Berlin – Die beiden Flügel der #Gondeltüren schließen automatisch, einige Fahrgäste gucken skeptisch, weil es ihre erste Fahrt mit einer #Seilbahn ist. Sekunden später wird die Gondel beschleunigt und mit einem Haltesystem in das Stahlseil eingehängt. Dynamisch fühlt sich das in der #Talstation am Fuß des Kienbergs an. Verlässt die Gondel das Haus und fährt über die Stütze, schaukelt die Kabine nur wenig, man scheint schwerelos zu sein und über dem Wuhletal zu schweben.
Die neue #Gondelbahn, die zur Internationalen #Gartenausstellung (#IGA) in Marzahn und Hellersdorf errichtet wurde, hat am Freitag ihren ersten Belastungstest mit Fahrgästen bestanden. Die #Leitner AG aus #Südtirol hat die Bahn für 14 Millionen Euro errichtet. „Für einen Tiroler ist es schon etwas ganz Besonderes, hier in Berlin eine Seilbahn zu bauen“, sagt Michael Seeber, der Aufsichtsratspräsident.
Alles läuft glatt
Etwas Bammel hatten die #Seilbahnleute vor der Premierenfahrt, weil meist bei solchen Anlässen etwas schief geht. An diesem Tag aber lautet das Fazit: Alles läuft glatt. Test bestanden. Zu den ersten Fahrgästen zählte der Regierende Bürgermeister. Dass es ihm Spaß gemacht hat, sieht man ihm an. „Man ist sprachlos, man ist erstaunt. Es ist ein besonderer Eindruck, wenn man das Gelände von oben sieht. Ein tolles Erlebnis“, sagt Michael Müller (SPD). Auf das müssen die Berliner aber noch über ein halbes Jahr warten.
Die historische Lindner-Tram von 1907 erhielt ihre originalgetreuen Sitzbezüge zurück und ist damit in Deutschland einzigartig.
Potsdam – Man traut sich kaum, sich hinzusetzen: Rund 11 000 Euro haben die zwölf rot-goldenen Sitzbezüge mit dem märkischen Adler-Wappen gekostet, die nun den historischen Lindner-Triebwagen Nr. 9 zieren. „Es ist einfach toll geworden“, freute sich Ivo Köhler bei der gestrigen Vorstellung der neu ausgestatteten Tram. Für den Vorsitzenden des Historische Straßenbahn Potsdam e.V., der stilecht in Schaffner-Uniform erschien, ist der Triebwagen aus dem Jahr 1907 damit nun vollständig rekonstruiert – so fuhr man tatsächlich zu Kaisers Zeiten durch Potsdam.
Damit ist das Fahrzeug einzigartig, denn selbst in Berlin, wo noch viel mehr und viel ältere Straßenbahn-Wagen in den Depots stehen, gibt es aus dieser Zeit kein ähnliches Fahrzeug mit dieser Ausstattung: „Nach meiner Kenntnis sind wir in Deutschland so ziemlich die Einzigen, die so was haben“, sagt Köhler.
Ein Foto von 1908 als Vorlage
Für die originalgetreue Rekonstruktion der Sitzpolster, die vor hundert Jahren meist zu besonderen Anlässen und an kalten Wintertagen aufgelegt wurden, standen kaum Quellen zur Verfügung: „Wir hatten nur dieses eine Foto von 1908“, sagt Torsten Bäz und hält ein Schwarz-Weiß-Bild vom Innenraum der Tram hoch. Zusammen mit Peggy Wunderlich ist er Inhaber der sächsischen Camman Gobelin Manufaktur, bei der schon Walter Gropius, Konrad Adenauer oder der Moskauer Kreml Kunde waren. Über ein Jahr dauerte die Arbeit an den Bezügen.
Die im Juli 2016 begonnenen Bauarbeiten für den Ausbau des #Rad- und #Gehweges #Röntgentaler Weg zwischen Pölnitzweg und Wiltbergstraße (Abzweig #Radfernweg Berlin – #Usedom) in Buch sind abgeschlossen. Jens-Holger Kirchner (Bü90/Die Grünen), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung im Bezirksamt Pankow, wird mit den Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie des ADFC den Rad- und Gehweg am Donnerstag, dem 15. September 2016 um 11 Uhr feierlich eröffnen. Treffpunkt ist an der Wiltbergstraße / Ecke Röntgentaler Weg (gegenüber vom S-Bahnhof Buch). Mit dem Fahrrad wird dann der neue 450 Meter lange Abschnitt des Rad- und Gehweges mit der neuen Bitumendecke befahren. Die Baukosten betragen ca. 233.000 Euro und wurden aus dem Programm „Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr“, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt unter Nutzung von Bundesmitteln des „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ (KInvF) mit dem Ziel der Verminderung des motorisierten Verkehrsaufkommens und damit der Luftreinhaltung und der Lärmbekämpfung auf Straßen durchführt, finanziert. Die Bauzeit konnte um ca. zwei Wochen verkürzt werden.
Berlin – Sie brachte einst Tausende Industriearbeiter ins Werk und könnte ein Weg zum #Industriepark#Tegel werden: die Berliner #Siemensbahn in Charlottenburg und Spandau. 1980 wurde die S-Bahn-Strecke stillgelegt. Nun überprüft der Senat, ob auf den toten Gleisen neues Leben einkehren soll.
Der gültige #Stadtentwicklungsplan von 2011 sehe einen „Realisierungshorizont nach 2025“, teilte Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) mit. Weil die Stadt wächst, habe das Thema #Reaktivierung in letzter Zeit jedoch an Aktualität gewonnen. Für Gaebler sind aber noch viele Fragen offen.
Seit mehr als 35 Jahren außer Betrieb
Er kündigte an, die Verwaltung wolle die Verkehrsanbindung neuer Wohnungsbaustandorte in dem Teil der Stadt bis hin zur Wasserstadt Oberhavel untersuchen. Das schließe die Trasse der Siemensbahn ein. Die knapp fünf Kilometer lange Strecke vom Bahnhof #Jungfernheide bis zum Bahnhof #Gartenfeld war 1929 in Betrieb gegangen, um Arbeiter aus der Innenstadt nach #Siemensstadt zu bringen.
1980 stellte die auch in West-Berlin für die S-Bahn zuständige DDR-Reichsbahn den Betrieb auf der Strecke nach einem Streik ein. Die Arbeiter fuhren auf der neuen U-Bahn-Linie 7.
Die Mittel sind begrenzt
Das Land hat sich jedoch alle Möglichkeiten offen gehalten: Den Antrag der Bahn, die Trasse aufzugeben, hatte der Senat wiederholt zurückgewiesen, zuletzt in diesem Jahr. „Wir müssen die Kosten im Blick behalten“, begründete ein Bahnsprecher die Anträge. „Sie werden letztlich der Allgemeinheit aufgebürdet.“ Der Staatskonzern gab nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Jahren …
Am kommenden Wochenende können die schöne Landschaft des #Fläming und interessante Orte der Region im Rahmen der #48-Stunden Aktion des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (#VBB) mit Bahn und #Bus erkundet werden. Eine der Hauptattraktionen ist der #Flämingmarkt in #Treuenbrietzen, den Infrastrukturministerin Kathrin Schneider am Sonnabendvormittag eröffnet.
Termin: Sonnabend, den 10.09.2016
Zeit: 10.00 Uhr
Ort: Vor dem Rathaus Treuenbrietzen, Großstraße 105
„Die Innenstadt von Treuenbrietzen ist ein sehenswertes Beispiel für die positive Entwicklung, die Städte mit historischen Stadtkernen im Land genommen haben. Zahlreiche historische Gebäude sind saniert und werden unter anderem von Verbänden und Vereinen genutzt. Auf diese Weise werden unsere Innenstädte zu lebendigen Mittelpunkten, wo es sich gut auf Stadtfesten wie dem Flämingmarkt feiern lässt. In diesem Jahr ist es wieder leicht dabei zu sein. Busse bringen die Fahrgäste an diesem Wochenende im 30-Minuten-Takt auch an die vielen anderen interessanten Orte in der Region. Von Berlin aus, ist der Fläming gut mit der Bahn erreichbar“ sagte Ministerin Schneider im Vorfeld der Eröffnung des Flämingmarktes.
Während der 48-Stunden-Aktion besteht auch die Möglichkeit eine 1 ½-stündige geführte Busrundtour zu machen, bei der die Naturschönheiten, Sehenswürdigkeiten und Aktionen des Flämings zu erleben sind. Der Flämingmarkt in Treuenbrietzen steht mit auf dem Routenplan. Startpunkt der Busrundtour ist der Bahnhof #Brück (Mark). Die Busse fahren ab 10:13 Uhr bis 17:13 Uhr alle 30 Minuten über Linthe, Schlalach, Treuenbrietzen, Feldheim, Niemegk und Locktow zurück zum Startpunkt. Es ist möglich am Ort seiner Wahl auszusteigen und später wieder weiterzufahren. Unter anderem öffnen zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag viele Kirchen und Mühlen ihre Türen. Weitere Informationen auch zu den Verbindungen von und nach Berlin unter:
Mit #zusätzlichen #Fahrten und #verlängerten #Zügen stellt sich die #S-Bahn Berlin auf das am Wochenende zu erwartende höhere #Verkehrsaufkommen ein. Ob Pyronale, Festival der Riesendrachen, das Lollapalooza-Festival oder das Union-Fußballspiel gegen den Karlsruher SC – die entspannte An- und Abreise mit der S-Bahn ist die beste Alternative zu Stau und Parkplatzsuche.
Die S-Bahn Berlin erweitert für die Besucher der #Pyronale auf dem Maifeld am Freitag, 9. September, und Samstag, 10. September, das Fahrtenangebot. Zur Anreise wird jeweils ab 18.30 Uhr mit den Zügen der Linien S5 und S75 ein Fünf-Minuten-Takt zwischen den Bahnhöfen der Stadtbahn und dem Olympiastadion angeboten. Dieser gilt entsprechend auch zur Abreise nach Veranstaltungsende.
Besucher des #Lollapalooza-Festivals am 10. & 11. September im Treptower Park sollten in jedem Falle die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, da keine Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Mit den Ringbahnlinien S41/S42 sowie den Linien S8, S85 und S9 besteht ein dichtes Zugangebot zum Veranstaltungsgelände. Die nächstliegenden S-Bahn-Stationen sind Treptower Park und Plänterwald. (Baubedingt fahren auf den Linien S5, S7 und S75 zwischen Ostbahnhof – Ostkreuz und Lichtenberg keine Züge!)
Die S-Bahn Berlin empfiehlt unbedingt die Hinweise der Veranstalter zu den Zugangsregeln zu beachten: http://www.lollapaloozade.com/dein-ticket-dein-eingang/. Zur Abreise der Teilnehmer sind ab zirka 22 Uhr zusätzliche Züge der Linien S41/S42 zwischen Hermannstraße – Ostkreuz und Gesundbrunnen unterwegs.
Das Festival der #Riesendrachen auf dem Tempelhofer Feld am Samstag, 10. September, ist über den S-Bahnhof Tempelhof erreichbar. Mit den Linien S41/S42, S45 und S46 besteht durchschnittlich ein Fünf-Minuten-Takt. Auf der Linie S46 fahren zur Erhöhung der Platzkapazitäten an diesem Samstag Acht-Wagen-Züge.
Für die Anreise der Fußballbegeisterten zur Begegnung 1. FC Union – Karlsruher SC in der Alten Försterei verdoppelt die S-Bahn Berlin am Samstag, 10. September, ab 13 Uhr, die Platzkapazitäten auf der Linie S3. Es kommen Acht-Wagen-Züge zum Einsatz. Die zusätzlichen Kapazitäten stehen auch nach Spielende zur Verfügung.
Am Sonnabend, 17. September #feiert der #Bahnknoten#Cottbus von 10 bis 17 Uhr seine #150jährige Geschichte und präsentiert gleichzeitig den umfassenden #Umbau des Cottbusser Bahnhofes. Wenige Tage nach dem offiziellen Start des #Großvorhabens Bahnhofsumbau, das den Bahnhof fit für die Anforderungen der Zukunft machen wird, werden Geschichte und Zukunft gefeiert.
Vor 150 Jahren begann die #Eisenbahngeschichte in Cottbus und der Bahnverbindung Berlin – Cottbus. Ein guter Anlass, auf diese zurück zu blicken und zu zeigen, was sich in jüngster Zeit und aktuell bei der Entwicklung der Bahn in Cottbus tut. Erst kürzlich wurde die Verbindung Berlin – Cottbus, zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus, umfassend ausgebaut, aktuell läuft der Bahnhofsumbau und das Land Brandenburg plant den zweigleisigen Ausbau der Strecke.
Friedemann Keßler, Regionalbereichsleiter Ost der DB Station&Service AG, und Dezernent Thomas Bergner von der Stadt Cottbus eröffnen das vielgestaltige Programm im Empfangsgebäude. Der Chor des Staatstheaters sorgt für die künstlerische Umrahmung.
Am Bahnhof kann man bereits einen Blick in die Zukunft werfen und einen virtuellen Rundgang durch die umgebaute Verkehrsstation unternehmen.
Darsteller in historischen Bahnuniformen, eine Ausstellung der Parkeisenbahn und Bahnhofsmodelle am Stand der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg geben Einblicke in die Eisenbahngeschichte. Die Bundespolizei zeigt Präventionsübungen und für die Kleinen gibt es Spaß in der Kinderecke. Natürlich fehlt auch keine Tombola.
Am alten Spreewaldbahnhof sind Servicefahrzeuge und Maschinen der DB zu sehen.
Im DB Regio Werk ist eine vom Lausitzer Dampflok Club e.V. unterstützte Fahrzeugausstellung zu bestaunen. Führerstandsmitfahrten auf einer Dampflok und eine Gartenbahn für Kinder sind hier Höhepunkte für Familien und Fans.
Das Fahrzeuginstandhaltungswerk lädt zu einem „Tag der offenen Tür – light“ ein und der Modellbahnverein zeigt seine Schätze.
Zwischen dem Bahnhof und dem Regio Werk ist Shuttleverkehr eingerichtet, ebenso zwischen allen Standorten mit Bus bzw. historischer Straßenbahn von Cottbus Verkehr.
Das Stellwerk B23 kann ebenso besichtigt werden wie das Eisenbahnbetriebsfeld des Lausitzer Dampflok Club e.V.
Die #Flughafengesellschaft kann sich offenbar Hoffnungen machen, dass die ausstehende #Baugenehmigung für den #BER bald erteilt wird. Der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD), sagte am Donnerstag der "Märkischen Allgemeinen", die Baubehörde des Landkreises habe die Unterlagen gesichtet und keine weiteren Beanstandungen."Alle Unterlagen sind prüffähig, und die Einschätzung ist gut", zitiert das Blatt Loge.
Der Landrat geht demnach davon aus, dass der #Brandschutzgutachter bis zum 7. Oktober voraussichtlich einen positiven Bescheid ausstellen wird. Dann wäre das Genehmigungsverfahren beendet und der BER könnte fertig gebaut werden.
Bereits am Montag hatte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) dem rbb-Magazin "Brandenburg aktuell" gesagt, Loge halte das zuletzt beantragte Paket für "grundsätzlich genehmigungsfähig".
Rauch könnte vom Bahnhof ins Terminal ziehen
Im Detail geht es um den fünften Nachtrag zur Baugenehmigung. In diesem geht es laut Flughafengesellschaft [Link] unter anderem um die Aufteilung der Entrauchungsanlage im Fluggastterminal in mehrere kleinere Anlagen.
Die neue #S-Bahn für Berlin und Brandenburg kommt. Bereits im Oktober dieses Jahres können #Fahrgäste einsteigen und sich einen ersten Eindruck von Design und Ausstattung der künftigen #Fahrzeuggeneration verschaffen. Möglich macht es das #begehbare#Modell eines Einzelwagens im Maßstab 1:1. Über ein Online-Bewerbungsverfahren gibt die S-Bahn Berlin einer breiten Auswahl unterschiedlicher Nutzergruppen die Gelegenheit, das neue Fahrzeug kennen zu lernen.
Die grundlegenden Funktionalitäten des neuen Fahrzeugtyps sind durch die Besteller der Verkehrsleistungen – die Länder Berlin und Brandenburg – definiert. Das Herstellerkonsortium Stadler/Siemens und die S-Bahn Berlin haben ein entsprechendes Fahrzeugkonzept entwickelt.
„Die neue S-Bahn soll die S-Bahn für alle werden“, sagt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Dabei sind die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Nutzergruppen unter einen Hut zu bringen. Jetzt möchten wir wissen, wie gut uns das gelungen ist. Jeder Hinweis ist wichtig, auch wenn wir nicht alle Wünsche werden erfüllen können.“
Für die Prüfung der Alltagstauglichkeit des Innen- und Außendesigns sucht die S-Bahn Berlin weibliche und männliche Testpersonen jeglichen Alters. Auch Gelegenheitskunden und (Noch-)Nicht-S-Bahn-Fahrer können mitmachen. Ebenso sind Fahrradfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Fahrgäste mit Hund willkommen, um die neuen Mehrzweckbereiche auszuprobieren.
Um eine möglichst breite Beteiligung der Nutzergruppen sicherzustellen hat sich die S-Bahn Berlin für ein einfaches Online-Bewerbungsverfahren entschieden, das ab sofort bis zum 19. September läuft: www.s-bahn-berlin.de.
An sieben Terminen im Oktober haben die ausgewählten Teilnehmer die Gelegenheit, sich in jeweils rund zweistündigen Veranstaltungen auf dem Gelände der S-Bahn-Hauptwerkstatt Schöneweide grundlegend mit dem neuen Fahrzeugkonzept vertraut zu machen.
Eindrücke, Wünsche und Bewertungen halten die Testpersonen in einem Fragebogen fest. Die ausgewerteten Ergebnisse werden im weiteren Entwicklungsprozess der neuen S-Bahn für Berlin berücksichtigt.
Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre
Schriftliche Anfrage wie folgt:
Frage 1: Um wie viele Minuten (kumuliert) #verspäteten
sich die eingesetzten #Züge der #BVG im Zeitraum vom
01.11.2015 bis 30.06.2015? (Bitte nach Monat und Linie
aufschlüsseln)
Frage 2: Um wie viele Minuten (kumuliert) verspäteten
sich die eingesetzten #Busse der BVG im besagten
Zeitraum? (Bitte nach Monat und Linie aufschlüsseln)
Antwort zu 1. und 2.: Eine linienscharfe Erfassung der
Verspätungsminuten ist gemäß Verkehrsvertrag nicht
vorgesehen. Im Rahmen der Berichterstattung der Berliner
Verkehrsbetriebe (BVG) an den Aufgabenträger wird
die Pünktlichkeit der einzelnen Verkehrsträger übermittelt.
Die regelmäßigen Abfahrten an Haltestellen der Stra-
ßenbahn, der U-Bahn und des Busses werden hinsichtlich
ihrer zeitlichen Lage in pünktliche und unpünktliche Abfahrten
unterteilt. Als pünktlich gilt eine Abfahrt von
einer Haltestelle, sofern sie maximal 90 Sekunden verfrüht
oder maximal 210 Sekunden verspätet ist. Als unpünktlich
gilt eine Abfahrt, wenn keine tatsächliche Fahrt
im pünktlichen Toleranzbereich liegt und wenn eine Fahrt
zwischen 211 Sekunden Verspätung und der Zeit bis zur
nächsten im Fahrplan ausgewiesenen Abfahrt (bei Takten
bis einschließlich 10 Minuten) bzw. 10 Minuten Verspätung
(bei Takten über 10 Minuten) erfolgt. Alle anderen
Fahrten gelten als unregelmäßig. Die als pünktlich
registrierten Abfahrten gemessen an allen als pünktlich
oder unpünktlich bewerteten Fahrten geben die Pünktlichkeitsquote
in Prozent an.
Für die Pünktlichkeit bei der U-Bahn, bei der Straßenbahn
und beim Bus ergaben sich gemäß Bericht der BVG
AöR für den Zeitraum November 2015 bis Juni 2016
folgende Anteile an pünktlichen Abfahrten pro Linie
(Angaben in Prozent):
Pünktlichkeit U-Bahn und Straßenbahn November 2015 bis Juni 2016
Frage 3: Um wie viele Minuten (kumuliert) verspäteten
sich die eingesetzten Züge der S-Bahn Berlin im besagten
Zeitraum? (Bitte nach Monat und Linie aufschlüsseln)
Antwort zu 3.: Die Verspätungsminuten gemäß der
von der S-Bahn Berlin GmbH an die Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) übergebenen Liefernachweise
für die Monate November 2015 bis Juni 2016
wurden bereits in den Antworten zu den Schriftlichen
Anfragen Nr. 17/17973 (Antwort zu Frage 3) und Nr.
17/18907 (Antwort zu Frage 3) dargestellt.
Eine summarische Aufschlüsselung der Verspätungsminuten
auf einzelne Linien ist nicht Bestandteil der vereinbarten
Liefernachweise mit der S-Bahn Berlin GmbH.
Frage 4: Zu wie vielen Zugausfällen kam es bei der
BVG im besagten Zeitraum? (Bitte nach Monat und Linie
aufschlüsseln)
Frage 5: Zu wie vielen Busausfällen kam es bei der
BVG im besagten Zeitraum? (Bitte nach Monat und Linie
aufschlüsseln)
Antwort zu 4. und 5.: Die Zug- und Busausfälle bei
der BVG werden in Form von ausgefallenen Nutzkilometern
erfasst. Nutzkilometer entsprechen der Leistungsmenge
der Fahrten, die für Fahrgäste freigegeben sind,
auf dem regulären Linienweg. Die ausgefallenen Nutzkilometer
nach Linien und Monaten gemäß Bericht der
BVG AöR für den Zeitraum November 2015 bis Juni
2016 wurden bereits in den Antworten zu den Schriftli-
chen Anfragen Nr. 17/17973 (Antwort zu Frage 2) und
Nr. 17/18907 (Antwort zu Frage 2) dargestellt.
Frage 6: Zu wie vielen Zugausfällen kam es bei der SBahn
Berlin im besagten Zeitraum? (Bitte nach Monat
und Linie aufschlüsseln)
Antwort zu 6.: Die störungsbedingten Ausfälle gemäß
der von der S-Bahn Berlin GmbH an den VBB übergebenen
Liefernachweise für die Monate November 2015 bis
Juni 2016 wurden bereits in den Antworten zu den
Schriftlichen Anfragen Nr. 17/17973 (Antwort zu Frage
4) und Nr. 17/18907 (Antwort zu Frage 4) dargestellt.
Eine summarische Aufschlüsselung der Ausfälle auf
einzelne Linien ist nicht Bestandteil der vereinbarten
Liefernachweise mit der S-Bahn Berlin GmbH.
In den Antworten zu den Schriftlichen Anfragen Nr.
17/17973 (Antwort zu Frage 5) und Nr. 17/18907 (Antwort
zu Frage 5) wurden zudem die Werte ausgefallener
Zugkilometer (Zugkm) für die Monate November 2015
bis Juni 2016 dargestellt.
Frage 7: Wie viele Minuten Verspätungen und Zugausfälle
gab es im besagten Zeitraum aufgrund von
a) technischen Störungen und
b) Witterungseinflüssen wie z. B. Überflutung nach
Unwetterereignissen oder umgestürzte Bäume.
(Bitte nach Monat und Linie aufschlüsseln)
Antwort zu 7. a): Gemäß der durch die S-Bahn Berlin
GmbH an den VBB übergebenen Liefernachweise kam es
im Zeitraum vom 1. November 2015 bis 30. Juni 2016 zu
folgenden Verspätungen [Minuten] und Zugausfällen
aufgrund technischer Störungen:
Monat Ausfälle technische Störung ** Verspätungsminuten*
November 2015 651 6.742
Dezember 2015 583 4.508
Januar 2016 1.195 10.538
Februar 2016 523 4.661
März 2016 572 4.550
April 2016 618 5.783
Mai 2016 798 7.265
Juni 2016 1.015 8.304
* Länder Berlin und Brandenburg gesamt
** In die angegebenen Summenwerte geht jede vollständig ausgefallene
Zugfahrt mit dem Wert 1 ein. Nur teilweise ausgefallene Zugfahrten werden
entsprechend des prozentualen Anteils des ausgefallenen Streckenabschnitts
mit einem Wert zwischen 0 und 1 berücksichtigt. Länder Berlin und Brandenburg
gesamt.
Antwort zu 7. b): Gemäß der durch die S-Bahn Berlin
GmbH an den VBB übergebenen Liefernachweise kam es
im Zeitraum vom 1. November 2015 bis 30. Juni 2016 zu
folgenden Verspätungen [Minuten] und Zugausfällen
aufgrund von Witterungseinflüssen:
Monat Ausfälle witterungsbedingte Störung ** Verspätungsminuten*
November 2015 – 4
Dezember 2015 – –
Januar 2016 27 106
Februar 2016 – –
März 2016 – –
April 2016 – –
Mai 2016 68 288
Juni 2016 24 123
* und ** siehe oben
Frage 8: Wie viele Zugkilometer wurden im besagten
Zeitraum insgesamt von der S-Bahn Berlin nicht erbracht
und in welcher Höhe bewegt sich der aus diesem Grund
nach § 17 Abs. 1 des „Verkehrsvertrags zwischen dem
Land Berlin, dem Land Brandenburg und der S-Bahn
Berlin GmbH über die Bedienung der Strecken im SBahnverkehr
der Region Berlin/Brandenburg in den Jahren
2003 bis 2017“ nicht an die S-Bahn Berlin gezahlte
finanzielle Betrag?
Antwort zu 8.: Gemäß der von der S-Bahn Berlin
GmbH an den VBB übergebenen Liefernachweise wurden
im Land Berlin im Zeitraum 01.11.2015 bis 30.06.2016
ca. 0,96 Mio. Zugkm nicht erbracht. Der monetäre Wert
dieser nicht erbrachten Zugkm beträgt ca. 8,65 Mio. EUR.
Entsprechend den Regularien des Verkehrsvertrages
erfolgt die endgültige Feststellung der finanziellen Beiträ-
ge für die Jahre 2015 und 2016 im Rahmen der Schlussabrechnungen.
Bei Änderungen des Verkehrsangebots sowie Leistungsstörungen,
die zu einer erheblichen Verringerung
des tatsächlichen finanziellen Beitrags für das jeweilige
Kalenderjahr führen, werden bereits die monatlichen
Abschläge angepasst. Für den Zeitraum November 2015
bis Juni 2016 wurde der finanzielle Beitrag durch das
Land Berlin insgesamt um 4,11 Mio. EUR gekürzt.
Berlin, den 05. September 2016
In Vertretung
C h r i s t i a n G a e b l e r
…………………………..
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 07. Sep. 2016)