S-Bahn: AufgabentrĂ€ger muss Leistungen gemĂ€ĂŸ Regionalisierungsgesetz beim Verkehrsunternehmen bestellen

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=194

In der Auseinandersetzung zwischen dem Berliner Senat und der S-Bahn Berlin GmbH um den Abschluss eines neuen Verkehrsvertrages setzt S-Bahn-GeschĂ€ftsfĂŒhrer GĂŒnter Ruppert weiter auf eine zĂŒgige Einigung: „Berlin ist ohne seine S-Bahn nicht denkbar“!

„Wir wollen keine Konfrontation! Es kommt darauf an, dass beide Partner ihre Verpflichtungen erfĂŒllen. Wir wollen auch weiterhin unsere rund 1,2 Mio. FahrgĂ€ste tĂ€glich zuverlĂ€ssig befördern. Dazu ist es erforderlich, dass das Land Berlin als AufgabentrĂ€ger gemĂ€ĂŸ Regionalisierungsge-setz diese Leistungen bestellt. Nur ein entsprechender Verkehrsvertrag schafft die planerischen und finanziellen Voraussetzungen“, erklĂ€rt der S-Bahn-Chef.

Die finanzielle Notlage des Landes lĂ€sst Ruppert nicht gelten: „Der Bund stellt dem Land Berlin die fĂŒr eine Bestellung von Verkehrsleistungen bei der S-Bahn Berlin GmbH erforderlichen Mittel in voller Höhe zur VerfĂŒgung.“

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

You may also like

S-Bahn: Saisonstart fĂŒr traditionellen S-Bahn-Weihnachtszug

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=192

Weihnachtsmann wĂŒnscht sich: „Jetzt Gedichte lernen“

Die Strecken, Bahnhöfe und ZĂŒge der Berliner S-Bahn haben in den vergangenen Jahren ihr Gesicht komplett verĂ€ndert – nur eines bleibt wie es ist: Die jahrzehntelange Tradition des S-Bahn-Weihnachtszuges wird auch 2003 fortgesetzt. Vom 1. Advent bis zum 4. Advent ist der historische Zug aus den zwanziger Jahren vorweihnachtlich geschmĂŒckt in weiten Teilen des Streckennetzes unterwegs. In der Woche fĂ€hrt er fĂŒr Kindergartengruppen und Schulklassen; am Wochenende können Familien bei weihnachtlicher Musik die Fahrt auf den gemĂŒtlichen Holz- oder PolsterbĂ€nken genießen. Aufgrund der großen Nachfrage ist der Weihnachtszug in diesem Jahr tĂ€glich unterwegs.

Am kommenden Sonntag, 30. November, 12.09 Uhr, starten der Weihnachtsmann und sein Engel am S-Bf. Potsdamer Platz zur ersten Tour durch das (hoffentlich bald) winterliche Berlin. Die zweistĂŒndige Fahrt geht ĂŒber Friedrichstraße, Gesundbrunnen, einmal um den Ring herum nach Waidmannslust und anschließend auf direktem Weg zurĂŒck zum Potsdamer Platz. Um 15.09 Uhr ab Potsdamer Platz gibt es eine zweite Gelegenheit dabei zu sein. Vergleichbare Fahrten werden auch an den anderen Wochenenden vor Weihnachten angeboten. Kinder zahlen 3 € (4 bis 13 Jahre), Erwachsene sind mit 5 € dabei. An Bord werden Kakao, GlĂŒhwein und Stollen angeboten. Unterwegs ĂŒberrascht der Weihnachtsmann mit kleinen Geschenken. Achtung: Gedicht lernen nicht vergessen!“

Von montags bis freitags haben Kindergruppen und SchĂŒler bis zur
2. Klasse Gelegenheit, ihre Weihnachtsfeier im geschmĂŒckten Zug zu erleben. Tageweise unterschiedlich beginnen die Fahrten in Wannsee, am Treptower Park, Ostbahnhof oder Potsdamer Platz. An welchen Tagen noch PlĂ€tze frei sind, kann unter 030 / 29 74 33 33 erfragt werden. Verbindliche Anmeldungen sind nur schriftlich möglich (Infos in der aktuellen S-Bahn-Kundenzeitung „punkt3“ und im Internet unter www.s-bahn-berlin.de).

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

You may also like

Tarife: Semestertickets dĂŒrfen nicht laminiert (eingeschweißt) werden

http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/
folder/301/rewindaction/Index/archive/1/
year/2003/id/39801/name/
F%E4lschungen+von+Semestertickets

Seit Beginn des Wintersemesters sind verstĂ€rkt FĂ€lschungen des Semestertickets aufgetreten. Dazu gehörten unter anderem auch eingeschweißte Semestertickets. Diese Tickets wurden bei unseren Fahrscheinkontrollen eingezogen, denn das Laminieren von Fahrausweisen stellt nach §8 Abs.1 Nr. 4 der VBB-Beförderungsbedingungen eine VerĂ€nderung dar, die unzulĂ€ssig ist.

