Straßenverkehr: Schäden durch Alkali-Kieselsäure Reaktionen alias „Betonkrebs“, aus Senat

www.berlin.de

Vorbemerkung der Verwaltung:
An der Brücke #Anschlussstelle #Adlershof sind keine Schäden durch #Alkali-KieselsäureReaktion (#AKR) bekannt. Im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten an den #Brückenlagern
werden auch rückwärtige Stützwände an den Widerlagern ergänzt. Gleichzeitig wird auf
beiden Fahrbahnen die #Übergangskonstruktion zur Brücke erneuert.
Vorbemerkung des Abgeordneten:
Bereits seit Jahren werden immer wieder einzelne Abschnitte der Berliner Autobahnen wg. Schäden durch
Alkali-Kieselsäure-Reaktionen („#Betonkrebs“) saniert. Aktuell die Autobahnbrücke an der Anschlussstelle
Adlershof. (https://www.tagesspiegel.de/berlin/autobahnbruecke-nahe-ber-von-betonkrebs-befallen-nachzwoelf-jahren-schon-ein-sanierungsfall/26016294.html)
Frage 1:
Welche Autobahnabschnitte und -bestandteile (z.B. Betonschutzwände) müssen künftig noch wg. des o.b.
Sachverhaltes saniert werden?
Frage 2:
Welche Ingenieurbauwerke gem. DIN 1076 (Tunnel, Brücken, Trogbauwerke etc.) an Berliner Autobahnen
sind aktuell noch von AKR betroffen?
Antwort zu 1 und 2:
Von AKR-Schäden sind Teile der Stützwände an den Anschlussstellen Stubenrauchstraße
und Späthstraße an der Bundesautobahn (BAB) #A113 betroffen.
Ebenso sind eine Vielzahl von Verkehrszeichenbrückenfundamenten an der BAB #A100
durch AKR geschädigt. Mit den Planungen zum Ersatz der Fundamente wurde begonnen.
2
Im Übrigen sind im Bereich der Berliner Autobahn nach derzeitigem Kenntnisstand keine
Streckenabschnitte bekannt, welche aufgrund von Schäden durch Alkali-KieselsäureReaktionen (AKR) zu sanieren sind. Ebenso liegen keine Informationen über notwendige
Autobahnbestandteile (wie z.B. Betonschutzwände) vor, die vor dem Hintergrund der AKR
einer notwendigen Sanierung bedürfen. Der Streckenabschnitt der BAB A 113 hatte
Schäden durch AKR zu verzeichnen; jedoch ist die Sanierung weitgehend abgeschlossen.
Frage 3:
Abgesehen von den Autobahnen: welche Straßen und Verkehrsingenieurbauwerke gem. DIN 1076 müssen
künftig ebenfalls wg. AKR saniert werden?
Antwort zu 3:
Vornehmlich an in den siebziger und achtziger Jahren errichteten Brücken in den östlichen
Stadtbezirken sind AKR-Schäden erfasst. Hier sind in erster Linie die Widerlager und deren
Flügelwände betroffen.
Frage 4:
Welche Kenntnisse hat der Senat über die Umstände und Verantwortlichkeiten zu diesen Schäden?
Antwort zu 4:
In den meisten Fällen waren zum Zeitpunkt der Errichtung der Bauwerke die technischen
Kenntnisse und der Stand der Wissenschaft zur AKR noch nicht so fortgeschritten wie
heute. Erst nach dem Eingang der sog. „Alkali-Richtlinie“ des Deutschen Ausschusses für
Stahlbeton in die technischen Regelwerke zählen Prüfungen der Betonausgangsstoffe
hinsichtlich AKR zum Stand der Technik.
Frage 5:
Welche gesicherten Erkenntnisse hat der Senat über eine mangelhafte Bauausführung und mangelhafte
Bauüberwachung im Zusammenhang mit den jeweils betroffenen Straßen und Bauwerken?
Antwort zu 5:
Kenntnisse liegen dem Senat hierzu nicht vor.
