Rund 100 Jahre alt sind die beiden #Gleishallen des Berliner #Ostbahnhof und mit den momentan laufenden Bauarbeiten sollen sie fit gemacht werden für weitere 80 bis 100 Jahre #Bahnbetrieb. So gibt Projektleiter Steffen #Dieckmann das Ziel aus. Anfang 2020 hat der aktuelle zweite #Bauabschnitt begonnen, der voraussichtlich noch bis Ende 2024 dauern wird. Kern des Ganzen ist die #Sanierung der #Hallendachkonstruktion, rund 70 Millionen Euro werden in die Arbeiten investiert. „Wir liegen im Budgetrahmen und auch im Zeitplan“, betonte Dieckmann bei einem Rundgang anlässlich des bundesweiten „Tags der Schiene“ am Freitag.
Zum ersten #bundesweiten Tag der #Schiene am heutigen Freitag können sich (nicht nur) #Eisenbahnfans an vielen Orten in Berlin und der Region über die Bahn informieren. So gibt es Führungen in den #Untergrund am #Hauptbahnhof, wo eine neue #S-Bahn-Haltestelle gebaut wird, oder auf das #Dach des Ostbahnhofs.
Auch Jens Wiesecke vom Berliner Fahrgastverband hat aufgrund der vielen Baustellen an den Bahnstrecken in und um Berlin ein wenig den Überblick über die #Bauprojekte verloren. „Ich überblicke das auch nur noch rudimentär, wo überall gebaut wird.“ Ab Montag kommt zu den Großbaustellen vor Königs Wusterhausen und in Richtung Bernau nun auch noch die Sperrung der S-Bahnstrecke zwischen Friedrichstraße und Ostbahnhof dazu.
Beim Schienenersatzverkehr für die S-Bahn im Süden Berlins schlägt sich die #Sommer-Erkrankungswelle nieder: Im Unternehmen, das mit dem Schienenersatzverkehr beauftragt ist, sind zu viele Mitarbeiter krank
Mit Beginn der Sommerferien starten unterschiedliche #Baumaßnahmen im #S-Bahnnetz. Über die #Sperrung auf der #Stadtbahn zwischen #Ostbahnhof und #Zoologischer Garten wurde bereits vor einem Monat informiert. Neu ist, dass die Bauzeit sich ändert, denn die Sperrung beginnt am 11. Juli anstatt schon am 8. Juli.
Weiterhin musste aufgrund einer nachträglichen Anordnung des Bezirksamts Mitte kurzfristig die Route des #Bus-Ersatzverkehrs geändert werden. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit für die gesamte Strecke um ca. 10 bis 15 Minuten.
Es sind keine sieben #Brücken, wie sie die Band „Karat“ in ihrem Song beschreibt. Auf der Berliner #Stadtbahn sind es 731 #Bögen, die sich per #Viadukt von Ost nach West schlängeln. Jetzt steht der 140. Geburtstag der Strecke an. Von Georg-Stefan Russew
Laut einer Sprecherin der S-Bahn gab es bauseitige Verzögerungen, eine Brücke konnte erst am nachmittag aufgesetzt werden, hieß es. In den frühen Abendstunden sollte das fertige Konstrukt stehen. Am Dienstagmorgen sollen demnach auch alle Verkabelungen erledigt sein.
Über der gläsernen #Kuppel des Ostbahnhofs wird am Wochenende in über 40 Meter Höhe eine riesige #Brücke über das gesamte Dach gebaut. Sie soll bei der #Sanierung des Bahnhofs helfen, führt aber erst einmal zu Einschränkungen. Von Georg Berger
Vor 150 Jahren rollte der erste Zug zwischen #Moabit und #Schöneberg auf einer neuen #Bahnstrecke. Die Bauherren ahnten nicht, welch weitsichtiges #Verkehrsprojekt sie damals gestartet hatten: Es war die Geburt der Berliner #Ringbahn. Von Jenny Barke Am Anfang der Ringbahn-Geschichte war der Dreck: Den Berlinern stanken Mitte des 19. Jahrhunderts die lauten Dampfloks, die ihre schmutzigen Rußwolken durchs Zentrum ihrer Stadt zogen. Die Kohle-Loks brachten im Zuge der #Industrialisierung Jahr für Jahr mehr Waren nach Berlin. Die Gleise verliefen direkt auf und entlang den Straßen und Gehwege und verbanden die Berliner #Kopfbahnhöfe, die sich um die Berliner Stadtmitte verteilten, den #Anhalter, den #Hamburger, den #Görlitzer und den #Ostbahnhof. Der preußische Staat entschied: Diese Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb begann er Mitte der 1860er mit dem Bau von Gleisen außerhalb der Stadt.
„Die Ringbahn war ursprünglich vor allem dazu gedacht, neue Verbindungen für das #Militär zu schaffen und dann auch für den #Güterverkehr“, erklärt Sven Heinemann. Der 42-Jährige kennt sich so gut mit der Geschichte der Ringbahn aus wie kaum ein anderer. Er ist erklärter #Eisenbahnfan, hat nach eigener Schätzung Hunderte Stunden recherchiert, um pünktlich zum 150. Jubliäum der Ringbahn ein Buch zu veröffentlichen. In der Halbzeit seiner Recherche kam ihm die Corona-Zeit entgegen: Während andere das Puzzlen für sich entdeckten, wanderte Heinemann um die Ringbahn und erforschte jeden Winkel der 37 Kilometer langen Strecke.
Preußischer Staat plante in Superlativen Dabei machte Hienemann über 6.000 Fotos entlang der Strecke und wurde fast zum Archäologen. Er entdeckte beispielsweise versteckte Tunnelanschlüsse und fand in Archiven Hinweise darauf, dass die DDR ihr eigenes #Technikmuseum entlang der Bahnstrecke bauen wollte. Doch das war viel später. Zurück zum Start der 150-jährigen Geschichte: