftliche Anfrage vom 29. September 2017 (AGH-Drs. 18/12380 S.1) wurde
mitgeteilt, dass erste Baumaßnahmen „voraussichtlich nicht vor 2021“ stattfinden sollen. In der Antwort auf
die Schriftliche Anfrage vom 21. Januar 2019 (AGH-Drs. 18/17607 S.2) wurden „erste Bauarbeiten auf der A
111 frühestens in 2022“ in Aussicht gestellt. Wie erklären Sie den Verzug, wie ist der aktuelle Stand und wie
sieht der aktuelle Zeitplan aus?
Antwort zu 2 d:
Auf Basis des integrierten Verkehrs- und Baukonzeptes werden derzeit die
Planungsleistungen für die im Konzept ermittelten Sanierungsmaßnahmen
ausgeschrieben. Die ersten Planungsleistungen im Bereich der Verkehrsanlagen werden
demnach ab Juli 2020 erbracht. Erste Baumaßnahmen in einzelnen
Sanierungsabschnitten werden nach derzeitigem Stand in 2023 stattfinden. Bei dieser
Angabe sind die aktuellen zeitlichen Abstimmungen zu den tangierenden
Sanierungsmaßnahmen der S25 und der U6 berücksichtigt.
Frage 2 e:
Im Jahr 2017 wurden die Kosten auf rund 750 Mio. Euro geschätzt (AGH-Drs. 18/12380 S.2) im Jahr 2019
bereits auf 870 Mio. Euro (AGH-Drs. 18/17607 S.2). Wie hoch werden die Kosten für die Sanierung der
A111 zwischen Landesgrenze Brandenburg und AD Charlottenburg nach aktuellem Stand sein?
Antwort zu 2 e:
Siehe Antwort auf die Schriftliche Anfrage vom 21.01.2019 (AGH-Drs. 18/17607), Antwort
zu 4.
Die auf Basis des integrierten Verkehrs- und Baukonzeptes angegebenen geschätzten
Kosten in Höhe von rd. 870 Mio. EUR stellen auch weiterhin den aktuellen Sachstand dar.
Erst nach Erreichen einer entsprechenden Planungstiefe mit Abschluss der Vorplanung,
voraussichtlich Mitte 2021, können konkretere Aussagen zu den Kosten getroffen werden.
Frage 3:
a: Wie viele #Sperrungen entlang der #U6 gab es in den Jahren 2010 bis 2020 zwischen #Alt-Tegel und dem
Bahnhof Friedrichstraße?
b: Wie lange dauerten diese Sperrungen?
c: An wie vielen Tagen erfolgten die Sperrungen nicht während der Berliner Schulferien?
d: Was waren wie Gründe für die Sperrungen?
5
Antwort zu 3 a bis 3 d:
Die BVG teilt hierzu folgendes mit:
„2010
a) 01.03. bis 12.03.2010: Eingleisiger Betrieb U- Bhf Seestraße – U-Bhf Reinickendorfer
Straße, So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 12 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Gleis -und Weichenerneuerung U-Bhf Wedding, Teil 1
a) 14.03. bis 01.04.2010: Pendelbetrieb U-Bhf Seestraße – U-Bhf Reinickendorfer Straße,
So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 15 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Gleis -und Weichenerneuerung U-Bhf Wedding, Teil 2
a) 05.04. bis 11.06.2010: Ersatzverkehr U-Bhf Leopoldplatz – U-Bhf Naturkundemuseum,
Linksfahrbetriebe U-Bhf Naturkundemuseum/ U-Bhf Friedrichstraße / U-Bhf Französische
Straße, So- Do, ab 22:00 Uhr
b) 50 Tage
c) innerhalb Ferien 05.04.-10.04.2010
d) Tunnelsanierung U-Bhf Reinickendorfer Straße – U-Bhf Schwartzkopffstraße
a) 23.04. bis 26.04.2010 durchgehend: Ersatzverkehr U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz – UBhf Leopoldplatz
b) 5 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Weichenrückbau U-Bhf Seestraße
a) 08.08. bis 03.09.2010: Linksfahrbetrieb U-Bhf Alt-Tegel – U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz,
Ersatzverkehr U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz – U-Bhf Leopoldplatz
b) 20 Tage
c) 10 Tage in den Ferien
d) Gleisbauarbeiten, Teil 1
a) 05.09. bis 08.10.2010: Linksfahrbetrieb U-Bhf Alt-Tegel – U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz,
Ersatzverkehr U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz – U-Bhf Leopoldplatz
b) 30 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Gleisbauarbeiten, Teil 2
2011
a) 03.04. bis 29.07.2011: Pendelbetrieb U-Bhf Hallesches Tor – U-Bhf Platz der
Luftbrücke, So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 85 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Bahnhofssanierung U-Bhf Mehringdamm, Teil 1
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2012
a) 02.01. bis 27.04.2012: Pendelbetrieb U-Bhf Hallesches Tor – U-Bhf Platz der
Luftbrücke, So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 78 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Bahnhofssanierung U-Bhf Mehringdamm, Teil 2
a) 27.04. bis 30.04.2012: Ersatzverkehr U-Bhf Kurt-Schumacher -Platz – U-Bhf Wedding,
durchgehend
b) 4 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Weichenerneuerung U-Bhf Seestraße
a) 01.05. bis 08.06.2012: Ersatzverkehr U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz – U-Bhf Wedding,
So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 35 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Gleisbauarbeiten
a) 30.06. bis 01. 07.2012: Linksfahr -und Pendelbetriebe zwischen U-Bhf
Schwartzkopffstraße und U-Bhf Hallesches Tor, Bus 147 von U-Bhf Friedrichstraße – UBhf Stadtmitte
b) 2 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) vorbereitende Arbeiten für den Neubau U-Bhf Unter den Linden
a) 01.07. bis 21.08.2012: Linksfahr -und Pendelbetriebe zwischen U-Bhf
Schwartzkopffstraße und U-Bhf Hallesches Tor, Bus 147 von U-Bhf Friedrichstraße – UBhf Stadtmitte
b) 40 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Stützenabbau und Kabelverlegung für den Neubau U-Bhf Unter den Linden
a) 22.08.2012 bis 15.09.2013: Unterbrechung U6 zwischen U-Bhf Friedrichstraße und UBhf Französische Straße, Fußweg zwischen diesen U-Bhf`n, Bus 147
b) 393 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Baugrube, Errichtung U-Bhf Unter den Linden
2013
a) 16.09. bis 17.11.2013: Pendelbetrieb U-Hallesches Tor – U-Bhf Platz der Luftbrücke,
So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 50 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Gleisbau -und Weichenerneuerung U-Bhf Mehringdamm – U-Bhf Hallesches Tor
7
2014
a) 30.03. bis 25.04.2014: Pendelbetrieb U-Bhf Hallesches Tor – U-Bhf Platz der
