S-Bahn + Bahnhöfe: Gesundbrunnen: Weiterbau mit EinschrÀnkungen im S-Bahn-Verkehr

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Betonplatte fĂŒr Bahnhofsvorfahrt an der Badstraße entsteht

Am Freitagabend (22.02.02, 22.00 Uhr) beginnen im Bahnhof Gesundbrunnen umfangreiche Arbeiten zum Aufbau von Schutz-gerĂŒsten im Bereich der kĂŒnftigen Bahnhofsvorfahrt an der BadstraßenbrĂŒcke. Bis FrĂŒhjahr 2003 soll der Bereich zwischen Bahnhof und BadstraßenbrĂŒcke fertiggestellt werden.

Bis zum 25. MĂ€rz werden in Wochenend- und Nachtarbeit dafĂŒr 6.500 Quadratmeter FlĂ€che eingerĂŒstet. Die Arbeiten finden an den Wochenen-den und nachts statt, um den S-Bahn-Verkehr möglichst wenig zu behindern. Allerdings wird im Bereich der S-Bahngleise gebaut, deshalb muss der S-Bahnverkehr bis 25. MĂ€rz an den Wochenenden und in den Nachtstunden zwischen Gesundbrunnen und Nordbahnhof unterbrochen werden. Auch die direkten ÜbergĂ€nge von den S-Bahnsteigen zum Bahnsteig der U-Bahnlinie 8 mĂŒssen in dieser Zeit geschlossen bleiben.

Die fĂŒr das Projektmanagement verantwortliche DB Projekt Verkehrsbau GmbH bittet
S-Bahnkunden und Anwohner um VerstĂ€ndnis fĂŒr die unvermeidlichen BeeintrĂ€chtigungen.

Die SchutzgerĂŒste sind erforderlich, um anschließend bei rollendem S-Bahnverkehr am Bahnhof Gesundbrunnen weiter bauen zu können. Die jetzt beginnenden Arbeiten umfassen die Herstellung der Vorfahrtplatte, die Abdichtung der BahnsteigĂŒberbauung, den Einbau der Lichttechnik und die Komplettierung des Bahnhofsausgangs zur SwinemĂŒnder BrĂŒcke.

Die Arbeiten sind Anfang 2001 abgebrochen worden, nachdem die hier tÀtige Baufirma in Konkurs gegangen war. Im vergangenen Jahr konzen-trierte sich das Baugeschehen zunÀchst auf die termingerechte Inbetriebnahme der Verbindung zwischen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen. Seit dem 17. September 2001 fahren die S-Bahnen wieder auf dieser mit dem Mauerbau 1961 unterbrochenen Strecke.

Nun werden auch die letzten Arbeiten an den S-Bahnsteigen zĂŒgig vorangebracht: Bis zur Inbetriebnahme der vollen Ringstrecke am 16. Juni 2002 werden die noch fehlenden AufzĂŒge sowie der Übergang von den S-Bahnsteigen zum Gesundbrunnen-Center fertiggestellt. Im Juli folgt der direkte Zugang von der SwinemĂŒnder BrĂŒcke.

Burkhard Ahlert
Deutsche Bahn AG
Pressesprecher Berlin/Brandenburg

Ingo Priegnitz
S-Bahn Berlin GmbH
Pressesprecher

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U-Bahn: 100 Jahre Berliner U-Bahn

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year/2002/id/263/name/
100+Jahre+Berliner+U-Bahn

Ministerfahrt und Festakt zum JubilÀum

Mit der Ministerfahrt begann 1902 der Start der Berliner U-Bahn. Zum 100. JubilÀum wurde die Fahrt nachvollzogen.

Auf dem festlich geschmĂŒckten U-Bahnhof Warschauer Straße vollzogen GĂ€ste und BVGer die Ministerfahrt vor 100 Jahren nach. Anwesend waren Verkehrsminister Kurt Bodewig, Klaus Wowereit, amtierender BundesratsprĂ€sident und Regierender BĂŒrgermeister sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens.

In ihren Grußworten betonten die ReprĂ€sentanten die hervorragende Rolle der Berliner U-Bahn fĂŒr die MobilitĂ€t in der Stadt und wĂŒnschten ihr weiterhin „gute Fahrt“ in die nĂ€chsten 100 Jahre.

GĂ€ste anderer U-Bahnunternehmen, so aus Moskau, Barcelona, Bukarest, Wien u.a. StĂ€dten, ĂŒberbrachten den Berliner U-Bahnern herzliche GrĂŒĂŸe fĂŒr die nĂ€chsten 100 Jahre. Anwesend waren wĂ€hrend der Feierlichkeiten auch 100 Berlinerinnen und Berliner, die ĂŒber eine Verlosung im „Berliner Fenster“ und die U-Bahnanzeige Daisy ihr JubilĂ€umsticket erhalten hatten.

(Unser Foto: Verkehrsminister Kurt Bodewig, der Regierende BĂŒrgermeister von Berlin Klaus Wowereit und U-Bahndirektor Ulrich Deinhardt fertigen den historischen AI-Zug ab. v.l.n.r.)

Impressionen

Festakt im Deutschen Technikmuseum

WĂ€hrend eines offiziellen Festaktes zum U-BahnjubilĂ€um im Deutschen Technikmuseum stellte der Parlamentarische StaatssekretĂ€r Diller aus dem Bundesfinanzministerium eine Euro-SondermĂŒnze und eine Sonderbriefmarke vor. In einer virtuellen Zeitreise wurde die Geschichte der Berliner U-Bahn eindrucksvoll dargestellt. Eine Ausstellung und kulturelle Darbietungen umrahmten die Festveranstaltung.

U-BahnjubilĂ€um fĂŒr jedermann

Am 18. Februar 2002 empfĂ€ngt ab 12 Uhr ein großer U-Bahn-JubilĂ€umsmarkt seine GĂ€ste auf dem U-Bahnhof Olympia-Stadion – natĂŒrlich ist an diesem Tag auch das Berliner U-Bahnmuseum geöffnet. Weitere Höhepunkte entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm .

Datum: 15.02.2002
Kontakt
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Anstalt des öffentlichen Rechts
Holzmarktstraße 15-17
10179 Berlin

Telefon: (030) 19 44 9
Telefax: (030) 256 49 256
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Regionalverkehr: Zu den ÖPNV-Regionalkonferenzen hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) die aktuellen Planungen fĂŒr den Schienenpersonen-nahverkehr (SPNV) zum Fahrplanwechsel am 14.12.02, das Forschungsprojekt „Impuls 2005“, die VBB-QualitĂ€tsoffensive „Sternenwelle“ sowie die Verkehrsanbindung zur Landesgartenschau (LAGA) vorgestellt.

http://www.vbbonline.de/download/
pdf/presse/presse020214.pdf

Impuls 2005:
Impuls 2005 demonstriert beispielhaft eine neue Form des öffentlichen Nahverkehrs in den
Landkreisen Uckermark, Barnim und Oberhavel. Gemeinsam mit 18 Projekt- und
Praxispartnern und einem Finanzvolumen von rund 9 Mio. Euro fĂŒhrt der VBB das vom
Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt durch. Durch
Impuls 2005 werden flexible Bedienungsformen, Linienverkehr und sogenannter „heimlicher
öffentlicher Verkehr“ wie Hotelbusse oder Sozialdienste gemeinsam angeboten. Gleichzeitig
werden die MobilitÀtsangebote auf traditionellen und neuen Medien allen Beteiligten
angeboten.
VBB*Sternenwelle
Die VBB*Sternenwelle ist eine langfristige Marketingkampagne ĂŒber mehrere Jahre. Sie
bildet die dritte SĂ€ule innerhalb der VBB-QualitĂ€tsoffensive und schließt damit den Kreis
zwischen Verkehrsunternehmen, Kunden und dem VBB. Die VBB*Sternenwelle richtet sich
an Kunden und Nichtkunden des ÖPNV und soll zum einen durch
Direktmarketingmaßnahmen neue FahrgĂ€ste gewinnen. Zum zweiten werden durch
Anregungen seitens der Befragten QualitÀtsdefizite aufgedeckt und der Fahrgast aktiv in die
Mitgestaltung fĂŒr das Gesamtsystem öffentlicher Nahverkehr einbezogen. Eine
VBB*Sternenwelle erstreckt sich ĂŒber vier Wochen. Dort werden das Angebot an
öffentlichen Verkehrsmitteln, Anschlusssicherheit,
Ausstattung (wie Haltestellen oder Angebot an P+R-PlÀtzen), Fahrgastinformation und
ServicequalitĂ€t (wie Freundlichkeit und Kompetenz des Personals) gestestet. HierfĂŒr werden
maximal fĂŒnf Sterne als QualitĂ€tsmerkmal fĂŒr den betreffenden Streckenverlauf vergeben.
Die nÀchste Sternenwelle findet am 22. Februar 2002 auf der Strecke der RE 5 und RB 26
zwischen Berlin-Schönefeld und Walddrehna statt.
Integration des ZÖLS in den VBB:
Ab 1. August 2002 wird der Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald (ZÖLS) mit den drei Berlin-Brandenburg GmbH
Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Cottbus in den VBB-Tarif
integriert. Damit können FahrgÀste erstmals Fahrscheine bis in die Lausitz durchlösen und
alle Nahverkehrsmittel nutzen. Berlin und Brandenburg sind dann als ganze BundeslÀnder in
einem Verkehrs- und Tarifverbund.
Verkehrsanbindung zur LAGA:
Zur Landesgartenschau vom 27. April bis 13. Oktober 2002 wird ein Kombiticket angeboten.
FĂŒr 13,- Euro ist die Hin- und RĂŒckfahrt von Berliner und Potsdamer DB-Bahnhöfen bis nach
Eberswalde inklusive Eintritt in die LAGA pro Person zu erwerben. Aus Richtung Berlin
verkehrt der RE 3 nach Eberswalde Hbf im Stundentakt oder die RB 60 werktags stĂŒndlich,
am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt. Ab Eberswalde Hbf mit den Bussen 861, 862 oder
865 der Barnimer Busgesellschaft werktags alle 6 Minuten, am Wochenende alle 10 Minuten
bis zum LAGA-GelÀnde.
Neues fĂŒr den Schienenverkehr:
Im Jahresfahrplan 2003, der vom 15.12.2002 bis zum 13.12.2003 gelten wird, ergeben sich
folgende VerĂ€nderungen fĂŒr die RegionalExpress-Linien im VBB.
Alle Linien verkehren weiterhin im Kernabschnitt mindestens stĂŒndlich ĂŒber die Berliner
Stadtbahn, die RE 1 sogar halbstĂŒndlich.
Folgende Linien werden im 60-Minuten-Takt ĂŒber die Berliner Stadtbahn mit Halten in Berlin
Zoologischer Garten, Berlin Friedrichstraße, Berlin Alexanderplatz und Berlin Ostbahnhof
gefĂŒhrt (Abschnitt in Klammern alle 120 min):
RE 1 Magdeburg – Brandenburg – Potsdam – Berlin Stadtbahn – Frankfurt (Oder) –
EisenhĂŒttenstadt (Brandenburg – Frankfurt 30-Min-Takt)
RE 2 (Wismar –) Wittenberge – Berlin Stadtbahn – LĂŒbben (Spreew.) – Cottbus
RE 3 (Dessau -) Belzig – Michendorf – Berlin Stadtbahn – AngermĂŒnde
(- Schwedt/Stralsund)
RE 4 (Falkenberg/Elster -) JĂŒterbog – Berlin Stadtbahn – Rathenow
RE 5 (Rostock/Stralsund -) Neustrelitz – Oranienburg – Berlin Stadtbahn – Luckau-Uckro
(- Elsterwerda/Hoyerswerda)
Im Konzept der Linien RE 1 bis RE 5 ergeben sich folgende VerÀnderungen:
· Die DB Regio AG beschafft mit finanzieller Förderung des Landes Brandenburg ca. 50
neue Doppelstockwagen. Mit diesen neuen Wagen werden KapazitÀtsengpÀsse auf
den Linien RE 1, RE 2 und RE 4 beseitigt. Die meisten ZĂŒge der Linie RE 5 werden
ebenfalls auf das moderne Wagenmaterial (klimatisiert, mit Imbissautomat) umgestellt.
· Die Linie RE 2 wird bis Wismar verlÀngert. Damit ist das nordwestliche Mecklenburg aus
dem Raum Berlin/Brandenburg besser erreichbar.
· Die nach wie vor rege BautĂ€tigkeit fĂŒhrt auf einigen Strecken zu lĂ€ngeren Fahrtzeiten
oder zu Verschiebungen im Takt. FahrgĂ€ste der RE 2 im Abschnitt Berlin – Wittenberge
mĂŒssen im Jahr 2003 mit bis zu 10 Minuten lĂ€ngeren Fahrzeiten rechnen. Im Abschnitt
Berlin
– Frankfurt (Oder) der Linie RE 1 gibt es im Fahrplanjahr 2003 mit zeitweiligen
EinschrÀnkungen.
· Die nördlichen Linienenden der RE 2 und RE 4 werden getauscht. Mit der neuen
LinienfĂŒhrung kann der Fahrplan im Abschnitt Berlin – Wittenberge besser an das
Baugeschehen angepasst werden.
FĂŒr die Region Uckermark-Barnim ergeben sich ab dem 15.12.2002 folgende
VerÀnderungen:
FĂŒr die Linie RE 3 (Dessau – Berlin – Schwedt/Stralsund) wird die durchgehende
LinienfĂŒhrung nach Schwedt bereits seit Ende Januar 2002 wieder angeboten.
Zwischenzeitlich mussten die FahrgĂ€ste hier in AngermĂŒnde umsteigen, da wegen
Baumaßnahmen die Zeit fĂŒr einen Lokwechsel zu knapp war.
Zwischen Berlin – Eberswalde wird der Wochenendverkehr verbessert. Die ZĂŒge der RB 60
verkehren nunmehr zwischen Berlin-Lichtenberg und Eberswalde auch an Wochenenden
im Stundentakt (bisher nur alle zwei Stunden). Die ZĂŒge ergeben gemeinsam mit der RE 3
zwischen Berlin und Eberswalde einen ungefÀhren 30-Minuten-Takt. Die VerlÀngerung
einzelner ZĂŒge der RB 63 bis Bernau an Wochenenden wird in diesem Zusammenhang
aufgegeben.
Auf der Linie RB 63 Eberswalde – Templin verkehren ausschließlich moderne
Neubautriebwagen. GegenĂŒber den bisherigen Triebwagen aus den Sechziger Jahren wird
ein deutlicher QualitÀtsfortschritt erzielt.
Auch auf der Heidekrautbahn RB 27 (Berlin-Karow – Groß Schönebeck/Wensickendorf)
verkehren neue Triebwagen. Dem anfangs kritisierten Platzmangel soll im Laufe des
Fahrplans dadurch abgeholfen werden, dass die stark nachgefragten ZĂŒge in Doppeltraktion Berlin-Brandenburg GmbH
verkehren.
Hohes Fahrgastaufkommen verzeichnete die VerlÀngerung der RB 27 zum Bauernmarkt in
Schmachtenhagen. Bis zu 300 FahrgÀste pro Tag nutzen dieses Angebot. Aus diesem
Grund haben das Land Brandenburg und der VBB den Probebetrieb bis Dezember 2002
verlÀngert.

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S-Bahn + Bahnhöfe: Neues Bahnhofsmanagement bringt Imagegewinn fĂŒr Berliner S-Bahn

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Zahlreiche Bahnhöfe erhalten Verschönerungskur – Positive Bilanz nach einem Jahr

Kundenzufriedenheitsuntersuchungen bestĂ€tigen den positiven Trend: AtmosphĂ€re und Sauberkeit auf den S-Bahnhöfen haben sich deutlich verbessert. Auch hat sich die Beurteilung von Beleuch-tung / Helligkeit, Einkaufsmöglichkeiten im Bahnhof und die Fahrgastinformation gegenĂŒber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt. Das ist das Ergebnis reprĂ€sentativer Befragungen, die seit 1996 regelmĂ€ĂŸig durchgefĂŒhrt werden.

Mehr FlexibilitÀt und Schnelligkeit

Wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung hat das erst vor einem Jahr ins Leben gerufene Bahnhofsmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Im Rahmen einer GeschĂ€ftsbesorgungsvereinbarung mit dem EigentĂŒmer DB Station & Service wurden 136 reine S-Bahnhöfe in unsere Obhut ĂŒbernommen, um im Interesse des Fahrgastes die Instandhaltung schneller und kosteneffizienter ausfĂŒhren zu können”, erklĂ€rt Gerd Jacob, Leiter Infrastrukturmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Dies reicht von regelmĂ€ĂŸiger Reinigung der Bahnhöfe, ĂŒber Reparaturen und die Beseitigung von Störungen an Fahrtreppen und AufzĂŒgen, bis zur GewĂ€hrleistung der öffentlichen Sicherheit.” DafĂŒr stehen 16 Mitarbeiter zur VerfĂŒgung, die durch ein 40-köpfiges Handwerkerteam der Hauptwerkstatt Schöneweide unterstĂŒtzt werden. Dieses ist kurzfristig vor Ort einsetzbar.

FĂŒr die ErfĂŒllung der Aufgaben erhĂ€lt die S-Bahn Berlin GmbH als GeschĂ€ftsbesorger jĂ€hrlich rund 14,2 Millionen Euro vom EigentĂŒmer der Anlagen, der DB Station&Service AG. Aus diesem Budget werden ca. 3,8 Millionen Euro fĂŒr die Sicherheits- und Ordnungsdienste aufgewandt, JĂ€hrlich 5,8 Millionen kostet die Instandhaltung der Bahnhöfe. DarĂŒber hinaus investiert die S-Bahn Berlin GmbH fĂŒr 2001/2002 weitere 5,4 Millionen Euro in die Verbesserung des Erscheinungsbildes von Bahnhöfen, die denkmalgerechte Herrichtung und die Erneuerung von BahnsteigbelĂ€gen samt Blindenleitstreifen. 4,6 Millionen Euro fließen in die Reinigung und die Beseitigung von Schmierereien – Tendenz weiter steigend. FĂŒr die BewĂ€ltigung des gesamtgesellschaftlichen Vandalismusproblems benötigt die S-Bahn Berlin GmbH mehr denn je die UnterstĂŒtzung der Kommunen und Ordnungsbehörden.

Behutsame Modernisierung vorhandener Bausubstanz

Die Erhaltung und Weiterentwicklung vorhandener Bahnhofssubstanz konnte im vergangenen Jahr 2001 auf den Bahnhöfen Marzahn, Springpfuhl, Mahlsdorf, Strausberg, Nikolassee und Waid-mannslust voran getrieben werden. Neue BahnsteigbelĂ€ge und ein Blindenleitstreifen sorgen fĂŒr erhöhte Sicherheit. In Nikolassee wurde ein GewĂ€chshauszugang originalgetreu restauriert und in Waidmannslust das Zugangsbauwerk annĂ€hrend in den Ursprungszustand zurĂŒck versetzt. Der Einbau eines Aufzuges wird in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die Beendigung der Innensanierung des S-Bahnhofs Hohen Neuendorf verschiebt sich wegen mehrfacher VandalismusschĂ€den auf das FrĂŒhjahr 2002.

Bestandteil der Arbeit des Bahnhofsmanagements ist die Bereitstellung, Wartung und Reinigung neuer Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen. Bislang wurden 41 Anlagen mit 3616 StellplĂ€tzen von der S-Bahn Berlin GmbH erbaut. Die Kommunen mussten lediglich die dafĂŒr erforderlichen FlĂ€chen kostenfrei zur VerfĂŒgung stellen. Im Jahr 2002 kommen rund 25 weitere Anlagen mit 1500 StellplĂ€tzen hinzu. Zur besseren Vernetzung der VerkehrstrĂ€ger hat die S-Bahn Berlin GmbH diese kommunale Aufgabe freiwillig ĂŒbernommen. Dennoch ist Gerd Jacob unzufrieden: “Wenn wir, insbesondere im Umland, mehr Menschen auf die Schiene bekommen wollen, brauchen wir bessere Park&Ride – Angebote. Im eigenen Interesse sollten die Kommunen handeln!”

Maßnahmepaket 2002

Auch im Jahr 2002 sind die PlĂ€ne und Projekte des Bahnhofsmanagements ehrgeizig. ErgĂ€nzend zu den Großbauprojekten, die von der DB Projekt Verkehrsbau bzw. DB Station & Service realisiert werden (z.B. Lehrter Bahnhof, unterirdischer Bahnhof Friedrichstraße, Papestraße, Gesundbrunnen), sind folgende Arbeiten geplant:

– Erneuerung der Unterdecke und Beleuchtung des Bahnsteigs Oranien-burger Straße
– Erneuerung Bahnsteigbelag und Einbau Blindenleitsystem Botanischer Garten
– Erneuerung BahnsteigdĂ€cher Lichterfelde West, Marzahn und Spring-pfuhl
– Erneuerung EntwĂ€sserungsleitungen in Botanischer Garten und Sund-gauer Str.
– Wiedereröffnung des sĂŒdlichen Zugang Waidmannslust (Baubeginn 2002 abhĂ€ngig
von ausstehender Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes)
– Erneuerung der Wandfliesen in Nikolassee (Tunnel zum EmpfangsgebĂ€ude)
– Erneuerung von Fliesen und Beleuchtung im Zugangsbereich Humboldthain
– Korrosionsschutzarbeiten FußgĂ€ngerbrĂŒcke Biesdorf
– Instandsetzung der AufzĂŒge Anhalter Bahnhof, Rathaus Steglitz, Hermsdorf
und Schichauweg
– Instandsetzung von Fahrtreppen Bundesplatz, Anhalter Bahnhof, Schichauweg
– Erneuerung der Bahnhofsbeleuchtung auf 15 Bahnhöfen

Investitionen in neue AufzĂŒge

Parallel fĂŒhrt der EigentĂŒmer DB Station & Service umfangreiche Investitionen zur behindertengerechten Ausstattung der Bahnhöfe durch. In Köpenick, Friedrichsfelde Ost, Rahnsdorf, Springpfuhl, Pankow-Heinersdorf, Waidmannslust, Oranienburger Straße, Unter den Linden, Mexikoplatz, Schlachtensee und Nikolassee (S 1) gehen neue AufzĂŒge in Betrieb. In Friedenau beginnen vorbere-tende Arbeiten. Die Bahnhöfe Witzleben /ICC, Hohenzollerndamm und Anhalter Bahnhof erhalten zusĂ€tzliche AusgĂ€nge.

„Mit den neuen Strukturen haben wir eine sinnvolle Arbeitsteilung gefunden, um unseren FahrgĂ€ste zeitgemĂ€ĂŸ moderne und attraktive Bahnhöfe bieten zu können, in denen Sauberkeit und Service nicht nur ein Schlagwort sind”, sagt Wolfgang Borsch, Bahnhofsmanager von DB Station & Service. “Es liegt noch ein langer Weg mit viel Arbeit vor uns. Aber wir werden ihn gehen, damit Bahnhöfe ĂŒberall wieder die Visitenkarten der Bahn sind.”

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S-Bahn: Die RĂŒckkehr der Baureihe 167

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Eleganter Zug aus den 30er Jahren steht nach Aufarbeitung fĂŒr Sonderfahrten

Nach grĂŒndlicher Aufarbeitung in der S-Bahn-Hauptwerkstatt Schöneweide ist am 2. Februar 2002 ein Halbzug der Baureihe 167 auf seine Jungfernfahrt gegangen. Die zwei Wagen des ersten Viertelzuges reprĂ€sentieren den Zustand der spĂ€ten 30er Jahre, die zwei anderen Wa-gen die nĂŒchtern-modernen 60er Jahre.

Damit steht interessierten Berlinern und auswĂ€rtigen FahrgĂ€sten ab sofort ein betriebsfĂ€higes historisches S-Bahnfahrzeug aus dem Jahr 1938 fĂŒr Sonderfahrten durch die Hauptstadt zur VerfĂŒgung. Die S-Bahn Berlin GmbH bekennt sich mit dem Erhalt dieses wichtigen Zeitzeugen des Berliner Stadtverkehrs zu ihrer fast 80-jĂ€hrigen Geschichte, wie GeschĂ€ftsfĂŒhrer GĂŒnter Ruppert betonte. „Unsere FahrgĂ€ste sollen wissen, wo die Wurzeln unseres Unternehmens liegen.“ Die Gestaltung der Zukunft brauche auch ein Bekenntnis zur Herkunft, sagte Ruppert.
Im Gegensatz zu den legendĂ€ren StadtbahnerzĂŒgen von 1928 mit eckiger Front bestechen die „Rundköpfe“ der Baureihe 167 durch ihr zeitlos elegantes Design. Im Jahr 1998 beschlossen die S-Bahn Berlin GmbH und der Verein Historische S-Bahn, einen Halbzug dieser interessanten Baureihe aufzuarbeiten. Dessen Vorsitzender Walied Lorenz sagte, fĂŒr den Verein sei es ein wichtiges Ziel, die Berliner S-Bahngeschichte der gesamten Bevölkerung nĂ€her zu bringen und dabei das Unternehmen S-Bahn Bahn Berlin GmbH tatkrĂ€ftig zu unterstĂŒtzen. „Deshalb haben wir auch zu einer begleitenden Spendenaktion aufgerufen.“ Ab Mai 1999 begannen die Mitarbeiter der S-Bahn-Hauptwerkstatt Schöneweide, den Halbzug sehr grĂŒndlich und mit viel Liebe zum Detail aufzuarbeiten. Deren Leistung, die Spenden und viele Sach- und Arbeitsleistungen des Vereins zur Aufarbeitung des Fahrzeugs verkörpern einen Wert von rund 1,5 Millionen Euro.

Was ist an den beiden aufgearbeiteten ViertelzĂŒgen so faszinierend? Der Innenraum der 60er-Jahre-Wagen mit ihren blauen Kunstlederpolstern und den weißen SprelacartwĂ€nden nimmt die FahrgĂ€ste auf eine Reise in diese nĂŒchtern-moderne Zeit mit. An den WĂ€nden grĂŒĂŸt auf einer Werbetafel das neu eröffnete Centrum-Warenhaus am Alexanderplatz. Anschließend heißt es umsteigen in den Beiwagen von 1938, der die damalige Zwei-Klassen-Gesellschaft widerspiegelt: Ein deutlicher Kontrast zwischen rustikalen EscheholzbĂ€nken und den plĂŒ-schigen Velourspolstersitzen. Nur eins ist gleich: Es gibt kein StĂŒck Messing mehr zu greifen – das Zeitalter der so genannten Heimstoffe ist in den spĂ€ten 30er Jahren mit glĂ€nzendem Aluminium allgegenwĂ€rtig. Die in den 70er Jahren modernisierten ZĂŒge der Baureihe 477 (Bezeichnung seit 1992) rollen im kommenden Jahr aufs Abstellgleis.

Wer das FahrgefĂŒhl der liebevoll restaurierten S-BahnzĂŒge selber erleben möchte, kann an den regelmĂ€ĂŸigen öffentlichen Traditionsfahrten teilnehmen oder den Zug fĂŒr eigene Touren bei der
S-Bahn Berlin GmbH chartern: Telefon (030) 29 74 38 46

Holger Hoppe
Stellv. Pressesprecher

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