Dieser Fakt wurde allen am Semesterticket beteiligten Hochschulen und UniversitĂ€ten auch schriftlich mitgeteilt und sie wurden gebeten, die Studenten darauf hinzuweisen. Trotzdem wollen wir nicht „das Kind mit dem Bade“ ausschĂŒtten und werden mit dem heutigen Tag wie folgt vorgehen: eingeschweißte Semestertickets (die ja gleichzeitig auch Ausweise fĂŒr andere Institutionen sind) werden nicht mehr eingezogen. Allerdings wird die ÜberprĂŒfung dieser laminierten Ausweise sehr grĂŒndlich sein, weil wir sichergehen mĂŒssen, dass es sich nicht um FĂ€lschungen handelt.

Bei einem Verdacht, dass ein Ticket gefĂ€lscht wurde, muss es allerdings hier im GebĂ€udekomplex der Hauptverwaltung (Grunewaldstraße 1) vorgelegt werden. Diejenigen, die von Mitarbeitern der S-Bahn kontrolliert wurden, und bei denen gegebenenfalls eine FĂ€lschung vermutet wird, mĂŒssen zur S-Bahn Berlin GmbH (Invalidenstraße 19), um dort das Semesterticket ĂŒberprĂŒfen zu lassen.

Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) wird in Absprache mit den Berliner Verkehrsunternehmen noch einmal die UniversitĂ€ten und Fachhochschulen anschreiben und daran erinnern, dass die Semestertickets nicht laminiert werden dĂŒrfen. UnabhĂ€ngig davon haben wir das Problem erkannt und werden, gemeinsam mit dem VBB und der S-Bahn Berlin GmbH, nach Möglichkeiten suchen, das Problem in den Griff zu bekommen. Beispielsweise wĂ€re dankbar, dass die Humboldt UniversitĂ€t, die Freie UniversitĂ€t und die Fachhochschulen die praxisorientierte Variante der Technischen UniversitĂ€t ĂŒbernehmen. Die TU gibt nĂ€mlich schon jetzt Studentenausweise mit Fahrberechtigung als Plastikkarte heraus, so dass das Problem bei diesen Studenten gar nicht erst auftreten kann.

Datum: 13.11.2003

You may also like

S-Bahn: S-Bahn-Mitarbeiter stoppten falschen TriebfahrzeugfĂŒhrer

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=191

Staatsanwaltschaft ĂŒbernimmt Ermittlungen

Am Samstag, 1. November, ca. 16 Uhr, wurde am Bahnhof Bundesplatz eine mĂ€nnliche Person in den FĂŒhrerstand eines S-Bahn-Zuges eingelassen. Die TriebfahrzeugfĂŒhrerin hielt den mit S-Bahn-Weste und DB-Jacke bekleideten Mann fĂŒr einen Kollegen. Dieser ĂŒbernahm in ihrem Beisein die Steuerung des Zuges. Warum dies geschah, mĂŒssen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben.

Eine Aufsicht auf dem SĂŒdring der Berliner S-Bahn schöpfte Verdacht und meldete ihre EinschĂ€tzung der Betriebsleitstelle. FĂŒhrungskrĂ€fte des Unternehmens stellten den Mann daraufhin am S-Bf. Eichwalde. Da dieser weder eine Fahrtberechtigung noch einen Betriebsausweis vorweisen konnte, wurde der Mann dem Bundesgrenzschutz ĂŒbergeben. Er war auch nie zuvor Mitarbeiter des Unternehmens.

FahrgĂ€ste der S-Bahn waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, da die fahrtberechtigte TriebfahrzeugfĂŒhrerin wĂ€hrend der gesamten Fahrzeit mit im FĂŒhrerstand war. Daher kann weder von einer „EntfĂŒhrung“ noch einem „Kidnapping“ gesprochen werden. Alle S-Bahn-ZĂŒge sind durch eine Sicherung vor unbefugter Benutzung geschĂŒtzt. Neben einem entsprechenden SchlĂŒssel ist eine Chipkarte erforderlich, die der Legitimation bei Entgegennahme des Arbeitsauftrages dient.

Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der S-Bahn Berlin GmbH nimmt diesen Vorfall ernst und wird nach Vorlage des Ermittlungsergebnisses durch die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob bisherige Regelungen im Bereich des Fahrbetriebes verĂ€ndert werden mĂŒssen.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

You may also like

S-Bahn: Berlin feierte den Abschied seiner alten S-Bahn

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=190

S-Bahn-Chef Ruppert: „Wir haben ein wichtiges Sanierungsziel erreicht“
Mit Wehmut und einzelnen TrĂ€nen im Auge haben sich die Berliner und Brandenburger am ersten Novembersonntag von den klassischen Altbau-zĂŒgen der Berliner S-Bahn verabschiedet. Rund tausend Besucher ĂŒberzeugten sich in der Triebwagenhalle Erkner an der gleichnamigen Endsta-tion der Linie S3 noch einmal davon, was fĂŒr ein bewegtes Leben die Fahrzeuge hinter sich haben, die seit den zwanziger Jahren das Gesicht des beliebten Verkehrsmittels prĂ€gten. Bis zu 72 Jahre waren die Fahrzeuge im Einsatz. Jeder Wagen umrundete durchschnittlich 150mal den Erdball und legte dabei rund sechs Millionen Kilometer zurĂŒck.

Mit einer Inszenierung aus Film- und Toncollagen, Talkrunden und einem Live-Musik-Programm aus sieben Jahrzehnten erlebten die Besucher eine Abschiedsparty der besonderen Art. In der Triebwagenhalle waren zehn S-Bahn-ZĂŒge aus dem historischen Wagenpark aufgestellt. Jedes Fahrzeug hatte eine Dekoration erhalten, die Epochen und Ereignisse in der S-Bahn-Geschichte noch einmal visuell erlebbar machte. Die enge VerknĂŒpfung mit dem Schicksal Berlins trat deutlich zutage: Ob Olympiade 1936, Nachkriegszeit, Mauerbau, Weltfestspiele der DDR oder S-Bahn-Stilllegungen in West-Berlin – vielen Besuchern kamen persönliche Erinnerungen. Als TalkgĂ€ste waren u.a. der S-Bahn-Historiker Peter Bley und der ehemalige S-Bahn-Chef Axel Nawrocki erschienen.

Souvenirs aus der alten S-Bahn fĂŒrs heimische Wohnzimmer

FĂŒr Eisenbahnfans gab es neben der Triebwagenhalle einen BahnMarkt, auf dem sich SouvenirhĂ€ndler, Vereine und VerbĂ€nde prĂ€sentierten. Aus einem ausgemusterten Altbauzug konnten Fans Originalteile vom TĂŒrgriff, ĂŒber die Sitzbank bis zur Warnlampe erwerben. Die Einnahmen aus der Veranstaltung kommen komplett dem Erhalt der historischen Fahrzeuge zugute.

S-Bahn-GeschĂ€ftsfĂŒhrer GĂŒnter Ruppert kam direkt aus dem FĂŒhrerstand des jĂŒngsten Kindes der S-Bahn-Fahrzeugflotte auf die BĂŒhne – einem erst vor wenigen Tagen in Dienst gestellten Zug. Ruppert freute sich ĂŒber das große Interesse der Berliner an ihrer S-Bahn: „Wir sind mit unseren Fahrzeugen in der Zukunft angekommen! Nun gilt es, den Sanierungsprozess im Bereich der Infrastruktur weiter voranzutreiben.“ Bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 soll in der Grunderneuerung der S-Bahn ein weiteres Etappenziel erreicht sein.

Am Sonntagvormittag setzte die S-Bahn Berlin GmbH noch einmal in weiten Teilen ihres Netzes vier ZĂŒge der Baureihe 477 ein. Die FahrgĂ€ste nutzten zahlreich die Gelegenheit, auf individuelle Weise Abschied zu nehmen. Viele machten Erinnerungsfotos, andere genossen schlicht und einfach das FahrgefĂŒhl der Vergangenheit und den Klang der Fahrmotoren von einst.

Um 17.22 Uhr endete die letzte Fahrt der alten S-Bahn

Höhepunkt des Tages waren die offiziellen Abschiedsfahrten am Nachmittag. Um 16.23 Uhr und 16.28 Uhr starteten die letzten beiden AltbauzĂŒge zur Fahrt ĂŒber Ostbahnhof nach Schöneweide, wo sie um kurz vor halb sechs eintrafen. Damit endete am Abend des 2. November 2003 die Ära der alten Berliner S-Bahn!

Bis Mitte nĂ€chsten Jahres werden insgesamt 1000 neue Wagen den Fuhr-park der Berliner S-Bahn weiter verjĂŒngen. Ein großer Teil ist bereits eingetroffen und hat das Durchschnittsalter der im Bestand befindlichen Fahrzeuge auf nunmehr sechs Jahre reduziert. Zum Vergleich: Im Jahr 1994 waren die S-Bahn-Wagen durchschnittlich 43 Jahre alt.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

You may also like