Peter #Bijvelds legt sich mit den Mächtigen der Busbranche an: Seine erst zehn Jahre junge Firma #Ebusco hat bereits 200 #Elektrobusse im Einsatz. Weitere 200 stehen im Orderbuch, während etablierte Branchenführer die Produktion gerade erst hochfahren oder mit ihrem elektrischen Erstling auf Roadshow gehen.
#Daimler, #MAN, die niederländische #VDL und die polnische Firma #Solaris dominierten lange das Geschäft mit #Stadtbussen – bis die Klimakrise kam und mit ihr die Frage, ob dieselgetriebene Fahrzeuge eigentlich noch zeitgemäß sind. Allein in Deutschland sind 33.000 davon im öffentlichen Nahverkehr unterwegs. Ein gewaltiges Potenzial.
Das sehen auch Newcomer in der traditionsreichen Branche wie der Niederländer Bijvelds. In der Diesel-Ära gaben Daimler und Co. den Ton an. Jetzt fahren Unternehmen wie Ebusco vorneweg – technologisch jedenfalls. Konkurrenten und Marktexperten halten Bijvelds‘ noch relativ kleines Unternehmen aus #Deurne nahe Eindhoven derzeit jedenfalls für einen der innovativsten #Elektrobushersteller …
Da kommt eine Menge Arbeit auf die Planer und Bauleute zu. In den Ostbezirken muss die #U-Bahn für rund 190 Millionen Euro saniert werden, für die Westbezirke beziffert der Berliner #Nahverkehrsplan den Instandhaltungs-Rückstand sogar auf 1,55 Milliarden Euro.
Was bedeutet das für die Fahrgäste? An den Stationsprojekten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) lässt sich das illustrieren. Uwe #Kutscher, Chef der Abteilung Bautechnische Anlagen, gibt einen aktuellen Überblick.
#Schönleinstraße
Die 1927 eröffnete Kreuzberger Tunnelstation ist vom selben Typ wie der U-Bahnhof #Leinestraße in Neukölln, in dem einst #Fliesen von den Wänden und Betonbrocken von der Decke fielen. Auch der #U-Bahnhof Schönleinstraße ist marode, was für die Deckenkonstruktion Abriss und Neubau heißt.
Beim Projekt „#Lückenschluss #U5“ beginnt das Jahr 2020 so, wie es auch enden soll: Mit einem Festakt aufgrund einer
außergewöhnlichen Leistung. Ende des Jahres wird die Inbetriebnahme der Strecke und die Eröffnung der U-Bahnhöfe #Rotes Rathaus und #Unter den Linden gewürdigt. Heute wurde am U-Bahnhof #Museumsinsel#Richtfest gefeiert: Ein
Rohbau der Rekorde wurde nach fast acht Jahren Bauzeit fertiggestellt. In den vergangenen Jahren waren unzählige
Experten Tag und Nacht beschäftigt, um zunächst einen 28.000 Kubikmeter großen #Eiskörper aufzufrieren, den
Bahnsteigbereich im Schutz dieses Eiskörpers bergmännisch herzustellen und einen wasserdichten Rohbau des UBahnhofs
unter den #Spreekanal und den Boulevard Unter den Linden zu bauen. Dieses äußerst aufwändige Vorgehen
war aufgrund der Lage des U-Bahnhofs notwendig geworden.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, würdigte die Leistung der vielen Projektbeteiligten: „Die
Fertigstellung des Rohbaus in diesem fordernden Untergrund mitten in Berlin, direkt an der Museumsinsel, nötigt mir
großen Respekt ab. Nun ist ein großer Schritt gemacht, um hier den Entwurf des Architekten Max Dudler mit seinem
wunderbaren Sternenhimmel zu realisieren. Gleichzeitig ist es ein großer Schritt mit Blick auf die Inbetriebnahme der
Strecke am Ende dieses Jahres.“ Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), dankte den
Bauleuten und hob deren besondere Leistung der hervor: „Sie haben Mut bewiesen und dank hervorragender
Fachkenntnis dieses wahrlich herausfordernde Bauvorhaben mitten in unserer Stadt einen weiteren großen Schritt
vorangebracht. Sie tragen dazu bei, dass unsere 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tagtäglich unsere Stadt im
wahrsten Sinne des Wortes bewegen, schon bald eine weitere hervorragende U-Bahnverbindung zum Wohle unserer
Fahrgäste anbieten können. So rechnen wir allein für die neue U5 mit täglich über 150.000 Fahrgästen. Und für die
Zukunft wissen wir: Nur ein an den vielseitigen Mobilitätsinteressen der Berliner Bevölkerung orientierter Öffentlicher
Nahverkehr kann und wird die richtige Antwort für unsere Umwelt und eine lebenswerte Metropole sein.“
Schon bei der Begrüßung machten Ute Bonde und Jörg Seegers, die Geschäftsführer der BVG Projekt GmbH, die ca.
160 geladenen Gäste – davon viele Projektbeteiligte – auf die besondere Teamleistung aufmerksam: „Dieser Rohbau
war ein Kraftakt von unzähligen Beteiligten. Wir und Sie haben das manchmal unmöglich Scheinende möglich gemacht.“
Henning Schrewe, Geschäftsführer des ausführenden Baudienstleisters Implenia Construction GmbH, betonte: „Ich
freue mich, dass wir auf dieser technisch schwierigen Baustelle einmal mehr von unserer Kompetenz überzeugen
konnten sowie von den Vorteilen unserer interdisziplinären Zusammenarbeit: Unsere Einheiten Tunnelbau,
Spezialtiefbau und Ingenieurbau arbeiteten hier Hand in Hand. Der Erfolg ist zudem auch dem stets konstruktiven und
lösungsorientierten Austausch mit der BVG Projekt GmbH zu verdanken – anders wäre die Umsetzung einer
innerstädtischen Baumaßnahme dieser Größenordnung kaum möglich gewesen.“ Der Stolz auf diese Leistung war auch
Herbert Herold, als Oberpolier seit dem Jahr 2013 eine der prägenden Beteiligten am Rohbau des U-Bahnhofs, beim
Richtspruch deutlich anzumerken.
