Wie hat sich die Anzahl der #Fahrgäste und die #Auslastung der Fahrzeuge im Jahr 2020 im Bereich des #Omnibus entwickelt (bitte linienscharfe Darstellung)?
Frage 3:
Wie hat sich die Anzahl der Fahrgäste und die Auslastung der Fahrzeuge im Jahr 2020 im Bereich der #Straßenbahn entwickelt (bitte linienscharfe Darstellung)?
Frage 5:
Wie hat sich die Anzahl der Fahrgäste und die Auslastung der Fahrzeuge im Jahr 2020 im Bereich der #U-Bahn entwickelt (bitte linienscharfe Darstellung)?
Antwort zu 1, 3 und 5: Die BVG teilt hierzu mit:
„Die Zählungen der Fahrgäste werden mit einem Automatischen Fahrgastzählsystem
(AFZS) durchgeführt, mit dem ein Teil der Fahrzeugflotte ausgerüstet ist. Um einen Überblick über die Auslastung der Fahrzeuge zu bekommen, werden die Fahrzeuge mit Zähleinrichtungen möglichst flächendeckend eingesetzt. Dies ermöglicht jedoch keine linienscharfe Darstellung der Auslastung. Auswertungen erfolgen seit Beginn der Pandemie auf Basis von Rohdaten, u. a., um Auswertungen schneller generieren zu können. Eine Hochrechnung der Zähldaten ist dadurch auf vielen Linien nicht möglich.
Darstellbar ist eine quartalsweise Auswertung des Jahres 2020:
in Mio.
Unternehmens- bezogene Fahrgastfahrten
Fahrgastfahrten bezogen auf den Betriebszweig Bus
Fahrgastfahrten bezogen auf den Betriebszweig Straßenbahn
Fahrgastfahrten bezogen auf den Betriebszweig U-Bahn
I. Quartal 2020
247,6
102,6
45,9
131
II. Quartal 2020
121,8
50,4
22,5
64,4
III. Quartal 2020
187,2
82,1
38,1
88,9
IV. Quartal 2020
171,9
72,3
32,2
87,5
Jahr2020
728,5
307,4
138,7
371,9
Im Jahr 2020 verzeichnete die BVG 728,5 Mio. unternehmensbezogene Fahrgastfahrten (UBF). Damit erreichen wir 2020 rund 65 Prozent der UBF im Vergleich zum Vorjahr.“
Frage 2:
Wie hat sich die Anzahl der Fahrgäste und die Auslastung der Fahrzeuge im Januar 2021 im Bereich des Omnibus entwickelt (bitte linienscharfe Darstellung)?
Frage 4:
Wie hat sich die Anzahl der Fahrgäste und die Auslastung der Fahrzeuge im Januar 2021 im Bereich der Straßenbahn entwickelt (bitte linienscharfe Darstellung)?
Frage 6:
Wie hat sich die Anzahl der Fahrgäste und die Auslastung der Fahrzeuge im Januar 2021 im Bereich der U- Bahn entwickelt (bitte linienscharfe Darstellung)?
Antwort zu 2, 4 und 6: Die BVG teilt hierzu mit:
„Die Auswertungen für Januar 2021 liegen uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.“
Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass eine linienscharfe Darstellung der Auslastung aus den o. g. Gründen ebenfalls nicht möglich sein wird.
Frage 1:
Wie beurteilt der Berliner Senat Beschwerden von Anwohnern des Zentralen #Omnibus Bahnhofs (#ZOB) über
verstärkte #Lärm- und #Lichtemissionen?
Antwort zu 1:
Dem Senat liegen keine Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern des Zentralen
Omnibus Bahnhofs (ZOB) über verstärkte Lärm- und Lichtemissionen vor.
Frage 2:
Inwieweit wurden wann und mit welchen Ergebnissen Messungen zu den Lärm- und Lichtemissionen am ZOB
bzw. in der Bredtschneiderstraße und Soorstraße durchgeführt?
Antwort zu 2:
Die Berliner Verkehrsbetriebe haben Folgendes mitgeteilt:
„Vor Beginn des Bauvorhabens „Umbau und #Kapazitätserweiterung ZOB“ wurden Messungen zu den #Lärmemissionen des Bestandes vorgenommen sowie eine schalltechnische
Prognose zum Umbau erstellt. Die Messungen und die Prognose haben ergeben, dass an
2
allen Immissionsorten die entsprechenden Immissionsgrenzwerte nach § 2 Absatz 16 #BlmSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) am Tag
sowie in der Nacht, die durch den #Busverkehr verursacht werden, unterschritten werden.
Diese Untersuchungen haben aber auch ergeben, dass die Lärmbelastungen vorrangig
durch die Autobahn und den Verkehr auf dem Messedamm erzeugt werden.“
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, dort das Umweltamt, hat mitgeteilt, dass 2018
vom Umweltamt Messungen zur Geräuscheinwirkung der Lautsprecherdurchsagen gemacht worden sind.
Frage 3:
Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Messungen bzw. falls keine Messungen durchgeführt wurden,
warum nicht bzw. wann werden solche Messungen in der Bredtschneiderstraße und Soorstraße durchgeführt?
Antwort zu 3:
Das Umweltamt des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf hat mitgeteilt, dass im Ergebnis
die Lautsprecher an den Bushaltestellen im hinteren Bereich zur Bredtschneiderstraße abgeschaltet und an den Lautsprechern im mittleren Bereich die Lautstärke verringert wurde.
Es handelte sich um eine provisorische Zwischenlösung für die alte Lautsprecheranlage an
den bereits neu errichteten Bushaltestellen. Im Rahmen des Umbaus des ZOB wurde die
gesamte Lautsprecheranlage inzwischen erneuert.
Die Berliner Verkehrsbetriebe haben Folgendes mitgeteilt:
„Im Zuge der Baumaßnahme wird die Lautsprecheranlage sowie die Lichtanlage erneuert.
Die entsprechenden Schallkonzepte sind mit der Umweltbehörde des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf abgestimmt worden. Nach Fertigstellung der entsprechenden Anlagen
wird eine weitere Messung vorgenommen und mit dem Bezirk ausgewertet. Diese ist für das
3. Quartal 2021 geplant.“
Frage 4:
Welche Möglichkeiten sieht der Betreiber des ZOBs, die Licht- und Lärmemissionen zu reduzieren?
Antwort zu 4:
Die Berliner Verkehrsbetriebe haben Folgendes mitgeteilt:
„[… Es] wird im Rahmen des Bauvorhabens „Umbau und Kapazitätserweiterung ZOB“ eine
Lichtsteuerungsanlage installiert. Mit Hilfe dieser Anlage kann die Beleuchtung auf dem
ZOB zeitlich und räumlich gesteuert werden. Die Anlage ist installiert und wird aktuell programmiert.
Da das Bauvorhaben „Umbau und Kapazitätserweiterung ZOB“ unter laufendem Betrieb
stattfindet, wurde auch die Disposition des Verkehrs mehrfach an die Bedingungen der Baustelle angepasst. Aktuell verkehren aufgrund der Corona-Pandemie zwischen 10 und 25
Busse am Tag. Untersuchungen zur Lärmemission haben ergeben, dass die Lärmbelastungen vorrangig durch die Autobahn und den Verkehr auf dem Messedamm erzeugt werden
und nicht durch den Betrieb auf dem ZOB. Dennoch wird der Verkehr auf dem ZOB so
disponiert, dass nach Möglichkeit die Abfertigung der Reisebusse vornehmlich auf der abgewandten Seite zur Bredtschneiderstraße erfolgt.
3
Der Verkehr auf dem ZOB ist durch die Benutzungsordnung geregelt, die das Busunternehmen mit der Nutzung des ZOBs automatisch anerkennt. In dieser wird u. a. geregelt, dass
der Motor an der Haltestelle und auf dem Parkplatz abzustellen ist, was sich wiederum positiv auf die Lärmemissionen auswirkt.
Im Rahmen des Bauvorhabens wird auch die Lautsprecheranlage erneuert. Bis diese in
Betrieb geht und bedarfsgerecht gesteuert werden kann, erfolgen zum Schutz der Anwohnerinnen/Anwohner während der Nachtruhe von 22:00 bis 06:00 Uhr keine Lautsprecherdurchsagen auf der Freifläche des ZOBs.
Berlin, den 21.01.2021
In Vertretung
Stefan Tidow
Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Die #Elektrifizierung der #BVG-Busflotte hat ihren ersten großen Meilenstein erreicht. Am heutigen Dienstag, den 13. Oktober 2020 hat Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen den 100. elektrisch angetriebenen #Omnibus in den Fahrgastverkehr geschickt. Mit einer Zuverlässigkeit von mehr als 91 Prozent legten die elektrisch angetriebenen Omnibusse der BVG bereits zwei Millionen Kilometer zurück und ersparten so der Berliner Luft rund 2.800 Tonnen CO2.
Neben den 100 bereits aktiven E-Bussen befinden sich 21 weitere derzeit in der Anlieferung oder Zulassung für den Fahrgastbetrieb. Bis zum Jahresende werden 137 E-Busse im Fahrgastbetrieb unterwegs sein. Um die Elektrifizierung weiter voranzutreiben, bereitet die BVG derzeit außerdem eine Ausschreibung über 90 weitere Elektro-Eindecker vor, die im Jahr 2022 geliefert werden sollen.
Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: Die neuen 100 E-Busse machen Berlin klimafreundlicher, sauberer und leiser. Wir verändern mit den Bussen nicht nur Berlin, sondern setzen auch wichtige Impulse für die Entwicklung effizienter Batterietechnologien. Berlin leistet so einen wichtigen Beitrag für den globalen Klimaschutz.“
Eva #Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der BVG: Ein Meilenstein ist erreicht: Nach nur 18 Monaten fahren nun 100 E-Busse im Liniennetz. Eine großartige Leistung unserer Kolleginnen und Kollegen. Diesen Rückenwind nutzen wir nun, um bis Ende des Jahres die ersten 10 Prozent unserer Busflotte elektrifiziert zu haben. Das Engagement unserer Fachleute und die hohe Verlässlichkeit der Fahrzeuge machen uns zuversichtlich, ab 2030 komplett lokal emissionsfrei unterwegs zu sein.
Die E-Technologien setzen auch neue Maßstäbe für die Infrastruktur unserer Werkstätten und die notwendigen Abstellkapazitäten. Deshalb bereitet sich die BVG auf den Bau neuer Betriebshöfe an der Köpenicker Landstraße und Rummelsburger Landstraße vor, die in den nächsten Jahren ans Netz gehen und als Verbund agieren sollen. Darüber hinaus werden derzeit auch die besonderen Anforderungen für die Errichtung von Ladeinfrastruktur auf der Strecke definiert.
Die derzeitige E-Busflotte besteht aus 72 Eindeckern vom Typ #Solaris#Urbino 12 electric, 15 Eindeckern vom Typ #Mercedes#eCitaro und 14 Gelenkbussen vom Typ Solaris Urbino 18 electric. Unterwegs sind die lokal emissionsfreien Fahrzeuge derzeit vor allem auf den Linien 200 (alle Gelenkbusse) 142, 147, 155, 194, 250, 259, 294, 300 und 347.
Wie hat sich die #Durchschnittsgeschwindigkeit aller Buslinien von 2018 zu 2019 entwickelt? (Bitte um Auflistung aller Buslinien mit Angabe der Streckenlänge, der durchschnittlichen Geschwindigkeit und Gründen für den etwaigen Rückgang der Durchschnittsgeschwindigkeit.)
Frage 2:
Wie hat sich die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Straßenbahnlinien von 2018 zu 2019 entwickelt? (Bitte um Auflistung aller Straßenbahnlinien mit Angabe der Streckenlänge, der durchschnittlichen Geschwindigkeit und Gründen für den etwaigen Rückgang der Durchschnittsgeschwindigkeit.)
Die mittlere Beförderungsgeschwindigkeit beim #Omnibus konnte von insgesamt 17,9 km/h
(2018) auf 18 km/h (2019) gesteigert werden.“
Zu den erbetenen Angaben je Linie über Streckenlänge und durchschnittliche Geschwindigkeit hat die BVG ergänzend erläutert:
„Die Darstellung der Streckenlänge setzt sich aus der jeweiligen Länge pro Richtung sowie dem sich daraus ergebenden Mittelwert zusammen. Die Beförderungsge-schwindigkeit ergibt sich aus der Streckenlänge und der dafür geplanten Fahrzeit über den gesamten Tag. Unterschiedliche Tageszeiten finden hier keine Berücksichtigung.
Anders als bei der #U-Bahn unterliegen unsere Oberflächenverkehre besonderen verkehrlichen Voraussetzungen. Busse und Bahnen teilen sich den Verkehrsraum mit weiteren Nutzern (PKW, Fahrrad etc.) und sie sind abhängig von den Verkehrs- und Baustellensituationen auf ihren jeweiligen Strecken. Mit Blick auf diese Umstände und verkehrliche Stoßzeiten können die tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten beispielsweise der Linien in der Innenstadt mitunter unter dem oben genannten Wert liegen bzw. abweichen.“
Die Daten für die einzelnen Linien können den Tabellen der Anlagen 1 und 2 entnommen werden.
Verbunden mit den landesweiten Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen Corona-Epidemie verzeichnen nunmehr auch die Berliner Busse und Bahnen einen spürbaren #Rückgang der Nachfrage. In enger Abstimmung mit dem Berliner Senat wurde daher entschieden, beginnend ab Mittwoch, den 18. März 2020, entsprechende Anpassungen im Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) vorzunehmen. Weiterhin bleibt hierbei oberste Prämisse, dass alle Haltestellen von Bussen, U- und Straßenbahnen in regelmäßigen Takten bedient werden. Folgende Anpassungen wird es geben:
Bei der #Straßenbahn werden ab 18. März 2020 die für die Schülerverkehre notwendigen Verstärkerfahrten auf den Linien #M5 und #M6 eingestellt. Beide Linien verkehren weiterhin im 10-Minuten-Takt. Des Weiteren werden die als zusätzliche Parallelangebote fungierenden Linien #16 / #18 und #37 / #67 ebenfalls ab 18. März 2020 eingestellt. Trotz der vorübergehenden Rücknahme dieser Angebote werden durch parallel verlaufende Linien alle Haltestellen bedient und flächendeckend ein 10-Minuten-Takt aufrechterhalten.
Auch beim #Bus fallen bis zum erneuten Schulbeginn alle für die #Schülerfahrten zusätzlich in das Angebot genommenen Fahrten weg. Auch hier wird damit ein durchschnittlicher 10-Minuten-Takt gesichert sein.
#U-Bahn
Ab Montag, den 23. März 2020, wird auch bei der U-Bahn der Fahrplan dem Rückgang der Nachfrage angepasst und im gesamten Netz mindestens ein 10-Minuten-Takt zur Verfügung gestellt. Zur Sicherung von Reserven wird die #U55 ab dem morgigen Betriebsbeginn bis auf Weiteres eingestellt.
Begleitend zu diesen Maßnahmen wird die Auslastung der Fahrzeuge kontinuierlich beobachtet und kann somit der tatsächlichen Fahrgastnachfrage angepasst werden.
Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Die BVG bewegt Berlin, auch und gerade in schwierigen Zeiten. Auch wenn die Takte in der kommenden Zeit nicht überall so dicht sein werden wie gewohnt, die Berlinerinnen und Berliner können sich darauf verlassen: Der nächste Bus, die nächste Bahn kommt!“
Jeder Berliner steht statistisch 154 Stunden pro Jahr im #Stau. Wer mehr Lebensqualität will, muss Verkehre bündeln. Ein Gastbeitrag der scheidenden BVG-Chefin
Vor fast 100 Jahren vergrößerte sich durch das Inkrafttreten des Groß-Berlin-Gesetzes das Berliner Stadtgebiet von 66 auf 878 Quadratkilometer. Über Nacht war Berlin damit – nach Los Angeles – die flächenmäßig zweitgrößte und mit 3,8 Millionen Bürgern nach London und New York die dritt-einwohnerstärkste Stadt der Welt.
Fast genau neun Jahre später wurde die BVG gegründet. Zuvor hatte es eine Vielzahl an #Straßenbahn-, #Omnibus- und #U-Bahn-Gesellschaften gegeben. Jede hatte einen eigenen Fahrplan, eigene Tarife. Kaum eine Verkehrsverbindung war aufeinander abgestimmt. Keine guten Voraussetzungen für eine aufstrebende Industriemetropole.
Der spätere Regierende Bürgermeister und damalige #Verkehrsstadtrat Ernst #Reuter erkannte die Bedeutung smarter #Mobilität für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Mit Gründung der #BVG verwirklichte er seine Vision, Mobilität aus einer Hand für alle Berlinerinnen und Berliner anzubieten. Unter dem Namen Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft – daher die Abkürzung BVG – wurden die Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen, mit einheitlichem Tarif, abgestimmten Fahrplänen und Haltepunkten.
Heute bringt die BVG mit zehn U-Bahn-, 22 Straßenbahn- und über 150 Buslinien jeden Tag 3,6 Millionen Fahrgäste sicher, zuverlässig und umweltfreundlich ans Ziel. Dazu kommen noch rund 1,4 Millionen Fahrgäste der …
Die Schriftliche Anfrage betrifft zum Teil Sachverhalte, die der Senat nicht aus eigener Zu- ständigkeit und Kenntnis beantworten kann. Er ist gleichwohl bemüht, Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage zukommen zu
lassen und hat daher
zu diesen Sachverhalten die Berliner Verkehrsbetriebe BVG AöR um Stellungnahme gebeten, die
von dort in eigener Verant- wortung erstellt und dem Senat
übermittelt wurde. Die übermittelten Teile
sind in der nachfolgenden Beantwortung der Fragen entsprechend gekennzeichnet.
Frage 1:
Wie hoch war im Jahr 2018 die #Krankenstands-Quote bei den Berliner Verkehrsbetrieben (#BVG) AöR (bitte aufschlüsseln nach Kalendermonaten)?
Frage 2:
Wie hoch war im Jahr 2018 die Krankenstands-Quote bei der #BT Berlin Transport GmbH (bitte aufschlüsseln nach Kalendermonaten)?
Frage 3:
Wie hoch waren im Jahr 2018 die Krankenstände bei der BVG und der BT im Hinblick auf die jeweiligen Verkehrsbereiche U-Bahn, Straßenbahn und Bus (bitte aufschlüsseln nach Kalendermonaten)?
Antwort zu 1 bis zu 3: Die BVG teilt hierzu mit:
„Die Krankenstandsquote der BVG lag
2018 im Durchschnitt bei 10,0
Prozent, die der
Berlin Transport (BT) bei 9,3 Prozent. Aufgeschlüsselt nach den Betriebsbereichen (in Prozent):
Altbeschäftigte sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bereits vor der Einführung des Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) 2005 bei der BVG
beschäftigt waren.“
Frage 4:
Welcher Anteil der im Jahr 2018 in Berlin insgesamt nicht erbrachten Verkehrsleistungen ist auf den Krankenstand der Mitarbeiter von BVG und BT zurückzuführen und worauf
sind die restlichen Anteile zurückzuführen (bitte aufschlüsseln nach Anteil,
Kalendermonaten und Kilometern)?
Antwort zu 4:
Die BVG teilt hierzu
mit:
„Die BVG hat ihre Leistung in den vergangenen
Jahren über alle Betriebsbereiche kontinuierlich gesteigert. Im Jahr 2018
konnte das Wachstum allerdings nicht in dem geplanten Umfang erreicht werden, was sowohl personal- als auch fahrzeugbedingte Ursachen sowie externe Gründe hatte.
Im Bereich Omnibus konnten 2018
nur 400.000 zusätzliche Nutzwagenkilometer (Nwkm) umgesetzt werden. Die Gründe liegen neben dem hohen Krankenstand auch in der
allge- meinen Verkehrssituation. Durch Verkehrsbehinderungen wie Baumaßnahmen, Falsch- parker, Demonstrationen oder andere Großveranstaltungen ist
die Reisegeschwindigkeit der Fahrzeuge auf durchschnittlich 17,9 km/h zurückgegangen.
Dies erfordert einen zusätzlichen Fahrer- und
Fahrzeugeinsatz und erhöht
die Belastung für das Fahrpersonal. Zudem hatte die
umweltverträgliche Umrüstung und die Laufzeitsicherung der Doppel- deckerbusse eine erhöhte Fahrzeugbindung in den Werkstätten zur Folge.
Im Bereich U-Bahn wurde die Leistung seit 2009 um 7,4
Prozent gesteigert. Neben
dem Krankenstand führte hier der ungeplante Betriebsausfall der Wagenreihe F79 im Jahr 2018 zu Ausfällen.
Die Straßenbahn hat die
Leistung seit 2009
um 5 Prozent erhöht. Auch hier führte
eine Verringerung der Reisegeschwindigkeit auf durchschnittlich 18,8
Prozent zu erhöhten Personal- und Fahrzeugbedarfen. Neben dem Krankenstand
sind vor allem externe
Faktoren ursächlich für Ausfälle.
So wurden 2018 insg. 28
Prozent der 115 Baumaß- nahmen verschoben.“
Die Ausfälle in den Betriebsbereichen und die Anteile
personell bedingter Ausfälle
stellen sich nach den
regelmäßigen Berichten der BVG an
SenUVK wie folgt
dar:
Ausfälle(Nutzzugkm/Nutzwagenkm)
1/2018
2/2018
3/2018
4/2018
5/2018
6/2018
7/2018
8/2018
9/2018
10/2018
11/2018
12/2018
U-Bahn
29.289
24.059
43.127
24.959
43.009
46.405
30.096
40.611
86.956
49.953
74.513
88.433
Straßenbahn
12.541
38.663
36.063
20.915
28.246
80.597
50.387
47.748
68.127
107.064
84.299
70.735
Bus
39.761
62.704
111.578
79.930
82.540
135.402
94.723
114.313
203.122
132.417
199.800
157.055
AnteilAusfällepersonellbedingt
1/2018
2/2018
3/2018
4/2018
5/2018
6/2018
7/2018
8/2018
9/2018
10/2018
11/2018
12/2018
U-Bahn
1%
2%
6%
12%
3%
13%
29%
26%
42%
20%
23%
29%
Straßenbahn
k.
A.
80%
wesentl.
wesentl.
wesentl.
wesentl.
wesentl.
wesentl.
80%
90%
87%
89%
Bus
k.
A.
k.
A.
85%*
k.
A.
k.
A.
85%*
55%
63%
79%
68%
77%
74%
* personell bedingt und fahrzeugbedingt
„wesentlich“ wird als >50 % interpretiert
Frage 5:
Sofern sich der auf Erkrankungen beruhende Anteil der nicht erbrachten Verkehrsleistungen beziffern
lässt (Frage 4): Ist eine bezirksmäßige Angabe der krankheitsbedingt nicht erbrachten Verkehrsleistungen möglich, falls ja, welche Aufteilung ergibt sich nach Anteil,
Kalendermonaten und Kilometern jeweils für die einzelnen Bezirke?
Antwort zu 5:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die Fahr- und
Dienstplanung sowie die Disposition erfolgt nicht nach Stadtbezirken.“
Frage 6:
Wie viele Stellen sind bei der BVG derzeit unbesetzt? Frage 7:
Wie viele Stellen sind bei der BT derzeit
unbesetzt?
Antwort zu 7:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Für 2019 sind 1.100
Neueinstellung geplant, davon
720 im Fahrdienst und 113 in
den Werkstätten.“
Nach Angabe der BVG spiegeln diese Zahlen den tatsächlichen Einstellungsbedarf wider.
Frage 8:
Inwieweit berücksichtigt die BVG bei der Kompensation von krankheitsbedingten oder technischen Ausfällen die Tatsache, dass bestimmte Linien bereits fahrplanmäßig eine geringe Taktdichte ausweisen oder solche, die als einzige Verbindung Außenbezirke anbieten?
Antwort zu 8:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Soweit noch Reaktionsmöglichkeiten
gegeben sind, wird entsprechend den genannten Prioritäten disponiert.“
Frage 9:
Welche Maßnahmen
sind seitens der BVG vorgesehen, um den Anteil der nicht erbrachten Verkehrsleistungen so gering
wie möglich zu halten?
Antwort zu 9:
Die BVG teilt hierzu mit:
„Die BVG wird [mit Mitteln
des Landes Berlin]
bis 3,1 Mrd. Euro in die Beschaffung neuer Schienenfahrzeuge investieren. Mit der Lieferung und Inbetriebnahme der U-Bahn-Neu- fahrzeuge ab Herbst 2021 werden die Strecken
im Großprofil deutlich
gestärkt (Linien U6 bis U9). Im Kleinprofil werden
voraussichtlich schon bis April 2019 alle
108 IK-Wagen durch die Firma Stadler
ausgeliefert sein (Linien
U1
bis U4). Bis 2031 werden
443 neue Straßenbahnen beschafft. Auch die Omnibusflotte
wächst bis 2035 um 21 Prozent
und soll auf alternative
Antriebe umgestellt werden.
Um die Situation
im Fahrpersonal zu
stärken, plant die BVG im
Jahr 2019 1.100 Neuein- stellungen, davon 720 im Fahrdienst und 113 in den
Werkstätten. Zudem werden die Ausbildungskapazitäten in allen Betriebsbereichen
verstärkt. Diese wurden bereits
im Jahr 2018 um 25 Prozent erhöht und
werden im Lauf des
Jahres 2019 sogar
verdoppelt.
Darüber hinaus strebt die BVG zusammen mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Maßnahmen
zur Verbesserung der Situation im Straßenverkehr an.
Dazu gehören u.a.:
Umsetzung des im
ÖPNV-Gesetz und Nahverkehrsplan
vorgesehenen ÖPNV-Vorrangnetzes
Reduzierung der Behinderungen durch Baustellen auf den Linienwegen der Omnibusse
Umsetzung der im Mobilitätsgesetz vorgesehenen
Räumung von Busspuren durch die BVG
Planung zusätzlicher Busspuren“
Frage 10:
In welchem technischen Zustand
befinden sich der Fuhrpark der BVG (bitte aufschlüsseln nach U-Bahn, Straßenbahn und Bus)?
Antwort zu 10:
Die BVG teilt
hierzu mit:
„In allen Betriebsbereichen
befinden sich die Fahrzeuge in einem betriebssicheren Zustand. Die technische
Beschaffenheit und damit die Verfügbarkeit sind vom Alter der Fahrzeuge
und ihrem bisherigen
Einsatz bzw. ihrer Laufleistung abhängig.
Dies erfordert einen erhöhten Instandsetzungsaufwand.“
Berlin, den 14.03.2019
In Vertretung
Ingmar Streese Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Hochleistung bei den Planern des BVG-Bereichs #Omnibus. Erst vor einigen Stunden wurden Sie von der kurzfristig nötigen #Sperrung der #Salvador-Allende-Brücke informiert. Schon heute Abend soll ein neues Routenkonzept für die betroffenen Linien #X69, #169 und #269 sowie die Nachtlinie #N67 greifen.
„Alle Linien auf eine Umleitung durch die Köpenicker Altstadt zu schicken, würde die zu erwartende Stausituation zusätzlich verschärfen“, erläutert BVG-Buschef Torsten Mareck. „Daher übernimmt der 269er durch die Altstadt die kleinteilige Anbindung. Die anderen Linien werden geteilt oder weiträumig umgeleitet. Fahrgäste können an den Knotenpunkten dann auch auf die Stra-ßenbahn umsteigen.“
Die Linie X69 fährt ab der Friedrichshagener Straße über die Bellevuestraße und zurück über Seelenbinder- und Bahnhofstraße.
Die Linie 169 wird aufgeteilt. Teil eins fährt vom U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz zur Bellevuestraße und zurück über Friedrichshagener Straße und Bahnhofstraße. Teil zwei fährt von Müggelheim, Odernheimer Straße, zum Müggelschlößchenweg.
Die Linie 269 fährt die Umleitung durch die Köpenicker Altstadt über Linden-straße, Alt-Köpenick, Müggelheimer Straße, Salvador-Allende-Straße zum Müggelschlößchenweg.
Die Nachtbusse der Linie N67 fahren eine Umleitung über Lindenstraße, Bahnhofstraße, Friedrichshagener Straße und Bellevuestraße. An der Bahn-hofstraße/Lindenstraße können Fahrgäste auf die Linie N69 umsteigen. Die entsprechenden Fahrgastinformationen werden aktuell vorbereitet und sollen schnellstmöglich verteilt werden.
„Wir geben alles, um die Situation für unsere Fahrgäste so gut wie möglich zu organisieren“, sagt Buschef Mareck. Die Kolleginnen und Kollegen in der Leit-stelle, der Einsatzplanung und der Fahrgastinformation leisten hier großartige Arbeit. Bei der Kürze der Vorlaufzeit bitte ich aber um Verständnis, wenn heute Abend oder morgen früh eventuell noch nicht alles perfekt läuft. Die Kolle-ginnen und Kollegen können in Ausnahmesituationen wie dieser zwar oft zau-bern. Sie können aber noch keine Wunder vollbringen.“
Von 2011 bis 2017, also innerhalb von sechs Jahren, stieg die Zahl der U-Bahn-Fahrgäste bei der #BVG um knapp 60 Millionen. Von 1926 bis 1927 stieg die Zahl der Fahrgäste in der U-Bahn um 60 Millionen – also in nur einem Jahr. Wie schafft man so etwas? Ein visionärer Mann setzte einen #Einheitstarif durch, 20 Pfennig für Erwachsene, 10 Pfennig für Kinder und Lehrlinge. Der eigentliche Clou dabei: dieser Tarif galt seit dem 15. März 1927 auch zum #Umsteigen, zuvor musste für jedes Verkehrsmittel ein neuer Fahrschein gekauft werden. Deshalb waren die Berliner selbst lange Strecken und auch mit Umwegen nur mit dem #Bus oder der #Elektrischen gefahren, um das Geld für die U-Bahn zu sparen.
Und wer war dieser visionäre Mann? Es war der SPD-Politiker Ernst #Reuter, der nach dem Krieg einmal Regierender Bürgermeister werden sollte. Im Sommer 1926 war er zum #Stadtrat für Verkehr ernannt worden, in wenigen Monaten krempelte er den Berliner Verkehr um, er führte die Berliner #Straßenbahn-Betriebs-Gesellschaft, die #Hochbahngesellschaft und die Allgemeine Berliner #Omnibus AG (#ABOAG)…
Wie hoch war die #Pünktlichkeitsquote der Linien der #BVG zwischen Januar 2017 und November 2018 jeweils aufgeschlüsselt nach einzelnen Linien (U- Bahn-, Straßenbahn- und Bus) und nach Monaten?
Antwort zu 1:
Die BVG teilte hierzu mit:
„Die monatlichen
Pünktlichkeitsquoten über die Bereiche stellen sich im Durchschnitt
wie folgt dar:
Eine differenziertere Darstellung ist aufgrund der Kürze der
Zeit nicht möglich.“
Frage 2:
Welche Definition von „Pünktlichkeit“ legt dabei die BVG zugrunde?
Antwort zu 2:
Die BVG teilte hierzu mit:
„Laut Verkehrsvertrag gilt eine Fahrt als pünktlich,
wenn sie innerhalb einer Zeitspanne von 90 Sekunden vor und 210 Sekunden
nach der im Fahrplan veröffentlichten Soll- Abfahrtszeit tatsächlich stattfindet.
Für die Bewertung der Pünktlichkeit ist es ausschlaggebend, ob innerhalb des festgelegten Zeitfensters (-90 bis +210 Sekunden)
ein Fahrzeug an der Haltestelle abfährt.“
Frage 3:
Wie groß waren die Ausfälle (in Nutzkilometern) bei der BVG zwischen
Januar 2017 und November
2018 jeweils nach Linien und Monaten
aufgeschlüsselt?
Antwort zu 3:
Die #Ausfallkilometer bei der BVG betrugen, differenziert nach Verkehrsmittel und Monaten:
Bus
Straßenbahn
U-Bahn
in Nutzwagenkm
in Nutzzugkm
in Nutzzugkm
1/2017
51.000
12.000
27.000
2/2017
42.000
10.000
34.000
3/2017
41.000
12.000
27.000
4/2017
29.000
12.000
13.000
5/2017
41.000
14.000
13.000
6/2017
51.000
17.000
29.000
7/2017
42.000
16.000
20.000
8/2017
27.000
13.000
9.000
9/2017
50.000
14.000
38.000
10/2017
50.000
17.000
38.000
11/2017
44.000
28.000
51.000
12/2017
44.000
39.000
31.000
1/2018
40.000
13.000
29.000
2/2018
63.000
39.000
24.000
3/2018
112.000
36.000
43.000
4/2018
80.000
21.000
25.000
5/2018
83.000
28.000
43.000
6/2018
135.000
81.000
46.000
7/2018
95.000
50.000
30.000
8/2018
114.000
48.000
41.000
9/2018
203.000
68.000
87.000
10/2018
132.000
107.000
50.000
11/2018
200.000
84.000
75.000
Die Zahlen bei Straßenbahn und U-Bahn berücksichtigen nicht gekürzte Züge.
Die Ausfallerwartung der BVG bei Vertragsschluss 2008 betrug (angepasst um die
Mehrleistungen bis 2017): Bus 12.132 Nutzwagenkilometer/Monat, Straßenbahn 5.361 Nutzzugkilometer/Monat, U-Bahn 2.194 Nutzzugkilometer/Monat.
Frage 4:
Welches waren die wesentlichen Gründe
für die Ausfälle
bei der BVG?
Antwort zu 4:
Nach den Angaben der BVG zur Erfüllung
des Verkehrsvertrages sind im Jahr 2018 (vorliegend bis Oktober) insbesondere in den letzten Monaten in den Betriebsbereichen Straßenbahn und Bus personelle
Gründe zum weit überwiegenden Teil die
Hauptursache für Ausfälle. Auch bei der U-Bahn
haben personelle Gründe
insbesondere in der zweiten Jahreshälfte einen wesentlichen Anteil, hier dominieren aber fahrzeugbedingte Ausfälle. Hintergrund bei der U-Bahn sind hohe Werkstattstandzeiten (aufgrund
des hohen Flotten- alters und der Nutzungsintensität der Bestandsfahrzeuge, der Werkstattorganisation sowie von Vandalismus/Graffitibeseitigung) und die steigende Zahl der dauerhaft
aufgrund von Rissbildungen abgestellten Fahrzeuge der Baureihe F79 (seit Mitte Juni mussten 44 von 70 Wagen abgestellt
werden). Hinzu kommen im Straßenbahn- und v.a. im
Busverkehr Störungen durch Verkehrsbehinderungen, Notfalleinsätze und Großereignisse die zu Sperrungen führen.
Frage 5:
Sind die Anteile der jeweiligen Ausfallgründe an den Ausfällen der BVG quantifizierbar? Wenn ja: welchen Anteil an den Ausfällen
hatten jeweils Personalprobleme und Fahrzeugstörungen?
Antwort zu 5:
Die BVG teilte hierzu mit:
„Die Anteile sind prozentual nicht genau
zu beziffern, da die
genannten Ursachen ineinandergreifen. Wenn z.B. durch ein Betriebsvorkommnis (Auto in Straßenbahngleis verunfallt) ein Polizei-
und Feuerwehreinsatz erforderlich ist, muss die Straßenbahnlinie unterbrochen werden. Dies führt infolge zu einem massiven Eingriff
in die Personal- disposition der Straßenbahn, was in der Kette
wieder zu personalbedingten Verschiebungen bis hin zu Ausfällen führen kann.“
Frage 6:
Wie hoch waren zwischen Januar 2017 und November2018 die Verspätungen der #S-Bahn in Minuten nach Monaten aufgeschlüsselt?
Antwort zu 6:
Die DB AG übermittelte zu dieser Frage folgende Werte:
VerspätungeninMinuten2017
VerspätungeninMinuten2018
Januar
59.500
66.900
Februar
46.500
68.500
März
60.500
61.400
April
41.400
71.600
Mai
76.900
76.500
Juni
80.000
71.400
Juli
75.500
53.800
August
79.200
57.100
September
68.000
50.800
Oktober
94.700
65.200
November
72.000
62.200
Dezember
72.200
Frage 7:
Wie viele #Zugkilometer sind zwischen Januar 2017 und November 2018 bei der S-Bahn ausgefallen, jeweils nach Linien und Monaten aufgeschlüsselt?
Antwort zu 7:
Die DB AG übermittelte
zu dieser Frage die
nachfolgenden Werte.
Darin enthalten sind auch Züge, die nicht ausgefallen
sind, deren Abfahrt
jedoch verfrüht
erfolgte oder deren Verspätung über der Taktzeit der jeweiligen Linie lag. (Diese Aspekte werden gemäß den Regelungen der S-Bahn-Verkehrsverträge als Ausfälle
abgerechnet.)
S1
S2
S25
S26
S3
S41
S42
S45
S46
S47
S5
S7
S75
S8
S85
S9
Summe
Jan 17
9.600
6.800
4.900
0
500
30.100
22.200
2.800
5.000
800
8.400
10.200
5.600
5.500
5.100
3.600
121.000
Feb 17
6.300
4.600
3.000
0
200
16.500
12.900
2.200
2.500
300
14.800
13.900
9.600
3.100
1.900
1.300
93.200
Mrz 17
5.900
5.800
2.900
0
500
20.500
12.700
3.700
1.700
1.100
12.200
9.600
9.300
2.400
3.600
2.000
93.700
Apr17
6.400
5.800
2.800
0
200
10.100
7.400
2.200
2.800
300
10.500
12.000
7.400
2.700
800
1.500
72.700
Mai17
13.300
8.300
6.500
0
100
26.100
21.900
4.700
3.700
500
19.300
19.800
13.600
3.800
4.600
2.500
148.800
Jun 17
14.400
8.900
3.600
0
500
28.300
20.200
3.800
1.200
1.000
10.900
6.000
12.600
3.900
7.300
4.900
127.500
Jul 17
14.000
13.000
9.500
0
1.200
34.200
30.600
11.100
14.500
900
26.300
28.600
12.400
9.000
6.000
4.600
216.000
Aug17
12.400
10.900
12.700
0
12.900
25.100
22.500
6.600
9.100
1.100
26.300
18.100
7.000
7.400
5.900
4.300
182.300
Sep17
6.400
6.200
3.300
0
10.800
14.100
9.900
7.200
600
200
17.000
13.000
8.600
1.000
3.000
1.600
102.800
Okt17
20.200
15.600
5.700
0
22.900
16.800
18.900
10.200
2.100
1.200
23.500
20.600
8.600
1.400
6.900
3.700
178.200
Nov17
8.700
1.700
2.300
0
9.000
25.700
20.600
6.100
700
400
10.800
7.900
5.600
400
5.700
2.700
108.300
Dez17
11.600
11.900
4.400
4.500
13.500
20.300
22.500
15.200
6.300
800
17.200
18.700
9.400
3.700
6.100
6.300
172.500
Jan 18
8.700
10.800
5.300
5.800
13.800
17.800
19.300
10.100
9.000
1.800
19.300
26.400
5.400
7.800
4.500
6.500
172.400
Feb 18
8.700
11.400
4.800
11.400
15.300
17.800
20.200
17.800
9.000
2.100
25.500
30.200
8.700
8.600
5.400
7.700
204.500
Mrz 18
11.600
12.800
5.000
10.900
12.600
15.700
19.400
22.400
15.000
2.000
20.200
26.100
7.800
9.600
4.700
7.600
203.400
Apr18
9.000
10.800
4.200
4.300
15.000
13.200
19.200
9.400
8.600
1.800
24.600
27.900
6.700
10.000
3.500
8.600
176.800
Mai18
7.800
11.300
4.300
4.300
16.400
15.800
20.700
10.500
10.000
2.200
22.200
29.300
5.100
8.900
5.300
8.500
182.500
Jun 18
12.300
11.200
3.100
8.300
9.500
20.400
23.600
13.800
7.800
1.400
16.200
21.500
4.500
10.100
7.400
6.900
178.300
Jul 18
7.400
4.000
2.600
2.700
6.600
17.100
20.500
7.800
7.800
1.300
14.600
22.300
5.200
7.200
4.800
5.000
137.000
Aug18
8.000
6.200
2.900
3.400
13.100
13.300
16.000
12.900
6.200
1.100
16.100
18.100
5.200
8.800
4.700
5.800
141.600
Sep18
7.000
5.300
2.600
5.900
9.200
11.000
11.400
14.300
4.000
800
13.700
15.400
7.100
7.500
3.000
4.800
123.000
Okt18
4.800
4.600
2.500
10.600
6.800
13.900
14.300
14.300
4.200
700
15.300
14.800
6.800
6.100
3.900
3.700
127.300
Nov18
6.400
5.900
2.100
4.700
4.700
15.000
15.500
14.300
3.800
900
19.500
10.900
6.800
6.100
3.400
3.800
123.900
Frage 8:
Welches waren die wesentlichen Gründe für die Ausfälle bei der S-Bahn? Frage 9:
Sind die Anteile der jeweiligen Ausfallgründe an den Ausfällen der S-Bahn
quantifizierbar? Wenn ja: welchen Anteil an den Ausfällen
hatten jeweils Personalprobleme und Fahrzeugstörungen??
Antwort zu 8 und 9:
Die Ursachen für Störungen im S-Bahn-Betrieb sind in drei Kategorien
zu untergliedern: Mehr als die Hälfte aller
Störungen werden durch
das Eisenbahnverkehrsunternehmen
S-Bahn Berlin GmbH selbst verursacht. Hierzu gehören vor allem Fahrzeugstörungen
oder eine unzureichende Verfügbarkeit von Fahrzeugen oder Personal (Triebfahrzeugführer- innen und -führer). Unbesetzte
Schichten infolge fehlender
oder ihren Dienst verspätet antretender Personale, die nicht
rechtzeitig kompensiert werden konnten, verursachen allein rund ein Viertel
aller Zugausfälle. Gut ein weiteres
Fünftel ist auf Fahrzeugstörungen zurückzuführen.
Die zweite Kategorie (mit rund 15 Prozent
der Zugausfälle) bilden
Störungen an der Infra- struktur, die fast ausschließlich durch die
DB Netz AG und nur zu
einem sehr geringen Anteil durch die Unternehmen DB Energie
GmbH und DB Station
& Service AG zu verant- worten sind. Der
überwiegende Teil hiervon
entfällt mit rund zehn
Prozent aller Zugaus- fälle auf Störungen der Leit- und Sicherungstechnik, also
beispielsweise Signal- oder Stell- werksstörungen.
Externen Ursachen als dritter Kategorie ist das übrige Fünftel der Zugausfälle zuzuordnen. Diese umfasst Polizei-
und Notarzteinsätze in Zügen
oder im Bahnsteig- bzw. Gleisbereich (beispielsweise infolge unbefugten Betretens von Bahnanlagen) ebenso wie die Folgen extremer Witterung.
Alle hier benannten Angaben zu den Anteilen der einzelnen
Störungsarten beziehen
sich auf die ersten acht Monate des Jahres 2018. Sekundäre Störungsursachen
(insbesondere Übertragung von Verspätungen auf nachfolgende Fahrten am Wendebahnhof) blieben hierbei außer Betracht, so dass nur
die primären Ursachen einbezogen werden.
Berlin, den 27.12.2018 In Vertretung
Ingmar Streese Senatsverwaltung für
Umwelt, Verkehr und Klimaschutz