Frage 6:
Wurde vonseiten des Senats jemals versucht, Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen geltend
zu machen? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
Antwort zu 6:
Der Streckenabschnitt der BAB A 113 zwischen der Anschlussstelle Späthstraße bis zur
Anschlussstelle Adlershof wurde auf Grund einer ablaufenden AKR in den Sommermonaten
der Jahre 2016 bis 2019 grundhaft erneuert. Vor dem Landgericht Berlin wurde im Rahmen
der Bundesauftragsverwaltung gem. Art. 90 Absatz 2 des Grundgesetzes (GG) a.F. im
3
Dezember 2016 eine Schadensersatzklage gegen die damalige Baufirma erhoben; über die
Klage ist noch nicht entschieden worden.
Frage 7:
Wer wurde beim Bau der betroffenen Straßen und Bauwerke mit der Materialprüfung beauftragt und war
hierbei auch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) beteiligt?
Antwort zu 7:
Beim Bau der o.g. BAB A 113 waren verschiedene, durch die Bundesanstalt für
Straßenwesen (BASt) nach der „Richtlinie für die Anerkennung von Prüfstellen für Baustoffe
und Baustoffgemische im Straßenbau (RAP Stra) zertifizierte Prüfinstitute beauftragt.
Frage 8:
Inwieweit ist bei der Feststellung, Beurteilung und Behebung der Schäden überhaupt die BAM involviert?
Antwort zu 8:
Bei der Feststellung, Beurteilung und Behebung der AKR-Schäden auf der BAB A 113 war
u.a. auch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Fachbereich
Baustoffe beteiligt.
Frage 9:
Wer wurde nach dem ersten Auftreten von Schäden mit der Begutachtung und Beurteilung ebendieser
beauftragt?
Antwort zu 9:
An der BAB A 113 sind die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus sowie
der vom Gericht festgelegte Gutachter, im Rahmen des „Selbstständigen Beweisverfahrens“, welches der Klage vorgeschaltet war, tätig geworden.
Frage 10:
Welche Kosten sind dem Land Berlin bisher durch die o.b. Art von Schäden entstanden?
Frage 11:
Mit Kosten in welcher Höhe resultierend aus diesen Schäden kalkuliert das Land Berlin für die Zukunft?
Antwort zu 10 und 11:
Dem Land Berlin sind im Zusammenhang mit der Schadensbeseitigung auf der BAB A 113
in den Jahren 2016 bis 2019 Kosten i.H. von rd. 540 T€ entstanden. Diese Summe ist
Bestandteil der Schadensersatzklage. Die angegebenen Kostenanteile sind
Verwaltungskosten, welche das Land Berlin im Rahmen der Bundesauftragsverwaltung
gem. Art. 90 Absatz 2 GG a.F. aufgebringen musste.
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Bei den unter Antwort zur Frage 3 genannten Brücken ist eine individuelle Schadensermittlung allein bezogen auf AKR-Schäden nicht möglich, da Brückenbauwerke in der Regel
nicht ausschließlich aufgrund von festgestellten AKR-Schäden saniert beziehungsweise
ersetzt werden müssen, sondern eine Kombination verschiedener Parameter berücksichtigt
werden muss. Hierzu zählen zum Beispiel die Anwendung der Nachrechnungsrichtlinie
aufgrund der heutigen erhöhten Verkehrsbelastung oder eine festgestellte Gefährdung
durch Spannungsrisskorrosion oder alters- und abnutzungsbedingten Schäden.
Berlin, den 21.08.2020
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

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Straßenverkehr: Fahrbahn Richtung Schönefelder Kreuz Monatelange Baustelle auf der A10 nach Hitzeschäden, aus rbb24.de

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/06/brandenburg-autobahn-a10-fahrbahnschaeden-stau.html

Die #Hitze macht auch Brandenburger Straßen zu schaffen: Akute #Fahrbahnschäden auf der Autobahn #A10 südlicher Berliner Ring sind vermutlich darauf zurückzuführen. Am Mittwoch mussten auf der linken Richtungsfahrbahn – Richtung Schönefelder Kreuz – zwei von drei Fahrstreifen gesperrt werden, teilte der Landesbetrieb Straßenwesen am Donnerstag mit.

Die Fahrbahn in diesem Bereich ist eine mit Asphalt überbaute Betonfahrbahn. Durch eine #Alkali-Kieselsäure-Reaktion – umgangssprachlich #Betonkrebs genannt – wurde sie geschädigt.

#Baustelle voraussichtlich bis Jahresende
„Die Hitze hat nach unseren Erkenntnissen das Schadensbild verstärkt“, sagte der Sprecher des brandenburgischen Infrastrukturministeriums Brandenburg, Steffen Streu rbb|24. In dem Abschnitt war bereits damit begonnen worden, den schon früher entstandenen sogenannten Betonkrebs, die Folgen einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion, zu …

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Straßenverkehr: Bauarbeiten „Betonkrebs gibt es auf vielen Autobahnen“ aus MOZ

https://www.moz.de/landkreise/oder-spree/fuerstenwalde/artikel6/dg/0/1/1731018/

Seit Mitte Mai ist auf der #A12 eine neue #Baustelle eingerichtet worden. Erst bis Ende 2018 erneuerte der Landesbetrieb Straßenwesen zwischen #Müllrose und #Briesen in Richtung Berlin die #Betonfahrbahn.fragte den Leiter der Bauüberwachung Uwe Glöckner, warum wieder gebaut wird.
Herr Glöckner, wo genau befindet sich die derzeitige Baustelle?

Sie beginnt nördlich der Anschlussstelle Briesen und führt, in Richtung Bundesgrenze, über die Ausfahrt Müllrose hinaus in Richtung Frankfurt-West. Somit liegt auch die #Raststätte „#Biegener Hellen“ in dem Bereich.

Was wird dort gemacht und warum sind die Arbeiten notwendig?

Der Beton wird zum Teil rausgefräst und es wird #Asphalt eingebaut. Der Grund sind große #Alkali-Kieselsäure-Schädigungen, die den Beton von innen heraus zersprengen. Das nennt sich landläufig „#Betonkrebs“ und ist auf vielen Autobahnen ein Problem. Wenn die Oberfläche langsam zerstört wird, versuchen die Autobahnmeistereien das erstmal in …

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Straßenverkehr + Bus: Vollsperrung der Salvador-Allende-Brücke – wie geht es weiter? aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:
Wie lange ist die #Salvador-Allende-Brücke für den Kraftfahrzeugverkehr voraussichtlich #unpassierbar?
Antwort zu 1:
Die Verkehrseinschränkungen bleiben nach derzeitigem Stand bis zur Fertigstellung des
ersten Teils der neuen Salvador-Allende-Brücke bestehen. Mit einer Fertigstellung des 1.
Bauabschnitts der neuen Brücke ist aktuell Ende 2019 zu rechnen.
Frage 2:
Was sind die Ursachen für die nunmehr erfolgte Vollsperrung für den Kraftverkehr?
Antwort zu 2:
Bei den regelmäßig stattfindenden #Bauwerkskontrollmessungen wurde festgestellt, dass
sich das unter Verkehr befindliche Brückenteil in Richtung der neu zu bauenden Brücke
geneigt hat. Hierdurch entsteht eine irreversible Verdrehung der alten Brücke, die zu einer
gravierenden Überlastung der Konstruktion geführt hat. Aus Gründen der #Standsicherheit
und da bereits #Vorschädigungen durch #Alkali-Kiesel-Säure-Reaktion („#Betonkrebs“) sowie
an den Koppelfugen der Spannstähle vorhanden sind, ist ein Verbleib unter Verkehr nach
den vorherigen stufenweisen #Lasteinschränkungen, zuletzt auf 7,5 t, nicht mehr
verantwortbar.
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Frage 3:
Wie stellt der Senat ab sofort sicher, dass in der Folge der durchgeführten Vollsperrung der Salvador-
Allende-Brücke Rettungskräfte, Einsatzkräfte und Feuerwehr in kürzester Zeit an ihrem Einsatzort eintreffen
können trotz der auf Fußgänger und Radfahrer beschränkten Passierbarkeit?
Frage 4:
Welche Maßnahmen ergreift der Senat, um die negativen Folgen der Vollsperrung der Salvador-Allende-
Brücke möglichst schnell abzumildern und insbesondere die Umfahrungsmöglichkeiten, die innerörtlich
ausschließlich über die Altstadt Köpenick und die Lange Brücke (ebenfalls stark geschädigt) möglich wären,
zu gewährleisten?
Frage 5:
Wie und mit welchen Maßnahmen stellt der Senat sicher, dass die Lange Brücke unter der zu erwartenden
erhöhten Verkehrslast insbesondere in den Spitzenstunden sowie die Altstadt Köpenick am zusätzlichen
Durchgangsverkehr nicht unzumutbar leiden werden?
Frage 6:
Sind kurzfristig der Einsatz von Behelfsbrücken oder anderen Behelfsmaßnahmen in Arbeit, um die
gegebene Situation der Vollsperrung der Salvador-Allende-Brücke zu entspannen?
Antwort zu 3 bis 6:
Die Fragen 3 bis 6 werden wegen ihres sachlichen Zusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die vorhandenen Umfahrungsstrecken werden ausgeschildert. Die Steuerung der
Lichtsignalanlagen auf den Umfahrungsstrecken wird zeitnah überprüft und
gegebenenfalls angepasst. Der Einsatz von Behelfsbrücken ist aufgrund der örtlichen
Gegebenheiten zeitnah nicht machbar. Behelfsmaßnahmen, wie z. B. eine Hebung der
Brücke in die alte Lage oder eine Abstützungskonstruktion, sind aufgrund des
komplizierten statischen Systems und der Vorschädigungen der Brücke nicht möglich.
Aufgrund der jetzigen Situation wird alles unternommen, die laufende Baumaßnahme zu
beschleunigen, um eine frühere Verkehrsfreigabe zu erreichen.
Berlin, den 29.01.2019
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

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Straßenverkehr: A 113: Sommerbaustelle eine Woche früher fertig Die Sanierungsarbeiten am Schönefeld-Zubringer sind vorzeitig beendet., aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article215039167/A-113-Sommerbaustelle-eine-Woche-frueher-fertig.html

Berlin. Gute Nachrichten für alle Autofahrer der #A113: Die große #Sommerbaustelle wird bereits eine Woche früher fertig als ursprünglich geplant und ist somit auch rechtzeitig vor dem Ende der Ferien wieder befahrbar.

Der auch als #Schönefeld-Zubringer bezeichnete Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen #Späthstraße und #Johannisthaler Chaussee wird schon am kommenden Freitag, den 10. August pünktlich mit Beginn des Berufsverkehrs um 5 Uhr wieder freigegeben, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Mittwoch heißt. In beiden Richtungen sind die drei Fahrstreifen dann bereits zehn Tage vor dem Ende der Sommerferien und vor der erwarteten Rückreisewelle wieder frei. Die Bauarbeiten seien bereits beendet, derzeit erfolge der Rückbau der Verkehrssicherung auf der Bundesautobahn.
Seit dem 2. Juni 2018 wurden Sanierungsarbeiten an der Strecke durchgeführt. Der Grund waren Schäden an der Fahrbahndecke, die durch eine #Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR), dem sogenannten und von Bauleuten gefürchtete „#Betonkrebs“, …

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Straßenverkehr: Schönefeld-Zubringer A113 wird bis Mitte August saniert, aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article214446385/Schoenefeld-Zubringer-A113-wird-bis-Mitte-August-saniert.html

Am morgigen Sonnabend wird die erste große #Sommer-Baustelle des Jahres auf dem Berliner #Stadtautobahnnetz eröffnet. So wird an der Autobahn 113 ein weiterer Fahrbahnabschnitt saniert. Voraussichtlich bis 17. August ist daher auf dem #A113-Abschnitt zwischen den Anschlussstellen #Johannisthaler Chaussee und #Späthstraße mit erheblichen Behinderungen zu rechnen, warnt bereits vorab die Senatsverkehrsverwaltung. Der auch als #Schönefeld-Zubringer bezeichnete Abschnitt der Stadtautobahn war erst 2004 eröffnet worden.

Doch die aus Beton gefertigte Fahrbahn fing recht bald an zu bröckeln und an den Rändern aufzuplatzen. Verantwortlich dafür ist der von Bauleuten gefürchtete „#Betonkrebs“, eine chemische Reaktion, bei der der Baustoff nach und nach zerbröselt. Das wiederum gefährdet die Sicherheit der Auto- und Motorradfahrer. Bei der Sanierung wird die Betondecke, die durch die #Alkali-Kieselsäure-Reaktion (#AKR) nachhaltig geschädigt ist, durch eine #Asphaltschicht ersetzt. Während der elfwöchigen Arbeiten stehen für Autos nur je zwei eingeengte Fahrspuren pro Richtung auf einer der beiden Richtungsfahrbahnen zur Verfügung. Die Geschwindigkeit wird aus Sicherheitsgründen auf 60 km/h begrenzt.

Zunächst wird an der Richtungsfahrbahn Süd (Dresden) gearbeitet. Die Anschlussstelle Johannisthaler Chaussee und die Zufahrt auf die #A113 in Richtung Süden an der Anschlussstelle Späthstraße …

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Straßenverkehr: Zahl der Autobahn-Baustellen wächst weiter COTTBUS Im Schleichtempo auf der A 15 und der A 13 – zwischen Forst und Berlin müssen sich Fahrer in den nächsten Jahren in Geduld üben., aus Lausitzer Rundschau

http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Zahl-der-Autobahn-Baustellen-waechst-weiter;art307853,6119505

Bessere Werbung kann sich die Bahn kaum wünschen: Auf der #Autobahn zwischen der polnischen Grenze, Cottbus und Berlin wird die Zahl der #Baustellen noch weiter zunehmen. Von August bis Oktober bleibt die Auffahrt bei Gallinchen in Cottbus gesperrt – und mit ähnlichen Einschränkungen geht es in den nächsten Jahren weiter.

Ein Lastkraftwagen brettert über die rosafarbene Markierung. Auf dem Seitenstreifen steigt Gerald Jahn von der Autobahnmeisterei aus seinem Fahrzeug. Er betrachtet die weißen Schlieren, die sich aus dem Beton über die Fahrbahn ziehen, auf dem gesamten Abschnitt zwischen Auffahrt Ost und Auffahrt West in Cottbus.

Auf diese Schlieren weisen die Markierungen hin. Der dünne weiße Film ist ein Indiz für eine chemische Reaktion, die den Beton sprengt, nach und nach, unaufhaltsam, ohne Gnade. Deshalb bezeichnen ihn Fachleute gern als "#Betonkrebs".

Dieser Betonkrebs führt neben weiteren Problemen dazu, dass sich die Autobahn von der polnischen Grenze bis nach Berlin immer wieder in eine Baustelle verwandelt. Auf 14 solcher Punkte weist derzeit die Baustelleninformation des Bundes und der Länder hin.

Auch eine Landtagskonferenz in Potsdam befasste sich zu Jahresbeginn mit dem Problem. Der CDU-Abgeordnete Rainer Genilke beklagte sich über die vielen Tempolimits und Staus, "unter denen zahlreiche Autofahrer täglich zu leiden haben".

Der Beton mag sich in Luft auflösen – der Ärger der Autofahrer jedoch nicht. Denn der Betonkrebs, eine #Alkali-Kieselsäure-Reaktion, könnte ungefähr ein Drittel aller Autobahnstrecken im Land Brandenburg betreffen. Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) spricht von einer Aufgabe, "die uns noch viele Jahre beschäftigt".

Ein früherer Leiter des Cottbuser Straßenbauamtes, inzwischen Rentner, wehrt sich gegen den "Betonkrebs"-Begriff. Dr. Falk Eisermann sagt: "Das ist ein medizinischer Ausdruck, der im Straßenbau nichts zu suchen hat." Er hält es für angemessener, sich lediglich auf den rein chemischen Prozess zu beziehen: Wenn Alkali auf kieselsäurereichen Kies fällt, kommt es demnach zu der befürchteten Reaktion. Das Volumen des Betons nimmt zu, Innendruck entsteht, das Material platzt auf. Das notdürftige Flicken der betroffenen Fahrbahn hilft zwar für den Moment. Doch auf lange Sicht muss sie ausgetauscht werden.

Falk Eisermann erinnert sich: "Wegen dieser Reaktion sind einst die #Bahnschwellen von Cottbus nach …

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Straßenverkehr: Fahrbahn auf der A 2 löst sich weiter auf Eigentlich sollte die A 2 westlich der Anschlussstelle Wollin mit überschaubarem Aufwand repariert werden., aus MAZ

http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Fahrbahn-auf-der-A-2-loest-sich-weiter-auf

Doch jetzt wurde die Baustelle stillgelegt. Der Unterbeton ist durch eine #Alkali-Kieselsäure-Reaktion stark geschädigt, der sogenannte #Betonkrebs ist zu weit fortgeschritten..
#Wollin. Der bauliche Zustand der #Autobahn 2 westlich der Anschlussstelle Wollin ist schlimmer als ursprünglich befürchtet. Das hat der Landesbetrieb Straßenwesen mitgeteilt. Eigentlich sollten in diesen Tagen einige gerissene Betonplatten und Teile des Fahrstreifens erneuert werden. Doch jetzt kommt alles anders.

Bauarbeiten bis Mitte August unterbrochen

Während der seit Mai laufenden Bauarbeiten wurde nun festgestellt, dass die Betondecke unterhalb des Oberbetons so stark durch eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) geschädigt ist, dass die Fortführung der Baumaßnahme ausgesetzt werden musste. „Die Bauleistung muss komplett neu ausgeschrieben werden. Deshalb wird die begonnene Baumaßnahme bis Mitte August unterbrochen“, teilte Pressesprecherin Cornelia Mitschka mit.

Ursprüngliche Bauzeit soll dennoch gehalten werden

Da die ursprünglich benannte Bauzeit bis Jahresende 2017 aber unbedingt eingehalten werden soll, wird bei der Sanierung eine geänderte Bauweise zum Einsatz kommen. Die Fachleute zeigten sich von der Entwicklung überrascht, denn …

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Straßenverkehr: 50 Millionen Euro gegen den „Betonkrebs“ Brandenburgs Autobahnen bröseln. Jetzt wird verstärkt saniert. Es gibt Baustellen auf den Berliner Zubringer-Autobahnen A 2, A 9 und A 13 – und Tempolimits., aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/autobahnen-in-brandenburg-50-millionen-euro-gegen-den-betonkrebs/19376958.html

Auf dem Berliner Ring und den #Autobahnen in die Hauptstadt müssen sich Autofahrer auch dieses Jahr wieder auf Behinderungen durch #Baustellen einstellen. Viele davon sind wegen des "#Betonkrebses" nötig, der sich weiter durch Fahrbahnen frisst. Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) stellte am Freitag die #Straßenbauprojekte #2017 für das Land #Brandenburg vor: Das Budget steigt von 400 Millionen auf 450 Millionen Euro, was vor allem auf die verstärkte Bekämpfung von "Betonkrebs"-Schäden zurückgeht.

Dahinter verbirgst sich eine #Alkali-Kieselsäure-Reaktion, ausgelöst durch die Verwendung unverträglicher Materialien bei der Sanierung der Ost-Autobahnen nach 1990, die den Beton zerbröseln lässt. Allein 2017 sollen für die Sanierung betroffener Autobahnabschnitte in Brandenburg rund 50 Millionen Euro investiert werden. So viel wie nie zuvor in einem Jahr. Konkret sind 2017 die A2 zwischen Autobahndreieck Werder bis Abfahrt Lehnin, die A 9 zwischen Brück und Klein Marzehns und die A 13 zwischen Staakow und Freiwalde an der Reihe. Besonders betroffen von Schäden seien aber auch die A 15, die A 115 und die A 10, dort vor allem der östliche und südöstliche Bereich, sagte Albrecht Klein, Vorstandschef des Landesbetriebs für Straßenwesen.

Von 700 Kilometern Fahrbahn sind 125 Kilometer sicher betroffen

Er präsentierte aktuelle Zahlen zum Ausmaß des Betonkrebs-Dramas: Von den 700 Kilometer Richtungsfahrbahnen auf Brandenburger Autobahnen sind 125 Kilometer "mit gesichertem Erkenntnisstand" befallen, sagte Klein. Es gebe weitere 275 Kilometer Verdachtsflächen und 150 Kilometer mit "unklaren Merkmalen." Seitdem 2005 das Problem erstmals aufgetreten war, sind für 61 Millionen Euro inzwischen 90 Kilometer saniert worden. Und Sanierung bedeutet, so Klein, "dass der geschädigte Beton komplett entfernt werden muss". Zugleich bat Klein – gewissermaßen der "Herr der Straßen" Brandenburgs  – um Verständnis, dass der "Betonkrebs" Tempolimits auf der A10, A 13 und der A2 Richtung Hannover Tempolimits zur Folge hat. "Es ist leider mit Geschwindigkeitsbegrenzungen verbunden. Auf Tempo 120, 100, leider auch mal 80", sagte Klein. "Tempo 60 hatten wir noch nicht." Es sei aber zwingend nötig. "Es sind gefährliche Steinschläge möglich, wenn man dort mit höheren Geschwindigkeiten fährt."
Das Betonkrebs-Problem sei "ärgerlich", aber nicht zu ändern, sagte Ministerin Kathrin Schneider. Es müsse abgearbeitet werden. Ohnehin seien die zuletzt in den 90er Jahren erneuerten Autobahnen in Brandenburg zumeist turnusmäßig dran. Auch solche regulären Maßnahmen werden 2017 etwa auf der A 24 in der Prignitz oder der …

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Straßenverkehr + Flughäfen: Betonkrebs Wenn der BER öffnet, könnte die Zubringer-Autobahn ein Sanierungsfall sein – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/betonkrebs-wenn-der-ber-oeffnet–koennte-die-zubringer-autobahn-ein-sanierungsfall-sein-25573858

Berlin – Es wäre grotesk: Der Flughafen #BER ist endlich in #Betrieb – doch dafür  wird auf der Autobahn zwischen Berlin und Schönefeld gebaut. Genau das könnte aber im kommenden Jahr drohen, sofern der neue Hauptstadt-Airport dann schon am Netz ist. Denn auf der #A113 im Südosten Berlins wird es nicht nur im Sommer 2017, sondern auch im Sommer 2018 Baustellen geben.  Sie können nicht aufgeschoben werden, weil der Anlass  ernst ist: Die #Schönefeld-Autobahn hat Betonkrebs.

Es sind drei Buchstaben, die selbst hartgesottene, erfahrene Ingenieure frösteln lassen: #AKR – die Abkürzung für #Alkali-Kieselsäure-Reaktion. Sie bezeichnet einen Zersetzungsprozess, der Beton von innen heraus zerstört. Auf der Autobahn, die für Autos und Taxis die wichtigste Route von Berlin zum neuen Flughafen sein wird, hat diese chemische Reaktion vor Jahren eingesetzt – mit gravierenden Folgen. Risse und Schlaglöcher sind entstanden, die Fahrzeugen zusetzen und Motorradfahrern gefährlich werden können.
Erfahrungen aus der DDR nicht berücksichtigt

Dabei gibt es den Abschnitt zwischen Neukölln und Adlershof erst seit 2005, die Weiterführung nach Schönefeld wurde 2008 für den Verkehr freigegeben. Doch schon 2009, als das erste Teilstück kurz vor  Ende der Gewährleistungsfrist begangen wurde, entdeckten die Senatsleute Schäden in der Fahrbahn. Untersuchungen ergaben: Es handelt sich um Betonkrebs.

Dass die Autobahn aus Beton gebaut wurde, hat mehrere Gründe. Offenbar lag es nicht  nur daran, dass Beton heller als Asphalt ist. Ein Planer berichtete, dass Erfahrungen aus der DDR, in der viele Verkehrswege unter dem Zersetzungsprozess gelitten hatten,  in  bundesweiten Regelwerken nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. So musste der Senat bei seinen Ausschreibungen für die A 113 auch Angebote berücksichtigen, bei denen diese Gefahr nicht richtig adressiert wurde. Im Fall der Schönefeld-Autobahn begann ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren, das Jahre dauerte. Während dieser Zeit waren nur Notreparaturen erlaubt. Erst 2016 ging es zu Ende, und im Sommer konnte mit der Fahrbahnsanierung …

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