Als erstes deutsches Nahverkehrsunternehmen testet die BVG mit dem Pro-jekt „#BerTi“ den #Ticketverkauf über einen #Chat-Bot im Facebook Messenger. Ab sofort, pünktlich zum Start der #Tourismusmesse#ITB am Mittwoch, ist die vor allem bei Touristen beliebte #Tageskarte für den Tarifbereich Berlin AB über diesen neuen #Vertriebskanal erhältlich.
„Wir glauben, dass der schnelle und bargeldlose Ticketkauf ohne vorherige Registrierung vor allem bei den Berlinbesucherinnen und -besuchern aus aller Welt gut ankommen wird“, sagt Dr. Martell Beck, BVG-Bereichsleiter für Vertrieb und Marketing. „Bei entsprechender Akzeptanz prüfen wir eine Ausweitung auf andere Ticketkategorien.“
Die Nutzung ist für die Fahrgäste denkbar einfach. Sie müssen lediglich in der Messenger-App den „BVG -TicketBot““ kontaktieren. BerTi leitet die Kunden durch einen geführten Dialog auf Deutsch oder Englisch und bietet den Kauf einer Tageskarte Berlin AB an. Durch die Tastenauswahl „Ticket kaufen“ wird der Kaufvorgang automatisch in der Messenger-App gestartet und die digitale Tageskarte nach der Bezahlung direkt im Messenger angezeigt.
Der Name „BerTi“ für das neueste Kind der BVG-Vertriebsfamilie ist übrigens eine Abkürzung und steht für Berlinticket.
Am Zentralen #Omnibusbahnhof (#ZOB) Berlins wird noch mindestens drei Jahre lang gebaut. „Die Gesamtfertigstellung ist für Mitte #2022 geplant“, teilte die Senatsverkehrsverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mit. Zwar sollen in diesem November die #Bussteige fertig sein. Dann werde aber weiter an der neuen Leitstelle gearbeitet und ab Mitte 2020 eine neue Wartehalle gebaut.
Der ZOB am Messegelände in Charlottenburg wird seit 2016 im laufenden Betrieb umgebaut. Das soll mehr Platz für #Fernbusse bringen. Ursprünglich sollten die Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das Projekt zieht sich aber in die Länge, da es zahlreiche Umplanungen gab. Gebäude werden neu errichtet statt nur instandgesetzt, die Wartehalle soll größer werden als zunächst geplant, die #Fahrgastinformation erneuert und die #Leitstelle versetzt werden. Das trieb auch die Kosten in die Höhe: von ursprünglich 14 Millionen Euro auf …
Am Hauptbahnhof #Potsdam wird ein #zweites #S-Bahn-Gleis gebaut. Am 25. März soll es in Betrieb genommen werden und die Fahrtzeit nach Berlin um zwei bis drei Minuten verkürzen.
Die S-Bahn verspricht sich davon künftig weniger Verspätungen auf der #S7, weil ausfahrende S-Bahnen nicht mehr so lange auf den entgegenkommenden Zug warten müssen.
Bisher konnten sie auf der eingleisigen Strecke nur an den Bahnhöfen aneinander vorbeifahren. Dadurch hatten sich Verspätungen häufig aufgestaut.
Mit Tempo #300 nach #Hamburg! Eine Stunde Fahrzeit! Heute vor 25 Jahren, am 2. März 1994, beschloss die Bundesregierung den Bau der #Magnetschnellbahn von Berlin nach Hamburg. 14,5 Millionen Passagiere sahen die Planer pro Jahr zwischen beiden Städten hin- und herschweben, also 20 000 pro Tag und Richtung.
Und das trotz horrender Preise, ein Ticket sollte 30 Prozent teurer sein als ein 1.-Klasse-Ticket für den ICE. Diese blühende Fantasie musste sein, um das Projekt schönzurechnen. Die Kosten stiegen immer schneller, der Traum vom Schweben zerplatzte fünf Jahre nach dem Beschluss der damaligen CDU/FDP-Regierungskoalition.
Die Senatsverkehrsverwaltung plante eigentlich, die #Umsteigesituation am #S-Bahnhof #Greifswalder Straße im Laufe des Jahres 2019 zu verbessern. Doch das Vorhaben verzögert sich.
Damit sollte es Fahrgästen erleichtert werden, ohne den Tunnel benutzen zu müssen, zwischen Straßenbahn und S-Bahn umzusteigen. Als Alternative zum Tunnel soll ein weiterer #Übergang über die Greifswalder Straße gebaut werden, so wie es ihn bereits an der Ecke Greifswalder und Storkower Straße gibt. Dieser Umsteigeknoten gehört zu den wichtigsten in Berlin – rund 45 000 Menschen sind dort täglich unterwegs. Die Bahnsteige der Straßenbahn sind zwar barrierefrei, aber der Weg dorthin über den Fußgängertunnel ist es nicht. Und der Umweg über die Ampel an der Kreuzung zur Storkower Straße ist für viele Fahrgäste zu …
Der seit Monaten erhoffte #Großauftrag zur #Bestellung dringend benötigter neuer #U-Bahnwagen für Berlin lässt weiter auf sich warten. Eigentlich sollten die Bewerber um den Großauftrag am gestrigen Freitag ihre verbindlichen Angebote abgeben. Doch wie die Berliner Morgenpost aus BVG-Kreisen erfuhr, ist der Abgabetermin erneut verschoben worden.
Ursprünglich sollten die Angebote schon Ende des vorigen Jahres abgegeben werden. Doch wegen der vielen Rückfragen der #Hersteller musste bereits dieser Termin verschoben werden. Mit der neuerlichen Fristverlängerung wird es jedoch immer unwahrscheinlicher, dass der #Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wie geplant Anfang April die #Fahrzeugbestellung, die mit einem Finanzvolumen von vier Milliarden Euro als größte in der BVG-Geschichte gilt, beschließen kann. Davon hängt wiederum ab, ob die ersten neuen Züge wie von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) angekündigt, tatsächlich schon 2021 das U-Bahnangebot verbessern können.
Berlin – Es war ein Satz, der viele Berliner #Autofahrer verstört hat, weil Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) damit jahrzehntelange Gewohnheiten scheinbar kompromisslos infrage stellte. „Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto #abschaffen“, hat Günther am Donnerstag auf einem Treffen der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung am Mittwoch gesagt. CDU-Verkehrspolitiker Oliver Friederici bezeichnete Regine Günther daraufhin umgehend als „Anti-Auto-Senatorin“ und forderte ein Recht auf Mobilität, auch für Autofahrer.
In Regine Günthers Senatsverwaltung und bei den Grünen sprach man später von einer verkürzten Darstellung. Einen „Verbotssprech“ …
„Verkehrswende muss eine Wende weg vom individuellen Autoverkehr sein“ Laut Günthers Sprecher Jan Thomsen hat die Senatorin den kontrovers diskutierten Satz denn auch in einem größerem Zusammenhang formuliert. „Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen und mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren, mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen oder die Sharing-Angebote nutzen“, hat Günther demnach tatsächlich gesagt. „Denn je weniger Autos auf der Straße sind, desto besser – desto mehr Platz haben wir für diejenigen, die wirklich aufs Auto angewiesen sind, nämlich Handwerker, Lieferdienste, Pflegedienste, Polizei.“
Am kommenden Montag, den 4. März 2019, rücken die Bautrupps der BVG gleich an zwei Orten aus. Sowohl in der #Greifswalder als auch in der #Indira-Gandhi-Straße erneuern sie die Gleise der #Straßenbahn. Änderungen gibt es daher ab ca. 4:30 Uhr auf den Linien #M4 und #M13.
Die Züge der M4 fahren bis Montag, den 15. April 2019, ca. 4:30 Uhr zwischen Zingster Straße bzw. Falkenberg und Arnswalder Platz. Barrierefreie #Ersatzbusse sind zwischen Greifswalder Straße/Danziger Straße und Spandauer Straße/Marienkirche unterwegs, im Nachtverkehr wird der mit Bussen bediente Abschnitt bis zum S-Bahnhof Hackescher Markt verlängert. In der zweiten Bauphase ab Ende März kommt es auch zu Änderungen auf den Buslinien 142 und 200.
Wegen der Arbeiten in der Indira-Gandhi-Straße fahren bis Montag, den 18. März 2019, ca. 4:30 Uhr auf dem Abschnitt der Linie M13 zwischen Berliner Allee/Indira-Gandhi-Straße und Hohenschönhauser Straße/Weißenseer Weg Busse statt Bahnen. Zu Änderungen kommt es auch bei der Buslinie N50. Am 10. sowie am 17. März, jeweils ca. 7 bis 15 Uhr, wird der Ersatzverkehr für die M13 aufgrund zusätzlicher Fahrleitungsarbeiten auf den Abschnitt zwischen Berliner Allee/Indira-Gandhi-Straße und Möllendorffstraße/Storkower Straße ausgeweitet.
Alle Informationen finden sich wie immer auch in der BVG-App FahrInfo Plus, auf BVG.de, im BVG Navi sowie an den Aushängen vor Ort.
Frage 1: Treffen die in der Presse veröffentlichten Äußerungen zu, wonach es der Wunsch des Landkreises #Märkisch-Oderland ist, im Aufsichtsrat des #VBB zu diskutieren, ob die Linie #RB26 künftig vorerst nicht mehr am #Regionalbahnhalt#Mahlsdorf halten soll? Wenn ja, steht bereits fest, wann Diskussionen geführt und Entscheidungen dazu getroffen werden sollen? Antwort zu 1: Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) hat übermittelt, dass sich der Landrat des Brandenburger Landkreises Märkisch-Oderland an ihn mit einem Schreiben mit Fragen zur #Qualität der Linie RB 26 gewandt habe. Dabei sei der Berliner Bahnhof Mahlsdorf nicht angesprochen worden. Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sind die Länder Berlin und Brandenburg. Unbeschadet dieser Zuständigkeit steht der Berliner Senat jedoch zu Fragen zum Regionalbahnhof Mahlsdorf im VBB-Aufsichtsrat gern zur Verfügung, falls diese gewünscht sein sollte. Frage 2: Wie positioniert sich der Senat zu dieser Forderung? 2 Antwort zu 2: Der Senat hat sich erfolgreich für den Bau des Regionalbahnhofes Mahlsdorf eingesetzt. Die Verkehrshalte an diesem Bahnhof werden daher weiterhin bestellt werden. Frage 3: Teilt der Senat die Einschätzung, dass der neue Fahrplan der Linie RB26 zu eng gestrickt ist und die NEB an den Endstationen zu wenig Zeit zum Wenden hat, so dass Verspätungen zwangsläufig entstehen müssen? Frage 4: Wie soll dem Problem der verspäteten Züge begegnet werden? Ist eine Änderung des Fahrplans geplant? Antwort zu 3 und 4: Die Fragen 3 und 4 werden wegen ihres Sachzusammenhanges gemeinsam beantwortet. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 ist die RB 26 von Berlin-Lichtenberg zu dem wichtigen Umsteigebahnhof Berlin-Ostkreuz verlängert worden. In den ersten Wochen führten technische Probleme an den Fahrzeugen und an der Infrastruktur zu Verspätungen. Der Betrieb auf der neuen Strecke muss sich zudem einspielen. Durch Optimierung der Betriebsabläufe und Stabilisierung des Fahrzeugeinsatzes werden hier Verbesserungen erwartet. Weiterhin wurde der Betrieb bis Mitte Februar 2019 durch Bauarbeiten im Bereich Hoppegarten beeinträchtigt. Mit dem Wegfall der damit verbundenen Langsamfahrstelle wird eine weitere Verspätungsursache entfallen. Die derzeitige Verspätungsanfälligkeit der RB 26 hat also temporäre Gründe. Die derzeit hohe Verspätungsanfälligkeit dieser Linie wird daher kurzfristig abnehmen. Frage 5: Wie werden die Fahrzeugkapazitäten auf der Linie aktuell eingeschätzt? Ist vorgesehen, weitere Kapazitäten auf der Linie zu schaffen? Antwort zu 5: Es ist positiv, dass sich die Linie RB 26 mit ihrem internationalen Bezug einer steigenden Nachfrage erfreut. Aus diesem Grunde wurden die Fahrzeugkapazitäten bei stark nachgefragten Fahrten in den vergangenen Jahren bereits erhöht. Mit Erlangen der polnischen Zulassung der vier zusätzlich beschafften Fahrzeuge der Baureihe Link des polnischen Herstellers Pesa werden weitere Kapazitäten bei den Zügen der Linie RB 26 bereitgestellt werden. Konkret ist der Einsatz von Zügen in Dreifachtraktion zu den Hauptverkehrszeiten zwischen Berlin und Müncheberg (Mark) vorgesehen. Frage 6: Teilt der Senat die Auffassung, dass nur ein Ausbau der Infrastruktur die Probleme auf der Strecke lösen wird? 3 Frage 7: Wie positioniert sich der Senat vor diesem Hintergrund zu der bekannten Forderung vieler Akteure aus der Region, die Ostbahn zweigleisig auszubauen und zu elektrifizieren? Antwort zu 6 und 7: Die Fragen 6 und 7 werden wegen ihres Sachzusammenhanges gemeinsam beantwortet. Um die Voraussetzungen für die Verlängerung der RB 26 nach Berlin-Ostkreuz zu schaffen, wurde die von dieser Linie befahrene Strecke in den vergangenen Jahren zwischen Rehfelde und Strausberg zweigleisig ausgebaut. Die Strecke weist aber weiterhin eingleisige Streckenabschnitte auf. Dies ist keine optimale Voraussetzung für eine zuverlässige Betriebsabwicklung sowie für die Ausweitung der Verkehre auf der Schiene und steht damit im Widerspruch zu den verkehrlichen Aufgaben dieser Strecke für die Zukunft. Mittelfristig ist daher ein weiterer Ausbau der Strecke notwendig. Seitens der Länder Berlin und Brandenburg wurden der zweigleisige Ausbau, die Elektrifizierung und eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Dies wurde vom Bundesverkehrsministerium als dem für die Eisenbahninfrastruktur zuständigen Bereich leider abgelehnt. Im Rahmen anderer Infrastrukturprogramme setzen sich die Länder daher weiter für einen schrittweisen Ausbau der Ostbahn ein. Beim Spitzentreffen der Oder-Partnerschaft am 13.01.2010 in Potsdam wurden der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung auf deutscher und polnischer Seite in den Katalog der wichtigen großräumigen Verbindungen der Oder-Partnerschaft aufgenommen. Auf Initiative der Wojewodschaft Lubuskie wird die Strecke auf polnischer Seite derzeit modernisiert und die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h angehoben. Auf polnischer Seite ist sie bereits zweigleisig. Zudem haben Vorplanungen zu Elektrifizierung bereits begonnen. Berlin wird gemeinsam mit Brandenburg Initiativen starten, mit dem Ziel weitere Bundesprogramme außerhalb der Bundesverkehrswegeplanung (z.B. das „Sonderprogramm Elektrifizierung“) zur Finanzierung heranzuziehen. Berlin, den 25.02.2019 In Vertretung Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Frage 1: Wie errechnet sich die anvisierte #Bauzeit von zehn Monaten (Stand: Januar 2019) bis zur Fertigstellung des neuen #Brückenabschnitts der #Salvador-Allende-Brücke, deren Neubau 2017 begann? (Aufstellung erbeten.) Antwort zu 1: Mit Pressemitteilung vom 24.01.2019 wurde auf Grundlage des damaligen Bautenstandes eine geplante Verkehrsfreigabe des ersten #Überbaus der neuen Salvador-Allende-Brücke zum Jahresende 2019 mitgeteilt. Hieraus errechnet sich ein möglicher Zeitraum von zehn bzw. elf Monaten. Frage 2: Wie sah die ursprüngliche Zeitplanung für diesen Brückenabschnitt aus und in wie begründen sich eventuelle Abweichungen vom ursprünglichen Zeitplan? (Aufstellung erbeten.) Antwort zu 2: Der Zeitplan für den #Ersatzneubau der Salvador-Allende-Brücke muss fortlaufend überprüft und angepasst werden. Hierbei müssen eine Vielzahl an Randbedingungen, Auflagen, Schnittstellen und sonstigen Einflüssen berücksichtigt werden. Grundsätzlich befindet sich die Baumaßnahme innerhalb der vertraglich vereinbarten Ausführungsfristen. 2 Frage 3: Ist die genannte Dauer von zehn Monaten (Stand: Januar 2019) bis zur Fertigstellung des neuen Brückenabschnitts nach aktuellem Planungsstand und Baufortschritt realistisch oder hat sich ein zeitlicher Verzug bei den Bauarbeiten ergeben beziehungsweise kann mit einer früheren Fertigstellung des Brückenabschnitts gerechnet werden? Antwort zu 3: Entsprechend der Pressemitteilung vom 24.01.2019 basiert die zeitliche Einordnung bis zur Verkehrsfreigabe des ersten Überbaus auf der zum damaligen Zeitpunkt vorliegenden Bauablaufplanung. Eine Prüfung und Bewertung der Möglichkeiten zur Beschleunigung des Bauablaufs läuft aktuell, auch unter Hinzuziehung von externen Sachverständigen und Bauexperten und unter Einbeziehung des Schadens vom 19.02.2019 durch angebohrte Stromkabel. Frage 4: Welche Möglichkeiten bestehen dahingehend, die Dauer bis zur Fertigstellung des Brückenabschnitts zu verkürzen und welche baulichen und personellen Kapazitäten und Mittel müssten zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt werden? (Aufstellung über die Möglichkeiten, potenzielle Zeitersparnis und jeweils benötigte Mittel/Kapazitäten erbeten.) Frage 8: Inwieweit wird diese Bauplanung angesichts der jüngst in Kraft getretenen Vollsperrung des östlichen Überbaus überarbeitet? Antwort zu 4 und 8: Eine Anpassung des Bauablaufs bzw. der damit verbundenen Bauumstandsänderungen bedürfen der vertragsrechtlichen Vereinbarung mit den am Bau beteiligten Vertragspartnern. Die Fertigstellung des 1. Bauabschnitts der neuen Brücke (des Westteils) ist auf Ende 2019 terminiert. Aufgrund der jetzigen Situation wird alles unternommen, um die Baumaßnahme zu beschleunigen und so eine frühere Verkehrsfreigabe des 1. Bauabschnitts der neuen Brücke zu erreichen. Hierzu laufen derzeit die Gespräche und Untersuchungen mit den beauftragten Unternehmen, ob und wie eine Beschleunigung erreicht werden kann. Die Einrichtung eines Mehrschichtsystems ist eine Option. Hierzu müssen jedoch zusätzliche verfügbare Arbeitskräfte gesichert und ggf. bei anderen Baumaßnahmen abgezogen werden. Dies ist bei der aktuellen Marktlage nicht ohne weiteres möglich. Bei der neuen Brücke handelt es sich um eine Stahlkonstruktion, welche größtenteils im Werk gefertigt wird. Auch hier sind alle Mitarbeitenden in der Regel bereits im Überstundenmodus. Es muss weiter geprüft werden, ob zusätzliche oder geänderte Montagezustände vereinbart werden können. Insofern sind die Prüfungen der Beschleunigungsoptionen einschließlich eventueller Mehrkosten noch nicht abgeschlossen. Neben der Zielsetzung einer möglichen Beschleunigung des Bauablaufs müssen die Zielsetzungen einer sicheren Bauausführung und die Zielsetzung zur Einhaltung aller Prüf- und Überwachungskriterien beachtet werden, so dass im Ergebnis ein robuster und genehmigungsfähiger Bauablauf vereinbart werden kann. Erst wenn die machbaren Randbedingungen geklärt sind, kann eine Terminund Kostenaussage erfolgen. 3 Frage 5: Wurde die zeitliche Ausweitung der Bauarbeiten auf Sonn- und Feiertage in Erwägung gezogen? (Falls ja, mit welcher Zeitersparnis wäre dadurch zu rechnen; falls nicht, wieso nicht?) Antwort zu 5: Grundsätzlich werden alle geeigneten Möglichkeiten zur Beschleunigung des Bauablaufs geprüft und bewertet. Hierbei sind die gesetzlichen Vorgaben zu beachten bzw. einzuhalten. Die detaillierten Angaben zu möglichen Auswertungen der Arbeitszeiten stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit der Bauablaufplanung, welche aktuell geprüft und bewertet wird. Frage 6: Welche Faktoren beeinträchtigen oder verhindern die frühere Fertigstellung des neuen Brückenabschnitts und wie kann diesen Faktoren beigekommen werden? (Aufstellung erbeten.) Antwort zu 6: Wesentliche Einflussfaktoren, welche einer früheren Verkehrsfreigabe des ersten Überbaus entgegenstehen, sind: Mangel an ausreichenden Fachkräften, Mangel an erforderlichen Spezialfirmen und Spezialgerätschaften, u.a. für den Verschub der neuen Stahlbrückenelemente, Auflagen aus gesetzlichen Vorgaben zum Arbeits-, Lärm- und Emissionsschutz, umfangreiche Umverlegungs- und Anpassungsarbeiten der verschiedenen Leitungsbetriebe, Auflagen zur Aufrechterhaltung der Wasserstraße, vorhandene örtliche Randbedingungen. Frage 7: Wie sehen die derzeitige Bauplanung hinsichtlich des Abrisses des alten Brückenabschnitts (östlicher Überbau) sowie Beginn und Dauer des Neubaus für den zweiten Brückenabschnitt aus? Antwort zu 7: Diese Arbeiten sollen unmittelbar nach der Verkehrsfreigabe des westlichen Überbaus und der Umverlegung der vorhandenen Leitungen beginnen. Frage 9: Was spricht dafür bzw. dagegen, den Bau des zweiten Brückenabschnitts nun umgehend zu beginnen, da der alte Brückenabschnitt nicht mehr genutzt werden darf und inwieweit würde eine solche parallele Baumaßnahme gegebenenfalls die Fertigstellung des bereits im Bau befindlichen Brückenabschnitts verzögern? (Aufstellung über Für und Wider erbeten.) 4 Antwort zu 9: Die vorhandenen Leitungen unterhalb und auf dem östlichen Überbau sowie in den jeweiligen Anschlussbereichen stehen einem sofortigen Abriss des östlichen Überbaus entgegen. Darüber hinaus wird die Freihaltung für den Fuß- und Radverkehr als Vorteil dieser Bauabfolge gesehen. Frage 10: Kann ausgeschlossen werden, dass die geplanten Baumaßnahmen für den zweiten Brückenabschnitt wiederum die Statik der gesamten Brückenkonstruktion beeinträchtigen und möglicherweise ein Absenken des gerade im Bau befindlichen Brückenabschnitts nach sich ziehen? Antwort zu 10: Mit der Fertigstellung des westlichen Teilbauwerkes der Salvador-Allende-Brücke steht ein neues Brückenbauwerk, welches auf Grundlage der aktuellen Vorschriften und Regelwerke errichtet, wurde zur Verfügung. Grundsätzlich können Einflüsse aus dem Baugrund und aus dem Baugeschehen heraus jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Frage 11: Welche Überlegungen bestehen, den gesperrten Brückenabschnitt bis zur Fertigstellung des Neubaus zu erhalten und per Sondergenehmigung zu Gunsten der Notfallversorgung, beispielsweise für den Einsatz von Feuerwehr- und Rettungswagen, zu öffnen und wie ließe sich eine solche Brückennutzung im Sonderfall in der Praxis realisieren? Frage 12: Welche Überlegungen bestehen dahingehend, Sondergenehmigungen für Einsätze im Bereich der häuslichen Krankenpflege und –versorgung auszustellen? Antwort zu 11 und 12: Nach intensiver Prüfung kann aus Sicherheitsgründen, aufgrund des eingetretenen irreversiblen Bauwerkszustandes keine Ausnahme von der aktuellen Sperrung der Salvador-Allende-Brücke vorgenommen werden. Frage 13: Welche Versorgungsleitungen sind im alten Brückenabschnitt verbaut und müssten nun, bei dessen Abriss, zunächst überbrückt werden und wie ließe sich dies praktisch umsetzen? Antwort zu 13: Alle relevanten versorgungsunternehmen (Berliner Wasserbetriebe – BWB, diverse Telekommunikationsunternehmen, Stromnetz Berlin, NBB Netzgesellschaft Berlin- Brandenburg mbH & Co. KG – NBB, Steuerkabel usw.) sind im Bestandsüberbau und in den Vorlandbereichen verlegt. Eine provisorische Überbrückung ist deshalb nicht realistisch machbar, so dass die Leitungen nach Fertigstellung des neuen Überbaus in diesen verlegt werden müssen, bevor der geschädigte Überbau abgerissen werden kann. 5 Frage 14: Wie genau involviert die zuständige Senatsverwaltung das Bezirksamt Treptow-Köpenick in die neuen Planungen? Antwort zu 14: Bezüglich der Verkehrssituation auf der Umleitungsstrecke finden laufend Abstimmungsund Koordinierungstermine im Bezirksamt statt. Hier werden alle aktuellen Probleme und offenen Bearbeitungsschritte geprüft und bewertet. Entlang der Umleitungsstrecke ist eine Vielzahl an Maßnahmen erforderlich, die eine entsprechende Bearbeitungs-, Abstimmungs- und Genehmigungsdauer erfordern und laufend umgesetzt werden. Berlin, den 25.02.2019 In Vertretung Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz