Viele #Eisenbahnstrecken in Brandenburg wurden nach der Wende #stillgelegt. Die „#Allianz pro Schiene“ will einige von ihnen reaktivieren. Ist das realistisch?
Gut ein Dutzend Eisenbahnstrecken will die „Allianz pro Schiene“ in Berlin und Brandenburg reaktivieren. Darunter sind einige Strecken, die auch im Investitionsprogramm „#i2030“ enthalten sind – und bei denen der #Wiederaufbau entweder fest steht oder halbwegs realistisch erscheint.
Beschlossen sind zum Beispiel der Wiederaufbau der 1980 stillgelegten #Siemensbahn (S-Bahn) und die Strecke der Niederbarnimer Eisenbahn von #Berlin-Wilhelmsruh nach S#chönwalde. Ebenfalls im Programm „i2030“ enthalten sind zum Beispiel die beiden Fernbahnstrecken nach Norden, also über #Frohnau und #Hennigsdorf – ob und welche Art von Zügen hier wieder fahren wird, ist allerdings noch offen. In der Allianz haben sich Verbände und Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen.
Mehrere Strecken stehen auf der Liste, bei denen eine Realisierung in diesem Jahrhundert so gut wie ausgeschlossen erscheint und die den meisten Berlinern unbekannt sein dürften, wie die Strecke von #Wittenberge über die Elbe ins niedersächsische …
Die #West-Ost-Bahnverbindung zwischen #Lehrte bei Hannover (Niedersachsen) und dem Lehrter Bahnhof in Berlin wird gemeinhin als Lehrter #Stammbahn bezeichnet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut, verläuft seither die Verbindung durch die havelländische Kreisstadt #Rathenow. Im 21. Jahrhundert hagelt es regional Kritik dafür, dass es bei der Verbesserung des #Bahn-Takts von und nach Berlin nicht vorwärts geht.
Bürgermeister Ronald Seeger und Landrat Roger Lewandowski (beide CDU) haben sich diesbezüglich nun offenbar vor den kommunalen Karren gespannt. Auf ihre Initiative hin, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung aus Stadt- und Kreisverwaltung heißt, hätte am Freitag in Potsdam ein Gespräch zur #Taktverbesserung auf dem Streckenabschnitt Rathenow-Berlin der Lehrter Stammbahn im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) stattgefunden. Beim Treffen mit Staatssekretär Rainer Genilke, dem Abteilungsleiter für Verkehr, Egbert #Neumann, sowie zwei Vertretern der DB Netz AG wollten Lewandowski und Rathenows Wirtschaftsamtsleiter Alexander Goldmann, in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters, Möglichkeiten erörtern, wie auf der #Bahnstrecke möglichst schnell ein Halbstundentakt erreicht werden kann.
Hilfe bei der Initiative zur #Reaktivierung der Bahnstrecke von #Wriezen nach #Werneuchen erhofft sich die Kreistagsabgeordnete Jutta Werbelow (SPD) nun vom Bundestagsabgeordneten Stefan Zierke (SPD) sowie von der Landtagsabgeordneten Elske Hildebrand (SPD).
Bei einem Treffen im Büro von Stefan Zierke legte Werbelow dem Infrastrukturminister des Landes Brandenburg Guido #Beermann (CDU) ein Arbeitspapier mit Fakten vor, die für die Reaktivierung sprechen. Darin führt sie unter anderem die gestiegene Zahl der #Berufspendler aus dem Landkreis Märkisch-Oderland nach Berlin an. Diese seien seit dem Jahr 2012 von 30 942 auf 34 703 im Jahr 2017 gestiegen Der komplette S-Bahn-Bereich von Strausberg bis Berlin sei von den Verkehrsmitteln der Pendler zugeparkt, was besonders in den Wohngebieten für bei den Anwohnern Unmut sorge.
Auch die Zahl der Einwohner im Landkreis wachse seit einigen Jahren wieder stetig an, besonders junge Familien zögen immer mehr aus Berlin in den ländlichen Raum. Einerseits, um ihren Kindern eine gesunde Umgebung zu bieten, andererseits, weil die Mieten und Immobilienpreise in MOL noch deutlich erschwinglicher seien, als in Berlin.
#Nachtbusse gibt es sehr lange, #Expressbusse lange. Nun kommt Berlins erster #Nacht-Expressbus. Ab 2. November wird der „N7X“ die City West mit dem Großflughafen BER verbinden, der am Sonnabend davor öffnen soll. Dies geht aus dem BVG-internen „Verkehrskonzept zum Flughafen BER“ hervor, das dem Tagesspiegel vorliegt. Die Idee zu dieser Angebotserweiterung ist erst in den vergangenen Monaten entstanden. In dem Ende Dezember von der Flughafengesellschaft präsentierten Verkehrskonzept gab es diesen Nachtbus nicht.
Und noch etwas ist einmalig: Der N7X wird nur in eine Richtung fahren, nämlich zum Flughafen. Der normale Nachtbus N7 allein reicht an Werktagen aus Sicht der Senatsverkehrsverwaltung nicht aus, zudem ist dessen Fahrzeit zu lang. Deshalb wurde der Expressbus nachbestellt.
Berlin kündigt an, sich zügig um die Realisierung des Bahnhofs #Kamenzer Damm und des Regionalbahnhalts #Buckower Chaussee zu kümmern.
Das Land Berlin will den neuen #S-Bahnhof Kamenzer Damm in Mariendorf und den zusätzlichen #Regionalbahnhalt am S-Bahnhof Buckower Chaussee in Marienfelde möglichst schnell realisieren. Im Gespräch sind die beiden Bahnhöfe in Tempelhofs Süden – über beide verkehrt die S-Bahnlinie #S2 (Bernau-Blankenfelde) – schon lange. Nun aber habe der Bezirk Tempelhof-Schöneberg erneut die Bestätigung erhalten, dass das Land Berlin sich um eine schnelle Prüfung der Bahnhöfe kümmere, teilt Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) mit.
„Wie wir jetzt erfahren haben, tut das Land Berlin alles, um bei den Prüfungen der Halte Buckower Chaussee und Kamenzer Damm relativ schnell voranzukommen, sodass unmittelbar nach Abschluss des Baus #Dresdner Bahn im Jahre 2025 eine Inbetriebnahme dort, wenn die Leistungsfähigkeitsprüfung und die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung positive Signale ergeben, auch starten können“, so Schöttler. Erforderliche Flächen würden an der Buckower Chaussee frei gehalten. „Für mich ist das endlich das erhoffte positive Zeichen, dass es voran geht“, so die Bezirksbürgermeisterin.
Am Mittwoch, 15. Juli, wird in Potsdam eine #Weltkriegsbombe entschärft. Es kommt zu Fahrplanänderungen im #Regionalverkehr und Ausfällen von S-Bahnen.
Regionalverkehr
Die Züge der Linie #RE1 werden ab circa 10 Uhr zwischen Berlin Charlottenburg und Werder (Havel) über Golm (Zusatzhalt) umgeleitet. Die Halte Berlin-Wannsee, Potsdam Hbf, Potsdam Charlottenhof und Potsdam Park Sanssouci entfallen.
In Golm besteht Anschluss zu den Zügen der Linie #RB21/22.
Die Züge der RB21/22 fallen zwischen Potsdam Hbf und Griebnitzsee aus.
#S-Bahn
Der Zugverkehr der Linie #S7 wird ebenfalls ab circa 10 Uhr zwischen Babelsberg und Potsdam Hbf unterbrochen.
Fahrgäste nutzen bitte zur Umfahrung die örtlichen Verkehrsmittel, insbesondere die Straßenbahnlinien 91, 92, 93, 94, 96 und 99.
Der Regionalverband Havelland/Prignitz des #Deutschen#Bahnkunden-Verbandes unterstützt die Forderung des Landkreises #Havelland nach einer Wiederaufnahme des #Personenzugverkehrs zwischen #Wustermark und #Ketzin. Die Strecke ist befahrbar und ein #Bahnangebot wäre eine echte Alternative für #Berufspendler, die heute mit dem Auto aus Ketzin und Umgebung nach und von Berlin fahren.Die Züge sollten von Ketzin umsteigefrei bis in die Berliner Innenstadt geführt werden. Für den Fahrzeugeinsatz sollten innovative technische Lösungen in Betracht gezogen werden (z. B. Wasserstoffantrieb).
Pressekontakt:
Michael Hasse, Vorsitzender des Regionalverbandes, Telefon 01 76 / 62 26 21 49
Länder Berlin und Brandenburg beteiligen sich mit je 50 Millionen Euro • DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: Ausbau ab 2021 rückt die Menschen und Regionen zusammen
Der #Bahnausbau zwischen #Angermünde und #Stettin kann starten. Der Bund stellt für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke zwischen Angermünde und der deutsch-polnischen Grenze rund 380 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich beteiligen sich die Länder Berlin und Brandenburg mit insgesamt 100 Millionen Euro an dem Vorhaben, um einen durchgehenden zweigleisigen Ausbau zu ermöglichen. In Angermünde wurde heute verabredet, dass die Bauarbeiten zwischen 2021 und 2026 laufen sollen. Die gesamte Strecke wird für Tempo 160 ertüchtigt und durchgehend elektrifiziert. Zwischen #Passow und der deutsch-polnischen Grenze verlegt die Deutsche Bahn ein zweites Gleis. Fünf Bahnstationen in der Uckermark werden modernisiert. Nach Fertigstellung verbindet die Eisenbahn die Metropolen Berlin und Stettin in 90 Minuten, 20 Minuten schneller als heute. Auch aus der Uckermark geht es künftig schneller nach Berlin und Stettin.
DB-InfrastrukturvorstandRonald Pofalla: „Das wird eine leistungsfähige, attraktive Verbindung, die beide Metropolregionen und auch die Kommunen und Menschen an der Strecke enger zusammenrückt. Wir schaffen die Voraussetzungen für mehr Verkehr auf der umweltfreundlichen Schiene, für schnellere und bessere Verbindungen zu unseren polnischen Nachbarn und schließen eine Lücke im europäischen Schienenverkehr. Mein Dank gilt dem Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg, die das ermöglichen.“
Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Mit der elektrifizierten und erstmals seit 1945 wieder durchgehend zweigleisig ausgebauten Strecke verbinden wir Berlin zeitgemäß mit der wichtigen polnischen Hafenstadt Stettin. Es ist die dritte grenzüberschreitende Strecke, die wir fit machen – nach dem elektrifizierten Grenzübergang in Frankfurt/Oder und dem Übergang bei Horka. Deutschland und Polen wachsen weiter zusammen. Mit der Schiene machen wir Europa stark.“
Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die gemeinsamen Bemühungen der Länder Brandenburg und Berlin für den zweigleisigen Ausbau dieser wichtigen Verbindung zwischen den europäischen Metropolregionen der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und Stettin haben sich gelohnt. Mit Inbetriebnahme dieser attraktiven Schienenstrecke schaffen wir neue Potentiale für die Uckermark und stärken die engen Verflechtungen zwischen Brandenburg und Polen. Außerdem setzen wir einen wichtigen Akzent für mehr Klimaschutz, denn mit dem Streckenausbau kann mehr Personen- und Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden.“
Regine Günther,Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin: „Mit dem zweigleisigen Ausbau der Strecke zwischen Berlin und Stettin rücken Deutschland und Polen sowie Berlin und Brandenburg enger zusammen. Wir schließen damit nicht nur eine große Lücke im transeuropäischen Eisenbahnnetz. Mit dem durchgehend elektrifizierten Schienenverkehr leisten wir außerdem einen wichtigen Beitrag zum Ausbau umweltfreundlicher Mobilität. Ich freue mich sehr, dass viele Menschen bald schneller zwischen Berlin und Stettin fahren können und auch der klimafreundliche Güterverkehr profitiert.“
Frederik Bewer, Bürgermeister von Angermünde: „Die Bahnverbindung ist für unsere Stadt eine bedeutende Lebensader. Angermünde rückt mit diesem wegweisenden und zukunftsorientierten Streckenausbau ins Zentrum zwischen Berlin und Stettin. Unsere Stadt wird damit zum Drehkreuz zwischen den beiden Metropolregionen. Diese Entwicklung ist für uns als Mittelzentrum eine große Chance, Angermünde als Lebensstandort außerhalb der großen Städte aufzuwerten und für Unternehmen attraktiver zu werden. Für eine Stadt, die deutsch-polnische Beziehungen wertschätzt und pflegt, ist dieser Streckenausbau auch für das grenzüberschreitende Miteinander ein sehr wichtiger und essentieller Schritt.“
2013 starteten die Planungen für einen ersten Ausbau-Abschnitt zwischen Angermünde und Passow. Für diesen Abschnitt wird die #Baugenehmigung im kommenden Jahr erwartet, anschließend können die Bauarbeiten beginnen.
Für den Abschnitt zwischen Passow und der deutsch-polnischen Grenze wird jetzt der zweigleisige Ausbau geplant, hier sollen die Bauarbeiten 2024 starten.
Parallel zu den Planungen und Bauarbeiten auf deutscher Seite arbeitet die polnische Seite auch am Ausbau der Strecke zwischen der Grenze und Stettin.
Die Strecke Berlin-Stettin verbindet die europäischen Metropolregionen Berlin-Brandenburg und Stettin, in der beiderseits der Oder rund 1,5 Millionen Einwohner leben und arbeiten.
Die Bahnstrecke schafft einen Lückenschluss im transeuropäischen Verkehrsnetz und verbindet vier große europäische Verkehrsachsen zwischen Skandinavien und dem Baltikum sowie Südosteuropa und dem Mittelmeerraum.
Zu solchen Terminen kommt Ronald #Pofalla auch mal in die tiefe #Provinz: Am Donnerstag gibt der Vizechef der Deutschen Bahn im Nordosten Brandenburgs ein Ausbauprojekt bekannt, dass Jahrzehnte auf Eis lag. Die Schienenstrecke Berlin- #Szczecin (#Stettin), nach dem Zweiten Weltkrieg teils demontiert, soll 80 Jahre später endlich wieder leistungsfähiger werden und schnellere grenzüberschreitende Verbindungen für den Personen-, Pendler- und #Güterverkehr zwischen Deutschland und Polen ermöglichen.
Für den durchgehenden #zweigleisigen Ausbau und die komplette #Elektrifizierung hat die Bahn nun mit Berlin und Brandenburg einen #Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Erst die Beteiligung der beiden Länder an den Kosten von mehreren hundert Millionen Euro machte den Weg frei. Der Staatskonzern hatte über viele Jahre nur eine weiter eingleisige Minimalvariante geplant, da man keinen allzu großen Nutzen des Ausbaus erwartete und die Investitionsmittel des Bundes lieber anderswo einsetzte.
Beim Termin in #Angermünde werden neben Tamara #Zieschang, der Staatssekretärin von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), auch der Infrastrukturminister Brandenburgs und frühere DB-Aufsichtsrat Guido #Beermann sowie Berlins Verkehrssenatorin Regine #Günther dabei sein. Ob alle Beteiligten noch im Amt sind, wenn der Ausbau geschafft ist, ist eher fraglich. Frühestens 2026 soll es nach bisherigen Planungen der Bahn soweit sein, nach fünf Jahren Bauzeit für die beiden Abschnitte.
Dann soll die gesamte Strecke mit Tempo 160 befahrbar sein und endlich eine problematische #Lücke zwischen den Bahnnetzen in Europa geschlossen …
Die Pläne des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (#VBB), bei der #Takterhöhung auf der Regionalbahnlinie #25 einige Stationen auszulassen, stoßen bei den Betroffenen auf Kritik. Laut Ausschreibung vom Mai soll es ab 2024 zwischen Berlin und Werneuchen einen #Halb-Stunden-Takt geben – allerdings nicht auf der ganzen Strecke: Drei Haltestellen mitten in #Ahrensfelde bekommen keine Takterhöhung. Laut VBB hat das technische Gründe, denn die Strecke ist bislang auf weiten Teilen eingleisig. Wilfried Gehrke, Bürgermeister von Ahrensfelde (Barnim), fordert nun, diese Stationen doch miteinzubeziehen – wenn nötig durch Umbau.
Bisher fährt die Bahn jede Stunde. Für viele Pendler komme das nicht in Frage, sagte Bürgermeister Gehrke am Freitag dem rbb. Ihm zufolge wäre ein 20-Minuten-Takt ideal. „Dann kann ich eine Viertelstunde warten und dann kommt die Bahn. Das akzeptiere ich“, so Gehrke. „Wenn das nicht der Fall ist, dann benutze ich ein anderes Mittel“. Die Folge seien Autostaus in Ahrensfelde.
#Eingleisigkeit als Grund für die Taktung
Für den #RB25 ist nun immerhin ein Halbstunden-Takt angekündigt. Ab 2024 soll man so in kürzeren Abständen von Werneuchen nach Berlin kommen.