Eine markante Frontpartie und ein satter Dieselmotorensound: Der neue Zug für Berlin und Brandenburg macht Eindruck. Am Donnerstag stellte die #Niederbarnimer Eisenbahn (#NEB) zwei Exemplare im Bahnhof Berlin- Friedrichstraße vor, dann brach das blau-weiße Duo zur Sonderfahrt auf. „Ein historisches Ereignis“, sagte die Brandenburger Infrastrukturministerin Kathrin #Schneider. Dies seien die ersten Triebwagen des #polnischen Herstellers #Pesa, die für Deutschland eine Zulassung haben, erklärte die SPD-Politikerin. Auch der stellvertretende polnische Ministerpräsident Mateusz #Morawiecki kam zur Feier am Gleis 2.
Sieben neue Züge werden nach und nach auf den Gleisen dieser Region erscheinen. Sie haben 140 Sitzplätze und Raum für zwei Rollstühle sowie zwölf Fahrräder. Nicht zu vergessen: Klimaanlagen, Videokameras und barrierefreie Toiletten. Zwei längere Züge mit 200 Sitzen sind bestellt, das #Eisenbahn-Bundesamt hat sie aber noch nicht zugelassen. Das Verfahren hat 2012 begonnen.
Mehr Züge über die Oder
„#Link“ heißen die Fahrzeuge, die 140 Kilometer pro Stunde schaffen. Das ist englisch und bedeutet Verbindung. In diesem Fall geht es auch um eine internationale Verbindung, so NEB-Chef Detlef #Bröcker. Zwar soll ihr Einsatz auf der Regionalbahnlinie #RB27 beginnen, wo sie zwischen Klosterfelde und Berlin-Gesundbrunnen fahren – vielleicht ab Ende nächster Woche. Doch bereits in der nächsten Stufe werden sie auf der RB 26, die Kostrzyn (Küstrin) mit Strausberg und Berlin-Lichtenberg verbindet, zu sehen sein. „Den Anfang macht wahrscheinlich der Frühzug aus Polen, der nach Rheinsberg weiterfährt“, so Bröcker.
Rund 1,3 Millionen Euro fließen in die #Neugestaltung der verlängerten #Hertzallee. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat eine Million Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Zentren“ akquiriert. Kofinanziert wird das Projekt mit 350.000 Euro von der TU Berlin. Das Baugebiet erstreckt sich entlang der #ehemaligen#Kurfürstenallee zwischen Fasanenstraße und Ernst-Reuter-Platz auf dem Campus der der TU Berlin mit der UdK Berlin als Nachbarin. Mit der Neugestaltung wollen Senat, Bezirk und Universitäten die Allee aufwerten und den Campus zur Stadt hin öffnen. Am 16. Juni wurde der Spatenstich zum Start des 1. Bauabschnittes vorgenommen.
Im ersten Bauabschnitt wird der Eingangsbereich an der Fasanenstraße bis zur Wegekreuzung in Höhe der TU-Mensa des Studierendenwerk Berlins umgestaltet. Der zweite Bauabschnitt sieht eine Erschließung der Sichtachse zum Ernst-Reuter-Platz hin vor. Entstehen soll eine autofreie Straße als Verbindung zwischen #Campusbereich und umliegenden Stadtraum, die nicht nur durch Universitätsangehörige genutzt werden kann, sondern auch Berlinerinnen und Berlinern einen attraktiven Aufenthalts- und #Begegnungsort bietet. Der Entwurf für die Neugestaltung entstand im Rahmen des Wettbewerbs „Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee“ im Herbst 2014 und wird durch die Bürogemeinschaft Lavaland & Treibhaus Berlin umgesetzt.
Ein Gemeinschaftsprojekt für die City West
Die bauliche Umsetzung des Projektes geschieht in Kooperation zwischen dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf als Träger der Maßnahme und Förderantragsteller, der TU Berlin als grundstücksverwaltende Dienststelle und Durchführende der Baumaßnahme, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft als Eigentümerin der Flächen sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt als Fördermittelgeberin.
