Duisburg Steffen Bauer klettert hinab in den Motorraum der „Franz Haniel 14“, die im Duisburger #Rheinhafen festgemacht hat, und zeigt auf die acht Zylinder des grau lackierten #MAN-Motors. „1300 PS“, sagt der Geschäftsführer der Kölner Reederei #HGK Shipping, „genug, um einen ganzen Schubverband den Rhein hinaufzufahren.“
Berlin. Die Nachfrage nach #Ausflugs-Schiffsfahrten ist definitiv wieder da. „Aufgrund von Abstand und Hygienekonzept können wir auf unseren drei #Schiffen derzeit aber leider nur mit halber Auslastung fahren“, sagt Hendrik Prössel-Jürgensen, Inhaber der Spandauer „#Reederei Lüdicke“. Das liege auch daran, dass er durch Umorientierung im Lockdown und ausgelaufene Saisonverträge momentan nur die Hälfte an Personal zur Verfügung hat.
Dennoch: Klagen über die Situation möchte der 32-Jährige bestimmt nicht. „Dann packt jeder eben noch ein bisschen mehr an“, sagt er fröhlich, „wir freuen uns, dass wir so gut ausgelastet sind.“ Für Prössel-Jürgensen und sein verbliebenes Team sei es nämlich ein unglaublich schönes Gefühl gewesen, nach sieben Monaten endlich wieder hinter dem #Schiffssteuer stehen zu dürfen: „Es ist unser Lebensinhalt, unseren Gästen von März bis Dezember die schönen Ecken Berlins und Brandenburgs vom Wasser aus zu zeigen.“
Der klassische Hauptstadt-Tourist sei zwar noch nicht wieder zurückgekehrt. „Doch man darf auch den Berliner selbst nicht unterschätzen“, sagt Prössel-Jürgensen, „der will auch seine Dampffahrten machen.“ Er hat den Eindruck, dass mehr Einheimische einen Ausflug mit dem Schiff unternehmen: „Es fahren nicht alle dieses Jahr in Urlaub, sondern schauen sich um, was man in der Region machen kann.“
„Ahoi – Willkommen auf Brandenburgs Wasserstraßen!“ – Bei der heutigen traditionellen Sommertourismus-Pressefahrt mit Ministerpräsident Dietmar #Woidke stand der #Wassertourismus im Mittelpunkt. Auf der Tour durch die Reviere im südlichen Landkreis #Oberhavel zeigte sich, wie vielfältig und nachhaltig Urlaub in Brandenburg ist. Woidke: „Brandenburg hat mit dem Wassertourismus ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Kein anderes Bundesland bietet nahezu flächendeckend so eine Fülle von attraktiven Revieren und wassertouristischen Angeboten. Verstärkt wird dies noch durch die gute Zusammenarbeit mit den Highlights bei den Nachbarn. Dazu gehören die #Mecklenburger Seenplatte, die im Norden bis nach Brandenburg hineinragt, die Berliner Gewässer bis hin zum brandenburgisch-sächsischen Lausitzer #Seenland.“
Schätzungen zu Folge haben etwa zwei Drittel der touristischen Investitionen in Brandenburg Bezug zum Wassertourismus. Das Land hat mit einer ganzen Reihe von Initiativen in den vergangenen Jahren den Wassertourismus stark vorangebracht. Zu den Projekten gehören die Wasserinitiative Südost Brandenburg, das entstehende Lausitzer Seenland, die Reviere an der Havel von Potsdam bis Havelberg oder das #Paddelrevier#Spreewald. Stellvertretend für diese Aktivitäten steht die WIN-Region (Wasserinitiative Nordbrandenburg), wozu Einrichtungen im Kreis Oberhavel gehören.
Woidke: „Mit gezielter Infrastrukturentwicklung ist ein großes #Charterbootrevier entstanden, das erfolgreich mit internationalen Revieren konkurriert. Unser Vorteil ist dabei auch, dass Brandenburg auch mit wunderbarer Natur punkten kann, dem vielzitierten ´Tafelsilber der Deutschen Einheit`“.
Die Tourismuswirtschaft wurde und wird durch die Corona-Pandemie erheblich belastet. So gab es in 2021 bis Ende Mai bei den Übernachtungen ein Minus von einer Million zum Vorjahr.
Woidke: „Dennoch will ich Mut machen, denn Corona führt zu einer stärkeren Nachfrage im #Inlandstourismus. Das wird in den kommenden Jahren so bleiben. Der Wunsch nach Erholung ist fast übermächtig, und das macht sich auch bei uns positiv bemerkbar. #Individualtourismus liegt im Trend. Und viele kleinteilige Angebote bei uns in Brandenburg decken genau diese Nachfrage ab. Dazu gehört der Wassertourismus im wasserreichsten Bundesland Brandenburg. Er hat weiterhin eine große Perspektive.“
Zur Unterstützung der Tourismuswirtschaft in der Pandemie hat die Landesregierung in Zusammenarbeit mit der #TMB (Tourismus Marketing Brandenburg GmbH) zahlreiche Angebote erbracht. Neben Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Landesregierung können seit Juni kleine und mittlere Unternehmen des Gastgewerbes bei der Bewältigung von Pandemiefolgen mit Zuschüssen zu Investitionstätigkeiten unterstützt werden.
Die Landesregierung hat seit Beginn der Corona-Pandemie mehrere digitale – zum Teil live übertragene – Dialoge mit der Tourismusbranche durchgeführt, an denen Ministerpräsident Woidke teilweise teilgenommen hat. Woidke: „Diese Gespräche waren und bleiben wichtig, um die berechtigten Interessen der Branche zu diskutieren und bei unseren Entscheidungen zu berücksichtigen.“
Woidke: „Der Variantenreichtum von Charterbooten, Hausbooten, Kanus, Segelbooten und neuen Trendsportarten wie Stand-Up-Paddling (SUP) beeindruckt mich. Zudem lassen sich#Wasserwege mit Rad- und Wanderwegen flexibel kombinieren. Auch die Stadtentwicklung hat sich vielerorts stärker dem Wasser zugewendet und die Lebensqualität merklich erhöht. Es ist deutlich spürbar: Das Miteinander macht’s! Nachhaltige Nutzung bringt den Mehrwert, der den Reiz der Regionen ausmacht. Die besondere Ressource ´Wasser´ alsprägendes Markenzeichen Brandenburgs ist dabei landesweit verbindendendes Element.
Ich danke den innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern im Tourismus, die mit ihrem ideenreichen Angeboten für Weiterentwicklung sorgen. Zukunftsfähige Investitionen in die Infrastruktur werden die Entwicklung vorantreiben. Dazu gehören insbesondere digitale Möglichkeiten mit App-/ E-Payment und E-Mobilität-Angeboten, Die regionale Wertschöpfungskette ist aber noch viel größer, denn vom Tourismus leben auch viele andere regionale Anbieter vom Bäcker bis zum Schlosser. Auch auf sie kommt es an, wenn es um ein rundes Angebot in Region geht.“
#Straßen, #Schienen und #Wasserwege sind bedroht. Wie Forscher die #Gefahren einschätzen, welche Infrastruktur robust ist und woran Prognosen scheitern.
#Resilienz ist ein Begriff, der in der Pandemie Karriere gemacht hat. Die Frage, wie widerstands- und anpassungsfähig unsere Gesundheit in Corona-Zeiten ist, beschäftigt uns bis heute. Nach der jüngsten #Flutkatastrophe wird Resilienz in einem anderen Kontext diskutiert: Wie robust ist die #Verkehrsinfrastruktur, wie gefährdet sind Straßen, Schienen- und Wasserwege oder die #Luftfahrt bei Extremwetter oder Naturkatastrophen?
„Die Resilienz der #Verkehrswege ist schon seit zehn, 20 Jahren ein wichtiges Thema in der Forschung. Der Klimawandel und seine Folgen haben sich aber in den Vordergrund geschoben“, sagt Kay Mitusch, Inhaber des Lehrstuhls für #Netzwerkökonomie am Karlsruher Institut für Technologie (#KIT). Er forscht unter anderem zu den Auswirkungen von extremen Naturereignissen auf Verkehr und Ökonomie. „In Deutschland diskutiert man vor allem die Folgen der Hitze.“
Seit den Überschwemmungen im Westen und Süden Deutschlands weitet sich die Perspektive. Die vielfältigen Folgen des Klimawandels werden sichtbarer und unberechenbarer, die Klimadebatte wird dringlicher geführt – auch in der Politik. Sie war es, die früh die Forschung mit Blick auf die gefährdete Verkehrsinfrastruktur angestoßen hat, sagt Kay Mitusch. „Deshalb ist die Forschung sehr anwendungsorientiert.“
Der Name täuscht: Der Berliner #Südhafen liegt im Norden der Stadt, an der #Havel in #Spandau. Und er kommt demnächst groß raus: Mit 43 Millionen Euro fördern Berlin und der Bund den #Ausbau.
Unter den drei Häfen der landeseigenen #Behala ist er mit 180.000 m² Fläche in einer Sandwich-Position – nicht einmal halb so groß wie der #Westhafen am #Großmarkt Beusselstraße, aber zehnmal größer als der #Neuköllner Hafen am #Teltowkanal.
Beim größeren Westhafen sind die Kapazitäten ausgeschöpft und in Spandau ist das Geschäft „im Moment überschaubar“, wie es heißt. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (43, Grüne) forciert deshalb seinen Ausbau: „Es sollen mehr Güter von der Straße auf den #Wasserweg, aber auch die #Schiene verlagert werden.“
Die #Templiner#Segler sind in ihrem Revier gefangen. Um hoch in den Norden oder runter nach Berlin zu gelangen, brauchen sie die #Kannenburger#Schleuse. Doch die ist wegen Schäden geschlossen – und ein Start der Bauarbeiten nicht in Sicht.
Eigentlich sollten an der Kannenburger Schleuse bei Templin (Uckermark) längst die #Bauarbeiten laufen. Die alte Schleuse hatte irreparable Schäden an den Holzspundwänden der #Schleusenkammer und war bereits Ende 2017 gesperrt worden. Ein #Ersatzbau musste geplant werden. Doch dieser #Ersatzneubau lässt seitdem auf sich warten.
Nur kleine Ausflugsrunden – Durchfahrt gesperrt Seit der #Schließung können die Boote und Schiffe auf den Seen rund um Templin nur noch kleine Ausflugsrunden drehen. Zwischen dem Großen Kuhwall See und dem Großen Lankensee kommen sie nicht weiter. „Die geschlossene Schleuse bedeutet für uns, dass wir in unserem Revier eingesperrt sind und – übertrieben gesagt – immer nur im Kreis fahren können“, sagt Dietmar Bootz, Vorsitzender des Seglerclubs Templin e.V.
„Die Kannenburger Schleuse verbindet die Havel mit den Templiner Gewässern“, erklärt Bootz. Von hier geht es hoch bis zur Müritz und nach Süden bis Berlin, Potsdam und weiter. Eigentlich sollte die Schleuse …
Das weltweit erste #emissionsfreie#Schubboot mit dem Namen „#Elektra“ wird derzeit auf der #Schiffswerft Hermann #Barthel in #Derben gebaut. Anfang Juni wurde es zu Wasser gelassen. Wenn weiter alles nach Plan läuft, kann die „Elektra“ Ende August in ihren Heimathafen #Berlin-Westhafen überführt werden.
Für das erste #emissionsfreie Elektro-Schubboot mit #Brennstoffzellenantrieb „Elektra“ wurde durch einen Vertrag zwischen dem Fachgebiet „Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme“ der #TU Berlin und dem Industrie- und Gewerbepark #Mittelelbe GmbH die Versorgung mit grünem Wasserstoff aus dem Haus „H2 Green Power & Logistics GmbH“ bis Ende des Jahres 2024 vertraglich vereinbart. Darüber informierte Prof. Gerd #Holbach vom Fachgebiet „Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme“ der TU Berlin. Damit habe der nächste wichtige Meilenstein bei der Realisierung der „Elektra“ erreicht werden können, so Holbach, der das Projekt „Elektra“ leitet.
Mit Beginn der #Erprobung steht damit grüner gasförmiger Wasserstoff bei 500 bar in den elektra-eigenen Containern zur Verfügung. An Bord der „Elektra“ befinden sich sechs der je 125 Kilogramm Wasserstoff aufnehmenden Behälter. Sechs weitere Container befinden sich im Umlauf. Das Wechseln der Container erfolgt durch den bordeigenen Kran der „Elektra“.
Hauptversorgungspunkt ist der #Heimathafen des Schubbootes – der #Westhafen der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (#Behala), wo …
Der Neubau des fast 90 Jahre alten Schiffshebewerkes #Niederfinow (Landkreis Barnim) wird nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums um eine Millionensumme teurer als geplant. Kostensteigerungen von 260 Millionen Euro (Stand: 2009) auf 314 Millionen Euro (Stand: 2021) habe die Bundesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen bestätigt, teilte die Fraktion am Mittwoch mit. Zusätzlich gibt es laut #Bundesverkehrsministerium Verhandlungen zwischen dem Bund und Bauunternehmen zur #Nachforderung von 165 Millionen Euro. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet.
Auftragnehmer ist eine Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen #Strabag (Direktion Nord-Ost, Bereich Sonderbau Lübben), Otto #Mette Wasserbau und #Eurovia Verkehrsbau Union GmbH (NL Lindow). Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rd. 23,5 Mio. €.
Mit einer Bauzeit von fünf Jahren und einem aktualisierten Investitionsvolumen von jetzt 38 Mio. € ersetzt das #Wasserstraßen-Neubauamt Berlin seit November 2019 sämtliche wasserbaulichen Anlagen an der Staustufe Steinhavel (Obere Havel-Wasserstraße km 64,3). Alle Bauarbeiten werden dem #WNA Berlin zufolge so gesteuert, dass die Schleuse Steinhavel während der Wassertourismussaison benutzbar bleibt.