Berlin. Gute Nachrichten für Berlins Nahverkehrskunden; In dem seit neun Monaten schwelenden Rechtsstreit zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (#BVG) und dem #Siemens-Konzern haben sich jetzt beide Seiten nach langwierigen Verhandlungen auf einen #Vergleich geeinigt. Damit kann die BVG jetzt beim Siemens-Konkurrenten #Stadler dringend benötigte neue #U-Bahnwagen bestellen. Siemens zieht im Gegenzug seine Klage gegen die umstrittene Auftragsvergabe zurück.
BVG-Chefin Sigrid #Nikutta dankte #Siemens für die „nun gefundene pragmatische Lösung“. Ernst #Reuß, Chef der U-Bahnsparte von Siemens, betonte, dass man mit der gefundenen Übereinkunft der BVG und den Bürgern in Berlin helfe. Allerdings kann die BVG nicht die komplette Anzahl von 80 gewünschten neuen U-Bahnwagen abrufen. Der Kompromiss mit Siemens sieht vor, dass das landeseigene Unternehmen in einem ersten Schritt bis zu 56 Wagen bestellen kann. Geliefert werden die 14 Vierwagenzüge schon nächstes Jahr. Weitere Wagen darf die BVG bei Stadler nur ordern, wenn bis Mitte nächsten Jahres 49 oder mehr U-Bahnwagen der Baureihe #F79 nicht mehr eingesetzt werden können, heißt es in der von beiden Unternehmen veröffentlichten Mitteilung. Bislang sind sechs der insgesamt 70 Wagen der rund 40 Jahre alten Baureihe wegen irreparabler #Schäden dauerhaft abgestellt.
Nach dem Streit ums #Ruderboot steht nun eine andere Fähre vorm Aus. Und im Südwesten fordern Bürger ein zweites #Boot am #Wannsee. Der Senat antwortet.
Es sind nur sechs Linien, und so manche Fahrt dauert auch nur schlappe zwei Minuten. Doch die #BVG-Fähren sind die Lieblinge der Stadt – und werden deshalb so leidenschaftlich umtost, wenn sie an die Leine genommen werden sollen.
Älteste #Fähre Berlins vor dem Aus
Der emotionale Zoff um das BVG-Ruderboot in #Rahnsdorf (zwölf Ruderschläge pro Richtung) hat sich gelegt, das Unikum wurde gerettet, doch die Aussichten für die Elektro-Fähre #F11 in Treptow haben sich wieder eingetrübt. In einer Antwort auf die Anfrage des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft wird der F11 eine Bedeutung für den Nahverkehr abgesprochen. Die #Fahrgastzahlen seien mit denen einer „schwach ausgelasteten“ Buslinie vergleichbar, die Kosten dagegen mit einer Viertelmillion Euro im Jahr deutlich höher. Die Fähre verbindet seit 1896 Baumschulenweg mit Oberschöneweide, damit ist sie die älteste Fährverbindung der Stadt.
Neue Brücke wenige hundert Meter entfernt
Doch seit Dezember 2017 gibt es wenige Hundert Meter entfernt die neue #Minna-Todenhagen-Brücke, über die eine neue Buslinie führt. Mit der Eröffnung der Brücke sollte der Fährbetrieb eingestellt werden, doch nach Hinweisen auf die bald fällige „Fährabschiedung“ im Leute-Newsletter für Treptow-Köpenick protestierte ein Bürgerbündnis und sammelte Unterschriften. Die Verkehrsverwaltung ließ sich auf einen Deal ein: Ein Jahr darf die Fähre weiterfahren, zugleich werden die Fahrgäste gezählt, um zu sehen, ob sich der Betrieb …
Gratis mit dem #Mietrad durch Berlin fahren – das ist für viele #Abo-Kunden der Berliner Verkehrsbetriebe (#BVG) seit Anfang dieser Woche möglich. Eine Kooperation, die das Landesunternehmen und #Deezer#Nextbike besiegelt haben, sieht vor, dass die blausilbernen #Mieträder des Unternehmens bis zu 20 Minuten lang kostenlos genutzt werden dürfen. „Mal eine gute Nachricht aus dem Leihfahrrad-Universum“, twitterte der Allgemeine-Deutsche Fahrrad-Club erfreut.
In der Tat waren zuletzt negative Aspekte in den Vordergrund gerückt. So wurde kritisiert, dass in Berlin zu viele Mieträder auf Gehwegen stehen. Dass der Vermieter Obike zahlungsunfähig ist und Ofo den Rückzug aus Deutschland plant, sorgte für weitere Schlagzeilen. Mit der Einladung zum kostenlosen Radeln ist nun wieder Positives zu vermelden.
Allerdings gibt es eine Reihe von Einschränkungen. So gilt das neue Angebot ausschließlich für Abo-Kunden der BVG, nicht für Kunden anderer Verkehrsunternehmen wie der S-Bahn. Wer es nutzen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Schüler- und Firmenticketinhaber dürfen die Offerte nicht nutzen, hieß es.
Schüler sind ausgeschlossen
„Abonnenten von Schülertickets erhalten erst ab August 2018 eine Chipkarte, die für die Nutzung des Angebots ja notwendig wäre, und werden daher erst in zukünftige Überlegungen einbezogen“, erklärte BVG-Sprecher Jannes Schwentu. Abgesehen davon muss man ohnehin mindestens 16 Jahre alt …
Die deutschen Hersteller hatten lange keinen #Elektrobus. Nun stellt #Daimler das Modell #eCitaro vor. 2019 wird der #E-Bus auch bei der Berliner #BVG eingesetzt.
Auf den Straßen Berlins wird der erste rein elektrische Bus von #Mercedes-Benz Anfang 2019 zu sehen sein. Die BVG hat 15 Exemplare des neuen Modells eCitaro bestellt, das Mercedes am Dienstag offiziell in Mainz präsentierte. Die Order ist Teil eines gemeinsamen Einkaufs mit der Stadt Hamburg, die 20 eCitaros bestellt hat. Weitere 15 E-Busse orderte die BVG beim polnischen Hersteller Solaris. Zusammen geben die Berliner Verkehrsbetriebe 18 Millionen Euro für die 30 Elektrofahrzeuge aus, wie die BVG Mitte Juni mitteilte.
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Lange genug hatten die Berliner und andere Verkehrsbetriebe auf ein Angebot deutscher Bushersteller gewartet. Nun ist es endlich soweit. „Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir wertvolles Wissen aufgebaut und uns Schritt für Schritt weiter nach vorne bewegt“, sagte Daimler-Vorstandsmitglied Martin Daum. „Aber eines war für uns dabei immer klar: Seriosität geht vor Schnelligkeit.“ Daimler wolle elektrische Nutzfahrzeuge, die unter allen Bedingungen zuverlässig funktionierten – „also bei jeder Außentemperatur, bei jeder Verkehrsdichte und bei jeder Topografie“, so Daum weiter.
200 Millionen Euro für weitere Investitionen
Berlin. Allen jüngsten Angebotsmängeln zum Trotz wächst die Zahl der #Stammkunden bei den Berliner Verkehrsbetrieben (#BVG) stetig an. Jetzt konnte das landeseigene Unternehmen einen ganz besonderen Erfolg vermelden: Erstmals habe es mehr als eine halbe Million #Ticket-Abonnenten.
Innerhalb nur eines halben Jahres konnte die BVG damit gut 15.000 Abonnenten hinzugewinnen. Gegenüber 2007 hat sich die Zahl der #Stammnutzer sogar um rund 150 Prozent erhöht. Für BVG-Marketingchef Martell Beck ist das Knacken der 500.000er-Marke „ein Riesenerfolg“.
Angebote überzeugen
Vor allem Angebote wie das #Senioren-Abo 65plus oder das neue, preiswertere #Schülerticket würden immer mehr Menschen davon überzeugen, der BVG langfristig die Treue zu halten. Auch bei der Berliner #S-Bahn freut man sich über mehr Stammkunden, dort haben inzwischen rund 220.000 Fahrgäste ein #Jahreskarten-Abonnement, ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2014.
Vor dem Hintergrund, dass die polizeiliche Datenbank „Datawarehouse Verkehrslagebild“ einer laufenden Datenbereinigung unterliegt, weichen die für das Jahr 2016 genannten Zahlen von denen in der Antwort zur Schriftlichen Anfrage Nr. 18/ 11602 vom 21. Juni 2017 ab.
viele #Unfälle gab es in den Jahren 2015, 2016 und 2017 zwischen Bussen sowie Straßenbahnen der #BVG und anderen Verkehrsteilnehmern (bitte aufgeschlüsselt nach #Kraftfahrzeugen, #Fahrradfahrern und #Fußgängern)?
Zu 1.:
Die polizeilich registrierten #Verkehrsunfälle (VU) der Jahre 2015 bis 2017 können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
viele dieser Unfälle waren in den Jahren 2015, 2016 und 2017 jeweils auf Fehlverhalten eines Beschäftigten der BVG und wie viele auf das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer zurückzuführen?
Zu 2.:
Die Daten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Frage 1:
Wie viele Personen sind zurzeit in den #Werkstätten der #BVG beschäftigt (bitte nach Männern, Frauen,
Menschen mit Behinderung und Standort aufgegliedert)?
Antwort zu 1:
Die BVG teilt hierzu mit:
„In den #Schwerpunktwerkstätten der #Straßenbahn in Lichtenberg und Marzahn sind
4,1 Prozent Frauen beschäftigt und 1,7 Prozent der Personale haben eine Behinderung,
bzw. sind gleichgestellt. Im #Fahrzeugservice der Straßenbahn auf allen Betriebshöfen sind
2,5 Prozent Frauen beschäftigt und 2,5 Prozent der Personale haben eine Behinderung,
bzw. sind gleichgestellt.
In den Werkstätten des Busbereiches sind 4,1 Prozent Frauen beschäftigt und 8,6 Prozent
der Personale haben eine Behinderung bzw. sind gleichgestellt.
In den Werkstätten des U-Bahnbereiches sind 8,6 Prozent Frauen beschäftigt.
14,2 Prozent der Personale haben eine Behinderung bzw. sind gleichgestellt.“
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Frage 2:
Wie hoch ist der #Krankenstand in den einzelnen #Werkstattstandorten und wie hoch ist der Stand der
#Überstunden der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (bitte nach Standorten aufgegliedert)?
Antwort zu 2:
Die BVG teilt hierzu mit:
„In den Schwerpunktwerkstätten der Straßenbahn liegt der Krankenstand bei durchschnittlich
6,9 Prozent. Im Fahrzeugservice der Straßenbahn liegt der Krankenstand bei durchschnittlich
3,5 Prozent. Der Anteil der erbrachten Überstunden lag bei unter 0,2 Prozent.
In den Werkstätten des Busbereiches liegt der Krankenstand bei durchschnittlich
9,1 Prozent. Der Anteil der erbrachten Überstunden lag bei 0,1 Prozent.
In den Werkstätten des U-Bahnbereiches liegt der Krankenstand bei durchschnittlich
8,4 Prozent. Der Anteil der erbrachten Überstunden lag bei 0 Prozent. Die Darstellung der
abgerechneten Überstunden bezieht sich auf angeordnete Überstunden. Im April 2018
wurden bei der U-Bahn keine Überstunden angeordnet. Die auftretende und zu bewältigende
Arbeit erfolgt in den Werkstätten bedarfsorientiert unter Ausnutzung der tariflich
flexiblen Arbeitszeit.“
Frage 3:
Wie viele Stellen im Werkstattbereich sind im Moment nicht besetzt?
Antwort zu 3:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Bei der Straßenbahn sind in den Schwerpunktwerkstätten und im Fahrzeugservice aktuell
vier Stellen nicht besetzt.
Über alle Gewerke hinweg sind im Busbereich gegenüber der Planung aktuell zwölf
Stellen noch nicht wieder nachbesetzt, befinden sich aber derzeitig im
Personalbeschaffungsprozess.
Für die Besetzung der freien Stellen im Werkstattbereich U-Bahn befinden sich aktuell vier
Stellen Mechatroniker/innen und neun Stellen Fahrzeugelektroniker/innen in der Ausschreibung.“
Frage 4:
Gibt es einen Abarbeitungsstau in den Werkstätten und wenn ja, wie hoch ist dieser Stau (bitte nach
Standorten aufgegliedert)?
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Antwort zu 4:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Im Bereich Straßenbahn gibt es keinen #Abarbeitungsstau. Es kommt selten zu einzelnen
Instandhaltungsspitzen bei gehäuften Unfallschäden oder bei einem Ausfall relevanter
technischer Maschinen, bspw. der Unterflurradsatzdrehmaschine zur Radsatzbearbeitung.
Eine detaillierte Aussage dazu ist in den Bereichen Bus und U-Bahn nicht realisierbar.“
Zur U-Bahn siehe auch unten die Antwort zu 4, 5 und 6 im U-Bahnbereich.
Frage 5:
Wie lang ist im Moment die durchschnittliche #Reparaturzeit der Fahrzeuge (bitte nach Standorten
aufgegliedert)?
Antwort zu 5:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Eine Erhebung über alle Fahrzeuge und Reparaturen bzw. planbare und außerplanmäßige
Instandhaltungsarbeiten liegt nicht vor und ist pauschal nicht möglich, da
einerseits der Umfang einzelner Arbeiten zu stark variiert oder auch Arbeiten miteinander
verknüpft werden und andererseits auch standortübergreifend gearbeitet wird.“
Frage 6:
Wie viele Fahrzeuge der BVG sind im Moment defekt und/oder mit Mängeln fahrbereit (bitte nach
Fahrzeugen U-Bahn, Bus, Straßenbahn, Fähren aufgegliedert)?
Antwort zu 6:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Im Bereich Straßenbahn waren von Januar – Mai im Durchschnitt zwischen 12 und
13 Prozent der Fahrzeuge in den Werkstätten gebunden.
Die Anzahl der technisch einsatzfähigen Fahrzeuge im Busbereich lag im Schnitt der
vergangenen fünf Monate stets über dem tatsächlichen Fahrplanbedarf von
1.187 Bussen.“
Antwort zu 4, zu 5 und zu 6 zum U-Bahnbereich:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die Fragen 4 und 5 lassen sich detailliert nicht beantworten und sind immer eine
Momentaufnahme, insbesondere bei der Berliner U-Bahn mit einer Typenvielfalt von bis
17 Fahrzeugserien sowie einem sehr hohen Flottenalter von rund 29 Jahren.
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Neben den nicht-planbaren Reparaturarbeiten aufgrund von technischen Schäden oder
Vandalismus durchläuft jedes Fahrzeug regelmäßige Inspektionen nach der Verordnung
über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab), die individuell von der
Laufleistung (nach Kilometern) sowie Zeit (nach Jahren) durchgeführt werden müssen. Die
Inspektionen haben unterschiedliche Umfänge und unterscheiden sich zudem nach
Fahrzeugserie.
Zurzeit gibt es innerhalb der Betriebswerkstätten im Groß- sowie im Kleinprofil partiell
Spitzen in der Abarbeitung von Instandhaltungsmaßnahmen, welche insbesondere durch
den Mehraufwand von altersbedingten Zusatzkontrollen der Fahrzeugsubstanz begründet
ist. Dieser Mehraufwand bindet zusätzliche Ressourcen, welche in der regulären
Abarbeitung von Schadzügen fehlt und somit eine zeitgerechte Bearbeitung behindert.
Derzeitig gibt es in der Hauptwerkstatt ein höheres Arbeitsvolumen als in den Vorjahren,
welches u.a. auf das hohe Flottenalter und den gestiegenen Laufleistungskilometern der
Fahrzeuge zurückzuführen ist. Das durchschnittlich hohe Fahrzeugalter bedingt stärkere
substantielle Schädigungen an den Fahrzeugen, die zu einem längeren Werkstattaufenthalt
führen.
Aufgrund der oben benannten Gründe lag die Anzahl der technisch einsatzfähigen Fahrzeuge
im Schnitt der vergangenen fünf Monate bei rund 97 Prozent des tatsächlichen
Fahrplanbedarfs von 996 Wagen.“
Frage 7:
Gibt es Fahrzeuge, die mit einer defekten Klimaanlage unterwegs sind und wenn ja, wie viele sind es (bitte
nach Fahrzeugen aufgeschlüsselt)?
Antwort zu 7:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Diese Zahlen liegen im Bereich Straßenbahn so nicht vor. Bei einem Defekt an einer
Klimaanlage wird zwischen Fahrer, Leitstelle und Werkstatt durchaus auch wetterabhängig
entschieden, ob das Fahrzeug noch bis Betriebsschluss weiterfahren kann oder bei
nächster Gelegenheit ausgetauscht wird.
Im Durchschnitt sind 90 Prozent der Klimaanlagen im Busbereich voll funktionstüchtig. Die
Fahrzeugtypen der durchschnittlich rund 140 Fahrzeuge, bei deren Klimaanlage ein Defekt
festgestellt wurde, verteilen sich über den jeweils unterschiedlichen Einsatz über den Tag
hinweg und variieren ja nach Zeitpunkt der Instandhaltung.
Die U-Bahn-Fahrzeuge haben im Fahrgastraumbereich keine Klimaanlage.“
Frage 8:
Wie lange sind Fahrzeuge im Schnitt mit defekter Klimaanlage unterwegs (bitte nach Fahrzeugen
aufgeschlüsselt)?
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Antwort zu 8:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Diese Zahlen liegen so im Straßenbahnbereich nicht vor (siehe Erläuterungen zu
Frage 7).
Der Linieneinsatz erfolgt im Busbereich bis zum nächsten Werkstattaufenthalt. Dieser
Zeitpunkt variiert je nach Fahrplan für die einzelnen Linien.
Die Antwort entfällt für den U-Bahnbereich (siehe Antwort zu Frage 7).“
Frage 9:
Welche Unterstützung erhalten Fahrer und Fahrerinnen, wenn sie eine ganze Schicht mit einer defekten
Klimaanlage unterwegs sein müssen?
Antwort zu 9:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Im Bereich Straßenbahn erhalten die Fahrpersonale bei hohen Temperaturen zusätzlich
Getränke bei Dienstbeginn, in Pausen und Wendezeiten.
Besteht aufgrund freier Ressourcen die Möglichkeit eines Wagenwechsels, so wird dieser
im Busbereich durchgeführt. Ergänzend sei angemerkt, dass die Anlagen grundsätzlich
auf 24 °C bzw. um 4 °C hinab kühlen.
Rund 90 Prozent der Fahrzeugflotte der U-Bahn weisen keine Klimaanlage im Fahrerstand
aus. Die Klimatisierung erfolgt im Wesentlichen durch das Öffnen der Fenster in der
Fahrer- bzw. Beifahrertür. Sollte es zu defekten Klimaanlagen im Fahrerstand kommen,
dann werden diese zeitnah in der Werkstatt repariert.“
Berlin, den 29.06.2018
In Vertretung
Jens-Holger Kirchner
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Zu wenige Fahrer, zu kurze Pausen, mangelhafte Technik und nicht reparierte Weichen: Die #Mängelliste, die die Berliner #Straßenbahnfahrer in einem offenen Brief aufgeführt haben, ist lang. Die #BVG-Spitze räumt in ihrem Antwortschreiben Schwierigkeiten ein.
Die BVG-Chefin Sigrid #Nikutta und weitere Führungskräfte des Unternehmen haben auf einen offenen Brief der Straßenbahnfahrer geantwortet. Diese hatten sich zuvor in einem Brandbrief über ihre Arbeitsbedingungen beschwert. Sie beklagen darin "neben der bekannten prekären personellen Situation im Fahrdienst" auch träge Bordrechner, Taktzeiten, die nicht eingehalten werden können, zu kurze Pausenzeiten und defekte Weichen, die nicht repariert werden.
In ihrem Antwortschreiben, das rbb|24 vorliegt, hebt die BVG-Spitze hervor, was alles getan wird, um Probleme zu beheben – räumt aber auch einzelne #Missstände ein. So sei in den vergangenen drei Jahren das Personal um 200 Fahrerinnen und Fahrer aufgestockt worden, um die "schwierige #Personalsituation" in den Griff zu bekommen. Rein rechnerisch reiche das, um den aktuellen täglichen Bedarf abzudecken.
Weiter heißt es aber: "Leider kommt es in der Realität phasenweise trotzdem zu Situationen, in denen wir den selbst gesteckten #Qualitätsansprüchen nicht gerecht werden können." Dies könne an zeitweise erhöhten #Krankenständen oder "den oft schwierigen Verhältnissen auf den Berliner …
Fahrgäste können aufatmen: Die BVG darf nun doch neue #U-Bahnen kaufen. #Siemens zieht seine #Klage gegen den Plan der #BVG, Dutzende #U-Bahn-Wagen bei Konkurrent #Stadler zu kaufen, zurück.
Fahrgäste können aufatmen: Die BVG darf neue #U-Bahn-Züge kaufen. Die Gefahr, dass wegen Fahrzeugmangels Züge mit weniger Wagen fahren oder der Fahrplan eingeschränkt wird, ist zumindest vorläufig gebannt. Nach Tagesspiegel–Informationen zieht Siemens seine Klage gegen den Kauf von 80 Wagen beim Berliner Unternehmen Stadler zurück. Die Einigung sieht demnach vor, dass die BVG zunächst 56 Wagen kaufen darf; auf 80 darf sie die Zahl erhöhen, wenn sie weitere Fahrzeuge unplanmäßig wegen irreparabler Schäden aus dem Betrieb nehmen muss. Weder von der BVG noch von Siemens gab es dazu am Mittwoch Stellungnahmen.
Der jeweils amtierende Senat und die BVG hatten es in den #Supersparjahren unterlassen, neue Züge zu bestellen. Statt dessen sollten zum Teil uralte Fahrzeuge mit aufwändigen Arbeiten wieder für einen mehrjährigen Einsatz fit gemacht werden. Bei der 1979 gebauten Baureihe #F79 stellte sich aber während der Arbeiten, wie berichtet, heraus, dass entstandene Risse nicht mehr zu reparieren sind. Insgesamt waren 70 Wagen betroffen; mehrere sind schon abgestellt.