Beim Spatenstich anwesend waren: Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt), Steffen Krach (Staatssekretär für Wissenschaft in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft), Reinhard Naumann (Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf), Marc Schulte (Stadtentwicklungs-stadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf), Prof. Dr. Christian Thomsen (Präsident der TU Berlin) und Prof. Martin Rennert (Präsident der UdK Berlin).
Statements der Beteiligten
Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt:
„Ich freue mich, dass der erste Teil der bedeutenden Wegeverbindung Hertzallee im Innenbereich des Campus auf dem besten Weg ist, Wirklichkeit zu werden. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem attraktiven Campus Charlottenburg, den die Technische Universität Berlin und die Universität der Künste Berlin mit Hilfe des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt seit 2014 vorbereitet haben.“
Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft:
„Der Campus Charlottenburg von TU Berlin und UdK Berlin ist bereits heute einer der vielfältigsten Standorte für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Gestaltung in Deutschland. Die Hochschulen profitieren dabei auch von den Kooperationen mit dem Stadtraum und der positiven Entwicklung der City West; und die City West profitiert in gleicher Weise von den Hochschulen. Mit der verlängerten Hertzallee wird nun der erste Schritt für weitere umfangreiche Baumaßnahmen gesetzt. Diese kommen der Wissenschaftsstadt Berlin insgesamt zugute.“
Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister Charlottenburg-Wilmersdorf:
„Es freut mich sehr, dass der Bezirk für die Realisierung dieses zukunftsweisenden Projekts eine Million Euro aus dem Bund-Länder-Programm ‘Aktive Zentren‘ akquirieren konnte und die Kofinanzierung seitens der TU Berlin gesichert ist. Großes Ziel ist die Aufwertung und Vernetzung des gemeinsamen Campus Charlottenburg der TU Berlin und der UdK Berlin mit den umliegenden Stadträumen. Dabei steht natürlich auch im Mittelpunkt, den Campus als Wissenschaftsstandort weiter zu entwickeln, denn die beiden Hochschulen stellen bedeutende Orte der Wissenschaft und der Kunst sowie einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die City West und Berlin dar.“
Marc Schulte, Bezirksstadtrat Charlottenburg-Wilmersdorf:
„Ich freue mich, dass nach intensiver Vorbereitung mit der Neugestaltung der verlängerten Hertzallee ab dem Jahr 2016 begonnen wird. Die Neugestaltung dieser wichtigen städtischen Verbindungsachse wird zur Visitenkarte des Campus Charlottenburg in der City West. Die Maßnahme trägt gleichzeitig zur Vernetzung der Universitäten mit dem städtischen Umfeld bei. Der Campus öffnet sich zur Stadt, insbesondere für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer.“
Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin:
„Die TU Berlin befindet sich in einem hochwertigen Stadtquartier mitten in der Hauptstadt. Das prägt uns und unser Handeln, da Universitätsentwicklung auch Stadtentwicklung bedeutet. Wir wollen unseren Campus in Richtung Stadtquartier weiter öffnen. Er soll sowohl für TU-Mitglieder wie auch für die Öffentlichkeit attraktiver werden. Die Neugestaltung der Hertzallee hilft uns dabei. Die Baumaßnahme sehen wir auch im Zusammenhang mit der Quartiersentwicklung an der S-Bahntrasse vom Bahnhof Zoo. Dort entstehen in naher Zukunft zwei große Wissenschaftshäuser und weitere Pläne existieren. Die neu gestaltete Hertzallee wird unseren Campus mit diesem Quartier verbinden und auf der anderen Seite unseren Campus in Richtung Ernst-Reuter-Platz durchlässig gestalten.“
Die erfolgreiche #Entwicklung der #Fahrgastzahlen in Berlin und Brandenburg setzte sich auch im Jahr 2015 fort. Die Zahl der täglichen Fahrgäste im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) stieg auf #3,81 Millionen (2014: 3,74 Mio.). Damit verzeichneten die 43 Verkehrsunternehmen im VBB insgesamt zwei Prozent mehr Fahrgäste als im Vorjahr. Entsprechend stiegen im vergangenen Jahr auch die Einnahmen der Verkehrsunternehmen über die Ticketerlöse auf 1,34 Milliarden Euro (2014: 1,27 Mrd.).
