Tourismus + Bus: Welche Regeln gelten fĂŒr „Hop-on-Hop-off-Busse“ in Berlin?, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:
Wie viele Anbieter fĂŒr so genannte „#Hop-On-Hop-Off-Busse“/ #Sightseeing-Busse gibt es derzeit in Berlin?
Antwort zu 1:
Zurzeit gibt es elf Unternehmen, die #Stadtrundfahrten als sogenannte Hop-on-hop-off-
Touren anbieten.
Frage 2:
Wie viele genehmigte #Haltestellen fĂŒr so genannte „Hop-On-Hop-Off-Busse“/Sightseeing-Busse gibt es
derzeit in Berlin? Sind diese Haltestellen allgemein genehmigt oder nur fĂŒr die Nutzung durch einen
bestimmten Anbieter?
Antwort zu 2:
Derzeit sind fĂŒr diesen Verkehr keine genehmigten Haltestellen gem. § 32 der Verordnung
ĂŒber den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (#BOKraft) eingerichtet. Im
Bereich des Hop-on-Hop-off-Sonderlinienverkehrs bestehen nur sogenannte Haltepunkte,
die teilweise mit Halteverbotszeichen und einem Zusatzschild, wie „Stadtrundfahrtenbusse
frei“, „Busse frei“ oder „Busse im Gelegenheitsverkehr“ versehen sind. Die
Sonderliniengenehmigungen werden jeweils mit einem identischen Start- und Endpunkt
als Ringlinie genehmigt, die Haltepunkte einschließlich dieser Start- und Endpunkte sind
jedoch fĂŒr alle Stadtrundfahrtenunternehmen gleichermaßen frei benutzbar, sofern sie in
der LinienfĂŒhrung mit beantragt wurden. ZusĂ€tzlich wurden teilweise
Sondernutzungserlaubnisse von den BezirksĂ€mtern fĂŒr das Abstellen von sogenannten
#Verkaufsfahrzeugen (in der Regel Kleintransporter) fĂŒr die einzelnen Unternehmen an den
Start- und Endpunkten erteilt.
2
Frage 3:
Welche rechtlichen Anforderungen mĂŒssen fĂŒr die Zulassung eines Angebots von Hop-On-Hop-Off-
Bussen/Sightseeing-Bussen erfĂŒllt werden?
a. Welche rechtlichen/genehmigungsrelevanten Anforderungen bestehen an die Anbieter solcher
Angebote?
b. Wie, durch wen und nach welchen Kriterien erfolgt die Genehmigung der angebotenen Routen?
c. Wie können weitere Routen angemeldet/beantragt und zugelassen werden?
d. Wie, durch wen und nach welchen Kriterien erfolgt die Genehmigung der Haltestellen fĂŒr solche
Angebote?
Antwort zu 3:
Zu a)
Die Hop-on-Hop-off-Stadtrundfahrtenverkehre sind in Berlin als #Sonderlinienverkehr nach
§ 43 i. V. m. § 2 Abs. 6 Personenbeförderungsgesetz (#PBefG) genehmigt. Hierbei mĂŒssen
die Genehmigungsvoraussetzungen nach § 13 PBefG erfĂŒllt sein.
Zu b)
Dem Antrag an das Landesamt fĂŒr BĂŒrger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) auf
Erteilung einer Linienverkehrsgenehmigung ist eine Übersichtskarte mit der beabsichtigten
StreckenfĂŒhrung beizufĂŒgen. Die Genehmigung der Routen erfolgt durch das LABO in
Zusammenarbeit mit der Verkehrslenkung Berlin sowie den Bezirken (örtlicher
StraßenbaulasttrĂ€ger) und dem AufgabentrĂ€ger in Berlin. Diese werden im Rahmen der
Anhörung nach § 14 PBefG am Verfahren beteiligt und haben das Recht, Stellungnahmen
abzugeben, die von Seiten der Genehmigungsbehörde in ihrer Entscheidung nach
pflichtgemĂ€ĂŸen Ermessen berĂŒcksichtigt werden.
Zu c)
Neue Routen können als neuer Linienverkehr bzw. als Änderung der StreckenfĂŒhrung
beim LABO als Genehmigungsbehörde beantragt werden. Sofern die unter 3a) genannten
Voraussetzungen vorliegen und das unter 3b) beschriebene Anhörungsverfahren nach
§ 14 PBefG erfolgreich durchgefĂŒhrt worden ist, wird der Antrag genehmigt.
Zu d)
Wie bereits in Antwort 2 beschrieben, handelt es sich bei den derzeit genehmigten
Stadtrundfahrtverkehren um Haltepunkte, und nicht um Haltestellen im Sinne des § 32
BOKraft. Sie sind Bestandteil der zu beantragenden und zu genehmigenden
StreckenfĂŒhrung gemĂ€ĂŸ Antwort 3b).
Frage 4:
Welches Potenzial sieht der Senat fĂŒr touristische Angebote mit Hop-On-Hop-Off-Bussen/Sightseeing-
Bussen in den Außenbezirken? Wird der Senat dazu Initiativen ergreifen?
Antwort zu 4:
Der Senat begrĂŒĂŸt alle Bestrebungen, dezentrale touristische Attraktionen auf nachhaltige
Weise verkehrsmĂ€ĂŸig zu erschließen. Dazu kann neben den Linien des öffentlichen
Nahverkehrs auch der Einsatz privater sogenannter Hop-on/Hop-Off-Busse oder von
Sightseeing-Bussen beitragen, sofern diese emissionsarm sind. Aus Branchenkreisen wird
hierzu darauf hingewiesen, dass zunĂ€chst der Bedarf fĂŒr eine perspektivisch rentable
LinienfĂŒhrung erkennbar werden muss. Der Senat fördert das Marketing dezentraler
Attraktionen als wesentliche Voraussetzung fĂŒr höhere Bedarfe in den Außenbezirken.
Private Investitionen fĂŒr neue LinienfĂŒhrungen und Angebote folgen einem wachsenden
Bedarf. Hiervon losgelöste Initiativen wĂŒrden keine Effekte erzielen.
3
Frage 5:
Welche #Emissionsanforderungen mĂŒssen die Hop-On-Hop-Off-Busse/Sightseeing-Busse fĂŒr die Einfahrt in
die Umweltzone und fĂŒr die Durchfahrt der kĂŒnftig bestehenden Straßenabschnitte mit Dieselfahrverboten
erfĂŒllen?
Antwort zu 5:
Hinsichtlich der Emissionsanforderungen fĂŒr die Einfahrt in die Umweltzone wird auf die
Antwort auf die Schriftliche Anfrage 18/17556 vom Januar 2019 verwiesen.
FĂŒr die Durchfahrtverbote fĂŒr Dieselfahrzeuge bis einschließlich Euro 5 gilt fĂŒr die Hop-On-
Hop-Off-Busse/Sightseeing-Busse wie fĂŒr andere betroffene Dieselfahrzeuge die
Regelung „Anlieger frei“ ohne weitere Sonderregelungen. Busse, die mit einem
Stickoxidminderungssystem mit Zertifizierung durch das Kraftfahrt-Bundesamt
nachgerĂŒstet sind, sind von dem Verkehrsverbot ausgenommen.
Frage 6:
Wie, durch wen und in welchen AbstĂ€nden werden die Emissionen und die FahrtĂŒchtigkeit der Hop-On-Hop-
Off-Busse/Sightseeing-Busse ĂŒberprĂŒft?
Antwort zu 6:
Bei Hop-On-Hop-Off-Bussen/Sightseeing-Bussen handelt es sich um
untersuchungspflichtige Fahrzeuge gemĂ€ĂŸ § 29 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung
(StVZO). Diese Fahrzeuge unterliegen nach Maßgabe der Anlage VIII in Verbindung mit
Anlage VIII a StVZO in regelmĂ€ĂŸigen ZeitabstĂ€nden der Pflicht zur DurchfĂŒhrung einer
Hauptuntersuchung und einer SicherheitsprĂŒfung. Bei einer Hauptuntersuchung werden
die Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit, ihre UmweltvertrÀglichkeit sowie auf Einhaltung
der fĂŒr sie geltenden Bau- und Wirkvorschriften untersucht. Die SicherheitsprĂŒfung
umfasst eine Sicht-, Wirkungs- und FunktionsprĂŒfung des Fahrgestells und Fahrwerks, der
Verbindungseinrichtung, Lenkung, Reifen, RĂ€der und Bremsanlage des Fahrzeugs.
Hauptuntersuchungen werden von einem amtlich anerkannten SachverstÀndigen oder
PrĂŒfer (aaSoP) einer Technischen PrĂŒfstelle fĂŒr den Kraftfahrzeugverkehr oder von einem
PrĂŒfingenieur (PI) einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation durchgefĂŒhrt. Die
Untersuchung der UmweltvertrÀglichkeit des Fahrzeugs kann als eigenstÀndiger Teil der
Hauptuntersuchung von einer hierfĂŒr amtlich anerkannten Kraftfahrzeugwerkstatt
durchgefĂŒhrt werden. SicherheitsprĂŒfungen werden von hierfĂŒr amtlich anerkannten
KraftfahrzeugwerkstĂ€tten oder von aaSoP oder PI durchgefĂŒhrt.
Der Zeitabstand fĂŒr die DurchfĂŒhrung der regelmĂ€ĂŸigen Hauptuntersuchung fĂŒr diese
Fahrzeuge betrĂ€gt 12 Monate. Der Zeitabstand fĂŒr die DurchfĂŒhrung der regelmĂ€ĂŸigen
SicherheitsprĂŒfung betrĂ€gt im 2. – 3. Zulassungsjahr 6 Monate nach der letzten
Hauptuntersuchung, ab dem 4. Zulassungsjahr alle 3 Monate nach der letzten
Hauptuntersuchung.
Die Polizei Berlin bezieht solche Busse in ihre Maßnahmen zur VerkehrsĂŒberwachung mit
ein. Insbesondere die fachlich spezialisierten DienstkrÀfte des Begleitschutz- und
Verkehrsdienstes in der Direktion Einsatz (Dir E BVkD) ĂŒberprĂŒfen im Rahmen der
Streifendienste und bei EinsĂ€tzen zur Kontrolle des gewerblichen GĂŒter- und
Personenverkehrs regelmĂ€ĂŸig auch den technischen Zustand der Fahrzeuge. Eine
4
statistische Erfassung zur HĂ€ufigkeit der polizeilichen Kontrollmaßnahmen im
Zusammenhang mit Sightseeing-Bussen erfolgt nicht.
Frage 7:
Unter welchen Voraussetzungen ist es möglich, Busse mit ĂŒberhöhten Emissionen, z.B. sichtbaren
Rußwolken, aus dem Verkehr zu ziehen? Ist dies bereits in konkreten FĂ€llen geschehen?
Antwort zu 7:
Wie auch bei anderen Fahrzeugen können im Falle der Feststellung relevanter
technischer MĂ€ngel im Zusammenhang mit dem Emissionsverhalten
Weiterfahrtuntersagungen zur Gefahrenabwehr oder die Erstellung von technischen
SachverstÀndigengutachten zur Beweissicherung polizeilich angeordnet werden. Solche
Maßnahmen können beispielsweise dann notwendig sein, wenn deutlich sichtbare
Abgase, eine erhebliche GerÀuschentwicklung der Abgasanlage oder der Verlust von
Betriebsmitteln wie Kraftstoff oder Öl zu registrieren sind. UnabhĂ€ngig von Maßnahmen
zur Gefahrenabwehr oder Beweissicherung werden MĂ€ngelberichts- und
Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In den vergangenen Jahren wurden
auch wiederholt bei Sightseeing-Bussen o. g. MĂ€ngel festgestellt und entsprechend
geahndet. Nach EinschÀtzung der Polizei Berlin sind jedoch die Beanstandungsquoten bei
Kraftomnibussen deutlich rĂŒcklĂ€ufig. Dies ist vor allem auf erneuerte Fahrzeugflotten
sowie intensivierte BemĂŒhungen zur technischen Wartung zurĂŒckzufĂŒhren.
Frage 8:
Wie wird die ordnungsgemĂ€ĂŸe AbfĂŒhrung von Steuern und Abgaben der Busunternehmen nachgehalten?
Sind dafĂŒr technische Maßnahmen geplant, z.B. die Vorgabe elektronischer Tickets oder der Einsatz von
Fiskaltaxametern?
Antwort zu 8:
Die Berliner Steuerverwaltung ĂŒberprĂŒft sĂ€mtliche SteuerfĂ€lle, so auch Busunternehmen,
unter AbwÀgung aller steuerlichen Risikogesichtspunkte im Rahmen des allgemeinen
Besteuerungsverfahrens durch den Innendienst der FinanzÀmter, ggf. durch eine
AußenprĂŒfung oder steueraufsichtliche Maßnahmen (Aufdeckung unbekannter
SteuerfÀlle).
Die EinfĂŒhrung elektronischer Tickets sowie der Einsatz von Fiskaltaxametern o.Ă€. sind
nicht geplant.
Frage 9:
Inwieweit ist das Fahren der Hop-On-Hop-Off-Busse/Sightseeing-Busse mit sehr stark reduzierter
Geschwindigkeit oder deren Halten bzw. Parken vor SehenswĂŒrdigkeiten zulĂ€ssig, durch das diese verdeckt
werden?
Antwort zu 9:
Nach § 3 Absatz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) dĂŒrfen Kraftfahrzeuge ohne
triftigen Grund nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern. Tritt keine
Behinderung auf, ist ein langsames Fahren von #Sightseeing-Bussen nicht zu
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beanstanden. Die mit dem Verbot des Langsamfahrens ohne triftigen Grund verbundene
Behinderung muss nach geltender Rechtsprechung konkret und mit einer deutlichen
Geschwindigkeitsdifferenz verbunden sein.
Die Ziele der StVO als Teil des Gefahrenabwehrrechts sind die Aufrechterhaltung eines
flĂŒssigen Verkehrsablaufes, die GewĂ€hrleistung der Ordnung im Verkehrsraum und die
Vermeidung von UmweltbeeintrĂ€chtigungen. Das Verdecken von SehenswĂŒrdigkeiten
durch das Halten oder Parken von Sightseeing-Bussen stellt einen rein Àsthetischen
Aspekt dar, welcher weder gesetzliche Halt- oder Parkverbote noch eine Anordnung von
Verkehrszeichen und -einrichtungen rechtfertigt, die ein solches Verhalten unterbinden
wĂŒrden.
Berlin, den 03.12.2019
In Vertretung
Ingmar Streese
Senatsverwaltung fĂŒr
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

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Radverkehr: Neuer Radweg rund um den Tegeler See, aus Berliner Abendblatt

Neuer Radweg rund um den Tegeler See

Reinickendorf und Spandau treiben Planungen voran.
Die #Uferlandschaften am #Tegeler See und am #Nieder Neuendorfer See sollen zu einem Paradies fĂŒr #Radfahrer werden. Reinickendorf und Spandau treiben gemeinsame Planungen fĂŒr einen #Radrundweg voran.

Die Wirtschaftsförderungen beider Bezirke haben sich Ende September zu einem ersten AnlaufgesprĂ€ch mit dem vom Bezirksamt #Reinickendorf beauftragten BĂŒro getroffen, berichtet Spandaus Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) in der Beantwortung einer Anfrage der Spandauer GrĂŒnen-Fraktion. Anschließend wurden erste Arbeitsschritte vereinbart, um Einigkeit ĂŒber die zu verortenden „Points of interest“ und die Gastronomiebetriebe entlang der Strecke zu erzielen.

Angebote endgtlang der Route
Hintergrund des Ganzen war, dass die Reinickendorfer Verwaltungsspitzen ĂŒberlegt hatten, welche #touristischen Hotspots im Bezirk gestĂ€rkt werden könnten, um mehr Besucher anzulocken. Der „attraktive Bereich“ um den Tegeler See biete sich an, um fahrradorientiertes Angebot vorzuhalten, so …

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Regionalverkehr: Berliner und Brandenburger GĂ€ste des Dresdner Striezelmarktes können auch in diesem Jahr wieder umweltfreundlich mit den RegionalzĂŒgen zu einem der Ă€ltesten WeihnachtsmĂ€rkte Deutschlands an- und abreisen. , aus VBB

ZusÀtzliche Verbindungen an den Adventswochenenden

Berliner und Brandenburger GĂ€ste des Dresdner Striezelmarktes können auch in diesem Jahr wieder umweltfreundlich mit den RegionalzĂŒgen zu einem der Ă€ltesten WeihnachtsmĂ€rkte Deutschlands an- und abreisen. Vom 27. November bis zum 24. Dezember 2019 findet zum 585. Mal der #Striezelmarkt auf dem Dresdner Altmarkt statt. An allen vier Adventswochenenden werden zusĂ€tzliche #DirektzĂŒge mit Doppelstockwagen zwischen Berlin und Dresden eingerichtet.

Die zusĂ€tzlichen ZĂŒge der DB Regio AG starten an den vier Adventswochenenden jeweils Sonnabend und Sonntag kurz nach 8 Uhr ab Berlin Zoologischer Garten und fahren ĂŒber die #Stadtbahn direkt zum Dresdener Hauptbahnhof. Von dort ist es nur ein kurzer Fußweg zum Lichterglanz des Striezelmarktes. Hier kommen Fans von Weihnachtsstollen und GlĂŒhwein auf ihre Kosten. Abends, kurz vor 18:00 Uhr, geht die Fahrt ab #Dresden wieder bequem zurĂŒck. Auf dem Weg in die sĂ€chsische Landeshauptstadt halten die ZĂŒge unterwegs auch in #Doberlug-Kirchhain und #Elsterwerda. Damit steht auch den SĂŒdbrandenburgern eine bequeme Anreisemöglichkeit mit dem Öffentlichen Nahverkehr zur VerfĂŒgung. In diesem Jahr halten die ZĂŒge bereits vom ersten bis einschließlich dritten Adventswochenende zusĂ€tzlich in #Radebeul-Kötzschenbroda. In #Radebeul laden sowohl der traditionelle Weihnachtsmarkt in #Altkötzschenbroda sowie verschiedene Veranstaltungen auf Schloss #Wackerbarth zum Verweilen ein. Die konkreten Zeiten sind im Anhang, in der Online-Fahrplanauskunft unter VBB.de sowie mobil in der VBB App Bus&Bahn fĂŒr iPhones und Android-Smartphones abrufbar.

In den zusĂ€tzlichen ZĂŒgen gelten die regulĂ€ren Nahverkehrstickets des VBB-Tarifs (Berlin – Elsterwerda) und VVO-Tarifs (Elsterwerda – Dresden Hbf) sowie die LĂ€ndertickets und das Quer-durchs-Land-Ticket.

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Radverkehr: Mauerstreifzug – Berlins politischster Radweg, aus Berliner Morgenpost

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Klima, Landschaft, deutsch-deutsche Geschichte: Der #Mauerstreifzug mit dem GrĂŒnen-Politiker Michael #Cramer ist so schön wie informativ.

Der Mann ist ÜberzeugungstĂ€ter. Seit 1979 ist Michael Cramer in Berlin #autofrei unterwegs. Fahrrad, Bus, Bahn und Taxi bringen ihn ĂŒberall hin. Carsharing gab es damals so gut wie nicht und wenn, dann sehr umstĂ€ndlich, das war keine Alternative. Hat er sein autoloses Leben je als Verlust wahrgenommen? „Im Gegenteil – als befreiend“, sagt Michael Cramer.

Seine Mission: Ökologisch vertrĂ€gliche MobilitĂ€t, das Zusammendenken von Verkehr und Klima. Zudem die Erinnerung an die Grenze wachzuhalten, die Europa drei Jahrzehnte lang teilte. In Berlin ebenso wie im Böhmerwald, einer Bergkette an der tschechisch-deutsch-österreichischen Grenze, oder an der Barentssee zwischen Finnland und Russland.

In Berlin lĂ€dt der 70-jĂ€hrige „#Fahrradprediger“ – so in einem PortrĂ€t einer bayerischen Tageszeitung getauft – im Sommer zu „#MauerstreifzĂŒgen“ ein. Von Mai bis September fĂ€hrt er mit Interessierten Etappen des #Mauerradwegs entlang. Um 14 Uhr geht es los, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, kostenfrei ist das Angebot zudem. Wir haben uns am 15. Juni, am Vortag seines 70. Geburtstages, angeschlossen und sind den #Mauerradweg vom S-Bahnhof Adlershof bis zum S-Bahnhof Lichterfelde SĂŒd …

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U-Bahn: STADTFÜHRUNGEN Mit dem „U-Bahn-Cabrio” unterirdisch durch Berlin, aus Berliner Morgenpost

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Wer mit dem #U-Bahn-Cabrio unterwegs ist, entdeckt eine im Alltag unsichtbare Welt. Die neue Folge unserer Sommerserie.

Die grĂ¶ĂŸte Attraktion der Berliner Verkehrsbetriebe? Nein, es ist nicht das #U-Bahn-Museum am Olympiastadion. Auch nicht pĂŒnktliche ZĂŒge. Der #Publikumsliebling der BVG ist, wie kann es in Berlin anders sein, ein #Provisorium. Ein umgebauter #Baustellenzug, der einst Baumaterial transportierte, gezogen von einer Rangierlok, ausgestattet mit schnöden Metallsitzen. Einmal die Woche tourt das schrĂ€ge GefĂ€hrt unter dem hochtrabenden Namen „U-Bahn-Cabrio“ mit 200 GĂ€sten durch Berlin. Sie erleben dann einen ebenso dĂŒsteren wie spannenden Ort: das Tunnelsystem der U-Bahn.

Alle sind aufgeregt wie vor dem Start einer Achterbahn
Unser Startpunkt ist der U-Bahnhof Deutsche Oper. Im Eingang mischen sich die Cabrio-GĂ€ste mit den Opernbesuchern, am Bahnsteig trennen sich die Scharen: Links steigt das gediegene Opernpublikum die #U2, rechts entert eine aufgekratzte Schar die lange Wagenreihe des Cabrios. Mit dabei ist ein Trupp Berliner Synchronsprecher ein, die ihre Tickets bei einer Feier gewonnen haben. Und Gisa und Uwe Warneck aus Wedding: Er hat ihr das Abenteuer zum 60. Geburtstag geschenkt. Trotz der ungewöhnlichen Startzeit um 22.30 und dem stolzen Ticketpreis von 50 Euro ist das Cabrio bis auf den letzten Platz ausgebucht – seit Monaten. Die Stimmung ist ein bisschen wie vor dem Start einer Achterbahn oder einem Flug.

Bevor es losgeht, nesteln wir auf den Sitzen an den gelben Helmen, die alle tragen mĂŒssen, und einem Headset, bis uns ein Guide eine Einweisung gibt. Keine Arme und Beine ĂŒber die BrĂŒstung halten, auf jeden Fall sitzen bleiben, in den SchĂ€chten ist es eng, „ und wir halten nicht fĂŒr verlorene Körperteile“, witzelt unsere Guides mit BVG-typischem Humor. Aber keine Sorge, die U-Bahn sei ein sehr sicheres Verkehrsmittel. Der kleine Junge neben mir bekommt trotzdem noch ein Spielzeug gegen die Aufregung. Ein #Playmobil-Bauarbeiter, natĂŒrlich. Wir sind schließlich auf der ewigen Baustelle …

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Tourismus + Straßenverkehr: Erhöhte Belastungen durch Stadtrundfahrten und Reisebusse, aus Senat

www.berlin.de

Frage 1:
Inwiefern ist dem Senat bekannt, wie viele und welche Fahrzeuge fĂŒr #Stadtrundfahrten regelmĂ€ĂŸig im
Einsatz sind (z.B. Busse, Trabis; Anbieter wie East Car Tours) und wie alt diese Fahrzeuge sind?
Antwort zu 1:
Derzeit sind zehn #Busunternehmen mit Sitz in Berlin im Besitz von Genehmigungen fĂŒr
Stadtrundfahrten nach § 43 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) (#Sonderlinienverkehr),
die insgesamt ca. hundert Fahrzeuge hierfĂŒr einsetzen. Das Alter der Fahrzeuge ist der
Genehmigungsbehörde nicht bekannt, da sich der Umfang der Genehmigung im
Linienverkehr gemĂ€ĂŸ § 9 Abs. 1 Nr. 3 PBefG auf die Einrichtung, die LinienfĂŒhrung und
den Betrieb, nicht jedoch auf die einzelnen Fahrzeuge bezieht.
Ansonsten hat das Landesamt fĂŒr BĂŒrger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) keine
Kenntnis darĂŒber, ob Unternehmen, die ĂŒber Genehmigungen im Ausflugs- oder
sonstigem Gelegenheitsverkehr verfĂŒgen, in EinzelfĂ€llen ggf. individuelle Stadtrundfahrten
in Berlin durchfĂŒhren.
2
Schließlich hat das LABO keine Erkenntnisse ĂŒber solche Stadtrundfahren, die ohne
Chauffeur, sondern von sog. #Selbstfahrern durchgefĂŒhrt werden (wie z.B. East Car Tours).
Derartige Fahrten sind nicht genehmigungspflichtig. In der Zulassungsbescheinigung Teil I
muss lediglich der Eintrag „#Selbstfahrervermietfahrzeug“ vorgenommen werden.
Frage 2:
Inwiefern ist dem Senat bekannt, wie viele Reisebusse aus dem In- und Ausland jÀhrlich nach Berlin
kommen und inwiefern gibt es Regelungen fĂŒr die Begrenzung dieser Anzahl?
Antwort zu 2:
Derzeit bieten etwa 80 bis 90 Unternehmen Fernreisen per Linienbus an, bei denen
Haltestellen in Berlin angefahren werden. Die Anzahl der Busse ist nicht bekannt. Ebenso
ist nicht bekannt, wie viele Busse im Gelegenheitsverkehr Berlin anfahren. Regelungen
zur Begrenzung gibt es nicht.
VisitBerlin liegen hierzu aus dem QualitÀtsmonitor folgende Tourismus-Zahlen vor:
Transportmittelwahl – Anreise UrlaubsgĂ€ste
Entwicklung 2015/16 vs. 2017/18
Transportmittel 2015/16 2017/18 Entwicklung
Flugzeug 35 % 35 % 0 Prozentpunkte
Bahn 22 % 29 % + 7 Prozentpunkte
Pkw (inkl. Mietwagen) 24 % 25 % + 1 Prozentpunkte
Bus 17 % 9 % – 8 Prozentpunkte
Transportmittelwahl – Anreise deutscher UrlaubsgĂ€ste
Entwicklung 2015/16 vs. 2017/18
Transportmittel 2015/16 2017/18 Entwicklung
Flugzeug 19 % 24 % + 5 Prozentpunkte
Bahn 29 % 33 % + 4 Prozentpunkte
Pkw (inkl. Mietwagen) 28 % 33 % + 5 Prozentpunkte
Bus 22 % 9 % – 13 Prozentpunkte
Transportmittelwahl – Anreise auslĂ€ndischer UrlaubsgĂ€ste
Entwicklung 2015/16 vs. 2017/18
Transportmittel 2015/16 2017/18 Entwicklung
Flugzeug 54 % 57 % + 3 Prozentpunkte
Bahn 14 % 23 % + 9 Prozentpunkte
Pkw (inkl. Mietwagen) 20 % 11 % – 9 Prozentpunkte
Bus 12 % 8 % – 4 Prozentpunkte
3
Demnach nimmt der Anteil der mit dem Reisebus nach Berlin kommenden Touristen ab.
Im Zeitraum von 2015 bis 2017 stieg die Anzahl der GĂ€ste insgesamt von 12,37 Millionen
auf 12,97 Millionen, wobei die Anzahl der auslÀndischen GÀste von 4,86 Millionen auf 5,10
Millionen und der GĂ€ste aus dem Inland von 7,50 Millionen auf 7,86 Millionen stieg (jeweils

  • 5 Prozentpunkte).
    Frage 3:
    Welche Richtlinien oder Sonderrichtlinien gelten fĂŒr Fahrzeuge fĂŒr Stadtrundfahren und Reisebusse in
    Bezug auf Emissionen und andere Umweltschutzstandards?
    Antwort zu 3:
    Fahrzeuge fĂŒr Stadtrundfahrten und Reisebusse, die innerhalb der Berliner Umweltzone
    verkehren, mĂŒssen die Anforderungen der „grĂŒnen Plakette“ erfĂŒllen. Fahrzeuge ohne
    „grĂŒne Plakette“ dĂŒrfen nur in der Berliner Umweltzone fahren, wenn es sich um
    Fahrzeuge mit H-Kennzeichen, d.h. um Oldtimer handelt. Denn Oldtimer sind gemĂ€ĂŸ
    Anhang 3 Nr. 10 der 35. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz von den
    Fahrverboten in Umweltzonen befreit.
    Einzelausnahmen werden fĂŒr Sonderfahrzeuge mit besonderer GeschĂ€ftsidee oder
    aufwÀndigen Sonderausstattungen und gleichzeitig geringen Fahrleistungen in der
    Umweltzone erteilt. Es muss nachgewiesen werden, dass die Fahrzeuge nicht nachrĂŒstbar
    sind. Außerdem mĂŒssen diese Sonderfahrzeuge erstmals vor dem 01.11.2014 auf die
    Antragstellerin oder den Antragsteller zugelassen gewesen sein. Damit wird verhindert,
    dass zusÀtzliche Fahrzeuge als Sonderfahrzeug in die Umweltzone gelangen.
    FĂŒr die grĂŒne Plakette ist nach der 35. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz
    der Abgasstandard Euro 4 oder die NachrĂŒstung mit Partikelfilter erforderlich. Im Übrigen
    mĂŒssen die Fahrzeuge die einschlĂ€gigen Umweltanforderungen des
    Fahrzeugzulassungsrechts erfĂŒllen.
    Frage 4:
    Wie viele Emissionen werden nach Kenntnis des Senats durch diese Fahrzeuge jÀhrlich verursacht?
    Antwort zu 4:
    Aktuelle Zahlen liegen fĂŒr Reisebusse fĂŒr das Jahr 2015 fĂŒr die Luftschadstoffe Feinstaub-
    PM10 und Stickoxide (NOx) fĂŒr das Hautverkehrsstraßennetz aus Modellrechnungen vor,
    die im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalteplans erstellt wurden.
    Tabelle 1: Emissionen in t/a auf Hauptverkehrsstraßen fĂŒr 2015. Gesamt und Reisebusse
    Gesamtemissionen
    Kfz-Verkehr Reisebusse Anteil
    Stickoxide 5.817,0 238,6 4,1 %
    Feinstaub (PM10) 546,2 13,0 2,4 %
    4
    Frage 5:
    Welche Bezirke werden dabei nach Kenntnis des Senats schwerpunktmĂ€ĂŸig angefahren und inwiefern
    kommt es zu lokal erhöhten Emissionswerten?
    Frage 6:
    Wie wirken sich diese Fahrzeuge nach EinschĂ€tzung des Senats auf die Verkehrsbelastung auf den Straßen
    und in den touristisch stark frequentierten Gebieten aus?
    Antwort zu 5 und zu 6:
    Die nach § 43 PBefG genehmigten Verkehre fahren durch die Bezirke: Charlottenburg-
    Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Pankow.
    Der von der Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung und Wohnen herausgegebene
    Umweltatlas enthĂ€lt in der Karte 7.01 „Verkehrsmengen“
    (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/index.shtml) zumindest fĂŒr die
    Hauptverkehrsstraßen straßengenaue Zahlen des Reisebusaufkommens. Demnach ist im
    touristisch stark frequentierten Bezirk Mitte sowie im Bereich des MessegelÀndes in
    Charlottenburg-Wilmersdorf mit typischerweise 100 – 400 Reisebussen am Tag zu
    rechnen, mit Anteilen am Gesamtverkehrsaufkommen von weniger als 5 %.
    Modellrechnungen fĂŒr die Fortschreibung des Berliner Luftreinhalteplans ergaben in den
    24 Straßen, in denen sich LuftgĂŒtemessstellen fĂŒr Stickstoffdioxid befinden, maximale
    Anteile der Reisebusse an der dort vom lokalen Verkehr verursachten Zusatzbelastung
    von höchstens 5 %.
    Frage 7:
    Wie positioniert sich der Senat zu der BefĂŒrchtung, dass die erhöhte Verkehrsbelastung durch
    Stadtrundfahrten und Reisebusse den Welterbe-Status der Museumsinsel gefÀhrden könnte?
    Antwort zu 7:
    Die erfreuliche Tatsache, dass die Berliner WelterbestĂ€tte Museumsinsel auf großes
    Interesse stĂ¶ĂŸt und viele Besucherinnen und Besucher dort erscheinen, bringt
    andererseits die Gefahr einer Übernutzung mit sich. Eine hohe Anzahl von Reisebussen
    auf der Insel gefĂ€hrdet die Wahrnehmbarkeit und schließlich die visuelle IntegritĂ€t der
    StÀtte.
    Erhöhtes oder ungesteuertes Verkehrsaufkommen stellt fĂŒr WelterbestĂ€tten grundsĂ€tzlich
    eine Herausforderung dar. Der Senat steht mit Bezirken und VerbÀnden im Austausch, um
    eine Lösung zur Verkehrsentlastung der Museumsinsel zu finden.
    Frage 8:
    Wo sieht der Senat Handlungsbedarf zur Verbesserung der Situation und welche konkreten Schritte sind
    geplant?
    5
    Antwort zu 8:
    Es wird geprĂŒft, ob im Rahmen der Genehmigung von Haltestellen
    immissionsschutzrechtliche Auflagen möglich sind. DarĂŒber hinaus sieht der Senat
    Handlungsbedarf fĂŒr ein Management des Reisebusaufkommens an StĂ€tten wie der
    Museumsinsel (siehe auch Antwort zu Frage 7).
    Berlin, den 31.01.2019
    In Vertretung
    Ingmar Streese
    Senatsverwaltung fĂŒr
    Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

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Bus + Tourismus: An Museumsinsel und Humboldt-Forum Protest gegen neue BushalteplÀtze, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/berlin/an-museumsinsel-und-humboldt-forum-protest-gegen-neue-bushalteplaetze/23792176.html

Touristen werden oft mit Reisebussen in die City gebracht. Das seit langem versprochene Verkehrskonzept des Senats steht weiter aus.

#Reisebusse gehören zum #Tourismus. Aber gehören Reisebusse auf den Gendarmenmarkt oder die Museumsinsel? DarĂŒber wird in Mitte wieder heftig gestritten. Einrichtungen wie der Berliner Dom und die Musikhochschule Hanns Eisler protestieren mit einem gemeinsamen Brief gegen neue #HalteplĂ€tze direkt am Humboldt-Forum und auf den engen Straßen der Museumsinsel. Die Reisebusse sollen ihre Besuchergruppen nach dem Willen der Verkehrsverwaltung dort aussteigen lassen und dann in der NĂ€he parken.AnzeigeAnzeige

Auch in der Charlottenstraße direkt vor der Hochschule fĂŒr Musik Hanns Eisler sind HalteplĂ€tze geplant. Die Hochschule befĂŒrchtet, dass bald stĂ€ndig Busse vor ihrem Eingang an- und abfahren. „Dies wird das Bus-Chaos auf der Spreeinsel nur noch verschlimmern“, heißt es in dem Protestbrief unter dem Titel „Weltkulturerbe wird zum Busbahnhof“.
Derzeit gibt es nach offiziellen Angaben im Großbezirk Mitte 122 BusparkplĂ€tze an 27 Orten. In der Regel sind es etwa 50 bis 100 Meter lange Straßenabschnitte, die laut Schild fĂŒr parkende Reisebusse reserviert sind. Meist liegen sie in der NĂ€he von Attraktionen. Die Tourismus-Werber „visit Berlin“ hat zusammen mit der Industrie- und Handelskammer eine Liste …

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Tourismus: Touristische Wegeleitsystem und touristisches Stadtinformationssystem, aus Senat

www.berlin.de

Vorbemerkung des Abgeordneten:
Mit dem bisher bestehenden bezirksübergreifenden #touristischen #Wegeleitsystem wird auf konventionelle
Weise auf die #Sehenswürdigkeiten in Berlin hingewiesen. Es besteht aus blauen Hinweisschildern mit
weißer Schrift. Außerdem befinden sich an bestimmten Sehenswürdigkeiten (z. B. am Schloss
Charlottenburg) Infostelen, auf denen in deutscher und englischer Sprache Informationen gegeben werden.
Diese Stelen werden von der Firma Wall zur Verfügung gestellt und gewartet. Inzwischen ist zu erfahren,
dass die Wall AG mit dem Abbau von Stelen begonnen hat, da der Rahmenvertrag der Wall AG mit dem
Land Berlin zum Ende des Jahres gekündigt wurde.
In Pankow ist es definitiv zum Abbau von Infostelen durch Wall gekommen. Wall informiert die Bezirke
offenbar nicht, wenn es Infostelen abbaut.
Das »Tourismuskonzept 2018+ für Berlin« sieht jedoch u. a. die »Einführung eines integrierten, stadtweit
einheitlichen Systems zur Besucherinformation und -lenkung durch konsequente Umsetzung der geplanten
Infostelen sowie Ausweitung auf weitere Standorte im gesamten Stadtgebiet (auch über die Modellphase
hinweg), inkl. Einbindung nachhaltiger und barrierefreier Mobilitätsangebote (z. B. ÖPNV, Radtouren)« vor.
Frage 1:
Ist dem Senat bekannt, dass die Firma Wall mit dem Abbau von im #Tourismuskonzept genannten und
bereits bestehenden Infostelen begonnen hat? Welche Standorte sind davon betroffen?
Antwort zu 1:
Da alle bestehenden Vereinbarungen mit der #Wall GmbH, die eine Koppelung von
Werbung an den Betrieb von Stadtmöbeln beinhalten, vor dem Hintergrund der bereits in
der vergangenen Legislaturperiode getroffenen Entscheidung, die bereits vom
2
Rechnungshof kritisierten Koppelungsgeschäfte aus rechtlichen und wirtschaftlichen
Gründen zu beenden, gekündigt wurden, sind die entsprechenden Anlagen grundsätzlich
von der Wall GmbH abzubauen.
Frage 2:
Welche Planungs- und Umsetzungsmaßnahmen wurden im Hinblick auf die im Tourismuskonzept genannte
Einführung eines integrierten, stadtweit einheitliches Systems zur #Besucherinformation und -lenkung bereits
eingeleitet? Ich bitte die Antwort jeweils in Bezug auf das touristische Wegeleitsystem und das touristische
#Stadtinformationssystem aufzuschlüsseln.
Antwort zu 2:
Das touristische Informationssystem wurde bereits im Jahr 2003 konzipiert, in den
darauffolgenden Jahren in allen Berliner Bezirken (vorerst in Form der Pfeilwegweisung)
installiert und wird seitdem durch eine jährliche Kontrolle und Fortschreibung durch die
landeseigene Grün Berlin GmbH auf einem aktuellen Stand gehalten. Derzeit wird den
Gästen der Stadt Berlin mit etwa 770 Schilderstandorten der Weg zu ca. 410 touristischen
Zielen gewiesen.
Die Informationsstelen befinden sich in der Planung. Es wurden verschiedene
vorbereitende Studien sowie für den Entwurf der Stele ein Gestaltungswettbewerb mit
anschließendem Verhandlungsverfahren durchgeführt. Aktuell wird die Realisierung von
acht Pilotstelen an sechs Standorten im Jahr 2019 zur Erprobung -vor der Ausweitung auf
abgestimmte touristische Schwerpunkte in der Gesamtstadt- vorbereitet.
Frage 3:
Wo konkret sind Infostelen im gesamten Stadtgebiet geplant?
Antwort zu 3:
Das im Jahr 2016 erarbeitete Standortkonzept sieht vor, Informationsstelen an 226
Standorten im gesamten Stadtgebiet zu installieren. Die Stelen stehen in engem
Zusammenhang mit den bereits vorhandenen touristischen Pfeilwegweisern; sie sollen
Gästen eine zusätzliche Orientierungshilfe auf ihrem Weg zu den touristischen Zielen
bieten. Die Standorte befinden sich daher überwiegend an U- und S-Bahnhöfen
(Quellorte). Vereinzelt sind auch Standorte im Nahbereich der Zielobjekte vorgesehen. Die
Standorte aller Stelen werden mit den Bezirken abgestimmt.
Frage 4:
In welcher Weise werden die Bezirke bei dem Gesamtprozess insbesondere bezogen auf die Fragen 2. und
3. einbezogen und berücksichtigt?
Antwort zu 4:
Die Bezirke werden regelmäßig über die Fortschritte des Projekts durch
Informationsveranstaltungen in Kenntnis gesetzt. Sie werden an der Entwicklung der
touristischen Inhalte für die Stelen beteiligt. Die Standorte aller Stelen werden mit den
Bezirken abgestimmt.
3
Frage 5:
Welche Verwaltung ist innerhalb des Senats für die Planung und Umsetzung insgesamt federführend
zuständig?
Antwort zu 5:
Die Elemente des Touristischen Informationssystems sind im Jahr 2016 in den Katalog
des Allgemeinen Zuständigkeitsgesetzes (AZG) aufgenommen worden. Hiernach fallen
gemäß § 4 AZG in die Zuständigkeit der Berliner Hauptverwaltung: „(15) Touristische
Wegweiser und Informationsstelen, soweit sich diese auf durch die touristischen
Wegweiser ausgewiesene Objekte beziehen (…)“.
Für die Planung und Umsetzung dieses einheitlichen Systems, hat die Senatsverwaltung
für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz als federführende Verwaltung und als
Zuwendungsgeberin das Projektmanagement an die landeseigene Grün Berlin Stiftung
übertragen. Die Finanzierung der Erstinstallationen wurde/wird mit GRW-Mitteln
(Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur) der
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sichergestellt.
Frage 6:
Welche finanziellen Mittel hat der Senat bereits für Planungs- und Umsetzungsmaßnahmen zur Verfügung
gestellt und sind dafür weiterhin geplant (bitte nach Kapitel und Titel auflisten)?
Antwort zu 6:
Für die Erstinstallation der Pfeilwegweiser wurden in den Haushaltsjahren 2004 bis 2006
GRW-Mittel in Höhe von insgesamt 467.694,55 EUR (90 v.H.) bei Kapitel 1330,
Titel 883 07, Unterkonto 225 (Touristisches Wegeleitsystem, 1. bis 3. Bauabschnitt)
verausgabt. Der Komplementäranteil in Höhe von 46.769,46 EUR (10 v.H.) wurde beim
Kapitel 1270, Titel 720 16 zur Verfügung gestellt.
Die Pflege und Unterhaltung der Pfeilwegweisung wird aus Kapitel 0750 (bis 2016 aus
Kapitel 1210), Titel 682 03 finanziert. In diesem Zusammenhang wurden bisher
750.745,64 EUR von der Grün Berlin angefordert.
Für die „Erweiterung des Touristischen Informationssystems Berlin“ liegt eine vorläufige
Teil-Förderzusage über 5.407.389,90 EUR (90 v.H.) vor. Der in diesem Zusammenhang
bereitzustellende Eigenmittelanteil in Höhe von 600.821,10 EUR (10 v.H.) wird bei Kapitel
0750, Titel 893 74 zur Verfügung gestellt.
Für vorbereitende Maßnahmen wurden bisher 117.438,97 EUR bei Kapitel 0750 (bis 2016
bei Kapitel 1210), Titel 893 74 verausgabt. Eine Refinanzierung des 90%-igen GRWAnteils
ist zeitnah vorgesehen.
Frage 7:
Bis wann rechnet der Senat mit der Einführung eines integrierten, stadtweit einheitlichen Systems zur
Besucherinformation und -lenkung und damit der Fertigstellung eines neuen touristischen Wegeleitsystems?
Ich bitte die Antwort ggf. in Bezug auf das touristische Wegeleitsystem und das touristische
Stadtinformationssystem aufzuschlüsseln.
4
Antwort zu 7:
Vorgesehen ist, dass nach Abschluss der Entwicklungs-/Genehmigungs- und
Ausführungsplanung eine Pilot-/Evaluationsphase im Rahmen des touristischen
Informationssystems durchgeführt wird. Diese ist für den Herbst 2019 geplant. Die
Ausweitung auf die Gesamtstadt ist im Anschluss daran in den Jahren 2020-2023 geplant.
Frage 8:
Welche Maßnahmen sind geplant, um das touristische Wegeleitsystem und das touristische
Stadtinformationssystem aufeinander abzustimmen?
Antwort zu 8:
Das von der Wall GmbH betriebene touristische Stadtinformationssystem wird mit
Auslaufen der entsprechenden Kopplungsverträge zum 31.12.2018 beendet sein, so dass
es insoweit keiner weiteren Abstimmungen bedarf.
Berlin, den 09.11.2018
In Vertretung
Stefan Tidow
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

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Bus: Reisebusse in Berlin LĂ€stige Umweltverpester oder notwendige Touristen-Verkehrsmittel? aus Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/reisebusse-in-berlin-laestige-umweltverpester-oder-notwendige-touristen-verkehrsmittel–31447406

An manchen Tagen sind sie eine echte Plage: An den #Touristenorten am Boulevard Unter den Linden, am Checkpoint Charlie, am Kurfürstendamm oder an der East Side Gallery parken sie die Straßen zu, nehmen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern den ohnehin knappen Raum, spucken ihre desorientierten Insassen aus und dieseln dabei auch noch lautstark die Gegend zu.

Mancher vergleicht die #Busse schon mit kleinen #Kreuzfahrtschiffen. Und diese gelten selbst in der Reisebranche längst als lästige Umweltverpester, die Städten wie Barcelona oder Venedig, über die sie in Scharen herfallen, mehr Schaden als Nutzen bringen.
#Reisebusse für #Tourismusbranche unverzichtbar

Die Gleichsetzung #Reisebus-Kreuzfahrtschiff würde Christian Tänzler nie mitmachen. Reisebusse seien für die Branche unverzichtbar, sagt der Sprecher der Tourismusgesellschaft visit Berlin. Irgendwie müssten die Besucher schließlich an ihr Ziel gebracht werden – sei es eines der weltberühmten Museen auf der Museumsinsel, der Fernsehturm, der Mummenschanz am Checkpoint Charlie, die besprayte Hinterlandmauer in Friedrichshain oder natürlich das Brandenburger Tor. „Und das möglichst nahe“, sagt Tänzler. Und besser als wenn jeder im eigenen Auto anreist, seien die Busse …

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Bus + Tourismus: UmbauplĂ€ne fĂŒr Doppeldecker Berlins Touristen-Busse sollen elektrisch fahren Drei Firmen wollen gemeinsam Diesel-Doppeldecker umbauen – in Brandenburg ist ein Werk fĂŒr bis zu 150 „Retrofits“ pro Jahr geplant. , aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/umbauplaene-fuer-doppeldecker-berlins-touristen-busse-sollen-elektrisch-fahren/22888866.html

Rund 100 #Sightseeing-Busse chauffieren Touristen aus aller Welt durch Berlin. Die Sehenswürdigkeiten liegen dabei nicht nur am Straßenrand – die Busse selbst zählen auch dazu. Die #Doppeldecker sind meist #Oldtimer aus alten BVG-Beständen, seit 30 und mehr Jahren in Betrieb, historische Vorfahren des modernen #ÖPNV. Doch ihre lauten, stinkenden #Dieselmotoren verpesten vor allem in der Sommersaison die Stadtluft. Das soll sich nun bald ändern.

Drei Unternehmen wollen gemeinsam alle alten Dieselbusse zu #Elektrobussen umbauen. 2019 sollen die ersten „sauberen“ Fahrezeuge auf die Straßen kommen, kündigen der kürzlich gegründete Fahrzeugaufbauer #Tassima, der Zulieferer #Ziehl-Abegg und der Entwicklungsdienstleister #IAV an. „2019 wollen wir 25 Busse umbauen, 2020 könnten es 100 werden“, sagt Roland Prejawa, Aufsichtsratschef von Tassima, dem Tagesspiegel. Seine Vision: Jedes Jahr 150 bis 200 Diesel-Busse zu elektrifizieren. Dazu soll im ersten Quartal 2019 eine 7000 Quadratmeter große Fertigungshalle im brandenburgischen #Ragow, südlich von Schönefeld, gebaut werden. „Im zweiten Quartal sind die ersten Elektrobusse fertig“, kündigt Prejawa an.
Konsortium will eine Marktlücke füllen

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