Der U-Bahnhof Museumsinsel ist aufgrund seiner Lage der technisch herausforderndste U-Bahnhof im Rahmen des
„Lückenschluss U5“: Nach der Durchfahrt der Tunnelvortriebsmaschine „Bärlinde“ mussten um die Tunnelröhren herum
zunächst 95 105 Meter lange horizontale Bohrungen durchgeführt werden, um die Vereisungslanzen in den Boden zu
bringen. Der 28.000 Kubikmeter große Frostkörper wurde aufgefroren, indem eine -37°C Grad kalte
Kalziumchloridlösung in einem geschlossenen Kühlkreislauf durch die Vereisungslanzen gepumpt wurde. Erst danach
konnte der Bahnsteigbereich im Schutz des Eiskörpers hergestellt werden. Dabei wurde die Stabilität des Frostkörpers
stets durch Tausende Temperaturmesspunkte überwacht. Nach Betonage der Innenschale wurde der Frostkörper
mittels Fernwärme kontrolliert aufgetaut, so dass die Dichte des Rohbaus direkt überprüft werden konnte. Trotz
minutiöser Planungen im Vorfeld ergaben sich bei all diesen Schritten immer wieder baugrundbedingte
Herausforderungen, für die neue technische Wege und Lösungen gefunden werden mussten.
DATUM
Berlin, den 10.2.2020
www.projekt-u5.de
Seit November 2019 läuft parallel zu den abschließenden Rohbauarbeiten der Ausbau, der durch die Berliner Firma Bleck & Söhne ausgeführt wird.
Der Gleisbau ist bereits abgeschlossen. Um den Ausbau in der erforderlichen Qualität durchführen zu können, konzentrieren sich die Ausbauarbeiten
zunächst auf die Herstellung der Bahnsteigebene mit dem von dem Schweizer Architekten Max Dudler ersonnenen „Sternenhimmel“. Auch mit dieser
Konstruktion wird ingenieurstechnisches Neuland betreten.
Mit dem neuen U-Bahnhof Museumsinsel werden zahlreiche kulturelle Highlights in Berlins Mitte wie das Humboldt Forum im Neuen Schloss, der
Berliner Dom, das Deutsche Historische Museum und die zahlreichen Museen der Museumsinsel direkt mit der U-Bahn erreichbar.
Der „Lückenschluss U5“ führt die U5 (U Hönow <> S+U Alexanderplatz) mit der 2009 eröffneten U55 (S+U Brandenburger Tor <> S+U Hauptbahnhof)
zusammen. Das Großprojekt umfasst 2,2 Kilometer Tunnel und drei neue U-Bahnhöfe zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor: Rotes
Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden. Die Inbetriebnahme der Gesamtstrecke ist für Ende 2020 geplant. Dann können die Fahrgäste der
verlängerten U-Bahnlinie 5 ohne umzusteigen von Hönow bis Hauptbahnhof durchfahren. Jedoch halten die U-Bahnen zunächst einmal nicht am UBahnhof
Museumsinsel. Die Zugänge und Verteilerebenen werden bei laufendem Betrieb hergestellt; der U-Bahnhof wird voraussichtlich im Sommer
2021 eröffnet.
Das Großprojekt steht unter der Leitung der BVG Projektgesellschaft, einer 100-prozentigen Tochter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die bis zum
1.1.2020 als „Projektrealisierungs GmbH U5“ firmierte.
Für Rückfragen:
BVG Projekt GmbH
Dr. Stephanie Niehoff
Sprecherin / Referentin für Kommunikation & Anliegermanagement
Tel.: +49 30 256 27861
stephanie.niehoff@projekt-u5.de
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:
Wie viele #Verkehrsunfälle wurden in Berlin im Jahr 2019 von der Polizei registriert (Gesamtzahl sowie jeweils für die Direktionen 1 bis 6)?
Zu 1.:
Die Daten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Direktion
Verkehrsunfälle
Dir 1
22.749
Dir 2
28.250
Dir 3
20.585
Dir 4
26.457
Dir 5
24.650
Dir 6
24.615
Gesamtergebnis
147.306
(Stand: 03.02.2020)
Wie viele der unter aufgelisteten #Unfallfluchten wurden von der Polizei im Jahr 2019 aufgeklärt (Gesamtzahl sowie jeweils für die Direktionen 1 bis 6)?
Zu 2.:
Die Daten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Das wichtigste Detail zuerst: 6662 #Lichtpunkte werden im #U-Bahnhof #Museumsinsel erstrahlen. 6662 kleine Sterne an einem #ultramarinblauen#Himmel, zu dem die Decke der #Tunnelstation gestaltet wird. „In zwei bis drei Wochen wird damit begonnen, die Konstruktion zu montieren“, sagt der Architekt Max #Dudler, der den Bahnhof an der Verlängerung der U-Bahn-Linie #U5 in Mitte entworfen hat. „Viele Besucher werden wegen des Sternenhimmels hierherkommen“, hofft er.
Noch ist viel Fantasie nötig, um sich vorzustellen, wie es in der Station mehr als 16 Meter unter dem #Spreekanal aussehen wird. Max Dudler, architektengemäß schwarz gekleidet, steht auf dem nackten Beton des künftigen Bahnsteigs. Die Gleise, auf denen die U-Bahnen zum Hauptbahnhof und nach #Hönow halten werden, liegen zwar schon. Vielerorts wird aber noch gearbeitet.
Am Montag wurde eine wichtige Etappe gefeiert: Der #Rohbau ist fertig. Vor der Kulisse der Schlossbaustelle zog ein Kran den hoch. Wegen des war die Feier nach unten ins Zwischengeschoss des künftigen U-Bahnhofs verlegt worden. Dort trug Oberpolier Herbert Herold „mit Gunst und Verlaub“ den Richtspruch vor und leerte mit zwei Kollegen zügig eine kleine Flasche Schnaps. Aber es gab ja auch wirklich etwas zu feiern: Acht Jahre nach dem Baustart kann nun der Ausbau des U-Bahnhofs Museumsinsel …
Regionalverkehr der DB in NRW ist ebenfalls eingestellt Einschränkungen auch in anderen Bundesländern
Aufgrund steigender Windstärken und zahlreicher #Streckenunterbrechungen durch das #Sturmtief „Sabine“ hat sich die Deutsche Bahn dazu entschlossen, nach und nach alle #Fernverkehrszüge bundesweit an geeigneten Bahnhöfen enden zu lassen.
Außerdem wurde der Regionalverkehr der DB in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Auch in anderen Regionen Deutschlands kommt es durch das Sturmtief zu zum Teil größeren Einschränkungen im Regionalverkehr. Mehrere Strecken sind gesperrt, oder verminderte Höchstgeschwindigkeiten führen zu längeren Fahrzeiten. Der Schwerpunkt der Einschränkungen liegt derzeit im Nordwesten und Westen Deutschlands.
Das Sturmtief soll laut Wettervorhersagen auch über andere Bundesländer ziehen. Wir rechnen im Verlauf des Abends auch in weiteren Regionen mit Streckenunterbrechungen und Einschränkungen im #Eisenbahnverkehr.
Die DB tut alles dafür, die Reisenden an den Bahnhöfen bestmöglich zu betreuen und zu informieren. Hierfür hat die DB Bereitschaften zusammengezogen und das Personal in den Bahnhöfen verstärkt. An großen Knotenbahnhöfen werden #Aufenthaltszüge für Reisende bereitgestellt.
Für Informationen zur aktuellen Lage im Zugverkehr hat die Deutsche Bahn eine kostenlose #Sonder-Hotline eingerichtet: 08000 99 66 33. Die DB empfiehlt allen Kunden, sich über die DB-Auskunftsmedien www.bahn.de/aktuell, dem DB Navigator sowie unter bahn.de zu informieren.
Frage 1:
Teilt der Senat die Auffassung, dass zur Bewältigung des steigenden Verkehrsbedarfs auf der #Ostbahn der #Takt von Berlin bis Müncheberg von 60 Minuten auf 30 Minuten verdichtet werden muss und dass dazu im
Bereich zwischen Biesdorfer Kreuz und Mahlsdorf ein #zweigleisiger Abschnitt erforderlich ist, auf dem sich
die Züge während der Fahrt ohne Wartezeiten begegnen können?
Antwort zu 1:
Der Verkehrsvertrag, über den die Verkehrsleistung der #RB26 erbracht werden, wird im
Jahr 2024 neu vergeben. Im Rahmen der Neuausschreibung wird berücksichtigt, in
welchem Rahmen bereits auf der vorhandenen Infrastruktur eine Verdichtung des
Fahrplanangebotes umsetzbar ist.
Der Senat hat im Rahmen der Anmeldungen zum #Bundesverkehrswegeplan 2030 den #zweigleisigen#elektrifizierten#Ausbau der Ostbahn im Abschnitt #Biesdorfer Kreuz bis #Landesgrenze Berlin/Brandenburg ins Verfahren eingebracht. Die Einbindung in die #Bedarfsprojekte der Bundesregierung wurde jedoch im Verfahren abgelehnt. Aufgrund der
Langfristigkeit der Umsetzung des zweigleisigen elektrifizierten Ausbaus der Ostbahn liegt
noch keine Detailplanung vor.
2
Frage 2:
Ist dem Senat bekannt, dass die Deutsche Bahn AG im Rahmen der Bauarbeiten für ein #elektronisches
Stellwerk auf der freien zweiten #Gleisachse einen #Kabelkanal errichtet?
Antwort zu 2:
Ja, das ist dem Senat bekannt.
Frage 3:
Inwiefern wurde der Senat darüber seitens der DB AG informiert?
Antwort zu 3:
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
„Der Senat wurde im Rahmen des Planrechts-/Plangenehmigungsverfahren über die
beiden Vorhaben
· Neubau des Elektronischen Stellwerks (ESTW) auf der S5 Ost (ESTW S-Bahn)
· ESTW Berlin-Lichtenberg (Fernbahn), 4. Baustufe, Bahnhof Kaulsdorf
Eingleisstelle im Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin
beteiligt.
Der Planrechtsbeschluss zum ESTW S5 Ost (S-Bahn) wurde am 21.03.219 erteilt.
In der Planrechtsunterlage ist die neue Kabelgefäßanlage im Bereich des Bahnhofs
Kaulsdorf zwischen den beiden F-Bahn-Gleisen 3 und 5 (und somit in der Lage des alten
nicht mehr vorhandenen Gleises 4) dargestellt.
Der Planrechtsbeschluss des ESTW 4. Baustufe (Fernbahn) – erteilt am 21.03.2019 –
enthält im Wesentlichen die Ergänzung der Kabelkanalanlage aus dem Verfahren „S5 Ost“
für die Belange der Fernbahn und die Errichtung einer Eingleisstelle im Bahnhof
Kaulsdorf.“
Frage 4:
Welche Erkenntnisse hat der Senat darüber, dass die #Wiedererrichtung des zweiten Gleises dadurch
erschwert, verteuert oder verzögert wird?
Antwort zu 4:
Im Zuge des zweigleisigen elektrifizierten Ausbaus ist eine Umverlegung des Kabelkanals
nötig, da die Leit- und Sicherungstechnik ohnehin an die dann neue Situation angepasst
werden muss. Die zwischenzeitliche Nutzung der Gleisachse des 2. Gleises ist daher
hinnehmbar.
Frage 5:
Warum wird der neue Kabelkanal nicht auf der genügend großen Fläche südlich der Gleise angelegt?
Antwort zu 5:
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
„Die Wiedererrichtung des 2. Gleises war zum Zeitpunkt der Planerstellung (2016-2018)
und ist bis heute bei der DB Netz AG nicht bestellt. Die Kabelkanalanlagen werden in der
Regel gleisnah errichtet, um die Anbindungen an die Außenelemente (Weichen, Signale,
3
Achszähler) möglichst platzsparend und auf Bahngelände zu ermöglichen. Nur so können
die Auswirkungen bei der Errichtung der Kabelkanalanlagen (Rodung von Vegetation im
Randbereich, Inanspruchnahme Flächen Dritter, Grunderwerb) in einem vertretbaren
Rahmen gehalten werden.
Für das ESTW S5 Ost (S-Bahn) kommt noch ergänzend hinzu, dass aufgrund der engen
Platzverhältnisse die Hauptkabeltrasse zwischen den Fernbahn-Gleisen und nicht
bahnlinks der S-Bahn errichtet werden musste. Unter Berücksichtigung der örtlichen
Verhältnisse sowie mit dem Ziel der Reduzierung der notwendigen Querungen erfolgte die
Planung zwischen den F-Bahn-Gleisen.“
Frage 6:
Welche Vorstellungen hat der Senat im Zusammenwirken mit der Deutschen Bahn AG, künftig die
Zweigleisigkeit der Ostbahn im Bereich des Bahnhofs Kaulsdorf herzustellen?
Antwort zu 6:
Der Senat hält weiterhin an der Planung fest und wird im Prozess zur Aufstellung eines
Folge-Bundesverkehrswegeplans das Vorhaben erneut für eine Aufnahme in die
Bedarfsplanprojekte des Bundes vorschlagen.
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
„Der Bahnhof Kaulsdorf hat heute neben den beiden Streckengleisen der S-Bahn zwei FBahngleise. Eine Bestellung seitens des Landes Berlin die Zweigleisigkeit über den
Bahnhof Kaulsdorf hinaus in Richtung Biesdorfer Kreuz bzw. Mahlsdorf auszubauen, liegt
der DB Netz AG bisher nicht vor. Sobald diese Bestellung vorliegt, ist ein komplexer
Ausbau zur Herstellung der Zweigleisigkeit erforderlich, der dann auch mit
Kabelumverlegung verbunden sein wird.“
Frage 7:
Wie wird die Notwendigkeit beurteilt, die Bauarbeiten vor dem Hintergrund der dargelegten Probleme vorerst
zu stoppen und eine Umplanung zu veranlassen, um Mehrkosten, Zeitverzögerungen und eventuelle
Betriebseinschränkungen beim nochmaligen Umbau zu vermeiden?
Antwort zu 7:
Vor dem Hintergrund der Langfristigkeit der Realisierung des zweigleisigen elektrifizierten
Ausbaus der Strecke ist ein Stoppen der aktuellen Bauarbeiten nicht zielführend. Die
Erneuerung der Stellwerkstechnik in dem Abschnitt war zwingend erforderlich, um die Leitund Sicherungstechnik der S-Bahn an die heutigen Bestimmungen anzupassen und die
Betriebsgenehmigung des S-Bahn-Netzes aufrecht zu erhalten.
Die DB AG teilt hierzu Folgendes mit:
„Für beide ESTW-Maßnahmen wurde die Hauptkabeltrasse bereits errichtet und die
Kabelverlegung hat begonnen bzw. wurde schon abgeschlossen.
Für das ESTW 4. Baustufe (Fernbahn) hat die Firma Siemens bereits in 12/19 mit der
Ausrüstung begonnen. Für das ESTW S5 Ost (S-Bahn) startet die Firma Siemens mit der
Ausrüstung in 02/20. Die Inbetriebnahme des ESTW S5 Ost ist in 10/2020 und die
4
Inbetriebnahme der 4. Baustufe (Fernbahn) sowie des ESTW Biesdorfer Kreuz (Fernbahn)
erfolgt in 11/2020.“
Berlin, den 05.02.2020
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Frage 1:
Wie viele #Fahrgäste beförderten #BVG und #S-Bahn jeweils in Berlin 2019 bis zum Stichtag 31.12.2019?
Antwort zu 1:
Die S-Bahn beförderte ca. über 480 Mio. Fahrgäste im Jahr 2019. Genauere Zahlen
werden im Frühjahr 2020 bekannt gegeben.
Die BVG beförderte 1.126 Mio. Fahrgäste im Jahr 2019.
Frage 2:
Wie viele #Fahrscheinkontrollen wurden in Berlin von BVG und S-Bahn bis zum Stichtag 31.12.2019
durchgeführt?
Antwort zu 2:
Die S-Bahn teilt hierzu mit:
„Im Jahr 2019 wurden ca. 9,3 Mio. Fahrscheinkontrollen durchgeführt.“
Die BVG teilt hierzu mit:
„2019 wurden durch die BVG AöR ca. 11,4 Mio. #Fahrausweiskontrollen durchgeführt.“
2
Frage 3:
Wie viele Fahrgäste wurden ohne gültigen Fahrschein bei BVG und S-Bahn in Berlin bis zum Stichtag
31.10.2019 angetroffen? Wie hat sich diese Quote in Berlin gegenüber dem Vorjahr bis zum Stichtag
31.12.2019 bei BVG und S-Bahn entwickelt?
Antwort zu 3:
Die S-Bahn teilt hierzu mit:
„Bis zum Stichtag 31.10.19 wurden ca. 228.000 Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein
angetroffen, zum Stichtag 31.12.2019 waren es ca. 280.000 Fahrgäste. Die Quote hat sich
im Vergleich zum Jahr 2018 (2,6 %) um 0,4 % auf 3,0 % erhöht.“
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die BVG geht davon aus, dass als Stichtag der 31.12.2019 gemeint ist: Bezogen auf
diesen Stichtag wurden bei der BVG AöR im Jahr 2019 343.251 Fälle von erhöhtem
Beförderungsentgelt (#EBE) festgestellt.“
Die dargestellten Werte der BVG ergeben eine Quote von 3,0 % von Fahrgästen, die ohne
gültigen Fahrschein angetroffen worden sind. Damit ist sie im Vergleich zu den Vorjahren
noch einmal etwas gesunken (2018: 3,1%, 2017 5,0%, 2016 5,7%).
Frage 4:
Von wie vielen sog. „#Schwarzfahrer/innen“ wurde bis zum Stichtag 31.12.2019 das erhöhte
Beförderungsentgelt a) verlangt, b) bezahlt/ nicht bezahlt und wie hoch waren die kumulierten Einnahmen
daraus?
Antwort zu 4:
Zu a: Das erhöhte Beförderungsentgelt wird von allen durch die S-Bahn und BVG
kontrollierten Personen ohne gültigen Fahrschein eingefordert
(S-Bahn: ca. 280.000 Fahrgäste, BVG: 343.251 Fahrgäste).
Zu b:
Die S-Bahn teilt hierzu mit:
„Mit Stand 31.12.2019 wurden für das Jahr 2019 ca. 38 % der offenen Forderungen
beglichen.“
Die BVG teilt hierzu mit:
„Durch das erhöhte Beförderungsentgelt konnte die BVG einen Betrag in Höhe von
17,4 Mio. EUR (vorbehaltlich Abschreibungen und Absenkungen) vereinnahmen.“
Frage 5:
Wie viele Strafanzeigen haben BVG und S-Bahn vom 1.1.2019 bis 31.12.2019 wegen sog.
„Schwarzfahrens“ (Erschleichen von Leistungen nach § 265 a StGB) gestellt?
3
Antwort zu 5:
Die S-Bahn teilt hierzu mit:
Mit Stand 31.12.19 wurden 11.650 Strafanzeigen nach § 265a Strafgesetzbuch (StGB)
gestellt.
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die BVG AöR stellt grundsätzlich Strafanträge gemäß § 265 a StGB nur gegen
Mehrfachtäter. Mehrfachtäter sind definiert als Personen, gegen die in einem Zeitraum von
zwei Jahren mindestens drei Vorgänge von erhöhtem Beförderungsentgelt geltend
gemacht worden sind.
Im Jahr 2019 wurden durch die BVG 10.871 Strafanträge gemäß § 265 a StGB gestellt.“
Frage 6:
Wie viele Strafverfahren wurden seit dem 1.1.2019 aufgrund der vorbezeichneten Strafanzeigen eröffnet und
zu wie vielen Verurteilungen ist es gekommen (Angaben bitte auch aufschlüsseln nach Jahren)?
Antwort zu 6:
Der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung liegen
lediglich Daten der Strafverfolgungsstatistik über rechtskräftig Abgeurteilte nach § 265 a
Strafgesetzbuch (StGB) vor. Allerdings wird in der Strafverfolgungsstatistik das Delikt 265
a StGB – Erschleichen von Leistungen – ohne Unterscheidung einzelner
Tatbestandsalternativen erfasst. Die Strafvorschrift sanktioniert neben dem Erschleichen
der Beförderung durch ein Verkehrsmittel auch das Erschleichen der Leistung eines
Automaten, eines öffentlichen Zwecks dienenden Telekommunikationsnetzes und den
Zutritt zu einer Veranstaltung oder einer Einrichtung. Im Jahr 2018 sind in Berlin aufgrund
dieses Delikts insgesamt 6.267 Personen abgeurteilt (Verurteilungen und Freisprüche)
worden. Aus dieser Angabe kann nicht auf die Anzahl der Strafverfahren wegen
Schwarzfahrens geschlossen werden. Für das Jahr 2019 liegen dem Senat derzeit noch
keine Zahlen der Strafverfolgungsstatistik über rechtskräftig abgeurteilte Personen vor.
Frage 7:
Wie viele Personen verbüßten zum aktuellsten Stichtag in welchen Haftanstalten eine Ersatzfreiheitsstrafe
aufgrund des sogenannten „Schwarzfahrens“ und welche durchschnittlichen Tageshaftkosten sind dadurch
in 2019 entstanden?
Antwort zu 7:
Statistische Zahlen zu Gefangenen mit Ersatzfreiheitsstrafen, die ursprünglich zu einer
Geldstrafe wegen Erschleichens von Leistungen gem. § 265a StGB verurteilt wurden,
werden regelmäßig nicht erhoben. Eine Stichtagsabfrage in den Justizvollzugsanstalten
zum 29. Januar 2020 anhand des IT-Fachverfahrens BASIS-Web hat ergeben, dass zu
diesem Zeitpunkt in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit 1 Gefangener, in der JVA
Plötzensee 41 Gefangene, in der JVA für Frauen 14 Gefangene, in der JVA Heidering 9
Gefangene, in der JVA Tegel 2 Gefangene und in der JVA des Offenen Vollzuges Berlin 3
Gefangene eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Erschleichens von Leistungen aktuell
verbüßten. In der Jugendstrafanstalt verbüßte am Stichtag kein Gefangener eine
Ersatzfreiheitsstrafe wegen Erschleichens von Leistungen. Zu beachten ist jedoch, dass
4
der Tatbestand des § 265a StGB neben dem „Schwarzfahren“ noch andere
Tatbestandsvarianten enthält.
Die durchschnittlichen Tageshaftkosten einer/eines Gefangenen werden seit dem
Haushaltsjahr 1994 bundeseinheitlich berechnet. Ausgewiesen werden seitdem die
Tageshaftkosten bei Vollbelegung aller Haftplätze entsprechend der Belegungsfähigkeit
und die Kosten aufgrund der tatsächlichen Belegung im abgelaufenen Kalenderjahr. Eine
Differenzierung der Haftkosten nach Haftarten oder nach den der Verurteilung
zugrundeliegenden Delikten ist nicht möglich, da Haushaltstitel die Berechnungsgrundlage
bilden.
Die Tageshaftkosten für das Jahr 2019 liegen noch nicht vor. Für das Land Berlin ergaben
sich im Haushaltsjahr 2018 folgende Tagessätze:
2018 nach
Belegungsfähigkeit
nach tatsächlichen
Hafttagen
Tageshaftkosten 126,79 € 157,39 €
Bau-Investitionskostensatz 1,19 € 1,47 €
Sach-Investitionskostensatz 2,04 € 2,54 €
Gesamt-Tageshaftkosten 130,02 € 161,40 €
Frage 8:
Mit welchen Maßnahmen und Projekten des Senates oder von welchen vom Senat geförderten Maßnahmen
und Projekten wird in Berlin versucht, Ersatzfreiheitsstrafen aufgrund des Erschleichens von Leistungen zu
reduzieren und wie viele Hafttage konnten dadurch eingespart werden?
Antwort zu 8:
Die Bemühungen des Senats, die Ersatzfreiheitsstrafenvollstreckung im Berliner Vollzug
zu reduzieren, richten sich auf die Gesamtheit derjenigen, denen wegen einer nicht beitreibbaren Geldstrafe Ersatzfreiheitsstrafe droht oder die eine solche Strafe bereits
angetreten haben. Die von den Sozialen Diensten der Justiz und von den vom Senat
zuwendungsfinanzierten freien Trägern angebotenen Maßnahmen zur Tilgung von
Geldstrafen (Vermittlung in gemeinnützige Arbeit, Schuldnerberatung,
Ratenzahlungsvereinbarungen) werden unabhängig davon ergriffen, wegen welcher
Straftat die jeweilige Klientin/der jeweilige Klient zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.
Dasselbe gilt auch für „day-by-day“-Maßnahmen, wonach im Land Berlin Personen, die
bereits eine Ersatzfreiheitsstrafe angetreten haben, die Möglichkeit haben, ihren
Gefängnisaufenthalt durch Ableistung freier Arbeit während des Vollzuges zu verkürzen.
Auf die weiteren Ausführungen in Frage 8 der Schriftlichen Anfrage vom 4. Oktober 2018 –
Drucksache 18/16 627 – wird verwiesen.
Soweit es den konkreten Kontext Vermeidung von Ersatzfreiheitsstrafe und
Beförderungserschleichung gemäß § 265a Strafgesetzbuch (StGB) betrifft, ist Berlin dem
Gesetzesantrag des Freistaates Thüringen (Bundesrat-Drucksache 424/19) beigetreten,
5
wonach künftig das „Fahren ohne Fahrschein“ lediglich als Ordnungswidrigkeit verfolgbar
sein soll.
Belastbare Zahlen eingesparter Hafttage für das Jahr 2019 liegen dem Senat noch nicht
vor. Jedoch betrug bis November 2019 die Zahl der durch freie Arbeit im Sinne der
Berliner Tilgungsverordnung abgeleisteten Tagessätze (von denen einer einem Tag
Ersatzfreiheitsstrafe entspricht) über 60.000. Durch Ratenzahlungsvereinbarungen, die
von einem der zuwendungsfinanzierten freien Träger betreut werden, wurden bis
November 2019 mehr als 11.000 Tagessätzte getilgt.
Frage 9:
Wie stellt sich der aktuelle Stand und Zeitplan hinsichtlich der Prüfung und Modellerarbeitung zur Einführung
eines fahrscheinlosen Nahverkehrs bzw. der im Koalitionsvertrag auf Seite 46 (Version
https://www.berlin.de/rbmskzl/_assets/rbm/161116-koalitionsvertrag-final.pdf) vereinbarten
Machbarkeitsstudie dar, in der die Einführung einer Nahverkehrsabgabe/Infrastrukturabgabe für Berlin und
das Tarifgebiet des VBB, die Einführung einer solidarischen Umlagefinanzierung im ÖPNV in Berlin und im
Tarifgebiet des VBB und die Übernachtungspauschale für Gäste getrennt voneinander untersucht werden
sollten?
Antwort zu 9:
Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Machbarkeitsstudie wurde im August 2019
bezuschlagt und befindet sich gegenwärtig noch in der Bearbeitung. Die Übermittlung der
Ergebnisse ist gegenwärtig für Mitte März 2020 vorgesehen.
Berlin, den 04.02.2020
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Seit einem Monat setzen die Berliner Verkehrsbetriebe auf Busspuren geparkte Fahrzeuge um. Der Dienst wird ausgeweitet.
Die BVG hat in vier Wochen 150 Falschparker von #Busspuren#abgeschleppt.
Die Flotte der #Abschlepp-Wagen bei der BVG soll bis April auf zehn Fahrzeuge anwachsen.
Zurzeit ist die BVG mit zwei Fahrzeugen auf der Jagd nach #Falschparkern.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) machen von der neuen Möglichkeit zum #Abschleppen von Falschparkern auf Busspuren regen Gebrauch – wenngleich der Einsatz noch ausbaufähig ist. Rund 150 unerlaubt abgestellte Fahrzeuge entfernte die BVG im ersten Monat nach Beginn des Projekts von den #Sonderfahrstreifen. Das teilte Sprecherin Petra Nelken auf Anfrage mit. Hinzu kämen vier begonnene Umsetzungen, ehe der Fahrzeugführer eintraf, und drei Leerfahrten, bei denen das Auto noch vor Eintreffen des Abschleppdienstes weggefahren wurde.
Frage 1:
Wie viele Tunnelbauwerke gibt es in Berlin und wo befinden sind diese genau? (Bitte um standortgenaue
Auflistung)
Frage 2:
Welche diese Tunnel sind für Autofahrer, welche nur für Fußgänger und Radfahrer nutzbar? (Bitte um
standortgenaue Auflistung)
Antwort zu 1 und 2:
In der Zuständigkeit des Senats befinden sich derzeit 43 Tunnelbauwerke (siehe
Anlage 1). Davon sind 19 Straßentunnel, 10 für zu Fuß Gehende und 4 für zu Fuß
Gehende als auch für Radfahrende befahrbar. 10 Tunnelanlagen sind nicht unter Verkehr.
Frage 3:
Sind die Tunnel im Eigentum des Landes Berlin alle im Fachvermögen von SenUVK? Wenn nein, welche
nicht?
Frage 4:
Welche Tunnelbauwerke gehören anderen Eigentümern als dem Land Berlin? (Bitte um standortgenaue
Auflistung)
2
Antwort zu 3 und 4:
Alle vorgenannten Tunnelbauwerke befinden sich im Fachvermögen der Senatsverwaltung
für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK), mit Ausnahme der Tunnelbauwerke im
Zuge von Bundesfernstraßen. Diese befinden sich im Fachvermögen der Bundesrepublik
Deutschland (siehe Anlage 1).
Frage 5:
Wie wird der Zustand der baulichen Unterhaltung der einzelnen Tunnelbauwerke eingeschätzt? Welcher
Investitionsbedarf besteht jeweils und wo sind Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen in den nächsten
Jahren geplant? (Bitte um standortgenaue Auflistung)
Frage 6:
Welche Tunnelbauwerke wurden in den letzten zehn Jahren baulich ertüchtigt und welche Maßnahmen
wurden dabei jeweils durchgeführt? Welche Kosten sind dafür entstanden und wer hat diese getragen?
(Bitte um standortgenaue Auflistung)
Frage 7:
Welche konkreten Pläne für Tunnelsanierungen gibt es in den nächsten Jahren
Antwort zu 5, 6 und 7:
Der bauliche Zustand der einzelnen Tunnelbauwerke wird auf Grundlage der Richtlinie zur
einheitlichen Erfassung, Bewertung, Aufzeichnung und Auswertung von Ergebnissen der
Bauwerksprüfungen nach DIN 1076 (RI-EBW-PRÜF) bewertet. Anhand der aktuellen
Bewertungen ergeben sich folgende Ergebnisse:
4 sehr gut
26 gut
4 gut bis befriedigend
2 gut bis ausreichend
6 befriedigend
1 ausreichend
In den letzten zehn Jahren wurden unterschiedliche Maßnahmen (Instandsetzung,
Grundinstandsetzung, Technische Nachrüstung) durchgeführt. Es sind Baukosten von ca.
10,9 Mio. EUR dafür entstanden. Davon hat 4,1 Mio. EUR der Bund und 6,8 Mio. EUR das
Land getragen.
Eine größere Einzelmaßnahme waren die Instandsetzungsarbeiten am Tunnel Adenauer
Platz einschließlich Rampenbereich mit Arbeiten an Fliesenverkleidung, Fugen und
Bauwerksteilen, Asbestbeseitigung im Fugen- und Deckenbereich, Instandsetzung der
Brüstungswände, Abbruch, Erneuerung und Erweiterung der Geländer auf den
Brüstungen der Stütz-, Trog- und Tunnelportalwände, Anbau einer
Brandschutzverkleidung an der Tunneldecke, Erneuerung der Tunnelbeleuchtung und
Einbau einer Fluchtwegkennzeichnung, Instandsetzung des im Tunnel vorhandenen
Regenwassersammelbeckens, Instandsetzung von Teilen der vorhandenen Rasterstrecke
im Rampenbereich) und Fußgängertunnel Sybel-Waitz-Straße (Teilabbruch bis ca. 2 m
unter Straßenoberkante einschließlich der Treppenanlagen, Neue Straßen- und
Gehwegarbeiten) – Kosten von ca. 4,9 Mio. Euro.
3
Eine weitere Maßnahme war der Spreetunnel Friedrichshagen mit Sanierung der
Treppenanlagen und der Fahrradrampen einschließlich der seitlichen Handläufe, Neubau
von Mittelgeländern in den Bereichen der Treppenanlagen, Instandsetzung der
Bodenfliesen und Fliesenspiegel im Tunnel und den Zugangsgebäuden, Fassaden- und
Deckensanierungen, Erneuerung der Beleuchtung, Erneuerung der Tunnelentwässerung
einschließlich der erforderlichen Elektroarbeiten – Kosten von ca. 0,75 Mio. Euro.
In diesem Jahr soll mit der Grundinstandsetzung der Überbauung Tunnel Schlangenbader
Straße begonnen werden. Als weitere Maßnahmen sind der Rückbau des
Fußgängertunnels Greifswalder Straße und ein (Teil-)Rückbau des Lindentunnels geplant.
Frage 8:
Welche Tunnelbauwerke sind momentan im Bau und wann ist deren Fertigstellung geplant?
Antwort zu 8:
Momentan wird im Zuge der Verlängerung der Bundesautobahn A 100, 16. Bauabschnitt
der Tunnel Grenzallee (385 m) gebaut. Die Fertigstellung ist im Jahr 2023 geplant.
Frage 9:
Welche Neubaupläne gibt es für Tunnel im Land Berlin?
Antwort zu 9:
Gegenwärtig gibt es keine Neubaupläne für Tunnel im Fachvermögen von SenUVK im
Land Berlin.
Frage 10:
Wird die Untertunnelung in der Stadtentwicklung der Zukunft seitens des Senats eine stärkere Rolle spielen?
Antwort zu 10:
Eine Untertunnelung wird bei Verkehrsbauprojekten immer im Zusammenhang mit
Varianten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen auf Basis von prognostizierten
Verkehrsströmen im Einzelfall betrachtet.
Berlin, den 04.02.2020
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
lfd.Nr.
Bauwerksname
Ort
Strasse
Länge [m)
Status
Baulast Land / Bund
Art
Straße Fußgänger Radverkehr
Maßnahmen [gepl. I letzten 10 J]
Kosten [Mio. €]
1
Straßentunnel Alexanderplatz
Mitte
B 2, Grunerstr . bis Otto-Braunsir.
403
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
2
Lindentunnel
Mitte
Unter den Linden
207
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
(Teil-) Rückbau in Planung, Ausf. nicht vor 2021
3
Tunnelanlagen Großer Stern
Tiergarten
B 1/5, Großer Stern
232
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
4
Westlicher Straßentunnel
Tiergarten
B 1/5, Straße des 17. Juni
84
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
5
Ostlicher Straßentunnel
Tiergarten
B 1/5, Straße des 17. Juni
85
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
6
U-Bahntunnel
Tiergarten
B 1/5, Straße des 17. Juni
197
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
7
Tunnel Tiergarten-Spreebogen
Tiergarten
B 96
2.861
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
8
Tunnel am Adenauerplatz
Charlottenburg
Adenauerplatz
446
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
Grundinst. 2018
Fliesen, Beleuchtung, Nachrüst. Brandschutz
4,90
9
Wilmersdorfer Tunnel
Wilmersdorf
Bundesallee
326
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
10
Bundesplatztunnel
Wilmersdorf
Bundesallee
381
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
11
Tunnel Schlangenbader Str. [ÜBS]
Wilmersdorf
Ast der A 100
562
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
Grundinst. ab 2020/21 Asbestsanierung , Entwässerung , Nachrüstung Verkehrstechnik
12
Tunnel Unter den Eichen
Steglitz
Unter den Eichen
42
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
13
Straßentunnel Alt-Friedrichsfelde
Lichtenberg
B 1/5, Alt-Friedrichsfelde
281
Bauwerk unter Verkehr
Land
s
14
FGG Alexanderplatz
Mitte
Alexanderplatz
464
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
15
FGT Liebknechtstraße
Mitte
Liebknechtstraße
110
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
16
FGT Greifswalder Straße
Prenzlauer Berg
Greifswalder Straße
114
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
Rückbau geplant
17
Landsberger-Allee-Brücke Fußgängerzwischengeschoß
Prenzlauer Berg
Landsberger-Allee
89
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
18
FGT Ernst-Reuter-Platz
Charlottenburg
Ernst-Reuter-Platz
27
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
19
Passerelle Messedamm / Masurenallee
Charlottenburg
Messedamm/Masurenallee
266
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
20
FGT Bhf-Wannsee
Zehlendorf
Kronprinzessinnenweg
152
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
Inst. 2013
0,18
21
Nordwestlicher Tunnel am Zehlendorfer Kleeblatt
Zehlendorf
B1, Potsdamer Chaussee
76
Bauwerk unter Verkehr
Land
F und R
22
Nordöstlicher Tunnel am Zehlendorfer Kleeblatt
Zehlendorf
B1, Potsdamer Chaussee
87
Bauwerk unter Verkehr
Land
F und R
23
Südwestlicher Tunnel am Zehlendorfer Kleeblatt
Zehlendorf
B1, Potsdamer Chaussee
112
Bauwerk unter Verkehr
Land
F und R
24
Südöstlicher Tunnel am Zehlendorfer Kleeblatt
Zehlendorf
B1, Potsdamer Chaussee
95
Bauwerk unter Verkehr
Land
F und R
25
FGT Albrechtstraße
Steglitz
Albrechtstraße
57
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
26
FGT Schöneweide
Treptow
B 96a
136
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
Brandschaden
0,35
27
FGT Eisenstraße
Treptow
Eisenstraße
72
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
28
Spreetunnel-Friedrichshagen
Köpenick
Spreepromenade
149
Bauwerk unter Verkehr
Land
F
Grundinst. 2015
0,75
lfd.Nr.
Bauwerksname
Ort
Strasse
Länge [m)
Status
Baulast Land / Bund
Art Straße
Fußgänger Radverkehr
Maßnahmen [gepl. I letzten 10 J]
Kosten [Mio. €]
29
FGT Roederplatz
Lichtenberg
Roederplatz
125
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
30
Tunnelanlage Dresdener Str.
Kreuzberg
Dresdener Str.
90
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Land
Verfüllt in 2015
0,622
31
Tunnel Rathenauplatz
Wilmersdorf
A 100
245
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
Techn. Nachrüstung Funk, Notruf, USV 2012
Erneuerung der Beleuchtung 2020
1,21
32
Tunnel lnnsbrucker Platz mit Tragstrecken
Schöneberg
A 100
685
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
Techn. Nachrüstung
Beleuchtung, Fluchttüren, USV, Funk, Video 2012
2,77
33
Tunnel Feuerbachstr.
Steglitz
A 103
288
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
34
Tunnel Ortsteil Britz
Neukölln
A 100
1.713
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
Nachrüstung Brandschutz 2008
Techn. Nachrüstung: Funk, Video , Beleuchtunr.i, Belüftunr.i in Planuna
0,156
35
Tunnel Rudower Höhe
Treptow
A 113
1.000
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
36
Tunnel Altglienicke
Treptow
A 113
320
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
37
Tunnelanlage Flughafen Tegel (TFT)
Reinickendorf
A 111
2.372
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
38
Kreuzungsbauwerk Ernststraße u. Rohrbrücke
Reinickendorf
A 111
154
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
39
Tunnel Tegel Ortskern
Reinickendorf
A 111
807
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
Techn. Nachrüstung geplant
40
Tunnel Forstamt Tegel
Reinickendorf
A 111
208
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
Techn. Nachrüstung geplant
41
Tunnel Beyschlagsiedlung
Reinickendorf
A 111
853
Bauwerk unter Verkehr
Bund
s
Techn. Nachrüstung geplant
42
Bushaltestelle Witzleben West
Charlottenburg
Witzleben
17
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich
Bund
43
Eisenbahntunnel für TIG
Tempelhof
A 100
151
Bauwerk nicht unter Verkehr , Bauwerkserhaltung erforderlich