Luftbrücke, So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 25 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Weichenerneuerung U-Bhf Mehringdamm, Teil 1
a) 25.04. bis 28.04.2014: Pendelbetrieb U-Bhf Hallesches Tor – U-Bhf Platz der
Luftbrücke, durchgehend
b) 3Tage
c) 1 Abend in den Ferien
d) Weichenerneuerung U-Bhf Mehringdamm, Teil 2
a) 10.03. bis 24.03.2014: Zugmeldeverfahren U-Bhf Friedrichstraße – U-Bhf Kochstraße
b) 13 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Umbau Signalanlage Neubau U-Bhf Unter den Linden
a) 14.07. bis 25.08.2014: Linksfahrbetriebe U-Bhf Alt-Tegel – U-Bhf Holzhauser Straße –
U-Bhf Otisstraße – U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz (ausgedünnter Takt)
b) 35 Tage
c) in den Ferien
d) Dichtungsarbeiten an den Bauwerken U-Bhf Otisstraße und U-Bhf Scharnweberstraße
2015
a) 14.01. bis 19.01.2015: Pendelbetrieb U-Bhf Hallesches Tor – U-Bhf Platz der
Luftbrücke, durchgehend
b) 5 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Weichenerneuerung U-Bhf Mehringdamm
a) 30.03. bis 02.04.2015: Linksfahrbetriebe U-Bhf Alt-Tegel – U-Bhf Holzhauser Straße /
U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz (ausgedünnter Takt)
b) 4 Tage
c) in den Ferien
d) Gleisstopfarbeiten Gleis 1
a) 07.04. bis 10.04.2015: Linksfahrbetriebe U-Bhf Alt-Tegel – U-Bhf Holzhauser Straße /
U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz (ausgedünnter Takt)
b) 4 Tage
c) in den Ferien
d) Gleisstopfarbeiten Gleis 2
a) 03.05. bis 26.06.2015: Ersatzverkehr U-Bhf Stadtmitte – U-Bhf Platz der Luftbrücke, SoDo, ab 22:00 Uhr
b) 40 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Gleisbauarbeiten
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2016
a) 05.02. bis 22.04.2016: Ersatzverkehr U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz – U-Bhf Wedding,
So-Do, ab 22:00 Uhr
b) 54 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Gleisbauarbeiten
a) 02.08. bis 04.08.2016: 4-Wagen-Züge U6 ab 20:00 Uhr
b) 3 Tage
c) in den Ferien
d) Aufzugseinbau U-Bhf Hallesches Tor
2017
a) 16.01. bis 29.01.2017: Ersatzverkehr zwischen U-Bhf. Kurt-Schumacher-Platz und UBhf. Wedding, durchgehend
b) 14 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Gleis- und Weichenerneuerung U-Bhf. Seestraße
a) 04.11. und 11.11.2017: eingleisiger Betrieb im Zeitraum von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr
zwischen U-Bhf. Alt-Tegel und U-Bhf. Kurt-Schumacher-Platz
b) 2 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Sondierungsarbeiten am Dammbauwerk zwischen U-Bhf. Borsigwerke und U-Bhf. KurtSchumacher-Platz
2018
a) 03.05. bis 06.05.2018: Pendelbetrieb zwischen U-Bhf. Kurt-Schumacher-Platz und UBhf. Seestraße, durchgehend
b) 4 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Gleisumbau U-Bhf. Seestraße und Beginn der Grundsanierung des U-Bahnhofes
a) 22.07. bis 18.10.2018 (Unterbrechung der Arbeiten am 02. und 03.10.2018):
eingleisiger Betrieb zwischen U-Bhf. Kurt-Schumacher-Platz und U-Bhf. Seestraße (So bis
Do, 22:00 Uhr bis Betriebsschluss), Umsteigen auf Seestraße und Kurt-Schumacher-Platz
erforderlich
b) 63 Tage
c) Sommerferien bis 17.08.2018, daher an 43 Tagen außerhalb der Ferien
d) Gleisbauarbeiten zwischen U-Bhf. Seestraße und U-Bhf. Afrikanische Straße im Gleis 2
Richtung Alt-Tegel
a) 24.11. und 25.11.2018: eingleisiger Betrieb zwischen U-Bhf. Alt-Tegel und U-Bhf. KurtSchumacher-Platz im Zeitraum von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr
b) 2 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Sondierungsarbeiten am Dammbauwerk U-Bhf. Borsigwerke und U-Bhf. KurtSchumacher-Platz
9
2019
a) 27.04. und 28.04.2018: Eingleisiger Betrieb U-Bhf Alt-Tegel – U-Bhf Kurt-SchumacherPlatz (20 Min.-Takt)
b) 2 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Sondierung Damm und Bewuchsbeseitigung
a) 17.03. bis 24.05.2019: Ersatzverkehr U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz – U-Bhf
Leopoldplatz, So-Do ab 22:30 Uhr
b) 50 Tage
c) teilweise in den Ferien
d) Gleiserneuerung
a) 03.11. bis 13.12.2019: Pendelbetrieb U-Bhf Schwartzkopffstraße – U-Bhf Stadtmitte,
So-Do ab 22:00 Uhr
b) 30 Tage
c) außerhalb der Ferien
d) Vorprüfung Zugsicherung
2020 (geplant)
a) 12.10.-26.10.2020: kombinierte Betriebsführung mit
Linksfahren/Pendelbetrieb/Taktausdünnung/tw. Ersatzverkehr U-Bhf Wedding – U-Bhf
Naturkundemuseum und U-Bhf Stadtmitte – U-Bhf Hallesches Tor, Ersatzverkehr U-Bhf
Naturkundemuseum – U-Bhf Stadtmitte
b) 15 Tage
c) während der Ferien
d) Prüfung und Inbetriebnahme Zugsicherung in Verbindung mit kommender
Inbetriebnahme U-Bhf Unter den Linden (oben)“
Frage 3 e:
2017 wurde die Realisierung der Sanierung der U6-Trasse zwischen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz
für die Jahre 2020 und 2021 angegeben (AGH-Drs. 18/12380 S. 3). 2019 wurde mitgeteilt, dass die
Sanierung um Frühjahr 2021 beginnt (AGH-Drs. 18/17610). Wie kommt es zu diesem Verzug und wie ist der
aktuelle Stand?
Antwort zu 3 e:
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„Im Zuge der planerischen Bearbeitung der #Dammsanierung U6 wurden durch die Berliner
Verwaltung umfangreiche zusätzliche Auflagen im Hinblick auf Denkmalschutz- sowie
Umweltbelange erteilt (zusätzliche Gutachten, Umweltverträglichkeitsprüfungen über
mehrere Vegetationsperioden etc.). Dies führte zu einer deutlichen Verlängerung der
Vorbereitungsphase. Derzeit läuft ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren.
Im Hinblick auf eine Vermeidung einer parallelen Sperrung sowohl der U6 als auch der
#S25 im Bezirk Reinickendorf ist ein Baustart der Dammsanierung frühestens im
November/Dezember 2021 vorgesehen.“
10
Frage 3 f:
2019 wurde eine Bauzeit von 20 Monaten für die Sanierung der U6-Trasse zwischen Alt-Tegel und KurtSchumacher-Platz veranschlagt (AGH-Drs. 18/17610). Wie lange wird die Baumaßnahme nach aktuellem
Stand andauern?