Im gesamten Jahr 2015 fuhren insgesamt rund 1,4 Milliarden Reisende mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Verbundgebiet – und erzielten damit erneut einen Fahrgastrekord. Das prozentuale Wachstum im Vergleich zum Vorjahr beträgt zwei Prozent und übersteigt damit deutlich den deutschlandweiten Wert der Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von 0,5 Prozent. Der Öffentliche Nahverkehr im VBB ist ungebrochen attraktiv und profitiert auch von positiven Rahmenfaktoren: So verzeichneten die Länder Berlin und Brandenburg im Jahr 2015 ein Bevölkerungswachstum (+1,1 %) sowie positive Entwicklungen bei Pendler- (+3,3 %), Schüler- (+1,6 %) und Touristenzahlen (+4,6 %). Auch die gestiegene Zahl der geflüchteten Menschen in Berlin und Brandenburg wirkte sich auf den Fahrgastzuwachs aus.
Starke Schiene in der Metropole – Bahnen ganz weit vorn
Deutliche Steigerungen der Fahrgastzahlen gab es im vergangenen Jahr im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) des Verbundgebietes. Mit rund 495 Millionen Reisenden im SPNV konnte die Fahrgastzahl um gut fünf Millionen gesteigert werden. Der Regionalverkehr legte 2,7 Prozent zu, die S-Bahn verzeichnete ein Plus von 0,7 Prozent. Das stärkste prozentuale Wachstum erreichte im Jahr 2015 der Öffentliche Personennahverkehr in Berlin. Die BVG mit ihren Bussen, U- und Straßenbahnen beförderte erstmals über eine Milliarde Fahrgäste und konnte damit die Anzahl an Fahrgästen um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.
Einen Rückgang verzeichnete der Busverkehr im Land Brandenburg. Auswirkungen der Streiks bei den regionalen Busverkehrsunternehmen sowie der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und zahlreiche Baustellen sorgten im vergangenen Jahr für negative Effekte auf den üÖPNV und für 4,4 Prozent weniger Fahrgäste.
Starke Abos überzeugen – Handyticket kommt an
Beim Kauf der Fahrtberechtigung für Busse und Bahnen entscheiden sich die Fahrgäste im VBB zunehmend für die günstigeren Abo-Angebote. Statt Einzelfahrtausweise zu erwerben, wird auf die monatliche Flatrate für den ÖPNV gesetzt. Mit rund 620.000 stieg die Zahl der Abonnenten im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um fast sieben Prozent. Stärkstes Abo-Produkt ist dabei die VBB-Umweltkarte Berlin AB, die inzwischen von mehr als 300.000 Stammgästen genutzt wird. Sehr beliebt ist auch das VBB-Abo 65plus, mit dem inzwischen knapp 100.000 Seniorinnen und Senioren in ganz Berlin und Brandenburg mit den Öffentlichen unterwegs sein können.
Immer mehr Fahrgäste schätzen auch die Möglichkeit, ihr Ticket mobil per VBB-App Bus&Bahn oder der BVG-App zu erwerben. Seit der Integration der Handyticketfunktion in die VBB-App vor zwei Jahren, haben sich bereits mehr als 50.000 Kunden registriert. Pro Monat melden sich durchschnittlich weitere 2.000 Neukunden an.
Attraktives Bus- und Bahnangebot: Vernetzt, digital, einheitlich
VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel wertet den erneuten Rekord bei den Fahrgastzahlen als tollen Erfolg, der die kontinuierliche Aufwärtsbewegung der letzten Jahre ungebrochen fortsetzt. „Die ersten Prognosen zeigen, dass sich auch in 2016 noch mehr Menschen für das Bus- und Bahnfahren entscheiden. Die Attraktivität des vernetzten Öffentlichen Nahverkehrs in Berlin und Brandenburg hängt allerdings weiter von zuverlässigen und schnellen Verbindungen ab. Viele Fahrgäste werden ihre gewohnten Wege im kommenden Jahr aufgrund zahlreicher Baustellen, insbesondere im Schienenverkehr, anpassen müssen. Wichtig ist dabei, dass frühzeitig und passend informiert wird. Der VBB setzt sich deshalb auch zukünftig dafür ein, dass die Belange der einheitlichen Fahrgastinformation und der Komfort der verkehrsmittelübergreifenden Fahrkarten auch digital weiter entwickelt werden.“
Pressedienst des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes vom 15. Juni 2016
Warum blenden SPD und CDU die Debatten der vergangenen Jahre und Monate aus?
Die Berliner Koalitionsfraktionen von SPD und CDU haben einen Antrag in das Abgeordnetenhaus eingebracht (Nr. 17/3028). Der Titel des Antrages lässt nichts gutes erahnen: „#Erweiterungen des #U-Bahn-Streckennetzes“ heißt er. Der Senat soll im Rahmen der Fortschreibung des Stadtentwicklungsplanes Verkehr mehrere U-Bahn-Verlängerungen prüfen und bewerten.
Wozu zum jetzigen Zeitpunkt ein solcher Antrag? Warum feiert ausgerechnet jetzt mit diesem Antrag die 200 km-Ausbauplanung aus den 1950er Jahren fröhliche Urständ? Hat es nicht im Oktober eine Umfrage unter SPD-Mitgliedern mit einem überwältigenden Ergebnis zum #Ausbau der #Straßenbahn gegeben? Hat nicht gerade erst der SPD-Fachausschuss Mobilität ein Positionspapier „Straßenbahn in Berlin 2030 plus“ verabschiedet und Berlins Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD!) in einem Zeitungsinterview Mitte Februar 2016 deutlich gemacht „Mehr U-Bahn-Linien gibt's erstmal nicht“. Aber: der Antrag passt zum Wahlprogramm der SPD. Da heißt es auf Seite 43: „Außerdem prüfen wir mittelfristig sinnvolle Erweiterungen des U-Bahn-Netzes“ – zum geforderten Straßenbahn-Ausbau finden sich nur einige, unverbindlich und allgemein gehaltene Sätze. Dass die Berliner CDU schon immer ein gespaltenes Verhältnis zur Straßenbahn hatte, ist nichts Neues.
Nichts spricht nach Ansicht des DBV gegen die Prüfung neuer U-Bahn-Verlängerungen. Nur: da der U-Bahn-Bau extrem teuer und langwierig ist (am 2,2 km langen Abschnitt Alexanderplatz – Brandenburger Tor wird seit 2009 gebaut, Fertigstellung nicht vor 2020, Kosten nach heutiger Schätzung knapp unter 100 Mio. Euro), sind solche Planungen zur Erweiterungen des Berliner U-Bahn-Netzes immer Kür, nie Pflicht! Durch die wachsende Stadt, strenge Umweltauflagen und die gewollte Förderung des Umweltverbundes muss die Politik andere Auswege suchen. Da helfen in den kommenden 50 Jahren irgendwelche sündhaft teuren U-Bahn-Planungen kaum etwas. Die oberste Prämisse in der Berliner Verkehrspolitik muss der schnelle Ausbau des Straßenbahn-, S- und Regionalverkehrsnetzes sein, verbunden mit der Förderung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs.
Wird dieser Antrag angenommen, wären damit auf Jahre Ressourcen in der personell dünn besetzten Verkehrsverwaltung gebunden. Berlin würde sich selbst lähmen und der notwendige Ausbau der Nahverkehrs, der jetzt auf den Weg gebracht werden muss, zum Erliegen kommen.
Pressedienst des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes vom 14. Juni 2016
Die Brandenburgische Landeshauptstadt Potsam lebt von ihrer Geschichte. Sie lebt davon nicht schlecht. Jedes Jahr aufs Neue steigen die Besucherzahlen und ebenfalls jährlich neue Zuzugsrekorde sind Ergebnis ungebrochenen Interesses.
Mit der Nummer 09156136 stehen in der Denkmalliste des Landes Brandenburg die Reste der ehemaligen #Eisenbahnwerkstatt#Potsdam am Hauptbahnhof. Es geht um die sogenannte '#Neue Halle' am östlichen Bahnhofskopf, inzwischen Friedrich-Engels-Straße, Bahngleisen und Nuthe. Um 1860 ist sie eingeweiht worden und gehört damit zu den ältesten #Industriedenkmalen in Potsdam. 1999 endete die Nutzung, 2007 wurde sie mit an einen Investor verkauft. Seitdem brannte es dort mehrmals, Vandalismus und Diebstähle taten ein Übriges. Ein bedeutendes Denkmal in Potsdam ist weiterhin dem Verfall preisgegeben.
Die Halle steht in der Denkmalliste, sie hätte damit eine geschichtlich herausragende Stellung, müsste sich der besonderen Aufmerksamkeit von Land und Stadt erfreuen. Der weitere Verfall sollte damit aufgehalten werden und ihr Erhalt gesichert sein. Was passierte jedoch bisher? Nichts.
Mehrere Nachfragen des Bahnkunden-Verbandes in den vergangenen Wochen bei der Stadt Potsdam blieben ebenso unbeantwortet wie eine Nachfrage beim Eigentümer zu seinen Plänen mit der Halle. So wird es nicht mehr lange dauern, bis die Halle abgerissen wird. Die Stadt ist ein Schandfleck los, der Eigentümer hat freie Hand zur lukrativen Entwicklung des Geländes. Der Denkmalschutz hat verloren. Und damit Potsdam.
Die Bahn hat schöne Pläne, die den Fahrgästen die #Wege#erleichtern sollen. Gleich an mehreren #S-Bahn-Stationen will sie #weitere#Zugänge schaffen – wie berichtet etwa am Bahnhof Tempelhof und am Westkreuz. Doch zwischen Plan und Bau vergeht oft viel Zeit, sodass sich Fahrgäste zumindest zunächst wohl doch noch gedulden müssen.
Beispiel Prenzlauer Allee: Bereits 2013 wollte die Bahn mit dem Bau eines weiteren Zugangs am Westende des Bahnsteigs beginnen, der für viele Fahrgäste den Weg vom und zum Zug verkürzen würde. Doch Anwohner protestierten, weil ein Spielplatz für etwa ein Jahr geschlossen werden müsste, da er als Baufeld vorgesehen ist. Nun läuft nach Angaben eines Bahnsprechers immerhin das Planfeststellungsverfahren, in dem auch die Einwände gegen den Zugangsbau behandelt werden. Nach gegenwärtigem Stand soll der Zugang frühestens 2019 fertig sein.
Am Bahnhof Zehlendorf ist man noch nicht einmal so weit. Dort streitet man sich seit Jahren, wo der zweite Zugang gebaut werden soll: Unter der Brücke am Teltower Damm, wie es die Bahn und der Senat favorisieren oder als Unterführung zwischen der Machnower Straße und dem so genannten Postplatz, wie es der Bezirk will. Gutachten sind erstellt; im Sommer könnte eine Vorentscheidung fallen. Mit einem Baubeginn rechnet man nicht vor 2020.
Andernorts sind die Pläne noch unverbindlicher
Auch woanders gibt es Pläne für weitere Zugänge an S-Bahn-Stationen. Sie sind aber noch unverbindlicher als an der Prenzlauer Allee und in Zehlendorf. Gleich mehrere Projekte gibt es im Nordabschnitt der S 25 (Teltow Stadt–Hennigsdorf). Am Bahnhof Alt-Reinickendorf ist nach Angaben des Bahnsprechers …
Wegen #Bauarbeiten in Priemerburg und im Raum Berlin werden vom 17. Juni bis 23. Juni #Fahrplanänderungen für die Züge der Linie #RE5 erforderlich.
Vom 17. bis 21. Juni werden die von/nach Rostock fahrenden Züge über Plaaz umgeleitet. Der Halt in Güstrow entfällt. Zwischen Güstrow und Plaaz verkehren Zu- und Abbringerbusse.
Am 18. und 19. Juni fallen die Züge zwischen Oranienburg und Berlin Hauptbahnhof aus. Der #Halt in Berlin #Gesundbrunnen#entfällt. Als #Ersatz kann die #S-Bahn genutzt werden. Auf Grund der längeren Fahrzeiten der S-Bahn werden die gewohnten Anschlüsse nicht erreicht.
Ab 22 Uhr fahren die Züge ab Oranienburg in Richtung Neustrelitz/Rostock zirka 30 bis 50 Minuten später.
Vom 19. bis 23. Juni fallen einzelne Züge zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz aus und werden durch Busse ersetzt. Die Haltestelle in Cammin wird nicht vom Bus angefahren. Zwischen Cammin und Burg Stargard (Meckl) fährt ein Zu- und Abbringer mit Taxen.
Es wird empfohlen, sich rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls eine frühere Verbindung zu nutzen.
Die Beförderung von Fahrrädern in den Bussen ist nicht möglich. Die Beförderung von Rollstühlen und Kinderwagen ist nur eingeschränkt möglich.
Weitere Informationen erhalten Reisende im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten, beim Kundendialog DB Regio Nordost unter: Telefon (0331) 235 6881/6882.
Es geht doch. Die Bahn kann das #Glasdach am Bahnhof #Spandau schneller #reinigen als geplant. Statt Ende 2018, wie bisher angegeben, sollen die Scheiben bereits in den nächsten Wochen sauber sein. Rund 100 000 Euro lässt die Bahn dafür springen.
Das bis zu 430 Meter lange Dach ist, wie berichtet, seit Jahren nicht mehr geputzt worden. Die extra entwickelte Reinigungsmaschine, intern Befahranlage genannt, kann wegen eines Defekts nicht mehr eingesetzt werden. Die empfindlichen Sensoren werden von der Spannung aus der Oberleitung gestört. Mit einer neuen Anlage rechnet die Bahn aber erst bis Ende 2018.
Da der Außenbereich nur mit der erforderlichen Technik geputzt werden könne, bestehe derzeit keine Möglichkeit, eine auch von der Bahn befürwortete Sonderreinigung vorzunehmen, hatte der Berliner Bahnchef Alexander Kaczmarek im März dem Spandauer Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD) mitgeteilt. Dieser reagierte „fassungslos“ und erklärte: wenn es nicht so traurig wäre, könne er gar nicht aufhören zu lachen.
Inzwischen fand die Bahn doch eine Lösung – technisch und finanziell. Über Leitern sollen nach Angaben von Oliver Kühn, Serviceleiter für die Bahnhöfe des Regionalbereichs Ost, die Reinigungskräfte vom Laufweg auf dem Dach aus die entfernteren Scheiben erreichen. Diese dürften für die Arbeiten nicht betreten werden.
Seit zehn Jahren wird der Berliner Bahnhof #Ostkreuz#umgebaut, bei #laufendem#Betrieb. Die Aussicht auf ein Ende der Bauarbeiten im kommenden Jahr lässt viele Pendler gelassener mit den regelmäßigen Einschränkungen umgehen. Doch der neue, alte Bahnhof begeistert nicht alle. Von Sarah Mühlberger
Ob auf den Rolltreppen, auf dem Ringbahnsteig oder auf den Gleisen: Überall Gedränge, Menschen, die sich im schnellen Strom zu den Zügen oder aus dem Bahnhof bewegen. Nur im "Infopunkt" ist außer Ludwig Neuenkirch niemand anzutreffen. "Das Wetter ist zu gut", sagt der Bürgerbeauftragte des Bahnhofs Ostkreuz, der in einem roten Container am Markgrafendamm jeden Dienstagnachmittag Rede und Antwort steht.
An normalen, also nicht hochsommerlichen Tagen, nutzen zwischen 40 und 60 Menschen das Angebot der Deutschen Bahn. Die meisten sind Eisenbahn-Fans, viele sind Touristen, gerade hat sich ein Mann aus Karlsruhe über den Fortschritt auf der Baustelle informiert. "Viele kommen regelmäßig vorbei und sind gut informiert, die wollen dann genau wissen, welche Brücke, welche Weiche sich seit ihrem letzten Besuch verändert hat", sagt Neuenkirch. Er macht das mit Begeisterung: "Ich verteidige das Projekt wie ein eigenes Kind", sagt der Berliner, der seit 1971 bei der Bahn arbeitet.