Die #Nachfrageentwicklung im Berichtsjahr 2024 verlief im #Schienenpersonenverkehr unterschiedlich. Während im #Schienenpersonennahverkehr mit insgesamt 65 Milliarden Personenkilometern ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden konnte (2023: 59 Mrd. Pkm), waren die Zahlen im #Schienenpersonenfernverkehr mit 47 Milliarden Personenkilometern leicht rückläufig (2023: 48 Mrd. Pkm). Die erbrachten 134 Milliarden #Tonnenkilometer im #Schienengüterverkehr sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zurückgegangen (2023: 137 Mrd. tkm). Die nicht-bundeseigenen Eisenbahnverkehrsunternehmen konnten in allen drei Verkehrsdiensten ihre Marktanteile leicht steigern.
WIESBADEN – Im Jahr 2024 waren in Deutschland mit 11,5 Milliarden #Fahrgästen rund 2 % weniger Fahrgäste im #Liniennahverkehr mit Bussen und Bahnen unterwegs als im Vor-Corona-Jahr 2019. Wie das Statistische Bundesamt (#Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg dagegen die #Beförderungsleistung, also die Strecke, die alle Fahrgäste gemeinsam zurücklegten, im Liniennahverkehr insgesamt auf 121 Milliarden #Personenkilometer. Das war ein Zuwachs von 7 % gegenüber 2019.
Die Zugverbindungen zwischen Berlin und #Polen werden ausgebaut, doch den Länderchefs aus Brandenburg und Sachsen geht dies nicht weit genug. Sie kritisierten „Sonntagsreden“, denen nicht genug Taten folgen würden.
Zwischen Berlin und einigen polnischen Städten sollen künftig mehr #Fernzüge fahren. Das gab die Deutsche Bahn nach einem Spitzentreffen mit Vertretern der #polnischen#Eisenbahnen und des Bundes am Mittwoch in Potsdam bekannt.
Die erste #Demonstration auf Schienen: das #Netzwerk Europäischer #Eisenbahnen (#NEE) zeigt am kommenden Montag in Berlin seine Power. Der Verband, der die nicht zum DB-Konzern gehörenden #Güterbahnen vertritt, hat seine Mitglieder in und durch die Bundeshauptstadt eingeladen. NEE-Geschäftsführer Peter #Westenberger: „Die Resonanz ist bombig, bei 20 Unternehmen mussten wir einen Strich ziehen.“
Hör das Signal, Berlin!
Die Güterbahnen wollen ihren bereits stark gewachsenen Beitrag zur klimafreundlichen #Logistik weiter aus- bauen. Westenberger: „Mit unserer #Sonderfahrt tragen wir drei Botschaften ins #Regierungsviertel. Erstens: Es gibt viele Güterbahnen und wir sind #leistungsbereit. Zweitens: Bei der geplanten Hilfe in der Corona-Krise dürfen die Wettbewerber vom Bund nicht schlechter behandelt werden als die Deutsche Bahn. Drittens: die Entlastung der Straßen vom #Güterverkehr mit Hilfe der Schiene braucht mehr politischen Druck.“
5 vor 12 am Hauptbahnhof
Von Westen kommend wird der Zug am späten Vormittag über Spandau und Charlottenburg zunächst die Stadt- bahn von West nach Ost befahren und dabei einen viertelstündigen Stopp im Berliner Hauptbahnhof einlegen, der von kurzen Ansprachen begleitet wird. Westenberger: „Die Ankunftszeit um fünf vor zwölf passt zur wirt- schaftlichen Lage mancher Güterbahnen.“ Vom Lockdown hätten sich viele Unternehmen bisher nicht erholen können, obwohl der Schienengüterverkehr hervorragend zur Versorgungssicherheit beigetragen hat.
Fairen Wettbewerb gewährleisten!
Bereits seit dem Frühjahr versuchen die Güterbahnen vergeblich, von der Bundesregierung Unterstützung
zu erhalten. Westenberger: „Die schon im Mai von der Regierung vorgeschlagene Eigenkapitalspritze an die Deutsche Bahn AG würde aber ausschließlich deren Güterverkehrstöchtern helfen.“ Mit der Sonderfahrt wollen die Wettbewerber nun die Bundesregierung sichtbar und auch gut hörbar an ihre europarechtlichen Pflichten erinnern, den fairen Wettbewerb auf dem Schienennetz zu erhalten. Westenberger: „Transportpreise auf Dumpingniveau, die nur durch Steuermittel an die DB möglich werden, gefährden die Existenz der Wett- bewerber und damit auch von Arbeitsplätzen.“ Die Wettbewerber erbringen schon heute mehr als die Hälfte des Schienengüterverkehrs in Deutschland. Anbietervielfalt stärkt unbestritten Qualität und Innovation und ist langfristig für Verlader und die Volkswirtschaft günstiger. Westenberger abschließend: „Jedenfalls wurde fairer Wettbewerb auf der Schiene gerade aus diesen Gründen mit der Bahnreform auf den Weg gebracht.“
Fahrtverlauf und Veranstaltung am Westhafen
Die genaue Strecke und die Durchfahrtszeiten der Fahrt, die vom Hauptbahnhof über Alexanderplatz, Ostkreuz und Rummelsburg nach Grünau und – nach dem dortigen einzigen weiteren geplanten Stopp samt Fahrtrich- tungswechsel – weiter über Neukölln, Südkreuz, Halensee, Westkreuz, Jungfernheide und Moabit schließlich ins Westhafen-Gelände führt, hat der Verband heute auf der Homepage www.die-gueterbahnen.com und in den sozialen Medien veröffentlicht. Eine Liste geeigneter Punkte, an denen der Zug beobachtet oder fotografiert werden kann, ergänzt das online-Angebot. Die im Anschluss an die Fahrt ab 14.00 Uhr geplante Diskussion mit Politikern, Wissenschaftlern und Unternehmern wird live gestreamt. Bilder und Videos unter anderem von der Bildung des Zuges werden später auf die Webseite und bei YouTube hochgeladen.
Die erste Demonstration auf Schienen
Anders als bei vielen anderen Protest-Zügen, die sich täglich durch die Bundeshauptstadt bewegen, wird die Fahrt keine Verkehrsbehinderungen auf der Straße und auch nicht für die Fahrgäste im Schienenpersonenver- kehr verursachen. Eines der beteiligten Unternehmen hat nach einer umfangreichen Untersuchung durch die Experten des Schieneninfrastrukturbetreibers DB Netz eine Fahrmöglichkeit (Trasse) gebucht, die „konfliktfrei“ ist. Westenberger: „Unsere Fahrt wird also keine Auswirkungen auf den planmäßigen Schienenpersonenverkehr haben, wenn es am Montagvormittag keine größeren Störungen im Berliner Netz gibt.“ Mit dem knapp 400 Me- ter langen Zug werden bei der geplanten Fahrt über die Stadtbahn und große Teile des Berliner Innenrings die Möglichkeiten der Schieneninfrastruktur ausgeschöpft. Über S-Bahn-Gleise wird der Zug überhaupt nicht rollen, weil er aus modernen elektrischen Loks gebildet und mit Ausnahme des „leider noch nicht elektrifizierten“ (Westenberger) südlichen Innenrings komplett abgasfrei und klimafreundlich mit grünem Strom aus der Ober- leitung versorgt wird. Eine der Loks übernimmt dabei die sogenannte Traktion, die übrigen werden geschleppt. Westenberger: „Insgesamt werden am Montag rund 100.000 Kilowatt potenzielle Leistung als Symbol für einen klimafreundlichen Güterverkehr durch die Stadt rollen.“
Als Schüler war Lars Quadejacob fasziniert von der Baureihe. Für das Deutsche Technikmuseum sicherte er den letzten Zug.
#Buxtehude/Berlin. Was für ein ungewöhnlicher Zug dies wohl ist? Diese Frage beschäftigte ihn schon als Jugendlicher, wenn er von #Neugraben aus mit der #S-Bahn weiter nach #Hamburg fuhr und wieder einmal in einen dieser etwas älteren Bahnzüge stieg, die bis in die 90er Jahre gelegentlich auch noch auf dieser Strecke eingesetzt wurden: #Blau-beige Wagen der Baureihe #471 , die schon Ende der 1930er Jahre durch Hamburg gerollt waren. „Die Fenster hatten zum Beispiel keine Gummidichtungen wie sonst, sondern Metallrahmen, das hat mich interessiert, ich wollte wissen warum“, sagt der heute 50-jährige Lars #Quadejacob, der damals Schüler auf dem Buxtehuder Gymnasium war.
Nachdem bereits 1924 bis 1927 die nördlichen Vorortstrecken nach #Bernau, #Oranienburg und #Velten auf #elektrischen Zugbetrieb umgestellt worden waren, erfolgte vor 75 Jahren die große „#Stadtbahn- Elektrisierung“. Die ersten Triebwagenzüge fuhren am 11. Juni 1928 zwischen Potsdam und Erkner.