Antwort zu 3 f:
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„Die Zeitdauer der Baumaßnahme (Zeitraum der Betriebsunterbrechung) liegt nach
aktuellen Erkenntnissen weiterhin bei 20 Monaten.“
Frage 4 a:
2017 wurde die Erweiterung und Überdachung des Ausgangs I/1 am U-Bhf. Alt-Tegel und die Schließung
des Ausgangs I/3 für 2018/2019 terminiert (s. AGH-Drs. 18/12380). Das ist nicht geschehen. Was sind die
Gründe dafür und wann wird diese Maßnahme umgesetzt?
Antwort zu 4 a:
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„Das erforderliche Genehmigungsverfahren hat einen längeren Zeitraum in Anspruch
genommen als ursprünglich geplant. Die Sperrung des Ausgangs I/1 (Ausgang vor C&A)
ist zudem zeitlich mit der geplanten Sperrung der Dammsanierung gekoppelt. Ein zu
früher Baubeginn würde zu vermeidbaren Belastungen der umsteigenden Fahrgäste
führen. Derzeit ist die Sperrung dieses Zugangs vsl. ab Frühjahr 2021 vorgesehen.“
Frage 4 b:
Wird der in die Jahre gekommene U-Bahnhof Alt-Tegel im Zuge der Gesamtsanierung optisch aufgewertet?
Antwort zu 4 b:
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„Der U-Bhf. #Alt-Tegel steht unter #Denkmalschutz. Somit sind zeitgemäße Verbesserungen
des Erscheinungsbildes nur bedingt möglich. Im Zeitraum der Vollsperrung sollen jedoch
Bauwerksschäden z. B. an den Treppenanlagen saniert werden.“
Frage 4 c:
Die U-Bahnhöfe Borsigwerke und Holzhauser Straße sollten „voraussichtlich im Jahr 2020“ barrierefrei
ausgebaut sein (s. AGH-Drs. 18/12380 S.3). Wird der #barrierefreie Ausbau tatsächlich dieses Jahr noch
abgeschlossen? Oder gibt es hier einen erneuten Verzug?
11
Antwort zu 4 c:
Die BVG teilt hierzu Folgendes mit:
„Der barrierefreie Ausbau der beiden U-Bahnhöfe setzt eine Vollsperrung dieser Bahnhöfe
für mind. acht Monate voraus. Demzufolge werden diese Arbeiten im Zuge der
Gesamtsperrung (2022/2023) erfolgen. Dies wurde auch in den Berichten an das
Abgeordnetenhaus kommuniziert.“
Frage 5 a:
Welche konkreten Pläne verfolgt der Senat für eine #Taktverdichtung der S25 zwischen #Hennigsdorf und
Bornholmer Straße?
Antwort zu 5 a:
Im Rahmen des Projektes „Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg
#i2030“ wird der Korridor der #Kremmener Bahn untersucht, um eine zukunftsfähige
Infrastruktur für S- und Regionalverkehr schaffen zu können. Dabei soll zwischen
Schönholz und Tegel für die S25 ein 10-Minuten-Takt realisiert werden.
Frage 5 b:
Wie ist diesbezüglich der aktuelle Stand bei „i2030“?
Antwort zu 5 b:
Das Projekt befindet sich im Stadium der Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1 gemäß
der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)). Derzeit wird die
Trassierungsstudie für den zweigleisigen Ausbau durch die DB Netz AG erarbeitet.
Frage 5 c:
In der Antwort auf die Schriftliche Anfrage vom 21.01.2010 (AGH-Drs. 18/17609) wurde mitgeteilt, dass die
Finanzierungsvereinbarung für Leistungsphase 1 unterzeichnet wurde und die Weiterführung des Vorhabens
bereits zwischen den Beteiligten verhandelt wird. Wie ist der aktuelle Verhandlungsstand?
Antwort zu 5 c:
Nach Fertigstellung der Grundlagenermittlung soll die Finanzierungsvereinbarung mit der
DB AG zur Planung der Leistungsphase 2 (Vorplanung) in 2021 abgeschlossen werden.
Frage 5 d:
Welche Anträge wurden bei der DB/S-Bahn Berlin dazu gestellt?
Antwort zu 5 d:
Es wurden keine Anträge bei der DB/S-Bahn Berlin dazu gestellt.
12
Frage 5 e:
Ein ausgegebenes Ziel im Rahmen von „i2030“ ist die Ermöglichung eines 10-Minuten-Taktes zumindest
zwischen Tegel und Schönholz (AGH-Drs. 18/17609). Wann wird die S25 im 10-Minuten-Takt zwischen
Tegel und Schönholz verkehren?
Frage 5 g:
Bis Mitte 2020 sollte im Rahmen von „i2030“ die Konkretisierung des Inbetriebnahme Termins erfolgen
(AGH-Drs. 18/17609). Wie ist der aktuelle Stand?
Antwort zu 5e und 5 g:
Die Leistungsphase 1 (Grundlagenermittlung) ist noch nicht abgeschlossen und ein
Inbetriebnahmetermin wurde noch nicht ermittelt.
Frage 5 f:
Ist der zweigleisige Ausbau und 10-Minuten-Takt auf dem o.g. Streckenabschnitt noch immer „ein zentrales
Verkehrsprojekt des ÖPNV“ dem der Senat „hohe Priorität“ beimisst (AGH-Drs. 18/17609)?
Antwort zu 5 f:
Ja.
Frage 5 h: Ist die vollständige Herstellung der Infrastruktur für den angestrebten 10-Minutentakt bis zum SBahnhof Tegel zum Fahrplanwechsel 12/2026 (AGH-Drs. 18/17609) nach wie vor realistisch?
Antwort zu 5 h:
Die in der Parlamentsdokumentation hinterlegte AGH-Drs. 18/17609 führt keinen
Inbetriebnahmetermin 12/2026 auf. Ein Inbetriebnahmetermin 12/2026 ist beim
derzeitigem Stand der Planungen (Grundlagenermittlung) nicht realistisch.
Frage 6 a:
Wie wird sichergestellt, dass die Sanierung der A111, der zweigleisige Ausbau der S25 und die Sanierung
der U6-Trasse in Reinickendorf zeitlich nicht zusammenfallen?
Antwort zu 6 a:
Halbjährlich werden durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Koordinierungsrunden von ÖPNV-Großbaustellen mit den Vorhabenträgern DB Netz AG,
S-Bahn Berlin GmbH, BVG und der DEGES durchgeführt, um parallele Sperrungen
räumlich zusammenhängender Maßnahmen zu vermeiden oder ggf. die Maßnahmen
zeitlich zu entflechten.
Frage 6 b:
Was ist das Ergebnis der in der Antwort auf die Schriftliche Anfrage vom 21. Januar 2019 (AGH-Drs.
18/17607 S.2) in Aussicht gestellten „konkreten Gespräche“ zwischen Senat, BVG und Deutscher Bahn?
13
Antwort zu 6 b:
Nach Mitteilung der BVG wird der Baubeginn der Dammsanierung der U6 auf
voraussichtlich November/Dezember 2021 verschoben, sodass sich die Vollsperrung der
S25 und der U6 nicht überschneiden.
Frage 6 c:
Werden – wie in AGH-Drs. 18/17610 mitgeteilt – die Sanierungsmaßnahmen tangierender Baumaßnahmen
(hier: U6, S25, A111) gebündelt über die #VMZ Berlin koordiniert?
Antwort zu 6 c:
Nein, die Verkehrsredaktion des Landes Berlin informiert tagesaktuell über anstehende
(geplante) sowie bestehende verkehrliche Einschränkungen. Eine Koordinierung von
Baumaßnahmen erfolgt an dieser Stelle nicht.
Frage 6 d:
In der Antwort auf die Schriftliche Anfrage vom 21.01.2019 (18/17610) heißt es, eine parallele Durchführung
der Baumaßnahmen (A111, S25, U6) sei durch die zentrale Aussteuerung ausgeschlossen. Ist diese
Aussage noch aktuell? Können sich die Reinickendorfer darauf verlassen?
Antwort zu 6 d:
Nach derzeitigem Stand werden die Baumaßnahmen der S25, der U6 und der A111
zeitlich nicht parallel durchgeführt.
Berlin, den 25.06.2020
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Straßenverkehr: Bekommt die A100 einen Überbau? Senat beschließt Machbarkeitsstudie für Autobahndeckel in Charlottenburg, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bekommt-die-a100-einen-ueberbau-senat-beschliesst-machbarkeitsstudie-fuer-autobahndeckel-in-charlottenburg/25943612.html

Die Deges soll eine Studie zur #Überdeckelung der #A100 zwischen #Knobelsdorff- und #Kaiserdammbrücke erarbeiten. Ergebnisse sind frühestens Ende 2020 zu erwarten.

Kommt ein Deckel auf die A 100 zwischen Knobelsdorff- und Kaiserdammbrücke? Der Senat hat dazu am Dienstag eine Machbarkeitsstudie beschlossen.

Die #Deges GmbH soll diese Studie erarbeiten. Ergebnisse sind wohl frühestens Ende 2020 zu erwarten.

Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat schon im Juni 2019 aufgefordert zu untersuchen, welche Verkehrsinfrastrukturflächen an Berliner Autobahn- oder Schienenabschnitten sich für eine Überdeckelung eignen könnten.

Im Umwelt- und Verkehrsausschuss wurde eine Machbarkeitsstudie für …

Straßenverkehr: Straßenbäume in Berlin, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:
Nach welchen Kriterien wird aktuell entschieden, welche #Baumart bei der #Neupflanzung von #Straßenbäumen
verwendet wird?
Antwort zu 1:
Für die Auswahl der Baumarten (Gattungen, Sorten) an öffentlichen Straßen sind die
Bezirksämter zuständig. Diese teilen hinsichtlich der Kriterien zur Baumartenauswahl mit:
2
Mitte
„Im Bezirk Mitte werden schon seit einigen Jahren an verschiedenen Standorten neue
Konzepte zu Baumpflanzungen und -pflege umgesetzt. Dies geschieht vor allem im
Rahmen von Neupflanzungen, Umbaumaßnahmen und dem Neubau von Straßen.
Gründe für neue Baumarten ergeben sich vor allem aus dem sich abzeichnenden
Klimawandel und all seinen Begleiterscheinungen. Es werden mehr stadtverträgliche
Baumarten getestet, die auch längere Trockenphasen und Hitzewellen besser verkraften.
Außerdem werden die notwendigen Pflegekosten kritisch geprüft.“
Friedrichshain-Kreuzberg
„Die Kriterien sind Anfälligkeit für Schädlingsbefall und Baumkrankheiten; Winterhärte;
Hitze-, Strahlungs- und Trockenheitstoleranz; Anpassungsfähigkeit, geringe Emissionsund Streusalzempfindlichkeit; Verträglichkeit mit nährstoffarmen und verdichteten Böden.“
Pankow
„Die wesentlichen Kriterien zur Auswahl der für den jeweiligen Standort passenden
Baumarten sind folgende:
– morphologische und physiologische Eigenschaften wie Wuchskraft, Wurzel-, Stammund Kronenbildung, Habitus oder Lichtdurchlässigkeit,
– Standortansprüche an Klima, Boden, Wasser und Lichtbedarf
– Erfahrungen über Lebenserwartung, Pflegeaufwand, Widerstandsfähigkeit gegen
Umweltbelastungen, Krankheiten und Schädlinge,
– Verkehrssicherheit mit Blick auf Stand- und Bruchsicherheit, Totholzbildung oder
Lichtraumprofil
– regionale Besonderheiten und Erfahrungen sowie regionale Einschränkung ihrer
Verwendungsbereiche“
(Quelle: Vorbemerkungen zur Straßenbaumliste der Deutschen
Gartenamtsleiterkonferenz (GALK-Straßenbaumliste, www.galk.de).“
Charlottenburg-Wilmersdorf
„Das Ziel ist es, Erfahrungen, neue Erkenntnisse und wissenschaftlichen Daten über
Wachstum, Resistenz, Größe und Verwendbarkeit von Stadtbäumen, vorwiegend in
Straßen, in eine überschaubare Form zu bringen und dabei die sich ändernden
Rahmenbedingungen durch Klimaänderungen und deren Folgen in notwendigem Maße
bei der Auswahl der Straßenbäume zu berücksichtigen.
Maßgebende Kriterien für die Beurteilung der Baumarten und Sorten für ihre Verwendung
im städtischen Straßenraum sind vor allem:
– morphologische und physiologische Eigenschaften wie Wuchskraft, Wurzel-, Stammund Kronenbildung, Habitus oder Lichtdurchlässigkeit,
– Standortansprüche an Klima, Boden, Wasser und Lichtbedarf,
– Erfahrungen über Lebenserwartung, Pflegeaufwand, Widerstandsfähigkeit gegen
Umweltbelastungen, Krankheiten und Schädlinge,
– Verkehrssicherheit mit Blick auf Stand- und Bruchsicherheit, Totholzbildung oder
Lichtraumprofil,
– regionale Besonderheiten und Erfahrungen sowie regionale Einschränkung ihrer
Verwendungsbereiche.
3
Als Grundsatz gilt dabei: Je anspruchsloser die Baumarten vor allem in Bezug auf Boden,
Nährstoffe und Klima sind, desto besser sind sie in der Regel für die Verwendung im
städtischen Straßenraum geeignet.
Bei der Standortauswahl sind im Kataster/vor Ort entsprechende Kriterien zu prüfen.
Ein Baumstandort ist nachhaltig, das heißt der Baum hat unter folgenden
Voraussetzungen langfristig gute Entwicklungschancen:
– gute Lichtverhältnisse,
– ausreichender Fassadenabstand,
– ausreichender Abstand zu Nachbarbäumen (auch zu Privatbäumen),
– ausreichender Abstand zu Einbauten,
– ausreichender Abstand zu Bushaltestellen (Ein-/Ausstieg ohne Betreten der
Baumscheibe möglich),
– ausreichender Abstand zu Kreuzungen, Überwegen (freie Sicht für alle
Verkehrsteilnehmenden) und zur Straße,
– ausreichender Abstand zu Einfahrten,
– Baumstandort ist möglichst entfernt von Leitungstrassen,
– Baumscheibe ist frei von Revisionsöffnungen/Schiebern,
– nach einer Havarie wurde der Standort zur Bepflanzung von Leitungsträger bestätigt,
– nach Bauvorhaben (z.B. Tunnelsanierung U2) wurde Standort zur Bepflanzung geprüft,
– die vorgeschlagene Baumart passt zum vorhandenen Bestand (z.B. Lindenallee),
– die vorgeschlagene Baumart lässt sich mit aktuell geltenden Empfehlungen der GALK
für Straßenbäume vereinbaren,
– die vorgeschlagene Baumart ist nach aktuellen Erkenntnissen über Krankheiten und
Schädlingsbefall geeignet.“
Spandau
„Entscheidend ist die Frage, ob es im öffentlich gewidmeten Straßenland an einem
bestimmten Standort überhaupt zu einer Neupflanzung kommt. In Anpassung an den
Klimawandel fällt die Entscheidung für eine Neupflanzung immer schwerer. Wesentliche
Rahmenbedingungen sind unter der Annahme eines fortschreitenden Klimawandels nicht
geklärt. Dazu gehört auch die Baumartenwahl. Ein Straßenbaumbestand von 25.000
Straßenbäumen in Spandau ist nicht zu halten, wenn denn derzeit nur theoretisch ca.
20.000 Straßenbäume nachhaltig bewässert werden können.“
Steglitz-Zehlendorf
„Die Auswahlkriterien haben sich gegenüber der Vergangenheit nicht grundlegend
geändert: Neben Ansprüchen an die Wuchsform sind zu den belastenden Faktoren wie
verdichtetem Boden, Luftmangel, Schadstoffemissionen, Schädlingsbefall sowie partiell
Streusalzbelastung zusätzlich Trockenstress und Überhitzung hinzugekommen.
Weiterhin müssen im Einzelfall auch lokale Gegebenheiten berücksichtigt werden (z.B.
Bezüge auf Baumarten in Straßennamen).“
Tempelhof-Schöneberg
„Die Artenauswahl erfolgt nach den jeweiligen Kriterien, die sich aus den unterschiedlichen
örtlichen Gegebenheiten ergeben und auf Grundlage der Empfehlungen der Baumarten
der Straßenbaumliste der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz/GALK (Kriterien:
Hitzeverträglichkeit, Toleranz gegenüber städtischem Klima etc.).“
4
Neukölln
„Die Kriterien nach denen zu pflanzende Baumarten ausgewählt werden, sind folgende:
– vorhandener Baumbestand (Gattung, Art, Sorte),
– Stresstoleranz im Hinblick auf Wasserbedarf, bekannte Schädigungsmöglichkeiten
(Viren, Pilze, Bakterien, Insekten), Toleranz gegen Bodenverdichtung,
Salzverträglichkeit, Toleranz gegen Hundeurin, Winterhärtegrad (Frostempfindlichkeit,
Frosthärte, Spätfrostgefährdung),
– Art des Wurzelsystems, Blüte, Fruchtansatz- bzw. -abwurf, Feinstaub-Filterwirkung,
– örtliche Situation wie z.B. Straßen-Kreuzungsbereiche, Breite des Gehwegs,
Straßenraumbreite, vorhandene Leitungsbestände und Festeinbauten im Straßenland,
Fassadengliederung und -gestaltung im Hinblick auf Rückstrahlungswärme,
Besonnung/Verschattung des Straßenraums, Straßenarchitektur/Leitfunktion,
Windexposition,
– eine „Gemengelage“ verschiedenster Kriterien werden zu Gunsten der ein oder anderen
Gewichtung bei der Planung berücksichtigt.“
Treptow-Köpenick
„Es wird zuerst nach dem vorhandenen Baumbestand und seiner Entwicklung geschaut.
Maßgebend ist neben der Bodenart, der lichte Raum der Straße, der zur Verfügung steht.
Mittlerweile pflanzen wir lieber eine Mischpflanzung, um bei eventuell auftretendem
Schädlingsbefall die Verbreitung zu erschweren.“
Marzahn-Hellersdorf
„Für den Fachbereich Grün sind hauptsächlich klimatische Kriterien wichtig. Dazu kommen
noch die Möglichkeiten und Voraussetzungen der jeweiligen Standorte und des
Pflegebedarfs.“
Lichtenberg
„Ausgehend vom vorhandenen Baumbestand in der jeweiligen Straße wird im
Baummanagement Lichtenberg (Dipl. Gartenbauingenieur, Gärtnermeister, Gärtner) auf
der Grundlage der Berliner Straßenbaumliste und diversen Forschungsstudien wie
Klimawandel und Gehölze, Klimabaumarten, Klimabaumkatalog eine Entscheidung zur
zukünftigen Baumart in Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen in der Straße getroffen.“
Reinickendorf
„Bei Neupflanzungen werden Baumarten verwendet, die sich in den letzten Jahren als
stadtklimafest erwiesen haben. Darüber hinaus werden Baumarten und Baumsorten auf
Grundlage der Straßenbaumliste der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) verwendet.“
Frage 2:
Gibt es Baumarten, die in Zukunft schwerpunktmäßig gepflanzt werden sollen und wenn ja, welche sind
das?
5
Antwort zu 2:
Die Bezirksämter, die für die Auswahl der Baumarten an öffentlichen Straßen zuständig
sind, teilen diesbezüglich mit:
Mitte
„Die ‚Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz‘, kurz GALK, empfiehlt in ihren jährlichen
Veröffentlichungen eine Baumliste, die auf Empfehlung durch verschiedene
Forschungsinstitute festgelegt wurde. Leider zeichnen sich aus den o.g. Gründen keine
eindeutigen Trends ab, welche Baumarten besonders stadtklimaverträglich sind, da es
immer wieder zu neuen Krankheiten an bisher sicher erschienen Baumarten kommt.“
Friedrichshain-Kreuzberg
„Neben der Linde werden möglichst diverse heimische und nichtheimische Bäume
gepflanzt, um zukünftigen und nicht vorhersehbaren Anforderungen (neue
Baumkrankheiten, Schädlingsdruck) begegnen zu können.“
Pankow
„Den sich verändernden stadtklimatischen Bedingungen werden bei der Auswahl
passender Baumarten aktuell und in Zukunft Rechnung getragen. Grundlage dafür sind
die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungswerte. Diese
fließen u. a. in die GALK-Straßenbaumliste ein, die eine Grundlage für die Auswahl bildet.
Schwerpunkt-Baumarten für künftige Baumpflanzungen lassen sich daraus nicht zwingend
ableiten. Vielmehr geht es um die Auswahl der jeweils mit ihren Eigenschaften passenden
Baumart für den jeweiligen Standort mit seinen spezifischen Bedingungen.
‚Als Grundsatz gilt dabei: Je anspruchsloser die Baumarten vor allem in Bezug auf Boden,
Nährstoffe und Klima sind, desto besser sind sie in der Regel für die Verwendung im
städtischen Straßenraum geeignet.‘ (Quelle: Vorbemerkungen zur GALKStraßenbaumliste 2012, www.galk.de).“
Charlottenburg-Wilmersdorf
Sichtung und Erprobung von zukunftsträchtigen Baumarten aus dem (süd-)
osteuropäischen, aber auch nordamerikanischen und asiatischen Raum, die auf Grund
ihrer Eigenschaften potentiell in der Lage sind, den prognostizierten Klimabedingungen
unserer Städte zu trotzen. In Langzeitversuchen werden u. a. folgenden Arten auf ihre
Eignung als Stadtbaum geprüft: (Die Liste kann nicht abschließend sein.)
