VBB: Vergabeverfahren „Netz Lausitz“ gestartet Mehr Verkehr auf der Schiene für die Lausitz, aus VBB

Mehr Verkehr auf der Schiene für die Lausitz
Land Brandenburg und #ZVNL stärken die Schiene
Halbstundentakt zwischen #Cottbus und #Senftenberg
Neue Direktverbindungen innerhalb der Lausitz
Höhere Qualitätsstandards bei den Fahrzeugen
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (#VBB) hat die Vergabeunterlagen im #Wettbewerbsverfahren Netz #Lausitz veröffentlicht. Das europaweite Vergabeverfahren wird im Auftrag des Landes Brandenburg und des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) durchgeführt. Im zukünftigen Netz Lausitz wird das Angebot für die Fahrgäste auf der Schiene durch neue Direkt-, Früh- und Spätverbindungen und durch eine zusätzliche Linie zwischen Cottbus und Senftenberg deutlich erhöht. Auf Verbesserungen dürfen sich die Fahrgäste auch bei der Qualität der eingesetzten Fahrzeuge freuen. Die Betriebsaufnahme ist für Dezember 2022 vorgesehen.
Mit dem eingeleiteten Vergabeverfahren beabsichtigen das Land Brandenburg und der ZVNL als Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs in Berlin-Brandenburg sowie im Raum Westsachsen eine Neuordnung der Verkehre auf den Achsen Frankfurt(Oder) – Cottbus – Falkenberg – Leipzig sowie Cottbus – Senftenberg – Ruhland – Elsterwerda – Falkenberg (Elster). Eisenbahnverkehrsunternehmen sind nun aufgerufen, sich für den Betrieb des Netzes Lausitz zu bewerben.Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider: „Mehr Züge, bessere Takte und bessere Qualität sind das Motto für die Offensive, die wir im Schienenpersonennahverkehr gestartet haben. Unser Ziel ist, 10 Millionen mehr Zugkilometer auf die Schienen zu bringen. Dafür stehen die Bestellungen für das Netz Elbe Spree genauso wie das Projekt i2030 für den Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Berlin und Brandenburg. Die Ausschreibung für das Netz Lausitz ist der nächste Schritt. Damit verbessern wir die Bahnverbindungen auch in Süd – und Ostbrandenburg. Das ist eine wichtige Unterstützung für die weitere Entwicklung in den ländlichen Regionen und den Strukturwandel in der Lausitz.“Landrat Kai Emanuel, Verbandsvorsitzender des ZVNL: „Wir freuen uns, den Fahrgästen auch weiterhin zwischen Leipzig, Torgau und Cottbus ein stabiles Fahrplanangebot bieten zu können, welches zudem mehr Sitzplätze bereithalten wird.“VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel: „Nach dem erfolgreichen Vergabeverfahren Netz Elbe-Spree setzen wir unsere Offensive für mehr Angebote und mehr Qualität auf der Schiene nun auch in der Lausitz fort. Dichtere Takte und mehr Platz in den Zügen für Fahrgäste, Kinderwagen und Gepäck und WLAN-Zugang setzen wir als Qualitätsstandards, die wir im gesamten Verbundgebiet umsetzen werden.“ZVNL-Geschäftsführer Oliver Mietzsch: „Erstmals fahren die Züge von Leipzig über Cottbus weiter bis Frankfurt/Oder und schließen damit auch die für ihre Backsteingotik bekannte Geburtsstadt Heinrichs von Kleist direkt an Leipzig an.“Mehr AngeboteIm künftigen Netz Lausitz wird zusätzlich zu den bereits heute fahrenden Linien RE18 und RB49 künftig die neue RE-Linie RE13 zwischen Cottbus und Senftenberg eingeführt. Dadurch entsteht auf dieser Strecke ein attraktiver Halbstundentakt, der den Fahrgästen unter anderem auch eine neue Umsteigeverbindung von Großräschen nach Cottbus ermöglicht. Durch den Einsatz zusätzlicher Züge am Morgen und Abend wird auch die Verbindung nach Leipzig gestärkt.Nach Vorliegen der infrastrukturellen Voraussetzungen können ggfs. optional Expresszüge zwischen Cottbus und Leipzig beauftragt werden, die die Fahrgäste schneller an ihr Ziel bringen. Mit der zukünftig durchgehenden Verbindung zwischen Frankfurt, Cottbus, Falkenberg und Leipzig (RE10, RB11) können zusätzliche Direktverbindungen angeboten werden (z.B. Guben – Finsterwalde oder auch Eisenhüttenstadt – Leipzig), die das Nahverkehrsangebot deutlich aufwerten.Mehr QualitätZum Einsatz im Netz Lausitz kommen moderne und barrierefreie Fahrzeuge. Für die Fahrgäste bedeutet das mehr Komfort durch größere Sitzabstände und mehr Platz für Gepäck. Die Anzahl der Plätze steigt auf der Linie zwischen Cottbus und Leipzig von 224 auf 300, auf den übrigen Linien von 112 bzw. 160 auf 180. Der sogenannte barrierefreie Mittelwagen in der Zugmitte soll alle Anforderungen an die Barrierefreiheit zusammenfassen. Wie auch beim Netz Elbe-Spree werden im Netz Lausitz diverse weitere Qualitätsstandards gesetzt werden wie kostenloses WLAN zuzüglich eines für mobile Endgeräte nutzbaren dynamischen Informationsportals, eines Service- oder Hilferufs und exklusive Stellplätze für Fahrräder. Die Wertung der Angebote erfolgt zu 30 % über die Qualität der Angebote. Die Bieter sind aufgefordert, weitere neue Qualitätsstandards zu setzen.Im Vergabeverfahren Netz Lausitz führen die Aufgabenträger erstmalig eine sogenannte e-Vergabe durch. Das bedeutet, dass das Verfahren einschließlich Angebotslegung ausschließlich digital durchgeführt wird. Die Bekanntmachung im EU-Amtsblatt kann unter folgendem Link auf der VBB-Homepage eingesehen werden: vbb.de/wettbewerb-bahnverkehr.Der Vertrag hat eine Laufzeit von 13 Jahren beginnend ab Dezember 2022.Das jährliche Gesamtvolumen beträgt 4,3 Mio. Zugkilometer. Das künftige Netz LausitzRE10 Frankfurt (Oder) – Cottbus – LeipzigOptional RE10V sechs Verstärkerzüge Cottbus – Leipzig mit um ca. 15 Minuten kürzerer Fahrzeit. Die Fahrten sollen den Anschluss an den Fernverkehr in Leipzig ermöglichen.RE13 Cottbus – Senftenberg – ElsterwerdaRB11 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Calau – Falkenberg (Elster)RB49 Cottbus – Senftenberg – Elsterwerda – Falkenberg (Elster)Die Linien RE15, RE18 und RB31 fahren weiterhin wie bisher und werden zu einem späteren Zeitpunkt neu ausgeschrieben.

Straßenverkehr: Baufällige Brücken in Berlin Auch die Mühlendammbrücke wird zur Großbaustelle Neben der Elsenbrücke soll die Spreequerung am Mühlendamm abgerissen und neu gebaut werden., aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/baufaellige-bruecken-in-berlin-auch-die-muehlendammbruecke-wird-zur-grossbaustelle/23679174.html

Die Nachricht war fast untergegangen im Schrecken um die #Elsenbrücke: Auch die #Mühlendammbrücke wurde für nicht sanierungsfähig befunden und muss neu gebaut werden. Damit droht eine weitere #Spreequerung zur vieljährigen Großbaustelle zu werden – massive Staus inklusive.

Als ostwärtige Verlängerung der chronisch verstopften Leipziger Straße trägt die achtspurige Mühlendammbrücke pro Tag mehr als 72.000 Fahrzeuge. Damit ist sie eine der meistbefahrenen Stadtstraßen überhaupt. Sie ist Ende der 1960er-Jahre in der DDR zur selben Zeit und nach demselben Verfahren wie die Elsenbrücke errichtet worden. Der Unterschied, zumindest momentan: Bei Untersuchungen erwies sie sich zwar als marode, aber nicht als einsturzgefährdet angesichts der über die Jahre stark gewachsenen Verkehrslast.
Besondere Lage am historischen Stadtzentrum

Ein Sprecher von Verkehrssenatorin Regine Günther (für Grüne) teilte auf Anfrage mit, dass wegen der besonderen Lage der Brücke am historischen Zentrum der Stadt zurzeit gemeinsam mit der Stadtentwicklungsverwaltung und der Baukammer ein Realisierungs- und Gestaltungswettbewerb vorbereitet werde. Anfang 2019 solle das #Wettbewerbsverfahren beginnen, das als Bedingung "eine Realisierung unter Aufrechterhaltung des Verkehrs" …

S-Bahn: Ausschreibung für S-Bahn-Verkehr 6 Jahre im Verzug

http://www.lok-report.de/ Weil die #Teilausschreibung für den Verkehr der Berliner #S-Bahn vor allem vom Berliner Senat jahrelang verschleppt wurde, tritt nun das ein, was der Berliner Fahrgastverband IGEB seit 2010 wiederholt befürchtet hatte: Nach dem Auslaufen des geltenden Vertrages, auf dessen Grundlage die DB-Tochter S-Bahn Berlin GmbH die #Verkehrsleistungen erbringt, wird die S-Bahn GmbH noch für Jahre per Direktvergabe weiterfahren, bevor das im #Wettbewerbsverfahren gefundene Unternehmen den Verkehr übernehmen kann. Diese Übergangszeit der Direktvergabe wird die Länder Berlin und Brandenburg viel zusätzliches Geld kosten, nicht zuletzt durch die teure Aufarbeitung der alten S-Bahn-Fahrzeuge (Baureihen 480 und 485), die die S-Bahn GmbH zum Ende des laufenden Verkehrsvertrages ab Dezember 2017 eigentlich ausmustern wollte.

Bestimmt wird die Dauer der Direktvergabe durch die Verfügbarkeit neuer S-Bahn-Fahrzeuge. Erst wenn der Gewinner im Wettbewerbsverfahren über neue Fahrzeuge verfügt, kann er den Verkehr aufnehmen. Durch die formelle Bekanntmachung der Absicht zur Direktvergabe vom 24. Juli 2014 wird nun deutlich, wie groß der Übergangszeitraum sein wird. Im Abschnitt „Kurze Beschreibung des Auftrags“ wird ausgeführt: „Direkt vergeben werden Verkehrsleistungen im SPNV auf den Linien S41, S42, S46, S47, und S8 der Berliner S-Bahn (Teilnetz Ring) und damit zusammenhängende Dienstleistungen für die Zeit vom 17.12.2017 bis zur Betriebsaufnahme durch den im derzeit durchgeführten wettbewerblichen Vergabeverfahren gefundenen Betreiber dieser Verkehrsleistungen. Die Betriebsaufnahme durch den im wettbewerblichen Vergabeverfahren gefundenen Betreiber ist derzeit wie folgt vorgesehen: • 06.11.2020 S47 Spindlersfeld—Tempelhof/Südkreuz(—Bundesplatz); • 06.05.2022 S46 Königs Wusterhausen—Hauptbahnhof; • 19.08.2022 S8 (Zeuthen—)Grünau—Hohen Neuendorf; • 17.02.2023 Stammzuggruppen der S41 und S42 Südkreuz—Südkreuz; • 18.08.2023 Tageszuggruppen der S41 und S42 Südkreuz—Südkreuz.“ Doch selbst diese Termine sind noch nicht sicher. Deshalb wird in der Bekanntmachung ergänzt: „Die Direktvereinbarung wird eine Verlängerungsoption für den Fall der Verzögerung einer Betriebsaufnahme durch den im wettbewerblichen Vergabeverfahren gefundenen Betreiber enthalten.“ Diese Bekanntmachung der Länder Berlin und Brandenburg ist ein Offenbarungseid und verdeutlicht auf drastische Weise das Versagen der beiden Länder, insbesondere des federführenden Berliner Senats (Pressemeldung IGEB, 28.07.14).

S-Bahn: BETREIBER FÜR FÜNF LINIEN GESUCHT Kaum einer will die Berliner S-Bahn, aus Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/betreiber-fuer-fuenf-linien-gesucht-kaum-einer-will-die-berliner-s-bahn,10809148,26613752.html

BERLIN – Mit einem #Wettbewerbsverfahren suchen Berlin und Brandenburg ein Unternehmen, das künftig die Züge auf dem Ring betreibt. Doch von einem echten Wettbewerb kann offenbar keine Rede mehr sein. Nur zwei Zugbetreiber nehmen noch am Verfahren teil. Konkurrenz belebt das Geschäft. So soll es in Zukunft auch bei der Berliner #S-Bahn sein. Mit Hilfe eines Wettbewerbsverfahrens wollen Berlin und Brandenburg ein Unternehmen finden, das ein Drittel des #S-Bahn-Betriebs übernimmt – und größtmögliche Zuverlässigkeit, niedrige Kosten sowie beste Qualität bietet. Doch von einem echten #Wettbewerb, der dies alles erreichen könnte, lässt sich nach Informationen der Berliner Zeitung inzwischen nicht mehr sprechen. Dem Vernehmen nach sind drei #Bewerber inzwischen …

S-Bahn: Während ein Ringbahn-Betreiber gesucht wird, fehlen wichtige Fahrzeuge, aus Die Welt

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/berlin/article118037301/Immer-Aerger-mit-der-S-Bahn.html

Die #S-Bahn in Berlin steht vor der nächsten Krise: Der Berliner Fahrgastverband #Igeb warnte bereits vor Monaten vor erheblichen Einschnitten im Verkehrsangebot, wenn der Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn Ende 2017 ausläuft. Inzwischen ist klar: Die Fahrgäste müssen sich auf einen jahrelangen #Notbetrieb mit alten Zügen einstellen. Es wird immer unwahrscheinlicher, dass die ab Ende 2017 dringend benötigten 200 neuen Doppelwagen für das Schnellbahnnetz in Berlin vorhanden sein werden. Grund dafür ist das schleppende #Wettbewerbsverfahren zur Suche nach einem neuen Betreiber für die wichtige Ringbahn und drei S-Bahn-Linien. Die europaweite #Ausschreibung des Milliardenauftrags war von Berlin und Brandenburg bereits im Sommer 2012 in Gang gesetzt worden, musste aber wegen eines juristischen Einspruchs das aktuellen S-Bahn-Betreibers, der Deutschen Bahn, im April dieses Jahres faktisch neu gestartet werden. Bisher ist nicht einmal die erste Phase …