Seit Jahren liegt die wichtige #U-Bahn-Verbindung still, sie ist #baufällig. Der Neubau wird teuer. Doch jetzt stellt der Senat klar: Es gibt keine Alternative.
Es ist ein #U-Bahn-Tunnel, den kaum jemand kennt. Das ist auch kein Wunder, denn der #Waisentunnel unweit der #Jannowitzbrücke in Mitte dient nicht dem #Fahrgastverkehr. Der Tunnel zwischen der #U5 und #U8 gilt als wichtig, um Züge zu tauschen oder in die #Werkstatt zu bringen. Seit 2017 darf die #Flussunterquerung aber nicht mehr befahren werden, und die #Betonkonstruktion gilt als Gefahr für Schiffe auf der Spree. Das Bauwerk abzureißen und neu zu bauen, dürfte teuer werden. Doch es gibt wohl keine sinnvolle Alternative. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg hervor, die der Berliner Zeitung vorliegt.
Frage 1: Wie häufig müssen #Fahrzeuge zwischen der U-Bahnlinie der #U5 und den anderen Großprofillinien #ausgetauscht werden? Wie lange sind hierfür gewöhnlich die Vorlauf- bzw. Planungszeiten? Antwort zu 1: Die BVG teilt hierzu mit: „Im Jahr 2021 wurden 64 Wagen zwischen den #Werkstätten#Britz Süd und der #Betriebswerkstatt#Friedrichsfelde mittels Tieflader über die Straße ausgetauscht. Die Vorlauf- bzw. Planungszeit beläuft sich auf ca. 4 Wochen.“
Vor einem Jahr ist das Berliner #U-Bahnnetz um ein prominentes Stück gewachsen. Am 4. Dezember 2020 ging der #Lückenschluss der #U5 zwischen #Alexanderplatz und #Brandenburger Tor in Betrieb. Nahezu im Zeitplan und im Kostenrahmen war mitten unter dem bekanntesten Boulevard der Stadt eine neue Verkehrsverbindung samt neuen Umsteigemöglichkeiten entstanden.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (#BVG) führen im November auf mehreren U-Bahn-Strecken #Bauarbeiten durch, weshalb Fahrgäste mit Einschränkungen rechnen müssen. Betroffen sind die Linien #U6 und #U7, auf der Linie #U5 dauern die bereits im Oktober begonnenen Arbeiten weiter an.
Die Berliner Verkehrsbetriebe machen sich auf der U-Bahnlinie #U5 zwischen den Bahnhöfen #Tierpark und #Biesdorf-Süd an rund 230 Meter #Gleis. Von Montag, den 11. Oktober 2021 zirka 01:30 Uhr bis Freitag, den 21. November 2021 zirka 03:30 Uhr werden neben den Gleisen auf der Rampe auch die Strom- und #Fahrschienen, die #Gleisschwellen sowie der #Gleisschotter erneuert. Gleichzeitig werden am U-Bahnhof #Wuhletal die vorhandenen Holzschwellen ausgetauscht und die #Bahnsteige saniert.
Die #Bauingenieure hatten gehofft, dass sie um einen #Abriss herumkommen. Doch nun ist klar: Der #Waisentunnel unter der #Spree kann nicht mehr saniert werden. Das unterirdische Bauwerk, das sich nicht weit von der Jannowitzbrücke in Mitte befindet, muss abgetragen werden. „Es wird einen #Neubau geben“, sagte Petra Nelken, Sprecherin der landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe (#BVG), der Berliner Zeitung. Absehbar ist, dass das Projekt baulich anspruchsvoll und teuer wird. Nelken sprach von einer zweistelligen Millionensumme. Doch eine Alternative sieht man bei der BVG nicht, denn der 865 Meter lange Waisentunnel ist ein wichtiger Teil des U-Bahn-Netzes.
Die Berliner Verkehrsbetriebe erneuern einen weiteren #Abschnitt der #U-Bahnlinie 5. Zwischen den U-Bahnhöfen #Hönow und #Hellersdorf werden bestehende Gleise erneuert sowie mehrere Weichen und Holzschwellen ausgetauscht. Am 30. August 2021, zirka 3:30 Uhr geht es mit den Arbeiten los und am Freitag, den 8. Oktober 2021, zirka 20:00 Uhr wird der #Gleisoberbau fertig gestellt und befindet sich damit auf den neuesten Stand.
Im Beisein tausender Stars haben die #BVG und ihre #Projekt GmbH heute Mittag um kurz nach 11 Uhr die Tore des neuen U-Bahnhofs #Museumsinsel für alle Fahrgäste geöffnet. Damit ist nun auch der letzte der drei neuen #U5-Bahnhöfe ans Netz gegangen. Täglich werden dort rund 15.000 Menschen ein- und aussteigen. Ein besonderer Hingucker des Bahnhofs ist der aus 6.662 Lichtpunkten bestehende #Sternenhimmel.
Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Der neue #Bahnhof Museumsinsel setzt die historische Mitte Berlins mit seinem wunderbaren Sternenhimmel neu in Szene. Wir haben nicht nur die Möglichkeit, an diesem bedeutsamen Ort Berlins ein- und auszusteigen, sondern der neue Bahnhof zeigt auch, dass Baukunst und der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs an dieser Stelle ausgezeichnet zusammenspielen. Dieses Verkehrsprojekt bereichert unsere Stadt ästhetisch wie verkehrstechnisch.“
Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Mit der Fertigstellung des U-Bahnhofs Museumsinsel gewinnt die Linie U5 noch mehr an Attraktivität. Dieser außergewöhnliche Bahnhof bietet eine bessere Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten in Berlins historischer Mitte. Trotz der Corona-Krise steht der U-Bahnhof früher als erwartet den Berlinerinnen und Berlinern sowie den Gästen unserer Stadt zur Verfügung, das ist eine tolle Leistung.“
Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz:
„Die letzte Station der U5 wird eröffnet – und sie ist einer der schönsten überhaupt: Man kann im U-Bahnhof Museumsinsel nun tatsächlich in den Sternenhimmel schauen. Insofern trägt dieser Ort im Herzen der Stadt dazu bei, dass der ÖPNV zu einem Anziehungspunkt wird. Die gesamte Linie vom östlichen Stadtrand in Marzahn-Hellersdorf bis zum Hauptbahnhof ist vollendet, die hochattraktive, schnelle Verbindung von Hönow bis zur neuen Mitte steht. Berlinerinnen und Berliner auf dem Weg zur Arbeit werden das ebenso zu schätzen wissen wie die Gäste unserer Stadt.“
Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: „Mit der Eröffnung des U-Bahnhofs Museumsinsel haben wir nicht nur den Lückenschluss vollendet, sondern auch wieder einmal unser Verkehrsangebot verbessert. Dank der einzigartigen Architektur des Bahnhofs, ist Berlins historische Mitte außerdem nun um eine Sehenswürdigkeit reicher.“
Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Rund 125 Jahre nach dem ersten Spatenstich an der heutigen U1, haben wir am Bahnhof Museumsinsel gezeigt, was sich in dieser Zeit im U-Bahnbau getan hat. Ein Bahnhof in einem riesigen Eiskörper unterhalb der Spree zu bauen, ist nicht weniger als ein bautechnisches Meisterwerk.“
Max #Dudler, Architekt des Bahnhofs: „Unser architektonisches Thema ist vom Fehlen des natürlichen Lichts unter der Erde abgeleitet: die ewige Nacht. Darum haben wir die zwei gewölbten Bahnsteigtunnel in Anlehnung an das historische Bühnenbild für die Zauberflöte von Karl Friedrich Schinkel in einem leuchtenden Ultramarinblau gestaltet. 6.662 Lichtpunkte lassen den Tunnel wie einen gewölbten Sternenhimmel erstrahlen. Der Rückgriff auf Schinkels Theateridee ist zugleich eine Referenz an den klassizistischen Geist, der die Gebäude an diesem Ort in der Stadt prägt.“
Der Himmel unter Berlin
Der neue Bahnhof liegt an der namensgebenden Museumsinsel, unterhalb des Spreekanals. Aufgrund der besonderen Lage konnten nur die beiden Bahnhofsenden in offener Bauweise hergestellt werden. Der gesamte #Bahnsteigbereich musste im Schutz eines riesigen #Eiskörpers im #bergmännischen Verfahren hergestellt werden. Der 28.000 Kubikmeter große #Frostkörper entstand mittels aufwändiger Vereisungsbohrungen und -37° Celsius kalter Kalziumchlorid-Sole. Die Wände und Säulen sind in blauem #Granit aus dem Fichtelgebirge gehüllt. Bilder der Museumsinsel zieren die Flächen hinter dem Gleis. Der Bahnhof verfügt über vier Ein- und Ausgänge. Zwei vor dem #Humboldt-Forum im Neuen #Schloss und je einer vor dem #Kronprinzenpalais und dem Deutschen Historischen #Museum. An diesen und den Zwischenebenen wurde zum #Lückenschluss im vergangenen Dezember noch gearbeitet, fuhren die Züge der #U5 bis heute ohne Halt durch den Bahnhof.
Der neue #U-Bahnhof #Museumsinsel ist am Freitag eröffnet worden, insgesamt ist es die 175. Station im Berliner U-Bahn-Netz. Bereits seit vergangenem Dezember ist die #U5 über den Alexanderplatz hinaus bis zum Brandenburger Tor unterwegs, durch den Bahnhof Museumsinsel ist sie bislang aber durchgefahren, weil die Bauarbeiten dort noch andauerten. Das ändert sich nun. Zur #Eröffnung stellt die Berliner Morgenpost die sechs wichtigsten Fakten vor, die Sie über neuen Bahnhof wissen sollten:
Lage: Mit dem U-Bahnhof Museumsinsel kommt zwischen den 2020 eröffneten U5-Stationen Rotes Rathaus und Unter den Linden ein neuer Halt hinzu. Er befindet sich südlich der #Schlossbrücke, in 16 Meter Tiefe direkt unter dem #Spreekanal. Attraktiv sein dürfte der Bahnhof vor allem auch für Besucher der Stadt – im nahen Umfeld liegen unter anderem das Deutsche Historische #Museum, der Berliner #Dom und der #Lustgarten sowie das #Humboldt Forum. Laut der BVG Projekt GmbH gilt die Station deshalb auch als „#Kulturbahnhof“.
U-Bahnhof Museumsinsel: #Architekturwettbewerb bereits 1998 entschieden Herausforderung: Was den Bau des Bahnhofs besonders herausfordernd machte, ergibt sich auch durch die Position unter dem Spreekanal und die Nähe zu den genannten Gebäuden. Um den Bau im nassen Untergrund stabilisieren zu können, musste beispielsweise zunächst der Boden weiträumig #eingefroren werden. Mit 105 Meter langen #Eislanzen rund um den Bohrtunnel wurde eine 28.000 Kubikmeter umfassende Bodenmasse dauerhaft #gefrostet – damit soll sogar ein Europarekord für den innerstädtischen Bereich …
Es kommt nicht häufig vor, dass in Berlin ein neuer #U-Bahnhof eröffnet wird. Am nächsten Freitag wird es einen dieser seltenen Anlässe geben, und einen speziellen noch dazu: Die Station #Museumsinsel wird für den #Fahrgastverkehr freigegeben.
Als #Nachzügler und letzter Bahnhof des als „#Lückenschluss“ bezeichneten Projekts zur Verlängerung der #U5 vom #Alexanderplatz zum #Hauptbahnhof geht nun auch die Haltestelle in Berlins historischer Mitte ans Netz. Es wird für viele Jahre die letzte Eröffnung eines neuen U-Bahnhofs in der Hauptstadt sein. Weitere sind noch nicht beschlossen.
Nicht nur das und die ausgesprochen prominente Lage umgeben von #Humboldt-Forum, Berliner #Dom und den berühmten #Museumsbauten machen die Station zu etwas Besonderem. Auch die Gestaltung des Baus selbst ragt aus dem Gros der meisten Stationen heraus: Wer künftig an der Museumsinsel aussteigt, steht unter einem tiefblauen #Gewölbe. Dadurch und durch insgesamt 6662 #Lichtpunkte an der Decke entsteht der Eindruck eines Sternenhimmels unter der Erde.