– Acer monspessulanum
Der Französische Ahorn stammt aus dem Mittelmeerraum und gilt als besonders hitzeund trockenheitsverträglich. Ein kleiner bis mittelgroßer Baum mit ledrigen Blättern, die
im Gegensatz zum Feldahorn keinen Milchsaft führen. Er ist sehr anspruchslos,
bevorzugt kalkhaltige Substrate und zeigt sich weitaus frosthärter als erwartet.
– Alnus x spaethii
Die Purpur-Erle ist eine Kreuzung von Alnus japonica und Alnus subcordata. Obwohl
diese Art schon lange bekannt und in den Niederlanden ein weit verbreiteter
Straßenbaum. Nach Angaben der Niederländer wächst sie auch auf ärmsten Böden, ist
unempfindlich gegenüber starkem Wind und gut salzverträglich. Sie gilt als frosthart,
6
zeigt aber nach den starken Barfrösten Stammaufrisse im Kronenansatzbereich, die
jedoch durch die enorme Wüchsigkeit der Art gut zuwallen.
– Fraxinus ornus
Die Blumen-Esche hat sich bisher als durchaus frosthart erwiesen und gleicht auch
Austriebsschäden nach Spätfrosten schnell aus. Sie profitiert als Straßenbaum von
ihrer Hitze- und Trockenverträglichkeit am Naturstandort auf sonnig-warmen
Karsthängen Südosteuropas. Gegen das Eschentriebsterben scheint sie nicht anfällig
zu sein. Sehr schön ist die dekorative weiße Blüte im Mai, die von Bienen besucht wird.
– Fraxinus pennsylvanica ‚Summit‘
Die Nordamerikanische Rot-Esche hat mit ihren geringen Ansprüchen und hohem
Regenerationsvermögen nahezu Pioniergehölzcharakter. Ihre weitgehende Resistenz
gegen das Eschentriebsterben sowie ihre dekorative gelb- bis gelbviolette
Herbstfärbung machen sie zu einer echten Alternative zur heimischen Esche. Während
der Anwachsphase kann es Probleme mit Blattläusen geben. Nach Meinung von
Experten ist ‚Summit‘ die beste Sorte für den Einsatz in der Stadt, da sie sich bereits
sehr gut in der Hitze Südfrankreichs bewährt hat.
– Ginkgo biloba (männliche)
Der Ginkgo biloba ist eine langsam wüchsige Art, die durch das ledrige, fächerförmige
Laub eine besondere Erscheinung ist. Gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist der
Ginkgo sehr robust. Er reift schlecht aus und an stark exponierten, kontinental
geprägten Orten friert regelmäßig der letztjährige Zuwachs zurück.
– Gleditsia triacanthos ‚Skyline‘
Der Lederhülsenbaum ist als Stickstoffsammler ausgesprochen anspruchslos. Durch
seine lichte Krone ist er sehr gut für Unterpflanzungen geeignet. Unter den dornenlosen
Sorten ist er ein „Muss“ im Stadtbereich. ‚Skyline’ ist zurzeit die Sorte mit der schönsten
Kronenform. Sie setzt im Gegensatz zur reinen Art so gut wie keine Früchte an.
– Liquidambar styraciflua
Der Amberbaum erinnert in seinem Habitus an einen Ahorn. Auffällig ist seine Rinde mit
den luftgefüllten Korkleisten. In einem gut durchlüfteten Substrat kommt er, obwohl als
kalkempfindlich beschrieben, mit pH-Werten über 7 gut zurecht. Seine rote
Herbstfärbung ist spektakulär. Er zeigt eine gute Frosthärte, ist jedoch windbruch- und
schneelastgefährdet.
– Ostrya carpinifolia
Die Hopfen-Buche ist eine nahe Verwandte der Hainbuche, mit der sie leicht zu
verwechseln ist. Sie stammt aus Südosteuropa, wo sie auf trockenen und sonnigen
Berghängen sowie in lichten Wäldern wächst. Die Winterhärte, die Gesundheit und ihre
allgemeine Anspruchslosigkeit lassen sie als besonders aussichtsreichen
Zukunftsbaum erscheinen. Beim Anwachsen braucht sie eine gewisse Anlaufzeit.
– Quercus cerris
Die Zerr-Eiche aus dem Balkan ist am Naturstandort häufig mit Fraxinus ornus und
Ostrya carpinifolia vergesellschaftet. Sie gilt als frosthart, trocken- und hitzeresistent.
Leider wird sie vom Eichenprozessionsspinner befallen.
7
– Sophora japonica ‚Regent‘
Der Perlschnur- oder Honigbaum zeichnet sich durch eine hohe Hitzebeständigkeit und
Trockenstresstoleranz aus. Er ist an kontinental geprägten Standorten zumindest in der
Jugend nur bedingt frosthart und neigt zu Stammrissen. Die Sorte ‚Regent´ hat im
Vergleich zur reinen Art eine relativ schmale Krone. Die späte Blüte im Juli kommt den
Bienen zugute.
– Tilia tomentosa ‚Brabant‘
Die Silber-Linde gilt auf Grund ihrer hohen Trockenstresstoleranz als eine der
wichtigsten Linden für den prognostizierten Klimawandel. Sie ist nicht anfällig für das
Stigmina-Triebsterben und wird wegen der silbrig-filzigen Blattunterseite von Blattläusen
gemieden. ‚Brabant‘ ist die wichtigste Sorte mit einer dichten, regelmäßig aufgebauten
Krone und dem durchgehenden Leittrieb. Als kontinentale Art gilt sie als frosthart, kann
aber am Kältestandort stark zurückfrieren.
– Ulmus ‚Lobel‘
Die Ulmen sollten in Zukunft wieder mehr verwendet werden, da es sich grundsätzlich
um sehr belastbare Bäume handelt. Dank der resistenten Sorten ist das Ulmensterben
kein Problem mehr. ‚Lobel‘ zählt zu den weitgehend resistenten Sorten. Ihre Vorzüge
sind der schlanke Wuchs, die dichte Verzweigung sowie die langanhaftende, sattgrüne
Belaubung. Sie gehört zu den windfesten Baumarten und kann auch in Küstengebieten
gepflanzt werden.
Steglitz-Zehlendorf
„Es finden an verschiedenen Orten in der Bundesrepublik Versuche mit verschiedensten
Arten und Sorten statt. Welche für die Berliner Region letztlich zukunftsträchtig sein
werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Es wird aber auf besonders trockenverträgliche,
hitzeresistente Arten und Sorten hinauslaufen, die darüber hinaus keine zu starken
Empfindlichkeiten gegenüber Schädlingen aufweisen dürfen.“
Tempelhof-Schöneberg
„Aus der Liste der Baumarten der GALK wird eine möglichst große Vielfalt an Arten
ausgewählt, da „Monokulturen“ anfällig gegenüber Krankheiten sind.“
Neukölln
Selbstverständlich gibt es Baumarten, die zukünftig schwerpunktmäßig gepflanzt werden
sollen. Dieses sind u.a. Bäume, welche seit geraumer Zeit schon im Bezirk gepflanzt
werden. Es gibt hierzu aber keine abschließende Aufstellung. In Abhängigkeit der örtlichen
Situation, der personellen und finanziellen Kapazitäten wird entschieden, welche
Baumarten für den jeweiligen Standort am besten geeignet sind. Es ist zu bedenken, dass
dieses ein langwieriger Prozess ist. Entsprechende Versuchspflanzungen laufen seit
Jahren in Neukölln, teilweise in Begleitung mit dem Pflanzenschutzamt Berlin und der
Humboldt-Universität
(siehe u.a.: https://www.berlin.de/ba-neukoelln/politik-und-verwaltung/aemter/strassenund-gruenflaechenamt/gruenflaechen/gruenflaechen/artikel.274078.php).
Orientierung bieten u.a. entsprechende Empfehlungen aus der GALK-Straßenbaumliste
(https://www.galk.de/arbeitskreise/stadtbaeume/themenuebersicht/strassenbaumliste)
8
Beispiel-Baumarten, welche in Neukölln in den letzten Jahren häufiger gepflanzt wurden
und/oder (z.T. in geringen Stückzahlen) sich im Beobachtungsstadium befinden (ohne
Ranking) im Hinblick auf „Klimabäume“:
– Acer monspessulanum, Acer campestre ‚Elsrijk’, Acer rubrum
– Aesculus indica
– Alnus spätii, Alnus cordata
– Castanea sativa
– Fraxinus pennsylvanica ‚Summit‘
– Ginkgo biloba
– Gleditsia triacanthos
– Liquidambar styraciflua, auch in Sorten
– Magnolia kobus, Magnolia denudata
– Nothofagus obliqua
– Ostrya carpinifolia, Ostrya japonica
– Pterocarya fraxinifolia
– Quercus-Arten und Sorten wie Quercus frainetto, Quercus phellos, Quercus
macrocarpa, Quercus bicolor
– Toona sinensins
– Tilia tomentosa ‚Brabant‘, Tilia cordata ‚Greenspire‘
– Sophora japonica, auch in Sorten
– Ulmus resista in Sorten
– Zelkova serrata
Treptow-Köpenick
„Ja es gibt einige solcher Baumarten, diese sind allerdings in den Lieferbaumschulen oft
ausverkauft. Die Baumschulen benötigen immer einen ziemlich langen Vorlauf, da sich die
Produktion von Bäumen über mehrere Jahre erstreckt (ca. 3-5 Jahre).
Hierzu zählen eine Sorte des Feldahorns, einige Resista-Ulmen-Arten und der
Amberbaum, es wird aber insgesamt auf ein breit gefächertes Sortiment gesetzt.“
Marzahn-Hellersdorf
„Hier gibt es eine Empfehlung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
und die Straßenbaumliste der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), die ständig
überarbeitet wird: https://strassenbaumliste.galk.de/ .“
Lichtenberg
„Das Straßen- und Grünflächenamt Lichtenberg ist noch in der Testphase mit diversen
Straßenbaumarten in unterschiedlichen Straßenstandorten. Es liegt in der Natur der
Dinge, dass sichere Aussagen erst in ca. 10 Jahren getroffen werden können. Das
Wachstumsverhalten der sogenannten Klimabäume wird sich erst in ferner Zukunft
zeigen.“
Reinickendorf
„Die Zusammensetzung der zu pflanzenden Baumarten ist eine Mischung bisher
bewährter Bäume mit neuen Sorten.“
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Frage 3:
Inwieweit sind die durch witterungsbedingten Wandel erforderlichen Neupflanzungen von Straßen- und
anderen Bäumen mit dem Trachtertrag für Bestäuber mit den bisher gepflanzten Bäumen vergleichbar und
kommt es diesbezüglich zu höheren oder Mindererträgen?
Antwort zu 3:
Hierzu liegen seitens der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz keine
Erkenntnisse vor.
Der Trachtertrag zielt auf den Ertrag von Honig ab. Der wichtigste Standortfaktor sind
dafür die Pflanzen in der Umgebung des Bienenstocks. Da Straßenbäume in erster Linie
andere Funktionen erfüllen, als Bienenweide für die Honigproduktion zu sein, ist die
Auswahl der Baumart hinsichtlich des möglichen Trachtertrages hier nicht vordergründig.
Wesentlich ist es, Baumarten auszuwählen, die mit den schwierigen Standortfaktoren an
der Straße überhaupt noch zurechtkommen. Bäumen im innerstädtischen Bereich,
insbesondere Straßenbäumen, steht in der Regel nur ein eingeschränkter Lebensraum zur
Verfügung. Vor allem der verdichtete und versiegelte Wurzelbereich wirkt sich nachhaltig
auf die Vitalität der Bäume aus. Oft kommen mechanische Verletzungen hinzu, die den
Eintritt für holzzerstörende Pilze begünstigen. Schäden an Bäumen werden auch durch
Streusalz, Erdgas und Hundeurin verursacht. Hinzu kommen die Herausforderungen der
großen Hitze und Trockenheit in den letzten Sommern oder der Starkregen und die
Stürme in den letzten Jahren. Geschwächte und bereits geschädigte Bäume sind
besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
Die Bäume in öffentlichen Grünanlagen haben zwar grundsätzlich bessere
Standortbedingungen als die Straßenbäume, aber auch bei ihnen hat die Honigproduktion
keine Priorität.
Die Bezirksämter teilen diesbezüglich mit:
Mitte
„Bei der Pflanzung von Straßenbäumen sind vor allem die in der Beantwortung zu den
Fragen 1 und 2 genannten Kriterien ausschlaggebend. Der Trachtertrag spielt hier eine
nachrangige Rolle. Informationen können jedoch auf der nachstehenden Webseite
eingeholt werden und verschiedene Baumarten verglichen werden:
https://www2.hu-berlin.de/bienenkunde/Bilder-Downloads/FB/AusWeiterbildung/lehrmaterial/bienenweide/Bw-Pfl_Baeume_einheim_alphabet.pdf “
Friedrichshain-Kreuzberg
„Zu diesem speziellen Aspekt liegen dem Fachbereich Grünflächen keine
wissenschaftlichen Erkenntnisse vor.“
Pankow
„Dazu liegen dem Straßen- und Grünflächenamt Pankow keine Erkenntnisse vor.“
Charlottenburg-Wilmersdorf
„Hierzu liegen keine Erkenntnisse von Studien etc. vor.“
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Steglitz-Zehlendorf
„Diese Frage kann so einfach nicht beantwortet werden. Welche Insektenarten sind
gemeint? Auch bei den bisher verwendeten Baumarten ist die Wertigkeit für Bestäuber
sehr unterschiedlich. Dies wird auch bei den neuen Straßenbaum-Sortimenten so sein.“
Tempelhof-Schöneberg
„Fehlanzeige“
Neukölln
Eine entsprechend differenzierte Betrachtungsweise ist seitens des Straßen- und
Grünflächenamtes nicht möglich. Es werden jedoch beispielsweise als „Ersatz“ für
Robinien z.B. Sophoren gepflanzt, welche laut Imkerangaben auch für Hymnopteren eine
ähnliche „Qualität“ aufweisen und „zusätzlich“ durch die Ausbildung von Samenständen für
die heimische Vogelwelt interessant sind. Oder aber als „Ersatz“ für die vielfach vorhanden
Tilia cordata oder Tilia tomentosa werden die als Zukunftsbäume gehandelten Sorten
‚Brabant‘ oder ‚Greenspire‘ eingesetzt, welche in ihrer Tracht ähnlich sein dürften.
Treptow-Köpenick
„Dies wird versucht zu berücksichtigen, ist aber oft nicht möglich, da die nachhaltige
Entwicklungsmöglichkeit eines Straßenbaumes im Vordergrund steht. Leider sind Bäume,
die als Bienenweide genutzt werden können, dem Boden gegenüber anspruchsvoller.
Hinsichtlich der Trachterträge der neuen Straßenbaumarten kommt es daher eher zu
Mindererträgen.“
Marzahn-Hellersdorf
„Hierzu liegen keine Erkenntnisse vor.“
Lichtenberg
„Dazu können gegenwärtig keine Aussagen getroffen werden.“
Reinickendorf
„Hierzu liegen dem Straßen- und Grünflächenamt (SGA) bislang keine Erkenntnisse vor.“
Frage 4:
Finden bezüglich des Trachtertrages für Bestäuber Untersuchungen statt, welche Baumarten innerstädtisch
zukünftig am ehesten geeignet sind?
Antwort zu 4:
Zum Trachtertrag für Bestäuber sind der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und
Klimaschutz keine Untersuchungen bekannt. In diesem Zusammenhang ist darauf
hinzuweisen, dass im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes der
Senatsverwaltung und der Technischen Universität Berlin „Empfehlungen zu
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Pflanzenlisten zur Förderung von Wild- und Honigbiene“ erarbeitet wurden, die momentan
für eine digitale Veröffentlichung vorbereitet werden. In diesen Empfehlungen wurden
auch Gehölze bewertet.
Die Bezirksämter teilen diesbezüglich mit:
Mitte
„Nein, entsprechende Untersuchen erfolgen durch den Bezirk nicht. Untersuchungen des
Trachtertrags werden vor allem von den Instituten für Bienenkunde der Länder
durchgeführt und unter anderem durch wissenschaftliche Veröffentlichungen. Weitere
Informationen zum Trachtertrag auch von Bäumen werden auf Webseiten der Imker
zusammengetragen.“
Friedrichshain-Kreuzberg
„Dem Fachbereich Grünflächen ist nicht bekannt, ob solche Untersuchungen stattfinden.“
Pankow
„Derartige Untersuchungen gehören nicht zu den Aufgaben des Straßen- und
Grünflächenamtes Pankow. Dem SGA Pankow liegen dazu keine Erkenntnisse vor.“
Charlottenburg-Wilmersdorf
„Dass Kastanie, Robinie, Sommer- und Winterlinde, Spitz- und Bergahorn, Eberesche u.a.
zu den Bestäuber freundlichen Straßenbäumen zählen, ist bekannt. Der Trachtertrag
potentieller Straßenbäume ist ein untergeordnetes Auswahlkriterium (vgl. Antwort zu
Frage 1).“
Spandau
Das Straßen- und Grünflächenamt Spandau betreibt keine Forschungsarbeiten
Steglitz-Zehlendorf
„Derartige Versuche durchzuführen, liegt nicht in der Zuständigkeit des Bezirksamtes.“
Tempelhof-Schöneberg
„Fehlanzeige“
Neukölln
„Nein. Solche Untersuchungen sind im Arbeitsspektrum der Straßen- und
Grünflächenämter nicht vorgesehen – und auch nicht leistbar.“
Treptow-Köpenick
„Es ist nicht bekannt, dass es solche Untersuchungen gibt. Es spielt auch eher eine
untergeordnete Rolle, bzw. wird bei der Baumartenwahl in Parks und Grünanlagen sowie
Schulen und Spielplätzen versucht auszugleichen. Hier ist die Baumartenwahl
unproblematischer.“
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Marzahn-Hellersdorf
„Auch hier kann der Fachbereich Grün keine Auskunft geben. Der Fachbereich Grün ist
bestrebt, bei Neupflanzungen verschiedene Baumsorten einzusetzen, um die Blühzeit zu
verlängern.“
Lichtenberg
„Zurzeit nicht bekannt.“
Reinickendorf
„Hierzu liegen dem Straßen- und Grünflächenamt bislang keine Erkenntnisse vor.“
Frage 5:
Werden im Rahmen der Gartenamtsleiterkonferenz Erfahrungswerte über neue Baumarten ausgetauscht
und wie fließen diese in die Entscheidungsfindung für Neupflanzungen mit ein?
Antwort zu 5:
Derzeit gibt es diverse Testreihen im Bundesgebiet zu dem Thema, beispielsweise testet
der Arbeitskreis Stadtbäume der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) derzeit im
Straßenbaumtest II insgesamt 40 Baumarten (Gattungen, Sorten), wovon in den
teilnehmenden Städten bisher inzwischen rund 2.400 Exemplare an 194 Standorten
gepflanzt werden konnten. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ist
im Arbeitskreis Stadtbäume der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz durch ein Mitglied
vertreten. Insofern werden auch in Berlin ab dem Jahr 2015 Baumarten getestet:
– Acer campestre ‘Huibers Elegant’
– Acer x freemanii ‘Autumn Blaze‘
– Amelanchier arborea ‚Robin Hill‘
– Eriolobus trilobatus
– Ostrya carpinifolia
– Prunus padus ‚Schloss Tiefurt‘
– Quercus frainetto
– Tilia tomentosa ‚Szeleste‘
– Ulmus-Hybride ‚New Horizon’
– Ulmus ‚Regal‘
Die GALK-Straßenbaumtests sollen fundierte Aussagen über die Eignung bestimmter
Baumarten und Baumsorten für ihre Verwendung als Straßenbäume ermöglichen. Die
Versuchsbäume werden in den Teilnehmerstädten des Arbeitskreis Stadtbäume
aufgepflanzt und wachsen damit unter verschiedenen klimatischen Bedingungen des
gesamten Bundesgebiets.
https://www.galk.de/arbeitskreise/stadtbaeume/themenuebersicht/strassenbaumtest-2
Die praxisorientierte Langzeitbeobachtung der Testbäume bildet zugleich eine wesentliche
Grundlage für die Fortschreibung der GALK-Straßenbaumliste, die weitgehend
Verwendung findet bei der Auswahl der Straßen- und Grünflächenämter hinsichtlich der zu
pflanzenden Straßenbaumarten.
Die Fortschreibung der GALK-Straßenbaumliste bleibt die zentrale Aufgabe des
Arbeitskreis Stadtbäume der Bundes-GALK. In diesem Zusammenhang hat sich mit dem
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Bund deutscher Baumschulen e.V. (BdB) eine gute und intensive Zusammenarbeit
entwickelt.
Auch im Fachausschuss Stadtbäume der Berliner GALK wird regelmäßig die
Straßenbaumliste thematisiert. Erkenntnisse und Erfahrungen der Straßen- und
Grünflächenämter fließen ein.
Berlin, den 19.06.2020
In Vertretung
Stefan Tidow
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz