Wenn man nach dem Ursprung des Begriffs Berufsverkehr suchen wollte, wäre dafür der südliche Humboldthain ein guter Ort. An der #Voltastraße hatte die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft, kurz: #AEG, Mitte der 90er-Jahre des neunzehnten Jahrhunderts eine #Großmaschinenfabrik errichtet. Um sie mit der #Apparatefabrik in der Ackerstraße zu verbinden, baute die AEG einen #Tunnel für eine elektrische #Röhrenbahn. 295 Meter lang war dieser und sollte Arbeiter und Materialien von einer Fabrik zur anderen transportieren. Berufsverkehr eben, aber es steckte mehr dahinter.
Erster #U-Bahn-Tunnel Deutschlands Der 3,15 Meter hohe und 2,60 Meter breite Parcours unter Berlins Pflaster darf vor allem als der erste U-Bahn-Tunnel Deutschlands gelten. Und tatsächlich war die Unterführung ein #Versuchstunnel, mit dem AEG in Berlin den Bau eines U-Bahn-Netzes nach Londoner Vorbild auslösen wollte. Die Stadt wuchs, neue Verkehrsmittel waren gefragt. Am 31. Mai 1897 fuhr auf der Strecke der erste elektrisch angetriebene Zug. Dennoch setzte sich #Siemens mit einer preiswerteren Mischung aus Hoch- und Untergrundbahn …
Der Abend beginnt mit einem Klassiker. Kerstin #Strehmann (48) steht am #U-Bahnhof Tierpark am Gleis der #U5 in Richtung Hönow, schaut auf die Uhr und sagt: „Wir steigen auf den Zug, der in sechs Minuten kommt.“ Dann blickt sie zur Anzeigetafel – dort steht: Nächster Zug in 15 Minuten. Irgendetwas läuft falsch. Und das ist auch nichts, was eine Frau wie Strehmann überraschen kann. Seit neun Jahren arbeitet sie als #U-Bahn-Fahrerin, sitzt auch nachts für die #BT Berlin Transport im #Cockpit der Züge. KURIER fuhr mit – und plauderte mit Strehmann über die Freuden und Tücken ihres Berufs.
Frau Strehmann, sind Sie mit der Bahn hier?
Ja, heute ja.
Was passiert, wenn Ihr Zug Verspätung hat und Sie zu spät zum Dienst kommen?
Gute Nachrichten für die Fahrgäste auf der südlichen #U7: Die BVG kann die Arbeiten im Tunnel zwischen den Bahnhöfen #Blaschko- und #Parchimer Allee eine Woche früher abschließen als ursprünglich geplant. Statt am 4. März fahren die Züge nun schon am Montag, den 25. Februar 2019, wieder auf der ganzen Linie. Der seit Anfang Januar bestehende Ersatzverkehr zwischen #Grenzallee und #Britz-Süd fährt damit letztmalig am kommenden Sonntag.
Bei der Verlängerung der U7 in Richtung Britz-Süd wurden in den 1960ern mineralische Dämmstoffe mit Holzwolle-Leichtbauplatten im Deckenbereich verbaut. Was damals als innovativer Lärmschutz galt, wird seit Umbau und Modernisierung der Gleisanlagen nicht mehr benötigt und ist heute eine Altlast.
In den letzten Wochen hat die BVG im 3-Schicht-Betrieb auf einer Länge von rund 300 Metern Tunnel je Gleisseite die Platten entfernt – insgesamt ca. 2.600 Quadratmeter. Dafür mussten die Arbeiten größtenteils über Kopf auf einer Höhe von vier bis fünf Metern durchgeführt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro.
Es sollten Strecken der #U6, #S25 und die #A111#zeitgleich#saniert werden Berlin-Reinickendorf. Der Zeitplan für die Sanierung der Strecke der U-Bahnlinie 6 steht fest: Im Frühjahr 2021 soll das Teilstück zwischen den Haltestellen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz erneuert werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre dauern.
Den #Nahverkehrsplan will sie trotzdem zügig beschließen. Zwei Stunden saßen die Koalitionäre am Mittwoch zusammen und diskutierten über Verkehrspolitik. Die Stimmung wurde von Teilnehmern als „mies“, „durchschnittlich“ und „sachorientiert“ beschrieben. Klar ist, dass der Nahverkehrsplan im Konsens zeitnah verabschiedet werden soll. Ob der Senat ihn schon am kommenden Dienstag beschließen wird, ist aber offen.
Ende Februar kommt das große und lange überfällige Paket zur nachkriegsmodernen #U-Bahnarchitektur in Berlin und darüber hinaus: #Tagung, #Ausstellung und das erste #Buch zu Rainer G. #Rümmlers #U-Bahnhöfen in West-Berlin. Ich möchte Sie und Euch mit dieser Mail herzlich zur Tagung und Ausstellung einladen, die ICOMOS Deutschland, die Initiative Kerberos, das Landesdenkmalamt Berlin und die Berlinische Galerie organisiert haben und Ihnen / Euch zugleich das Buch „Der Himmel unter West-Berlin“ – die Publikation meiner Dissertation zu Rainer Rümmlers U-Bahnarchitektur in West-Berlin – vorstellen. Internationale Tagung „Underground Architecture Revisited“, 20.02. – 23.02.2019, Berlinische GalerieBei der Tagung „Underground Architecture Revisited“ kommen Architektur- und Kunstwissenschaftler*innen, Denkmalpfleger*innen und Verkehrsunternehmen aus Europa zusammen, um über den Stand der Forschung und die Zukunft von nachkriegsmodernen U-Bahnhöfen zu sprechen. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden werden auch Führungen durch die Ausstellung (s.u.) sowie ein Filmabend (urbanoFILMS # 35 – Merci Métro) angeboten.Das Programm zur Tagung findet sich unter obigem Link. Die Tagung wurde organisiert von ICOMOS Deutschland, Landesdenkmalamt Berlin, Initiative Kerberos und Berlinische Galerie. Ausstellung „Underground Architecture“, 16.02. – 20.05.2019, Berlinische GalerieDie Berlinische Galerie zeigt ab 16. Februar 2019 die Ausstellung „Underground Architecture“. Ausgestellt wird die U-Bahnarchitektur in Berlin von den 1950ern bis in die 1980er Jahre, von der Sachlichkeit zur Pop Art zur Postmoderne. Entwürfe, Zeichnungen und weitere Exponate aus dem Landesarchiv, der Berlinischen Galerie und dem Archiv der BVG ermöglichen bislang ungekannte Blicke auf die U-Bahnhöfe und ihre Architekten. Am 23.02. findet eine öffentliche Führung durch die Intiative Kerberos statt.Die Ausstellung wurde organisiert von der Berlinischen Galerie mit wissenschaftlicher Beratung durch die Initiative Kerberos. Buch „Der Himmel unter West-Berlin“, 384 Seiten, 291 Abb., 29 EUR, erhältlich ab 20.02.2019 „Der Himmel unter West-Berlin“ ist meine 2018 abgeschlossene Dissertation über die „post-sachlichen U-Bahnhöfe des Baudirektors Rainer G. Rümmler“. #Rümmler hat von 1962 bis 1996 den West-Berliner Untergrund mit seinen 58 bunten, zeitgenössischen und durchaus umstrittenen U-Bahnhöfen geprägt. „Der Himmel unter West-Berlin“ ist das erste Buch zu Rümmler und stellt daher neben dessen Hauptwerk – den U-Bahnhöfen – auch eine breite Auswahl von Rümmlers mehr als 100 Hochbauten in Berlin vor. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Deutung und Bedeutung des Wandels in Rümmlers U-Bahnarchitektur für eine Geschichte der U-Bahnarchitektur und die Geschichte Berlins, damals wie heute. Das Buch kann direkt bei verlag@urbanophil.net bestellt werden oder im Buchhandel und bei oben genannten Veranstaltungen erworben werden. Ich würde mich sehr freuen, Sie / Euch bei einer der Veranstaltungen zu sehen. Herzliche GrüßeVerena Pfeiffer-Kloss
Dr. des. Verena Pfeiffer-KlossDipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanungwww.urbanophil.net
Berlins rot-rot-grüne Senatsriege hat sich an diesem Dienstag nicht wie sonst üblich im Roten Rathaus getroffen, um die wichtigsten Themen der wachsenden Stadt zu besprechen – sondern im Rathaus #Pankow.
Bei Stadler, dem größten Industriebetrieb im Bezirk, schauten sich die Regierungsmitglieder dann die Produktion neuer #U- und #S-Bahnen für Berlin an. Unter Ausschluss der mitgereisten Medienvertreter unterhielten sich die Regierungs- und Unternehmensverteter dann darüber, ob die dringend benötigten U-Bahnen für Berlin nicht etwas schneller ausgeliefert werden könnten.
Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, soll Stadler auf Bitten des Senats zugesichert haben, die 14 Züge, bestehend aus je 4 Wagen, aus der so genannten Notbestellung möglichst zügig zu liefern. Es handelt sich um Züge der Baureihe #IK 20. Die 14 Züge werden im kommenden Jahr geliefert, in diesem Jahr werden die verbleibenden sechs Züge der IK 18 bis Mai geliefert.
Für die #U5-Verlängerung wird unter der #Museumsinsel eine neue Station gebaut. Zum Schutz vor Wasser mit einer besonderen Technologie. Berlin. Der Winter in Berlin, der war ja bislang noch nichts. Doch mitten in der Stadt, da gibt es ihn noch – mit beständigen zehn Grad Minus und dicken #Eisbatzen an den Wänden. Nur Pulverschnee und Abfahrtshänge fehlen.
Der Eingang zum heimlichen Winterparadies der Hauptstadt liegt gut gesichert direkt neben der Bertelsmann-Repräsentanz am Boulevard Unter den Linden in Mitte.
Frage 1: Wie viele #Sperrungen entlang der #U6 gab es in den Jahren 2017 und 2018 zwischen #Alt-Tegel und dem Bahnhof Friedrichstraße? a) Wie lange dauerten diese Sperrungen? b) An wie vielen Tagen erfolgten die Sperrungen nicht während der Berliner Schulferien? c) Was waren wie Gründe für die Sperrungen? Antwort zu 1: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „2017: 16.01. bis 29.01.2017: Ersatzverkehr zwischen U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz und U-Bahnhof Wedding, durchgehend a) 14 Tage b) außerhalb der Ferien c) Gleis-und Weichenerneuerung U-Bahnhof Seestraße 04.11. und 11.11.2017: eingleisiger Betrieb im Zeitraum von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr zwischen U-Bahnhof Alt-Tegel und U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz a) 2 Tage b) außerhalb der Ferien c) Sondierungsarbeiten am Dammbauwerk zwischen U-Bahnhof Borsigwerke und U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz 2 2018: 03.05. bis 06.05.2018: Pendelbetrieb zwischen U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz und U-Bahnhof Seestraße, durchgehend a) 4 Tage b) außerhalb der Ferien c) Gleisumbau U-Bahnhof Seestraße und Beginn der Grundsanierung des UBahnhofes 22.07. bis 18.10.2018 (Unterbrechung der Arbeiten am 02. und 03.10.2018): eingleisiger Betrieb zwischen U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Platz und U-Bahnhof Seestraße (So bis Do, 22:00 Uhr bis Betriebsschluss), Umsteigen auf Seestraße und Kurt-Schumacher-Platz erforderlich a) 63 Tage b) Sommerferien bis 17.08.2018, daher an 43 Tagen außerhalb der Ferien c) Gleisbauarbeiten zwischen U-Bahnhof Seestraße und U-Bahnhof Afrikanische Straße im Gleis 2 Richtung Alt-Tegel 24.11. und 25.11.2018: eingleisiger Betrieb zwischen U-Bahnhof Alt-Tegel und UBahnhof Kurt-Schumacher-Platz im Zeitraum von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr a) 2 Tage b) außerhalb der Ferien c) Sondierungsarbeiten am Dammbauwerk U-Bahnhof Borsigwerke und UBahnhof Kurt-Schumacher-Platz“ Frage 2: Wie ist der Zustand des #Fahrdamms der U6 zwischen den Bahnhöfen #Borsigwerke und #Kurt-Schumacher- Platz? a) Wann wird dieser Streckenabschnitt #saniert? b) Mit welchem Zeitraum und welchen Einschränkungen müssen die Nutzerinnen und Nutzer der U6 in diesem Zeitraum rechnen? c) Welche alternativen Ausweichmöglichkeiten sind für die Nutzer des ÖPNV in diesem Zeitraum geplant? Antwort zu 2: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „Der Bahndamm zeigt Schäden in Form von Setzungen und Verschiebungen auf Grund der unzureichenden Beschaffenheit des eingebauten Bodenmaterials. Die Gleisanlagen haben ihre Grenznutzungsdauer erreicht und müssen erneuert werden. Die Brücke über die #Seidelstraße ist auf Grund von Schäden durch Risse in der Brückenkonstruktion und durch konstruktive Veränderungen durch fehlerhafte Brückenwiderlager zeitnah zu ersetzen. a) Die Sanierungsarbeiten beginnen im Frühjahr 2021. b) Es wird ein durchgehender Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Kurt Schumacher Platz (zeitweiliger Endpunkt der Linie U6) und dem Bahnhof Alt-Tegel während der Bauzeit für ca. 20 Monate eingerichtet. c) Neben dem eingerichteten Schienenersatzverkehr mit Bussen kann auch die SBahnlinie #S25 (nach Hennigsdorf) genutzt werden.“ 3 Frage 3: Wird diese zu erwartende Baumaßnahme mit der dringenden Sanierung des Tegel Tunnels entlang der #A111 dahingehend koordiniert, dass nicht parallel gebaut wird? a) Gibt es hierzu konkrete Abstimmungsgespräche zwischen Senat, BVG und VLB? Antwort zu 3: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „Während der Sanierungsmaßnahmen im Zuge der A111 und auch bereits im Vorfeld dieser Sanierungsmaßnahmen werden tangierende Baumaßnahmen gebündelt über die VMZ Berlin koordiniert. Eine parallele Durchführung ist durch diese zentrale Aussteuerung ausgeschlossen.“ a) Im Rahmen der „Arbeitsgruppe Koordinierung von Großbaustellen R-, S-, U- und Straßenbahn Berlin“ werden zwischen #Senat, #BVG und #VLB Abstimmungsgespräche zu parallel laufenden Baumaßnahmen geführt. Frage 4: Ist geplant, dass während dieser Bauphase auch die noch fehlende Barrierefreiheit an den Bahnhöfen Borsigwerke und Holzhauser Straße nachgeholt wird? a) Werden während dieser Bauphase auch die Bahnhöfe ertüchtigt? b) Wenn ja, was wird konkret an welchem Bahnhof entlang der gesperrten Strecke baulich getan? Antwort zu 4: Die BVG teilt hierzu folgendes mit: „Die Gesamtmaßnahme besteht aus einer Bündelung der verschiedensten Einzelmaßnahmen. Unter anderem wird der noch ausstehende barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe Borsigwerke und Holzhauser Straße ausgeführt. a) Die Ertüchtigung der im gesperrten Streckenabschnitt liegenden Bahnhöfe ist während des Gesamtprojekts eingeschlossen. b) Für die einzelnen Stationen werden unterschiedlich Teilmaßnahmen notwendig. So werden die nachfolgend im Detail genannten Teilmaßnahmen umgesetzt: Bahnhof Alt-Tegel – Erneuerung von Ausgängen an der Berliner Straße / Alt-Tegel Bahnhof Borsigwerke – Barrierefreier Ausbau und Grundinstandsetzung der Treppenanlagen Bahnhof Holzhauser Straße – Barrierefreier Ausbau und Grundinstandsetzung des Bahnhofes Bahnhof Otisstraße – Instandsetzung der Bahnsteigplatte, Sanierung der Stützen und Dachinstandsetzung Bahnhof Scharnweberstraße – Grundinstandsetzung des Bahnhofes“ Berlin, den 31.01.2019 In Vertretung Ingmar Streese Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Wer täglich ein paar Minuten U-Bahn fährt, weiß dank des Berliner Fensters immer Bescheid, was gerade in der Welt passiert. Eine wichtige Frage wurde aber bisher nie beantwortet: Reicht die Zeit beim #Umsteigen noch für einen Kaffee oder muss ich die Beine in die Hand nehmen? Damit ist jetzt Schluss, denn seit heute zeigen die ersten Monitore in den #U-Bahnzügen die #Umsteigemöglichkeiten am kommenden Bahnhof in #Echtzeit an.
Nach dem erfolgreichen Test in fünf U-Bahnzügen, werden derzeit die letzten technischen Vorbereitungen getroffen, um das Angebot auf alle Monitore in den Berliner U-Bahnen auszuweiten. „Die vielen positiven Reaktionen unserer Fahrgäste haben gezeigt, wie sehr sie auf diesen neuen Service gewartet haben. Wir freuen uns deshalb, dass wir nun in vielen unserer Fahrzeuge die #Fahrgastinformation deutlich verbessern können“, sagt Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG.
Seit dem heutigen
Mittwoch, 13. Februar 2019, geht die dynamische Fahrgastinformation nun
stückweise in Betrieb. In wenigen Wochen soll das Angebot in allen mit
Monitoren ausgerüsteten Berliner U-Bahnen laufen.
Das sind rund 93 Prozent der Wagen im Großprofil und 52 Prozent im
Kleinprofil. Die Züge der Baureihe IK sind vom Werk aus mit großzügigen
Monitoren ausgestattet. Diese bekommen nun ein neues Screen-Design und
zeigen dann ebenfalls alle Anschlüsse in Echtzeit
an. Insgesamt genießen Fahrgäste dann den Mehrwert auf fast 1.600
Monitoren.
Zwei-Sinne-Prinzip
Mit dem neuen Angebot
kommt die BVG auch den modernen Anforderungen an die Barrierefreiheit
näher. Erstmals kommt in den älteren Wagen zu einer akustischen nun auch
eine visuelle Fahrgastinformation hinzu. Bei der
Gestaltung hat die BVG Wert auf beste Lesbarkeit gelegt, so dass
möglichst viele Menschen auch mit eingeschränktem Sehvermögen vom neuen
Angebot profitieren. Den nächsten und die Folgehalte zeigt das neue
System in möglichst großer Schrift und kommt durch
das schnörkellose Design mit maximalen Kontrasten daher.
Auf das beliebte
U-Bahnfernsehen des Berliner Fensters müssen die Fahrgäste dabei nicht
verzichten. Mit der Umstellung auf das neue System werden die Monitore
geteilt. Gleichzeitig laufen auf der rechten Seite Nachrichten
und Unterhaltung und auf der linken Seite die Fahrgastinformation. „Das
Berliner Fenster ist vor 19 Jahren mit dem Ziel gestartet, die
Fahrgäste in der U-Bahn zu informieren. Seit dem arbeiten wir täglich an
einem Programm, dass die Berlinerinnen und Berliner
wirklich interessiert. Deshalb freuen wir uns, dass unser Angebot nun
durch Umsteigezeiten in Echtzeit ergänzt wird“, sagt Andreas Orth,
Geschäftsführer der Berliner Fenster GmbH. Um dieses Format umzusetzen,
haben die Betreiber des U-Bahnfernsehens in allen
Züge neue Rechner installiert.
Und hier mal ein Beispiel, wie das neue System funktioniert:
Der Zug der Linie U6 startet am Halleschen Tor Richtung Alt-Mariendorf.
Während des Ein- und Ausstiegs zeigt der neue
Fahrgastinformationsmonitor die aktuelle Station Hallesches Tor an.
Sobald die Fahrt in den Tunnel beginnt, erscheinen auf dem Monitor
zusätzlich
die kommenden drei Stationen Mehringdamm, Platz der Luftbrücke und
Paradestraße. Kurz vor der Ankunft am Bahnhof Mehringdamm werden dann
die nächsten Echtzeit-Umsteigemöglichkeiten mit Minutenangaben zu allen
anderen Nahverkehrsmitteln angezeigt.
Die Daten werden durch
eine Mobilfunkverbindung auf die Monitore gebracht. Jeder
Doppeltriebwagen ist mit einem Rechner ausgestattet, der unter anderem
auch die Inhalte für das Berliner Fenster überträgt. Die vorhandenen
Positionsdaten nutzt er, um die Anschlussinformationen und
Störmeldungen vom Fahrplanauskunftssystem der BVG abzurufen.