Flughäfen: Landung in Schönefeldchen Verwirrung nach erneuter Verschiebung der Privatisierungsentscheidung / Minivariante für Ausbau erwogen, aus Der Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/themen/brandenburg/landung-in-schoenefeldchen/391694.html

#Schönefeld. Jetzt ist alles wieder offen: Nach dem Vertagen der Entscheidung zur #Privatisierung der #Flughafengesellschaft wird nicht mehr ausgeschlossen, dass es doch noch zu einer Einigung mit dem #Käuferkonsortium um Hochtief und IVG kommt. Hinter den Kulissen hat es wohl gekracht, denn der Verhandlungsführer für die Flughafengesellschaft, Michael Pieper, erklärte nach einer Zusammenkunft mit den Altgesellschaftern Berlin, Brandenburg und Bund seinen sofortigen Rücktritt. Dabei war die Verhandlungsführung Piepers bis zuletzt von fast allen Seiten gelobt worden.

Die Altgesellschafter hatten sich bereits darauf vorbereitet, den Flughafen Berlin Brandenburg International (#BBI) in staatlicher Regie zu bauen – wenn überhaupt. Längst mehren sich nämlich die Stimmen, die zunächst einen nur kleinen Ausbau in #Schönefeld für ausreichend halten. Die Flughäfen #Tegel und #Tempelhof sollten auch bei diesem Modell trotzdem geschlossen werden.

Ein solides #Finanzierungskonzept der öffentlichen Hand haben die politisch Verantwortlichen bisher nicht vorgestellt. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat bisher nur allgemein gesagt, falls es erforderlich werde, könnte der #Flughafen aus der öffentlichen Kasse finanziert werden. Berlin und Brandenburg müssten nach Angaben von Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) nach ihren Gesellschaftsanteilen jeweils 240 Millionen Euro aufbringen, der Bund etwa 170 Millionen Euro – in jährlichen Raten bis zur geplanten Eröffnung von BBI 2008/2009…

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